Kasseler Neueste Nachrichten
Bette 1
Die Sitzung wieder unterbrochen!
sagt er
Dann
Die heutige Kummer mW 12 Seiten
dem
in den Händler.
Keine Antwort.
Schließlich kommt ein kleiner Junge
etwas gemerkt hat.
Abg. Dingeldey (OVP.)
Ich denke nur daran, das Volk in dem furchtbar Ichweren Kampf so zu führen, daß es schrittweise vor. warts kommt. Wenn ich dabei immer wieder Hoff- nungcn schöpfen konnte, dann weil ich einem Manne dienen konnte, wie dem R e i ch s p r S- s. d e n t e n v o n H i ü d e n b u r g (stürmischer lang- anhaltender Beifall bei der Mehrheit). Wer das Glück hat, diesem Mann dienen zu können, lüird auch Verständnis dafür haben, daß ich alles daran setze und nut m« wohl die Mehrheit des Volkes, daß er weiter die Geschicke leiten kann. Vergessen Sie eines nicht: Von der Wiederwahl Hindenburgs hängt es auch ab, ob die Welt glauben soll, daß im deutschen Volke noch Ehrfurcht und Achtung vor der Geschichte und der geschichtlichen Person bestehtl (Stürmischer Beifall bei der Mehrheit).
„Wie? Das Essen ist noch nicht fertig?
werde ich ins Restaurant gehen!"
„Ach, warte doch noch 10 Minuten!"
„Wird es dann fertig sein?"
„Nein, aber dann habe ich mich angezogen, um mitzukommen!"
Toten- und Kindbett oftmals zugleich stnd, um einen Begriff zu erhalten, wie sich die Tschechoilowakei die „Befreiung" eines Volkes vorstellen mag. Man mutz einen regenschweren Tag in diesen Stätten letzter menschlicher Not verlebt, mutz die Pfützen in den Hütten gesehen haben und die Ansammlungen der von dem Regen aus den eigenen undichten „Wohnungen" in die Behausung emes dank seines mit Pappe belegten Wohndachs Glücklicheren geflüchteten Menschen und dann wundert man sich nicht mehr darüber daß in diesem Rahmen, auf diesem Landstrich die neue Zeit nicht Einzug halten konnte, datz Radio und Flugzeug für den größten Teil dieser Leut« unbegreifliche, teuflische Dinge stnd und baß hier finsterster Aberglaube eine dauernde Heimstatt gesunden hat. <-'e0 Bayer-
Das amerikanische Riesenluftschiff „Akron 2", das mit einem Jnspektionskomitee des Kongrefles an Bord von Lakehurst starten sollte, erlitt einen Unfall. Das Heck ritz sich von dem beweglichen Ankermast los. Infolgedessen wurde eie „Akron" gegen den Boden gedruckt, wobei ein Steuer abgebrochen und der Heckbezug oufgeriffen wurde. Die Jnspektionsfahrt mutzte verschoben werden.
Humor des Auslandes
Er lügt nicht.
' Der Bürstenverkäufer klopft wieder und wieder an die Tür des Landhauses.
kanzler beklagt den lähmenden Pesiimismus, der unsere Wirtschaft schädigt. Der Pesiimismus wird verschwinden, wenn Ihr Kabinett verschwinde.. Herr Reichskanzler, Sie haben unsere Bewegung der Illegalität verdächtigt und haben sich dafür auf prominente Unterführer berufen. Wir haben Sie aufgefordert, Namen zu nennen; aber Sie sind uns diese Namen schuldig geblieben. (Rufe: Straffer!) Was Sie gegen unsere Presse unternehmen, dagegen ist das Sozialistengesetz ein Schattenspiel.
Wir werden das System besiegen, gegen das wir
Berlin, 26. Februar. Der Aeltestenrat des Reichstages hielt am Donnerstag abend eine Sitzung ab in der die Frage der Zulässigkeit des national soztallstischen Mitztrauensantrages gegen den Reichstagspräsidenten Loebe eingehend erörtert wurde. Da eine Einigung nicht erzielt werden konnte, wird der Antrag am Freitag dem Reichstage selb st unterbreitet werden, damit er über seine Zulässigkeit selbst entscheidet.
