Einzelbild herunterladen
 

Slnzelpreis 10 Pfennig

Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

erfSehttttieewetfe: roMenffl» fet^eme! ee4ntMa,» Adon nemen t«oret»: fflr ben Mona« 2.10 Jl etirftSL » 4 ttdgtrlobn bti freier SufteHune tu» Hau» in der Geschäftsstelle abgebolt 1.80 Jl. Durch die Poll mon. 2.10 Jl «usW. Zustellgebühr Zn Kallen von höherer Gewalt beitebi kein Ansvruch auf Lieferung ber Zeitung oder auf Rückratiuna de» Bezugövreifcs. Berlaa. Schriftleiiung und Druckerei: Sölnische Straße 10. Telcvbou: Gammelnummer 6800 Juriitifche Svrechftundeu Dienstags und Sreitag» 1710 Uhr Kölnische Straße 10. L

Hessische Abendzeitung

Iwltewtelft: Geschirr. ««» Samilien-Anxlgen die SO nun »Seile U Mennig, »lein« Smrigtn etti »affel da» Wort / 4, Su»warti,e »leine Anzeigen di« SO mm breite Zeile 11 4. Anreisen im Reklame««» die 78 mm breite Zeile 4b 4. Offertgebühr 25 4 (bei Zustellung 85 41. Für da» Erscheinen von «neigen in bestimmten Ausgaben, an besonderen Plätzen und für televhonisch erteilte Aufträge kein« Gewähr. Rech, nungsbeträge innerhalb von 5 Tagen eatibar. Gerichtsstand Kassel. Postscheckkonto Frankfurt a. 8t. 6380,

Nummer 68*

Montag, 21. März 1932

22. Jahrgang

Nachklänge zur Severing-Aktion

Oie NaÜonalsozlalisten rufen den Staatsgerichtshof an / Brünings Programm für den Wahlkampf / Neue Flottenverhandlungen zwischen Paris und Nom

Besprechung Groener-Seven'ng

Vou unserer Berliner Schriftlettung.

* th. Berlin, 21. März.

Der politische Osterfriede hat mit dem gestrigen Palmsonntag begonnen; für die nächsten 14 Tage werden keinerlei wichtige politische Ereignisse mehr zu erwarten sein. Die Vorbereitungen für die Wahlen, die unmittelbar danach am 3. April wieder einsetzen werden, müssen sich in der Osterpause ledig­lich auf interne Besprechungen und Vorbereitungen beschränken, da alle öffentlichen Kundgebungen unter­sagt sind. Auch Regierungsmatznahmen größeren Stils sind in der nächsten Zeit nicht zu erwarten.

Der Kanzler reist heute abend bereits von Ber­lin ab und nimmt morgen, gemeinsam mit dem Reichsinnenminister Groener an der großen Goethe-Feier in Weimar teil. Er begibt sich von dort nach Bayern, wo er einen lütägigen Oster­urlaub verbringt. Das Ende dieses Urlaubs fällt un­gefähr mit dem Ende der Burgfriedenszeit zusammen, und dann wird der Kanzler sich sofort wieder am Wahlkampfe beteiligen, der in der Woche vom 3. bis zum 10. April noch einmal für den zweiten Wahlgang der Reichspräsidentenwahl geführt wird. Da der Kanzler vor dem 13. März vor allem West­deutschland und Schlesien besucht hatte, so hat er die Absicht, diesmal in Württemberg, Baden, Ostpreußen Mitteldeutschland, Pommern und Hamburg Wahl-

C reden für Hindenburg zu halten.

ST / Die einzige größere politische Aktion, die noch in 1.' die Osterferien fällt, ist

die Durchführung der Untersuchungen, gegen > k die SA.

