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Handel Wirtschaft Börse

Kasseler Neueste Nachrichten

Hessische Handelszeitung

"Mittwoch, den 24. Februar 1932

Einmütige Kreditbank-G.-V.

Sämtliche Verwaltungsanträge einstimmig angenommen

Waren und ihre Preise

Auf Grund des am 1. November eingeführten Konzcssions

In Kürzet

4 ml liehe Kotierungen vom Vortea

23, Februar

10

Wien

100 Schill

23.50

17.00

1850

23. Februar

Tagl. üejd 77 *]« o/o

in Reichsmark Privatdiskont 6 5/s G. fct/sB.

et Marge Ausfälle im Kreditgeschäft durch die inneren Rück­stellungen genügend vorgesoiAt sei, wurde die vorgelegte

Bilanz ohne Diskussion einstimmig genehmigt

22. Februar

243.00-24500 195.00-197.0C 163 00-170-00 15600-162.00 148 00 155.00

Hebet die Berufsbekleiduugssirma «ebnen u. I S- ring, Berlin, die bekauuiltch mit über 75(11>(10 RM Pnfsi- ven die Gablungen eingestellt hatte, ist nnuviehr vom «mts- gericht Berlin Mitte das gerichtliche Bergleichsverfahreu er­öffnet worden.

1 widmete Direktor Letschert besonders eingehende Ausfüh­rungen. Ueber die Gliederung. Deckung und die Art der Kreditgeschäft« gab er unter Beibringung von Zahlen weit über das Material des Truckbcrichtes hinaus Auskunft. Das vorgctragene Zahlenmaterial beweise aufs neue, das! die Kreditbank bei der Kreditgewährung gewissenhaft v 0 r g e g a n g e n sei und sich im Rahmen ihrer Kräfte ge­halten habe. Besonders hervorgehoben wurde, datz die Kreditbank durch ihre seil Jahren betriebene vorsorglich« Geschäfts- und Refervenvoltlrk in der Lage sei, di« sich aus der jetzigen Krise ergebenden Verluste aus ihren Rück­lagen zu decken und datz nach dem Stand vom 31. De­zember 1931 die in der Bilanz ausgewiesencn Rücklagen als unverbraucht anzusehen sind.

Zum Schlutz seiner Ausführungen dankte Direktor Let- scheri den Mitgliedern und Sparern für ihr der Kreditbank erwiesenes Bertrauen und bat sie. auch weiterhin ihr treu zu bleiben. Die Keditbank könne mit dem Ergebnis des Kriseniahres 1931 durchaus zufrieden sein und sei auch für die Zukunft allen Anforderungen gewachsen.

Nach Verlesung des Prüfungsberichtes des Aufsichts­rats und des Revisionsberichts des Vcrbandsrevi- sors, der zu der Feststellung gelangt, da« das Kreditgeschäft vorsichtig und nach gesunden Gesetzen betrieben und für

verfahrens lätzt sich jetzt endlich nach jahrelangem Hin und Her der Umfang des gewerblichen Güterkraftverkehrs mit einiger Sicherheit feststellen. Die endgültige Zahl der kon­zessionierten Fahrzeuge ist noch nicht bekannt: nach dem bis­her vorliegenden Teilergebnis lätzt sie sich aus etwa 8000 schätzen. In dieser Ziffer ist der sog.unechte" Werkverkehr einbegriffen und die etwa 1900 Lastzüge des eigentlichen Autofernverkehrs, dem allgemein die Diskussion und Kämpfe der lebten Jahre aalten. Nach eingehenden Berech­nungen erzielten diese Fahrzeuge im Jahre 1931 für Trans­porte über 50 Km Frachteinnahmen in Höhe von knapp RM 50 Mill., während die Frachteinnahmen der Reichsbahn in der gleichen Zeit sich aus etwa RM 2300 Mill, beliefen. Die Reichsbahn selber hat beim Reichsverkebrsmtnisterium noch in diesen Wochen zur Dur.netzung ihrer Wünsch« bezüglich der Tariffestsetzring mit einem durch den gewerblichen Kraft­verkehr verursachten Ausfall von RM 70 Mill, operiert und früher bekanntlich mit Zahlen, die sich in Höhe von mehreren hundert Millwnen bewegten.

Schon der bisherige Zustand allgemeiner Unsicherheit i« Autotransvortgewerbe hat daz» geführt, datz feil be« 1. November rd. 60 0. H. der Fahrzeuge siilliegen.

