Handel • Wirtschaft • Börse
Mittwoch, den 17. Februar 1932
Kasseler Neueste Nachrichten
Hessische Handelszeitung
Die Statistik des Magens
Rückgang der Nahrungs- und Genußmittel-Einfuhr um 14 Proz;
143
138
Kaffee
3.659
2.772 1.853
4.061
1.878
1.410
13
14
ben hat
708
798
522
381
Die Schönheitsreparatur
82
37
Der Zankapfel zwischen Mieter und Hausbesitzer
Die L.eivSiger Sr ü
Berliner Devisenkurse
Waren und ihre Preise
Berliner Produktenbörse
>7
57X60
Viehmärkte
fen:
O
9 60 9 90 21 00 -2750
00
HW44 rK«
■v
Weilen.
Koggen,
Baumwolle Rohseide
67%
-rr
m
-s% 100%
62% 94%
94%
13.210
78.98
16.680
Kakao
Südfrüchte
Brief
1.032
3.674
16. Februar
Tagt Geld 7-7 °/o
Kautschuk Ölfrüchte Öle-Felte
Rohtabak
Gewürze Tee
Leipziger Frühjahrsmesse
6. bis 12. März. / Gute Beschickung zu erwarte»
56.94
81.97
6.593
82.300
3.063
33.23
61.23
111.61
50.050
iiittti
108%
108%
W121L
Lebendes Bieli
Älahrungs- und Genußmttiel pflanzlich. Ursprungs (auch Futtermittel
Nahrungs- uitb Genußmittel tierischen Ursprungs
1 Pap. Peso
1 Can DoU.
1 Yen . .
1 ägypt. Pfd.
1 türk Ptd
1 Ptd. Stert.
1 Dollar
1 Milreis.
1 Gold Pes. .
100 Gulden
100 Drachmen
41.98C 79.82
13.190 7SL2 il.5^ 65.430 80.920 82 140
3.057 33.17 81X7
111.39 49.950
in Reichsmark Privatdiskont 68/sG. 6 V1B,
Deutschland bat im Jahr« 1931 Nahrungs- und Genutz- mittel für 2688 Mill. Mark eingeführt. Gegenüber 1930 (4.088 Mill. RM> ist bi« Einfuhr somit um runb H (— 1400 Mill. RM> gesunken. Diese Abnahme ist zum gröberen Teil durch die starke Senkung der Preise gegenüber dem Borjahr« bedingt. Der gewogene Durchschnittswert der Einfuhr liegt um mehr als ein Fünftel unter Borjahres- höhe. Mengenmäßig. d. h. nach Ausschaltung der Preisver- ändcrungen, hat sich di« Einfuhr um etwa 14 v. H. vermindert. Der Einfuhrüberschuß an Nahrungs- und Gcnutzmitteln hat sich infolge eines Rückganges der Lebens- mittelausfuhr um 173 Mill. Mark von 8 444 Mill. RM im Jahre 1930 aus 2.217 Mill. RM tat Jahre 1931 vermindert.
Lebendes Vieh
Nahrungs- und Genutzmittel pflanzlich. Ursprungs (auch Futtermittels
Nahrungs- und Genutzmittel tierischen Ursprungs
Scruf»Vereinigungen des Sani.,— werden, mich denen sie sich für ihre Mitglieder verpflichten, Psanderelulwen im Börsenverkehr vorläufig nicht vorzunehmen.
Die Erklärung des preußischen Handelsminifters, daß er mit der Abhaltung der Versammlungen der Wertpapierbörse nunmehr einverstanden ist, ist beim Berliner Börsenvorstand Dienstag eingegangen. Der Berliner Börsenvorstand wird in den nächsten Tagen zusammenkommen, um den Termin für die Wiedereröffnung der Wertpapierbörse festzufetzen. Es ist damit zu rechnen, daß zumindest in der nächsten Woche mit einer Wiederiugangsetzung des freien Effektenhandels zu rechnen fein wird. Surfe, zu denen die Geschäfte innerhalb der Börse getätigt wer- den, dürfen jedoch nicht veröffentlicht werden, da die Regierung das Kursnennungsverbot nicht ausgeh»-
B rau gerate F uttergerate . . ■
Hafer, märk ab Station Weizenmehl.....
