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Kasseler Neueste Nachrichten
Hessische Haodelszeituog
Montag, den 15. Februar 1932
Re-Deflation in Amerika
Die für Januar festgestellte Einfuhr beziffert sich auf 440 Mill. RM; die tatsächliche Januareinfuhr beträgt jedoch nur 425 Mill. RM, da in der ausgc- wiesenen Zahl noch runb 15 Mill. RM an Lagerab- rcchnungen aus denr Vorjahr enthalten sind. Gegenüber dem Vormonat ist die Einfuhr somit um 65 Mill. RM zurückgegangen. Diese Abnahme des Einfuhrwerts erklärt sich zunächst durch ein weiteres Ab- sinkcn der Preise; denn der gewogene Durchschnittswert der Einfuhr liegt um 3 v. H. niedriger als im Dezember. Der Mengenruckgang der Einfuhr, der etwa 10 v. H. beträgt, ist zum Teil saisonmäßig begründet; im übrigen spiegelt sich in den mengenmäßig geringen Einfuhren, die bei allen Warengruppen, voran den Rohstoffen, verzeichnet sind, der weiter anhaltende Tiefstand der Produktionstätigkeit wieder. Soweit bereits Ländcrnachweise vorliegen, zeigt sich ein Einfuhrrückgang bei den Warenbezügen aus Großbritannien, Italien, Rußland, Britisch-Jndien, Frankreich und den Niederlanden. Eine, im wesentlichen saisonmäßige, Zunahme zeigt die Einfuhr aus Argentinien (Wolle) und China.
ner Tabak wurden in Osterrrseld geerntet, int durch grave Lastwagen nach Bremen befördert wurden.
Außenhandels-Schrumpfung
Nur 105 Mill. RM. Ausfuhrüberschuß im Januar
Neues Lergleichsver,obren: Kaufmann Konrad Roll in Fritzlar: B.-P. Kaufmann Steinmetz in Gudensberg.
Äufgebobene Konkursverfahren: Kaufmann Erich Grotz c n b ach in Fulda: Händler Josef Stirn in Allendorf, Eder: Handelsmann Abraham Blumenfeld in Momberg.
M em bro untrer <8. m. 6. H.. Göttingen. Durch Geiell- schaiterbefcklutz vom 27. Juli 1931 tit das Lmmmkaviral um 55 000 RM herabgesetzt worden. Die Gläubiger werden aufgefordert, sich zu melden.
Tabakverkauf auf de« Cichsseld. In Obernheim (Sichsfeldi fand unter starkem Andrang der diesjährige Tabakmarkt statt. Während im vorigen Jahre noch SO RM fn den Zentner bezahlt wurden, erhielt man diesmal nur 30 Mark, ein schwerer Ausfall für die Tabakvklanzc. 840 Zent-
Jur Umlegung des W-ssergelües. Rach entern Urteil des Kammergerichts vom 27. November 1931 (17 Y 51/31) lkt die Umlegung des KaisergeSes für die einzeln« Hous- einheit mit ausreichender Sicherheit feitstelle n läßt. Hierbei kommt es nicht auf die Zahl der dem Vermieter gehörenden Gebäude an. vielmehr werden Vorder- und Hinterhaus im allgemeinen wegen ihrer wirischaft- lichen Zusammenighörigkeit als eine Hauseinheit anzusehen sein. Unter welchem Namen das Entgelt gefordert wird, ist unerheblich. Wird vom Wasserwerk für di« Lieferung des Wassers ein Finanzausschlag auf das Wassergeld erhoben, so kann der Vermieter das Wassergeld zusammen mit dem Abschlag auf die Mieter umlegen.
Borauszahluugen mrf Lieseruugeu als Gewiuubuckung. Der Reichsiinanzbvs nahm in eurem Urteil vom 11. Oktober 1931 (VI A 935/30) zu dem Problem Stellung, wie Vorauszahlungen auf Lieferungen, die erst in Zukunft stattfinden werden, zu Buche stehen sollen, ob der Gewinn aus diesen Lieferungen schon bei Eingang der Zahlung oder erst bei Eifektuierung der Lieferung vorliegt. Der Reichs- sinanzhof äußerte sich dabin, es sei durchaus zulässig. daß der Kaufmann Vorauszahlungen aut Lieferungen bereits als Gewinn bucht.
