Einzelbild herunterladen
 

®n$etprete 10 Pfennig

22. Jahrgang

Freitag, den 4. März 4932

Nummer 54*

SnKlotn enl Reklame««II die ion Anzeigen In »ernähr. Re», litt a. M. 6380.

r«?n n , ft ft hr in Fällen non näherer Gewalt beste bl kein Anforuch anf Sieleruns her 3ehuna ober auf

Oie Hindenburg-Ausschüsse im Wahlkampf

Landrat a. O. Gerek« über die Richtlinien »er Wahlarbeit / Die Wiener Preise zum deutschen Dorzuqszollanqebot / Zittauer Siadtiheater ausgebrannt!

Vornehme und ritterliche Methoden

Do» »»feiet Berll

s th. Berlin, 4. März.

I« den Wahllampf, der bisher im wesentlichen don den Nationalsozialisten Mein geführt worden ist, greife« nunmehr auch diejenigen Organisationen und Verbände aktiv ein, die für die Wiederwahl des Reichspräsidenten von Hindenburg eintreten. In der nächsten Woche, also der letzten Woche vor dem ersten Wahlgang, wird die Agitation der Vereinig­ten Hindenburg-Ausschüsse wesentlich stär­ker als bisher in den Vordergrund des Wahlkampfes treten.

An dieser Wahlarbeit werden sich auch die meisten Mitglieder des Reichskabinetts beteiligen.

Die Dispositionen darüber sind vorläufig folgende: Der Reichskanzler wird am Montag in Köln, am Diestag in Düsseldorf, am Mittwoch in Dortmund am Freitag in Berlin und am Sonnabend in Bres­lau sprechen. Dr. Dietrich wird an diesem Sonn­abend in Königsberg, am nächsten Dienstag in Leip­zig, am Freitag in Kalsruhe und am Sonnabend in Mannheim Wahlreden halten. Die Versammlungen, die der Minister Treviranus abzuhalten gedenkt, werden in Lüneberg-Uelzen, Ludwigshafen, Frankfurt Regensburg, Duisburg und Oberhausen stattfinden, während der Ostminister Schlange-Schönin­gen in den Wahlkampf in Schlesien eintretcn -.~b in Oppeln, Breslau und Görlitz sprechen wird. Inwie­weit sich andere Kabinettsmitglieder, insbesondere der Minister Stegerwald, in der nächsten Woche am Wahlkampf beteiligen werden, steht noch nicht endgültig fest.

Der Arbeitsausschuß der Vereinigten Hin- denburgausschüsse, der unter dem Vorsitz des Reichs­tagsabgeordneten Landrat a. D. Dr. G e r e k e steht, bat die Wahlarbeiten gestern abend mit einer Presse­besprechung in Berlin eingeleitet, bei der Dr. Gereke einen Vortrag über die Grundgedanken hielt, nach denen sich

die Hindenburgausschüffe im Wahlkampfe richten werden. Er nahm unter anderem darauf Be­zug, daß die Harz bürg er Front inzwischen vollkommen zusammengebrochen ist, und daß sie auch nach dem Ausspruche promrnenter Na­tionalsozialisten überhaupt nicht mehr bestehl. Sie habe aufgehört zu existieren, als von der Harzburger Front zwei verschiedene Kandidaten für den Wahl­kampf aufgestellt wurden. . _ .

Der Redner wies darauf hm, daß niemand es so sehr wie gerade Hindenburg beklage, daß auf der Rechten eine so weitgehende Zersplitterung und Un­einigkeit besteht. Hindenburg ist sich dessen bewußt, daß er sich schweren Angriffen aussetzte und von vie­len seiner eigenen Kameraden nicht verstanden wurde als er sich zur Abwehr gegen den völligen Ausein­anderfall des deutschen Volkes noch einmal bei der Präsidentenwahl in die Bresche stellte. Aber

Hindenburg habe erklärt, er wolle lieber den Pasfionsweg persönlicher Angriffe gegen chn selbst und der Herabsetzung seines Namens gehen und in

»er Schriftlettuug.

