Handel - Wirtschaft - Börse
Kasseler Neueste Nachrichten Hessische Handelszeitung Mittwoch, den 20. April 1932
Der Farben-Abschluß
Starker Gewinn und Absatzrückgang, aber liguide Bilanz.
Die Hauvteindrücke deS Jahresabsck der I. G. Rorbettinbufirte kaffen sich in die „curic zufammen- faffcn: starker Gewinn- und Absatzrückgang, liauiöe Bilanz, wenig günstige Zukunftsprognose. Prüft inan de» Abschluß daraufhin, ob die ursprüngliche Absicht, urehr als geben Prozent Dividend« nach 12 Prozent aus-n,schütten, ausführbar war, so kommt man zu dem Erg-bniS, daß selbst 7 Prozent nur durch Verringerung der ircibungen und des G:winnvortrages aufbringbar n Es betrugen nämlich:
in Miü. Mk.
1930 1931
Rohgewinn 217,4 166,3
Abschreibungen 57,2 55,5
Reingewinn 96,1 44,5
Vortrag 6,9 2.4
Erleichtert wird die Ausschüttung von 7 Prozent dadurch, daß 110 Mill. Stammaktien eingezogen werden, wobei zu bemerken ist, baß der Zuwachs an eigenen Aktien auf Pari abgeschrieben würbe.
lieber die Absatzverhältniss« wird noch folgendes ausgeführt: „31t- und Auslands-Absatz zusammengenommen zeigen eine Absatzvermiirderung um ein Sechstel gegenüber dem Vorfahr. In Anvaffung hieran wurde die Produktion weiter eingeschränkt, und zwar in einem Ausmaß, daß wir «ine Verminderung der Vorrät« bis zum Jahresende erzielen konnten." Es kann vermutet werden, daß zu dem Minderertrag in erster Reibe das Stickst o f s g e s ch 8 f t Veranlassung gegeben hat. Di« Verwaltung konstatiert, daß trotz der övro^ntigen Preissenkung der Jnlandsabsab infolge der schlechten Lage der Landwirtschaft um etwa ein Viertel gegenüber 1930 zurückging, im Auslandsgeschäft konnte der Absatz zum Teil sogar vergrößert werden, lieber die Snnstseiden-Lbtei. lung: „Auf dem Gebiet der Kunsts«id« bat stch mengenmäßig der Absatz gehoben. Di« Preise litten nach wie vor unier starkem Wettbewerb, doch war ihr Rückgang auch zu einem-erheblichen Seil eine Folge des Preisverfalls der sonstigen Sextilrohftoffe. Wir waren bemüht, uns dieser Entwicklung durch weitere Fortschritte in der Produktion an- zupaffcn." Der Absatz in Farbstoffen bat eine ge- miffc Stabilität gezeigt, das bessere Ueberfeegeschält brachte einen Ausgleich gegen „einen etwas stärkeren Rückschlag in den europäischen Industrieländern'.
lieber die Aussichten wird nur folgendes gesagt: „Im neuen Jahr haben sich die im Vorjahr bereits aufgetretenen Geschäftserschwerungen noch beträchtlich vermehrt. Der Absatz ist weiter rückgängig. Wir werden alle Kräfte anspannen müffen, um uns den immer schwieriger werdenden Verhältnissen anzuvaffen.'
Die Bilanz macht einen liauiden Eindruck. Bankschulden (i. V. 12 Still.) sind nicht vorhanden, die Verbindlichkeiten sind von 312 auf 217 Mill. RM zurückgegangen. Di« Beteiligung«n weiden mit 275 Mill. (351) aufgesührt bei einem Gesamtnennwert der Beteiligungen von rund 300 Mill. RM.
Schlechtes Brikettgeschäft
Der mitteldeutsche Braunkohlenbergbau im März.
