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Seite 21. Beilage

Kasseler Neueste Nachrichten

Freitag, 4. März 1932

Die Präsidentenwahl

kragen der und der Sied-

152 253,

Oberschlesien unerlösies Land!

169 445. 170 673,

Öberiegierungsrat F seringhaus' Begleitui

322 401. 228 198,

268 606, 279 459, 283 776. 286 018,

Briefkasten u. Vereinsnachrichten f. auch Sportseite.

102 900, 103 880, 109 168.

136137, 148 918. 149 207,

82 678.

121 038,

141 052,

88 528,

116 343,

158 863,

184 866,

201 687, 251 746.

292 688, 324 764,

86 902, HO 668, 154 650, 182 585,

82 157, 115 715, 137 613, 152 182, 177 881, 217 087,

den kann. Die gekürzte. Äbstimmungszeit darf aber nicht später als 11 Uhr vormittags beginnen und nicht vor 4 Uhr nachmittags schließen. Eine Unterbrechung der Äbstimmungszeit ist keinesfalls zulässig. Die Wählerlisten oder Karteien für diese Wahl sind vom 3. bis 6. März d. I. je einschließlich auszulegen die Gemeindebehörden können aber die Auslegung schon früher beginnen lasten.

178 898, 219 586.

287 904,

299 392.

331 225,

353 088,

HotfMesle<

204 828, 259 270, 293 072, 325 802, 849 590,

88 786, 96 087, 120 592, 129 061, 161 739, 166 321, 190 823, 191 505, 235 491, 244 296,

316 382, 318 279. 321 363, 322 034, ......

340 068, 340 340, 345 000. 346 598, 349 474,

381185, 389 815, 391 136. 383 126.

Nachmittags»!«-»»«: 200 000 Mark: 310 484. 10 000 Mark: 209 843. 5CÖ0 Mark: 62 206. 130 322,

337 612, 839 182. 8000 Mark: 50 792, 65 126, 163 708,

208 461, 253 094, 279 819, 816 600. 2000 Mark: 5480, 12 532. 14 551, 29 226, 51 229. 58 776, 84 826. 95 761, 96 162, 119 429, 155 535, 155 908, 174 542, 190 189. 191 917, 198 584,

216 456, 224 595, 286 444. 297 460, 806 320, 313 830, 325 232,

327 880, 362 249, 388 679. 1000 Mark: 1755, 6513, 13 406,

17 306, 18 219, 39 746, 75 782. 79 875, 89 430, 91 728, 96 850, 116 608, 118 130, 119 208. 134 363. 135 956, 144 588, 156 559,

157 967, 158 136, 175 009, 177 647, 179 481, 182117, 182 822,

183 474, 188 578, 199 488, 199 693, 203 408. 234 023, 242 852,

169 374, 280 360, 284 372, 298 255, 307 465, 321 343, 336 960,

337 741, 344 364, 845 473, 347 592, 351 820, 357876, 360 000,

360 731, 364 239 , 386 822, 388 474. 390 203. 500 Mark: 1332, 12 139, 20 640, 30 926, 36 233, 44 094, 51 856, 52 563. 59 0^2, 63 313, 68 332. 68 396, 68 973. 78 878. 83 838, 85 606,

sorgte die Unfall wache Holzmarkt für die Einlieferung in das Landes-Krankenhaus.

Verkehrsunfall. Um nicht von einem Radfahrer überfahren zu werden, riß an der Ecke Graben und Emengaste ein Mann seinen Freund zurück. Dadurch schlug derselbe so unglücklich auf das Pflaster, daß er eine schwere Sehnenverletzung des linken Ober­schenkels erlitt und durch die Sanirälshauptwache in seine Heimat gefahren werden mußte.

Auto gegen Radfahrer. Am Altmarkt stieß ein Auw mit einem Radfahrer zusammen. Der Rad­fahrer stürzte zu Boden und verletzte sich am Kops. Nachdem die Sanitätswache Fuldabrücke ihn verbun­den hatte, konnte er die Heimfahrt antreten.