Kauf nehmen, als daß er es zulaffe, daß Deutsch­land den Passtonsweg des Bürgerkrieges beschrei­ten müsse.

Das bitterste für den Reichspräsidenten sei es ge­wesen, daß gerade seine alten Anhänger es für nötig gehalten hätten, gegen ihn einen Kampfblock Schwarz- Weitz-Rot einzusetzen, und datz gerade die beiden Verbände, deren einziges Ehrenmitglied er ist, also der Stahlhelm und der Landbund, bet der jetzigen Präsidentenwahl Gegenkandidaten aufgestellt haben. Dabei sei es dem Reichspräsidenten in seiner über­parteilichen Stellung nicht einmal möglich gewesen irgendwelche parteipolitischen Wünsche dieser Ver­bände zu erfüllen.

Schlietzlich setzte sich Dr. Gereke noch mit der Be­hauptung der rechts-oppositionellen Agitation aus­einander, datz Hindenburg eigentlich zu alt sei, um noch einmal für die Präsidentschaft in Frage zu kommen. Der Redner erinnerte demgegenüber daran, daß sowohl die Deutschnationalen wie die National­sozialisten noch im Januar d. I. bereit waren, für die Kandidatur Hindenburgs einzutreten, wenn Hin­denburg gewisse parteipolitische Bedingungen und Forderungen erfüllt hätte, gestellt wurden. Erst als der Reichspräsident sich dazu nicht bereit gefunden batte, habe man im Lager der Rechten entdeckt, daß Hindenburg eigentlich zu alt sei.

Schlietzlich versicherte Dr. Gereke noch, datz seitens der Vereinigten Hindenburgausschüffe der Wahl­kamp f u n t e r a l l e n U m st ä n d e n i n v o rn e h- mer und ritterlicher Form geführt werden solle.

Oie amtliche Kandidatenliste

Berlin, 4. März.

Das Büro des Reichswahlleiters teilt nachstehend die Kandidaten für die Reichsprästdentenwahl mit: Theodor Duesterberg, Oberstleutnant a. D., Halle a. d. Saale,

Paul von Hindenburg, Reichspräfident, Ge- ncralfeldmarfchall, Berlin,

Adols Hitler, Regierungsrat im Braunschweigi­schen Staatsdienst, München,

Ernst Thälmann, Transportarbeiter, Hamburg, Adolf Gustav Winter, Betriebsanwalt, Grotzjena bei Raumburg a. d. Saale.

Keine neue Gehaltskürzung

Berlin, 4. März.

Tie Hauptgeschäftsstelle der Hindenburg-Ausschüsse teilt mit: Zu durchsichtigen Zwecken ist erneut das Gerücht verbreitet worden, daß eine weitere Kür­zung der Beamtengehälter in mehreren Raten bei den in Frage kommenden Reichsrefforts erörtert wird. Rach Anfrage beim Reichsminister der Finanzen kann erklärt werden, datz dieses Gerücht, das offenbar aus­gestreut wird, um in der Beamtenschaft Unruhe zu erregen, Mer tatsächlichen Gründe entbehrt.

Großfeuer im Zittauer Giadttheater

Eigener Drahtbericht.

Zittau, 4. März.

In der Rächt zum Freitag brach im Zittauer Stadttheater ein Großfeuer aus, das sich rasch aus­breitete und die gesamte Inneneinrichtung vernichtete. Das Theater ist nahezu völlig aus­gebrannt. Die Entstehungsursache des Brandes ist unbekannt.