Der preußische Innenminister Sevcring hat bekannt­lich angeregt, daß die Feststellung des Unter­suchungsergebnisses ausschließlich im Ministerium in Berlin stattzufinden hat. Mit der Veröffentlichung des Ergebnisses ist im Augenblicke noch nicht zu rechnen. Aus Kreisen, die dem preußischen Innen­ministerium nahestehen, wird gesagt, daß das bei den SA. beschlagnahmte Material außerordentlich um­fangreich und wichtig sei, sodaß man sich schon die Frage vorgelegt habe, ob der preußische Innen­minister wirklich mit dem Gedanken umgehe, air Grund des belastenden Materials ein Verbot der S A. herbeizuführen. Diese Frage stößt allerdings auf viele Zweifel, besonders, da man weiß, daß der Reichsinnenminister Groener mit einer solchen Maß­nahme nicht eiiwerstanden sein würde. Da auch der preußische Ministerpräsident Braun seinen Osterur­laub bereits angetreten hat, so ist

mit größeren politischen Unternehmungen Severings vorläufig wohl doch kaum zu rechnen,

und es. ist daher durchaus möglich, daß die ganze Angelegenheit auf dem normalen Gerichts­wege über den Oberstaatsanwalt weitergeführt wird.

Welchen Weg man einschlägt, wird wahrscheinlich zum Teil von einer Unterredung abhängen, die für morgen oder übermorgen zwischen Groener und

Severing in Aussicht steht. Nachdem es zwischen dem Reichsinnenminister und dem preußischen Innen­minister in der Angelegenheit der SA.-Untersuchun- gen bereits zu gewissen Mitzhelligkeiten gekommen war, bleibt das Ergebnis dieser Besprechung abzu­warten.

Nationalsozialistlfcher Gegenstoß

München, 21. März.

Wie die RSK mitteilt, hat der Rechtsanwalt Frank II namens des Führers der National­sozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, Adolf Hitler, beim Staatsgerichtshof Klage nebst Antrag auf Er­laß einer einstweiligen Verfügung gegen den Freistaat Preußen und Minister Severing wegen der preußischen Polizeiaktion gegen die NSDAP ein- gcreicht.

Es wird beantragt, zu erkennen, daß die preußi­sche Polizeiaktion gegen die NSDAP und die Be­schlagnahme von urkundlichem Material gegen die Verfassung verstießen. Ferner wird in dem An­trag eine Entscheidung dahingehend gefordert, daß alle Maßnahmen der preußischen Staatsregierung, durch die den preußischen Staatsbeamten die Zuge­hörigkeit zur NSDAP sowie die Beteiligung für die NSDAP verboten wurden, mit der Verfassung un­vereinbar seien. Endlich soll die preußische Staats- ' regierung verpslichtet werden, die von der Partei be­anstandeten Maßnahmen und Verfügungen unverzüg­lich nach Erlaß des Urteils des Staatsgerichtshofes mit rückwirkender Kraft aufzuheben und alle Dienst­entlassungen und Eröffnungen von Dienststrafverfah­ren aufzuheben oder rückgängig zu machen.

Es wird grundsätzlich der Beweis dafür angeboten daß alle Versuche, die Legalität der NSDAP oder ihrer Führer anzuzweifeln, an der einwandfrei grund­sätzlich erhärteten und organisatorisch gesicherten be­weisbaren Legalität des Vorgehens der NSDAP und ihrer Führer scheitern müßten. Im Wege der einstweiligen Verfügung soll alles beschlagnahmte Material aus der Polizeiaktion wieder zur Heraus­gabe gelangen.

Spionage-Furcht

in der Tschechoslowakei

Mährisch-Ostrau, 21. März.

In Mährisch-Ostrau verhaftete die Polizei den in der Verkehrskanzlei des Bahnhofs Oderfurt be­schäftigten Ingenieur Masarik und die gleichfalls dort beschäftigte Beamtin Rauchenberger. Die Beam­tin stand schon seit Jahren unter Spionageverdacht, doch wurde die Untersuchung eingestellt, da man ihr damals keine Schuld beweisen konnte. Ingenieur Masarik soll sich den genauen Plan der staatlichen Stickstoffabrik in Marienburg bei Mährisch-Ostrau beschafft und ihn an das Deutsche Reich verkauft haben.

Abmachungen mit Südslawien und Bulgarien folgen sollten.

Mittelmeer Parität"

Reue französisch-italienische Flottenverhandlungen.

