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Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
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78 mm breite Zeile 45 4. Cffertgebübr 25 A (bei Zustellung 85 S\. — Kür da» Erscheinen von Antigen tn bestimmten Ausgaben, an besonderen Platzen und für televbonifch erteilte Aufträge feine Gewähr. Rech» nungSbeträge tnnerbalb von 5 Tagen zahlbar. Berichisitand Kassel. — Pofticheckkonw Frankfurt a. M. 838a
Nummer 69*
Dienstag, 22. März 1932
22 Jahrgang
Deutschland gedenkt Goethes
Oie Reichs-Gedächtnisfeier in Weimar / Hochpolitische Besprechungen in Paris / Japans Waffenstillstands-Bedingungen
Goethes Mahnung an Deutschland
Von unserer Berli
Weimar, 22. März.
Selbst eine Vollversammlung des Völkerbundes kann nicht wetteifern mit dem Glanz der Hamen und der Buntheit der Völker, die in Weimar zurHi oethe- feier zusammengeströmt sind: Diplomaten, Schriftsteller, Gelehrte und Kunstfreunde. Unter 400 Ehren- gästen sind allein 70 ausländische Diplomaten: die Botschafter oder Geschäftsträger aller großen Nationen, ebenso wie die kleinsten und fernsten Staaten Mitteloder Südamerikas bis Haiti. Unter den Ländern die ihre Kultusminister entsandten, findet man sowohl Belgien wie bemerkenswerterweise Sowjetruß- l a nd. Jedes der großen Völker entbietet außerdem durch den sachkundigsten Sprecher des Landes seine Goethe-Huldigung. Die Universalität Goethes kann nicht sinnfälliger zum Ausdruck kommen, als es hier in dieser Gedächtniswoche geschehen wird.
Reichskanzler D r. B r ü n i n g, ist in Begleitung von Staatssekretär Dr. Pünder gestern abend hier eingetroffen. Er wurde am Bahnhof von einem Vertreter der Zentrumspartei und katholischen Verbänden mit einem Blumengebinde herzlich willkommen geheißen. Oberbürgermeister Dr. Mueller vertrat die Stadt Weimar.. Beim Verlassen des Bahnhofes wurden dem Kanzler Ovationen dargebracht.
Di-offizielle Reichsgedächtnisfeier begann vormiirags 9,30 Uhr mit einer Veranstaltung in der Weimar-Halle. Ein Liedervortrag des Leipziger Thomanerchores leitete die Feier stimmungsvoll ein. Der Präsident der Goethe-Gesellschaft
Professor Dr. Julius Petersen
hielt die Gedächtnisrede. Das vergangene Jahrhundert, so sagte er einleitend, war das Jahrhundert Goethes; das Jahrhundert des Humanismus, den Goethe in seinem Leben und Werk gekündet und gestaltet hat; das Jahrhundert der Entdeckungen des „Stirb und Werde!"
Professor Petersen führte weiter aus: Goethes Lebensglaube ruhte aus der Ueberzeugung, daß
keine äußere Gewalt ein Werden dauernd niederhalten
oder die Tätigkeit eines in Tätigkeit sich erhaltenden Seins zerstören könne. „Keine Zeit und keine Macht zerstückele geprägte Form, die lebend sich entwickelt" Dieser Glaube gab chm Halt. Mißverstanden in seinen wissenschaftlichen Erkenntnissen nahm er die Ungunst eines mechanistischen Zeitalters hin, überzeugt davon, daß die Zukunft zur Anerkennung seines Weltbildes gelangen werde.
Mißverstanden in seinem vaterländischen Fühlen hat er, der die Not der Zeit mit erlebte und die Not der Zukunft vorausgefühlt hat, den festen Glauben an die Zukunft seines Volkes niemals aufgegeben, überzeugt von der großen Bestimmung des deutschen Volkes, die noch nicht erfüllt sei. Die Zeit muß ihm auch darin Recht geben.