Boggeumet. , . , » » Weizeckleic ... * * Boggenkleie ..«es
Vikteriaerbsen . « .
Kleine Speiseerbsen . . Futtererbsen . . .
Peluschken . . • ■ Ackerbohnen > . .
Wielteti ....
Lupinen blaue « • • •
„ gelbe ...
Seradella. neue . . Leinkuchen Basis 87% . Krdnuükucben 50% ErdnuUkuehenmebl 50% Trockeusebnitze) Extr Solaschrot <6 % ab Hamburg . . . ab Stettin ...
Kartoffel flocken . .
Uebernahm« ob. Matzgebenb ist also der damalig« Zn- stanb. Reparaturen, bi« damals bereits fällig waren, gehen zu Saften des Vermieters, da dieser ia bis dahin die volle Miete erhalten bat. Der Mieter braucht Me Wohnung nicht auf seine Kosten besser zu machen, alS sie beim Vertragsbeginn oder zur Zeit der Uebernahme der Schönheitsreparaturen war. Bei jeder Neuvernnetang oder bei jeder neuen Vereinbarung ist daher den Parteien zu empfehlen, zweifelsfrei Abreden über die etwa rückständigen Reparaturen zu tressen. Der Mieter wird unter Umständen die Schönheitsreparaturen aus längere Zeit verteilen dürfen. Beide Parteien werden gut tun, sich über die Schönhettsreparatnren von Zett zu Zeit zu verständigen, damit nicht am Schluß der Mietzett Schwierigkeiten entstehen. Der Mieter mutz die Reparaturen spätestens bis zu seinem Auszuge bewirkt haben.
Ist der Mieter mtt der Ausführung der Schönhetts- reparaturen im Verzüge, so kann der Vermieter neben der Erfüllung Erstattung des durch die verspätete Erfüllung ihm entstandenen Schadens fordern: dies kommt z. B. in Frage, wenn dem Vermieter infolge des schlechten Aussehens der Räume die Gelegenbett zu günstiger Ncn- vermietung entgangen ist. Das Gesetz gibt dem Vermieter ein Recht zum Rücktritt von der Schönheits-Reparaturen- Vereinbarung auch dann, wenn der Mieter nicht im Verzug ist.
Hat der Mieter die Schönhettsreparatnren nicht übernommen,
so liegen sie dem Vermieter ob. Bei einem den vereinbarten Gebrauch des Mietsranmes ansschlietzenden oder mindernden Fehler ist der Mieter für di« entsprechende Zett von der Entrichtung des Mietzinses ganz ober — bei gemindertem Gebrauch — teilweise befreit. Diesen Anspruch kann er zur Ausrechnung gegen die Mietzinsforderung stellen. Befindet sich der Vermieter mit der Beseitigung eines vertragswidrigen Mangels des Mietraums im Verzug, so kann der Mieter den Mangel selbst beseitigen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen fordern. Mit diesem Anspruch kann der Mieter selbst dann gegen den Mietzins attfrechnen, wenn ihm dies im Vertrage verboten ist, doch kann die Aufrechnung vom L Januar 1982 ab in allen Fällen nur dann erfolgen, ro^mt der Mieter die Aufrechnungsabsichten dem Vermieter spätestens einen Monat vor der Fälligkeit des Mietzinses schriftlich angezeigt bat. Bei der Anzeige mutz der Sticter den Betrag. den er zur Aufrechnung stellen will, so genau bezeichnen, wie ihm dies schon möglich ist. Die Entscheidung des Mieteinigungsamtes beschränkt stch auf die Krage, ob der Mieter die erforderlichen Reparaturen bewirkt hat. Der Streit, ob der Vermieter oder der Mieter verpflichtet ist. die 'Schönheitsrevaraiuren auszuführen, unterliegt allein der Entscheidung des Gerichts.