London, 21. März.

Dem diplomatischen Korrespondenten desDaily Telegraph" zufolge ist ein neuer Versuch int Gange, eine französisch-italienische Verein­barung über die beiderseitigen Kriegsflotten zu erreichen. Wie verlautet, habe die französische Re­gierung eine neue Formel aufgestellt um Italiens Anspruch auf Parität mit Frankreich zu befriedigen. Es werde zwar nicht absolute, wohl aberMittel- meer-Parität" angeboten, das heißt, Frankreich sei be­reit, sich zu verpflichten, im Mittelmeer Seestreitkräfte von höchstens der Stärke der italienischen zu unter­halten.

London, 21. März. Der diplomatische Mitarbei­ter desDaily Telegraph" erfährt, daß die Zustim­mung der italienischen Regierung zu der neuen von Paris entworfenen rmel für ein italienisch-fran­zösisches Flottenablommen keineswegs ohne weite­

res zu erwarten sei. Aller Wahrscheinlichkeit nach werde Italien Einwendungen gegen die Forderung Frankreichs nach Sonder­geschwadern im Atlantik und in der Nordsee erheben, die mindestens ebenso stark fein sollen wie die Fwtte, die Deutschland im Versailler Vertrag erlaubt worden ist, denn es würde Frank­reich leicht sein, diese Geschwader einschließlich der neuen Schiffe, die als Antwort auf die neuen deut- jcyen Panzerschiffe gebaut werden, nach dem Mit­telmeer zu werfen, so daß dann die italienische Flotte zahlenmäßig unterlegen wäre.

*

Aus dem erwähnten neuen Flottenvorschlag Frank­reichs und den daran kürzlich vcn der > >ofi"

und jetzt vomDaily Telegraph" geknüpften Betrach­tungen ergibt sich mit aller Deutlichkeit, warum Frankreich vor einiger Zeit so lärmend den Bau der Panzerschiffe, derDeutschlands- Klasse alsbeängstigende Gefahr" verkündet hat: Diese ganze, sachlich vollkommen fehlgehende Propa-

G. P. London, 21. März.

Fremoc, ok. seit dem Herbst vorigen Jahres nicht mehr in England weilten und es jetzt Wiedersehen, äußern sämtlich ihr Erstaunen über die große, fast wunderbare Wandlung, die hier im Laufe von nur einem halben Jahre vor sich gegangen ist. England hat die Wirtschaftskrise überwunden! Es ist endgültig aus all seinen Schwierigkeiten heraus!", so lautet das einstimmige Urteil aller. Vielleicht sind diese Aeußerungen etwas übertrieben; die Besserung der englischen Wirtschaftslage ist zunächst bloß be­grenzt. Immerhin bedeutet in dieser Krisenzeit und verglichen mit den Verhältnissen der anderen Länder, auch der relative Wandel zum Besseren, der in Eng­land ohne Zweifel vorhanden ist, schon einen großen Fortschritt.

Es gibt zur Zeit in England in der Tat kaum ein Gebiet des Wirtschaftsleben, auf dem sich nicht eine ausgesprochene Besserung bemerkbar machen würde.

Eine größere Anzahl von industriellen Unter­nehmungen hat sich ausgebreitet und neue Arbeitskräfte eingestellt.

Die DetaUgeschäfte handeln flott und klagen nicht mehr über Mangel an Käufern. Selsridges, das größte Londoner Warenhaus, hat einen ganzen Stra- ßenzug aufgekauft und fügt seinen bisherigen Räu­men einen neuen Geschäftspalast hinzu. Die großen Tageszeitungen bester Gradmesser einer günstigen Wirtschaftskonjunktur find mit Inseraten über­häuft. Die letzte Nummer derObserver" enthielt nicht weniger als 127 Jnseratenfpal- t e n, ein Rekord selbst im englischen Zeitungswesen. Die Lebensmittelpreise sind, wider Erwarten, nicht gestiegen. Die Einschränkungen für den Handel mit ausländischer Währung sind aufgehoben worden. Die hochautoritatwenTimes" erklären in aller Feierlich­keit, daß von nun ab die Regierung Auslandsreisen britischer Bürger nicht mehr alsunpatriotische Tat" betrachten werde. In London sind die Theater, Kinos und Restaurants sämtlich überfüttt. Der übliche Kreislauf des englischen Gesellschaftslebens gehl muntrer denn je vor sich. Statt der sonstigenkleinen Season" im November und dergroßen Season" im Sommer, hat es dieses Jahr noch eineZwischen- season" im Februar gegeben. Bei allen Leuten herrscht eine ausgesprochen hoffnungsvolle, optimisti­sche Stimmung. Und von Depression und Pessimismus ist wirklich nur sehr wenig zu merken.

