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Handel «Wirtschaft»Börse

Kasseler Neueste Nachrichten Hessische Handelszeitung Sonnabend, den 1 . März^l932

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VOLLBESCHÄFTIGTE

Die Wirtfchaft der Woche

* Kassel, Len 19. März.

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ZAHLEN BEZEICHNEN VOLLBESCHÄF­TIGTE JE 100 GEWERKSCHAFTSMIT­GLIEDER

M.DMONATSDURCHSCHNITT

Illiquidität des Äieugei- auf Schweden, für das

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Am $»er*6»nb (Eftetfonitabeeh). batt SS. Wüt* .1983, bleiben bte Sötientäumc für leben Berkehr eefSIeffen.

Die General-Motor» C o wo. Kai int Wen G«lckäftst«br -inen Reingewinn von 96 Mtll. Dollar (tnt RoriaKr 15« Mill. Dollar» erjtett. T« Uwlatz «t n« 17

BERGBAU MEULUNU.

In Kürzet

Die H. Lchliuck n. Cie. A.-G., Hamburg, erzielte 1931 einen Reingewinn von 688 386 (791480) RM. ans dem wieder 6 Prozent Dividende verteilt werden tollen.

In her G-«. der Bereiuiate Lt-bl werke A.-

^»i-^Akt'^äre "enrbmigt Der Serhtft'oon *18,21 Mill*. I für diesen Winter zu verzeichnen RM wird aus d-r Reierve gedeckt^. Ebensollg gegen bte heisse Eisen der Finanzierun Summen dreier MH»"?« mirtsLaitsrat aber nur sehr vor?

Die G.-B, der Fried, «ruvv A.-G., Essen, geueb- migte den G-schaftsabschlutz srir 1930/81. Sur teilweHen D-cknng des Gesamtverlnftes von 13.4 Mill RM wird die Rücklage tür Werkserbaltnng mit 9 Will. RM ber-ngew- gen. während der Reit von 4,4 Mill. RR twreettaeen wird.

zwungen zu werden pflegen.

Die Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzel­handels hat den Versuch gemacht, die Frage der Uebersetzung des Warenhandels einmal an Hand eines zuverlässigen Zahlenmaterials zu untersuchen.

TEXTIL BEKLEIDUNG SCHUHE LEDERWAREN PAPIERVERARB. GLAS PORZELLAN

Verringerte Brikettstapel

Der mitteldeutsche Braunkohlenbergbau tat Monat Februar. .

Ist der Handel übersetzt?

Eine Untersuchung der Hauptgemeinschaft des Einzelhandels

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Abschreibungen ans den Firmenwert. Herabietzung eines zu Buche ileberiben Kirmenwerts kann nur erfolgen, wenn uns insoweit der gemeine Wert desselben sich vermindert 6at (Rentabilitätsverscklechterung des Unternchmcns! und tick I bei einem Verkam des Unternebmens dieser Wert nicht | mehr erzielen läßt.

voll sein dürften. Es sei hier nur darauf hingewie­sen, daß die Inflation Warenhunger infolge der all­gemeinen Flucht in die Sachwerte zu erzeugen pflegt und darum, mindestens in den ersten Abschnitten ihrer Entwicklung, dem Handel vermehrten Absatz ermöglicht, während die Deflation jedenHan- del lähmt. Man wird daber die Ergebnisse der Untersuchung des Einzelhandels weder in ihrer Ge­samtheit noch in ihren einzelnen Teilen ohne weite­res auf die Gegenwart übertragen dürfen.

Trotzdem nötigt auch diese Untersuchung, so gering man ihren aktuellen Wert auch einschätzen mag, zu der Schlußfolgerung, daß die

Uebersetzung des Einzelhandels im allgemeinen nicht überschätzt Verden darf.