Schnell tritt der Tod . . . Vor der Reichsbahndi­rektion in der Kölnischen Straße erlitt ein Eisen­bahnschaffner aus dem Grünen Weg einen Herz­schlag. Die Leiche kam zunächst ins Karlshospital.

Vorsicht beim Ueberqueren des Fahrdammes. In der Oberen Königstraße wurde ein 8jähriges Mäd­chen, das plötzlich von der Gehbahn auf die Fahr­bahn heruntertrat, von einem Lastkraftwagen von

Auf der Kastrier Regierung fand unter dem Vor­sitz von Regierungspräsident Dr. Friedensburg eine Konferenz der Landräte statt. Der Forderung des preußischen Innenmi­nisters, daß nirgendwo Akte von Wahlbeeinflussung vorkommen dürften, müßte unter allen Umständen Ge­nüge getan werden. Im weiteren Verlauf der Kon­ferenz wurden auch die schwebenden Fra--- h 61 vorstädtischen Kleinsiedlung und ... ----

lung überhaupt behandelt.

Als Tag ber Reichsprästdentenwahl hat bekanntlich der Reichstag Sonntag, den 13. März d. I. bestimmt.

Die Äbstimmungszeit dauert grundsätzlich von g Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags. Der Reichs­innenminister hat j-eboch im Ausnahmeversahren ge­nehmigt, daß in Stimmbezirken mit weniger als 1090 Einwohnern eine kürzere, jedoch mindestens sechs­stündige Abstimmungszeit von der zur Abgrenzung der Stimmbezirke zuständigen Behörde festgesetzt wer­den kann. Die gekürzte. Abstimmungszeit darf aber

357 918, 382 226, 370 631. 382 874. 386 325. Im Ge­wi n n r a d e verblieben: 2 Prämien »u 500000 Mark, 2 Gewinne zu 500 000, 2 Gewinne yt 75 000, 4 Gewinne zu 50 000, 8 Gewinne zu 25 090, 58 Gewinne zu 10 000, 152 Gewinne zu 5000. 296 Gewinne zu 3000, 880 Gewinne zu 2000, 1644 Gewinne zu 1000, 2666 Gewinne zu 500, 7870 Gewinn« zu 400 Marr.

Kastel als Tagungsort. Der Zentraloer­band deutscher Konsumvereine in Hamburg hat seine diesjährige Eeneralratssitzung nach Kastel eingeladen. Sie wird am 27. und 28. April Rat" oben.

Gewinnanszu« der 5. Klage 88. Prensiisch-Jüddentschen (264. Preuh-ichenl Staats-Lotterie. 21. Aiehungstag. den 3. März. Ohne Gewäür. Bormittags-Ziebung: 100 OOO Mark: 124 277. 25 000 Mark: 386 482. 10 000 Mark: 107 757. - 5000 Mark: 14 980. 74 167, 186 380.

229 590, 247 725, 357 471, 374 018. 3000 Mark: 39 699,

57 857. 60 175. 62 822, 168 693, 182 082. 197 862. 225 557,

265 615, 349 470. 3'51 811, 362 995. 391 326. 2000 Mark:

1981, 5668, 11294. 13 704. 15 207. 36 521. 48 676, 62 322. 63 772, 95 699, 104 911, 123 423, 129 082, 133 581, 134 597.

135 579, 138 151, 157 687, 163 903, 176 212, 178 992, 188 991.

191 318, 195 515. 215 240, 251 317, 257 213, 271 645, 279 588,

284 008, 311 615, 330 569, 388 417. 1000 Mark: 2734.