Den soliden Hintergrund dieser Entwicklung bildet natürlich die

wunderbare Genesung der englischen Finanzen, die nur durch nichts mehr fortgeleugnet werden kann. Am 21. März vollendet sich ein halbes Jahr, seit England den Goldstandard aufgab. Das Experiment hat selbst die Erwartungen der sanguinischsten Opti­misten übertroffen. Der zur Zeit vor sich gehende wirtschaftliche Aufschwung wäre natürlich nicht mög­lich, wenn nicht die absolute Kaufkraft der britischen Volksmasse noch immer so unvermindert groß fein würde. Die neuerliche Herabsetzung der Bankrate be­leuchtete die Lage blitzartig. Das neuerwachte Vertrauen des englischen Volkes und des Aus­landes in die Psundwährung begann sich in derartig stürmischen Formen zu äußern, daß selbst der Regierung darob bange wurde. Es mußt« schleunigst etwas getan werden, um allzu bequem ruhende Kapitalien und wenig erwünschte auslän­dische Depositen wieder in Umlauf yi bringen. Die

ganda richtet sich im Grunde gar nicht so sehr gegen Deutschland und seinen geringfügigen Kriegsschiffs­bau, sondern ist vielmehr Mittel zum Zweck, die französische Stellung in den Flottenverhandlun­gen mit Italien zu verbessern.

Bombenanschlag in Kairo

Kairo, 21. März.

Aus den ägyptischen Ministerpräsidenten Sidky Pascha wurde ein Anschlag verübt. Eine Bombe explodierte auf einer Straße, kurz bevor der Wagen des Ministerpräsidenten, der an einem Festessen im Pasara-Palast teilgenommen hatte, an der Stelle vor­überfuhr. Es wurde kein Schaden angerich­tet. Es ist bemerkenswert, daß am Sonnabend em Prozeß gegen 17 Personen eröffnet wurde, die wegen Bombenanschlägen vor Gericht stehen.

englischen Banken genießen, im Gegentay ch den cimerikaurschen und französischen, wieder das uner­schütterliche Vertrauen des In- und Auslandes. Die Stimmung an der Londoner Börse ist feit Monaten fest und lebhaft.

Es ist in England weit mehr Geld vorhanden, als allgemein angenommen wird und alWatistisch er­faßt werden kann. Ein Blick in die englischen Tages­zeitungen genügt, um zu zeigen, wie immens reich diesesLand noch immer ift. Noch immer vergeht kaum eine Woche, ohne daß man er­fährt, daß Mr. X. oder Mrs. Z. beschlossen hätten, Summen von 2 Millionen Mark und mehrfür wohltätige Zwecke zu verteilen." Aus der Sterbe­rubrik ersieht man, daß in England täglich fo und so viel Leute Vermögen hinterlassen, die in kontinen­tale Währung umgerechnet in die Millionen ge­hen. Im Laufe des am 15. März zu Ende gegange­nen Jahres sind im britischen Schatzamt über 35 Mil­lionen Pfund Sterling (nominal 700 Millionen Mark) mehr an Einkommensteuern eingegan­gen, als im Laufe des vorigen Jahres. Durch die Auflockerung der thesaurierten Goldvorräte Englands und Indiens sind weiterhin große Barmittel in Um­lauf gebracht worden. Der Zufluß von Gold aus In­dien ist noch lange nicht versiegt. In Anbetracht die­ser Tatsachen ist es nur wenig verwunderlich, daß die britische Regierung nicht nur int Februar den Stützungskredit in Höhe von 50 Millionen prompt geregelt, sondern nun auch bereits den erst im August fälligen zweiten Kredit von 80 Millionen Pfund und die meisten übrigen kurzfristigen Kredite voll und ganz zurückgezahlt hat.