Mehr als 30 und 40 Fahrzeuge warten heute bei den Auto-

Die deutschen Gesenkschmieden, die sich infolge des Darniederliepevs der Äutomobiliudustrie und der un» zureichend-u Bestellungen der Re oisbabu in ickmieriger Lage befinde», habe» sich in einem Verbände zufammengefchlosieu

Wie SB. I. «..Handelsdien« erfährt, hat die SSU< Aut 0 m » b»l»A. - G Heilbronn, die die Erfüllung ihres Produktionsprogramms bis zum 31. 3. 82 verlängerte, vorläufig einen Stillegnugsautrag gestellt.

Die Gemeinschaft deutscher Krattwoaenspediteure und der Bund Deutscher Laft-u^kne^itrure sowie bisher nicht organi- si r/e Firmen fr-ben F l, umG e d e k r a - R e i ch s » e r- b o » d (Gei-icin -aft *enlUier K tas.wagenipeoiteurei e. B. »usammeugeschlosieu.

Fahrtkosteil und Dieusiaufwaudseutschädiguug. Di« Un­kosten eines Arbeitnehmers für Fahrten zwischen Woh­nung und Arbeitsstätte können bei der Einkommensteuer als Werbungskosten abgezogen werden. Nach einer Ent­scheidung des Oieichsfinanzhofes (VI A 933/28) kann nun aber zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine steuer­freie Dienstautwandsentschädigung in Söbc der Fabrtkosten vereinbart werden, die neben den bereits in der Lohnsteuer absetzbaren monatlichen 20 Mark für Wc- bungskosten von der Lohnsteuer befreit ist, doch mutz eine solche Verabredung in formal einwandsreier Weise vor sich geben.

Berliner Rauhsutternotierungeu vom 33. Sebr. Drabt- gevretzt. Roggensirob 0,8»1,05, Weizenstroh 0,60,75, Ha­ler st roh 0,650.8, Gerstenstroh 0,650,8, gebund. Roggen- lanastrob 0,850,95, Weizenstroh 0.65-0.75, Häcksel 1,41,6, tzandelslibl. Heu ges. trocken 1,91,4, gutes Heu (erster Dchntttl 1.83,1. Luzerne lose 2,49,7, Tbomoiee lose 2,35 bis "2,6a. Kleeheu lose 2.252,55. drabtgevr. Heu in Psg. über Rottz 30. Tendenz: fester.

Der neue zweiklasfige R e i ch s k r a f t w a g e n- 'Oft* für Güter und Tiere ist nunmehr im Reichsmini- sterialblatt erschienen. Die Behörden sind angewiesen. Ver- stötzc gegen den Reichskraftwagentarif der zuständigen Ge- nebmigungsbebörde mitzuteilen, der es obliegt, die Unter­nehmer zur Entrichtung des Strafgeldes heranzuziehen und im Wiederholungsfälle die Zurücknahme der Genehmigung in di« Wege zu leiten. Dem Tarifunterbietungs- wesen soll wirksam entgegengetreten werden, liebe rtre= tungen der gesetzlichen Besttmmungen wird nunmehr durch ein« strenge Handhabung der den Genehmigungsbehörden obliegenden Aufsicht und durch Bestrafung der zuwiderhaN- delnben Unternehmen enigegengetreten werden. Der Reichsverkebrsminister hat ein entsprechendes Ersuchen an die Landesregierungen gerichtet. Unterneh­mer. welche die vorgeschriebenen Beförderungspapiere nicht bei sich führen, oder deren Kraftfahrzeug« nicht die ange- ordnet« BeschriftungGenehmigter Güterfernverkehr" tra­gen. werden strafrechtlich verfolgt. Umgehungen des Tarifs wird «ntgegengetreten werden.

Aenderung der Mietverträge für Privattelephov-Anlageu. Aus einen offenen Bries des Reichsschutzverbandes der Be­nutzer von Privattelevhon-Anlagen e. B. an den Retchs- kommisiar für Preisüberwachung Dr. Goerdeler bin, in dem der Reichskommisiar gebeten wurde, eine Aenderung der völlig unzeitgemätzen und meist sehr langfristigen Miet­verträge für Privattelephon-Anlagen herbeizuiühren. hat der Reichskommissar nunmehr Anordnung getroffen, wonach die Mieter in bestimmten Fällen (maßgebend ist der Zeit­punkt, zu dem die Anlage erbaut worden ist) bis zu 8V4 Prozent gesenkt werden müsien. Der Reichskom- mifsar hält es autzerdem für notwendig, datz in besonderen Fällen den Mietern eine Abänderung per Verträge ermög­licht werden müffe, durch die den veränderten wirtschaft­lichen Verhältnissen des Mieters Rechnung getragen wird.