-n«erc In. al-
Streitfragen über „Schönheitsreparaturen" zwischen Mieter und Vermieter beschäftigen überaus häufig Mieteinigungsämter und Gerichte. Da vielfach die gesetzlichen Vorschrtften über diese Frage nicht getrügetid bekannt stnd, hat im Auftrage des Preutzischen Landesverbandes der Haus- unö Grunfibesibervereine Landgerichtsrat Adolf Lilienthal (Berlin! eine stch durch Klarheit auszeichnende Darstellung versaßt, deren wichttgsten Teile wir nachstehend wiedergeben.
Rach der preußischen Bitetzinsbildungsverordnung von 1924 kann der Mieter die Schönheitsreparatu- ren übernehmen, ohne daß stch der Charakter der Miete als einer gesetzlichen Miete ändert. Uebernimmt er die Schönhettsreparatnren, so ist er berechtigt, den für laufende Jnstandfevungsarbeiten bestimmten Hundertsatz der Friedensmiettze (nach der Verordnung vom 5. Januar 1932 zur Zeit 16 v. H.) um 4 v. H. zu kürzen. Unter Schön- heitsreparaturcn versteht das Gesetz nur Arbeiten innerhalb der Mieträume, und zwar nur: das Tapezieren und Anftreichen oder Kalken der Wände und Decken, das Streichen der Fußböden und der Fenster und das Streichen der Türen. Nicht dazu gehört also zum Beispiel der Außenanstrich der Fenster.
Au die eiumal erfolgte Uebernahme der Reparaturen ist der Mieter gebunden,
bis eine andere Vereinbarung ste aufbebt. Der Mieter kann sich nicht etwa von der Vereinbarung einseitig lossagen, insbesondere nicht dadurch, daß er die abgezogenen 4 v. H. nachzahlt. Gilt zunächst Bertragsmiete, und tritt dann die gesetzlidi« Miete ein, so mutz die Vereinbarung über Schönheitsreparaturen nach dem Eintritt der gesetzlichen Miete getroffen (ober, wenn sie schon vorher bestand, wiederholt werden: eine vorherige Vereinbarung über die Schönhetts- revaraturen erlischt, sobald für das Vertragsverhältnis die geietzliche Miete Platz greift.) Hat der Mieter die Schön- heitsrevaraturen übernommen, io mutz er sie auf seine Kosten ausführen lasten, ohne Rücklicht darauf, ob die von ih mabgezogenen 4 v. H. zur Deckung der Kosten ausreichen. und zwar lausend, nicht erst nach Beendigung des Mietsverhältnistes. Die Revaraturpslicht des Mieters entfällt nur, wenn die Reparatur infolge Verschuldens des Vermieters notwendig geworden ist. Die Verpflichtung des Mieters besteht auch dann, wenn die Schönheitsreparattlr infolge einer durch den vertragsmäßigen Gebrauch des Mietraumes herbeigeführten Veränderung oder Berfchlech- terutts herbeigefiihrt ist, denn der Mieter hat ja insoweit die Verpflichtung des Vermieters übernommen.
Der Mieter Haftel aber nur für bie während seiner Mietzeit entstehend« Abnutzung.
Hat er die Schönheitsreparaturen erst tm Laufe der Mietzeit übernommen, so haftet er erst vom Zeitpunkt der
Insgesamt 5.572 5.212
Ausfuhr (in
••Id 1.028 Ä 14840
14.490 Iss 1KS
mark, ab Station märk. ab Station
1220-12.30 780-8.00
10.50 -10.60
1S50 1260
10. Februar
24600-24800 196.00-19800 162(0-169.00 154 00-158.00 144.00-151.00 29 75-33 75
Wieder Börse
Zunächst nur Freiverkehr. — Termin noch nicht feste gesetzt—Kursveröftentlichungsverbot bleibt bestehe«.
Belegichaft des Werkes Nentershausen gekündigt. Nur dte Beamten werden weiter beschäftigt. Das vorübergehend wieder in Betrieb genommene Werk in Sontra, wodurch etwa 30 Mann Beichä'liguna sanden, dürste voraussichtlich wieder geschlossen roerben. Die Arbeiten stnd dort vor stehen Wochen ausgenommen worden, weil das Hauptwerk in Lauterberg vom Hochwasser stark gemordet war.
