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22. Jahrgang

Freitag, bett 15. April 1932

Nummer 88*

politischer Hochbetrieb in Genf

Oer Reichskanzler nach Genf abgereist / Verhandlungsthemen: Abrüstungs-, Donau- und Reparationsfrage / Mellon über die Weltkrise

Italienisches Anlehnungsbedürfnis

Auch eine Betrachtung zu den Genfer Konferenzen

Kabinett und Arbeitsbeschaffung

Son unserer Berliner Schriftlettung.

th Berlin, 15. April.

' Der Reichskanzler Dr. Brüning ist gestern abend «achGenfabgereist, wo er von heute ab an den Beratungen der Abrüstungskonferenz teilnimmt, wo er aber auch weitere Besprechungen über die Donaufrage und, wie man annimmt, in der nächsten Woche vor allem auch über die Reparationsfrage führen wird. Da in der nächsten Woche auch der französische Minister­präsident T a r d i e u, der englische Ministerpräsident Macdonald, ferner Stimson und Grandi in Genf sein werden, wird sich zweifellos die Möglichkeit zu inter­nen Besprechungen der führenden Staatsmän­ner ergeben, und man vermutet, datz dafür zumeist eine weitgehende Vorbereitung der für den Juni vorge­sehenen Konferenz von Lausanne in Frage kommen wird. Ende der nächsten Woche wird der Reichskanzler nach Berlin zurückkehren.

Das Reichskabinett hat gestern nachmittag die Bera­tungen über den Etat und über einige Wirtschafts- und finanzpolitische Probleme zu Ende geführt, wobei die Pläne der Arbeitsbeschaffung im Vorder­grund standen. Das Kabinett hat dabei eine Reihe verschiedener Entwürfe berücksichtigt und hat die Be­ratungen im wesentlichen in der Linie geführt, die der Reichsarbeitsminister Stegcrwald am Mittwoch vor dem Gewerkschaftskongreß entwickelt hatte. Be­kanntlich sind die verschiedenen Vorschläge vom Reichs- arbeitsminrster, Reichswirtschaftsminister und Reichs­wirtschaftsrat zusammen, vor allem wegen der herr­schenden Finanzknappheit noch nicht praktisch durch­führbar, aber in den Kabinettsberatungen kam doch zum Ausdruck, datz bereits einige Teilgebiete aus diesem grotzen, umfassenden Problem wahrscheinlich schon baldinAngriff genommen werden kön­nen. Es handelt sich dabei um die Förderung der bäuerlichen Siedelung, sowie der grotzen städtischen Randsiedlungen und um die Repa­ratur der Altwohnungen. Dagegen ist für den Sttatzen- und Kanalbau, sowie für Meliorationen zu­nächst noch kein ausreichendes Geld vorhanden.

Den Etat» hat das Reichskabinett zunächst noch ein­mal an die Ressorts zurückverwiesen, wo einige Aende- rungÄr vorgenommen werden sollen. Dann wird er »n der letzten Aprilwochc vom Kabinett verabschiedet.

Gegenstoß von rechts?

Berlin, 15. April.

Im Anschluß an das vollzogene Verbot der SA- «nd SS-Organisationen wirftD erTag" unter der Ueberschrift5m Geiste der Gerechtigkeit" die Frage aus, was mit dem Reichsbanner und der Eisernen Front geschehen solle. Das Blatt zi­tiert aus der Kundgebung, die Reichspräsident von Hindenburg anläßlich seiner Wiederwahl am 11. April erlassen hat, die Versicherung, daß der Reichs­präsident getreu seinem Eide sein Amt im Geiste der Ueberparteilichkeit und der Gerechtigkeit weiterführen werde und nimmt die Begründung, die die Reichs­regierung dem Verbot der SS- und SA-Organisatio­nen angefügt hat, zum Anlaß, um die Aufmcrkksam- keit der höchsten Stellen des Reiches auf die Organi­sation, die Absichten und das Treiben derEisernen Front" und des Reichsbanners zu lenken.