Gehen wir bei der Beantwortung dieser Frage von den Erfahrungen des täglichen Lebens aus, so werden wir sie unbedingt bejahen müssen. Es ist eine ganz natürliche und selbstverständliche Er­scheinung, daß in Zeiten schwerer wirtschaftlicher Not, in denen Hundertiausende aus ihrem bisherigen Be­rus herausgeschleudert werden, viele den Versuch ma­chen. sich im Handel und insbesondere in verschiede­nen Zweigen des Einzelhandels, eine neue Existenz zu schaffen. Hierbei darf man freilich ein Argument, das gegen eine Uebersetzung im Einzelhandel spricht, nicht außer Acht lasten. Wenn zahlreiche Angehörige anderer Berufe sich aus Rot dem Handel zuwenden, so verlieren andererseits auch viele Einzelhändler in­folge der allgemeinen Umsatzverminderung und der Kreditentziehungen ihre bisherige Existenzgrundlage. Die zunehmende Konkurrenz beschleunigt diesen Aus­scheidungsprozeß noch, und es wird daher erst untersucht werden müssen, ob die Zahl derer, die dem Handelsberuf neu Zuströmen, wirklich größer ist als die der Handelsangehörigen, die infolge der Wirt­schaftsnot chren bisherigen Berus aufzugeben ge­zwungen sind. Dabei wird man auch berücksichtigen müssen, daß gerade von den neu dem

BESCHÄF TIGUNG INDEN VERBRAUCHSGÜTEH- INDUSTRIEN

6 '272 85t> t)» bte tctfheiftcttiiitg

i 52Ö 329 t fiStte 1518 408 t) niiis i.it SokserMMng . 42 567 t Vormonat 46 184 t). Gegenüber bent gjbrntonai machten sich demnach Rückgang« geltend von^4 bei Rohkohle und 7L Prozent beim Koks. B« Briketts war eine Steigerung von 0,1 Prozent feftinfteffen. $«l nt der Bericktszett eingetteiette Sattetienobe irugMrvm Über­gehenden Belebung de s Han sbrandbart ke ttge- ichö fte s bei. Es war demzufolge möglich, dmMaqeDe- itände etwas zu verrtngern. Dte Abrufe, atz Insusirrebri-, ketts waren mangelhaft, so dah Aer wettertzn von einer Verschlechterung 6er Lage zu berichten ,ft. Die Natzvretz- iteinabgänge erfolgten rote tn den vergangenen Monateu- tront Stapel. ,«, .:.. V .

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h berücksichtigen Sandel sich Zu- enntniste und Erfahrungen, häufig auch genügende Mittel fehlen, sehr schnell wieder zur Aufgabe des Ver­suchs, im Handelsberuf Unterkunft zu finden, ge-

Sie hat dabei die Ergebnisse der gewerblichen Be­triebsstatistik zugrunde gelegt, die leider nur für die Jahre 1907 und 1925 vorliegen. Aus Grund einer vergleichenden Betrachtung ist der Verfasser der im Auftrage der Hauptgemeinschaft unternommenen Ar­beit zu dem Ergebnis gelangt, daß innerhalb des er­wähnten Zeitraums von 18 Jahren die Zahl der Handelsbetriebe um 32,3 Prozent, die der in ihnen

Zwar haben die Jahre des Kriegs und der Inflation vielfach ganz ähnliche Noterscheinungen und Entwick­lungstendenzen gezeitigt tote die jüngste Periode des ileberhandnehmens der Arbeitslosigkeit. Inflation und Deflation mögen in finanztechnischer Hinsicht scharfe Gegensätze fein, beider Folge für das Wirt­schaftsleben bestehen in der Bexnichtung zahlreicher Existenzen, tn dem Zwange zur Berufsumschichtuna, in einer verhängnisvollen Schwächung der Kaufkraft , .

und damit der Basis des Warenhandels. Aber es zündholzmarkt fast unbestritten beherrsihi sind doch auch wichtige Unterschiede vorhanden, die | die Millionenanleihen^ die er vielen inei gerade für die Wirkungen der wirtschaftlichen Er? schütterungen auf den Einzelhandel sehr bedeutungs-

Gerade inbezug auf die Gegenwart muß in Betracht gezogen werden, daß ein Unterkommen im Einzel­handel für die Angehörigen anderer Berufe immer

schwteriger geworden ist, und daß sich außerdem der Ausscheidungsprozetz auch hier, und zwar gerade im Kleinhandel, sehr verschärft bat. Ebenso zurückhaltend wie dem Schlagwort von der ungeheuren Uebersetzung des Handels muß man sich auch gegenüber der ebenso häufig gehörten Behaup­tung verhalten, daß die Uebersetzung des Handels d t e W a r e n verteuere. Bei freier Konkurrenz richtet sich die Preisgestaltung keineswegs nach der Höhe des Existenzminimums für den einzelnen Händler, sondern nach dem wirtschaftlichen Gesetz von Angebot und Nachfrage. Die Uebersetzung des Han­dels wirkt, wo sie vorhanden t|t, eher preisdruckend. In dem Preisdruck, den sie erzeugt, und der einem Teil der Händler die Existenzmöglichkeit entzieht sie also zur Aufgabe des Handelsbetriebes zwingt, liegt schließlich ihre Heilung. Eine Uebersetzung des Han­dels kann daher in Zeiten der Kapital- und Ktedlt- not noch weniger als in normalen Zeiten zu einem dauernden Wirtschaftsübel werden.

