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Handel Wirtschaft

Hessische Handelszeitung

Kasseler Neueste Nachrichten

jt-

Börse

Montag, den 14 März l 932

Brief

15.!

50.050

106 Peseten 100 Kr

. 100 estD Kr 100 Schill

£6.94

82.C2

6.893

21.610

Buenos Aires Cauada. . . Japan . . Kairo . . Konstantinopel London Neuyork Rio de Janeiro, iruguay Amsterdam . Athen - Brüseei . Bukarest , , Budapest « Danzig .

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41.98t 34.27

13.89-

63X2 1656C 12.465 67.9-0 79.82t

jtt 108.49 49.95U

Helsiugfore. , italiei . .

Jugoslawien Kaunas (Kowno) Kopenhagen Lissabon Oporto Oslo . .

Paria ...» Prag . . i KeykJaTlk . .

Riga . t Schweis . » Sofia . « . « Spanien . . . Stockh Gothenb.

Tallinn (EstlX Wien

. 1 Pap. Peso . 1 Can Doll . 1 Yen . 1 ägypt. Pfd. . 1 türk Ptd . 1 Ptd. SterL . 1 Dollar . I Milreis . . 1 Gold Pes. . 100 Gulden , 100 Drachmen . 100 Belga

. 100 Lei . . . 100 Peogv . . , 100 Gulden . 100 flnnl M. . 100 Lire . 100 Dinar

100 Litae

100 Kr

100 Eskndo . 100 Kr. . .

. 100 Fro. . .

. 100 Kr . . .

. 100 isl Kr.

« 100 Latte > . 100 Frc.

170.07

82.18

7.047 M 42.060

84.43 11910

83.18 16.6 0 12.485 68.070 70.983 61.730

3.063 32.43 84.48

109 71

Londe »er Goldpreis. Der Londoner Goldpreis detrSat am 12. Marz Für eine lln« Feingold 118 (886 = 87,0119 RM. für ein Gramm Feingold demnach 43.8586 ne nee = 2,79749 AM.

Die Inflationsangst

Der Krebsschaden der Silber- und Notenhortung

12. März 1992 werden die Erläuternm»en ,nr Verordnung des Reichsvrästdenten zum Schub« der Wirtschaft vom 9. März 1932 veröffentlicht. Es Handelt sich Hierbei um Ausführungen zum Zugabewesen, zum Ausverkaufswrfen. über den Schutz von Geschäfts- und Betrieb sgeheimniffen und über die EinhettspreiSgeschätte.

Es wird berichtet, daß Silber zurzeit In Deutschland in groben Mengen gehamstert werde. Neben den Silber­münze» werden, wie es heiht. auch Silberbarren angekauft, obwohl doch die Wertbeständigkeit des Silbers sehr zweifel­haft ist. Man mutz dabei berücksichtigen, dab zwar gegen­wärtig die deutschen Silberkäufe, durch die teils für die Ausprägung der Münzen, teils für Hamsterzwccke große Silbermengen nach Deutschland hereingeholt werden, dem Weltsilbermarkt eine Stütze geben, daß aber dadurch früher oder später ein Ueberangebot von Silber in Deutschland erzeugt werden mutz. Ein solches Ueberangebot aber kann dann zu Preisstürzen führen, die den Aengftlichen beweisen werden, wie sinnlos die Silberkäufe zu Werterhal- tungszweckeu sind.

Schließlich sind die Silberkäufe aber doch nur ei» Symptom der Juslatiousangst,

di« großen Teilen unseres Bolles noch immer in den Knochen sitzt. Sie ist nach alledem, was der deutsche Sparer in den lebten 13 Jahren erlebt und erlitten bat, vielleicht nur allzu begreiflich. Aber sie ist in ihren Auswirkungen als ein schwerer volkswirtschaftlicher Krebsschaden an­zusehen. Denn sie führt dazu, dah das tnländifche Kapital, das unsere Wirtschaft fo dringend braucht, brachliegt. Die thesaurierten Noten. Silber münzen, Silberbarren ulw. sind ia nichts anderes als volkswirtschaftliches Kapital, das sei­nen eigentlichen Aufgabe» entzogen wird. Man bat vielfach

trägt dazu bei, die Zahl derer zu vermehren, denen die kapitalentbldht«, krehitbungriqe Wirtschaft keine Arbeit und kein Brot mehr geben kann.

