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Kasseler neueste Tkachrichv'e«

5tr 56 / Iweiun-nvanzigster Jahrgang

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Kleine Lhrentt

liclsiofswerke Waldenburg A.-G. als

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Viermal stürzt er nocb dem Fallschirm. Bet

Eine polnische Amazonen Armee

Lästiger Ruhm

Oer Lindbergh-Rummel in Ll S A.

In der Verhandlung führte Justizrat brunn-FrarUfu« a M- als Vertreter der,

bersten, zum Berater der Regierung in annt. Ein halbes Jahr, bis zur Er­schöpfung muß er sich feiern lasten. Der junge Oberst ' . . i 17,4-. zi «> 1 ff t rtrt öiTIOtt 'Irrt TI 5

den ist noch ein zart-wehmütiger verspielter Schim­mer: hier haben Kaiser geträumt und geliebt.

Zwischen Luftschlöflern, Pavillons und Teichen.

Jehol verdankt seinen Aufstieg zu Glanz und

tu« neuen Maschinen aus. Vor kurzer .-zeit eqi nwu,«;

-' Versuche mit demAmphibium", einer neuartigen Verbindung von Land- und Wasserflugzmg.

Seine Ruhe und Tollkühnheit, aber auch sein Gluck sind sprichwörtlich.Flying Fool" (Fliegender Narr) >uid Loire Eagle" (Einsamer Adler) nennt ,hn Am^ rika nach seinem Ozeanflug. Heut» heißt er nur noch zärtlich: Lindy.

«indv" ist still unter anderen Menschen. Taut nur mk im engen Kreis seiner Freunde, ist nur ausgelas- s i s s-Ä«°n-b'-u

(Zunge, derKronprinz", geboren wurde, stand der dreißigjährige den Tausenden unerbetener Taufge­schenke' die da aus dem Lande ankamen, Er verlegen gegenüber. Er wäre lieber nicht berühmt gewesen. Heute mehr als "bei der Geburt seines «ohnes, der »hm ent' rührt wurde weil der Vater berühmt war Kemen uätte es gereizt, den Erben von Mr. Brown oder Witter jiÄauben. Es mußte das Glück eines ganz Großen sein, das zerstört wurde.

Zerstört in einer Zeit, als Anne Morrow das zweite Kind unterm Herzen trug.

Lind das Bahy?

Die Verhandlungen mit den Entführern.

Reuyork, 7. März.

Die ZeitungAmerican" hat in großer Ausmachung ^ClüTint 0^0 . , i J . _ chia. QlneAhthitttrt mit bett

Montag, I. März 1932 / 2 geilag

Ein Oberleitungs - Omnibus der Linie IdarTiefenstein (Hunsrück).

-gmurer mehr findet in Deutschland der Oberleitungs-Omnibus seine Verwendung. Die Bedienung solcher Omnibusse ist wesentlich einfacher als die eines Benzin-Kraftwagens, da der Führer kem Schaltge- totobczu betätigen hat, sondern die Fahrgeschwindigkeit nur durch das stufenweise Dnrchtre'en des Fahr, schaltcrvedals zu regeln hat. Ter oben abgebildete Wagen ist ohne be, anderes .rahrgestell gebaut, der ' Wagenkasten stellt vielmehr eine sich selbst tragende stahlkonstruktton dar.

macht ein Luxemburger Blatt sich über den Plan eines Eisenbahnbaues zwischen Antwerpen und Köln lustig.Man wirft bent getauschten Volte das Projekt als Köder vor, als wenn bte Eisenbahn ä>" über ein gebirgiges Terrain, wie das Zwilchen -,1*s tich und der preußischen Grenze. ie ausgefuhri w r- den könnte!!

sellschasl stecken sollte, so gut tote gar nichts gekittet habe, sondern den Versuch gemacht habe 'ich durch vorgebliche Gründung von Ztolfchengesellschatleu >ei- uer Zahlungsverpflichtung an die Stick,to,itoerie Wal­denburg zu entziehen. Auf bei Bayerischen Veretus- banl in Nürnberg seien angeblich zwei Millionen RM. eingezahlt worben, um am Tage ber handeis- qerichtlicheti Eintragung ben Nachweis liefern zu kön­nen. Am Tage nach ber hanbelsgertchtltchen Eintra­gung seien aber sämtliche Darlehen wieder an den Fürsten von Pleß ausgezahlt worben, --r. vetlbrunn errechnet aus nicht eingezahltem Aktienkapital, sowie ber Haftung für entftanbenen Schaden und Tilgung bei erhobenen Darlehen gegen den Fürsten von Pleß einen Klageanspruch von insgesamt 4% Millionen M.

