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Kasseler Neueste Nachrichten
22. Jahrgang
Montag, 29. Februar 1932
Hummer so*
Hessische Abendzeitung
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Japan zum Waffenstillstand bereit!
3n Tschapei wird weiter gekämpft / Hitler-Brief an Hindenburg / Reichsfinanzminister Dietrich zur Präsidentenwahl / Kritische Situation in Finnland
Oie japanischen Bedingungen "Igeltet Drahtbericht.
Schanghai, 29. Februar.
Der japanische Gesandte in China hatte eine längere Zusammenkunft mit dem japanischen Oberbefehlshaber der Schanghaier Truppen Uyrda und dem englischen Gesandten in China Lampson. Er erklärt, von Tokio bestimmte Anweisungen erhalten zu haben, wenn möglich die Eröfsnung von W a f- f e n st i l l st a n d s v e r h a n d l u n g e n mit den Chinesen unter folgenden Bedingungen in die Wege zu leiten.
1. Wenn die Chinesen sich hinter die bereits festgelegte 20-Kilometerzone zurückziehen, ist Japan ebenfalls zur Zurückziehung bereit.
2. Der Rückzug soll durch einen Ausschuß japanischer und chinesischer Offiziere überwacht werden, dem nötigenfalls neutrale Beobachter zugeteilt werden können.
3. Eine allgemeine Vermittlungskonferenz ist einzuberusen, an der außer den japanischen und chinesischen Vertretern auch alle anderen Mächte, deren Interessen tn Schanghai betroffen sind, teilnehmen sollen.
Der englische Gesandte Lampson fuhr am Sonntag gleich nach Beendigung der Sitzung nach Nanking, wo er sich mit Tschiangkaischek und Vertretern der chinesischen Regierung über die japanischen Vorschläge unterhalten wird. Die chinesischen Behörden in Schanghai erklären, daß ihnen die Vorschläge noch nicht amtlich unterbreitet worden seien. Es verlautet, in unterrichteten chinesischen Kreisen, daß ein Waffenstillstand nur bei einer Zurückziehung der japanischen Truppen und einer Besetzung der neutralen Zone durch neutrales Militär in Frage kommen könne.
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London, 29. Februar. Einer Meldung des Schanghaier Korrespondenten des „Daily Telegraph" zu- solge, ist in dem neuen japanischen Vermittlungs- Vorschlag keine Rede mehr von einer Zerstörung der Wusung-Forts und der Lion Forest-Forts. Ein weiteres Zugeständnis sei der Vorschlag zur Ueber- wachung der Räumung der neutralen Zone anstelle
einer einseitigen japanischen, wie zuerst gefordert worden war.
Japanische Ourchbruchsversuche
Schanghai, 29. Februar.
Heute vormittag haben die Japaner einen Durch- bruchsversuch an der Tschapei-Front begonnen. Nach mehrstündiger Artillerievorbereitung scHte sich um 9.30 Uhr die japanische Infanterie, unterstützt von Tanks und von dem Schnellfeuer der Artillerie und den Bombenangriffen der Flugzeuge, in Bewegung. Während die Internationale Niederlassung, die in strahlendem Sonnenschein gebadel ist, äußerlich ein verhältnismäßig ruhiges Bild darbot, ist die Luft erfüllt von dem Knattern der Maschinengewehre und dem Donner der Geschütze. Trotz der heftigen Kanonade und der ständigen Bombenabwürfe aus der Luft halten die chinesischen Truppen tap- ser stand und antworten mit Grabenmörsern und Maschinengewehren. Einige Beherzte springen auch aus der Deckung hervor, laufen vorwärts und werfen Handgranaten gegen die anrollenden japanischen Tanks. Gegenwärtig tobt die Schlacht in voller Stärke.
Finnland vor dem Bürgerkrieg?
Helsingfors, 29. Februar.
Aus allen Teilen des Landes gehen in Helsingfors Nachrichten über Unruhen ein. In Mäntsäla (etwa 50 Kilometer nördlich von Helsingfors) sam- ineln sich größere Mengen von Bewaffneten, die nach Helsingfors zu ziehen drohen.
Die Regierung trat am Sonntag abend zu einer Sitzung zusammen, an der auch der Generalstabschef und der Oberkommandierende Silvo teilnahmen. Doch gelangte keine Mitteilung darüber in die Oef- fentlichkeit. Der Befehlshaber des Schutzkorps, General Malmberg, ist im Flugzeug auf dem Wege nach Helsingfors. Wie verlautet, soll ein General den Be- fthl über die Bewaffneten übernommen haben.
