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Kasseler Neueste Nachrichten

eette 3 1 Verlage

Sonnabend, IS./Tonntag, Ä>. März 1932

finfm Heimat

aus

Steuer« und Etatsfragen im Landkreis Kassel

Von Bürgermeister Bickel-Ihringshausen

?<UUgr Der Wichtigste Kchutz für Deine Frau und

Hofgeismar. Die Kreisbücherei ist nach ihrer Wiedereröffnung auch höheren Anforderungen ge­wachsen. Eine große Anzahl neuer Bücher wur­den ihr zugeführt. So z. B. sind neue Bücher von Hans Grimm, Hamsun, Frenssen, Waggerl, Kolben- heyer, Cröger, Timmermans, Lagerlöf, Tolstoi, Th. Mann, Kellermann, Viebig, Seidel, Thoma, Hesse, Stehr, Lersch, Schweitzer, Beumelburg, Rann, Du- winger, Gorki, Gunnarsson und viele andere neu erschienen. Vor allem bietet die Hessische Heimat-

Im Kasseler Krankenhaus sank die Zahl der Betten von 450 auf 350.

Die Abstimmung ging rasch und ohne große De­batten vor sich, sodaß der Präsident schon 11,30 Uhr die Sitzung aus Samstag 9,30 Uhr vertagen konnte.

dichtung mancherlei. Ausleiheslunde ist an jedem Freitag von 47 Uhr.

Deine Minder ist Deine Lebensverü'cherung. Deiner Familie bist Du es schuldig, den Achutz auch fetzt und grade fetzt in Mrakt zu erhalten. ltA&Aftwrdto Lech

Bebra. Die Losholzanmeldung kann bis zum 20. d. Mts. erfolgen. Später eingehende Meldungen werden nicht mehr berücksichtigt.

Sontra. Lehrer Heinlein tritt in den Ruhe­stand. Lehrer Heinlein tritt mit dem 1. April in den Ruhestand. Seit 1916 ist er in unserer Ge­meinde tätig und hat sich die Achtung der Ein­wohnerschaft erworben. Er ist heute noch Mitglied der Stadtverordnetenversammlung, deren Vor­sitzender er bis zum Vorjahre war. Ferner ist er Vorsitzender des Krieger- und Militärvereins Son­tra. Als Leiter des Kirchenchores, der unter seiner Stabführung sehr rührig war, wird ihm die evan­gelische Gemeinde sehr vermissen. Lehrer Heinlein nimmt seinen Wohnsitz in Rodenberg am Deister. Verkehrsunfall. In der Herrnstraße lief ein sechsjähriger Junge einem Radfahrer ins Rad. Beide kamen zu Fall. Der Junge erlitt leichte Ver­letzungen. Den Radfahrer trifft keine Schulde

Hof Kalkhof, Gemeindebezirk Wanfried, scheidet dem Beobachtungsgebiet aus.

Aus -em Kreise Rotenburg

Fahrplanänderung. Die Reichsbahndirektion teilt mit: Vom 18. März ab verkehrt Personenzug Nr 235 W. Kassel - WilhelmshöheKassel- Hauptbahnhof zu folgenden Zeiten: Kassel-Wilhelms- höhe ab 6.39 Uhr, Kirchditmold an 6.42 Uhr, Kirch­ditmold ab 6.43 Uhr, Kassel-Hauptbahnhof an 6.49 Uhr.

Militärpersonalien. Mit Wirkung vom 14. 1932 werden versetzt: Leutnant Merkel, von Marburg nach Kassel: Leuttrant v. Trotha, von Marburg nach Kassel: Leutnant Br ekle, von Weimar nach Marburg: Leutnant Kutzbach, von Kassel nach AkarburL.

meister-Bezüge kommen. Sachliche Gründe [ii aber dann nicht mehr, und die Gemeindefinanzen können mit dem in Frage kommenden geringfügigen Betrage auch nicht saniert werden.

germeister. Die Jahresausgaben für die ehrenamt­liche Verwaltung betrugen damals einschl. Vergütung für Schreibhilse und Sonderaufwendungen für das Standesamt 4886 RM. Heute nach Anstellung eines Berussbürgermeisters betragen die persönlichen Ver- ivaltungskosten 3204 RM, mithin Ersparnis 1682 RM.