* * *

Zittau, 4. März. Der Brand im Zittauer Stadt­theater wurde erst bemerkt, als bereits die ^Hellen Flammen aus dem Dachstuhl schlugen. Als die Feuer­wehr eintraf, wär bereits ein großer Teil des Dachstuhls niedergebrannt. Die Feuerweh­ren mußten sich auf die Rettung der schwerbedrohten Nebengebäude beschränken, da starker Wind einen wahren Funkenregen verursachte. Unter großen An­strengungen gelang es jedoch, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Gegen 3 Uhr, etwa 50 Minuten nachdem der Brand bemerkt worden war, bildete das Theatergebäude ein einziges Flammenmeer. Einige Schauspieler konnten mit Unterstützung von hilfsbereiten Zittauer Einwohnern und Feuerwehr- leuten ihre Garderobe retten. Die Inneneinrichtung des Theaters ist völlig vernichtet. Gegen. 5 Uhr früh

war das Gebäude nahezu völlig ausgebrannt. Nur die Umfassungsmauern stehen noch.

Oer Lappopuisch zusammengebrochen

Riga, 4. März.

Wie der Sonderkorrespondent derSewodnja", der noch am Donnerstag im Kraftwagen die Gegend von Mäntsälä besucht hat, meldet, ist dieses Haupt­gebiet des Ausstandes von regierungs­treuen Truppen eingekreist, während Mäntsälä selbst noch in den Händen der Lappoanhän- ger ist.

Obgleich es nirgends zu ernsteren Zusammen­stößen der angesammelten bewaffneten Kräfte gekom­men ist, keine der beiden Parteien wollte mit dem Angriff beginnen, haben die Maßnahmen der finn­ländischen Regierung und besonders die Rundfunk­rede des Staatspräsidenten Svinhufvud zahlreiche Lappoanhänger veranlaßt, auseinanderzugehen.

Deutschland als Gündenbock

Warschau, 4. März.

Im Senat sand am Donnerstag eine Aussprache über die deutsch-polnische« Beziehungen

statt. Ausnahmslos wurde von allen Rednern fest- gestellt, daß die Beziehungen zu Deutschland die denk­bar schlechtesten seien. Natürlich liege die ganze Schuld auf feiten Deutschlands. Auf politischem Ge­biet seien es die wachsenden Revisionsbestrebungen und in wirtschaftlicher Hinsicht die Schutzzollkampf- maßnahmtz«, die zur Verschärfung der Lage beitrügen.

Der Regierungssenator Wh rost! erklärte:Von Hitler über BrüUing bis Breitscheid besitzen alle ein Programm Polen gegenüber: Wegnahme Pommerel­lens und Verdrängung Polens vom Meere. Unsere Pflicht ist es nachzuweisen, daß Pommerellen ein kernpolnisches Land (?) ist, daß Polen sich von der Ostseeküste nicht verdrängen läßt und datz es einen Raub dieser Gebiete nicht gestatten wird. Die einzige Garantie unserer Grenze in dieser Lage kann nur eine entsprechende Heeresmacht fein." Von der Abrü­stungskonferenz könne Polen seiner Meinung nach kaum etwas Positives erwarten. Die vollständige Ab­rüstung befreie noch nicht vom bösen (!) Nachbarn. Eine der wichtigsten Ausgaben sei der Ausbau der Kriegsflotte, die vor allen Dingen zum Schutz Gdin­gens berufen sei.

Auch der Vertreter der Sozialisten wies jeglichen Gedanken einer Grenzrevision mit Entschiedenheit zurück.

Wiener (Stimmen

zum deutschen Angebot

Wien, 4. März.

' Der Vorschlag des deutschen Gesand­ten, der gestern dem Bundeskanzler überreicht wor­den ist, (Wir berichten darüber auf Seite 2! D. Red.) wird von allen Blättern an leitender Stelle bespro­chen. Die demokratischeNeue Freie Presse" sagt u. a., es obliege nun den Staatsmännern, den

politischen Begriff des Donaubundes ein für alle Male zu den Akten zu legen. Wieder einmal biete sich die Möglichkeit zu erhärten, daß die mittel­europäische Frage freigehalten werde von allen Gehässigkeiten, frei von allen Sonderplänen, frei auch von allen wirtschaftlichen Utopien, nur müsse jetzt rasch vorgegangen werden. Der Völkerbund müsse, um Oesterreich zu helfen, grundsätzlich beschlietzen, daß die Abkommen mit Oesterreich von der Meistbegünstigung frei seien.