Berliner amtliche Butlernotierungen zwischen Erzeuger und Großhandel vom 23. Februar. 1. Qual. 1,35. 2. Qual. 1.28. abrallende Qualität 1,18. Tendenz: fest.

Heutiger Freiverkehr

Noch keine Tendenz.

Berlin, 24. Februar. Im heutigen Bormiftagsverkehr war eine zuvernainge Tendenz noch nicht zu erkennen. Es wurden einige Realisationen vorgenommen. Die wenig er­freulichen Debatten im Reichstag lietzen. abgesehen von den sonstigen Unstcherheftsfaktoren. noch kein Gefchäst aufkom­men. Auch die nitro liebere Haltung der gestrigen Neuvorker Börse und die rückgängige Tendenz der deutschen Werte tat Auslande finden Beachtung. Am D e v i f e n m a r k t lau­tete die Pfundmeldung aus der Schweiz 17.80. so datz sich Pfunde.gegen Paris aut 88.20, Pfunde gegen Mailand auf 60%, Pfunde gegen eöanten auf 44 "a45, Pfunde gegen Amsterdam aut 8,59,1/16, Pfunde gegen Kabel auf 3,47 errechnen.

Berliner 'Devisenkurse

Durch eine Bekanntmachung des Börfenvorsiavdes wer­den die Vorschriften über di« Zwangsregelung von 8 aisaaefchäfteu de« vom 25. Februar 1932 ab eiugr- fübrten Börsenverkehr in Wertpapieren ohne amtliche Kurs- seftftelluug angepatzt.

Reichsbahn gegen Kraftwagen

Protest der Wirtschaft gegen die überteuerten Kraftwagentarife

Londoner Goldpreis. Der Londoner Goldpreis beträgt am 23. 9. 32 Tür eine Unze Feingold 119 fh 1 d -- 86,9904 RM. tüt em Gramm Feingold demnach 45.3434 pence -- 2,79680 R2ll«

Preisfeukuug bei Kakap und Schokolade i« Packungen. 9iach Verhandlungen mit den Vertretern der Schokoladen- indusirie des Großhandels und des Einzelhandels hat der Reichskommisiar für Preisüberwachung für gepacktes Sa- kaovulver und gepackte Taselschokolade angeorduet, daß die spanne des K l e 1 n b a n d e I s. Grotzhandess und der Einkaufsgenossenschaften gegenüber dem 30. Juni 1931 um mindestens 10 Prozent ju fenten ift. Tie Vor­teile aus der 'veränderten Handelsspanne und die Erfvar- nisse, in deren Genuß die Industrie aus Grund der vierten Notverordnung gekommen ist, sind in vollem Umfange in den Verbraucherkreifen zum Ausdruck zu bringen. Die Regelung tritt am 1. März 1932 in Kraft.

Vernunftgemäße Produktion

Reichsminister Schiele über landwirtschaftliche Absatzfragen.

Bei der Eröffnung des 2. Lehrganges für land, wirtschaftliche Abfatzfragen, der von den land­wirtschaftlichen Genossenschaften und der Preisberichts stelle beim Deutschen Lanüwirtschastsrat veranstaltet wird, hielt Reichsmintster Schiele eine Ansprache. Der Minister führte an Hand von Beispielen aus, datz die drei Hauptmomente tar die Preis««Haltungen der meisten landwirtschaftlichen Erzeugnisse die inländische Produktion, der Außenhandel und sie Kaufkraft der Verbraucherschaft seien. Der Landwirt­schaft seien nicht nur die Voraussetzungen für bessere But­ter- und Milchpreise geschaffen worden, sondern sie hab« gleichzeitig die Pflicht übernommen, ihre Erzeugung 4 u it e t g e r n. Bei den derzeitigen niedrigen Krafttuttermit- telpreifen und den Milchpreisen bestehe bereits wieder eine Möglichkeit, die Milchproduktion nützlicher zu gestalten und di« Geiamtankosten der MUcherzengun« zu lenken. Der Marktbeobachler habe nicht nur die Aufgabe, bei der Ver­wertung der landwirtschaftlichen Erzeugniffe dem Landwirt zu raten und zu helfen, von ihm müffe auch die Initiative zur vernunftgemätzen GestaltungderPro- d u k t i 0 n ausgehen. Die Reichsregierung habe bei den meisten und wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnissen die erforderlichen Schutzmaßnahmen gegenüber dem Weltmarkt getroffen. Di« Einfuhr an Lebens Mitteln fei seit 1927 auf ein Drittel beruntergeürückt und die Preisschere sei durch Anpaffung von beiden Seiten wesentlich verringert worden.