Reine Devisenschwterigkeiten fitr Kraftfutter«,ttel. In Grotzbandelskreifen find Gerüchte verbreitet, dah Devisen- schwterigkeiien für den Bezug von Kraftfutternditteln be­stünden. Wie SB. T. B.--Handelsdienst hierzu von unterrich­teter Seite enäbrt, entforechen diese Darstellungen keines­wegs den Tatsachen, es werde vielmehr für ausrei­chende Devisenzuteilung zum Bezüge von Kraftfuttermttteln Sorge getragen.

Die Zmsverbilliauitgsaktion für Lagerscheinkredite. Die seinerzeit auf die Dauer von sechs Monaten vorgesehene Zinsverbilligungsakfton für Kredite, »welche aus Grund der von der Deutschen Getreidehanöelsgesellschuft «. b. H., Ber­lin. ausgestellten Lrderlagerscheine in Anspruch genommen sind, läuft umlS. Mär,1932ab. Anträge, welche spä­ter bei der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt eingehen, werden nicht mehr berücksichtigt.

Zur Verordnung des Reichspräsidenten mm Schutze der Wirtschaft vom 9. März 1982. Im Reichsanzeiger vom

Devisen-Bewirtschaftung

Devisenvorschriften und Nachnahmesendungen aus dem Ausland.

Um eine lückenlof« Kontrolle der aus dem Auslande oder dem Saargebiete eingehenden Nachnahmesendungen im Interesse der Devisenbewirtschaftung zu ermöglichen und andererseits Hemmungen in*. Geschäftsverkehr nach Möglich­keit zu vermeiden, hat sich der Reichswirtschaftsminister dem Verein Deutscher Spediteure e. B. Berlin gegenüber damit einverstanden erklärt, dah die Spediteure aus dem Auslände oder dem Saargebiete eingehende Nach­nahmesendungen ohne besonderen Nachweis der dem Warenempfänger zur Einlösung erteilten Genehmigung ein- löfe» und die Sendungen an die Empfänger aushändigen dürfen. Die Spediteure haben jedoch den für die Empfänger der Nachnahmeieudungen zuständigen Devisenbewirtschaf­tungsstellen täglich sämtliche eingelosten Nachnahmen unter Angabe des Betrages, des Absendeortes und oes Herkunfts­landes der Ware fowie des Namens und Wohnortes des Empfängers mitzuteilen. Jede Einlösung einer Nachnahme muh der Warenempfänger von feinem Höchstbetrag ab­setzen. Dasselbe Verfahren gilt für Nachnahmen der Reichs­bahn.

Gesundung derFischwirtschafi

Jm Januar 1932 arbeiteten: (Die geleisteten Arbeitsstunden Lv.H der möglichen)

513%0e$dmtdurdischni»

Wieviel Bäder stehen still?

inniiwiitnnitniiimiiniiniimtutiiiiii!iiiiii!jiUiiiiiiiilil!il!imniiiiiiiiiuillllsiiii!llllli)iin!ii!i!iiiiiiin,lRU

geglaubt, dab die Rekonstruktion der deutschen Banken einen Rückstrom von Svarkavital zu den Banken zur Folge haben werde. In geringem Umfange mag das auch der Fall ge­wesen fein. Aber die Nachrichten über die Silberkäufe be­weisen und es fehlt auch nicht an sonstigen Symptomen hierfür Latz die Angst vor einer Entwertung der Mark im deutschen Bolle noch keineswegs überwun­den ist. Sachverständige veranschlagen

das Kapital, das durch die Thesaurierung von Um­laufmittel» oder vermeintlichen Sachwerten der Wirt­schaft entzogen wird, aus rstud eine Milliarde RM.

