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Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Nummer 83
22. Jahrgang
Sonnabend/Sonntag, 9./10. April 4932
Der Endkampf um die Präsidentenwahl
Nur kleine Zwischenfälle / Nächste Woche wieder Sitzung des Neichskabinetis / Aufsehenerregende außenpolitische Erklärung des Großen Faschistenrates
Hochflut der Wahlreden
Der zweite Wahlgang
Von unserer Berliner Schriftleitung.
I
Fori mit den Reparationen!
Ein neuer italienischer Vorstoß
Rom. 9. April.
Neue italienische Abrüstungsvorfchläge
Berlin, 9. April.
Litauen bleibt im Kriegszustand
! V
er bei dieser bedeutungsvollen nationalen Kundgebung nicht dabei gewesen ist?
Der Freitag hat noch einmal im ganzen Reich eine Hochflur von Wablkrmdgebungen qebracht.
,10 Jt etttW. SO *A le Soft mott. 2.10 Jt
Rom, 9. April.
Die italienische Regierung hat die von Grandi auf der Abrüstungskonferenz dargelegten Vorschläge Italiens zur Abrüstung in einer neuen Denkschrift an das Präsidium der Abrüstungskonferenz zusammcngcfaßt.
Es wird betont, daß die Abrüstung alle angeführten Kricgsmittel umfassen muß. Die Denkschrift sieht die Zerstörung jeder Art schwerer Artillerie, der Tanks und Panzerautos, die gleichzeitige Zerstörung der Linienschiffe, Uboote, Flugzeugmutterschiffe, Mi- litärluftschisfe und Bombenflugzeuge vor. Unter schwerer Artillerie werden alle Arten von beweglichen Geschützen über 100 Millimeter und unter Linienschiffen Schiffe mit einer Wasserverdrängung über 10 000 Tonnen oder mit Geschützen von einem Kaliber über 203 Millimeter verstanden. Auch die Lafetten und Munition der schweren Artillerie sollen unbrauchbar gemacht und die Munition der Küstengeschütze begrenzt werden. Außerdem wird angeregt, die Verwendung von chemischen Waffen jeder Art, besonders von Giften und Tränengasen aller Art, sowie Verfahren, die die gleiche. Wirkung wie diese Gase haben, zu verbieten. Für die Zivilluftfahrt wird als notwendig betont: 1. völlige Oeffentlichkeit, 2. eine technische und Verwaltungskontrolle, 3. die
Ter zweite Wahlgang für die Präsidentenwahl, zu dem das deutsche Volk morgen antritt, wird ,weisellos noch stark unter dem Eindruck des Ergebnisses vom 13. März stehen. Freilich muß man sich var.-vcr klar sein, daß von diesem Resultat des ersten Wahlganges, der bekanntlich Hindenburg mit einem Plus von 7 Millionen Stimmen vor Hitler in Fübrnng brachte, zwei grundverschiedene Teitdcnzen ausgehen können: Entweder strahlt der Erfolg, den H>n- denburg vor vier Wochen erzielte, suggestive tfrnjt aus, indem er neue Stimmen heranzieht oder aber er läßt in der Gefolgschaft Hindenburgs eine „Partei der vorzeitig Befriedigten" entstehen, eine Partei jener bequemen und Lauen also, die glauben, daß mit dem ersten Wahlgang schon so gut wie alles getan sei, und daß der
Verpflichtung, bestimmte noch festzusetzende Stärkeverhältnisse nicht wesentlich zu ändern.
Für Beginn und Durchführung der Zerstörung des Kriegsmatxrials soll eine bestimmte Frist festgesetzt werden.
Das Arbeitsprogramm
der Neichsregierung
In einer zweiten Sitzung der Apriltagung hat der große faschistische Rat nach einer umfassenden Prüfung der internationalen, politischen un" wirtschaftlichen Lage die Tätigkeit des Außenministers gebilligt. In einer Entschließung wurde zum Ausdruck gebracht, daß zur Ucberwindung der Weltkrise notwendig sei: «
1. Der Verzicht auf die Reparationen und die Streichung der zwischenstaatlichen Schulden.
Die Beseitigung der Fesseln des internationalen Verkehrs.