4177. 18 900, 16 839, 18 302, 21150, 44 799, 45 439, 50 818. 69 186. 60 549, 73 337, 80 571, 83 441, 86 400, 97 827, 103 367, 117 542, 126 664, 1'28 748, 139 195, 140 293, 143 038, 149 018, 149 677, 1'52 658, 166 184, 186 527, 189 991, 198 796, 199 531, 202 458, 203 852, 212 113, 214 007, 221 032, 225 658, 250 119, 254 394, 257 259. 260 608, 269 601, 269 755, 280 940, 293 349, 296 258, 297 195, 802 862 . 327 280, 330 .569, 339 809, 349 592, 351 476, 852 759, 355 417. 359 642, 362 967, 874 722, 380 722, 385 285, 885 837. 391 587. 500 Mark: 2505. 4415, 4558. 10 751, 10 910, 19 819, 24 862, 27 668, 32 886, 43 477, 491'54, 51 885, 52 626. 58 914 , 58 955, 63 385, 63 630, 65 125, 74 897, ----- ---- 84 709, 87 993, 90 580. 109 798, 114 241, 123 805, 123 860, 125 658, 130 656, 137 544, 146 893, 147 318, 148 826, 150 201, 150 466, 1.13 30», 156 628, 160 523, 166 283, 169 604, 172 100,

182 137, 184 476, 184 598. 205 410, 205 931, 207 226,

... .... 220181, 226 559, 228 568, 229 949, 236 824, 249 381,

257 414, 260 840, 263 044, 268 331, 278 448. 283 264, 288 973,

290 922, 291699, 298 957, 300 293, 300 862, 304 228, 309 824,

327 530, 330 101, 337 828, 342102. 343 169, 345 904, 353 423,

357112, 361 736, 367 269, 375 590, 379 123. 380 685, 380 907,

sogar noch 1200 Jahre ausreichen. Mustergültige Sied- lungsbauten sind entstanden, die denen in Westdeutsch­land in jeder Weise gleichwertig gegenüberstehen. Oberschlesien ist aber nicht nur ein Land der Gruben, es ist auch, besonders im Kreise Pietz, ein Land der Wälder.

Schweres hat dieses Land während der drei polni­schen Aufstände durchmachen müssen. Deutsche Trup­pen mutzten das Land verlassen, allein 18 000 Fran­zosen kamen zurSicherheit" hinein. Dann kamen die Vorbereitungen für den Abstimmungstag, den 20. März 1920. Bon beiden Seiten wurde alles aufge­boten, um die Mehrheit zu erlangen. Korfantys Be­mühungen gingen trotz der Niederlage weiter und fanden einen Ausbruch int dritten polnischen Ausstand am 3. Mai 1921. Die polnischen Grenzen waren offen für jede Waffenzufuhr und offen für Ueberläufer, nur die deutschen geschlossen, io daß man nicht zuviel sagt, wenn man behauptet, daß es ein offener Verrat Frankreichs war. Ein Botschafterrat trat zusammen, dem Japaner und Cubaner angehörten, die von Ober- schlesien keine Ahnung hatten, und dieser bestimmte über das Geschick des Landes. Durch den Genfer Ver­trag, durch Machtspruch zerrissen, so geht heute die ffirenje mitten durch das Land, jedem gerechten Sinn zuwider. Und dennoch wollen wir der Heimat treu bleibens

Der Abend klang in weiteren künstlerischen Dar­bietungen aus.

Sin Mißverständnis in Crumbach

Die unglückliche Zuspitzung der finanzpolitischeu Verhältnisse im Landkreis Kassel spiegelte sich in einer Verbandlung vor dem Kasseler Schnellschösfen- gericht wider. Angeklagt wegen Beleidigung des Landrats Dr. Ohle war der Erwerbslosenobmann Landefeld aus Crumbach. Es handelt sich um folgen­des: wie viele Gemeinden des Landkreises Kassel, war auch die Gemeinde Crumbach verschiedentlich nicht in der Lage, ihren 30 Prozent betragenden An­teil an den Wohlfahrtsunterstützungen zu zahlen. Der Rechner mußte sich darauf beschränken, den Kreisan­teil von 70 Prozent auszuzahlen. Dieser KreisanteU wurde seit einigen Monaten nur zu 40 Prozent in bar, zu 30 Prozent aber in Lebensmittelgutscheinen des Kreises ausbezahlt. Obwohl die Scheine eine wichtige Funktion zu erfüllen hatten, haben sie so recht die Billigung der Unterftützungsempsänger ge­funden und es haben wegen der Zurückziehung der Scheine mehrfach Verhandlungen zwischen den Unter­stützungsempfängern und dem Landratsamt statlge- funden. An diesen Verhandlungen hat auch der jetzige Angeklagte teilgenommen und aus einer Aus­kunft des Landrats will er herausgehört haben, daß die Scheine nach dem 15. Februar nicht mehr ausge­geben werden würden. Als nun der Gemeinderechner in Crumbach am 19. Februar dennoch weitere Gut­scheine ausgeben wollte, legte der Angeklagte Protest ein und ließ sich auch zu einigen heftigen Aeußerun- gen binreißen. Nach den Bekundungen des Gememde- rechners soll er dabei den Landrat alseinen großen Lügner" bezeichnet haben.