Im Gebiete des mitteldeutschen Braunkohlenbergbaus betrug im Monat März die Rohkohlen- förderung 6 169 508 Tonnen (Vormonat: 6 383 519 Tonnen), die Brrkettherstellung 1561078 Tonnen (Vormonat: 1 541 114 Tonnen) und die KokSeiHeugung 45 804 Tonnen (Vormonat: 42 005 Tonnen). Gegenüber dem Monat Februar zeigte sich demnach ein Rückgang von 2,6 Prozent bei Rohkohle und ein« Steigerung von 1.3 Prozent bei ©tifette- uno 9.0 Prozent beim Koks. Die Abrufe an Hausbrand- ö r i k e 11 s gingen infolge der am 1. Avril ,u erwartenden Sommervreife merklich zurück. Auch auf dem Industriell iikettmarkt war die Lage sehr schlecht: eine Besserung j,. für die kommenden Monate auch kaum zu erwarten.
Heimische Wirtschaft
Rechtsanwalt Brill in Konkurs, lieber das Vermögen des Rechtsanwalts Otto Brill in Kassel, des früheren t'lufstchtsratsvorsttzenden der Staffelei Genossenschaftsbank, ist das Konkursverfahern eröffnet worden. Die Konkurs- eröftnitna ist auf Antrag der Staffelet G « nos - fenschaftsbank erfolgt. Nachdem die Bergleichsver- handlungen gescheitert sind, hat sich die Genoffenschaftsbank im Iniereffe ihrer Genoffen und Gläubiger zu diesem energischen Vorgehen entschloffen. Die Forderungen der Genossenschaftsbank sind durch die seinerzeit übergebenen Sicherheiten gedeckt. Zum Konkursverwalter ist der Kaufmann G. Zimmer ernannt. Die erste Gläubigerverfamm- lung findet am 19. Mai statt. Anmeldefrist bis 10. Mai.
Kreis-Pferd«, n. Viehversichernngsoerein Hetsfeld. Im abastauicnen Geschäftsjahr ist die Mitglied« rzahl von 1334 »ui 1464 gestiegen. Versichert waren 304 Pferde und 268b Stück Rindvieh mit einer Gesamtversicherungssumm« von 1 249 840 RM. Einnahmen und Ausgaben schließen mit 52 195 RM ab. Die Schadensfälle waren mit 12 Pftrden, 5 Johlen und 100 Kühen ungewöhnlich hoch.- Der. Verein marschiert mit diesen Schadensfällen an bet spitze in Kurhessen. Der Reservefonds bat eine Höhe von 14034 RM erreicht. Die ausscheibenden Votftandsnntglieder wurden in der G.-B. wiedergewählt.
jahrsversammlun^ mitgeteilt ÄW K “Ä zahl um 137 auf 2073 vermehrt. Die Summe der Spareinlagen beträgt 43 000 RM. Di« 8toiti6tiot ist gut.
Svar- und Darlebnskaff« Dransfeld. Kreis Münden. In der G.-B. erstattete Rendant v. Werder den Geschäftsbericht und gab di« Bilanz bekannt. Dieselbe schließt mit einem
In Kürzet
in
Der «Assichtsrai.der P. »«i«"do i «fambnra. ichlägt für 1M1 aus einem ReingewlUN von
'-inn RM eine Dividend« von ’ 5“«“* "»'A "• *# Prozent iiolbettbe aus 107078 RM Reiugewrnn).
Laut Ageu« Eeonorurane L Financidre ist der aefW6« rat der (lemeanie Hif »a ne . 8“ * *** •1 •AjL* Elee , rieid - d (ff bebe) in Paris um sich mit der Frag« bei TiotbenbenDttietlnnfl itt bdei- ien. Es werde mit der Feftfetzuug einer Dividende von 12 (17) Prozent gerechnet.
Nunmehr hat auch Funkers Motorenbau (I ml beim Amtsgericht Dessau seinen Bergleichsvor- ichlaa eingereicht, der eine Quote von 3» Prozent vorstem. zahlbar in vier gleichen vterteliahrlicheu Raten. begtuvE 6 Monate nach der amtlichen Bestätigung des Vergleichs.
'Die G-V. der Flle Bergbau A^G.. Grube Ilse. P -L , genehmigte mH 222 299 gegen 56 097 stimmen der 2; ag-Grnv»e die Bilanz für 1981 und setzte die Dividende am 7 (i. V. 10) Prozent f«ft
Reuter meldet aus Santiago d« Chile, daß di« Borlage über die Devalotisatiou des chilenischen Pesos, durch Me praktisch Ehile . die Goldwabrnng aufgeben würde, die Devntierteukanimer passiert bat.