Aber vielleicht ist diese Schätzung sogar noch zu niedrig. Rechnet man auch das ins Ausland flüchtig gewordene deutsche Kapital hinzu, so kann man leicht ermessen, wie sehr unsere Volkswirtschaft, auch wenn wir von den ausländi­schen Kreditabziehungen einmal ganz absehen, unter dem verkehrten und gemeinschädlichen Handeln deutscher Sverer und Kapitalbesitzer leidet. Wenn unsere Banken, Sparkas­sen und sonstigen Kreditinstitute über die gehorteten und geflüchteten Jnlandskapitalien noch verfügen würden, fo wäre keine Bankensanierung nötig gewefen. für den Notenumlauf würde ausreichende Deckung vorhan­den fein, und die Banken könnten die Wirtschaft fo reichlich und fo billig mit Kredit versorgen, datz wir die Beschäfti­gungskonjunktur längst angekurbelt, die Arbeitslosigkeit überwunden hätten. Die Entziehung des Kapitals ist heute das Grund Übel unserer Wirtschaft, das beseitigt werden muh, bevor wir an eine Besserung der Wirtschafts­lage denken könne».

Nun ist freilich das Hamstern von Geld und Geld­werten Überall eine Begleiterscheinung jeder Vertrauenskrise.

Auch in den Bereinigten Staaten wird gegen­wärtig darüber geklagt, Latz etwa 1Z1,5 Milliarden Dol­larnoten gehortet und dem Umlauf entzogen seien. Aber die Amerikaner werden wahrscheinlich in der Lage fein, durch die beschlossenen KredetansweitungSmahnabmen Las gehortete Geld zu ersetzen. Zum Beweise hierfür braucht man nur aus die amerikanische Diskontsenkung hinzuwei- sen. In England hat man Las gleiche Ziel der Auflocke­rung des Kredits und der Verbilligung des Geldes auf anderen Wegen erreicht. In Deutfchland aber ver­hindert gerade die weite Verbreitung der Jnflationsangst auch jede kreditvolitische Maßnahme, die auf dem Wege über eine Neufchöpsung von Kredit zu einer Belebung der Wirtschaft führen könnte. Darum ist die Sage bei uns so sehr viel schwieriger und trostloser als in den anderen, reicheren Ländern. Gewiß ist auch dort das Vertrauen erschüttert, wurde auch dort Kaufkraft in Gestalt von toten Werten nutzlos ausgespeichert. Aber die deutsche Vertrau­enskrise ist weitaus bk allerschwer st e, und darum haben wir auch die höchsten Arbeitslosenziffern tu der ganzen Well.

Wenn endlich ein Mittel gefunden werden könnte, den Hamsterern von Geld und anderen Werten und den Kapi­talflüchtlingen das Verkehrte ihres Handelns klar $u ma­chen wenn man die vereisten Teile der deutfchen Kaufkraft wieder austauen könnte, wäre alle Wirtschastsnot über­wunden.

Heimische Wirtschaft

Betrieo aus der i: aelei Wölfers

e

Das ist aber falsch gedacht

Waren und ihre Preise

Preisen laufen kann. Damit wird auch eine wichtige natio­nale Aufgabe erfüllt. Denn die deutsche Hochseefischerei ist das einzige Lebensmittel-Produktions-Gewerbe, das den Bedarf des deutschen Volles in frischen Seefischen, Räucher­waren und Fsschkonserven restlos decken könnte. Bisher wurden immer noch 20 Prozent der deutschen Seesischproduk- tion im Ausland gelandet, weil sie in Deutschland nicht zu verkaufen waren. Gelingt es durch die vom Preiskommissar beabsichtigte Preissenkung, den Absatz von Seefischen um diese 20 Prozent zu vergrötzern. fo braucht die entsprechende Menge Lebensmittel nicht mehr eingeführt zu werden, und es märe nicht mehr nötig, dafür Gald an das Ausland zu bezahlen.

die gleiche Berdienstspanne gilt für die Dose Konsum- marinaben von 1 Str. Inhalt. Damit ist für den Ver­braucher die Gewähr gegeben, dah er überall in Deutschland die als Nahrungsmittel fo wertvollen Seefische zu billigsten

Mangels Masse eingestellt. Konkurs Kaufmann Karl

Bender, Inh. der Firma Karl Dietrich Nachf., in Wetzlar.