Oer;
ahlkampf in vollem Gange
Von unserer Berliner Schriftleitung.
th. Berlin, 29. Februar.
Der Wahlkampf für die Neuwahl des Reichspräsidenten hat in Berlin bereits in lebhaftem Tempo eingejetzt. Seitens der Regierungsparteien hat der Reichsfinanzminister Dr. Dietrich am Sonntag in einer Versammlung der Deutschen Staatspartei den Wahlkampf eröffnet, wobei er u. a. davon sprach, daß eine Rechtsdiktatur in Deutschland schließlich mit einer Linksdiktatur enden würde, und beides sei für das deutsche Volk nicht zu tragen. Er beschäftigte sich dann vor allem mit den Nationalsozialisten, von denen er erklärte, sie hätten eine entscheidende Stellungnahme zu den schwebenden Fragen der Außen- und der Innenpolitik im Reichstage vermieden. Während die Männer des heutigen Systems dreizehn Jahre lang Aufbauarbeit am Staate leisteten, hätten die Gegner nur um die Macht im Staate gekämpft.
Die Nationalsozialisten haben bereits am Sonnabend abend eine Versammlung in Berlin abgehalten, bei der Adolf Hitler eine Rede hielt. Gleichzeitig fand eine Parallel-Versammlung in den Tennishallen statt, und die Rede, die Hitler im Sportpalast hielt, wurde durch Lautsprecher nach den Tennishallen übertragen. Kurz vorher stellte man fest, daß an dem Kabel, welches die beiden weit voneinander liegenden Säle verbindet, ein
Sabotageversuch
unternommen worden war, der aber noch rechtzeitig be'eitigt werden konnte. Man vermutet kommunistische Täter, hat aber noch niemanden ermitteln können.
Hitler führte in seiner Rede u. a. aus es sei eine schöne These, zu sagen, der Reichspräsident sei der Bewahrer der Verfasiung. Ein deutscher Präsident habe sich aber in erster Linie als Bewahrer des deutschen Volkes zu fühlen, denn die Verfassung let nicht um ihrer selbst willen, sondern für das Wohl und für die Zukunft des Volkes geschaffen worden. Die Stunde der Abrechnung sei jetzt gekommen. Er, Hitler, sei stolz darauf, heute seinen Namen als Sym
bol und Hoffnung von Millionen Deutscher dem zerbröckelnden System entgegenhalten zu dürfen.
Hitlers Brief an Hindenburg
Am Sonntag mittag hat Adolf Hitler die Vertreter der Auslandsprefle (aber keine Vertreter der deutschen Presie) im K a i s e r h o f vom Inhalte eines offenen Brieses in Kenntnis gesetzt, den er am Nachmittag in der sechsten Stunde dem Staatssekretär Meißner überreichen ließ.
Dieser Brief ist an den Reichspräsidenten von Hindenburg gerichtet, und Hitler führt darin Beschwerde über die Wahlagitation der Sozialdemokraten, weil diese am Sonnabend eine Konferenz der preußischen Oberpräsidenten urtb Regierungspräsidenten (stehe Seite 2!) abgehalten haben, wobei eine scharfe Handhabung der Presienot- verordnung, insbesondere gegen die nationalsozialistische Presse, empfohlen wurde. Hitler fragt den Reichspräsidenten, ob er sich seinerseits im Wahlkampfe durch die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen schützen lasten wolle, während seine Gegner, also die Nationalsozialisten, der ganzen Strenge der Notverordnung ausgeliefert sein sollten. Hitler appelliert an den Generalfeldmarschall, um — wie er sich ausdrückt — die Prinzipien der Ritterlichkeit im Wahlkampfe wiederherzustellen.
Man hat in Regierungskreisen den Eindruck, daß dieser Brief, von dem bisher fraglich ist, ob Hindenburg daraus antworten wird, den Zweck hat, ein Verfahren einzuleiten, bei welchem die Nationalsozialisten im weiteren Wahlkampfe die bisher allgemein geübte Rücksicht aus die Person des Reichspräsidenten von Hindenburg wahrscheinlich fallen lasten werden.
Die Formen, in denen der Wahlkampf geführt wird, werden voraussichtlich ohnehin sehr heftig sein, und schon in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag ist es in Berlin zu
sehr zahlreichen Zwischenfällen
und vor allem zu Zusammenstößen zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten gekommen. Di« Po
lizei mußte überall einschreiten und hat insgesamt 120 Verhaftungen vorgenommen, von denen 50 Personen wieder freigelassen wurden.
Der Ausgang des Wahllampses läßt sich im voraus natürlich nicht beurteilen, aber in Regierungskreisen ist man nach wie vor optimistisch und vertritt die Meinung, daß es vielleicht schon im ersten Wahlgang gelingen wird, den Reichspräsidenten von Hindenburg endgültig neuzuwählen.