Die RiederlLnd i l ck «Ban k bat ihren Diskontsatz ... i Prozent ans Vroezut ermäßigt. Der satz von üProzentwar leit dem 28. September 1931 in Geltung. Der Effekten- und Wareubeleibungsiatz und der Zmsfatz siir Borfchiiffe in laufender Rechnung wurde een hiebet 4 Prozent auf 3 Prozent herabgesetzt.
Gesamtumsatz von 14 Mill. RM ab. Der Reingewinn wurde sabungsgemäß und auf Beschluß der Generalversammlung je zur Hälfte dem Reservefonds und bej Betriebsrücklage überwiesen. In den Vorstand wurde das ausscheidenüe Mitglied Friedrich Hogreve wiedergewählt: in den Ausiichrsrat wurde stellmachermeister Adolf Gerls wie- dergewählt. Lehrer Koch und Landwirt August Sauerland aus Offenfeld neugewählt.
Vergleichsverfahren in Lauterbach (Oberbeffen). lieber das Vermögen des Julius G u i t t a r d in Lauterbach ist das Vergleichsverfahren eröffnet worden. Vertrauensverfon: Rechtsanwalt Deitz in Lauterbach. Vergleichstermin 10. Mai
Neves Vergleichsverfahren: Getreide-, Dünger- und Buttermittelhandlung Georg Gerke in Göttingen: V.- . Büchervriifer Lohmann: Bergleichstcrmin 13. 5.
Zwangsvergleichstermin: Konkurs Kaufmann Florenz Böckclmann in Carlshafen. am 30. 4. vor dem Amtsgericht Kassel.
~ Ausgehobene Konkursverfahren: Lebensmittelhandlung Theodor Auffahrth in Kassel: Fabrikant Karl Jtz- l e i b und Ehefrau Elise Jßleib. Inhaber der Metallwaren- sabrik Karl Jßleib in Barchseld.
Aufgeh^enes Vergleichsverfahren: Bauhütte Kurhessen G. m. b. H. in Kassel.
Heutiger Börsenbeginn
Weiter schwach.
Berlin, 20. Avril. Nachdem es gestern abend mehr ttminunas- als kursrnäßlg schwächer geworden war, schien sich, an dicker nach unten gerichteten Tendenz auch in den euttgen. Vormittagsstunden nichts zu ändern, zumal auch Neuoork wieder matt schloß. Geschäft konnte sich noch nicht entwickeln. Es wurden nur für Farben mit 85 und für Reichsmark mit 101% Kurstaxen genannt. Die Speku- latton zeigte auch weiterhin gering« Unternehmungslust und Orders außenstehender Kreise treffen vor den Wahlen nur spärlich em. Am Devisenmarkt hört man: Pfunde — Paris 95% ea„ Pfunde — Amsterdam 9,31. Piunde — Schweiz 19,39 Pfunde — Mailand 73%, Pfunde — Sramen48%, Pfunde — Stockholm 20%, Pfunde — Oslo 20%, Pfunde — Kabel 3,77.
