Einzelbild herunterladen
 

Einzelpreis 90 Pfennig

Kasseler Neueste MchrWen

Kasseler Abendzeitung

Brfdteitttt ttgStoeife: wöchentlich sechsmal nachmittags. AbonnementSpretS: für den Monat 2.10 Jt einlchl. 30 A J5?IrDSn.-16S f,rUcr -Zustellung ins Saus in der (SeichäiEellc abgeholt 1.80 jf. Durch die 'Soft mon. 2.10 Jt Zustellgebühr Zn Hüllen von höherer Gewalt besteht kein Anlvruck au! Vicrerung der Zeitung oder aus muctzahlung des Berugsvrenes. Verlag. SLriltlkimng und Druckerei: Kölnische Strafte 10. Telephon: Sammelnummer 6800. Juristisch-- Sprechstunden DicnSlags und HreitagS 1718 Uhr Kölnische Strafte 10. I

Hessische Abendzeitung

Snjeigen»reife: Geschäft;, und Familien-Anzesgen Me 30 mm. Zeile 11 Pfennig. Kleine Anzeige« an« Kaflel bas Wort 7 4. Auswärtige Klerne Anzeigen die 30 mm breite Zeile 11 4. Anzeigen im Reklameleil die <8 mm breite Zeile 45 4. Ofsertgebühr 25 4 (bei Zustellung 85 4). Für das Erscheinen vmi'Anzeigen in bestimmten Ausgaben, an besonderen Plätzen und für telephonisch erteilte Aufträge keine Gewähr. :>!ech- nungsbeträge innerhalb von 5 Tagen zahlbar. Gerichtsstand Kassel. Postscheckkonto Frankfurt a. M. 6380.

Nummer 89*

Sonnabenb/Gomrtag, 16./17. Stprit 1932

22. Jahrgang

Amerika gibt seine Zurückhaltung nicht auf

SkiMwns LLnierre-ung mit Tar-ieu: Keine Einmischung in europäische Fragen / RGOAp. beantragt einstweilige Verfügung beim Siaatsgerichishof

Kein Interesse an -er Landabrüstung

(Eigene Drahtmeldung.)

Heraus aus -emKrisenbahnhof!"

Paris, 16. April.

ter amerikanische Staatssekretär Stimson weilte gestern, wie bereits angekündigt wurde, in Paris. Er statte nach einem Frühstück, das zu seinen Ehren am Quai d'Orsay veranstaltet wurde, längere Besprechun­gen mit Tbrdicu. Stimson ist noch gestern abend nach (9 c n f abgcrcist, wo er heute früh eingctroffen ist.

Die Unterredung des französischen Ministerpräsi­denten mit dem amerikanischen Staatssekretär Stim­son wird von der großen Pariser Presse mit ganz be­sonderer Aufmerksamkeit verfolgt und besprochen. Die außenpolitischen Berichterstatter der großen Blätter, die ihre Sondcrinformationen aus bester Quelle zu schöpfen pflegen, bestätigen im allgemeinen die Auffas­sung Stimsons, Amerika lege besonderen Wert darauf, sich nicht in rein europäische Angelegen heilen zu mischen. Diese Haltung werde auch auf der Genfer Abrüstungskonferenz verfolgt werden, ans der Amerika in Fragen der Landrüstung eher die Rolle eines Beobachters übernehme, um feine ganze Auf­merksamkeit der Sccrüstuug zuzuwcndcn.

An der Tribut frage soll der amerikanische Staatssekretär den amerikanischen Standpunkt wieder­holt haben, Amerika werde zunächst einmal abwarten, aus welcher Grundlage die europäischen Staaten u n - ter f j (ft einig würden.

Sic Regelung des chinesisch japanischen Konfliktes Koste auf die gleiche Zurückhaltung. Man betont in Pa­riser gufuntcrrichteten Kreisen, Stimson habe in die­sen, Znsgmmenhinlg besonders darauf hingewissen, daß seine Regierung Wert auf die Garantie des Pein z,ps des Kelloggpaktes und einer Politik der offenen Tür lege.