Die Zollsahndungsstelle in Stuttgart ist umfang­reichen unerlaubten Devisengeschäften auf die Sput gekommen. Hauptbeteiligter ist bei dem einen Fall ein Stuttgarter Rechtsanwalt. Er hat es vorgezo­gen, sich in einem Sanatorium im Ausland in Sicher­heit zu bringen. Der Schaden läßt sich noch nicht ab­schätzen. Im zweiten Fall handelt es sich um einen in Nürnberg geborenen Zahnarzt, der festgenommkn wurde, da er am L März dieses Jahres 30 000 RM. ohne Erlaubnis der Devisenstelle nach der Schweiz ge­bracht hat. Das Geld hatte er allem Anschein nach zwischen den Stiefelsohlen versteckt. Am Freitag hat er wiederum für 30 000 RM. Effekten bei einer hie­sigen Bank verkauft. Er war mit einem vollständigen Schuhmacher-Handwerkszeug ausgerüstet.

Neben der Schuljugend werden in Polen jetzt auch die Frauen zu Ausbildungs- knrsen für den militärischen Hilfsdienst herangezogen. In allen Städten und größeren Dörfern werden Frauen in militärischen Lagern ausge­bildet, um in Notfällen zur Unterstützung des Militärs herangezogen zu werden. Oben: Hebungen der Frauen mit der Gasmaske. Unten: Zeltkontrolle durch weibliche

s chen Ak rie nge, el scha sie n zu bezeichnenseiTieVor- gänge, die sich bei dieser Gründung abgespielt Hatton paßten durchaus in ben Zusammenbruch beut,cher -Aktiengesellschaften, wie sie des. ."^ren w »er letzten Zeit die Oeffcntlichkeit befchastigien. -lls >,u'tqra Heilbrunn die ganzen Vertrage u"d ?ra saknonmi des Fürsten von Pleß bzw. seines Generalbevollmäch­tigten als vorgegebene und erlogene Vertrage bezeich­nete und forderte, daß sich der Staakantoali dafür interessieren solle, wurde er vom Vorsitzenden gerugr

ren zur Regierung und herrschte mehr al» 00 ^ahre über China, einer ber weisesten Regenten, bte bas Land seit Jahrhunderten gehabt hat und der es ver­mochte, durch siegreiche Feldzüge das Ansehen der Mandschu-Dynastie wiederherzustellen. Cht-en-lung opferte ein Riesenvermögen, um Jehol zu erweitern und zu verschönern. Er ließ zu den vorhandenen noch weitere 36 Luftschlösser, Pavillons und sehenswur- digkeiten im Park des Sommerpalastes errichten. Er ließ Seen mit künstlichen Inseln anlegen und über die Teiche aewölbte Brücken bauen.<;n bew Ge­mächern des neuen Palastes häuften sich die kostbar­sten Kunstwerke, die damals in ganz Clnna aufzu- treiben waren, die seltensten Handschrtsten, schwer zugängliche Bücher, bebilderte Werke und Atlanten. Jehol wurde eine Perle int Ring der chinesischen Städte, es wetteiferte an Reichtum mit Peking selbst.

Ein Ort der Freuden und der Feste.