Vor Gericht erklärte der Angeklagte, et habe nicht den Landrat beleidigen wollen, sondern ihm sei es darauf angekommen, die sachliche Auskunft des Landrats, daß nach dem 15. Februar die Gutscheine nicht mehr zur Ausgabe kommen würden, als eine Unwahrheit zu bezeichnen. Die zeugenschaftliche Ver­nehmung des Landrats Dr. Ohle ergab, daß der Einstellung des Angeklagten ein verhängnisvolles Mißverständnis zu Gründe gelegen hat. Der Land­rat gab folgende Aufklärung: Aus Geldmangel hat der Kreisausschuß im Oktober die Ausgabe von Gut­scheinen beschlossen und zwar bis zur Höhe von 165 000 Mark. Die Ausgabe bei der Kreiskommunal- kasse sollte bis zum 15. Februar dauern, sodaß die Einlösung bis zum 31. März erfolgen könnte. Von einer einmaligen Zurückziehung konnte keine Rede fein, denn die Gemeinden hatten in ihren Kassen noch Gutscheine im Umlauf. Seine Auskunft an den An­geklagten hat sich darauf bezogen, daß der Kreis vom 15. Februar ab keine Gutscheine mehr ausgeben würde. Bei den Gemeinden hingegen müßten die Gutscheine noch bis zum 31. März im Umlauf bleiben.

Nachdem sich die Haltung des Angeklagten als auf einem Mißverständnis beruhend herausgestellt hatte, machte der Vorsitzende des Gerichts einen Vergleichs­vorschlag. Landrat Dr. Ohle erklärte darauf, er per­sönlich hätte niemals den Weg der Klage beschritten, aber es sei nicht angängig, daß Behörden und Be­hördenvertreter, die es heute schon schwer genug hätten, der Lüge geziehen würden, und zwar aus rein agitatorischen Gründen. Darum könnte er einer Zurücknahme des Strafantrags nicht zustimmen.

Der Staatsanwalt sah in der Aeuyerung des An­geklagten einen Verstoß gegen die verschärften Ehren­schutzbestimmungen der vierten Nowerordnung und beantragte die dort vorgesehene Mindeststrafe von drei Monaten Gefängnis. Das Gericht kam nach längerer Beratung zu einem milderen Urteil: wegen Beleidi­gung nach § 185 des Strafgesetzbuches erhält der An­geklagte 100 Mark Geldstrafe, an deren Stelle eine Gefängnisstrafe von 10 Tagen tritt. Die Vollstreckung soll zunächst ausgesetzt werden, und zwar wird dem Angeklagten bei günstigem Ergebnis der noch vorzu- nehmenoen Prüfung seiner Verläluttsse eine Bewäh­rungsfrist mit Aussicht aus bedingte Begnadigung in Aussicht gestellt.

Volk ohne ORaum?

Landnehmer-Kundgebung des Lungdo / Freiwilliger Arbeitsdienst auch in Kassel

Der 1. Vorsitzende, Pfarrer Pelz, ge­dachte des begangenen Unrechts in dem Memelland. Frau Dr. Lubkowitz-Osius und Frau Orato- riensängerin Dölberg-Osius fanden ihre Stim­men zusammen imHerbstlied" von Mendelssohn-Bar- tholdy.Die Wunder der Kurischen Nehrung" fanden durch Frau Dr. Wiese vorzügliche SBiebeigabe. Auch Oberregierungsrat Feldern brachte unter Frau seringhaus' Begleitung eine Fantasie zu Gehör.

hinten angefahren und zu Boden geworfen. Das Kind erlitt leichte Hautabschürfungen an den Beinen.