Diese Ausführungen der Pariser Blätter werden noch ergänzt durch eine Erklärung, die Slim- Ion selbst der Presse abgab. Hierbei hat er erklärt, daß er in Genf einige Maßnahmen zu unterstützen ge­denke, die die Arbeiten der Abrüstungskonferenz feiner Auffassung nach fördern dürsten. Diesen sehr unbe­stimmt gehaltenen Worten wird von gut unterrichteter stelle ein Sinn beigelegt, der die Ansichten, die in den obenstehenden Pressekommentaren vertreten wurden, bestätigen würde. Es wird nämlich behauptet, daß Stimson einen K o m p r o m i ß v r s ch l a g plane, den er dem Ministerpräsidenten Tardieu am Freitag abend bereits mitgeteilt habe. Dieser Kompromißvor­schlag bestehe darin, daß die Frage der Lau brü­st u n g e n und der Sicherheit von der Frage der S e e- r ü st u n g e n getrennt und beide gleichzeitig, doch ge­sondert behandel, werden sollen. Stimson sei der An­sicht, daß die Landrüstungssrage eine Angelegenheit sei, die von den europäischen Kontinentalmächten allein gelöst werden müsse, während die Seemächte die Aufgabe hätten, in der Frage der Seerültung eine Ver- ständigung zu finden. An letzteren Verhandlungen wünsche Amerika praktisch und aktiv teilzunehmen, während cs mit dem europäischen Sicherheitsproblem grundsätzlich nichts zu tun haben wolle.

Brünings Ausgabe in Gens

th. Berlin, 16. April.

Nachdem der Reichskanzler Dr. B r ü n i n g in Genf eingetroffen ist und für die Dauer seiner dor­tigen Anwesenheit die Führung der deutschen De­legation bei der Abrüstungskonferenz auf ihn über­gegangen ist, erwartet man in unterrichteten Kreisen, daß der Kanzler sich zunächst an den Verhandlungen über die Abrüstungsfragen und über das Donau­problem beteiligen wird. Möglicherweise wird er dabei auch noch einmal in die öfsentliche De­batte eingreifen, aber voraussichtlich erst dann, wenn die Regierungschefs der anderen großen Län­der ebenfalls in Genf eingetroffen sind. Das dürfte Witte der Woche der Fall fein. Dann wird sich auch die Möglichkeit ergeben, daß Dr. Brüning mit Tar­dieu und Macdonald, ebenso wie mit Stimson und Grandi interne Besprechungen führt, die sich auf die Reparationsfrage erstrecken wer­den. In diesen Unterredungen wird selbstverständ­lich der Hauptzweck der Reise Brünings nach Gens ertiidt, denn dabei werden wichtige Vorbereitungs- arbeiien für die in Aussicht stehende Konferenz von Lausanne geleistet werden können.

Oevisenschiebung im großen Stil

Düsseldorf, 16. April.

Zu der gestern in einem Teil unserer Ausgabe ge­meldeten Festnahme zweier Devisenschieber erfahren wir noch, daß es sich bei den Festgenommeuen um Ben Bankkomm.ssionär Erich Goldschmidt aus Düs­seldorf und einem gewissen Hans Spier aus Frank furt, der vorübergehend in Düsseldorf wohnte, han

Belt. Eine weitere Person die dringend verdächtig ist, ist nach Belgien geflüchtet.

Rach dem beschlagnahmten Material scheinen die Schiebungen in riesigem Ausmaß betrie­ben zu fein. Genaues über die Höhe läßt sich im Augenblick jedoch noch nicht sagen. Der Hauptsitz der Schieberbande ist in Holland Amsterdam und in Deutschland Düsseldorf und Berlin.

lieber die Einzelheiten dieses Mrllionenschmuggels in deutschen Effekten wird noch bekannt, daß die Be­teiligten es verstanden, unter Umgehung der deutschen Devisenhandelsbestimmungen größer: Reichsmarkbe­träge ins Ausland zu schaffen, um au den Börsen in Paris, Brüssel, Amsterdam und London deutsche Ef­fekten zu kaufen. Da die deutschen Wertpapiere an den Auslandsbörsen bis zu 20 v. H. unter den deut­schen Kursen notiert werden, so wären hierbei Arbi- tragegewinne zu erzielen, die sich bei einem Umsatz von 100 000 Mark in Deutschland, der durch Stroh­männer erfolgte, auf 1020 000 Mark beliefen. Durch die Machenschaften der Schieber werden die Be­mühungen der Reichsbank, die deutsche Währung auf­recht zu erhalten, stark gefährdet.

th. Berlin, 16. April.