3. Die Ordnung der Lage der Donau - und Balkanstaaten, die etwa 70 Millionen Menschen vertreten.
4. Die Revision der Klauseln der Friede n s v e r t r ä g e, die die Gründe für die Unruhe der Völler und folglich die Gründe für einen neuen Krieg in sich trägem
5. Der Verzicht auf die allzu häufigen internationalen Konferenzen, die bei den Völkern immer wieder große Hoffnungen erwecken, denen immer schwerere* Enttäuschungen gefolgt sind.
Der große faschistische Rat hat sich Vorbehalten, in seiner Oktobertagung die Frage der Stellung Jta liens im Völkerbund zu prüfen.
Die Hauptgeschäftsstelle der Hindenburg-Ausschüsse veröffentlicht einen Ausruf, in dem es u. a. heißt:
Der Verlauf des vor dem Abschluß stehenden zweiten Wahlkampfes um die Reichspräsidentenschaft hat dem deutschen Volk die Bedeutung der Wahl am 10. April klar vor Augen geführt.
Tardieus Rundfunkrede sür Amerika.
Paris, 9. April.
Die Rundfunkrede Tardieus am Freitag abend, die besonders für Amerika bestimmt war, hatte die Form einer Unterredung mit amerikanischen Journalisten. Seine Ausführungen bezogen sich aus Wirtschaftssragen und auf Fragen der internationalen Zusammenarbeit der Völker.
Auf die Frage, welche Bedeutung Frankreich der Frage des Nationalismus beimisse, erwiderte Tardieu, die nationalistische Strebung komme in Frankreich deshalb so stark zum Ausdruck, weil es erst nach langem Kampfe zu der heutigen Einheit gelangt sei. Die Hauptfragen seien nur, wie weit dieser Nationalismus die Opfer bringe, die im Interesse einer internationalen Zusammenarbeit der Völker notwendig seien. Frankreichs Ziel sei seit 13 Jahren, dem internationalen Verkehr einen internationalen (Lies: französischen!) Gendarmen zur Seite zu stellen. Schon im Jahre 1919 habe Frankreich die Schaffung einer internationalen Streitmacht vorgeschlagen. Die Vorschläge, die er als französischer Ministerpräsident aus der Genfer Abrüstungskonferenz unterbreitet habe, verfolgten das gleiche Ziel.
Weiter betonte Tardieu, Frankreich sei Verfechter der Sicherheitsfrage, weil cs so oft überfallen worden sei. (!) Wenn Neuyork und Washington nur 200 Kilometer von einer so oft bedrohten Grenze entfernt lägen wie Paris, und wenn die Gruben und Stahlwerke von Pennsylvanien so dicht an einer Grenze lägen, von der aus Uebergriffe erfolgt seien, so würde Amerika vielleicht besser verstehen, was für Frankreich die Sicherheit bedeute.
Ausruf der Hindenburg-Ausschüsse
th. Berlin, 9. April.
In den wenigen Tagen, die zwischen der endgültigen Präsidentenwahl und der Abreise des Kanzlers nach Gens liegen, wird das Reichskabinett sich nach längerer Pause in Berlin wieder versammeln und einige wichtige Beratungen abhalten. Es wird sich dabei am Montag, Dienstag und Mittwoch in erster Linie unz einige finanz- und wirtschaftspolitische Fragen sowie um den neuen Reichshaushaltsplan handeln, wobei es jedoch fraglich bleibt, ob die Reichsregierung bereits zur Verabschiedung der entsprechenden Vorlagen kommen wird. Auch sozialpolitische Fragen stehen aus der Tagesordnung, insbesondere das Problem der Arbeitsbeschaffung. Das gleiche Thema wird am Mittwoch, dem 13. April, auf dem Kongreß des Mgemeinen Deutschen Gewerkschastsbundes behandelt, wobei auch der Reichskanzler eine Rede zu
Der Kanzler, der heute abend 7,30 Uhr in Königsberg die l e tz t e seiner Wahlreden hält, die über alle deutschen Rundfunksender übertragen wird, trifft am Sonntag früh wieder in Berlin ein.