Das Jahr 1932 soll Landtags-Neuwahlen bringen. Gemeindewahlen pflegen darauf in nicht allzuweitem Abstand zu solgen. Dabei wird Gelegenheit sein, auch die Vergütungen der ehrenamtlichen Bürgermeister neu zu regeln. Hoffentlich werden die Herren, die heute Kritik an der Höhe dieser Vergütungen üben, dann bereit sein, die ehrenamtliche Gemeindeverwal­tung zu den von ihnen heute für angemessen gehalte­nen Sätzen zu übernehmen. Für viel wichtiger aber möchte ich halten, daß bei den nächsten Gemeinde­wahlen bei Auswahl der Kandidaten (auch für Kreis- und Bezirksverwaltung) mehr auf Eignung und Sachkunde denn auf Parteiinteressen Rücksicht genom- men wird. Dann wird sich auch die von Herrn Rü­diger angestrebte straffe und svarsame Finanzver­waltung leichter verwirklichen lassen.

Die Große Strafkammer Hanau hatte als- Be­rufungsinstanz in einer von Ende Movemver bis Mitte Dezember währenden Verhandmng nch mit den bekannten Vorgängen bei dem Neuhofer - at- lehnskassenverein in Neuhof bet ü«lda c. G. m. « Hv 3u befassen ntrtr war ebenso wie die Vorm- stanz zu einer Verurteilung des Maklers Brehlcr in Fulda, sowie der früheren Vorstandsmitglieder Möller und Heil gekommen. - Gegen das Hanauer Urteil hatten die drei Verurteilten Revision ein­gelegt, die jetzt im Beschlußverfahren vom Reichs­gericht verworfen worden ist.

Aus dem Kreise Bie-enkoyl

Biedenkopf. Erfolgreiche Berufung. Bei einer Vcrfassungsseier in Rodhemi am 11. August vorigen Jahres kam es in Rodheim zwilchen Nattonaljoziall- sten und Reichsbannerleuten zu einer schweren Schlä­gerei, in dessen Verlauf einige Nationattozlallsten er­heblich verletzt wurden. Tas Gericht verurteilte s. Zt. von 11 Reichsbannerleuten 3 zu Gefängnisstrafen. ~ic Verurteilten legten Berufung ein nut dem Erfolge, daß die Strafe bei zwei Angeklagten auf die Hälfte ermäßigt wurde. Die Berufung des dritten Ange­klagten würde verworfen.

Biedenkopf. Abschluß der Kreisvrehkaße. Ini einer Tagung der Kreisvlehkaffe wurde die Geschäftslage der Kasse erläutert. Wie aus dem Geschä,tsbericht hervor geht, hat die Kasse Wetter zugenoinmen. ;stn Jahre 1931 waren gegenüber 1930 682 stück Vieh mehr versichert, obwohl das Verstcherungskapttalstark zurückgegangen ist. Im letzten Jahrctraten 333 Vren besitzer der Versicherung neu bei. An Entfchavigun- gen bat man gezahlt: -116 701,14 RM. Da der Be­trag nicht erhöht werden kann, so hat man, um einen klaren Kassenbestand zu erhalten, 12 582,17 RM. für die Entschädigungsrücklage entnommen Das gesamte Vermögen der Kasse betrug am 31. -ozember l.Zl 150 798,62 RM. Die Neuwahl ergab Wiederwahl der alten Aufsichtsratsmitglieder. _

Battenfeld, Str. Biedenkopf. Der stattgefundenc Kram- und Viehmartt hatte einen recht guten. Besuch zu verzeichnen. Ter Viehaustrieb war sehr genug, die Preise entsprechend minimal. Wie man feststellen konnte, wurden wenig Geschäfte gemacht

Biedenkopf. Stillstand der Arbeitslostgkett Vom 1 bis 15. März 1932 ist nach einer statistischen Zusam­menstellung des Arbeitsamtes im Arbettsamtsbezirk eine weitere Verschlechterung nicht zu verzeichnen ge­wesen. Die Zahl der Arbeitsuchenden betrug am Stichtage 8734 männliche und 450 weibliche Personen. Diese ^ahl ist etwa die gleiche tote im Vorfahre. ®ie Zahl der Unterstützungsempfänger ist um 230 Perso­nen auf 6051 Personen zurückgegangen. ~te Wohlfahrtsunterstützten gleichen aber die zuruck­gehende Zahl toicber voll aus, da dieselben stark ange­schwollen sind und auch weiter steigen werden.