8eiriebäeinf(6tänfttun bei Buderus. Die Buderusichen Eisenwerke teilen mit: Mit Rücksicht auf den geringen Aut- tragseingang und zur Vermeidung angesichts Der unübersichtlichen Verhältnisse untragbarer Vorratsbildung werden die Betriebe des Hochofenwerks und der Röbrenaietzerei bei den Budernsschen Eisenwerken in Wetzlar auf die Dauer von vier bis sechs Wochen (tingelest was die Beurlaubung bezw. vorläufige Entlastung von etwa 390 Angestellten und Arbeitern zur Folge hat.
Ren« «oukursverfahren. Elektromonteur Philipp Gante in Niederelsungen: K.-B. Lehr-»« i. R. S^äk-r in Volkmarsen: Anmeldefrist bis 3. 2. — Möbelfabrik Karl Wen mar G. m. b. H., in Schmalkalden: K.-B. R.-A. Dl. Otto, Anmeldefrist bis 3. 3.
Aufgehobenes Vergleichsverfahren. Kaufmann ■ Otto Mangold, Inh. d. Ha. Ludwig Kahle Nach?., in Rotenburg, Hulda.
Neuer Konkurs in Kastel: Fabrikant Viktor Lauck- hardt, Wilbelmshöher Allee 110; K.-B. Kaufmann W, Franke: Anmeldeftist bis 10. 3.
Londoner Goldpreis. Ter Londoner Goldpreis beträgt am 10. Februar für eine Unze Feingold 120 ili 1 d — 87.1204 NM für ein Gramm Feingold, demnach 463292 Witee = 2,80008 RM.
In Kürzer
D«r Prinatdistoul wurde am Berliner Geldmarkt um ou( 6 s» Prozent Geld. S% Probat Brief gesenkt.
Belga .
Lei > Pengö .
Gulden fluni. M. Lire . . Dinar . Litaa Kr.
Eekudo Kr. . . Frc. . . . Kr. . . . 100 isl. Kr.
. 100 Latte
Ausländische Devisen-Kursc.
i
Zürich. 16 Februar. Paris 2019, London 1767%, Neu- york 512, Belgien 7150, Italien 2057%, Spanien 4025. Holland 07.15. Berlin 121.65, Stockholm 9900, Lslo 9600. Kopenhagen 9750, Sofia 371, Prag 1516, Warschau 5745 Belgrad 905. Athen 667, Konstantinopel 244, Bukarest 306, Hel- singfors 790, Buenos-Aires 130, Japan 180.
Londoner, 16. Februar. Ncnhork 344,87, Montreal 396, Amsterdam 851.50, Paris 8740, Brüssel 2470, Italien 6631, Berlin 1451, Schweiz 1764.50. Spanien 44oO. Kopenhagen 1817, Stockholm 1788,50, Oslo 1840,50.
Paris, 16. Februar. London 8747, Reuvork 2535,25, Belgien 354, Spanien 1953,75, Italien 132, Schweiz 495,25, Holland 1026,75, Prag 7510.
Amsterdam, 16. Februar. Berlin 5865, London 852. Nendorf 247, Paris 974. Belaien 3450, Schweiz 4827.50, Italien 1285. Madrid 1910, Oslo 4650, Kopenhagen 4700, Stockholm 477». Wien 5-25, Prag 732, Prioau>i»>onoatz 2, Tagt. Geld 1, l-Monatsgeid 1%.
Weizenstroh 0,6—0,7, Häcksel 1,35—1,55. handelsübl. Heu gei. trocken 1,2—1,4 gutes Sen (1. Schnitts 1.7—2.0, Luzerne lvie 2,4-t-2,7. Tbomothee lose 2,35—2,65, Kleebau lote 2,25—2.55. drahtgevr. Heu in Pfg über Notiz 30. Tendenz: stetig.
Magdeburger Zuckeruotierungen eem 16. Februar. Gern. Mehlis, prompt per 10 Tage 31,45, per Hebr. 31,80, per März 31,95, Tendenz: stetig.
Heutiger Freiverkehr
Freundlich.