Der Verbrauch des deutschen Voltes^ qinq seit1929zuruck
6t0
um 25%
Kultur-und luxusbedarf \um33%
Not macht erfinderisch
Ausbau des internationalen Warenaustauschs
, Dte Gründung etner Internationalen Waren- cl« arlng G. m. 6. H. in Bremen kann für die Entwicklung des gesamten deutschen Außenhandels von großer Bedeutung werden. Das Kapital der Gesellschaft beträgt zwar nur 500 000 Mark, doch ist diese Summe als Grundlage für die Arbeit des Unternehmens vorerst durchaus trfntv • Die Idee, auf der di« Jnternattonale Warcnclearing G. m. b. H. bauert, mag inmitten einer öurchtapitaiisierten Weltwirtschaft seltsam atavistisch erscheinen. Man kehrt zu den längst überwunden geglaubten Handelsmetboden vergangener Wirtschaftsepochen zurück, indem nicht mehr das (Sei1' als Tauschmittel zwischen der Heimat und dem Ausland gilt, sondern die W a r e n aus dem Elcaringwege direkt miteinander ausgetauscht werden. Ansätze hierzu finden sich bereits überall. Ohne daß eine solche Gesellschaft bestanden hätte, ist vor kurzem ein
Tauschgeschäft zwischen deutscher Ruhrkohle und brasilianischem Kaffee
zustande gekommen. Brasilianischer Kaffee wurde ebenfalls gegen argentinischen Weizen einaeianscht. Polnisches Salz wurde gegen ungarischen Wein, türkisches Salz gegen ungarische Tuche cingetauscht. Der internationale Tauschhandel hat schon einen recht erheblichen Umfang angenommen, so daß bereits kürzlich der amerikanische Rationalökonom Morgan (nicht tdenttsch mit dem Bankier Morgan) di« Or- aanisterung dieses Tauschhandels durch die Vereinigten Staaten in einer ähnlichen Form vorgeschlagen hat, wie sie jetzt in Bremen verwirklicht worden ist. Die wachsende internationale Devise n-Z wangsbewirtschaftung. die der freien Entfaltung des Welthandels das Grab zu fchaufeln drohte, wird mit biefem geschickten Trick, der eine Rückkehr zu „vorsintflutlichen" Methoden darstellt. umgangen. Für Deutschland eröftnet sich hierdurch die Möglichkeit der Mobilisierung im Ausland« «inge- frorener Kredit«, di« lebt in Form von Waren aus- getaut werden können.
Bvrmtssetzung für ein Funktionieren dieses Tausch« Verkehrs wird freilich sein.
daß sich di« Abnehmer deutscher Produkt« im Auslande ebenfalls zusammenlun, um die Tauschgeschäfte von der anderen Seite her zu artanaleren. Der deutsche Tauschpartner, der Internationale Waren Clearing G. m. b. H. kann jedenfalls Anspruch darauf erheben, die maßgebenden deutschen Antzenhandelsintereffen zu vertreten. Im Anssi ch t s r a t des Unternehmens ist u. a. der Norddeutsche Llovd, di« amtliche Autzenhandelsstclle für das Weser Ems- Gebiet und die Rorddeuttche Kreditbank vertreten. Es ist daher anzunehmen, daß das Ausland schon aus Konkurrenz- gründen dem deutschen Beispiel folgen wird. Die Clearing- gesellschaft wird zweifellos im engsten Kontakt der Devisen- Bewirtschaftungsstell« arbeiten, da sonst die Gefahr bestände, daß die Reichsbank die im Aimenblick dringend notwendige Kontrolle über den deutschen Außenhandel verliert. Durch Ausbau des Warenelearings ist eine noch schärfere Anwendung des ,cho ut des"-Prinzips möglich, als dies bisher der Fall war. Meistbegünstigungsveiiräg«, gegenseitige Vorzugszölle und Kontingente sind nicht in der Lage, die Handelsbilanz zwischen den einzelnen Ländern in einem derar- tiaen Maße auszubalanticrcn wie ein unverhülltes Warenclearing. Daß jedoch diese aanze Form des Warenaustausches ein Rücksckll in wirtschaftliche Barbarei ist und bei
Wiedereintritt normaler Zustande in der Weltwirttchaft u n- b«d ingt I i a u i ii> i« r t werden mutz, kann nicht genug unterstrichen werden.
Deutsche Woche 1932
Durchführung im Herbst iu verstärktem Ausmag.
Nachdem die Deuttcke Woche, die 1931 erstmalig in .über 500 deutschen Städten durchgeführt worden ist, stch zu einem so große» Erfolg für die Werbung für deutsche Ware gestaltet hat, ist nunmehr beschlossen worden, di« Deutsche Woaie 1082 in den Monaten September. Oktober, November in noch wesentlich größerem Ausmaß zu veranstalten. Es handelt sich um di« allseitig anerkannte Notwendigkeit. die deutschen Verbraucher auf die Bedeuetung der Bevorzugung deutscher Ware vor ausländischen Waren bm- zuweisen, wenn diese an Preis und Güte den Wettbewerbswaren gleich sind. Die Deutsche Woche wird veranstaltet vom volkswirtschaftlichen Ausklarungs- d i e n st, der Wcrbestelle für deutsche Ware, die von den Svitzenorganisattonen der Wirtschaft in enger Verbindung mit den Orsaniiationen des deutschen Geisteslebeiis. «fragen wird. WerSeveranstaltungen, die gleiche und ähnliche Ziel« verfolgen, sollten nach Möglichkeit in di« Herbitmonai«, dem offiziellen Veranstaltungszettpunkt der Deutschen Woche, gelegt unib mit dieser verbunden werden, bamtt in dieser Zeit eine schlagkräftige, sich Wer das ganze Reichsgebiet erstreckende Werbung tüt deutsch« Arbeit und deutsche Ware erzielt wird.