ehrenamtlichen Bürgermeister unsachlichen Motiven entspringt. Der Bürgermeister ist heute im allge­meinen der Prügelknabe, der für die Schwierigkeiten in der Gemeindeverwaltung verantwortlich gemacht wird. Ter Arbeitslose beschimpft ihn ob der Ge­ringfügigkeit seiner Unterstützung. Der Gemeindean­gehörige, der die Unterstützung für den Arbeitslosen durch Steuerzahlüng aufbringen soll, schimpft nicht minder. Die Gemeindevertretung besteht in der Re­gel ausschließlich aus den angeführten beiden Kate­gorien Unzufriedener, und da kann es leicht, um dem Bürgermeister eins auszuwischen, zu einem einmüti­gen Beschluß über die Herabsetzung der Bürger­meister-Bezüge kommen. Sachliche Gründe sind das

Ein Dachstuhl abgebrannt

In Frauenborn.

In Frauenborn brach in dein Anwesen von Ewald Burkhardt nachts Feuer ans. 'Die ,irts- seuerwehr war schnell zur Stelle und g«TT den Brand energisch an. Es gelang ihr auch, das Feuer bald aus seinen Herd zu beschränken. Es ist nur ein Teil des Dachstuhls niedergebrannt. Allerdings wurden durch die großen Wafferinengen die Decken stark beschädigt. Wodurch das Feuer entstanden ist, ließ sich bisher noch nicht feststellen.

Strafen gegen unöisziplieniertes Sportpublikum

In Wasenberg.

Das Große Schöffengericht Marburg hielt einen Lokaltermin in Wasenberg ab. Anläßlich eines Fußballspieles Wasenberg Oberaula war e» zu tätlichen Auseinanderfetzungen gekommen, wovei einige Spieler aus O. beträchtliche Verletzungen er­litten. hatten. Es wurden 38 Zeugen vereidigt und vernommeii. Tas Urteil lautete gegen Heinrkch W. 7 Monate Gefängnis, bei Strafaussetzung 300 Mark Geldbuße: W. Sch. 1 Monat Gefängnis bei fünf­jähriger Bewährungsfrist. Geldstrafen erbielten ferner: Auszüger G. 130 Mark, I. Hr. Sch l30 Mark, Job. H. 100 Mark, Wilhelm O. 100 .Mark, Joh. Hr. H. 100 Mark, Aug. R. 80 Mark. Die An­geklagten Joh. S. und Jakob G. wurden freige-

Aus -em Lan-kreis Kassel

Lberzwehren. Rektor Staub wird wegen Er­reichung der- Altersgrenze nach 21jähriger segens- reicher Tätigkeit zu Ostern in den Ruhestand tre­ten. Ein Nachfolger ist noch nicht bestimmt.

Aus -em Kreis Sann. Münven

Haun. Munden. Auf der Straße gestorben. Auf offener ^Straße verschied gestern vormittag kurz nach 11 Uhr der erste Pfarrer der St. Blastengemeinde, Pastor Wilhelm Rengsdorf. Der Verstorbene, der im 60. -Lebensjahre stand, ist anscheinend einem Schlaganfall zum Opfer gefallen.

v Aus -em Kreis Hofgeismar

Aus der Krettagssitzung

des Kommunallandtags

Als dankenswert erkannte es Dr. Dan; ebrink an, daß der Bezirksverband der Landesbibliothek zu Fulda noch 50000 RM. Zuschuß gewährt. Der Etat der Laiidesbibliochek zu Kassel ist nach den Ausfüh- rungen von Dr. von Hülsen um 15 Prozent gegen das Vorjahr gesenkt worden. Abg. Holzapfel kri- tifierte die Hohe der persönlichen Ausgaben bei der Bibliotoek. »

Alle Punkte der Tagesordnung wurden ttn Sinne des Ausschusses erledigt. Bei der Berichterstattung über die Landesleihbank Hanau wandte sich Abg. Conrad scharf gegen einige Maßnahmen des Insti­tuts, wie die Kündigung dre Hvpotheken, die die Rück­sicht auf die Notlage der Bevölkerung vermissen ließen.