Polen, Danzig und die SA.

Warschau, 15. April.

Das Verbot der SA. in Deutschland hat den na- twnaldemokratischen .Furjer Warszawski" auf den Gedanken gebracht, von der polnischen Regierung bei dem Danziger Senat die gleichen Maßnahmen gegen die SA. in der Freien Stadt Danzig zu ver­langen.

Tas Blatt sagt u. a. folgendes: Wir sind der Mei­nung, es wäre völlig ungerechtfertigt, ja vielmehr ge­fährlich, wenn mit der Liquidierung der national­sozialistischen Kampftrupps im Reich nicht gleichzeitig deren völlige Unschädlichmachung in der Freien Stadt erfolgen werde, zumal Danzig in diesem Falle zum natürlichen Asyl für Elemente werden könnte, die keine Betätigungsmöglichkeit in Deutschland besitzen. Der hohe Völkerbundskommissar in Danzig müßte gleichfalls zu dieser Aktion aufgefa.dert werden und im Falle irgendwelcher Schwierigkelten entsprechende Entscheidungen treffen.

*

Danzig, 15. April. Der Führer der Stan» darre V Danzig hat eine Kundgebung an die Danziger SA erlassen, in der cs u. a. beißt: itc Standarte V Danzig ist im deutschen Sprachgebiet

die einzige SA-Formation, die noch besteht. In eineinhalbjähriger Mitarbeit bei der Deutscherhal- tung Danzigs, bei der Verwaltung ihrer Geschäfte hat die NSDAP, und SA nicht nur ihre Legalität, sondern auch ihren Ausbauwillen hundertfach be­wiesen. Es niuß vor allem jetzt jeder geringste Zwischenfall mit anderen unbedingt vermieden wer­den. Man wird versuchen, Euch zu Unbesonnenhei­ten hinzureißen. Unser Ziel heißt: Die Stadt muß deutsch bleiben, bis die Nationalsozialistische Bewe­gung die Macht im Reiche übernommen hat!

Schiebung mit Devisen

Düffeldorf, 15. April.

Der Stelle für Devisenwirtschaft Düsseldorf ist es gelungen, erhebliche Devisen schieb ungen anfzudecken. Es besteht der dringende Verdacht, daß hochwertige deutsche Wertpapiere (I. G. Farbenaktien, Reichsbankanteile und Reichsbahnbonds) im Betrage von mehreren Millionen Reichsmark im Laufe der letzten Zeit aus dem Auslande nach Deutschland hereingebracht und an verschiedene klei­nere Banken int Rheinland unter Verwendung von Strohmännern veräußert worden sind. Der Erlös dafür ist unberechtigter Weise ins Ausland geflossen. Die Angelegenheit rst bereits der Staatsanwaltschaft übergebeit worden.

Der frühere Prokurist eines Bankhauses, der nach zeitweiligem Aufenthalt in Holland sich tvtcdcr in Düsseldorf niedergelassen hatte, sowie einer seiner Strohmänner, konnten verhaftet werden. Vermögens­werte der Beschuldigten sind beschlagnahmt worden.

London, 15. April.

Eine große Gästeschar nahm am Donnerstag abend an einem Fe st essen der Pilgrim-Ge­sellschaft zu Ehren des neuen amerikanischen Botschafters Mellon teil. Sir John Simon brachte den Trinkspruch auf Mellon aus und betonte, niemals sei ein amerikanischer Botschafter in Eng­land herzlicher willkommen geheißen worden. Der neue amerikanische Botschafter sei in einem Augen­blick nach England gekommen, der voll hoher Hoff­nungen für die künftigen Beziehungen zwischen Eng­land und Amerika sei. England sei fest entschlossen, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu pflegen und zum Wohl der ganzen Welt auszunutzen.

In seiner Dankesrede sagte Mellon, daß

ein Teil aller Schwierigkeiten entstanden sei, weil man die industrielle und wirtschaftliche Krise als eine vereinzelt -auftretende Krankheit ansehe, die die Folge besonderer Verhältnisse in einem beson­deren Land oder einem Teil der Welt sei und weil man glaube, datz sie durch die Anwendung von magischen Formeln geheilt werden könne.