I» der G.-B. bet Demag A.-G., Duisburg, wurde beschlossen, aus bem Gewinn von 2,04 (2,08) Mill. RM fit bas Gelchäftsiahr 1931 eine Dividende von wieder 5 Prozent zu verteilen und 84 127 (120 447) RM vorzutragen.

I« Februar bat sich der e m en t a b i a tz mit 97 000 Tonnen gegenüber de« Januar mit 104 090 Tonnen noch weiter verschlechtert. Dieb bebentet. bah bie Werke bnrch- idtnüfli* noch nicht einmal mit 10 Prozent ibrer Le-ftunas- fäbigfeit beschäftigt sind (Februar 1931 noch 102 000 Ton­nen gegenüber 294 000 Tonnen im Februar 1930».

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beschäftigten Personen um 50 Prozent zugenommen hat. Zeigen schon diese Ziffern, daß die Uebersetzung im Einzelhandel im Jahre 1925 jedenfalls nicht s o geheuer groß war, wie es vielfach behauptet cden ist, so führt die Zählung in den einzelnen Branchen des Einzelhandels zu der Schlußfolgerung, daß die Zunahme der Handelsbetriebe auch sehr u n - gleichmäßig verteilt war. Sie war z. B. im Lebensmittelhandel sehr gering, sehr groß dagegen im Täbakwaren- und Süßwarenhandel. Das ist sehr begreiflich, denn in diesen Handelszweigen ist die An­forderung an die kaufmännische Vorbildung und vor allem der Bedarf an Kapital, das zur Aufnahme des Handelsbetriebes erforderlich ist, verhältaismäßig ge­ring. Aus den gleichen Gründen strömten z. B. in den letzten Jahren

zahlreiche Erwerbslose dem Stratzenhandel und

- dem Hausierhandel zu.

Man muß daher, wenn man ganz allgemein von einer starken Uebersetzung des Einzelhandels spricht, ausdrücklich darauf Hinweisen, daß diese sich zum weitaus größten Teile auf einige wenige Handels­zweige bezieht, daß sie aber für den gesamten Einzel­handel keineswegs so ungeheuer groß ist, wie es oft in öffentlichen Erörterungen in Verallgemeinerung von Einzelbeobachtungen behauptet wird.

Die Beweiskraft der Untersuchungen der Haupt- gemeinschast leidet freilich darunter erheblich, datz sie sich nur auf die Zeit bis 1925 bezieht.

hat lediglich gefordert, datz die Arbeiten zugleich eine I wirtschaftliche Rentabilität gewährleisten müssen dre ihre Finanzierung auch in der gegenwärtigen Lage der öffentlichen Finanzen und der Reichsbank recht­fertigt. Die Finanzierung sei zunächst jedenfalls nur unter Mitwirkung und Hilfestellung der Reichsbank I möglich. Das kann die Reichsbank nur, wenn sie zu einer abermaligen Diskontsenkung schreitet, um die Kreditbedingungen für die deutsche Wirtschaft weiter zu erleichtern. Die Verhältnisse am Geldmarkt recht­fertigen einen solchen Schritt durchaus. Selbst wenn der Reichsbank eine Senkung des offiziellen Diskont­satzes als zu weitgehend erscheinen sollte, könnte sie immerhin in Gestalt einer beschränkten Krediterwei­terung und einer weitgehenden Kreditverbilligung der deutschen Wirtschaft die nptwenbige Erleichterung zukommen lassen. Zn der Generalversammlung der Anteilseigner der Reichsbank hat Dr. Luther von einer Diskontsenkung allerdings noch nichts verlau­ten lassen. Erleichtert würde dieser Schritt aber zweifellos durch die neue englische Diskontsenkung.