_ Dei .den Voranschlägen der Landeskrankenhäuser wurde auf den Rückgang der Belegung htngewiesen:

Landwirt Rüdiger jr. (Ochshausen) Hai in einem Kasseler Blatt vom 5. m. Mts. Ausführungen mit obiger Ueberschrift gebracht, die sich auch mit den B ü rge rmeiftergehälternim Landkreis Kassel befassen. Er sagt u. a.:Aber wenn alle Reichs- und Staatsbeamten, in ihren Bezügen gekürzt, sogar sehr stark gekürzt'tbevtzen, müssen auch die KürsermeWer- gehälter im Kreis Kassel nachfolg.... ___

legungen sind für den Uneingeweihten irreführend. In einer Anzahl Vorortgemeinden des Kreises Kassel lEH 'die 'Derivaliüng von hauptamtlich angestellten Bürgermeisterii und Gemeindebeamten geführt. Von der ersten Gehaltskürzung sind diese Personen ver­hältnismäßig genau so betroffen worden wie die Reichs- und Staatsbeamten. Die zweite Gehaltskür­zung hat sie im allgemeinen härter betroffen. Be­kanntlich gab die Preuß. Sparverordnung vom 12. 9. 1931 den Gemeinden die Möglichkeit zu weitgehenden Gehaltskürzungen. Von dieser Möglichkeit ist durch­weg in der liebevollsten Weise Gebrauch gemacht wor­den. Wenn Herr Rüdiger sagt, daß die Bezüge aller Staatsbeamten stark gekürzt worden seien, so ist auch das nicht ganz zutreffend. Die Ministerialbureaukra- tie hat nämlich bei Erlaß der Preuß. Notverordnung vom 12. 9-. 1931 übersehen, die eigenen Gehalts­bezüge entsprechend denen der Gemeindebeamten her­abzufetzen. Es darf angenommen werden, daß die Ursache dafür int einem gewissen Verkennen der Ver­hältnisse liegt, daß die Amtsschwierigkeiten des Bür­germeisters von heute im allgemeinen und die des ^Bürgermeisters in den von Arbeitslosigkeit stark beim« -g^nchten Gemeinden im besonderen nicht genügend gewürdigt worden sind.

'' Wenn die zuständigen Ministerialreferenten vor Abfassung der Preuß. Notverordnung etwa 6 Monate lang mit der kommissarischen Ver­waltung einer Arbeiterwohnfitzgerneinde es braucht nicht einmal Cbertaufüngen zu sein betraut gewesen wären, würden sie vielleicht doch zu einer etwas anderen Redigierung ge­kommen sein.

Erfahrungsgemäß besteht in den Gemeinden mit den größten Finanzschwierigkeiten die stärkste Neigung zu Gehaltskürzungen. Würde diesen Neigungen hem­mungsloser Laus gelassen, so trete der unmögliche Zustand ein, daß die unter schwierigsten Verhältnissen arbeitenden Gemeindebamten die niedrigste Entloh­nung bekämen. Das kann nicht im Interesse der Ge­meinden 'liegen, dadurch wird auch die ordnungs­mäßige Verwaltung gefährdet.

, . Man wird nicht allgemein sagen können, daß Be­rufs-Bürgermeister in reinen Landgemeinden keine Berechtigung hätten. Die Regelung dieser Frage sollte der örtlichen Selbstverwaltung von Fall zu Fall uber- ilässcht bleiben. Wie das Beispiel der Gemeinde Gro- ßenrite zeigt,

kann die Einrichtung eines Berufsbürgermeisters - - . von finanziellem Vorteil fein.