Berlin. 17. Februar. Nachdem schon gestern abendans die Nachricht vom Sturze Lavals und auf Grund der Mtt- tcilungen bezüglich einer baldigen Wiederaufnahm« des Börsenoerkebrs eine treue Aufwärtsbewegung etngetretmt war, bliieb die Stimmung auch im heuttgen Nachmritags-. uertebr freundlich, zumal ans Neuvork.. .sehr fest« Schtatzkurfe gemeldet wurden. Die llmiatztattakett war zwar zunächst noch klein, man tarierte aber doch, voller. Am Devisen markt wurde» Pfunde gegen Schwerz mtt 17,66 gemeldet. Danach errechnen stch Pfunde gegen Parts 87,46, gegen Mailand 66,50, gegen Spanien 44,70, gegen Amsterdam 8.51(4, gegen Kabel 3,45.
Buenos Airw . Canada. • • • Japan . . . < Kairo . . . . Konstantinopel London . . . Neuyork . . Bio de Janeiro. Uruguay . . Amsterdam . . Athen . > » Brüssel - • Bukarest , . , Budapest » « paarig. . ,
Helsingtors. « Italien . .
Insgesamt 753 849
97%
O.LO
15. Februar
246.00-24800
195.00-197 00 162.00-16900 154 00-158 00
144.00 151 00
Verlustliste der Wirtschaft
die Zahlungen eingestellt. Die Verbindltchketten belaufen sich auf fchäbungsweife 350 000 RM.
In der Gläubigerverfammlung der Schuh-Grohhandlirna Heß n. Bauchwitz A.-G . Berlin, wurde laut ..Konfektionär ein Status vorgelegt, der eine Masieauote von tb. 31 Pro,, ergibt. Die Akftven betragen nach Abzug von 60 M RM Borrechtsforderitngen rd. 175 220 RNt gegenüber Pafstven von 536 832 RM. Zunächst ist ent außergerichtlicher Vergleich beabstchtigt. besten Höhe noch nicht teitltebt
Die Heinrich Bock Hutfabrik «,-G.. Berlin, tritt iairt „Konfektionär" nach enolgter Stillegung der Fabriken in Berlin und Luckenwalde in Liautdation. Die bekannte Hutmarke „Habocks-Velour" wird von der Habock-Hut G. m. b. H. weitergeführt.
100 . 100 100 100 100 .100 100
_ /w
Kopenhagen . 100 Lissabon-Uporto . 100 Oslo .... 100 Paris . . • • • 100 Prag .....100
Reykjavik Riga . . . . ... _.... Schwei» . » - . 100 Frc. Sofia ..... 100 Lewa - Spanien .... 100 Peseten stockh. tiothenb. 10Q Kf. . Tallinn (Estl.l . . 100 estu Kr. Wien 100 Schl!)
Der preußische Minister für Handel und Gewerbe hat den Börsenvorsiänden mitgeteilt, daß er mit der Abhaltung von Versammlungen Ixt Wertpapierbörsen nunmehr einverstanden seu D-bet soll ,e- doch zunächst von amtlichen Kursfeftstelluugen abgesehen werden. Des weiteren erscheint es notwendig, daß. der Wertpapierverkehr sich nach der langen Dauer der Schließung in der nächsten Zeit u n b e e i n f t u ß t von Pfundverkäufen von Wertpapieren <Lom- bardeffekten) entwickell. Es sollen daher vor der Wie- derausnahme der Börsenversammlungen Beschlüsse der Berufsvereinigungen des Bankgewerbes veranlaßt
Berliner Lchlochtotehmorkt vom 16. Februar. £ vollfleischiae ausgemästete hochueu Schlacktwerts. 36—37. ältere —, sonstige vollfleifchtge jüngere 34—85. öftere —, »leifchige 30—33. gering genährte 25—98: Bullen: jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwerts 26—30, wnstige vollfleischige oder ausgemästete 26—27, fleischig« 24 ms 25. gering genährte 21—23: Kühe: jüngere vollilei- schige höchsten Schlachiwerts 24—20 sonstige vollfleischige oder ausgemästete 26—23. sleifchige 16—19, gering genährte 12—15; Färsen: vollfleischige ausgemästete höchsten 4-d>!achtwerts 31—32. vollfteifchige 26—30, fleischige 21—25: F re ff er: mäßig genährtes Zungvieh 18—23; Kälber: Doppellender bester Staff —, beste Mast- uitb Saugkälber 38—44, mittlere Mast- und Saugkälber 30—87, gering« Kälber 20—28.