Die Verordnung des Reichskommifsars für Preisüber­wachung vom 24. Februar, durch welche die Handels- foannen für den Fischgrotz- und Kleinhandel gelenkt werden, befestigt einen der größten Uebelftänjte im Ftfchhandel. Bekanntlich sind, je nach den Fängen, deren Umfang von bett jahreszeitlichen Wanderungen ber Fische und von den Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Presse der Seefische in den Auktionen ber Küsten-Fisch- märkte außerordentlich groben Schwankungen un­terworfen. Wenn auch nicht verkannt werden soll, daß es auch bisher schon Kleinverkaufsstellen im Binnenlande ge­geben hat, die ihre Verkaufspreise laufend de» Einkaufs­preisen angepatzt haben und in dieser B-Ziehung hat sichere lich dieNordsee" mit ihren 170 eigenen Fischläden beispiel­gebend gewirkt so haben leider bisher zahlreiche Fisch­kleinhändler auf dem Standpunkt gestanden, datz sie ihre Presse ftabilaufderHöhe halten müssen, weil sie an­dernfalls bei knappen Zufuhren und steigenden Preisen die Abnehmer nicht dazu bringen könnten, wieder höhere Preise für die gleichen Fischsorten zu bezahlen.

Betriebst»iederanfnahtne. Die Zigarrenfabrik Klocken­brink u. Otte in Großbartloff nimmt am Montag die Arbeit wieder auf. Dadurch finden 16 Arbeiterinnen wieder Beschäftigung.

Heujes n. Beihaer A.-G-, Göttingen. Die diesjährige orb. G.-B. findet am 4. 4. tu Güttingen statt.

Nassauische Landesbank Wiesbaden. Die Bank veröffent­licht im Anzeigentest unserer heutigen Ausgabe die auf Grund der Notverordnung herabgesetzten Zinsbeträge ihrer Goldvfandbriete und Kommunalobligationen.

Neues Konkursverfahren: Kaufmann Wilhelm Scha - peri» Giflitz; K.-B. Privassekretär Kestittg in Bad Wil­dungen, Anmeldefrist bis 5. 4.

Neue Vergleichsverfahren: Kaufmann Wilhelm Bauer in Düdelsheim: B.--P. Svarkassenrechner Türk II in Lüdtn- gen: Vergleichstermin 8. 4. Firma Karl Lucht in Hanau: V.-P. R.-A. Müller, Vergleichstermin 1. 4.

Absaifhebung durch Anpassung der Preise an die Fangergebnisse

Kreuger und Deutschland

Inwiefern werde» die deutschen Interessen des Kreu­zer kouzerns durch den Tod Kreuzers betroffen?

Von dem Kreuzer-Konzern nahestehender Seite wird folgendes mitgeteilt:

1. Die Zündholzinteressen deS Konzerns liegen erstens in den ZüNdholzfabrikations-Gesell-- schäften, die etwa 2/3 der ganzen deutschen Produk­tion darstellen. Der Geschäftsgang bei diesen Gesell­schaften ist gut, und sie werden für das verflossene Jahr eine angemessene Dividende ausschütten. Weiter ist der Konzern paritätisch mit dem Deutschen Reich an der Deutschen Zündtvaren-Monopolge- sellschaft interessiert. Der für das vorige Jahr zu verteilende Gewinn dürste ea. 4 Millionen Mark betragen.

2. Die Häuser, die im Besitz von dem Konzern befreundeten Gesellschaften sind, können die aufge­nommenen Gelder bequem verzinsen.