In den wenigen Tagen seines Aufenthalts in England habe er einen starken Eindruck von der Art erhalten, wie England die Schwierigkeiten über­wunden habe. Er habe das Gefühl, daß es die LagejetztinderHand habe. Auch in Amerika sehe man den Schwierigkeiten ganz offen ins Gesicht. Sie seien zwar ernst, aber sie seien weder kritisch noch gingen sie über die früheren Erfahrungen soweit hin­aus, daß man an der Zähigkeit der Amerikaner zweifeln dürfe, sie in der gewohnten Weise zu über­winden.

England und Amerika stellten zusammen die Zentrifugalkraft in einer Welt dar, die aus­einander zu fliegen drohe. Beide Lander dürften nichts versäumen, um diese Kraft zu stärken. Richt nur darin, daß man die englisch-amerikanische Freundschaft als einen lebenswichtigen Faktor stärke, sondern in dem man auch mit allen Rationen zusam­men arbeite, um wieder den Frieden und das wirt­schaftliche Wohlbefinden der ganzen Welt herzustellen und zu erhalten.

Englands handelspolitische Bilanz

London, 15. April.

Gelegentlich der Ausschußberatungen über den Haushalt des Handelsministeriums bemerkte der Han­delsminister R u n c i m a n, daß infolge der Dum­pingabwehrzölle die Einfuhr nach England um rund 8 Mill. Pfund und mittelbar um etwa 1617 Mill. Pfund herabgedrückt worden seien. Dies habe zu einer vermehrten Kaufkraft Englands geführt und den hei­mischen Industrien einen neuen Anstoß gegeben, wie inan ihn seit 1921 nicht mehr erlebt habe. Gemessen

Es ist kein Ohngefähr, datz zu Anfang der 80er Jahre Italien das Bedürfnis empfand, sich dem Deutschen Reiche und der habsburgischen Monarchie zu nähern, nachdem durch das Bündnis Bismarcks und Andrassys das gesamte Deutschtum in der Mitte Europas zu politischer Intimität zusammengeschlossen und die ganze Staatcnlinie von der Quelle der Donau bis zu deren rumänischer Mündung in poli­tisch-wirtschaftlicher Freundschaft vereinigt worden war. Zwar bestanden damals, nach dem Rückzug der habsburgischen Herrschaft aus der oberitalienischen Ebene im Jahre 1866, an der Adria und im Alpen­gebiet die italienischen Ansprüche gegenüber den dor­tigen österreichisch-ungarischen Besitzrechten weiter fort. Wir erinnern uns noch alle gut an den Ausbruch des Weltkrieges, als Italien in der Meinung, seine Geltung als Balkanintereffent sei von Wien und Bu­dapest nicht genügend respektiert worden, seine Bünd­nispflicht durch Neutralität ersetzen zu dürfen glaubte. Aber das Verlangen nach dem habsburgischen Besitz im südlichen Alpenzipfel und in der Nordecke der Adria sowie das Hinüberragen des italienischen Gel­tungsbedürfnisses nach dem Balkan, grade sie sind doch die politische Bestätigung der geographischen Tatsache, daß die A p p e n' n e n- und die Balkan- t, athiutzel die in bas Mittelmeer hinein vorge- jireckten Glieder d'e s mitteleuropäischen Rumpfes zwischen Rhein- und Donaumündung sind.

Die Herstellung einer zweck- und zeitgemäßen

an der englischen Ausfuhr habe England unter der Schrumpfung des Handels weniger als die übrige Welt gelitten.