„Gedenke zu Ie6cn", das ist fein Mahnwort an sein Volk.
Heute ist das große deutsche Volk niedergetreten, zerrissen, aber erfüllt von dem Ewigkeitsbewußtsein immer neuen Werdens im Fluß der lebendigen Entwicklung.
Der Redner erinnerte an das Weimar zu Goethes Zeiten: Weimar wurde das Herz Deutschlands. Schiller und Goethe haben den Gipfel ihres Einflusses auf die Nation nicht gleichzeitig erreicht.
net Schriftleitung.
Schiller ist schneller zu seiner Führerrolle gelangt. Goethe ist langsamer aber tiefer eingedrungen in die Seele feines Volkes, das chm erst zureifen mußte. Der Redner sagte, daß die drei Perioden in Goethes Leben — der junge, der mittlere und der alte Goethe — jedesmal die Erfüllung der Lebensidee einer ganzen Generation bedeutet. Goethe, der Dichter, konnte nur darstellen, was er erlebt hatte. Er mußte von allem Erlebten sich durch die Gestaltung befreien. Die Wahrheit war sein inneres Gesetz, er, der allen Zeitgenossen als ein Glückskind galt, gestand am Ende seines Lebens, daß er eigentlich lein® lück erlebt habe, es sei denn das des Schaffens gewesen.
Hindenburgs Mahnung
zur Goethe-Feier.
Weimar, 22. März.
Reichspräsident von Hindenburg hat an den Vorsitzenden des Goethe-Ausschusses in Weimar, Staatminister a. D. Dr. h. c. Leutheußer, zur Goethegedenkfeier das folgende Schreiben gerichtet:
„Sehr geehrter Herr Staatsminister! Es ist mir ein Bedürfnis, auch Ihnen als Vorsitzenden des Weimarer Goetheausschusses und durch Sie der Bevölkerung eet Stadt Weimar mein aufrichtiges Bei ävetn zum Ausdruck zu bringen, daß es mir durch die politische Lage unmöglich geworden ist. der Einladung der thüringischen Regierung zrtr Goethe-Jahrhundert- Feier persönlich zu folgen und den Kranz des deutschen Volkes am Sarge des großen deutschen Dichtens selbst niederzulegen.
Meine Wünsche begleiten nicht nur den äußeren festlichen Verlaus dieser Feier. Möge der 22. März in unserem Volke den selbstzerfleischenden Streit der Meinungen zurücktreten lassen vor dem Gefühl einer schicksalhaft verbundenen deutschen Kultur und Volksgemeinschaft und möge dieser Tag alle Deutschen in und außerhalb der Reichsgrenzen zusammenführen in der Erinnerung an eine große Vergangenheit in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft, für die wir allen Gewalten zum Trotz über, die Not der Gegenwart hinaus Reich und Volk und'auch die deutsche Kunst erhalten wollen."
Grüße aus Oesterreich
Wien, 22. März.
Bundespräsident Miklas hat an den Reichspräsidenten von Hindenburg folgendes Telegramm gerichtet: „Am heutigen Tage, der dem Gedenken an einen der größten Geistesheroen aller Zeiten, an Johann Wolsgang Goethe, geweiht ist, drängt es mich, Eurer Exzellenz zu versichern, daß auch wir Oester- reicher seinem Namen in Ehrfurcht huldigen und uns mit dem gesamten deutschen Volk glücklich preisen, daß dieser deutsche Genius uns und der Welt geschenkt wurde."
*
München, 22. März. Wie der Indische Ausschuß der Deutschen Akademie mitteilt, hat Rabindra- n a t h T a g o r e als Präsident der neugegründeten bengalischen Goethegesellschaft an den Reichspräsidenten folgendes Telegramm gerichtet: „Bengalische Goethe-Gesellschaft feiert den 100. Todestag Goethes und erlaubt sich, das deutsche Volk zu grüßen." Die Gesellschaft ist auf Anregung Professors Benoy Kumar Sarkars gegründet, der 1930 als Gastprofessor an der Technischen Hochschule in München weilte.