Zum erstenmal seit der Julikrise hat sich im Ja­nuar der Einlagenbestand der deutschen Spar­kassen erhöht. Dieser Zuwachs ist aber fast aus­schließlich auf die Gutschriften für Zinsen und Auf­wertungsrückzahlungen zu Ende des Jahres zurück- zuführen. Ohne diese Gutschriften hätten die Ein­lagen weiter abgenommen. Dabei ist aber zu be­rücksichtigen, datz die Abhebungen int Januar stets am höchsten zu sein pflegen, weil in diesem Monat die Einnahme am geringsten und die Arbeitslosigkeit nur knapp unter dem Höchststand ist. Außerdem haben die starken Gehalts- und Lohnkürzungen und die finken­den Einnahmen der selbständigen Einleger dazu ver­anlaßt die Zinsgutschriften nicht wie früher bei der Sparkasse stehen zu lassen, sondern zur Verausgabung für den Lebensbedarf abzuheben. Um den Sparern auch weiterhin einen Anreiz zur Erhöhung ihrer Spareinlagen zu geben, haben die Sparkassen den Habenzins nach der Diskontsenkung noch nicht er­mäßigt. Man rechnet damit, daß der Reichsbanken­kommissar ihn nur auf 3,75 Prozent herabsetzen wird.

Die deutsche Ausfuhr hat sich nach dem kata­strophalen Januarrückgang gehalten. Die. Einfuhr ist allerdings gestiegen, das ist aber vielleicht darauf zurückzuführen. daß die deutsche Industrie in Erwar­tung einer saisonmäßigen Belebung ihre Rohstoff­läger aufgefüllt hat. Der neue Obertarif wird nun­mehr zunächst auf Polen und Kanada angewandt. Gegen die Schweiz ist i>ieje_»eue Waffe noch nicht benutzt worden, da seit bemWauf des Handelsver­trags beiderseits die Meistbegünstigung gewährt wird. Dr. H. L.

Das Recht m Utrternerm lehnte gilt auch für bett netten Mieter. Wenn ein trüberer Mieter vom Hausverwalter bte Erlaubnis zur unttroernnetutt« erkalten bat. und wenn biete Erlaubnis mehrere Jahre hindurch heiheh alten worben . ist, so ist bisses Ahkommen ckür den Sanseiaentumir auch einem leiteten Mieter gegenüber veroslichtend. selbst wenn bas Recht zur Untervermietung im Vertrag btefee neyen Mieters nickt ausdrücklich vereinbart worben tit. Es liegt hier allo nach einer Entscheidung beb Landgerichts l Berlin vom 1. Juli 1931 (63 S 3362/31) eine Dan e re rlanb - n i s vor, die bet Hauseigentümer nunmÄr nickt »ehr zu- rückzkehen kann, selbst wenn die ursvrüngtzche Abrede nur mündlich erfolgt ist.

Kurz hintereinander haben plötzlich und unerwar­tet zwei große Führer der Weltwirtschaft ihrem Le­ben durch Selbstmord ein Ende gemacht. Der Tod E a st m a n s des Erfinders des Kodaks, ist zwar auf keine wirtschaftlichen Ursachen zurückzuführen und wird daher auch keine Folgen für die Weltwirt­schaft habe». Umso schwerwiegender ist dagegen sur die Weltwirtschaft der Freitod des schwedischen Zündholzkönigs Ivar Kreuzer, der einen der größten Weltkonzerne aufgebaut hatte, den WeU- zündholzmarkt fast unbestritten beherrschte und durch die Millionenanleihen die er vielen Regierungen in Verbindung mit der Einräumung des Zündholzmono- chen hatte, einer der größten Weltbankiers geworden war. Eine schwere finanzielle Gefährdung seines Lebenswerks hat ihm die tödliche Waffe tn die Hand gedrückt. Die Illi Konzerns wird fich nicht nur .

nun eine schwere Krise beginnt, sondern auf die ganze Weltwirtschaft auswirken. Deutschland wirb zwar unmittelbar von dieser Krise nicht betroffen, aber die mittelbaren Folgen werden um|o großer (ein. Um den wankenden Kreuger-Konzetn zu stutzen, müssen ihm neue Mittel zugeführt werden und nach­dem Amerika sich offenbar den Kreditgesuchen des verstorbenen Kreuzer versagt hat, hofft man in Schweden auf französische Hilfe. Wurde Frankreich die Zündholzmonopole in Osteuropa übernehmen und sich Tür die dort untergebrachten Anleihen interessie­ren, so würde es damit seine Einflußsphäre wesent­lich erweitern und die wirtschaftliche Einkreisung Mitteleuropas fortsetzen; zugleich würde aber auch Schweden in finanzielle Abhängigkeit von Frankreich geraten. Für Deutschland ist diese Gefahr vielleicht die bedenklichste Folge der Kreuger-Krtse.