Ihringshausen. An den Folgen eines Sturzes gestorben. Der Sohn des Kirchendieners Werner, der dieser Tage von der Scheune auf die Tenne ge­stürzt war, ist seinen Verletzungen erlegen.

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Film Oer Unfälle

Bon der Drehbank gefaßt. Im Eisenbahnausbes- serunaswerk hatte ein Schlosser aus Niedervellmar vas Unglück, daß seine Kletdung von dem Getriebe gesaßt und er mit rumgezogen wurde. Es gelang zwar, die Maschine abzustellen, doch hatte der Ver­unglückte bereits solche Rippenquetschungen und m- nere Verletzungen erlitten, daß er durch die Arbetter- samariterkolonne in das Landes-Krankenhaus ge­schafft werden mußte.

Beim Spielen verunglückte in bet unteren Fulda­gasse ein Mädchen dadurch, baß Jie beim springen am Zaitenstock von der nach der Schlagd liegenden Mau­er stürzte und den linken Unterschenkel brach. Hier

Lehrer Royl sprach über SchlesienGequältes Volk". Vor dem Krieg lebten 27 Prozent aller Deut­schen außerhalb ihres Vaterlandes, heute sind es 33 Prozent, d. h. jeder dritte Deutsche lebt außerhalb der Reichsgrenzen.

Oberschlesien, das 700 Jahre deutschen Kultur­einfluß erfahren hat, gehört heute nur noch in hundert Kilometer Brette zum Deutschen Reich. Deutscher Fleiß und deutsche Tatkraft haben aus ihm ein wertvolles Glied Deutschlands geschaffen. Ober­schlesien war seiner Kohlen, Zink- und Bleivorkommen wegen schon immer Anziehungspunkt seiner Nackcharn. Man hat berechnet, daß die Kohlenvorräte Englands noch 300, des Rheinlandes noch 600 und Oberschlesiens

bs. Der Jungdeutsche Orden, Bruderschaft Kassel, batte zu einer Landnehmer-Kundgebung in die Stadt Stockholm eingeladen.

Großmeister Michael hob in seiner Begrüßungs­ansprache die Bedeutung der Siedlung für unser Volk als Ganzes hervor und betonte, daß der Jungdeut­sche Orden den Gedanken in die Tat umsetzen wolle, indem er bereits Siedlerstellen errichtet habe und mit aller Kraft die Arbeit weiterzuführen gedenke.

Walter Schmitz-Kassel ging in seinem Vortrag von der Behauptung aus, daß man das deutsche Volk als ein sterbendes Volk bezeichnen könne und stellte eine Statistik auf, die durch Lichtbilder ergänzt, einen erschütternden Beweis dafür erbrachte, daß das deutsche Volk in bevölkerungspolitischer Hinsicht tat­sächlich eine Rückwärtsentwicklung aufzuweisen hat, die, wenn kein Stillstand eintritt,

seine Bevölkerungszahl in 40 Jahren auf den

Stand von etwa 45 Millionen bringen wird.

Die Bevölkerung Deutschlands habe sich zwar in den letzten 50 Jahren verdoppelt und trotzdem sei im Verhältnis zu dem damaligen Stand ein Geburten­rückgang eingetreten. Auch die Sterbeziffern sind wesentlich gesunken. Dessen ungeachtet fei jedoch der

Altersaufbau unseres Volkes ungesund und unnatürlich,

was auf die Schwächung der jüngeren Jahrgänge durch den Krieg zurückzusühren sei, die zur Folge habe, daß wir in nicht so ferner Zeit ein V o l k von Greisen sein werden.

Der Redner sieht ab 1940 den Abstieg in seiner gewaltigsten Auswirkung und kommt zu dem Schluß, daß wir kein Volk ohne Raum mehr sind, sondern Deutschland eher als Raum ohne Volk bezeichnet werden könne.