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Wir werden das System besiegen, gegen das wir kämpfen. Man fragt uns, was wir unter System verstehen: Es ist das System, das die framöfische Faust küßt. Es ist das System, das mit Barmat Blutsbrüderschaft macht und die Parteibuchbeamten eingeführt hat. (Ruse links: „Hitler ist doch auch Parteibuchbeamter geworden!") Es geht jetzt nicht um Hindenburg, es geht um dieses System und am 13. März wird dieses System vernichtet werden, und Hitler wird siegen (stürmischer Beifall bei den Nationalsozialisten). »
Abg. von Freylagh-Loringboven (Dn.) verliest unter großer Heiterkeit der Rechten aus einer Brüning-Biographie eine Stelle, in der dem Reichs- ' kanzler nachgerühmt wird, daß er es verstehe, wie der listige Fuchs mit dem Schweis die Spuren seiner politischen Taten unsichtbar zu machen. Aus diese geschickte Fuchsschwanztaktik, so fährt der Redner fort, fei es Wohl zurückzuführen, wenn das deutsche Volk niemals von außenpolitischen Erfolgen des Kanzlers
Vor dem Kanzer hatte der Abg. Leicht (Bayer Volkspartei) gesprochen, der für Hindenburg und die Regierung eintrat. Nach der Kanzlerrede ergriff zunächst Abg. Siemsen von der Sozialistischen Arbeiterpartei vas Wort; er wandte sich gegen Hindenburg und Brüning.
Abg. Nörgler (Som.) führt u. a. aus, Reichskanzler Dr. Brüning, der von den Sozialdemokraten unterstützt wird, habe offen eingestanden, daß er- nicht nur geistig, sondern auch physisch an der Niederschlagung der Revolution mitgewirkt habe. Durch die Bundesgenoffenschaft mit Dr. Brüning sei die arbeiterfeindliche Einstellung der Sozialdemokratie gefenn» zeichnet.
Nach dieser Rede gab es wieder einmal eine Unterbrechung der Sitzung, weil die Kommunisten die ' Internationale anstimmten. Die Kommunisten Pieck und Remmele wurden deswegen von der Sitzung ausgeschlossen.
Nach Wiederbeginn nahm zunächst
Abg. Goebbels (Nat.-Goz.)
das Wort. Er führt u. a. aus: Eine Beleidigung des Reichspräsidenten kam in meiner ersten Rede garnicht in Frage. Ich habe wegen des Lärms der Sozialdemokraten meinen Satz nicht vollenden können. Er Iollte lauten: Sage mir, wer dich lobt, und ich will itr sagen, wer du bist. Gelobt von der Asphaltpresse gelobt von der Partei der Deserteure, gelobt vom Zentrum und der Staatspartei, gelobt aber auch von den Nationalsozialisten, das kann es nicht geben! (Lachen bei der Mehrheit und Ruse: „Das ist ein jüdischer Trick") Wir stehen in Ehrfurcht vor Hindenburg. Er ist eine Persönlichkeit, die man dem nationalen Lager weggenommen hat. Er gehört seinem Namen und seiner Vergangelcheit nach zu uns und nicht zu denen, die ihn heute loben. Der Reichs
gestellt wurde, die „Befreiung" versprochen; aber mögen sich die guten Ukrainer und Zigeuner darunter vorgestellt haben was immer — es ist alles beim Alten geblieben. Die staatliche Gewalt bekümmert sich um sie nut insoweit, als sie auf pünktliche Zahlung der Steuern und Abgaben bringt und von dem „Werk der Befreiung", das in der stutz die tschechische Presse zu verh«
schuldlüge energische Schritte unternimmt. Wenn in der M e m e I f r a g e nicht schnell etwas durchgreisen- des geschieht, dann erwarten wir von unserer Regierung die schleunige Durchführung der vom Kanzlet angekündigten Maßnahmen. Darüber hinaus müssen mir immer wieder betonen, daß die im Versailler Diktat getroffene Regelung bet Ostgtenzen unerträglich ist und immer wieder den Frieden erschüttern muß. m .
Wit erwarten von der Regierung, daß sie das Ziel in der Reparationsftage. das vom ganzen deutschen Volk erstrebt wird, in ruhiger, geschickter Arbeit weiter verfolgen wird. Wir wollen nicht, daß die Früchte einer langen entbehrungsreichen Politik unter dem Druck der Not vernichtet werden durch eine sinnlose Politik der Abenteurer. Wir wollen das Große groß sehen, und darum wählen wir Hindenburg. /Beifall bei der Staatspartei).