Großenritte hatte bis 1929 einen ehrenamtlichen Bür-

Aus -em Kreise Hersfel-

Hersfeld. Das Christliche Hilfswerk. Das für diesen Winter eingerichtete Hilfswerk hat die ver­ständnisvolle Unterstützung aller Kreise der Bevöl­kerung gesunden. Das geht schon ans^dem Ergeb­nis der bisherigen Sammlungen und Spenden her­vor. An Barmitteln sind bisher rund 8000 Mark aufgebracht worden, lieber 50 Zentner Lebensmit­tel wurden gespendet. Die Haussammlungen sollen vorläufig eingestellt werden. Freiwillige, Spenden werden noch erwartet. Die Volksküche soll noch bis Juni durchgeführt werden. Es wurden bislang täglich rund 430 Portionen an Mittagessen auSgc- qebem Außerdem wurden für 1500 Mark schuhe und Wäsche verteilt. Im Herbst soll dann die Ein­richtung wieder fortgesührt werden.

Aus -em Kreise Marburg

Marburg. So belohnt man Kavaliere! Vor dem Marburger Einzelrichter batten fub örei junge Leute aus Marburg zuverantwortendie drei jum gen Mädchen, die aus der Fursorgeanstalt entibrun- qen waren, Unterkunft gewährt hatten Für ihre Hilfsbereitschaft" erhielten sie je zwei Monate Ge­fängnis. ____________

Oer Neuhofer Darlehnskassenprozeß

Vor dem Reichsgericht.

Aus dem Kreis Melsungen

Ncumorschen. Die Wäsche gestohlen. Einem Gastwirt wurde die auf einer Wiese aufgehängte Wasche gestohlen.

Aus -em Kreise Wolfhagen

Wolfhagen. Neuer Beigeordneter. siaufmann Gille wurde anstelle des verstorbenen Beigeordne­ten Äepper zum Beigeord,leien in den Magistrat gewählt und verpflichtet.

Von der Oberweser

Herstelle. Ein verwegener Diebstahl. Während der Nacht wurde ein schwerer Einbruchsdiebstahl verübt. Tie Diebe verschafften sich Zugang in die etwas abseits gelegene Zollmühle und stahlen das gesamte Sehlachtewerk von neun Schweinen. Es wird vermutet, daß die Fleisch- und Wurstwaren in ein auf der nahen Weser bereitstehendes Schiff gebracht und fortgeschafft wurden.

Aus dem Kreise Eschwege

Efchwege. Biehseuchenvolizeiliche Anordnung. Der in das Beobachtungsgebiet einbezogene Guts-

Aus -em Kreise Fritzlar

Fritzlar. Um das Fortbestehen der städtischen Rektorätschnle. Der Magistrat der Stadt Fritzlar hat einen Aufruf erlassen, der die Eltern des Krei­ses Fritzlar ausfordert, dazu beizutragen, daß die Rektoratschule zu Fritzlar erhalten bleibt. In die­sem Aufruf heißt es:Helft uns, ein altes Kultur­werk im Geiste der Freiheit, des Pflichtbewußtseins und des Fortschritts erhalten und fördern, indem Ihr uns Eure Söhne schickt, die das Streben und die Fähigkeit haben, sich weiter zu bilden. Vergeßt nicht, Ihr Landwirte, Arbeiter, Handwerker und Beamten, daß es im wohlverstandenen Interesse des Landes, dessen Bildungsmöglichkeiten bisher wenig berücksichtigt wurden, liegt, solche höheren Schulen in unseren kleinen Städten zu erhalten und zu unterstützen! Wir wollen das Unsere tun! Tut .Ihr das Gute!"

Betzigerode. Schulzusammenlegung. Mit der Zusammenlegung von sogenannten Zwergschulen wird int neuen Schuljahr begonnen. Die beiden Gemeinden Betzigerode und Wenzigerode, die zu­sammen 40 Schulkinder haben, erhalten ab Ostern nur eine einzige einklassige Schule.

Kirchhain. Meldung zum Arbeitsdienst. Bis jetzt haben sich 160 Arbeitswillige aus allen Teilen des Kreises zum freiwilligen Arbeitsdienst gemeldet. Eine größere Anzahl Projekte find zur Genehmtgung und Förderung dem Landesarbeitsamt Frankfurt vorge­legt worden. _ _ , .

Ascherode. Seuche erloschen. Dte Maul- und Klauenseuche ist erloschen und die Sperrmaßregeln find aufgehoben worden.