Bonmwollweberei int Mar, unverändert. Der Geiamt- verband Deutscher Baumwollwebereien E. B„ Berlin, berichtet: Im Sionat Mär, hat di« Satte in der Baumwoll. Weberei im Verhältnis zum Vormonat feine, grundlegende Acnderung erfahren. In einigen Bezirken hielt die ent* sonbelebung noch an. Trotzdem liegt das Gros der Baumwollweber sehr schlecht, Im allgemeinen ist es.infolge der »um Teil autzerwirtschaftlichen Einflüsse tn dieiem Monat schwer, Schlüsse auf den wirklichen Bedarf in beit Konsumentenkreisen zu ziehen. Festzustellen ist die Tatsache, daß sich in der Einkaufsvolitik der Abnebmerschaft nichts geändert hat. daß sie nach wie vor nur den allernotwendigsten und kurzfristigsten Bedarf deckt. Die Preise waren tm Verhältnis unverändert. Der Export ging erneut zurück.
AnflSfnus des Lebroerbältuiffes wegen UnaeeiamtbeiL Wie das Landesarbeitsgericht Berlin tn einer Entscheidung vom 23. Avril 1931 (104 G 1521/30) erklärte, kann sich unter Umständen auch nach Ablauf der vierwöcheittlichen Probefnst die völlige Ungeeignetheit eines Lehrlings für den von ihm erwählten Beruf Herausstellen. Zwar hatte der Sachverständige im vorliegenden Falle erklärt, daß manchmal Lehrlinge, di« zuerst wenig geeignet zu fein schienen, sich im Laufe der Zeit günstig weiter «ntwickelien. doch mutz, wenn sich nach anfänglichem Versagen auch eine Hoffnung auf spätere, bessere Entwicklung nicht erfüllt, die Unfähigkeit des Lehrlings hierin zur Fortsetzung der Arbeit erblickt werden und die vorzeittge Auslösung des LehrverhältnisseS zulässig sein.
Waren und ihre Preise
Berliner Produktenbörse
Heutiger Frühverkehr stetig.
Berlin, 20 Avril. Tendenz für Weizen ruhig, für ^Roggen stetig. Das Angebot ist klein. Geschäft tonnte sich noch nicht entwickeln. Die Liefernngsoreii« für Wetzen wurden bis 0,50 RM niedriger gesprochen, während man Roggen völlig unverändert «um gestrigen Börsenschlutz hört. Efsektive Ware liegt jedoch in beiden Brotgetreide- arten stetig und unverändert.
Amtliche Notierungen vom Vortoo
Wellen, märk. »v Station Boggea, mark, ab Station Braugerste • •
ffÄ ibsuti»; ................ Bi ::::::
Roggenkleie
Viktoriaerbeen . . . » • Kleine Speieeerbee» . • • Futtererbsen
Peluschken • » • • •
Ackerbohnen .,»»»»
Wicken . • • e » »
Lupinen blaue » » » » »
_ gelbe . . . .
Seradella, neue . » »
Leinkuchen. Baals 37% . . KrdnuUkucben 56 % ErdnuBkuchenmehl M % Trockeuachnitiel . . . > Extr. Sojaschrot M%
ab Hamburg . . . . > ab Stettin......