3. Der Aufbau der Hypothekenbanken, in erster Linie die Deutsche Zentral-Bodenkredit A.-E., an denen der Konzern Interesse hat, ist aus eine sehr gesunde Basis gestellt. Für das vergangene Jahr dürfte eine angemessene Dividende zur Ausschüttung kommen.

4. Diese Hypothekenbank-Beteiligungen, ebenso wie ein paar andere ähnliche Engagements liegen im Dossier der Geschäftsbank des Konzerns, der Deut­schen Union-Bank A.-G. Die Liquidität der Bank ist gut

Denn nur wenn ein besonders billiges Angebot von gu­ten Feefischen zum Kauf lockt, kann man eine Absatzerwei­terung herbeiführen und auch große Zufuhren unterbringen. Es ist nicht zuviel verlangt, vom Verbraucher zu forbern, daß er mehr Seefische essen soll, west sehr große Fänge er­zielt werben. Der Anreiz mutz barür bestehen, Latz ber Käufer besondere Vorteste davon hat Die Erfahrungen im Südsruchth anbei haben gezeigt, datz variable Klein­handelspreise kein unüberwindliches Hindernis bilden.

Die neuePreisverordnungfür Len Fischhandel kann zu einer Gesundung der gegenwärtigen, auf die Dauer unerträglichen Zustande in der Fischwirtschaft führen. Die Verordnung bestimmt. Laß für Kabeljau, Schellfisch, Rot­barsch, Seelachs, Flunder, Fischfilet, Hering, Bückling, Sprott zurzeit

nur eine Brnttoverdienftfpanne von 15 Pfg. ie Pfd. für ganze Fische zulässig ist:

Aus dem Wintershall-Louzern. Wie wir höre», soll der Betrieo auf der zum Wintershall-Konzern gehörenden Zie­gelei Wölfershausen bei Heringen Werra) Mitte April wieder in kleinem Umfange ausgenommen werden. Es handelt sich um eine Produktionsmenge von rund 154 Millionen Steinen, bei deren Herstellung etwa 20 Arbeiter aus der trägeren Belegschaft für 34 Monate Beschäftigung finden. Auch aüf ber Schachtanlage Sachfen-Weimar bei Unterbreizbach (Rhön) wird die Förderung vorüber­gehend wieder ausgenommen. Dadurch werden etwa 120 Ar­beiter und Angestellte Beschäftigung finde». Dieser Saison­betrieb wird bis Ende Mai dauern.

ErhöhterGepag-Absatz

Befriedigendes Ergebnis. 440 980 RM. Stein* gewinn.

Das Geschäftsjahr 1931 ber®eraff' Groß-Ein­kaufs- und Produkttons- Ä.-G. deutscher Konsumvereine, Köln, bat wieder ein befriedi­gendes Ergebnis gebracht. Der Umsatz ist um etwa 5,15 Pro^nt auf 70,32 (74,16) Mill. RM zuruckgegangen, bat aber mengenmäßig eine S te i gern n« um 8 Pro- zent erfahre». Es wurden für 10,16 Mill. RM Waren m den eigenen Fabriken hergestellt. Die eigene Bankabteilung der Gesellschaft hatte einen Umsatz von 178,30 Mill. RM. Die Unkosten konnten weiter gesenkt werden. Die Bilanz, die der G.-V. am 3. Mai vorgelegt werden soll, zeigt offene Reserven von rd. 2 Mill. RM und einen Ueberschutz von 440 980 (513 711) RM. lieber die Verwendung dieses Reingewinns soll die G.-B. Beschluß fassen. Tie Verwal- tnn.fi schlägt vor, den Betrag an die notleidenden der ,,Ge» paff3 angefdbloffenen Konsumgenossenschaften zu Überwei­se». Troy der mengenmäßigen Umsatzsteigerung sind die Warenbestände niedriger csss tm Vorjahr: ne betragen 0.35 Mill. RM (i. V- im Handelsbetrieb 0 30, in den Produk­tionsbetrieben 0?29 Mill. RM). Im Vorjahr »neben 5 Prozent Dividende verteilt.