« ch a s e: Mastlammer und tangere Masthammel al Wetdemast bl «tallmast 3638. mittlere Mastlämmer, ält. Masthammel 3436. gut genährte Schafe 2830, fleischiges Schafvietz 3033, gering genährtes Schafvieh 2028. » Äwetne: Fettiwwetne über 300 Pfd., vollfl. von co. 240 300 Pfd. 4314, vollfl. von ca. 200241) Pfd. 4113, vollfl. vodn ca. 160200 Pfd. 3841, fleischige von ca. 120 bis 160 Pfd. 3537, unter 120 Pfd.. Kauen 3941. Auftrieb: Rinder 1407, darunter Lchfen 290. Bullen 471 Kühe und Färsen 646, al zum Schlachtbof dir. 49 bi Aus­landsrinder 57. Kalber 2775 al »um Schlachtbof dir. bi Auslandskälber 51. Schate 3471 a) jitm SLIachthof dir. 285 6) Auslandsschafe, Schweine 18 051 al zum Schlachtbof dir. 27/1 b) Auslandsfchwetne. Marktverkauf: Bei Rindern ruhig, bei Kälbern ziemlich glatt, gute Kalbt I qemcbi. bei Schafen ruhig, beste OalUiäutige über Notiz, fae. 1 «chwetnen glatt.

I» der a. e. GL der Gottfried Liuduer A.-G., Ammendorf b. Halle a. 3 wurde das zurzeit 5 034 OOil R betragende A.-S. um 1,5 Mill. RM durch Eiuzieuviig tm Besitz der Gesellschaft befindlicher »iammattien btrabgeiciv ,rür das laufende Geschäftsjahr 1931/32 ift kaum mit einer Divideudeuausschüttuug zu rechnen.

und Vorstand und Aufsichtsvat einstimmig Entlastung er- teilt, woraus Geh.-Rat Dr. Harnier unter lebhaftem Bei­fall dem Vorstand den Dank der Versammlung für feine mühevolle Arbeit aussvrach. Borschlagsgemäß beschloß die Verwaltung, aus dem Reingewinn von 204 425 (i. V. 260 761) RM eine Dividende von 6 (i. B. 8) Prozent zu verteilen: die Gewerbebankmitglieber erhalten ebenfalls eine Dividende von 6 Prozent, 9900 RM werden der ge­setzlichen Reserve, 50 000 RM der Rücklage für Außen­stände und 4300 RM der Ruhegehaltsrücklage zugewiesen und 5000 -RM der Verwaltung für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung gestellt: zum Vortrag verbleiben 6206 RM. Die offenen Rücklagen betragen nach diesen Beschlüssen ins­gesamt 825 000 RM. .

Di« Neuwahlen zum Aufsichtsrat ergaben die Wiederwahl der turnusmäßig ausscheidenden Mitglieder Privatmann Gerhardt, Sondikus Dr. Hartmann, Kaufmann K l i v p « r t und Stadtbürvdirektor i. R. Nuhn. Kaufmann Hermann S i » d e r m a n n ist auf feinen Wunsch aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden, dem er 33 Jahre lang angehört bat: eine Zuwahl wurde nicht vorgenommen. Zum Schlutz der in völliger Einmütigkeit verlaufenen Versammlung wurde noch ein ans 15 Mitglie­dern bestehender Wahlausschuß für die neue Bertre- terversammlung gewählt, der sich im allgemeinen aus den Mitgliedern des letzten Wahlausschufles zusammensetzt. hl.

Seid

1.028 3.696

1.419 14940

14.590

4.209 0.250

5.445 5b.59

2.520

56.94

62.08

6.563

21.680

7.463 41.980

80.27 13.290

79.22 16550 12.-65

65.73 60.920 62O2o

W 81X2 111.29 49.950

Pari».....lUü Fra. . .

Prag ..... IW) Kr. . .

Reykjavik . . . ItiV isl Kr. tilge .... 100 Latte Seb weil . ... 100 Frc.

Sofia .....100 Lewa

Spanien . . 100 Peseten

Stockb. Gotbenb. 100 Kr. .

Tallinn (Estl.l . 100 estn. Kr

Berliner Produktenbörse

Heutiger Frützverkehr ruhig.