Die Weiterberatung wird gegen 8,30 Uhr auf Freitag 10 Uhr vertagt.
Der Präsident teilt mit, daß vom Abg. Dr. Frick (Rat.-Soz.) ein MißttauenSanttag gegen den Reichstagspräsidenten eingebracht worden ist und daß Der Aeltestenrat noch heute abend sich mit der Frage einer Ergänzung der Geschäftsordnung in dieser Richtung befassen will.
stimmt dem Reichskanzler darin zu, daß die Außenpolitik nicht der Erreichung innenpolitischer Ziele dienstbar gemacht werden dürse. Die deutsche Innenpolitik sei aber nicht so geführt worden, datz sie Deutschlands Position in dieser schwierigen außenpolitischen Lage erleichtern konnte. Die Maßnahmen der Regierung kamen fo spät, oder blieben so aus hal- Wege stehen, daß zwar alle ungünfftgen Wirkungen der Deflation eintraten, die günstigen Erscheinungen einer solchen Entwicklung aber ausblieben. Der Reichskanzler steht sicherlich grundsätzlich auf dem Boden des privatwirtschaflli- chen Systems, aber die in seinen Nowerordnungen angewandten Methoden-tragen durchaus den Cha- rakterstaatsrapitalistischerWirtschaft. Die Ausgaben der öffentlichen Hand steigern sich weiter. Der Ausgleich des Etats wird gefährdet durch die Unsicherheit in den Finanzen der Länder und Gemeinden. Den Reformbestrebungen der Re-
Von Zeit zu Zeit wissen die Zeitungen seltsam« Dinge aus dem östlichen Teil der tschechoslowakischen Republik, aus Karpathorutzland, zu berichten. Es sind Meldungen gewissermaßen aus dem Mittelalter heraus, aus finsterer Vorzeit mit Herenwahn, Geisterspuk und düsterem Aberglauben. Ist diesem Gebiete des tschechischen Staates, das, von den Nachbarländern Ungarn und Polen infolge der Sperrung der Grenzen abgeschnitten, vom eigenen Lande außerordentlich stiefmütterlich behandelt wird, ist die Intelligenz so dünn gesät, daß es nicht Wunder nimmt, wenn die breiten Bevölkerungsschichten mit eiserner Konsequenz an dem festhalten, was ihrer primitiven Vorfahren Dasein ausgefüllt hat: neben der Anspruchslosigkeit an das Leben der Glaube an geheime Mächte und Gewalten.
Man wird unter den Völkern westlicher Kultur nur wenige Stämme finden, die unter so Üblen Voraussetzungen das Dasein fristen wie die Karpatho- ruffen in ihrer überwiegenden Mehrheit. Wohl Überrascht die Hauptstadt Karpathorußlands, Uzhorvd, durch moderne Bauten und durch eine gewisse Sauberkeit, die man gerade in diesem Winkel der Tschechoslowakei nicht vermutet, aber in den Dörfern und Siedlungen zeigt sich soviel erschütterndes Elend, datz es nicht tragbar wäre, würden die Karpatho- ruffen nicht einer unglaublichen Stumpfheit ausgeliefert fein, die sie ihr Schicksal als etwas Selbstverständliches tragen läßt. Man hat ihnen, als nach den Friedensverträgen das larpathorussische Land der ungarischen Oberhoheit entzogen und unter tschechische
Soziales vor 400 Zähren
Kaiser Karl V. erließ 1531 ein Edikt, aus welchem folgende Bestimmungen heute von Interesse sind:
1. Die Strafe der Verbannung nebst der Einziehung des Vermögens trifft denjenigen, der durch Aufkauf von Waren die Preise in die Höhe zu treiben und auf diese Weise sich zu bereichern sucht.
2. Um dem Betrug und der Teuerung beim Verkauf der Lebensmittel vorzubeugen, werden die Beamten und Rechtsgelehrten sämtlicher Städte ersucht, den Preis aller Lebensmittel genau zu bestimmen.
3. Die Bankrottierer und deren Helfershelfer sollen als öffentliche Diebe behandelt werden. Fliehen sie ins Ausland, bann sollen sie verbannt werden und nie mehr die Erlaubnis erhalten, in ihre Heimat zuriick- zukehren.