Sackelts Reise nach Paris «Stgene Drahtmeldung.),
Paris, 22. März.
Der amerikanische Botschafter in Berlin Sackett ist gestern hier eingetroffen. Eine Begegnung mit Tardieu ist für Dienstag vorgesehen. Am Dienstag abend veranstaltete der hiesige Botschafter Edge zu Ehren feines Berliner Gastes ein Festessen, an dem u. a. Tardieu, Flandin und von Hoesch teilnehmen werden. Sacke« dürfte am Mittwoch wieder nach Berlin zurückreisen.
Der Besuch des Botschafters Sacke« in Paris wird von der hiesigen Presse lebhaft besprochen. Die Blätter bezeichnen übereinstimmend die angeblich in Berlin verbreitete Ausfassung als falsch, wonach Sacke« beauftragt sei, der französischen Regierung neue amerikanische Vorschläge über die Regelung derTribut-undSchuldensragezu unterbrcüen. Das Essen, das am Dienstag abend
die amerikanischen Botschafter in ‘■Paris und Berlin sowie den französischen Ministerpräsidenten Tardieu und Finanzminister Flandin mit dem deutschen Botschafter in Paris, von Hoesch, vereinige, werde sicherlich Gelegenheit geben, in einem allgemeinen Meinungsaustausch über diese Fragen ebenso wie über de» Stand der Abrüstung zu treten. Es könne aber niemals die Rede von konkreten amerikanischen Vorschlägen sein, da die Haltung des amerikanischen Senats in der Reparationsfrage einen Derartigen Schritt des amerikanischen Staatspräsidenten gar nicht zulasse.
Das Journal" betont in diesem Zusammenhang die amerikanische Regierung wisse sehr wohl, daß die Zukunft ihrer Schuldenansprüche gegen die europäischen Staaten in weitestem Maße von einer Verständigung unter den Gläubigermächten abhänge.
Nach der negativen Haltung des amerikanischen Senats gegenüber der Schuldenfrage und der in Aussicht genommenen Steuererhöhung zur Deckung des Fehlbetrages sei es jedoch unmöglich, heute schon von Amerika eine großzügige Geste zu erwarten.
Auch das „Echo de Paris" ist der festen Ueberzeugung, daß die Zusammenkunft der amerikanischen Diplomaten mit den französischen Ministern nicht über den Rahmen eines allgemeinen Meinungsaustausches hinausgehen werde. Der französische Ministerpräsident habe nicht einmal die Absicht, Sacke« zu bitten, irgendeinen Schritt bei seiner Regierung in der Frage der Reparationen zu unternehmen.
Oie Waffenstillstands-Verhandlungen in Schanghai
Schanghai, 22. März.
Nachdem gestern durch eine Vermittlung ausländischer Diplomaten zwischen den Vertretern Japans und Chinas die Einberufung einer Konferenz für Mittwoch nach Ostern beschlossen wir, deren Ausgang aber wegen der auf militärischem Gebiete bestehenden Gegensätze sehr ungewiß war, erhielt inzwischen der japanische Gesandte Schigemitsu neue
Anweisungen von Tokio, worauf er sofort in eine Besprechung mit den neutralen und chinesischen Vertretern eintrat. Die chinesischen und japanischen Vertreter einigten sich schließlich dahin, bereits am Mittwoch eine förmliche Erörterung über die noch bestehenden Streitfragen zu eröffnen. Schigemitsu teilte mit, daß seine Regierung folgende drei Punkte als Besprechungsgrundlage annehme:
1. Die chinesischen Truppen verbleiben in ihren gegenwärtigen Stellungen.
2. Die japanischen Truppen werden planmäßig (nach der internationalen Niederlassung und aus den anliegenden Straßen des Hongkiubezirks) zurückgezogen.
3. Ein gemischter Ausschuß, dem Vertreter der neutralen Mächte zugeteilt werden, soll die Durchführung dieser Maßnahmen überwachen.