Aus Waldeck

Corbach. Erloschene Seuche. Der Pferdebestattd des Klostergutsbesitzers Kühne in Bredelar ist blut« armutverdachtsrei. Die für das Seuchengehost unge­ordneten Schutzmaßregeln sind aufgehoben.

Dom Eichsfel-

Grotzbartloff. Tödlich verbrüht. Ein 14 Mo­nate altes Kind fiel in eine Wanne mit kochendem Wasser. Das bedauernswerte Kind erlitt so schwere Brandwunden, daß es am folgenden Tage starb.

Aus dem Kreise ÜSlar

Fürstenhagen, Kr. Uslar. Nicht an den Wagen hängen! Sie Unsitte des Anhängens hätte bei­nahe dem achtjährigeil Sohne des Waldarbeiters G. das Leben kosten können. In dem Augenblick, als das Seil^ mir dem er seine« Schlitte« «n den Wagen eines Landwirtes gehängt hatte, ritz, geriet er unter ein nachfolgendes Gespann. Die Pferde gingen über ihn hinweg, der Wagen verursachte ihm außer einigen Beulen zum Glück keine lebens­gefährlichen Verletzungen.

ftei des Landkreises Kassel sind vor etwa 2 Jahren nach Richtlinien festgesetzt worden, die der Kreisaus- schuß erlassen hat. Tie Beträge halten sich in be­scheidenen Grenzen und sind so bemessen, daß sie eine billige Entschädigung für die auch dem ehrenamt­lichen Bürgermeister obliegenden zahlreichen schwieri­gen Aufgaben darstellen. Seither war Brauch, daß Äenderungen innerhalb der nur auf 4 Jahre bemesse­nen Wahlperiode im allgemeinen nicht in Frage kamen. In zahlreichen Gemeinden ist inzwischen im Wege derfreiwilligenVereinbarung oder bei Stellenwechsel bereits eine Herabsetzung ober folgt. Wo in einzelnen Fällen die Vergütung unan- geiheffeu hoch ist Herr Rüdiger glaubt dafür einen Fall anführen zu sollen, steht die Landgemeinde- Ordnung ein genau geregeltes Verfahren vor, in dem die Herabsetzung bewirkt werden kann. Nicht selten wird man iedoch feststellen können, daß das Bestreben auf Herabsetzung der Vergütuilg der

Aus -em Kreise Homberg

Homberg. Aufhebung des Finanzamts. Trotz aller Einsprüche der Stadtverwaltung und der Be­völkerung ist die Aushebung des Finanzamts vom itandessinanzamt Darmstadt verfügt worden. Ab 1. April wird das Finanzamt nach Alsfeld verlegt und die Ortschaften Ehringhausen, Oberndorf, Erbenhausen, Glattnenhein, Kirtorf, Lehrbuch, Maulbach, Ober-Gleen und Wahlen dem Finanz­amt Alsfeld überwiesen. Für die Bewohner dieser Orte sind hiermit weite Wege und Zeitversäum- nisse verbunden, wenn sie nach Alsfeld fahren müs­sen. Eine Anzahl Untererhebestellen, welche in ein­zelnen Orten untergebrachi waren, fallen ebenfalls fort, so daß die Zahlung der fälligen Staatsab­gaben für, die Steuerpflichtigen mit Weitläufigkei­ten und Zeitverlusten verbunden ist.

' Aus -em Kresse Ziegenhain

THeysa. Spende für die Feuerwehr. Zur Ausrü­stung der freiwilligen Feuerwehr stiftete bic Magde­burger Feuerversicherung 50 Mark.

Treysa. Tie Ausstellung der Berufsschüler wurde von mehr als 4000 Besuchern besichtigt, welche sich lo­bend Über das Gebotene aussprachen. Verjchledene Berufsschüler erhielten bei dem Abgang von Rektor Reinert Diplome ausgehändigt. Bürgermeister Stem sprach den Dank der Stadt aus an Lehrer und Hand­werksmeister für vorbildlich geleistete Arbeit.

Neukirchen. Die Kreisbauernjchaft wird am 22. März eine Versammlung abhalten, um die Gier« Verwertungsgenoffenschaft zu gründen.

Aus -em Kresse Kirchhain