4. Vagabunden und herumstreichende Bettler sollen überall aufgegriffen und nach Belieben gezüchtigt und bestraft werden. Die verschämten Armen jedoch, sowie alle, die ohne ihre Schuld ins Elend gestürzt sind, sollen durch Bildung von Wohltätigkeitsanstalten unterstützt, Kranke und Krüppel in Spitälern untergebracht werden.
Ist das noch Europa?
Bilder aus Karpathorußland
gterung auf dem Gebiete der Arbeitslosenversorgung stellen sich immer wieder die parteipolitischen Bestrebungen der Sozialdemokratie hemmend in den Weg.
Dem außenpolitischen Ziel des Reichskanzlers in der Trlbuisrage stimme ich aus vollem Herzen zu, aber ich stelle die sorgenvolle Frage, ob mit der von ihm angewandten Methode das erstrebte Ziel erreicht werden kann. Wir verlangen die Proklamierung einer breiten nationalen Front ass Grundlage einer nationalen Politik. Die Ausgabe des Kanzlers wäre es gewesen, die in der nationalsozialistischen Bewegung steckenden Kräfte in den Staatsaufbau elnzuordncn, soweit sie irgendwie dazu fähig und bereit sind.
Abg. Rossmann (Soz.) erklärt: Wir wissen, daß es bei der bevorstehenden Reichspräsidentenwahl um das Generalziel gebt, den faschistischen Vormarsch abzuschlagen. Um dieses Generalzteles willen, nicht aus Sympathie für die Brüningregierung und Ihrer Politik, werden wir für Hindenburg stimmen.
Abg. Oöbrich (Landvolk)
gab eine Erklärung ab, in der er betonte, dass feine yraltion eine Umbildung des Kabinetts unter verantwortlicher Beteiligung aller Rechtsparteien durch das parlamentarische Mittel der Miß- trauenäamräge immer für dringend notwendig gehalten habe. Mit Bedauern sei festzustellen, daß manche der vom Reichsernährungsministerium schon lange vorgeschlagenen Maßnahmen infolge der vorhandenen Widerstände verspätet oder nicht ausreichend zur Durchführung kommen könnten. Die Landvolkpartei trete völlig frei von parteipolitischen Erwägungen für die Wahl Hindenburgs ein.
Abg. Or. Reinhold (Staatspartei)
beschäftigte sich zunächst mit dem Reichswehr- erlatz. Von dem Reichsinnenminister Groener als Verfassunasminister hätten wir erwartet daß er den Reichswehrerlaß des Wehrministers Groener wenn nicht aufhebt, so wenigstens daraus die für unser Staatsgefühl unerträgliche Stelle streicht, die eine Gleichstellung bedeutet derjenigen, die treu zum Staate stehen und ihn verteidigen wollen mit denen, die diesem Staat an die Gurgel wollen. Wir begrüßen die Erklärung deG Reichskanzlers auf der Genfer Abrüstungskonferenz. Wir erwarten von der Regierung, daß sie gegen die Aufrechterhaltung der Kriegs-
,,Werk der Befreiung", das in der Zeit nach dem Umsturz die tschechische Presse zu verheißen nicht müde wurde, ist in Karpathorußland noch immer nichts zu merken, so leicht es den Tschechen gemacht wäre, dem ärgsten Elend dieser anspruchslosen Menschen ohne großen finanziellen Aufwand abzubelfen.
Nicht anders als einen europäischen Skandal muß man die Wohnverhällnisse des karpathotussischen Bob kes bezeichnen: anderswo sind Tiere besser und iohn- licher untergebracht als im karpathorusstschen Land bie Mehrzahl der Menschen. Aus Kistenbrettern zusammengenagelte sog. Hütten mit Lehmboden, mit „Dächern", durch sie per Regen rinnt, ausrangierte und halbverfallene Eisenbahnwagen, in denen in un- abgeteUttn Räumen mehrere Familien zugleich Hausen, Lager unterm freien Himmel, das sind die Wohnstätten tausender Karpathoruffen, sind die Brutstätte von Krankheiten und Epidemien, die Herde unbeschreiblichen Verfalls von Moral und Sitte. Man muß diese halbwüchsigen Buben und Mädchen der karpathorusstschen Elendsiedlungen, nur mit zerrisse- ntntymbtn bekleidet, gesehen haben, man muß einen Blick in die Hutlen bkfer Menschen getan haben, auf die Lagerstätten, die Wiege, Brautbett, Krankenlager,
Geistesgegenwart.