Hessische Abendzeitung
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W. P. Wieder ist der Sturmwind eines Wahlkampfes über das deutsche Volk dahingebraust. Die politischen Leidenschaften wurden von neuem entfacht, alle Mittel der Agitation wurden restlos eingesetzt, und säst scheint es, als habe man sich in manchen Kreisen amerikanische Propagandamethoden zum Vorbild genommen. Es gab in diesen Tagen nach dem österliche^ Burgfrieden keine Ruhe, und es wird auch in den nächsten beiden Wochen keine Atempause geben. Die Bilder der Präsidentschaftskandidaten werden am Montag von den Litfaßsäulen verschwinden, aber andere Plakate werden dann mit ihren grellen Farben die Blicke der Passanten anzuziehen suchen. Kampf, Bekänipfung des parteipolitischen Gegners bleibt die Losung, und wenn man aus die nahezu abgeschlossenen Vorbereitungen für den zweiten Gang der Präsidentenwahl zurückblickt, so bleibt vielleicht am meisten die Tatsache zu bedauern, daß sich das parteipolitische Moment, das die Preutzenwahlen des 24. Aprils bestimmen wird und notwendigerweise bestimmen muß, schon jetzt allzu stark bemerkbar gemacht hat. Der Sinn der Präsidentschaftswahl ist dadurch immer mehr entstellt worden, aus der Persönlichkeitswahl ist bis zu einem gewissen Grade eine parteipolitische Angelegenheit geworden, itnd es läßt sich kaum bestreiten, daß in dieser Eiuficht mebr oder weniger auf allen Seiten gesündigt churd^: Man sprach und schrieb von der Präsidentenwahl und meinte nur zu oft die Volksabstimmung, die über das Schicksal Preußens entscheiden soll.
Wer stets für die Forderung gekämpft hat, daß der Posten des Reichspräsidenten unbedingt vor den anbrandenden Wellen der Parteipolitik, aus welcher Richtung sie auch kommen mögen, geschützt werden muß, hat das Recht, dieses freimütige Wort der Kritik auszusprechen. Ja er hat, wie uns scheint, sogar die Pflicht, Front gegen die Bemühungen geschäftstüchtiger Parteipolitiker zu machen, weil es darauf ankommt, den Wählern in letzter Stunde noch einmal klar zu ntachen, um was es bei der Präsidentenwahl in Wahrheit geht. Selbst die Väter der Weimarer Verfassung hatten bei all ihrer Vorliebe, die sie dem Parlamentarismus und seinen Trägern, den Parteien, entgegenbrachten, durchaus richtig erkannt, daß das Spiel der parteipolitischen Faktoren durch die Einschaltung einer Kraft, die dem Einflüsse der Parteien entzogen war, ausgeglichen und neutralisiert werden mutzte. Deshalb bekannten sie sich nach harten und langwierigen Auseinandersetzungen zu der Ueberzeugung, daß eine auf der Basis der Volkswahl fundierte Präsidentschaft zu schaffen sei. Die dreizehn Jahre, die seit der Weimarer Nationalversammlung vergangen sind, haben die Mängel des parlamentarischen Systems deutlich genug offenbart, sie haben zugleich aber auch die Bedeutung und die Unentbehrlichkeit eines Reichspräsidenten, der über den Parteien stebt, und der infolgedessen in der Lage ist, die Fehlcc uns Sünden dieser Parteien auszugleichen, nachdrücklich unterstrichen. So ergeben sich aus den Erfahrungen der Nachkriegszeit die Matzstäbe, an denen die Eig- nupg. der Kandidaten, die sich um das höchste Amt des Deutschen Reiches bewerben, nachgeprüft werden kann.