Ein viel mächtigeres Kapital jedoch, als alle Reichtümer der City und Indiens zusammengenom- men besitzt England in jenem großen und

unerschütterlichen Vertrauen, das die britische Nation ihrer Regierung und sich selbst entgegen­bringt.

Wenn das englische Volk je, wie manche es behaup­teten, vorübergehend das Vertrauen in sich verloren und an einer Art Jnferioritäts-Complex gekrankt hatte, so ist es jedenfalls von dieser eingebildeten Krankheit und zur Zeit vollkommen genesen. Die bri­tische Nation hat heute wieder jenen erfrischenden Op­timismus und jene gesunde Heiterkeit, die stets den schönsten Charakterzug der Briten dargestellt und dar­stellen wird. Auch die aus so verschiedenartigen Ele­menten zusammengesetzten nationale Regierung hält überraschend fest zusammen. Was die nächste Zukunft England bringen wird, läßt sich schon jetzt mit ziem­licher Sicherheit Voraussagen. Das Budget wird al­ler Voraussicht nach ohne Schwierigkeiten ausgegli­chen werden. Eine Senkung gewisser die Entwick­lung der Industrie behindernder Steuern ist keines­wegs ausgeschlossen. Eine baldige Stabilisie­rung des Pfundkurses ist sreilich höchst un- wahrscheinlich. Sie ist der Regierung Mr Zeit zugegebenermaßen unerwünscht. Zum mindesten wird man zuvor ein halbes, wenn nicht ein ganzes Jahr die Wirkungen der neuen Zollpolitik beobachten und prüfen wollen. Auch will man, bevor man so schwer­wiegende Entschlüsse faßt, zunächst den Ausgang der Reichskonferenz in Ottawa abwarten.

Daß der wirtschaftliche und moralische Auf­schwung, den England zur Zeit durchmacht, voraus« sichttich nicht ohne einer merklichen

Rückwirkung auf Englands außenpolitische Stel­lung und die gesamte Weltlage vorübergehen wird, kann ohne weiteres angenommen werde», England ist nun völlig Herr feiner eigenen

Lleberwundene Schwierigkeiten?

Ltm die deutschen Präferenzverträge mit Rumänien und Ungarn

London, 21. März.

Der Berliner Korrespondent der ,^Times" meldet, daß nach langen Verhandlungen die Schwierigkeiten, die sich den Klauseln über die Vorzugsbehandlung in den deutschen Handelsverträgen mit Rumä­nien und Ungarn entgegenstellten, jetzt überwunden seien. Nachdem schon früher etwa 20 Staaten, darun­ter England und Frankreich, ihre Zustimmung erteilt hätten, hätten jetzt auch Rußland, Argentinien und die Tschechoslowakei ihren Widerstand aufgegeben. Eine amtliche Bestätigung über endgültige Abmachungen in dieser Hinsicht sei jedoch noch nicht erhältlich gewesen. Anscheinend aber habe die deutsche Regierung Ungarn und Rumänien nicht amtlich davon verständigt, daß alle Aussicht zur Ueberwindung der Hinder- Nisse bestehe. Man erwarte in Bälde amtliche Vor­schläge an die beiden Regierungen zur Inkraftsetzung der Abmachungen.

Noch nicht bestätigte Meldungen aus Bukarest deu­teten eine zögernde Haltung Rumäniens an. Sollte jedoch die rumänische Regierung zustim- men, so würden die Verträge deutscherseits im Laufe des Aprils durch eine Verfügung Kraft gesetzt wer­den, die sich auf die Vollmachten der deutschen Regie­rung für besondere Handelsabmachungen stütze. Man spreche davon, daß bann Verhandlungen über ähnliche

England hat es überwunden!

Von unserem Berliner Korrespondenten.