Kartoffelflocken
18. April 14. April
2i 11 r ü
15.00-17.00
16.00-18 50
10 00-11.75
14.00-1550
15.00-17.00
16.00-1850
1000-11.75
14.00-15.75
30.00-36-00
11.00
WeizenauSfuhrschein« —, RoggenauSsuhrscheiue —. Ger- ftebezugsfchein« 33,25. Maisbezugsscheine 525 B.
roMto.S s st Juli 278,75 B„ T«vt. 227 B.: Roggen: Mat 19M 8., Juli 197,25. Sevt. 186: Ha sei: Mai 174—173,5. Juli 179.5—179 B.. Sept. —.
Berliner Rauhfntternotternnge» vom 19. Avril. Trabi- gevr. Roggensirm 1.6—1.95. dtp. Weizenstroh 1,15—1,30, dio. Saser- und Gerstenstroh 1,10—1,25, gebund. Rogaenlang- ftrnib 1.30—1.45„ bin. Weizen strich 1,15—1,30, Hämel IM)
bis 2,10, handelsübl. Heu. gesund, trocken, 1,45—1.66. gutes Heu 1. Schnitt 2,15—2,66 Luzerne, lose 2,4—2.7, Thmnotee, lose 2,5—2,8.. Kleeheu. lose 2,3—2.6, drahtgepr. Heu 40,—, Tendenz schwächer.
Magdeburger Znckernotieruugen vom 19. Avril. Gemahl. Mehlis prompt per 10 Tage 32,05. Tendenz: ruhig.
, Mitteldeutsch« Hänteaukti-u in Leiv,ig für das fLchsifch- Gesälle vorn 19. Avril. Aiiktionsbesuch wie üblich. Berkaus regulär, Ochsen- und Rinderhäutc, mit Ausnahme der roten Ochsenhäute 100 Dsd., welche ohne Gebot blieben, brachten Abschläge bis 3 Psg. Suhhänt« verloren 3—i Psg„ Bullenhäute soweit verkauft 5—6 Psg. rückgängig, Bullen» häute von 80 Pfd. auswärts, größtenteils unverkauft.
Londoner Goldpreis. Der Londoner Goldpreis beträgt am 19. Avril für eine Unze Fetngold 109 sh 8 d - 87,2861 RM. für ein Gramm Feingold demnach 42.1496 vence = 2.80470 RM.
Viehmärkte
vom 19. April. Ockfen: iften Schlachtwerts, jüngere
mäßig ge der beste: mittl. Mi
Schaf«: Stuft lammet und jüngere Mafthammel a) Wei- demast — b) Stallmast 89—41. mittlere Maftlämmer, ältere Rtasthammel 37—89, gut genährte Schafe 30-32, Tlcntbtflcs Schafvieh 88—35, gering genährtes Schafv:eh 23—32. — Schwein e^etrichioe-me über 800 $fe. —. vollst. «Kveine von et. 240—300 Pst>. 87—88, vollst, von ca. 200—240 Sfi, 86—38, vollst, von ca. 160—200 Pid. 34—36, fleischige Schweine von ca. 120-160 Pfd. 82—33. feestchiae unter 120 Psd. -. Sauen 83-85. Auftrieb: Rinder 1519, darun- ter Ockfen 215, Bullen 543. Kühe und Färsen 7«LJtto juut Tchlacktbof dir. 45, Auslandsrinder 30, Kälber 8136, dito ,. Schlackthof dir. —, Auslandskälber 98, schüfe 2921, dito z. Schlachtbos dir. 260. Auslandsschste —, Schweine 14—062, dito zum Schlachwof dir. 3107. M a rkt v e rl a u f: Bei Rindern ziemlich glatt, bei Kälbern,n guter Ware ziemlich glatt, lauft nüto. B«i Schalen und -Sckwstnen ollatt.
fietfii!« 2td5tudivieümLrki 1
vollst«tschiae ausgemästeie Höchs— —------ ,—_—
»5—36, ältere —. fonstige vollsleischige jüngere 34—35. allere —. fleischige 30—33. gering genährte 26—28; Bullen: jüngere pollfleischige höchsten Schlachrwerts 28—30. sonstige vollfleischige oder ausgernästete 27—28, fleischige 25—26, gering genährt« 22—24; Kühe: jüngere vollfleischig« höchsten SchlachtwertS 24—26. sonstige vollfleischige oder ausa«- mäftete 20—23, fleischige 16—19, gering genährte 12—15: Färsen: vollfleischige ausgemästeie höchsten Schlachtwerts 31—33, vollsteischiae 28-M. ftei'chige 22—26: »reffer: mäßig genährtes Jungvieh 17—24: Kalber: Toppellrii- der bester Mast —, beste Mast- und Saugkälber 50—60, mittl. Mast- u. Saugkälber 30—52, geringe Kalber 18—26.