Der Vorstand des Deutschen Städtetages ist gestern in Berlin zu einer besonders wiebiiaen Sitzuna zn fammengetreten, in der es sich um die Besprechung der Fiilanlage der Gemeinden handelte. Der Berliner Oberbürgermeister Dr. Sah m hatte vor einigen Tagen dem Reichskanzler Vortrag über die Finanzlage der großen Städte, insbeson­dere Berlins, gehalten, und er hat in der Vorstands­sitzung des Städtetages über diese Unterredung be­richtet. Darüber hinaus erstreckte die gestrige Dis­kussion auf die gesamte Finanzlage der Gemeinden, wobei festgestellt wurde, daß

die Situation seit der letzten Sitzung des Vorstan­des sich immer weiter verschlechtert hat. In Be­zug auf die Eingänge der Gemeindesteuern ssnd die pessimistischen Meinungen, die damals geäußert wurden, noch übertrofsen, während anderer­seits die Zahl der Wohlsahrtserwerbslosen dauernd zugenommen hat.

Im Zeitraum vonl 1. Oktober vorigen Jahres bis 1. April dieses Jahres hat sich diese Zahl um nicht weniger als 60 000 erhöht, wodurch eine außerordent­liche Verschlechterung der Lage der Gemeindefinan­zen eingetragen ist. Das bezieht sich nicht nur auf die Großstädte, sondern auch auf die mittleren und kleineren Städte sowie auf die Gemeindeverbände. Die Darlegungen des Berliner Oberbürgermeisters beim Reichskanzler haben also systematische Bedeu­tung für alle deutschen Gemeinden.

Tie Besprechungen des Vorstandes werden im

München, 16. April.

Rechtsanwalt Dr. Frank N München hat heute für Adolf Hitler und die Reichsleitung der NSDAP, sowie die Gauleiter der NSDAP. Klage beim Staatsgcrichtshof für das Deutsche Reich in Leipzig gegen das Deutsche Reich vertre­ten durch den Innenminister Groener und die Frei floaten Preußen, Bayern, Baden, Württemberg und Heffen eingereicht, und zwar in der Verfasfungs- streitigkcit:Auslösung der SA und SS sowie des Verbots der Hitlerjugend in Berlin".

Gleichzeitig mit der Klage wurde von Dr. Frank II gegen die genannten Länder Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung gestellt, wonach sämtliche Maßnahmen zum Vollzüge dieser Notverordnung zur Auslösung der SB. bis zur Ent­scheidung über die Klage weiterhin cinzustellen sind.

S A.-Verbot un- Außenpolitik

^Financial News" über SA Verbot und Tribntkonserenz.

London, 16. April.

Financial News" beschäftige sich mit dem Verbot oer SA und der Tributfrage. Tas Blatt schreibt u a.: Sicherlich bedeutet die Auslösung der militärischen O.wnisation der NSDAP, ein weitgehendes Em

W. P. In einem großen rheinischen Blatte wurde vor kurzem einmal der heutige Arbeitsmarkt mit einemK r i, e n b a h n h o f" verglichen. Der Ver­gleich ist zwar in seinem Grundgedanken, in dieser Gleichsetzung des Arbeitsmarktes mit einem Ver kehrsknoienpunkt, nicht neu, aber er ist doch so instruk­tiv, daß es sich verlohnt, ihn in ein paar Sätzen zu wiederholen: Während in normalen Zeiten bei pünkt­licher Ankunft und Abfahrt der Züge die Reisenden nur ein paar Minuten Aufenthalt auf dem Bahnhof haben, wird dieses Kommen und Gehen, wird diese ständige Bewegung schon durch das verspätete Ein­treffen und durch den Ausfall dieses oder jenes Zu­ges gehemmt. Rehmen die Verkehrsstockungen aber gar erst größeren Umfang an, dann ist der Reisende zu längerem Warten auf dem Bahnhöfe verurteilt, die Zahl der Wartenden wächst ständig, und der An­sturm auf den endlich fahrbereit gemachten Zug wird vielleicht fo groß, daß nicht alle Passagiere ein Plätz­chen finden. Genau so hat sich die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt vollzogen: In den Jahren gün­stiger Konjunktur ging das Umsteigen von einer Ar­beitsstelle zur anderen leicht und glatt vonstatten; der Arbeitssuchende verschwand vom Arbeitsmarkte ebenso schnell wie der Reisende von dem Bahnhof. Dann

Laufe des heutigen Tages fortgesetzt, und es ist an- zullehnlen, daß he u t c die Forderungen for­muliert werden, die die Städte gegenüber der Reichsregierung zu erheben gedenken.