Die französischen Kammerwahlen am 22. unb 29. Mai? Wie in Pariser politischen Kreisen verlautet, wird der Zeitpunkt der französischen Kammerwahlen erst nach der endgültigen Verabschiedung des Haushalts durch die beiden Kammern amtlich bekannt gegeben werden. Man rechnet mit der Möglichkeit, daß die Wahlen am 22. und 29. Dcai stattsinden werden.
Oie erste Genfer Etappe
Von Staatssekretär z. D. Frhr. v. Rheinbaben.
Frbr. een Rbelnbaben nimmt als Mitglied >et deutschen Abrüstttugsdelegatiou in Ben Genter Berbandlunaen teil. Obgleich nnfere eigene SteUnnanabme zu ben Genfer Fragen mit seinen Anssttbrnngen keineswegs in allen Punkten übereinstimmt, glauben wir doch, daft die Urteils« bildung über bie Abrüstungskonferenz erleichtert wirb, wenn einmal einer bet Männer, bie an den Genfer Berbaudluugeu unmittelbar beteiligt sind, darlegt, wie sich für ihn die Dinge darftelleu.
Die Abrüstungskonferenz hat sich bis zum 11. April vertagt. So ist zum ersten Mal seit ihrem Beginn während des jetzigen österlichen Burgfriedens die Möglichkeit gegeben, auf Grund des praktischen Geschehens in eine sachliche Prüfung darüber einzutreten, ob Deutschlands Stellung nach sechswöchentlicher Beratung noch so ist, wie sie der großen Mehrheit des deutschen Volkes wünschenswert erscheint.
*
Zunächst der äußere Verlauf. Am 2. Februar herrschte überall schwärzester Pessimismus und ein Erfolg der Konferenz in Gestalt einer von allen Beteiligten freiwillig zu unterzeichnenden Konvention wurde als nahezu ausgeschlossen erklärt. Dem Er- össnungscoup Herrn Tardieus folgten die Reden der Vertier der Großmächte, viel Lavieren der mittleren und kleinen Staaten und schließlich im Anschluß an die sehr gut aufgenommene Kanzlerrede die bei voller Aufrechterhaltung der deutschen Grundthesen jeden guten Willen zur Mitarbeit zeigenden Vorschläge unserer Delegation. Dann tot die berühmte Genfer Atmosphäre ihre Wirkung. Am Ende der Generaldebatte erfuhr in der Konferenzmeinung ein gewisser Zweckoptimismus einen kaum noch nennenswerten Widerspruch. Jetzt setzte der Prestigekamps in den einzelnen Prozeduren der Berichterstattung und im besonderen bezüglich der weiteren technischen Behandlung des Abrüstungsmaterials in den Kommissionen ein.
Entgegen ursprünglichen Absichten der Regie des Völkerbnndssekretariats wurden auf Frankreichs Drängen neben einer Generalkommission und den eigentlich technischen Kommissionen der Land-, See- und Luftrüstung zwei weitere Kommissionen gebildet: die politische und die Budgetkommission. Erstere sollte vor allem der Diskussion der von Tardieu am 5. Februar auf den Tisch des Hauses gelegten französischen Vorschläge dienen, letzter wurde die ungemein komplizierte Aufgabe zugewiesen, bei der heutigen Währungszerrüttung an den Gesamtausgaben der Staaten für ihre Rüstungen einen Vergleichs- und Wertmesser zu finden, mit dem offenkundigen Ziel, das bisher international unbeschränkte deutsche Rüstungsbudget in eine allgemeine Kontrolle einzugliedern.