Kurse im Kasseler Verkehr
20. April Ohne Gewähr
Festverzinsliche
INchfr Angeb
Kassel. Land.- Kreditkasse
8% Goldpfbr.
5% BezV.Kass. Sehatzanw
8% BezV. K.A. 8%Kass.St.-A. Dt.K.Sam.Abl Anl.m.Ausl.B
II .VII-IX X
„ XII „ IV „ VI „ XIII „ III „ V Kom.-A.I
„ III „ IV „ L.-Ob.
8% 8% 8% 8% 8% 7% 7% 7% 6%
6%
8% „ 8% „ 8% „ 4'A%
72.00
72.00
72.00
72.00
72.00
72.00
72.00
72.00
54.00
73.50
73.50
73.50
73.50
73.50
73.50
73.50
73J5O
56~00
56.00
75.00
5200
40.00
36.00 37.00
5%Hensch.u.S.
aufgew. Obi. 7%HN.Hütv.O 8%Hess.u.Her-
knlesbr. Obi
Nohfr
4000
5200
63.00
Angeb.
4500
5500
8% Salzm. u. Co. Obi.
5% El.Zwecke. Anl.(M.pro to)
50.00
55.00
4.45
4.60
Aktien
Baum. u. Led. D. Zündholz Fstl. Wild. M. Großalm. Ton. Kass. Federst. Kasseler Jute Benno Schilde SchüleHohenl Gehr. Ungew. Warb. Zucker Ad. Wever WUd.Königsq.
—
—
——
—-
—
——
—»
ioaco
—
—
20.00
—
—
—
Berliner Kurszettel
Durch Funkdienst
1& 4.
19. 4.
18. 4.
19. 4.
Tägl. Geld
5!=>i
0 5 5(
El. L. u. Kr.
62.00
w
Ablös.-Sch.
39.0
) 37.6
3 Engelh. Br.
—»
do. ohne Ausl.
31
3 3.0.
5 J. G. 1 arben
86.50
85.40
6 Dt.B.-Anl. 37
525
0 54.5
3 Feldmühle
53.00
52.40
Young-Anl.
50.2
5 50.0
) Feit. & Guill.
34.00
32.75
7% Berl. Hyp.
Gelsenk. Berg
33.75
8175
Gpf. 8.11
-
Gesfürel
49.13
8 do. 15
__
69.0
) Th.Goldschm.
17.40
8 do 16
AQ 7
5 690
) Guanow.
—
18.50
8 do" K. O. 6
5OC 65.5
0 497
5 Hacketh. Dr.
32.00
32.50
8 Ld. Z. Gpf.
0 65.7
5 Hamb. El.
78.76
//./o
8 Mekl. Hyp.
Hammersen
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u. Wechs. 3
49.2
5 Harb. W. G.
19.00
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5 71.4
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0 Harp. Berg q Hirsch Kupf
33.13
7 do. 26
4% do.Li<l.Gpf. do.Liq.Antsch.
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26.25
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10 do. 5 u. 7
8 do. 3 u. 6
6 do. 2
50 0 51.5 75.C
65.0
0 Ph. Holzm.
0 Ilse Bergb.
W
9.25
23.00
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3 Ilse Genuß
3 Kali AschsL Karstadt Klöckner
W
8 Pr. Lpfa. H 7 do. 21
8 do. K. 0. 20 Oest. Goldr. Oest. Silberr. Türk. Bagd. I Türk. Zoll II Ung. Goldr. Aach .Klb. Can. Pao.
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71.0
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0 Köln-Neuess.