Oer Preußenwahlkampf

Berlin, 16. April.

Auch am Freitag fanden wieder zahlreiche Kund­gebungen für die Preußenwahlen statt. Für die Na­tionale Front deutscher Stände sprach Reichsminister Trevira uns in Dortmund in einer Versamm­lung, die sehr stürmisch verlief. In Essen betonte Treviranus in einer Pressebesprechung u. a.: die Aen- berung der Geschäftsordnung im Preußischen Land­tag sei ein unerhörtes Vorgehen der preußischen Re­gierung.

Der preußische Ministerpräsident Braun sprach in einer Versammlung der Eisernen Front. Er er­klärte, daß man jetzt einen Keil zwischen die Koali- tionsparieien zu treiben versuche, besonders zwischen Zentrum und Sozialdemokratie, in dem man die Frage der Religion besonders in den Vordergrund rücke. Hierzu habe er nur zu erklären, daß die SPD wie auch er in feiner ganzen Amtsführung jenseits der Weltanschauuitgen gestanden habe und stehen werde.

In einer NSDAP-Versammlung in Hannover sprach Gregor Strasser. Er beschäftigte sich hauptsächlich mit dem wirtschaftlichen Programm der

gegenkommen zu einer Verständigullg in Lausanne Mit der Drohung eines Staatsstreiches über ihrem Haupte würde die Brüning-Regierung es nicht wa­gen, gewiyen Zahlungen zuzustimmen. Sehr ent­täuschen muß die Feststellung, daß so weit sich dies aus der Haltung der französischen Presse beur­teilen läßt die entgegenkommende Haltung der Reichsregierung keine Erwiderung von Sei­ten Tardieus gefunden hat. Die führenden Pa­riser Zeitungen schreiben sogar die energischen Maß­nahmen der Absicht zu, Frankreich auf her Abrü­stungskonferenz in eine unangenehme Lage zu bringen

Uebergehend aus eine Aeußerung Des Unterstaats­sekretärs im amerikanischen Schatzamt, M i l l s, daß eine Verlängerung des Hoover-Zahluugsausschubs nicht in Frage komme, meintFinancial News", daß dies osscnsichilich eine Scbtoentuiig in dera me- r i k a n i sch e n Politik fei, nachdem der Senat frü­her diese Möglichkeit ofteu gelassen habe. Der Zweck Dieser Schwenkung sei möglicherweise. Die eitropäi scheu Staaten zu zwingen, der Lage in Lausanne ins Ange ;u sehen Ter Truck auf Die europäischen R.gie- rungen, sich über die Bedingungen einer endgültigen Lösung ;u einigen, fei dadurch stärker geworden Ztvifchenlösungen würden die Unsicherheit nicht be­seitigen.

fiel diese und jene Arbeitsgelegenheit aus, und ein paar hundert, ein paar tausend Meitscheii fanden fei­nenZug", der sie an eine neue Arbeitsstelle führte. Und heute ist derVerkehrsknotenpunkt" Arbeitsmarkt teilweise stillgelcgt; nur ein paar Züge verkehren noch, und in den Wartehallen, in den Arbeitsämtern und Den Stempelstellen stehen die riesigen Scharen derer, die von diesem nutzlosen Warten loskommen wollen, die nichts sehnsüchtiger begehren, als endlichs von diesemKrisenbahnhose" aus die Fahrt nach neuen Lebens- und Arbeitsmög­lichkeiten antreten zu können.