48
471
am 6. März und dauert für die Must— Noch fchlietzt die Texttlmeffe beretts am 9. Marz dft Mn belmeffe und die Svortarttkelmeste am 10. Marz. Dte » Technifche Meffe und Baumeffe Änuert bte ärz. Nach den bis Anfang Februar vorliegenden Aussteller-Anmeldungen wird dte Frühiabrsmeffe wieder etn« gute Warenbeschickung aufweisen. Es werde,» etwa 8300 Ausstellerfirmen vertreten fern, oon benen 1»—1600 auf ine Große Technftche Meste^ und Baumeffe entfallen. Da» stnd im Hinblick auf die schwere WnNchattvkrise, ta der sich Deutschland befindet, sehr beträchtliche Zahlen. Wenn man aber erwägt, daß infolge der starken Ärbettslostakett n>je überhaupt der verringerten Einnahmen aller Bevolkerungs- kreife die Kaufkraft des deutschen Jnnenmarktes sehr gc- schwunden ist, so 3et<tt örese starke Beschickung bet Messe durch die Ausstellerschast. haß dieLrkeuntnis von der faktischen Bedeutung der Lew-iger Meffe tm Dienste unseres Außenhandels bei der produzierenden öeutidjen Industrie, und ganz besonders bei der Fertigwaren-Jndustrie, von Jahr zu Jahr zugenommen hat.
Aus diesmal bringt die ausländische Industrie der Frich. jahrsmesse wieder grüneres Interesse entgegen. ES stnd ntcht nur viel ausländische Einzelaussteller anwesend, sondern es ist auch eine ungewöhnlich große Zahl von Kollektto-Ans- stellungen vorhanden.
Weizenausfubrscheine 177,5 Wert, Roggenaussuhricheine 123 nom., Gerstebezugsscheine 22,5 G.. Maisbezugsscheine 75 B.
Handelsrechtliche Liefernugsgeichäste an der Berliner Praduktenbörie vom 1«. Februar. Wetzen: Marz 2o7 u G.. Mai 265.5 u. G.: Roggen: Mar, 204, Mai 210,75—211: Hafer: März 157,75—158—157.75. Mai 163.75
Berliner Raubfutternot ernugen vom 16. Febr. Draht- gevretzt. Roggeustroh 0.8—1,0, Weizeustroh 0,6—0.7, Haier- strob 0,65—0,8. Gerstcuftroh 0,65—0.75. aebuiid. Roggen- langstrvb o,«5—1.0. brndfadeugepr. Roggenstroh 0,715—O,Sö,
58
842
Heimische Wirtschaft
Stillegung des Barnttnerkes in Nentersbausen. Tie einzige Jnöitstrie in Nentershausen droht still gelegt zu werdeil. D>e Bamt-Jndustrie Tr. Rudolf Athcrii hat der gesamten
Rußland wi« . feine » erk, eugm a s ch i u e u - eiufuhr stark eintdirenfeu. Das ist für die deutsche Werk,euqmafchiueuindnftrie. .die m letzter Zeit einen beträchtlichen Teil ihrer Produktion nach Rustand ervor- tierte. von erheblicher Bedeutung.
Die Einzahlungen auf die steuerfreie Reichsbahn an leihe 1931, deren zweite Rate bte jnni io. ds. Mts. zu leisten war, haben nunmehr eine »»he non 89,1 Mill. RM erreicht: d. f. rd. 28.1 Mill, RM mehr als der iällige Betrag insgesamt ausmacht, nämlich 9.) % des ge- tamien Zetchnnngsbetraaes. der sich in der vorigen Woche auf 244.1 Mill. NM stellte.
*
Am 31. J^aar betrug die i 1 a l i e u i f ch e Ä r b e i t s- l o s e u z i f f e r 1 051 000. Das bedeutet eine Zunahme von rund 70 000 gegenüber dem 31. Dezember. Davon beziehen 254 000 Arbeitslosennuterstnunng.