Rach langen Beratungen hat der Reichswirt­schaftsrat ein umfangreiches A r b e, t s b e - chaffungsprogramm aufgestellt, das sich

Der letzte offizielle Bericht übet die Lage im Arbeitsmarkt zeigt mit 6.128 Millionen Erwerbslosen einen gewissen Stillstand. Unsere Darstellung veranschaulicht nun den prozentualen Grap der Arbeitslosigkeit in den wichtigsten Zweigen., der x Produktionsguter- und Konsumtiv nsgüter--Jn-° 10 dustrien nach dem Stand Ende Januar 1932.

durch eine ziemlich vorsichtige Kalkulation auszeich­net. Während bisher nur von Ankutbe- lungsaufttagen der Post und Reichsbahn die Rede war, fordert der Reichswirtschastsrat eine Ausdeh­nung der Aufträge auf Ausbesserung ,^s Straßen­netzes Hochwasserschutz, landwirrschaMlche Melwra- tionen und Hausreparaturen. An sich ist letzt der Augenblick für eine energische Arbeltsbeschaftungs- politik günstig. Wir stehen am Beginn der saison­mäßigen Belebung des Arbeitsmarktes. Ende Fe­bruar dürfte der Höchststand der Arbettslofenwelle ~ " Winter zu verzeichnen gewesen sein. Das

y- n';----rna hat der 3iei(f)5s

RM^igeÜ-° 1 wUtMftsrat abe~r nur sehr vorsichtig angerührt. Er

Sinkender Schweinebestand

Das Ergebnis der Schweinezwischenzählung vom 1. März.

Das Preußische Statistische, Larkbesavrt bat in PretzstE am 1. März 193-2 wieder enw schwe-nezwnSenzcibluich '-tuTdweiütirt. Das ErgÄuis liegt bereits vollsiairbrg vpr. SllLer Austlicke PreMicke PMedienst.. m-iteckt nach bei SAroeinebeftanb in Preußen gegenüber dem l^ve- Acntber 1931 um 13,1 Prozent und gegeniwer benr 2. Mar» 1931 um 4.9 Prozent abg e no m m c Am^ Ma» «Al betrug die Zunahme gegenüber dem 1. Mar» 1930 16£ Proz.

Die 'Not der Zigarrenindustrie

Nur 18 Prozent der Arbeiter vollbeschäftigt.

In bei Zigarreniudnstrie tft eS saisonüblich, daß »ach ü-rlebtaung des Weibmg chtLges ch altes ei^vor- überaeyesioe, wenn auch nicht sehr umfgngretck» Arberts- lostakett eintrllt, die aber bereits im Laufe des Hanuar, ic- ; denwlls aber im Februar, erheblick abnimmt, well bann die Auftrage des Handels zur Wiedevanffullung der durch bas Weihnachtsgeschäft kleiner geroorbenen Läger eintreffeu. Diesmal ist in bet Zigarrenindustrie bte Arbeitslosigkeit auf einen noch nicht erreichten Stand gestiegen und bat im Februar sogar noch eine Kleinigkeit zugenommest-i ES waren. . völlig arbeitslos 'ta Kurzeächeit

im Januar 52.47 Prozent . Ä18 PrvzeM

,M Februar 51.49 PMzent 30.89, Prozent

Nahezu 82 Prozent der Arbeiter und also entweder,voll arbeilslos oder in Kurzarbeit. Das kann nach Ansichk betz Reichsverbanbes Deutscher JiaarrenherAester eJS B-rlin. nicht nur auf di« allgemeine Wirtschaftslage zurückurftthres -fein sondern müsse auch mit der sieuerllcken^UebezlMuM"- der Zigarre zusamuienhängeu, die ebeuio wie beim Bier die Grenz« des Tragbaren überschritten habe.

2.MS". Möbel- und Eiurichtnngsschau Setfin U32. .. Heute wird die 2.", Möbel- und tLurrichtUngsschau Be2- - lin 1832 eröffnet. Die Ausstellung selbst fteÄ im SeichA der billigen, geschmackvollen und foltde gearbeueten Won- nungseinrichinng. In der von der Deiii'chen Sunügeinei»- ... schäft in Halle V zur Durchführung gebrack-en Äunk-Sos- derschau ..Tas BÜb im Raum" werden rvenvoste Kunst- Merke zu erfckroingMchen Plenen (auch RatenzaUün«n) ge-

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MODUKTIONSGÜTEßlNDUSTRIEN

Ein Zeichen der Zeit

Statt Berufskleidung alte Anzüge, starker Umsatz- rückgang in der Berufskleiderfabrikatio«.