Kontrollierte Kreditausweitung, aber keine Inflation
Die Ausfuhr ist von 708 Mill. RM im Dezember (ausgewiesen 738 Mill. RM, d. h. einschließlich 30 Mll. RM nachträgliche Sammelanschreibungen) auf 542 Mill. RM int Januar zurückgegangen. Die Reparations-Sachlieferungen, in diesen Zahlen enthalten, betragen im Januar 12 Mill. RM gegen 26 Mill. RM im Vormonat. Für die Gesamtausfuhr (einschließlich der Reparations-Sachlieferungen) ergibt sich demnach ein Ausfuhrrückgang um 166 Mill. RM; die Fertigwaren sind daran mit 143 Mill. RM beteiligt. Dem Wert nach beträgt die Abnahme der Ausfuhr 23 v. H. Der mengenmäßige Rückgang ist etwas geringer, da der gewogene Ausfuhrdurchschnittswert um annähernd 2 v. H. gesunken ist. Sai- sonmäßige Einflüsse sind im Monat Januar nur in geringem Umfange wirksam. In der Hauptsache ist der Ausfuhrrückgang durch die Hemmungen begründet, die wirtschaftspolitische Maßnahmen der verschiedensten Art dem internationalen Warenaustausch bereiten. Besonders deutlich zeigt sich dies in der scharfen Schrumpfung der Ausfuhr nach Großbritannien, die nach einem Rückgang im Dezember um 20 Mill. RM im Januar einen Sturz um mehr als 50 Mill. RM erfahren hat. Ferner zeigt u. a. der Warenabsatz einen stärkeren Rückgang nach den skandinavischen Ländern und den Niederlanden.
Die Handelsbilanz zeigt im Januar einen tatsächlichen Ausfuhrüberschuß von 105 Mill. RM; einschließlich der Reparations-Sackstieferungen ist die Handelsbilanz mit 117 Mill. RM tatsächlich aktiv (gegenüber 218 Mill. RM im Dezember bei Absetzung der damaligen Sammelanschreibungen).
Rund um den Preisabbau $
Verhandlung Dr. Gördelers mit dem Vertreter des Mitteldeutschen Braunkohlen-Shndikats.
Bei dem Reichskornmiffar für Preisüberwachung sand eine Verhandlung mit dem Vertreter des Mitteldeutschen Brounkohlen-Snndikats über Preisfragen statt, die durch die neue Syndikatsbildung akut geworden find und die Oencntlichkeit und die Presse in den lebten Tagen lebhaft beschäftigt haben. Ein Teil dieser Beschwerden wird durch eine allgemeine Neuregelung der Industriepreise, die in diesen Tagen für bestimmt« gröbere Absatzgebiet« in .straft tritt, beseitigt werden. Im übrigen bat sich das Syndikat bereit erklärt, im Wege der Ein zelbe Handlung berechtigte Beschwerden auszuräumen. Der Reichskommissar für Preisübenvachung hat sich mit diesem Verfahren einverstanden erklärt, sich aber die Ausübung seiner Befugnisse vorbehalten.
Weitere Senkung von Speditionstarifen.
Die Verhandlung des Roichskommiffars für Preisüberwachung mit dem Sv editionsgewerb« Haban zu folgendem Ergebnis gerührt: Die auf Grund der Notverordnung vopr 8. Dezember 1931 um 10 Prozent gesenkten Tarife find bet Rohstoffen, Sohle, Baumaterialien, Lebensmitteln um wettere 10 Prozent, bei Halbfabrikaten um weitere 5 Prozent zu senken. Eine wettere Senkung der Tarife wird nicht vorgenommen bei Fertigfabrikaten und Genutzmitteln.
Die Amerikaner haben stch weder durch französische Abmachungen, noch durch Drohungen mit der Zurückziehung der französischen Guthaben bange machen lassen. Sie haben den Franzosen sogar zu verstehen gegeben, sie möchten nur ruhig ihre Guthaben zurückziehen. Das ist auch vom amerikanischen Standpunkt aus durchaus begreiflich, denn bei der Durchführung des neuen Hoooerplanes nir Anstauung der eingefrorenen Kredite stellen die französischen Gelder höchstens noch eine Gefahreuauell« dar, ohne irgendwelchen Nutzen zu bringen. Hoover hält eine
eerixae Verminderung des amerikanischen Goldbestandes fiir bedeutungslos.