Jehol war die Sommerresidenz, ein Ort heiterer Feste und Bankette. Hier wurde Theater gespielt, ater wurde getanzt. In den Lustschlössern wurden^ der Liebe Altäre gebaut. Und über diesem heiteren spiel rauschten die Gipfel des Parks. Aber im Herbst wurde zur Jagd gerüstet und die Ketten der Treiber fcheuch- ten das Wild in großen Schwärmen vor die Pfette des Kaisers und feiner Jagdgenossen. Und heutet Ueberalt die Spuren des Verfalls. Sie Vergangen­heit hat ihr Grab gefunden und der Schritt des Lebens ist über die Dinge hinweggeschritten.Wenn diese kleinen bausälligen Lustschlösser," so erzählt Sven Hedin,wenn die lauschigen Pavillons, bte vergrasten Teiche, vertrockneten Wasserfälle und mor­schen Brücken wenn alle Aussichtspunkte sprechen könnten, was würden sie uns berichten! Von großer Politik, Innenpolitik, Grenzpolitik, von lauten Festen und Trinkgelagen, Jagden, Wettkämpfen, Ltobes- abenteuertL Ganze Romane in ununterbrochener Kette des Geschehens würden sie erzählen, von Eifer­sucht und Streit zwischen den Kebsweibein, von In-

Jehol, die Kaiserstadl

Das chinesische Potsdam / Don Ernst Valentin

i,; riaä Flnateug in Trümmer er und seine Frau bleiben unverletzt Vor entern Abslug in Boston wird Benzin getankt. Plötzlich steht Lindbergh in Flam- m n'gehüllt sein Mantel hat sich entzündet Die Me­chaniker eilen zu den Feuergeraten, er aber zieht nur L Mante a'is, die Glut hat auf die übrigen dung-stücke noch nicht ubergegrljfen. Zehn Minuten Väter startet er schon. März 1930 uitternt-..-imt er s-- »el «* C""

rüder er landet unbejchäbtgt.

Sein technisches Urteil ist mabgebend Er probiert

$er Verkäster der kokenden -ktknfttbrtcinen der in dentyhen «nktkbrtkreiien bekonMcsten Namen tr ist Slieger med b-t Lindbergh noch im vorige» äabr in Amerika besucht. ,

(Nachdruck verboten.i

Der Kronprinz von Amerika": So nennen die Zei- tungenLindberghs Baby das jetzt.ganz Amerika vom Verbrecher bis zum Millionär mit solchem Eifer,ucy- te daß es Politik, Weltkrise und Filmskandale dar­über veraaß ^enn was der Prinz von Wales für schultriae Mensch mit dem trotz seiner 30 ^zahre richtigen Jungengesicht und den blauen -lugen isi Amerikas ^Wikinger der Lust", der Held des Maschi-

Im Schultheiß-Patzenhofer-Prozeß plädierten am Sonnabend die Rechtsanwälte Dr. Asch und Dr. Dix für Generaldirektor Katzenellenbogen. Rechtsanwalt Dr Dix meinte, daß Katzenellenbogen keine kriminelle Persönlichkeit, sondern bei Exponent eines Wirt- schaftsgeschlechtes sei. Di. Dix erhob dann Angriffe gegen den Bankdiiekwr von Staust, dessen Auftreten in der Versammlung gewirkt habe, als ob ein Ele­fant in den Porzellanladen gekommen sei. Dr. Dix ließ ferner durchblicken, daß die Reichsregierung auf die Staatsanwaltschaft einen Druck ausgeubt habe, gegen Katzenellenbogen Anklage zu erheben. Landgerichts­direktor Bethge wies diese Andeutungen des Vertei­digers energisch zurück. *

Die Staatsanwaltschaft beim Landgericht III in Berlin hat gegen einen deutschen Gelehrten von Welt­ruf den hervorragenden Sachverständigen für Schiff­bau in Deutschland, Geheimen Regierungsrat Dr. Oswald Flamm, ein Verfahren wegen des dringenden Verdachtes des Verstoßes gegen die Devisennotver­

ordnung eröffnet. Geheimrat Flamm wird S^ul« digt Devisen im Gesamtbeträge von mehr ak 3 30 Reichsmark entgegen den Bestimmungen ber Rot cr- ordnung nicht angemelbet und abgeliefert zu Haven.

HEUTE

VOR HUNDERI JAHREN

Entführern seines Kindes 'ausgenommen habe und daß die Rückgabe des Babys nach Gablung de» t-ok- geldes innerhalb 4S Stunden zugesichert worben ,et.