Ein Mann hat in einem eleganten Restaurant gegessen, steht auf und geht zur Tür. In dem Augenblick, als er an dem Hausdetektiv norübergeht, fallt ihm aus feinem geschwollenen Mantel eine silberne
Der Gast sieht den Detektiv ruhig an, dann dreht er sich mit verdrießlichem Gesicht zu den Gästen um:
„Flegel!" sagt er, „wer hat das nach mir geworfen?" und geht hinaus.
Garten. „ .
„Ist deine Mutter zu Haus?" fragt der
„Jawohl," erwidert der Junge.
Der Händler klopft immer lauter.
„Ich denke, deine Mutter ist zu Haus? endlich zu dem Zungen.
„3ft sie auch, aber wir wohnen nicht hier.
Der Bruder des Reichspräfideate« gestorben. Am Donnerstag ist in Lübeck Bernhard von Hindenburg^ der Bruder des Reichspräsidenten, im 74. Lebensjahre gestorben. — Bernhard von Hindenburg, der am 17; Januar 1859 in Elogau geboren wurde, war früher Offizier und widmete sich später Sriftstellerlscher Tätigkeit. II. a. hat er im Jahre 15 ein Lebensbild seines Bruders veröffentlicht.
Freitag, 26. Febkuar 1932
Frage käme. (Zuruf bei den Nationalsozialisten: to*r auch nicht akzeptieren!) Sie (nach Rechts) können nicht von mir verlangen, baß ich ^ynen zu einer Einigung verhelfe, indem ich ge-, wissermaßen über uicate» eigene politische Leiche hin- wegspringe (Heiierkeli und "Zustimmung).
<Stejammern über dgs System, und darüber, daß ®,e nt“)t an die Macht kommen. Es sind unzählige Versuche in den letzten Jahren gemacht worden, mit den Rechtsparteien zusammen zu regieren. Die Deutschnationalen haben es im Sommer 1930 in der Hand gehabt, aus diese Weise die Macht zu erobern, aber das geht nicht soweit, daß ich nun in jedem Eluzelfalle auch noch denen die Rezepte angeben soll, die bie Regierung nicht unterstützen wollen (Heiterkeit und Beifall).
Verantwortlich für den politischen Teil: Dr. Walter Pe b n t: für bo8 Feuilleton: G e rm a n M. Ä,o n a u: für den lokalen Teil: Dr. Sans if o a du m Glatze r: für ben ©eimatttil: Rudolf G later: für Handel: Dr. HansLanäenbers: für ben Seerttetl: Herbert S t> et a>: Pboto-Rebakteur: @ b u s r b Schulz- K «H et: für Anzeigenteil: R ö r a b ÜSa ch s m an u. — Berliner Schriftieinrna- Dr W a l t« r/T bu m . Be"- lin SW. 68. — Druck unb Verla«: Äoneier Netteste Nachrichten G. m. b. H. Saffet Kölnische Strafte 10.
Das STiwt System:
Die Verpackung.
Wir führen keine Unverpackten Waren, die in Haufen im staubigen Fenster und auf den Verkaufs'ischen umherliegen, jeder Berührung menschlicher Hand und allerlei Unsauberkeit ausgesetzt.
Wir haben ganz einfache Verpackungen eingeführt, um den Freunden guter Pralinen für das gleiche Geld mehr oder bessere Ware liefern zu können. — Wenn inzwischen so mancher uns das nachgemacht hat, so ist das nur ein Beweis mehr für die Richtigkeit unseres Vorgehens, das mit überlebten Verkaufsarten aufräumte!
So ist das System
hygienisch, einfach u. qualitätsfördernd.
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Mokketten .......... 130 a 50pfg.
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Orangestäbchen ....... 110 g 50pffg.
also 1/4 Pfund 57 Pfg.
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also l/« Pfund M Pfg.
Most Schlager ........ 110 g 50pffg.
also Pfund 57 Pfg.
Rajah ............90 g 50 Pf..
also !/< Pfund 70 Pfg.
Wer liefert in gleicher Güte zu solchem Preise!
MOST
Verkaufsstellen: Obere Königgtraße 33, Untere Könlgsfraße 74 ........... HoheniollernstraBe ei, Bahnhofstraße 15