wenn es daraus ankommt, die Produktion der Bereinigten Staaten durch Kreditauswettung wieder in Gang zu bringen. Wie stark der geistige Einfluss Frankreichs heute in Europa ist, geht daraus hervor, daß selbst in der nichtfranzösischen Presse häufig der Vorschlag Hoovers, der von bekannten amerikanischen Finanzsachverständigen wie Dawes und dem Senator Glaß unterstützt wird, als inflatorisch bezeichnet wird. Datz hiervon keine Rede sein kann, und datz daher auch das viel gebrauchte Schlagwort von der „kontrollierten Inflation" zum mindesten eine starke lieber» treibung ist. erkennt man sofort, wenn man sich vor Augen hält, datz mau in Amerika gar nicht daran denkt, die gesetzlich vorgeschriebene 40prozentige Golddeckung der Noten ab- zuschasfen oder zu unterschreiten. Heute ist aber der amerikanische Notenumlauf etwa S7prozenttg durch Gold gedeckt, und es ist nichts anderes beabsichtigt, als erforderlichenfalls wieder zu der sOprozentigen Deckungsgrenze herabzugehen. Hoover und seine Helfer wollen den Kamps gegen die amerikanische Deflation aufnehmen und zu diesem Zweck, wenn nötig, sogar einen Teil des überslüsstgen Goldbestandes opfern, der jetzt tot und nutzlos als übermässige Deckung daliegt. Durch die Herabsetzung der Golödek- knngsgrenze wird es den Federal Reserve-Banken ermöglicht, das inländische Kreditvolumen um 2*4 Milliarden Dollar auszudehnen, und zwar auch dann, wenn durch ausländische Kredttzurückziebungen noch erhebliche Goldmengen exportiert werden müssen.
Durch die Sreditausdehnung soll die ganze amerikanische Kreditlose wieder ausgelockert werden.
Der Wirtschaft insbesondere will man wieder ausreichende Kredite zur Verfügung stellen, Man nimmt sogar an, dass dann auch die jetzt gehamsterten Noten, deren Gesamtbetrag man in den Bereinigten Staaten auf 1% Milliarden Dollar schätzt, wieder in den Umlauf zurückgelangen werden. Natürlich darf man aber nicht glauben, daß nun etwa -der amerikanische Notenumlauf plötzlich und ohne Rücksicht auf den Bedarf nm 2% Milliarden Dollar vermehrt werden soll, was ja dann freilich zusammen mit den 1% Milliarden aus den Hamsterverstecken zurückkehrenden Dollar eine Vermeh
rung des Notenumlaufs um 4 Milliarden Dollar ergeben würde. An die Entfesselung einer solchen Noten-Znslaiion denkt tu Amerika, was wohl kaum hervorgehoben zu werden braucht, teilt ernst zu nehmender Finanzpolitiker. Die Kreditauswettung bezweckt nur eine Deckung des jeweiligen Bedarfs der Wirtschaft zu billigen Ziusbeöinguiigen, wodurch die Unternehmungslust angereizt werden soll. Es soll eine kontrolliert« Kreditauswettung vorgenommen werden, d. h. man wird den neuen Kredit nur ganz allmählich und der vorhandenen Nachfrage entsprechend in die Wirtschaft hineinvumpen
Welche Wirkungen kann eine solche antideslationistische Kreditvermehrung auslöseu?
Es kann wohl möglich sein, daß die Warenpreise, di« jetzt tief zu Boden lagen, durch diese Massnahme wieder zu langsamem Ansteigen gebracht werden. Wer auch das wäre noch keine Inflation. Das Vertrauen der Amerikaner zum Dollar wird angesichts der Beibehaltung der ttivrozentigen Golddeckung ,weisellos unerschüttert bleiben. Allen ängstlichen Gemütern, die jetzt in der europäischen Presse ihre Kassandrarufe erschallen lassen und den Sturz des Dollars voraussagen, mutz immer wieder der Fortbestand der 40prozentigen Golddeckung des Dollars entgegengehalten werden. Wahrscheinlich wird, da man ja die Möglichkeiten der Kreditauswettung durchaus nicht in dem möglichen Höchstumsange auszunützen braucht, die wirkliche Golddek- kung auch künftig über der Grenze von 40 Prozent liegen. Für eine Inflation findet sich hier kein Raum, wenigstens solange man die Kreditvernehmung sorgsam kontrolliert und der Aufnahmefähigkeit der Wirtschaft anpatzt.
Gerade wegen dieser tüprozentigen Golddeckung aber, die die Grundlage des ganzen Hoover-Glas-Plans bildet,
ist dieser auf Deutschland keinesfalls übertragbar.