Unnachgiebig in ihren Machtansprüchen stehen sich heute in Deutschland die Fronten gegenüber, und gar zu groß ist überall die Neigung, zu vergessen, was doch nicht vergessen werden darf: daß es nämlich im innerpolitischen Kampf niemals ein Cannae, eine völlige Vernichtung des Gegners, geben kann und darf. Auseinandersetzungen sind notwendig, sie sind die Voraussetzung für die Klärung der Gegensätze, aber sie müssen eben mit dem Ziel der Synthese und nicht mit dem Willen zum Zerstören geführt werden. Hier vermittelnd, regelnd und ausgleichend einzugreifen, ist die vornehmste und wichtigste Aufgabe, die dem Reichspräsidenten als Hüter des überparteilichen Staatsgedankens gestellt ist. An der Verwirklichung dieses Gedankens, der die große und schöne Idee der Volksgemeinschaft in sich schließt, kann aber nur ein M a n n arbeiten, der sich vom parteipolitischen Denken gelöst hat. Denn jeder Parteigebundcne wird nicht allein immer von neuem den Widerspruch seiner Gegner Hervorrufen, sondern er wird auch von seinen Freunden zu Handlungen gc'r'cbcn werden, die sich in das Schema der parteipolitischen Wünsche einfügen. Am Goethe-Gedenktag hat Hindenburg an das deutsche Volk den Appell gerichtet, Latz es endlich den „selbstzerfleischenden Streit der Meinungen" hinter das „Gefühl einer schicksalhaft verbuitdenen deutschen Kultur- und Volksgemeinschaft" «unckstcl- len solle, und er, er allein — durfte diese Mahnung aussprechen: Denn er hat niemals vor dein Götzen Partei anbetend gelegen, und er hat stets durch fein Denken und Handeln diejenigen Lügen gestraft, die jetzt im Wahlkamps seinen Ranien so oder so parteimäßig in Anspruch nehmen wollten. Für ihn und in ihm ist der Begriff Volksgemeinschaft Wirklichkeit geworden, und vielleicht bedarf es gerade der abgeklärten Weisheit des Alters, um diesen Gedanken in seiner ganzen Größe zu erfassen. Tas alles — der Glaube an die Unabhängigkeit seines Willens und an die gemcinschaftsbildende Kraft feiner Persönlichkeit, nicht aber die Mißachtung seiner Gegner und ihrer Leistungen — bestimmte und bestimmt uns. die Kandidatur Hindenburgs, die Kandidatur des Mannes, dem erst kürzlich ein amerikanischer Journalist „Charakter, verbunden mit unerschütterlichem Pflichtgefühl und unbeugsamem Gehorsam gegen sein Gewissen" nachrühmte, in den Vordergrund zu rücken.
Gewiß verbürgen die 18,5 Millionen Stimmen, die sich am 13. März auf den ehrwürdigen Namen Knndenburg vereint haben, den Sieg am zweiten Zahltag, aber es wäre ein zu beschämendes Bild, das Deutschland der Welt zeigen würde, wenn es seinem besten Mann, dem „Ersten im Kriege, dem Ersten im Frieden und dem Ersten im Herzen seiner Mitbürger" an diesem Tage eine nicht ganz über-
Kowno, 9. April.
Wie von amtlicher Seite erklärt wird, sind die vom Innenministerium angekündigte Aufhebung des Kriegszustandes und die gleichzeitige Einführung eines „Gesetzes zum Schutze der Republik" auf unbestimmte Zeit vertagt worden.