Die christlichsozialeReichspost" sagt u. a., die deutsche Erklärung sei an Oesterreich gerichtet. Jene Tardieus gehe alle Kulturstaaten an. Es liege aber in der Natur der Sache, datz Deutschland keine nur aus sein Verhältnis zu Oesterreich beschränkte Aktion im Auge gehMt haben könne und wünschen werde, datz seinem Beispiel andere Staaten folgen. Ein System der Vorzugszölle werde sich umso leichter durchsetzen, und umso lebenssähiger sein, je umfas­sender es sei.

Die grobdeutschenWiener Neuesten Nachrichten" können es sich nicht vorstellen, datz die internationale Unmoral so tveit gehen sollte, Oesterreich deutsche Hilfe zu verweh­ren und ihm gleichzeitig auf dem Wege über die Vorzugszölle die Vernichtung seiner Wirtschaft im Rahmen eines Zollbündnisses mit den Nachfolgestaa­ten aufzunehmen.

Die sozialdemokratischeArbeiterzeitung" weist auf die Gefahr hin, datz Frankreich nicht wolle, datz Deuttchland Oesterreich helfe. Deutschland könne sich jetzt nicht von denen ausschlietzen lassen^ die Oesterreich helfen sollen. Wolle man das System der Vorzugszölle auf die Nachfolgestaaten beschrän- ken, dann werde der ganze Plan zu einem poliH schen Kampfobjekt werden. Er werde dann an M-' kitschen Interessengegensätzen scheitern.

_______________________ÜC---

Der ewige Richelieu

Von Rechtsanwalt Professor Dr. G r i m m -Essen.

Professor Dr. Grim» ist der bekauute Bertewigcr Mhlreicker Deuticher vor framössfckep Kriegsgericht«« roabtenb der Befetzuvgsze,« des ÄSeivlaudes. (tr itt der Verfasser der Stüter:Bom Ruhrkrtza, j«r Rteiu- laudräumuua" undKrankreich am Rhein.

Mehr als je steht das deutsch-sranzösische B e r h ä l t n i s irn Mittelpunkt der politischen Tages­erörterung. Ueberatt hat man erkannt, datz die deutsch-französische Frage auch heule noch das Zen­tralproblem der europäischen ja der Weltpolitik ist, und wir empflnden es wohl atte, daß wir an einem Wendepunkt stehen, der sich krisenhaft andeutet, und datz die Lage so gespannt ist, daß sie zu ernsthafter Lösung drängt. Der Botschafter Francois Poncet hat aus Anlaß des französischen Ministerbesuches in Ber­lin die Mahnung ausgesprochen, man möge einmal das Vergangene vergessen und die zukünftigen Auf­gaben betrachten, die Deutschland und Frankreich ge­meinsam wären. Dieser an sich richtige Appell trifft nicht das Wesentliche. Es wäre richtig, wenn es sich noch heute um die Schaffung eines bloßen modus vivendi, einer Möglichkeit, miteinander auszukommen handelte. Die Zeit des modus vivendi aber ist vor­über. Zwei Völker wie das deutsche und französische Volk können nicht ständig in einem modus vivendi leben. Auf die Zeit der Gewalt von Clemencean bis Poincars folgte die Zeit der Entspannung, eine Zwi­schenstufe der vertagten Schwierigkeiten vom Dawes­plan bis zur Rheinlandräumung, eine Zeit, die durch den Namen Briand gekennzeichnet ist.