Dieser Rückgang der Bevölkerung aber bedeute gleichzeitig Wirtschaftsschrumpfung und unter Um­ständen weitere Verelendung unter den Massen der Großstadtbevölkerung, die man zu einem Teil, der eingewandert ist, durch Ansiedlung wieder in Ar­beit bringen kann.

Für den Rückgang der Kinderzahl in Deutschland steht er den Grund in einer Aenderung der Weltan­schauung, durch Materialismus, Sport usw. Dieser Bevölkerungsrückgang aber ziehe umwälzende politi­sche Folgen nach sich, wie wir sie bereits im Osten durch das Vordrängen des Slaventums beobachten können.

Aus diesen Gründen sieht der Redner die Besied­lung des deutschen Ostens als eine große nationale Aufgabe an, wo in den letzten Jahren ein großer Prozentsatz der Landbevölkerung in die Städte ab­gewandert ist, was auf das Reich umgerechnet eine Zahl von etwa 4 Millionen ergibt.

Diese 4 Millionen, welche das Land weniger trägt, können wieder zurückgeführt werden durch eine umfassende Siedlungsbewegung.

In der Gegenwart breche sichtbar alles zusammen, worauf die Städte in den letzten Jahren aufgebaut haben und es räche sich furchtbar, daß man dem Ausland zuliebe einen sicheren Binnenmarkt zerstört habe. Nur durch eine starke bäuerliche Siedlung, die eine Behebung der Arbeitslosigkeit, Stärkung des Binnemnarktes und eine wesentliche Devisenerspar- ni» bedeute, könne vieles wieder gutgemacht werden.

Es gelte in dieser Hinsicht aber auch den zweiten und dritten Bauernsöhnen wieder eine sichere Exi­stenz zu schaffen, da wir im Osten sehr große Fla­chen Land besitzen, welche besiedelt oder urbar ge­macht werden können.

Aus all diesen Gründen heraus schlage der Jung- einen Fünsjahresplan vor, welcher die

Schaffung von 300 000 Siedlerstellen vorsehe.

Wenn ein Land auf die Dauer Unterstützungen für etwa 7 Millionen Menschen verausgaben solle, werde feine Wirtschaft bald zusammenbrechen. Darum ziele der Vorschlag des Jungdo dahin, einen großen Teil dieser arbeitslosen Menschen durch Emfich- rung der Arbeitsdienstpslicht wieder in Arbeit zu bringen.

Großmeister Michael führte anstelle des durch Krankheit verhinderten zweiten Redners Trebmg noch' ergänzend aus, daß es Deutschland durch Stet- qerung seines Exportes nicht möglich sein werde, die furchtbare Arbeitslosigkeit zu überwinden Ledigl ch eine Stärkung seines Binnenmarktes durch veAtarfte bäuerliche Siedlung sei notwendig. Etwa 10 Millio­nen Morgen Oedland seien zu lulnö leren. -a» neben seien 30 Millionen Morgen Ackerland meltora- tionsfähig. Hier liege die große wirtschaftliche Be­deutung der Arbeitsdienstpflicht, für deren Einfüh­rung der Jungdeutsche Orden seit Jahren eingetre­ten fei. Ferner gab er bekannt, daß in nächster Zeit auch

in Kassel ein Freikorps der Arbeit gebildet werde. Es kommen junge Menfchen in Frage, welche noch nicht 21 Jahre alt sind, Arbeitslosen- oder Krisenun- terstützung bekommen, oder solche, welche noch nicht ausgesteuert sind, weil sie Eltern zu unterhalten ha­ben. Als Arbeit soll zunächst

eine Aufforstung in der Nähe des Herkules in Angriff genommen werden, wofür zunächst etwa 20 junge Menschen in Frage kommen, welche dort wohnen v»d schlafen können und so unter der Aufsicht der Bruderschaft Kassel ein Gemeinschaftsleben führen.