Berliner Produktenbörse

Viehmarkte

Heutiger Freiverkchr

Kapital schafft Arbeit, Kapitalen!,iehnng Erwerbslosigkeit.

Jede gehortete Marknote, jeder gehamsterte Silberbarren

In Kürzet

Die vom Statistischen Reichsamt für Leu 9. März berech­nete Grotzhandelsinberzifferist mit 1003 gegen­über der Vorwoche nm 0,4 v. H. g e ft i e g e n. D>e Jnoer- ,stier ber Hanvtgrnvpeu lauten: «grarftoffe 97,0 <+ 1,1 v. Hst, Kolonialwaren 90,6 (+ 1.1 v. H). industrielle Rohstoffe unb Halbwaren 90,7 (+ 0,1 v. Hst nttb industrielle Fertig­waren 181,1 ( 0.2 v. H ).

Rach Fertigstellung ber umfangreichen Vorarbeiten Bat die Gebr. Körting A.-G-, Haunooer-L>uden. dem Ge­richt nunmehr einen Lianidationsoergletch mit einer Quote von 3035 Prozent für die Gläubiger eingeretchL

Die Lindener Eisen- und S i / h I m e r » »A.-G Hannover-Linden, die vor einigen Warnen ihre Zahlungen etnstelleu niugle, hat ine txrbtiuung »es. ger-ostluoeu Ver­gleichsverfahrens beantragt lieber die voraussichtliche Quote können noch keine Angaben gemacht werden.

Der Schweizer Bundesrat bat em Rundschrei­ben betreffend Ermäßigung des Hovotbekeuztns- sntzes an die Kanionr-gi-run-en gerichtet D-- B^n»-s- rat erklärt darin, er habe beschlossen, den Zinsfuß für Htz- vothekar-Auleiben des Bundes von 4f4 aut 4 Prozent zu ermäßigen.

ta tter

. Die Tobis Tondild-Snndikat A.-G.. »er- li». erzielte 19^0/81 einen Gewinn von nur 29 781 RM gegen 1 024 759 RM t B. (L B. 8 Prozent Dividende).

Im Reichsanzeiger vom 12. 3. wird die Verordnung über die Verschmelzung der Darmstädter- unlF Ratio- nalbank mit der Dresdener Bank fowie des Bar­mer Bankvereins mit der C o «merz- und Pri­vatbank veröfftutltcht. Tie vom Reich übernommene Ansfallbürgschaft für die Danatbauk erlischt mit dem 31. Mär, 1932.

Da in Württemberg bisher eine größere unabhän­gige «red i t b an k fehlte, foll eine solche jetzt unter Beteiligung des Staates von der «strttembergtichen Wirt­schaft gegründet werden.

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M.ll RM befragenden Reingewinn eine nnoeräuiatc Di­vidende von 10 Prozent ans.

Nachdem bereits bei einer zur Liuyel-Schuhqrnvpe ge­hörenden Schuhfabrik die Belegschaft mit 300 Manu wegen Lohnforderungen in de» Streik getreten war. bat ttr nunmehr die Belegschaft der Eduard 8 t n g e l Sch n 6; fabrik A.-G. in Erfurt mit diesen streikenden folidarisch erklärt. Die Verwaltung bat baranfbin die gesamte Beleg­schaft ausgefperrt.

Amtliche Notierungen vom Vortoa

11. März

1!

16.!

10.7011.00

10.40-10.70

19.00-26.00

21.00 24.00

Kasseler Schlachtviehmarkt vom 14. März. Ohne Gewähr.

Die Zahl bet auf dem Markte zum Verkauf stehende» st.i«re: 9 Ochsen, 81 Büsten. 75 Kühe. 83 Rinser, »mum­men 189 «tritt Großvieh: ferner 548 Schweine, 186 Kälber, 4 «-chase/Hämmel.