Berlin, 24. Februar, Marktlage für Jnlandbrotgetreib« ruhig. Das Angebot ift nicht sonderlich groß, doch fehlt an­dererseits icalicbe Kauflust. Die Lieferungsvreife für Wei­zen und Roggen werden unverändert zum Bortagsbörfen- schluh Brie (gesprochen. Effeklivwarc hat kaum Geschäft und liegt gleichfalls ruhig. Hafer tendiert ftetig.

Magdeburger Zuckernotieruugeu vom 23. Februar. Ge­mahl. MebliS prompt per 10 Tage 31,80. Tendenz: ruhig.

Viehmärkte

Berliner Schlachtviedmarft vom 23. Februar. Ochse n: pollfleischtge ansgemätzete höchsten Schlachtwerts, jüngere . altere, sonstige vollfleifchige jüngere 3234. altere. fleischige 2932, gering genährt« 2327: Bullen: jün­gere vollslenchtge höchiten Schlach.roerts 2628, sonstig« voll- fteifchige oder ausgemaftete Ä25. fleitoige 2824. gering genährte 2022; Ku h«- jüngere vollfleischige höchsten «ch.achtwerts 2324. lonitige vollfleischige oder ausaemä- stete 18^2. iletschtge 1417. gering genährte 1113: F ä r- f en: vollfteuchme airogemaßete höchsten Schlachtwert. 30 bis 31. vollileifchige 2529. fleischige 2023: Fresser: mäßig genährtes Jungvieh 1722; Kälber: Doppellen- ber bester ll.ast. beste Mast- und Saugkälber 37-44. ntlltl. Mast- u. »augkalber 2838. geringe Kälber 1826.

14.50-16.5U

29.00-34 00

11 9J12.00

12.50

12 30-12.40

8.OU8.10

10.90-11.00

1190

13.20 13-50

Hierzu wird uns vom Reichsverband der Auto- mobilinbuftri« geschrieben:

Fast einmütig haben all« an der Berkehrspolitik interes- sierten Wirffchaftszweige den jetzt am 10. Februar in Kraft getretenen Reichskraftwagentarif abgelehnt. Dieser sieht bekanntlich die Bindung der Beförderungspreise des Auio- transvortgewerbes an die beiden höchften Tarisklas- f e N der Reichsbahn vor und schließt somit den Kraftwagen von der Beförderung von rund 95 Prozent aller Güter aus. Sowohl der Reichsverbanb der Deutschen Industrie wie des Groß- und Ueberseebandels, eine große Anzahl von Han­delskammern. die Spitzenvertretung des gewerblichen Kraft­verkehrs wie auch die Automobilindustrie halben bei den Ministerien schärfsten Protest erhoben. Dieser Umfang des Widerspruches ist berechtigt, weil es sich bei dem Problem öes Kraftwagentarifs um eine Frage grundsätzlicher Bedeu­tung für die künftige Gestaltung der deutschen Verkehrspolt- tik überhaupt handelt, welche alle jenen weiten Kreise der Wirtschaft angeht, die wie z. B. die Lebensmittelindustrie, die Brauereien. Mühlen, der Maschinenbau, das Bauge­werbe, die Grotzmärkte usw. in ihrer heutigen Absatzorgani- sation mehr oder weniger auf die Verfrachtung von Auto- transporten angewiesen sind, deren Gcstehuiigskosten durch die Gestaltung des Reichskraftwagentarifs empfindlich be­einflußt werden.

Der ReichSkraftwagentarif ist das entscheidende Glied in ber Kette jener gesetzgeberischen Maßnahmen, di« auf ein« Regelung des Wettbewerbsverhältniffes zwischen Reichsbahn und Kraftwagen hinzielen. Ueber die Form dieser Regelung gibt das Gesetz über den Ueberlandvcrkebr mit Kraftfahrzeugen genaue Vorschriften. ES for­dert eine Festsetzung der Beförderungspreise im Kraftver­kehr derart, daßder PreiSroettbewerb zwischen den beiden Verkehrsmitteln auf gleiche Grundlage gestellt und der gemeinwirtschaftliche Ausbau des deutschen Eisenbahn- GütertarisS nicht gesährdet wird." Der nächstliegende Weg, die hier geforderte Tarisvarität herzustellen, ift die Ueber- nahnte des gesamten ReichSbahn-Tarif sy st ems durch den Kraftverkehr. Ganz im Sinne der Forderungen, welch« die Reichsbahn im vergangenen Jahr immer wieder erhoben hat, würde er eine Unterbietung der Besörderuttgs- yreife der Eisenbahn durch de» Krastverkehr vollkommen auSschlietzen. Der Krastwagentarif in seiner augenblicklichen Gestalt aber

widerspricht allen Zusicherungen.

die daS Reichsverkebrsministertum der Krastverkebrswirt- fchast wiederholt gegeben hat, als es im Herbst 1931 über deren Zustimmung zu der gesetzlichen Regelung des Wett- beroerbsverhältnisses zwischen Eisenbahn und Kraftwagen verhandelte. *

Im Zusammenhang mit anderen Maßnahmen, die das ReichSverkehrsministerium und die Reichsbahn mit dessen Zustimmung veranlaßt hat, bedeutet der jetzig« ReichSlraft- roagentarif praktisch eine fastvölligeAuSschaltung des Autotransportgewerbes aus der Verkehrsbedienung.