Runciman lenkte dann die Aufmerksamkeit des Unterhauses äuj^ie neuen Industrien, die in England seit Beginn der Zollpolitik errichtet worden seien. Runciman sprach dann anschließend seine Be­sorgnisse darüber aus, datz in der Stahl- und Eisen-, in der Kohlen-, Schiffs-, Maschinen- und Schiffsbau- Industrie noch keine Anzeichen eines Wiederauf schwunges zu erwarten seien und meinte, datz dies auch nur wieder zu erwarten wäre, wenn die Lage des Welthandels sich verbessere.

Gegen Frankreichs Donau-

und Völkerbunöspläne!

London, 15. April.

Zu der am heittigen Freitag stattfindenden privaten Sitzung des Bölherbundsrates, meldet der Genfer Mitarbeiter desDaily Expreß"' daß England endgül­tig beschlossen habe, den Donaustaaten solange keine Hilfe zuteil werden zu lassen, bis diese Staaten deut­lich den Willen zeigten, sich selbst zu helfen. Das sei gleichbedeutend mit einer Ablehnung desTardieu - scheu Donauplanes.

Amerika werde, so heißt es weiter, keinen Pfennig der Kriegsschulden Nachlassen, solange Frankreich den Plan verfolge, aus dem Völkerbund einen Ueberstaat zu machen.

Neuwahlen in Irland

Dublin, 15. April.

Wie. amtlich mitgeteilt wird, wird das Gesetz zur Abschaffung des. Treueides für die englische Krone am kommenden Mittwoch dem irischen Landtag vorgelegt werden. Die Cosgrave-Partei wird bei der zweiten Lesung einen Antrag stellen, datz der Landtag die Annahme des Gesetzes verweigern soll, bis die Rück- winkungen auf den englisch-irischen Vertrag durch die Regierungen untersucht, worden sind.

Es wird aber erwartet, daß die Republikaner mit Unterstützung der Arbeiterpartei, die vollkommen ge­recht erscheint, die Annahme des Gesetzes mit knapper Mehrheit zustande bringen. Das Gesetz wird voraus­sichtlich am 12. Mai an den Senat wcttergehen, der es vermutlich zurückweisen wird, da die Mehrzahl seiner Mitglieder der Cosgrave-Partei angehört. Falls der Senat die Annahme des Gesetzes verweigert, wird sein Inkrafttreten 18 Monate verzögert oder es müssen Parlamentsneuwahlen statffinden. De Valero wird wahrscheinlich das Parlament auslösen.

Union zwischen der Nordsee und dem Mittelmeer war das Bestreben aller Jahrhunderte, seitdem die Lande nördlich der Alpen in die geschichtlichen Zusammen­hänge getreten waren. Die Römer versuchten den Zu­sammenschluß von Gallien her über den Rhein bis zur Elbe., Die Völkerwanderung brachte den germani­schen Rückstoß, und das karolingische Kaisertum stellte die politische Zugehörigkeit Italiens zu der deutschen Miite Europas für das ganze Mittelalter fest. Die Habsburger hielten, auch als sie von Wien aus den südöstlichen Weg über Budapest und Belgrad nach dem Mittelmeer suchten, dennoch den staatlichen Zu­sammenhang mit italienischen Gebietsteilen fest. Erst die Kriege von 1859 und 1866 und, wenn man ganz genau sein will, der Weltkrieg machten dem Hinüber­ragen der deutschen Mitte nach der italienischen Halb­insel ein Ende.

Das 19. Jahrhundert hatte an die Stelle der aus dem Mittelalter übernommenen fremdherrschaftlichen Verklammerung der europäischen Mitte mit dem ita­lienischen Süden das neuzeitliche Bindemittel des Föderativverhältnisses gesetzt. Im Dreibund stand Italien als freier Staat gleichberechtigt neben dem Bismarckschen und dem habsburgischen Reiche. Der Ausbruch des Weltkrieges vernichtet« das Föderativ-System, und das Ende des gewaltigen Ringens führte Italien als Eroberer über die Alpen in das uralte deutsche Land von Südtirol. Die mittelalterliche Methode, durch Fremdherr- s ch a f t das Mittelmeer mit dem Rhcin-Donau-Raum zu verknoten, war wieder aufgelebt. Rur, daß sie diesmal wieder in umgekehrter Richtung vorging, wie zur Römerzeit, als deren Erben und Testamentsvoll­strecker sich das heutige Italien betrachtet.