. Die Zahl ber fett dem letzten Markte dem Schlachthofe direkt, ohne Benutzung des Schlachtviebmarktes. zugeführteo Tiere: 4 Ochsen. 18 Bulle», 44 Kühe, 80 Rinder, zusam­men 91 Ätüd Großvieh: ferner 328 Schweine, 129 Kälber, 63 Schase/Hämmel.

Schlachtotehvreife für 50 kc Lebendgewicht:

Ochfen: vollfleisch. ausgemästete höchsten Schlachtwerts L jüngere 3032. 2. ältere 2529. sonstige vollileifchige, jüngere 2629.

Bullen: füngere vollfleifchige höchste» Schlachtwerts 2930. fonftige vostsleifchige ober ausgemästete 2628, flei­schige 2124.

Kühe: jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwerts 3628, sonstige vollfleifchige ober ausgemästet«2S25. flei­schige 1821, gering genährte 1017.

Färsen «Kalbinnen): vollfleifchige ausgemästete höch­sten Schlachtwerts 3138, vollflesschlge 9630, fleischige 2335.

Fresser: mäßig genährtes Jungvieh.

Kälber: Doppellender bester Mast - beste Mast- n. Saugkälber 4015. mittlere Mast- nttb L-augkälber 3738, geringe Kälber 8436,

Swaie: nicht notiert

Schweine: Fetsschweine über 300 Pfd. Lebendgewicht 3813. vollfleifchige Schweine von ca. 240300 Pfund 38 bis 48, solche von ca. 200240 P'und 3640, solche von ca. 160200 Pfund 3337, fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund 3387. solche unter 120 Pfund, Sauen 3541 Mark.

Die »reue lind Marktpreise für nüchtern gewogene Tier, und schließen sämtliche Spesen deS Handels ab Stall füi Fracht. Markt- und Berkaufskosten. Umsatzsteuer sowie den natürlichen Gewichtsverlust ein müsse» sich also roefentlic über die Stallvreife erheb-».

Marktverlauf: »et Großvieh und Kälbern mittel, bei Schweinen schleppend.

Frankfurter Viehmarkt vom 14. März. sBorbericht, ohne Gewähr.) Der Auftrieb des heutigen Haup mark.es bestand aus 1512 Rindern, darunter 330 Ochsen, 137 Bullen, 493 Kühe. 428 Färfen, ferner 727 Kälbern, 97 Schafen, 4895 Schweinen.. eVrglichen mit dem Auftrieb des Hauoimavkies ber vergangenen Woche waren 66 Rinder mehr, 188 Schwei­ne mehr, 195 Kälber mehr, 31 «djafe mehr ansetrieben. t Preise: Otbien al) 3033, a2) 2124. Bullen a> 2630, b) 2025. Kühe a) 2426, b) 2023, c) 1519. Färsen a) 3033. b) 2529, c) 20-24. Kälber a) b) 4048, c) 85 bis 89, b) 3034. Sckase a) 30-32, b) 26-29. Schweine a) bl 4043. c) 4144. b) 4043. e) 3640.. Marftverlauf: Rinder ruhig, Kälber, Schafe. Schweine mittelmäßig.

Fuldaer Schweinemarkt vom 12. März. Zum Sch weine - marrt waren insgeiamt 23.' Ferr 1 ag.fahren. Be.rangt und bezahlt wurden für das Stück: kleinere 12 Mark, mitt­lere 16 Mark unb größere 20 Mark. Während des ganzen Marktes war ber Handel schleppend, sodaß ziemlich Ueber- stand verblieb.

247.00-24900

193.00-195.00

190.00-196.00

178.00-185 00

15.00-17.00 34.00 -394)0

1X9014.20 1340-13.70 8.5U

12.^12.40

16.90 1730

12. Mär* 2^900 - 250 00

$

Welsen, märk ab Station Koggen. märk. ab Station Braugerste Futtergerste .... Hafer, mark ab Station . Weizenmehl ...... Boggeumeh;

Weizeukleie

Boggeukleie ...«» Viktonaerbsen.....