Durch das für den Kraftwagen erlassene Verbat, in die billigere« Normal- «ud Ausnahmetarife der Reichs­bahn einzutrete«, wird dem gewerblichen Kraftverkehr di« für seine Rentabilität entscheidend wichtige Mög­lichkeit zu genügender Frachtbeschaffung genommen.

Nur in seltenen Fällen und fast allein tat Fernverkehr über 500 Km ist das Frachtaufkommen und bi« Organisation der Äraftwagenfvediteure ausreichend, um als Rückfracht auch hochwertige Güter der Klaffen A und B zu beschaffen. Für mittler« und nabe Entfernungen bis zu 200 Km aber, die heute meist ohne Vermittlung des Spediteurs unmittelbar vom Verlader ausgenommen werden, ist der Frachtführer auf niedrig tarifiertes Gut für die Erlangung von Rückfrach­ten und Erzielung einer Rentabilität angewiesen.

Gerade hier aber läßt sich deutlich erkennen, daß es der Reichsbahn nicht aus di« Regelung des Wettbewerbs, son­dern auf B e r n i ch t u n g des Güterkraftverkehrs ankommt. Wie anders könnte sie einen ftraftroagentarif giitheitzen, der den Güterverkehr ausschließlich auf die Beförderung der höchstwertigen Güter verweist, während sie bisher die Schäd­lichkeit des Kraftverkehrs gerade mit der Behauptung zu be­weisen suchte, daß er ihr nur die höchsttarifierten Transporte fortnebme. bie sie im Interesse der billig zu befördernden Massengüter notwendig brauche.

Irreführend wie die Umschreibung des Zieles, das die Reichsbahn »erfolgt, sind auch die Zahle n. mit denen sie gegen den Kraftwagen operiert.

Heimische Wirtsdiaft

Die Arbeitsmarktlage im Arbeitsamtsbezirk Srenfa. Die Zahl der Arbeitsuchenden sank in der 1. Februarsälfte um 87 von 4451 auf 4364. Die Zahl der Hauvtuntentützungs- emefänger in der Arbeitslosenversicherung und ftrisenfür- forge stieg in derselben Zeit um 142 von 3218 auf 3360. Da­von bezogen 2054 Arbeitslosenversicherung und 1306 Krisen- Unterstützung.

Verschlechternug der ArbeUSmarkilage im Arbeitsamts» bezirk Biedenkopf-Dill. In der Zeit vom 1. bis 16. Februar bat sich die Zahl der Arbeitsuchenden wieder etwas erhöht. Nach dem gegenwärtigen Stand beträgt die Zahl der ar­beitslosen Personen im Bezirk des Arbeitsamts 8894 Per­sonen. von denen 6232 unterstützt werden. An Neuanmel­dungen erfolgten in der Berichtszeit 610 Personen. In der Hauptsache hat die Metallindustrie an diesem Zuwachs den größten Anteil, in zweiter Linie bi« Industrie der Steine und Erden und das Baugewerbe. Kurzarbeiter sind vor­handen 1400 Personen.

Geuoffeufchatt für Viehoerwertung Vogelsberg e. G. m. b. H. in Grebenhain. Die voriges Jahr gegründete Bieh- verwertangs-Genoffenschaft hielt ihre erste ordentliche Gene­ralversammlung ab. Der Mitgliederbestand ist von 98 auf 11« gestiegen, der Umsatz betrug 84 659 RM. Es kamen »um Versand 36 Waggonlabungen und 7 Lieferungen auf Lastkraftwagen.

Aktien-Brauerei Rinteln. Rinteln a. 35. Stuf der Tages­ordnung der auf den 15. März einberufenen GB steht neben der Genehmigung des Abschluffes für das Geschäftsjahr 193t Beschlußfassung über die Herabsetzung des Grundkapitals von 800 000 RM nut 120 000 RM durch Aernoieeitna oes Nennbetrages der Aktien zum Zwecke der Beseittgung einer Umerbilanä.