Man ist der Auffassung, daß die Beibehaltung des Kriegszustandes jetzt mehr denn je notwendig sei, weil Litauen im Zusammenhänge mit dem Memelkonflikt angeblich gewisse Gefahren von außen her (!) drohen
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wältigende Vertraucnskundgebung bereiten würde. Führende Politiker, die im ersten Wahlgang Hindenburgs Gegner waren, wie der Kammerberr von Oldenburg-Januschau haben ihre freudige Genugtuung darüber ausgesprochen, daß sie nunmehr unbeschadet ihres Standpunktes in Fragen der Innenpolitik ihrer tiefen Verehrung für die Persönlichkeit Hindenburgs Ausdruck geben können.
Niemand darf sich von den Gegnern in falsche Sicherheit wiegen lassen. Es darf keine Stimme bei der Wahl fehlen! Wer will sich spr er schämen, daß er an diesem Ehrentag der Ration, daß
Der Kanzler
sprach gestern in Stettin. Er führte dabei u. a. aus, bei der Kandidatur Hindenburg handele es sich um eine überparteiliche Kandidatur. Die Rcichsregierung habe die schwere Aufgabe übernommen, das deutsche Volk vor einem Zusammenbruch zu retten, der nichts mit dem System zu tun habe, sondern eine Folge der durch den Krieg verursachten Weltkrise sei. Deutschland sei in der Bekämpfung der Krise vorangegangen. Deutschland habe seinen Haushalt durchgehalten und damit die Währung gerettet. Die von den Nationalsozialisten vorgeschlagenen Wege wie Binnenwährung usw. seien nur verschleierte Jn- flationsmaßnahmen. Die Reichsregierung sehe es als ihre Pflicht an, ihre bisherige Politik sortzusetzen Rur der systematische Aufbau könne Rettung bringen.
Als Führer in dem Kampf um das Schicksal des deutschen Volkes komme nur einer in Frage: Reichspräsident von Hindenburg. r.
Adolf Hitler
weilte gestern im rheinisch-westfälischen Industriegebiet. Er sprach in Oberkassel, Essen, und Münster. In seinen Ausführungen wiederholte Hitler seine bereits in den einzelnen Reden der letzten Woche zum Ausdruck, gebrachten Gedankengänge. Gegenüber den Behauptungen, der Bürgerkrieg sei unvermeidlich, wenn die NSDAP, ans Ruder komme, betonte Hitler: Die Macht bekomme seine Bewegung doch und wenn sie an der Macht sei, dann werde sich zeigen, wie blitzsnchell dieser Bürgerkrieg sein Ende finde. Die letzten Vorwürfe, er beabsichtige bei einem Angriff Polens die Grenzländer preiszugeben, wies Hitler mit Nachdruck zurück und betonte, die Bewohner im Grenzlande wüßten genau, was Heimat bedeute, während das in anderen Landestei- lcn nicht in diesent Maße der Fall sei.
Sicherheit und immer wieder Sicherheit!
fh. Berlin, 9. April.
Der Wahlkampf hat sich in den letzten Wochen in Berlin nicht in der gleichen Heftigkeit bemerkbar gemacht wie unmittelbar vor dem 13. März. Zwar waren auch diesmal überaus zahlreiche Plakate, Flugblätter, Fahnen und Bilder sowie Inschriften zu bemerken, aber bei weitem nicht in der gleiche» Fülle wie vor vier Wochen. Die Versamm- lungstätigkeit hat sich im allgemeinen ruhig abgc- wickelt.
Gestern hat in Berlin noch eine außerordentlich stark besuchte Kundgebung der Eisernen Front stattgefunden. Bei der Versammlung selbst kam es zu keinen Zusammenstößen uns nur nachträglich entstand eine Schlägerei zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten, der die Polizei jedoch bald ein Ende bereitete.
Die politische Polizei hat in den Abendstunden in verschiedenen Teilen der Stadt Durchsuchungen von nationalsozialistischen Verkehrslokalen vorgcnommcn bei denen hauptsächlich nach Waffen geforscht wurde