Kleine Speiseerbsen . . . Futtererbsen ...... Peluschken .»es. Aekerbohoen ...... Wicken es..

Lupinen blaue . . .

. gelbe . , » » Seradella. neue __. . .

Leinkuchen Basis *7% . , Lrdnubkucben 50 % ErdnuBkucbeumehl 50% rrockensebuitzel Extr Sojascbrot 40 %

ab Hamburg . . . . ab Stettin . . » . .

Kartoftelflocken . . . .

Heutiger Frühverkehr schwächer.

Berlin. 14. März. Geschäft noch sehr unentwickelt. Am Lieferungsmarkt wird Weizen 1 RM, Roggen biS 0,50 RM unter Sonnabendniveau gesprochen. Für Hafer nennt man Sonnabend-Schlutzpreise.

Wetzenausfuhrfcheine 170,5 B.. RoggenauSfuhrscheine 117 B Gersteberugsscheine 28,26 B.. Maizbezugsscheine 58 B.

Handelsrechtliche Liefernugsgeschäfte an der Berliner drodnkteubörfe vom 12. März. Weizen: März 263.5 unb

Mai 269268,75 Bst. 3utt 272Ä Sept.. ^Roggen Marz - Mat »05,5,-2Ü5. Juli 206,5206 B.. Sept.. La nach 193 ,Hafer: Mär,. batuxtb 175^ u. Mai l<9,o.. Ault, SepL.

Berliner Butterbericht vom 12. März. Die Zufuhren deutscher Butter sind etwas kleiner geworden und lassen ich zu, unveränderten Preisen glatt raumen. Kidgvv unb ehr gesucht finb zweite und billige Qualitäten, die fast völlig eblen. Tti» Ausland tendierte in der Berichtswoche ruhig, )ie Preite gaben in Dänemark und Schweden weiter nach. Trotzdem stellte sich dänische Butter, infolge des Durch­schnittszolles von 115 Mark ie Doppelzentner unb des ge­stiegenen Kronenkurfes, teurer als in der Vorwoche. Die Presse ans den Randstaaten und aus Finnland blieben un- teränbert. Die V erkausSpretse find heute: Znlands- butter la Dualität 144146, 2. Quast 137IW. Auslands. futter,f dänssche 152ISS, kleinere Packungen entsprechender

Magdeburger Zuckernotterungen vv» 12. März. Gern.

3125-34.75 -6.9J-27 90 10.70-1100 10.30 11.60 19.00-26 Ul 21.002d 50 lb.Q0-17.C0 16.5U-18.50 i5.O0-l7.c0 lc.00-1950 1100 12.CC il.OO-jg.OO 8^-14.20 134013.8U 8.50

12.|0-1230 16:18-17.30

LOO-19

6.00

4.-0 600

>25-S

75

Stärkste Zurückhaltung.

Berlin, 14. März. Am heutigem BormittagSverkehr herrsch e vorläufig stärkste Zurückhaltung. Stuf Grund des gestrigen Wahlausganges wäre es beute zweifel­los besser geworden, wenn nicht die überraschende Me'dung von dem Selbstmord Ivar Kreugers die Welt­wirtschaft vor ein« vollkommen neu« Situation gestellt hätte. Borläufig lassen sich die Folgen auch für Deutschland nicht übersehen, und daraus ist wohl auch die abwartende Hal­tung der Spekulation zu erklären. Man nennt Laber nur letzte Sonnabend-Kurse Brief. Am Devifenmarkt liegt ein Pfundkurs aus der Schweiz mit 18,65 vor. Die Schweden kröne wurde vorläung unverändert mit 103% ge­meldet. Pfunde Paris errechnen sich auf ca. 92, M<u- land auf 70, Amsterdam auf 9, Kabel auf 3,62%.

------- . -Hk!

Berliner Devisenkurse

12. Marz in KeidiimeHc

Tagt Geld 6e/< and darüber. Privatdiskont * ttyo G. 57/8 B.