Eine kurze Zeit lang schien es so, als habe die französische Politik ihr Ziel erreicht, die Gesamtkonseren; von vornherein von der Ausgabe der Abrüstung abzulenken und sie unter das Zeichen von Vorschlägen neuer kollektiver Sicherheit, der Schaffung einet Völkerbundsarmee, einer internationalen Polizei und ähnliches zu stellen. Tatsächlich gingen die Dinge jedoch einen anderen Weg. Die besondere Völkerbundsversammlung für den China-Konflikt, in der als Delegierte fast durchweg dieselben Persönlichkeiten saßen, die führende Stellen der Abrüstungsdelegation ihrer Länder bekleideten, erwies sich als großes Hindernis für den Fortgang der Abrüstungs
arbeiten überhaupt. Dann starb Briand, und-ß^ieder ging eine Woche verloren. Schließlich war es vor allem den Bemühungen der angelsächsischen Delegationen und der deutschen Delegation gelungen, die Tagesordnung der grundsätzlichen Fragen in der zunächst zuständigen Generalkommission so zu gestalten, daß vom Anfang über die verschiedenen Möglichkeiten Sicherheits- etc. Vorschläge erst an vierter Stelle zur Besprechung heranstanden.
So verlor gerade die französische Delegation bei der schließlich nur noch zur Verfügung stehenden kurzen Zeit vor den Osterferien jedes Interesse an einer Beschleunigung der Beratungen. Hinzu kam, daß sich in den Kommissionen der Land- und Luftrüstung sofort erhebliche Schwierigkeiten zeigten, eine Tagesordnung aufzustellen und in die praktische Arbeit einzutreten, e h e in der Generaldiskussion eine vorherige Entscheidung über . die Grundsatzfragen erzielt war. Es wurde dort, wie Herr Tardieu sagte, etwas „Tennis" gespielt, d. h., man warf den Ball verschiedene Male hin und her. Das sind im Wesentlichen die Gründe, weshalb der schwerfällige Apparat der Konferenz in der Zeit vom 2. Februar bis 19. März lediglich zum Beziehen der gegenseitigen Stellungen nicht aber zum eigentlichen Beginn der Auseinandersetzungen geführt hat und keine Genfer Krokodilstränen über die langsame Arbeit können an diesen wirklichen Motiven etwas ändern.
Ausgereicht hat die bisherige Arbeitsperiode zweifellos für die Feststellung, daß unter dem Drucke der weltwirtschaftlichen Krisis eine erhebliche Herabsetzung der Weltrüstungen bezw. Der an 20 Milliarden Mark heranreichenden jährlichen Weltausgaben für Rüstungen gelingen würde, wenn es möglich wäre, den deutsch-französischen Gegensatz auf diesem Gebiete zu überbrücken. Worin besteht er? Frankreich behauptet, freiwillig auf das „mit feiner nationalen Sicherheit verträgliche Mindestmaß" abgerüstet zu haben und macht jede weitere Herabsetzung davon abhängig, daß die angeblich ein Ganzes bildenden französischen Vorschläge von der Konferenz gebilligt werden. Deutschland verlangt ohne irgendwelche neuen Sicherheitsabmachungen Abrüstung der Anderen und untrennbar damit verbunden gleichberechtigte Zulassung zu jedem etwaigen internationalen Rüstungsabkommen, das mit Der deutschen Unterschrift den Teil V des Versailler Vertrages ersetzen muß. Dieser deutsch-französische Gegensatz ist auf der Konferenz öffentlich aus den oben bargelegten äußeren Gründen noch nicht zum Ausdruck gekommen, er bat aber vor und hinter den Kulissen die Atmosphäre der Konferenz beherrscht.
Hierzu möchte ich auf Grund der Lektüre kritischer Zeitungsartikel Folgendes sagen: So verständlich während der letzten Wochen das Drängen eines Teils der deuischen öffentlichen Meinung auf sofortige Klärung dieses Gegensatzes gewesen sein mag, so bin ich aus ber Genfer Praxis heraus nach wie vor der Meinung, daß erst die Entwicklung der Beratungen vom 11. April an Den gegebenen Zeitpunkt dafür erbringen wird. Aeutzerlich kommt dies u. a. auch dadurch zum Ausdruck, daß die vorher erwähnte Tages-