Wie ist diese gewaltige Verkehrsstockung zu behe­ben, wie kann dieserKrisenbahnbos" von den Tau­senden, die sich als Gefangene dieser ungafilicheit Stätte fühlen, entlastet werden?Viele warten," so schildert die oben genannte Zeitung die Lage, nun schon im Bahnhof seit Jahr und Tag. Manche haben bereits die Hoffnung aufgegeben, jemals wieder Fahrgelegenheit zu finden. Einige, nicht die Schleen testen, sind des Wartens müde geworden, sie sind zu Fuß aufgebrochen" und versuchen, sich irgendwo eine Gelegenheit zum Siedeln und damit zum Arbeiten zu erkämpfen. Was aber ist zu tun, um die anderen wieder in Den Arbeitsprozeß einzuschalten? Die Hoffnung, den G e s a m t verkehr, das gesamte löiri schaftliche Leben, in kurzer Zeit wieder in Ordnung Zu bringen, ist nur gering: das Verkehrsnetz umfaßt töeite Gebiete, auf denen fremde Direktionen zu schalten und zu walten haben, und ohne die verstänb- dige Mitwirkung dieser anderen wird sich nichts Eich gültiges und Entseheidendes erreichen lassen. Io- bleibt nur das eine:Die Einlegung von BehMszü gen", und um diese Ausgaben, um diese Maßiioli men zur Arbeits eschaffung, geht die Diskussion, die heute in Deutschland mit leidenschaftlichem Eifer ge­führt wird.

Arbeitsbeschaffung wer Gelegenheit gehabt hat, während der Wahlkämpfe Bersaiumiun- gen der verfchiedensten politischen Richtungen zu be­suchen, mußte überall seststellen, daßsdie Massen gerade dann am stärksten reagierten, wenn die Redner ans dieses Thema eingingen. Diese Erkenntnis macht uns gewiß froh, weil sie zeigt, daß selbst in den am stärksten gefährdeten Schichten unseres Volkes der Wille zum Leben, zum Wirken und Schaffen noch ungebrochen ist, sie führt uns aber auch mitten in Den Jammer unserer gegenwärtigen Lage hinein. Demi unter Den vielen Wegen zur Arbeitsbefchasfuilg, die uns gewiesen werden, gibt es keinen einzigen, der ganz frei von Schwierigkeiten und Hindernissen wäre. Gegen jeden Vorschlag steht irgendein Bedenken auf, und jeder Plan rührt irgendwie an En11cheidun- gen.die in die Gestaltung unseres ge­samten Lebens tief ein greifen. Arbeits­beschaffung kostet Geld, Geld und nochmals Geld, und damit wird bereits deutlich, daß jede Entscheidung über den Arbeitsbeschaffungsplan zugleich auai eine Entscheidung über die Fragen der Finanzen und der (Statgeftaltung ist. Hinter diesen Dingen, die an sich schon wichtig genug sind, tauchen aber sofort auch Probleme von noch umfassenderer Bedeiltung auf, iino es heißt aus der Fülle Der Streitfragen nur eine kleine Auslese treffen, wenn wir huf das Problem Der Währung oder auf die AntithesenFreie Win- schast oder Planwirtschast" undAutarkie ober Welt­wirtschaft" Hinweisen.

Der sogenannteK r i s e >l k o n g r c ß" bat in Den letzten Tagen den Arbeitsbcschassungsplan Der Freien Gewerkschaften in Den Mittelpunkt Des Interesses ge­rückt, und die Diskussion, die sich Verteidiger und Kritiker dieses Planes geliefert haben und now lie­fern, demonstriert recht güt, wie eng und wie vielfäl­tig die Zusammenhänge sind, die zivischen ben Pro­blemen Der Arbeitsbeschaffung unD den anderen gro­ßen Fragen unserer sich in allem als Nebergangs- periobe charakterisierenden Zeit bestehe»: Die Ge- werkschasten fordern Vergebung zusätzlicher Arbeiten und zwar insbesondere auf Den Gebieten des Stra­ßenbaues und der Stratzenerhaltung, der Melioratio­nen und der Siedlung, das Hochwasserschutzes, des Kleinwohungsbaues und der Erhaltung des vorhan denen Wohnraumes. Auch Reichspost und Reichsbahn sollen zur Auftragserteilung herangezogen werde«. Daneben wurden von Leipart noch die Kürzung der Arbeitszeit und Maßnahmen gegen Doppelverdienen gefordert. Der Effekt dieser Pläne soll Dann be

mwni II IM Hill 2WÄ» Zwischen Chinesen,

Japanern nn- Räubern

Herbert Bücher, der bekannte Deutsche Leicht athlet, der als Sportlehrer an der Universität Mulden tätig war, erzählt in den K. R was er währens Der mandschurischen Kämpfe erlebte.

Oie Finanzsorgen -er Kommunen . (Von unserer Berliner Schriftleitung).

NSDAP.

AGOAp.-Klage beim Giaaisgerichishof