Es ist kein Zweifel, datz dieser Rückfall in die Gewohnheit längst verklungener Jahrhunderte, zwi­schenstaatliche Verbindungen durch Fremdherrschaft über andersgeartete Völker herzustellen, überwunden und aufgehoben werden mutz, wenn Italien aus der politischen Zwickmühle heraus will, in der es sich in­folge seiner Gestalt und Lage nun einmal befindet. Auf den ersten Blick scheint die langgestreckte Halb­insel, die das Mittelmeer spaltet und die afrikanische Küste bedroht, der natürliche Beherrscher des grotzen Seebeckens zwischen dem Atlantischen und Indischen Ozean zu sein. Diese Rolle hat Italien unter der Führung des antiken Rom gespielt, als sich der poli­tische Weltkreis auf das Mittelmeer beschränkte. Es verlor sie, als sich im Mittelalter die Peripherie nach der Nord- und Ostsee verschob und es geriet in der Neuzeit trotz seiner inzwischen erfolgten staat­lichen Einigung in die politische Klemme zwi­schen Frankreich und England, als diese sich zu weltmächtigen Herrschern um oder in der Mittel­ländischen See ausgebildet hatten. In dieser Klam­mer wurde Italien in den Weltkrieg gegen das mit­teleuropäische Deutschtum, seinen natürlichen Ver­bündeten, hineingepretzt.

Aus der Umrahmung des europäffch-afrikanischcn Machtbereiches Frankreichs, sowie von der britischen Schnittlinie GibraltarMaltaCypernSuez steht Italien der Landweg durch die deutsche Mitte Europas nach der Nordsee offen. Allerdings ist dieses Seebassin auch für das Deutsche Reich kein offener Hafen. Frank­reich und vor allem England liegen als Block vor sei­nen Ausgängen. Aber, weil sich auch hier die englisch­französische Rivalität gegenübersteht, ftndet Italien aus der für es allein im Mittelmeer unerträglichen Gegensätzlichkeit der britisch-französischen Interessen eine Erleichterung, wenn es das Deutsche Reich an sei­ner Seite hat, das ihm den Ausgang in die Nordsee ermöglicht, wofür es den Deutschen den Weg ins Mit­telmeer öffnen kann. Sieht man die Dinge so geopo- littsch, dann versteht man, weswegen sich der Mittel­meerstaat Italien verleiten ließ, den Locarnopakt als Englands Partner, als Protektor und Bürge der deut­schen Westgrenze zu unterzeichnen. Der R h e i n ist für Italien der natürliche Weg aus seinem A l - penwallnachderRordsee. Es hat als Mit- telmeergegner Frankreichs ein Interesse daran, datz der Rhein der deutsche Strom bleibt und nicht Frankreichs Grenze und Stoßlinie wird.

Mehr noch liegt selbstverständlich dieses Interesse auf der Seite der britischen Inseln, die der Rhein­mündung vorgelagert sind. Dieses Interesse führt wie Italien vom Mittelmeer, so England nach dem Mittelmeer über Deutschland. Mag die Besorgnis vor der Ueberlegenheit des französischen Nachbarn an Mttitär und Gold auch die regierenden Herren in London zu äußerster Vorsicht gegenüber den Pa­riser Machthabern mahnen, mag sie England auch stets aufs Reue veranlassen, Italien zur Versöhnlich feit gegenüber Frankreich zu raten an der britisch- deutsch-italienischen Interessengemeinschaft führt zu­letzt doch kein Schleichweg vorüber. Sie wird heute oder morgen oder übermorgen, irgend wann einmal auf einer der sich hinschlcppenden und sich vertagen den Abrüstungs- und Tribut und Donaukonferen­zen nach dem richtigen Weg drängen.

England begrüßt Mellon

(Eigene Drahtmeldung.)