-Die Krise »er SDP.
th. Berlin, 29 Februar.
Die Auseinandersetzungen in der Deutschen Bvlkspartei wegen der im Gange befindlickjen Anschlutzbewegung einzelnen Wahlkreise an die Deutschnationalen sind gestern in der Sitzung des Reichsausschusses der Partei in Berlin weitcrgeführt, aber noch nicht zu einer endgültigen Klärung gebracht worden. Der Wahlkreis Westfalen- Süd, in welchem sich diese Loslösungstendenzen am stärksten bemerkbar machen, war auf dieser Sitzung gestern nicht vertreten. Dagegen hat sich gezeigt, daß auch im Berliner Wahlkreis starke Neigungen zu einem Rechtsabmarsch bestehen. Es sollen zunächst noch weitere Verhandlungen mit den Parteiführern stattfinden, ehe diese Dinge endgültig entschieden werden.
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lieber die gestrige Sitzung des Reichsausschusses der DVP. meldet die Nationalliberale Correspon-
-........... ........
denz u. a. noch folgendes: Den Bericht über die politische Lage gab der Parteiführer Abg. Dingel- d e y. Die nächste Aufgabe der deutschen Politik, die die besondere Förderung durch die deutsche Volkspartei verlange, ist die Durchsetzung der Wiederwahl des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Das politische Ziel des veränderten Kurses, das vom nationalen Deutschland verkündet wird, muß erreicht werden durch den Kampf im Parlament, nicht aber durch einenDruck von den Parteien auf das Reichsoberhaupt. Die Deutsche Volkspartei ist für ein loyales Zusammenarbeiten mit den Deutschnationalln und anderen bürgerlichen Parteien. Sie wird aber nicht bereit sein, die weiße Fahne der Kapitulation aufzuziehen. Wo es hinter dem Rücken der Parteileitung versucht worden ist, die eigene Orga -isation in ein anderes Lager hineinzu- sühren, wird sie hart entschloffen sein, alle Maßnahmen dagegen rücksichtslos zu treffen. Die Herren H e m b e ck und Schütz haben sich durch ihr Verhalten von selbst aus der Deutschen Volkspartei ausgeschlossen. Das Ausscheiden der Herren Dr. Cur- tius und von Kardorss aus der Fraktion war nach Lage der Dinge unvermeidlich. Die Fraktion bleibt den Herren für ihre Verdienste aufrichtig dankbar.
Der Vorsitzende des Kreises Gelsenkirchen-Buer in der DVP., Generaldirektor Huek, hat, wie weiter bekannt wird, seine sämtlichen Parteiämter zur Verfügung gestellt.
Verhandlungen hinter den Kulissen
Von unserem Pariser Korrespondenten
Dr. Pz. Paris, 28. Februar.
Die mehr oder minder geheimnisvollen Besprechungen zwischen dem französischen Ministerpräsidenten Andrö T a r d i e u und dem deutschen Vertreter Botschafter Nadolny werden nach einem kurzen, aber sehr wichtigen Zwischenspiel am Quai d'Orsay in den Kulissen der Genfer Abrüstungskonferenz wieder ausgenommen und es weiß vorläufig niemand, welches das Ergebnis sein wird.