mit einem flotten Marsch Sen Anstatt. Nach einem Bor- Ivruch ergriff ein Jungbuchdrucker das Wort uni wies auf »en Wert Ser Lehrling-Abteilung hin uni ermahnte zum Schluß alle Eltern, ihre Jungens zum Besuch her Veranstal­tungen anzuhalten. Dann gaben Sie Blockslötensvieler ein Ständchen, etwas ganz Neues für alle Gäste. Man war er­staunt, was die Jungen in kurzer Seit unter Leitung des Herrn Aug. Este! gelernt hatten. Diese Darbietung wurde mit arohem Beifall ausgenommen. In einem unteroalten- den Lichlbildervortrag machten alle Anwesenden die fröhliche Rheinfatzrt der Jungouchdrucker mit. Den Abschlutz 'bildet' ein gut einstudiertes Jugewdsviel, in welchem das frohe und rege Schaffen einer Jugendgruvve dem sinnlosen Treiben einiger Jungen gegenübergestellt wurde, die nur daran den­ken, sich Bet minderwertiger Literatur und auf schlechten Tanzböden au amüsieren. Diese Darbietungen wurden um­rahmt von Gedichten und Musikvorträgen.

Was spielt hinter den Kulissen?

Zu der Zufammenlegung von Kasseler Gymnasien.

?m Preußischen Landtag ist folgend« eine Anfrage der Fraktion der Deutschen Volkspartei eingigangen:

Aus Kassel wird berichtet, daß das Staatsmini­sterium beabsichtige, von den beiden staatlichen Gym­nasien das Friedrichs-Gymnasium aufzuheben und nur das Wilhelms-Gymnasium weiter bestehen zu lassen unter Aufwendung erheblicher, für die Vergrößerung des Wilhelms-Gymnasiums erforderlicher Mittel. Man vertritt in Kassel den Standpunkt, daß die erheblichen einmaligen Umbaukosten in keinem bei der heutigen Finanzlage erträglichen Verhältnis zu den Erspar­nissen stehen, die sich durch eine Vereinigung der bei­den Gymnasien an laufenden Mitteln erzielen lassen, und daß daher nicht finanzielle, sondern politische Gründe bei der Aufhebung des Friedrichs-Gymnasiums eine ausschlaggebende Rolle spielen. Wir fragen das Staatsministerium: 1. Besteht die Absicht, das Friedrichs-Gymnasium unter den vorstehend gekenn­zeichneten Voraussetzungen aufzuheben? 2. Wird das Staatsministerium entsprechend einem Beschluß des Landtages dem Landtag Gelegenheit geben, zu den Plänen vor der Entscheidung Stellung zu nehmen?

Wenige Tage noch trennen uns vom 20. März, dem Gedenktag Oberschlestens. Aus diesem E^und hatte der Deutsche Ostbund seine Mitgliederversamm­lung in das Gedenken der schweren Abstimmungstage Oberschlesiens gestellt.

Keine Sonderbelastung der Kriegerwitwen!

Die Stadtverordnetengruppe der NSDAP, beab­sichtigt folgende Anträge in der nächsten Stadtver­ordnetensitzung zu stellen:

Die Stabt erhebt für ärztliche Zuweisungsscheine bei Kriegerwitwen und in ähnlichen Fällen eine Ge­bühr von 1 Mark. Der auf diese Art gekaufte ärztliche Zuweisungsschein ist für drei Monate gültig. Diese Zuweisungsscheine sollen künftig unentgeltlich aus­gestellt werden, da es nicht zu verantworten ist, im Krankheitsfälle Kriegerwitwen mit solchen Sonder­ausgaben, die an keiner Stelle gesetzlich vorgeschrie­ben sind, und die innerlich nicht verantwortet werden können, zu belasten."

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Es besteht die Bestimmung angeblich auf Grund eines Beschlusses des Wohlfahrtsamtes, daß Witwen und Waisen, die unterbrechungslos die Gesundheits- Fürsorge in Anspruch nehmen, sich zur Untersuchung dem Gesundheitsamt vorstellen sollen, damit zunächst amtlich begutachtet wird, ob eine dauernde ärztliche Behandlung notwendig erscheint.

Das bedeutet, erklärt die NSDAP, in ihrem Pro­test, eine kaum verhüllte Mißtrauenskundgebung gegenüber der freien Aerzteschaft.

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