Tie ErsntlerM-chasifche KchuhfobrikM -G die vor zmei .lohten eine Sanierung voraenommen batte, mied das Geichättsiahr 1930/31 mieber mit eenem Verlust abichließev.
Devisenbewirtschaftung
Ausgleich zwischen den monnlkichen Hochstbeträgeu der allgemeinen Devisengenehmigungen für die
Wareneinfuhr.
Mit Rücksicht darauf, daß stch der Eintritt von.Zahlungs- vctwflichtaiigcu für Jmvorteu« tm voraus utcht immer genau feftfteUen labt, bat der Reichsivirischattsmintster stch damit einverftauden erklärt, daß die Firmen, welche ollg«? nteiue Genehmiguugcti für die Bareueinsuhr besitzen, bts ;u einem Betrage von 10 Prozent des moualltcheu Höchstbetrages ohne besondere Genehmigung der Tevifeit- bewir fchaftungsstellen Zahlungen im Vorgriff aut den SSchstbetrag des nächsten Pkonats leisten und nicht ausae- niitzte Beträge auf den nächsten Monat übertragen. Ueber den Betrag von 10 Prozent hinaus bedarf es nach rote vor einer Genehmigung der Deoisenbewirtfchaftungsstellen.
Neue Benzin-Preissenkung
Im Staffelet Bezirk um anderthalb Pfennig.
Infolge der weiteren Verschlechterung der Absatzlage und zur besseren Angleichung der zwischen den einzelnen 'Olbsgtzgebieten bestehenden Preisunterschiede haben, wie, Sri T. B -Handelsdienst erfährt, die grüneren «etriebsttott- Gekellschasten eine weitere Herabsetzung der Tretb- stvstpreise beschlossen. Die Ermäßigungen, die mn Wirkung vom 17. Februar in Kraft treten, bewegen tick zwischen l bis 2% Pseiiittg pro Liter und gelten einheitlich tnr Benzin, Benzol und Gemisch«. Für die Zone Kat fel- Erfurt stellt sich die Ermäßigung auf 1%. für H-nnover- :0iagdebtrrg am 1%, ebenso für Baden-Hessen aut 1!4 Pfg. pro Liter.
„ Schafe: Mastlämmer und jüngere Maftharnmel a> Weidemast — bi Stallmast 41—42, mittlere Mastlämmer, ältere Masthainmel 38—40, gut genährte Schafe 32—35, fleifchiges Schafviel 35—37, gering genährtes Schafvieh 27 bis 80. Schweine Hettichweine über 300 Pfd. —, vollst, von ea. 240—300 Pfd. 42, vollfl. von ea. 200—240 Pfd. 40—41 vollfl. von ea. 160—200 Pfd. 37—39. fleischige von ea. 120 bis 160 Pfd. 33—35. fleischige unter 120 Pfd. —, Sauen 38 bis 39. Auftrieb: Rinder 1627,' darunter Ctbfen 275, Bullen 532, Kühe und Harfen 822 a) zum Schlachthof dir. 52 bl Auslandsrinder 28, Kälber 2978 a) jum Schlakihof dir. 2. bi Auslandskälver — Schafe al zum schlachthof dir. 422 b) Auslandsschafe —, Schweine 14 978, a) zum Schlathof dir. 8210. bi Anslandofchweine —.
Marktverlauf: Bei Mndern mittelmäßig, bei Kälbern ruhig, bei Schafen ziemlich glatt, bei -chweinen glatt.
Rinder-Nntzviehmarkt in Gießen. Der gestrige Rinder- Rutzviehmarkt in Gießen war mit 488 Stück Großvieh, 54 Sreffern und 102 Kälbern beschickt. Wegen der allgemeinen Seuchengefahr im Reiche (verbreitete Maul- und Klauen- seuchei war der Auftrieb erheblich geringer als sonst. Dte Käufer waren fehr zurückhaltend. Man bezahlte für Kulte 1. Dual. 800—500 Mark. 2. Qual. 200—280. 3. Qual. 100 bis ist). Schlachtkiihe 50-250, tz-Xjähr. Rinder 60—120, ■>A—2jähr. Rinder 80—180. tragen de Rinder 150—300 Mk., «alber 20—25 Pfg je Pfund Lebendgewicht.