Von französischer Seite wird fest behauptet, es lägen gewisse sehr konkrete deutsche Anerbieten vor, die man gegenwärtig in Päris prüfe und wahrscheinlich mit Gegenvorschlägen beantworten werde; es handle sich um den gesamten Fragenkreis der Abrüstung, des Völkerbundspaktes und der politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich, die zum Teil auf eine völlig neue Grundlage gestellt seien. Das Ziel gehe dahin, einen „Modus vivendi" zu schaffen, der den Fortgang der Genfer Verhandlungen ermöglicht, ohne die politische Entwicklung in den beiden Ländern auf Jahre hinaus sestzulegen: Er bezwecke neben den materiellen Erleichterungen eine Reinigung der Atmosphäre, die innerpolitisch durch die großen bevorstehenden Entscheidungen, Präsidenten- und Preußenwahl in Deutschland, allgemeine Kammerwahlen in Frankreich, ohnehin schon geladen genug erscheinen. Nach zuverlässiger Pariser Quelle bewegen sich die diplomatisch-politischen Besprechungen zwischen den beiden Ländern gegenwärtig auf folgender Grundlage:
Deutschland erklärt sich unter Umständen zu einem kurzen politischen Waffen st illstand bereit, der jedoch in keinerlei Weise der zukünftigen Entwicklung vorgreisen darf; dafür verzichtet Frankreich auf seine bisherige Auslegung des Artikels 19 des Völkerbunüspaktcs über die Grenzreviston und bietet die Hand zu einem praktischen Aus bau dieser wichtigen Bestimmung, etwa im Sinne des chinesischen Antrags bei der Bundesversammlung Im Besonderen läßt Ministerpräsident Tardieu seine allerdings merkwürdige Deutung fallen, wonach dieses europäische „Sicherheitsventil" überhaupt nicht funktionieren könne, weil es mit den in Versailles gezogenen Grenzen nichts zu tun habe! Damit eng zusammenhängend ist die Frage der allgemeinen Schiedsgericht spalte, die das gesamte Problem der Diktate von einer anderen Seite her aufwirst. Bekanntlich verhinderte bisher der Artikel 36, daß Deutschland seine Zustimmung erteilte: Denn wie der radikale französische Abgeordnete der Goise Bergery in seiner letzten, aufsehenerregenden Kammerrede mit unerbittlicher Logik ausführte, käme die Unterschrift des Reiches einer neuen» freiwilligen Anerkennung von Versailles gleich, und Frankreich könne nicht verlangen, daß Deutschland als internationale Rechtsnormen betrachte, was ihm reine Gewalt aufgezwungen. „Steht das Recht unter oder über Versailles?" fragte der Abgeordnete unter atemloser Spannung der Kammer. Einige Bänke der Linken klatschen Beifall, während die Rechte und die Mitte in ein Wutgeheul ausbrach:
Tardieu aber, dem die Frage galt, schwieg beharrlich. Er mußte sich im Verlaus der gegenwärtigen Besprechungen mit den deutschen Vertretern wohl darüber Rechenschaft ablegen, daß keine Regierung des Reiches eine solche schiedsrichterliche Ordnung anerkennen werde; da andererseits die „Generalakte" als Herzstück des „neuen europäischen Zusammenlebens" betrachtet werden, sind anscheinend gegenwärtig Bemühungen im Gange, um die Unterschrift Deutschlands, wenn auch unter gewissen Vorbehalten, doch noch zu erlangen.
Was die Abrüstungsverhandlungen selber angeht, so liegt der Kern der Schwierigkeiten ohne Zweifel in der deutschen Forderung nach militärischer Gleichberechtigung, die durch den Artikel 8 des Völkerbundpaktes selber begründet ist; ihr widerspricht bekanntlich der Artikel 53 des Entwurfs, den die Vorbereitende Abrüstungskommiffion ausgearbei-- tet hat, und der gegenwärtig der Konferenz als Verhandlunggrundlage dient. Kommt es zu dieser Aussprache ohne vorhergehende Verständigung zwischen Frankreich und Deutschland, so ist ein heftiger Zusammenprall und wohl auch der Bankrott der Konferenz unvermeidlich. Denn Deutschland und wahrscheinlich auch andere Staaten können nie ein Abkommen gutheißen, das sie im Rate der Völker als Bürger zweiter Klasse kennzeichnete. Auf französischer Seite scheint man nach und nach der Ansicht gewisser Völkerbundskreise zuzustimmen, wonach Deutschland nur aus rein theoretischen Gründens?) an der Gleichberechtigung festhalte; geschickte Ausleger weisen darauf hin, daß die französische Sprache überhaupt kein genaues Wort für das deutsche „Gleichberechtigung" aufweise, das de facto keine neue Lage schaffe, sondern eine bloße platonische Genugtuung fordere. Unter diesen Umständen neigen manche dahin, dem Reiche nicht allzu schroff entgegenzutreten, wenn es dafür gewisse Zusagen materieller Natur mache. So etwa müsse es sich im Rahmen eines allgemeinen Abkommens und in Anbetracht seiner „besonders geschützten Lage" (!) verpflichten, die gegenwärtigen Mehrausgaben in Höhe von rund 700 Mtl- lionen RM. für die Dauer der Konvention nicht zu überschreiten, ohne daß jedoch zwischen dem Reich und etwa Frankreich ein bestimmtes Rüstungsverhältnis festgelegt würde. Man versichert, Deutschland sei nicht abgeneigt, dergleichen Bindungen einzugehen, wenn dadurch die Rüstungen Frankreichs, Polens und der Tschechoslowakei um eine bedeutende Ziffer herabgesetzt würden. Es fordert ferner eine absolute Gleichstellung in der Kontrollfrage, wogegen von
HEUTE
3. Artikel der Rene Kraus-Serie:
Der deutsche Dreyfus
Alfons Paoli Schwartz, der letzte Kriegsverbrecher