American" berichtet ergänzend, daß bte ja« Lindbergh in ber Rächt Zum Sonntag etneiii M» brief erhalten habe mit ber Rachrtch, baß basjöatto gesund sei. Spitak ist ein mächtiger Meunortcr Unterweltführer. Seiner Ernennung zum .Ritt^S- mann bat bie Polizei ausbrücklich zugestimmt

Der Appells Linbberghs an die Entsührcr seines Kinde«, ber vom Rundfunk übertragen wurde, und in dem sich Lindbergh bereit erklärt mit ihnen wv- handeln, wurde nochmals in englsicuer, mm,anw-cr, italienischer, deutscher, polnischer, ,pani.a>ei -- e) »*- und auch im jüdischen Jargon wiederholt, o «111' ford (Connecticut) wurde au, dem P.-gamt e-e k__4,$« nhvetfiert war. gesungen die

unternimmt in diplomatischer Mission einen Jton» Stopslug nach Mexiko, überbringt an den Präsidenten Grüße von Hoover. In Mexiko wohnt er bei dem amerikanischen Gesandten Morrow. Tausende siinger Frauen hatten vergebens an ihrIdol" heranzukom- men versucht; er war stets kühl geblieben. Bei die,em Flug aber lernt et Anne Morrow, die Tochter des Gesandten kennen und verliebt sich sofort m da. kleine, zarte Mädchen. Noch keinen Monat spater hei­raten sie.

Ihre Flitterwochen müssen sie auf einer Nacht im Csean verbringen, um sich vor der Begeisterung ihrer Landsleute zu retten.

Anne Lindbergh lernt fliegen. Gemeinsam mit ihrem Manne unternimmt sic weite Reisen. Beide machen eine archäologische Forschungsreise über Mlttelame- rtla für das Carnegie Institut. Entdecken Ruinen stabte Tempelpuramiben, unbekannte lleberrefto ber Majakultur 1930 geht es übet Alaska und China nach Japan. Sie erbieten sich, in bte überschwemmten chinesischen Hungergebiete Lebensmittel und Mebizin zu bringen.

Das Flugzeug stürzt in den Jangtse Fluß, sie aber kommen unversehrt habet weg.

fübrung des kleinen Lindberg« ewe V, len der Stars hervorgerusen, und eine Re de . . u ihnen bat Privatdetektive genommen, um ;ito Vox --' lieben Vorfällen zu schützen. Unter betten,, -bte) eine solche Leibwache angelegt haben, be,t. eit ) auch Marlene Dietrich und ber bekannte schau, pt ut Harald Lloyd.

MiUionenklage gegen den Fürsten von pleß

Oer Zusammenbruch der Stickstoffwerke Waldenburg

Während Sven Hedin auf dem Weg ist, um zu I feiner Asien-Expedition zurückzukehren, erscheint aus seiner Feder soeben ein neues Buch:Jehol, die Kaiserstadt" (Verlag F. A. Brockhaus, Leipzig), ein Werk, das uns von jener märchenhaften Stadt der Tempel und Paläste, der Parks und ber Teiche er­zählt, die bie chinesischen Kaiser bei Mandschu- Dynastie errichten ließen: eine Stabt der Schönheit, die nun dem Verfall geweiht ist, wie alles, was auf dieser Erde vom Glanz des Ruhms einst umspielt war.

Man hat Jehol, um es der Vorstellungswelt des Europäers näherzubringen, das Potsdam oder bas Versailles des fernen Ostens genannt. Es liegt einige Tagereisen von Peking entfernt. Die Kaiserstratze, die einst von Peking nach Jehol führte sie war 163 Kilometer lang diente früher einem starken Ver­kehr und wurde so glatt und reinlich gehalten, daß sie, nach der Schilderung eines Europäers, die vor 140 Jahren geschrieben wurde, so peinlich sauber war wie ber Estrich eines europäischen Salons". Heute ist bie Straße so zerfallen, baß Sven Hedin mit sei­nem Auto an einem Tag nur etwa 50 bis 60 Kilo­meter zurückzulegen vermochte.

Aus der Wüste wächst eine Märchenstadt.