.Heutiger Frühverkehr fester.
Berlin, 17. Februar. Die Hauste in Ueberfee wirkt stch stimmungsmäßig auch hier aus. Am Lieferungsmarkt lauten die Gebote für Weizen bis VA Mark, für Haier bis % Äiark höher. Roggen ist zu gestrigen Börienschlutzpreifen getrafft. Das Jnlandsangebot ist sehr .zurückhaltend bet höheren Forderungen.
Amtliche Notierungen vom Vortuo
1928 1929
Einfuhr (tn
Mengenmätzig ist der Rückgang der Einsuhr von Nah- rungs- und Genußmitteln gegenüber 1980 nicht so stark wie die Verminderung bet der übrigen Einfuhr, d. h. bei den industriellen Rohstoffen und Fertigwaren (— 14 v. H. gegen — 17 v. H.i. Immerhin war die Schrumpfung der inländi- fchen Aaufkraft diesmal auch auf die Einfuhr von Nahrungsund Genußmitteln von erheblichem Einfluß. Sie wirkt sich vor allem in einem
Rückgang einzelner hochwertiger NahrnngS- und Genußmittel ans.
So wird man insbefondere die Verminderung der Einfuhr von Rohtabake (— 33 v. H.i von Getränken (— 25 v. H.i Küchengewächfen (—16 v. H.i. Käse (—17 v. H. und Südfrüchten (— 10 v. H.i _ auf eine Einschränkung des Verbrauchs zurückführen wüsten. Aber auch die Abnahme der Einfuhr von Butter (um rund '/.) ist mindestens teilweise durch eine Berbrauchsschrumpfung zu erklären. Eine bemerkenswerte -usnahme hiervon bildet wieder die Einfuhr von Kaffee, die fick kaum verändert hat, fowie die Einfuhr von Kakao, die um mehr als 10 v. H. zugenommen hat. Abgesehen von der ungünstigen Entwicklung der inländischen Kaufkraft, wirkt'sich in der Einfuhrschrumpfung aber ebenso wie 1930 eine Verdrängung ausländischer Erzeugnisse durch inländische Nahrungs- und Genutzmittel aus. Dies prägt lick insbesondere wieder darin aus, daß die Einsuhr der ausschließlich aus dem Ausland zu beziehenden Erzeug- niste mengenmätzig wesentlich weniger abgenommen hat als die Einfuhr derjenigen Nahrungs- und Genutzmittel. für die auch im Inland eine Erzeugergrundlage vorhanden ist.
Vor allem bat stch bte Einfuhr von Getreide weiter stark vermindert.
Auch die Schrumpfung der Einfuhr von Veredlungsprodukten (Fleisch. Butteri wird man zum' Teil auf eine Verdrängung durch inländische Erzeugnisse zurückführen müssen. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch handelspolitische Biatznahmen. Es sei nur auf den verstärkten Zollschutz für eine Reibe von Waren hingewiesen, auf den Ver- mahlungszwang für Weizen u. a. m. Ist es auch gelungen, die Nahrungsmitteleinfuhr um 14 Prozent zu vermindern, so ist damit doch das zu erzielende Optimum an Autarkie zweifellos noch nicht erreicht. Durch radtkalenn Verzicht auf >ede entbehrliche Einfuhr wie Südfrüchte und ausländische Molkereivrodukte wäre etac weitgehende Verbesserung der deutschen Lebensmittelbilanz möglich.
16 oc.-i8.oo 14.00-16 CO 16X0-19 00 10.00 12.00 14.50 16 00 24.00-30.00 11.20-11.30 12.40
12 20-12.30 7.80-8.00
10.50-10-60 11.30
12.60-12.60
Die Einfuhr ausländischer Produkte ___________im Krisenjdhr1931
| Jn Prozenten der durchschnittlichen Einfuhr 192^29 hach Mengerr 192^'100
1930 1931
Mill. Marli
114 52
1.901 783
4.087 2.687
Mill. Mark!
62 42
9 60-9.90
21.00-27.50
21.00 - 23 50