Betriebswiederaufnabme. Der der Firma Äi-ke u. Co.. Kastel, gehörige Basaltbruch Handsburg bat den Betrieb mit verminderter Belegschaft wieder aufgenommen.

Vohlit-Werk A.-G.. Göttingen. Die diesjährige ord. G.» V. findet am 12. März in Göttingen statt.

Konkurs Firma A. Lndoviei in Fulda, In diesem Ver­fahren fand der Schlußtermin statt. Die bevorrechttgten Forderungen mit 87,87 RM sind voll befriedigt Auf die nicht bevorrechttgten Forderungen von 4343,50 RM kommen 200 Mark zur Ausschüttung, was einer Quote von 4,37 Pro­zent entspricht.

Neue Vergleichsverfahren: Tapete nhaus Ferdinand Nennftiel in Gießen; K.-B. Volkswirt Dr. Ruckelshau- fen; Anmeldefrist bis 10. 3. Firma Richard Pelz in Oanau; K.-V. R.-A. Kirftein; Anmeldefrist bis 17. 3. «chubmachermeister Karl Fiedler in Mühlhausen, Th.; K.-V. Kaufmann Kleeberg; Anmeldefrist bis 26. 3.

Neues Bergleichsoerfahren: Firma W. Umsonst Ww. In Bad Nauheim; V.-P. Dr. Hetzberger in Friedberg i. H.; Vergleichstermin 12. 3.

Mangels Maste eingestellt: Konkurs R. Pabst Sohn G. m. b. H. in Rotenburg a. F.

16.00 17.CO 16.00-18.00 14.00-16 10 16.60-1900 10 00 12.00 14.50 16 00 27.00-30.00 11.70 i^lo-12.30

8.0ti8.10

10.80-1090 11.70

13.00 13.30

Ausländische Devisen Kurse.

Zürich. 23. Februar. Paris 2118%. London 1780. Neu- ? n Flalien 2668. Spanien 39.50.

Holland 207.40.,BeAin 121.72. Stockholm 9875, Oslo 9620. Kovenimgen 9,ta. eona 371, Prag 1517. Warschau 5745. Veigraü 906, Athen 660. Konstantinopel 245. Bukarest 305. Helnngwrs 810. Buenos-Aires 129, Japan 173.

Februar. London 8822. Neuhork 2541, Belgien

Spanien 196,63, Jialien 132,10, Schweiz 496, Holland 1026, <o. Oslo 478, Stockholm 487. Belgrad 4-40, Warschau

Amsterdam, 2o. Februar. Berlin 5887,50, London 861, Acuvoik.247,63, Paris 974, Belgien 3445. Schweiz 4827.50, Italien 1290 Madrid 1910, Oslo 4665, Kopenhagen 4740, Stockholm 4 <85. Wien 3525, Prag 732, Privatdi-wltt Tagl. Geld >4. Einmonatsgeld 146-

Buenos Aires . . 1 Pap. Peso Cauada. .... 1 Can Doll Japao ... 1 Yen Kairo ... 1 ägypt. Pfd Konstantinopel . 1 turk Ptd London . 1 Ptd. Sterl.

Neuyork . . 1 Dollar

Rio de Janeiro. . 1 Milreis .

Uruguay ... 1 tiold Pes.

Amsterdam .100 tiuldeu Athen , . . 100 Drachmen

Brüssel ... 10(1 Belga

Bukarest . , , . 1UV Lei Budapest , « . 100 PeugS .

Danzig . ... 100 tiulden

Helsiugtore... 100 üunl M. Italien ... 100 Lire

Jugoslawien . 100 Dinar

Kaunas (Kowno) 100 Litas KopenUaget 100 Kr. Lissabou-Oporto 100 Eskudo Oslo . , . 100 Kr

- - - -- ----------------- bin verzweifelten Wirtschaftslage ht einigen Monaten zu spät

spedneuren auf eine einzelne Fracht. Viele Frachtführer ' fein wird. Wenn das Reichsverkehrsministerium sein in fönnen ihre Familien nicht mehr mit dem Allernotwendig- weiten ft retten der Wirtschaft erschüttertes Vertrauen zurück- ften versehen, geraten in Not und sollen der Wohlfahrt zur | gewinnen will, wird es sofort handeln müffen.*

Saft Eine wettere Folge sind zahlreiche Zusammenbrüche von Automobilhandlungen. Bei den Schwerlaft- wagenfahriken sind di« Umsätze auf ein Fünftel von 1929 zurückgegangen.