Die Stadt entstand," so erzählt Sven Hedin in seinem Buch,auf das Geheitz zweier Herrscher in­mitten der mongolischen Wüstenei. Sie füllte sich mit unendlichem Reichtum, strahlte bald im Glanz und Prunk der kaiserlichen Macht, schmückte sich mit köst­lichen Schätzen und Wundern ber Baukunst. Stan- nenb sahen es wie balbwilben Mongolenstämme ber Tatarei, die Nachkommen des Tschingis Chan, die jenseits der großen Mauer wohnen. Einst hatten diese rauhen Kriegerhorden ganz Jnnerasien erobert und bedrohten bas Reich ber Mitte. Unter ihren Augen wuchs nun bie Kaiserstabt Jehol aus ber Wüste ein Mittelpunki religiösen Kults, eine Klosier- ftabt mit Prachttempeln, bte allein durch ihr Dasein an so weit vorgeschobener Stelle eine wichtige poli­tische Sendung erfüllte: sie sollte bie Anhänger bes Lamaismus mit goldenen Ketten an den Drachen­thron binden und sie dem Sohn des Himmels m Treue und Verehrung verpflichten. So wuchs ^ehol heran Hundert Jahre lang stand es in Blüte, bann verfiel es, fein Glanz erlosch fein Ruhm verging. Wir aber lauschen heute noch zwischen ben Ruinen der Lustschlösser dem Nachhall großen Weltgeichebens. Um die Wipsel bei Parke, um die Dächer der Pago-

. . . sagt Goethe zu Eckermann:Ich baik a.k Pfuscherei wie die Sünde, besonders aber die Pltoche- rei in Staatsangelegenheit, woraus "ir Tausende und Millionen nichts als Unheil hervorgeht...

Schweidnitz, 7. März.

Am Sonnabend vormittag begann vor dem Land­gericht Schweidnitz ein Prozeß, bei dem es um viele Millionen geht und dessen Ursache in dem Zu,am- menbruch ber Stickstoffwerke Waldenburg A,-G. zu suchen ist. Angeklagt ist Fürst von Pleß, der em Mit­begründer der Stickstoff werke Waldenburg ist. Für bie Errichtung ber Stickstoffwerke wurden 22 Millionen «M benötigt, während das Aktienkapital der Gesell­schaft nur acht Millionen RM. betrug.

Ms Kläger tritt zunächst ber Konkursverwalter ber ^tickstofswerke Waldenburg, Rechtsanwalt Dr. Walter Waldenburg auf. Bei seiner Klage handelt es sich um eine Summe von 4% Millionen RM. Gleichzeitig schweben vor dein Landgericht in Schweidnitz weitere Klagen deutscher Jnvusiriewerke, ,o der AEG., Krupp Borsig und einiger kleinerer ,firmen -rie ^orderun- gen dieser Gesellschaften beziffern ,lch auf zusammen eine Million Mark.

Enchusiasmus seiner Landsleute ist ihm eine Qual. Als er nach seinem Ozeanfluge nach Hause kam, batt, er sich am liebsten verkrochen.

Aber er muffte in 93 Städten sich empfangen und 143 Festessen und noch viel niehr Ansprachen über sich er gehen lassen.

Zuletzt erkundigte er sich seufzend, ob sich für ihn jetzi nicht einmal ein Ersatzmann feiern lassen könne?

In der Oesfentlichkeit kann Lindbergh kaum mehr erscheinen. Wo man ihn erkennt, wird er gleich Mit­telpunkt von Ovanouen. Erscheint er im Theater, er­tönt die Nationalburnue. Ei wird wie ein Herrfcher gefeiert. Aber glücklicherweise erkennt ihn nicht lebet, der ihn auf der Straße trifft. Selbst bei strengster Kälte geht Lindbergh immer ohne Mantel, eme große Mütze tief ins Gesicht gezogen. Sie können im felben Fahrstuhl mit ihm fahren in bem schämg gekleide­ten Menschen würben sie keinen Volkshelben ver­muten. _ , . ,

Schon als kleiner Junge auf ber ,rarm seines Va­ters in bem stillen Minnesota beschäftigte er sich stets mit Maschinen. Balb lernt er fliegen, tritt in kleinen Orten auf Jahrmärkten mit halsbrecherischen Kunst­stücken auf. Kommt zur Militärflngschuk, wirb bann Postflieger, ber bei Regen, Nebel unb sturm, bte Post über bie Weiten Strecken zwischen bem atlan­tischen unb stillen Ozean zu beförbem hat.

' . r Aiterntifi

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