Wie wir ans den Kreisen der deutschen Berufe be- kleibnngsindnftrie hören, hat dieser Zroe^ der Textilwirtschaft tm Laufe ^Vinters einert aanz befvn- ders schweren Umsatzrückgang erlitten. Das ist nicht weiter erstaunlich, wenn man berücksichtigt, wie en« gerade der Berkaus dieser Waren mit der La«« des internationalen Ar­beitsmarktes verknüpft ist. Der Menge nach schätzt man den Ausfall gegen das Vorjahr aus etwa 25 Prozent. Dtefe Tatsache gibt aber noch kein absolut klares Bild von den Schwierigkeiten, mit denen d«r gesamte Jndustttezroeig zu kämpfen hat. Man mutz weiterhin in Betracht zieheu, daß die Betriebe und Einzclarbeller, bte noch Sveztalkleibung benöttgen, nur bas Billigste vom Billigen raufen und datz das durchschnittsmätzig« Qualitätsniveau nm etwa 40 Prozent gegen das Vorjahr abgeglitten ist. Nimmt man autzerdem noch den überaus schlechten Zahlungseingang hinzu, so hat man ungefähr ein« Borstellung von dem Nie­dergang des früher so ansstchtsreichen Teilgebietes der deut­schen Terttiindustrie. ,

Worüber am meisten geklagt wird, das ist blei au nck durchaus verständliche Tatsache, datz für zechtretch« Ätbeits- sächer überhaupt keine Spezialgarderohe mehr gehäuft wird. Man trägt ebeu bei der Arbeit a l t e Str a ste n a n z n g e. Das hat zwar einen schnelleren Verbrauch dieser Kl^ibungS- stücke zur Folge, aber bte erheblich abgebauten Preise für Garderobe jeder Art machen diesen Umstand weniger be­deutungsvoll. Wo aber Berusskleider unumgänglich sind, da wird bis zur letzten MöglichkeU ausgebesfert. Hierdurch ist allerdings ein erhöhter Konsum von Flickmaterial ent­standen. der inbeffen den Ausfall an Fertigfabrikaten auch nicht entfernt zu ersetzen vermag. Weiterhin macht es sich ganz erheblich bemerkbar, daß zahlreiche grobe Industriebe­trieb« in letzter Zett zur S e l b stsab r i k a t i o n der er­forderlichen Arbettsanzüge übergegangen find und das: Ma­terial hierfür von den Webereien direkt beziMn, ohne daß also di« Konfektion auch nur den mindesten Bortekl davon hat. ... " Vf,. -

Der stärkste Umsatzrückgang ist für b l a u e I n du st r i t» Anzüge zu verzeichnen. In diesem Artikel, der früher die gröhte Stütze des gesamten 'Gewerbezweiges war. wer­den gegenwärttg nur vereinzelte Aufträge auf billige 85= versuchen erteilt. Etwas bester ist die Läge für weih« arbeitet ittel, roie Re für Aerzte, Pflegerinnen, Köche. Konditoren. Friseure etc. benötigt werden. Hier macht sich besonders die Uebersüllung des Aerzte- und Pflegerinneu- Berufes im Sinne einer Umsatzsteiqerung geyeud, wenn­gleich auch zahlreiche Krankenhäuser zur ©elbftfabrtfairöu ber erforderlichen Garderobestücke übergegangen sind. Ge­fragt wird auch on weitzer Berufskleidung nur. das Aller- billigste. Der Export war in diesem Industriezweige früher «in recht bedeutsamer Faktor, er ist aber durch dio steigende Welt-Arbeitslosigkett ebenfalls sehr zttrückgesaugett. csegenwärtig wird nur ein nicht sehr umfangreiches Geschäft in Lagerkitteln und blauen Anzügen mit den nordischen Staaten getätigt.

CHEMIND. BAUGEWERBE HOLZIND. MPIERERZEVG. LEDERERZEUG.

VERBRAUCHSGÜTERINDUSTRIEN

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PROZENTUALE BESCHÄFTIGUNG IN DEN PRODUKTIONSGÜTERr INDUSTRIEN

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