(Segen diese Art Tarifpolittk bestehen auch bei den a n - dem Ministerien Bedenke». Das Reichswirtschafts­ministerium hat sich fett Beginn der Verhandlungen über­haupt ge---" jeden ftaotlichen Eingriff in di« Frachtpreisbil- dung des freien Güterverkehrs gewandt und lehnt auch die gegenroärtige Frachtverteuerung ab. Eine ähnliche Haltung dürfte aus naheliegenden Gründen das Reichswehr­mini st erium einnehm.» und ebenso das Reichs- finanzmini st erium, das die wirischaftszerftörenden Auswirkungen dieser Tarifpolittk unmittelbar an rückläufi­gen Steuererträgen zu spüren bekommt. Nur bei dem Reichs- ocrkehrSMinisterium hat die Reichsbahn ihren dort überra­genden Einfluß durchsetzen können. Herr Minister Trevt- ranus hat immerhin zugesagt, in einigen Monaten die Tariferwetterung zu prüfen. Wenn ihre Notwendigkeit aber überhaupt zugegeben wird, so besteht kein Grund, den gegenwärttgen Zustand mit seinen verheerenden Wirkungen nicht sofort zu ändern. Wir fürchten, daß es bei der ohne-

Weizenausiuhrscheinc 180,5 B Roggenausfuhrscheine 125 B.. Gerftcbc.zngSfchein« 23,5 B.. Maisberugsschein« 88 B

Handelsrechtliche Lieserungsgefchäfte an der Berliner Proi-ifünbörfe vem 23.ebruar. Weilen: März 257 bis 2.00. Mai 266'69. .Dill 273274 G: Roggen: Mär» 201 -201,5. Ma; -. dauich 210. Juli J10209; ü a - s e r: März 162,5163,5. Mai 170171, Juli 177177.5."

Welsen rnärs an Station Koggen, mark eh Station Braugerste Futtergerste Hafer, märk ab Station Weizen mell. Roggeumeb, . .

Weizenkleii Koggen k leie - .

Viktoriaerbsen Kleine Speiseerbsen Futtererbsen .

Peluschken . .

Ackerbohnen >

Wicken »

Lupinen blaue .

.. gelbe Seradelia. neue

Leinkuchen Basis 87% blrduuUkueheu 50 % ErduuUkuebenmebi 50 % Trocketiscbuilsel Extr Solaschrot 46 % ah Hamburg .

ab Stettin

Kartotfelf locken

Die gestern abend im großen Saale des Vereinshauses abgehaltenen ordentlichen Vertreterversammlung der K re- di t b a n k ft a s s e l «. G. m. b. H., zu der etwa 250 Mit­glieder erschienen waren, lag ein Abschluß für das Ge­schäftsjahr 1931 vor, der einen bemerkenswerten Gegensatz zu den Grotzbankbilanzen darstellt. Nach den Begrutzungs- worten des Aufsichtsratsvorsitzenden Geh.-Rat Dr. Har­nier ergriff Direktor Letschert das Wort zu eingehen­den Aussührungen über den Jahresabschluß 1931, den wir bereits veröffentlicht haben. Die Kreditbank habe die Be­lastungsprobe gut überstanden, obwohl zu den für alle Banken geltenden Schwierigkeiten für sie noch bi« be­sondere Bankenkrise in Kassel und die liebem ahnte der Gewerbebank erschwerend hinzukamen. Die Kreditbank habe rot« alle Banken wohl einen Geschäftsrückgang erfahren, aber die Grundlagen des Instituts feien unerschüttert und die Reserven unversehrt.

Durch die Ueberuahme der Gewerbebank

Ijobe die Kreditbank, wie die Entwicklung gezeigt habe, nicht nur den Mitgliedern und Gläubigern der Gewerbebank, sondern auch dem Mittelstand Kaffels und sich selbst einen großen Dienst erwiesen. Den Mitgliedern der Gewerbe­bank blieb ihr Kapital erhalten, nach Ablauf des Sperr- iahrs, am 11. 8. 32, erhalten sie auf Wunsch ihren Ge- schastsanteil ausgezahlt, sie erhallen auch für 1931 eine Di­vidende, und den Gläubigern blieben die Sparguthaben in voller Höhe erhalten.

Dem Kreditgeschäft

Briet

1.032

3.7 4 1.421

14.980

14.630 4.217 0.252 1.732

170.57 5.455 68.71 2.526

57.160 62.23 6.6v7

21.920

7.477 42.060

80.43 13.310

79.38 16.090 «R 81.080 02.180

4.003 32.73 bl.18

111.01 OO.CSj

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