Eine neue Zeit ist angebrochen. Wer das deutsch- französische Problem verstehen will, mutz wissen, was die Franzosen selbst die historische oder die traditio­nelle Politik genannt haben, Frankreichsewige These",d i e f i x e I d e e der G e s ch i ch t e F r a n k- reichs", wie es Maurice Barrtzs in seinem letzten hinterlassenen Werk genannt hat. Große Ideen be­herrschen immer noch das Schicksal der Völker. Das neunzehnte Jahrhundert war durch das Aufkommen des deutschen Rationalgedankens beherrscht. Dieser deutsche Nationalgedanke, durch Bismarcks geniale Staatskunst verwirklicht, mußte in Konflikt kommen zu der jahrhundertealten französischen Tradition, die man dasVermächtnis Richelieus" genannt hat. Ein französischer Journalist hat mir vor Jahren bereits gesagt:Warum streiten wir uns immer über die Kriegsschuldfrage? Wir wissen doch alle, daß der eigentliche Kriegsschuldige Richelieu ist." Und ein englischer Diplomat hat den gleichen Gedanken in die Worte gekleidet, daß ganz gut mit den Franzosen umzugehen sei, wenn man nicht immer pie Empfin­dung hätte, daß auch heute noch in jedem Schubfach des Quai d'Orsay ein Eremplar des Westfälischen Friedens liege. Der ewige Richelieu, der ewige Westfälische Frieden! Das ist das tragische Schicksal des deutschen Vol­kes! Dieser mit dämonischer Folgerichtigkeit durch die

Jahrhunderte hindurch geführte Leitsatz, daß es ober­stes Ziel der französischen Politik sein müsse, um der französischenSicherheit" willen die Bildung des ge­fürchteten bloc gerrnanigui zu verhindern.

Mazarin, Richelieus Nachfolger, hatte im West­fälischen Frieden den ersten großen Erfolg biefer Politik herbeigeführt. Die deutsche Anarchie wurde

Wählerlisten

für die Reichspräsidentenwahl einsehen!

die Garantie für die Sicherheit Frankreichs. In der modernen französischen Sicherheitspolitik ist der Ge­dankeder deutschen Anarchie", der die Politik des siebzehnten Jahrhunderts beherrschte, ersetzt durch den Gedanken desdeutschen Chaos", d. h. die Her­beiführung der deutschen Ohnmacht durch wirtschast- liche, finanzielle und soziale Zermürbung. Alle fran­zösische Machtpolitik war stets auf der Hoffnung der deutschen Zwietracht aufgebaut. Tas Charakteristische dieser Richelieu-Politik war die Canwuflage, d. h. die Kunst, die wahren Ziele hinter harmlosen Schlagworten zu verbergen. Die Sicher­heitspolitik ist keine Erfindung unserer Tage. Sie diente schon Ludwig XIV. dazu, seine Raubzüge zu verbrämen.

Zwei Ideen stießen im neunzehnten Jahrhundert aufeinander: die Idee Richelieus, welche das Haus Oesterreich, das nur aus dynastifcher Grundlage er­richtet war, zerstören wollte, zerbrach vor dem de u t- fchen Einheitsgedanken. Im Königsschloß von Versailles schuf Bismarck das Deutfche Reich. Zum ersten Mal schien in einer Jahrhunderte dau­ernden Leidensgeschichte die verhängnisvolle Politik Richelieus überwunden. Das deutsche Volk erlebte eine Zeit der Blüte und des Friedens, wie nie zuvor. Mitten im Welttrieg erstand die Idee Richelieus aufs Reue. Von Historikern, Schriftstellern und Poli­tikern wurde sie dem französischen Volk wieder nahe gebracht und symptomatisch neu erweckt. Hunderte von Büchern erschienen, die nach den verschiedensten Methoden immer das gleiche Ziel propagierten, datz diese Gelegenheit benutz« werde« müsse, das histo­rische Ziel aller französischen Politik zu verwirklichen, die Verhütung des germanischen Blocks und die Zer­störung des Bismarck'schen Werkes.

Das ist der tiefste Sinn von Versailles, daß hier die Idee Richelieus, von Clemenceau neu erweckt, von Tardieu in Form gegossen, über die Gedankenwelt Wilsons triumphiert hat. Clemenceaus Pla« ist damals nicht vollkommen ge-