3 Gebt. Körting
3 Lahmey. & Co.
3 Laurahütte Mannesmann Mansf. Bergb.
5 Masch. Dnt.
3 Metallges.
3 Nied. Kohle
5 Obschl. Eisb.
7Ö°5
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108.00 8.00
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5 22.2
7.00
K) 14.5
31,00
30.00
Hapag
Hamb. Süd
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Hansa
Nordd. Lloyd Adca
Barm. Bankv.
Bayr. Hyp.
u. Wechsb, Berl. Handg. Commerzb. Danatbank
3 Orenst. & Kon. C Phönix Bergb.
21.60
17.25
21.50
1575
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pl
23.«
v 61.0
K) 830
X) 21.9
>0 23.5
0 Rh. Braunk Rh. Stahlw.
Rh.W. Sprgst.
0 Riebeck Mont.
Ö Rüttgersw.
0 Sachsenw.
157.00 35J0 52.00 28.75 3600
157.00 3575
52.00
26.90
36.00
DD-Bank
43«
0 434)
0 do. Vorz, Salzdetfurth
147.00
14375
Dresdn. Bank Eeichsbank
1^
5 103 0
2 M
58.50
0 Schl.Bgb.u.Z.
0 Schl. Textil
Accumul. A. E. G. Augsb.-Nbg. Basalt Linz Jul. Berg. Bergm. El. Bl. Karlsr. J. Bl. Masch.
1!
0 Schub. & Salz.
106-25
105.75
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10 Schuck. & Co.
10 Schulth. Patz. Ö Siem.&Halske
98.50
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123.00
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Cont. Gummi
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0 Ver. Glanzzt.
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Daimler Mot. Dt. Atl. Tel. Dessauer Gas Dt. Erdöl
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Frankfurter Mittagsbörse
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8 do. K.O. B. 20 414 Nass.L.Obl.
5 Mer. am. In.
5 Mer. ks. äuß. 414 Mer. Irr. A
414 Anat. B. 1
5 Tehuantepeo Hapag Nordd. Loyd Baltim. Ohio Gr.Kass.Str. V Berl. Handlsg. DD.-Bank D.Eff.u.W.-Bk. Dresdner Bk, Oesterr. Cred. Wiener Bankv
Aschaff-Zellst. Bad Salzschl. Beck & Henkel
18.4.
19.4.
18.4.
19.4.
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Buderus
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Lahmeyer&C.
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Zellst. Waldh.
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2975
Berliner Devisenkurse
in Reidismark
19. April
Buenos Aires . . 1 Pap.-Peeo . Canada, .... 1 Can. Doll. . Japan . , 1 Yen . . .
Kairo.....1 ägypt. Pfd. .
Konstantinopel . 1 türk. Pfd.
London .... 1 Pfd. Stert. . Neuyork .... 1 Dollar . . Rio de Janeiro. • 1 Milreis . . • Uruguay .... 1 Gold Pes. » Amsterdam . . • 100 Gulden • Athen . , . . 100 Drachmen
Brüssel . ... 100 Belga . .
Bukarest . ... 106 Lei . . .
Budapest > ... 100 Pengö . .
Danzig..... 100 Gulden Helsingfors... 100 tiuni. M. . Italien .... 100 Lire . . . Jugoslawien . . 100 Dinar . > Kaunas (Kowno) . 100 Litas . . Kopenhagen . . 100 Kr -. . Llssabon-0porto . 100 Eskudo .
Oslo .... 100 Kr
Paris . ... 100 Frc. . . .
Prag ..... 100 Kr. ... Reykjavik ... 100 isl. Kr. . Riga.....100 Latte . .
Schwel* .... 100 Frc. . . Sofia . . i . . 100 Lewa Spanien . ... 100 Peseten Stockh.-Gothenb. 100 Kr. . . . Tallinn (EstL) . . 100 ehtn. Kr. . Wien • « i ( ■ 100 SchiiL « ,
Geld
2
15
4
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1.808
170.68
5.495
58.98
2.522
62.94
82 67
7.343
WZ
70.230
79.720
81.770
3.057
33.27
77.52
109.39
50.450
Brief
15
171.02
5.505
59.10
2.528
63.06
82.83
7.357 21670
7.437 42.140
87.34 14.560
78.08 16.645 12.485 70.370 79.880 81930
3.063
33 33 77.68
10961
50.550