Denn der deutsche Notenumlauf hat ja ohnehin nur noch eine Sgprozentige Deckung, selbst wenn mau auch das geborgte Gold als deckungsfähig ansieht. Hier gilt das Wort, dass, wenn zwei dasselbe tun, es durchaus nicht dasselbe ist. Was für den Dollar ein« Gesundungskur darstellt. die ihn von dem unnützen Goldpolster befreien soll, würde für die Mark, der dieses Goldpolster ja gerade fehlt, unbedingt töd- l i ch fein. Amerika darf im Vertrauen auf seinen Goldbesitz und aus den Kredit, der dem Dollar im eigenen Lande entgegengebracht wird, das Experiment wagen, das die Ankurbelung der Produktion und die Ueverwinduug der Arbeitslosigkeit ermöglichen solle. Deutschland kann ihm auf diesem Wege leider nicht folgen. Trotzdem können auch wir nur wünschen, datz der kühne Schritt Hoovers erfolgreich sein möge, denn Amerikas wirtschaftlicher Wiederaufstieg würde zugleich auch das Ende der Weltwirtschaftskrise bedeuten.
Seine Senkung bet Tünssemtttelpreisc.
Die Prüfung der Düugemtttelprene der Dünger-Sond i- fflte durch den Reickskommissar für Preisüberwachung hat ergeben, datz für die laufende Düngesaison eine Preissenkung nicht erfolgen kann.
Waren und ihre Preise
Lexikon bet Woche. *
FrüditcpfandreM
Rach her neuen Notverordnung des Reichspräsidenten über Erntesicherung wird zur Befriedigung von Forderungen, die aus der Lieferung von Düngemitteln oder von Saatgut entstehen, ein Früchtepfandrecht eingeräumt."
Da sich das Recht, Früchte zu pfänden, in einer Notverordnung über Erntesicherung findet, müßte man an- nehmen, datz es keiner Erklärung bedarf und keine Schwierigkeiten bietet. Aber für den Juristen ist die Sache gar nicht so einfach.
Schon nach altem römischen Recht wachsen „Früchte" nicht nur auf dem Feld oder auf dem Baum, der Begriff umfatzt vielmehr alle Erzeugnisse, um derentwillen etwas überhaupt erworben wird. Auch die Milch einer Kuh ist, juristisch gesehen, eine „Frucht". Ebenso ist es mit dem Kalb, das die Kuh wirft, und sogar mit dem Lehm, den man aus der Lehmgrube holt. Die Juristen gehen noch wettet; sie kennen neben diesen „natürlichen Früchten" auch noch die „bürgerlichen Früchte", z. B. den Mietzins, den ein Haus einbringt, oder die Dividende die auf eine Aktie gezahlt wird. Darf man diese Früchte pfänden, «hesievorhandensind?Jnder Landwirtschaft war es bisher notwendig, daß man erst den Garten pfändete und dann, falls nichts anderes bestimmt war, auch die Früchte dieses Gartens als Pfandgut behandelte. Jetzt kann der Landwirt das volle Eigentum am Garten oder am Acker behalten, und dennoch können die Früchte dieses Eigentums der Firma verpfändet sein, die ihm Düngemittel ober Saatgut auf Kredit verkauft hat. Man darf also etwas pfänden, was noch gar nicht vorhanden ist.
Bausparkassen-Reinigung
Weitere Entscheidungen des Reichsaufstcht samtes für Privatversicherung.
Nachdem bereits im Januar die ersten Veröffentlichungen txä ReichSaussichtsarnteS für Privatversicherung über weh- icie Bausparlassen betonntgegeben wurde», Hit jetzt der Senat nach Angehende- Urtersuchung weitere» Jnttttuteu d.« Wetterführung ihres Betriebes untersagt R-ichitehend^l- geführten Gesellschaften ist der Geschäftsbetrieb völlig verboten worden:
Baubund „Fortuna', E. G. m. b. H., Frankfurt «.St.: Allgemeine Bau- und Zweckfparkasse G. m. b. H., Dori- mund;
„Freies Heim", Bauspar AG, Köln;
Allgemeine Bausparkasse G. m. b. H., Kolm
Bei den folgenden fünf Unternehmungen ist Konkurs, antrag gestellt worden:
Mitteldeutsche Bau- und Hhpotheken-Sparkafse E. G. m.
b. £>., Erfurt; , *
„Ehag" Eigenheim und Hypotheken AG„ Hambmg, „Hilfe" Allgemeine Bauspar- und Entschuldungskafse <b. „aietnanta“ ' bauspar-' und Hypotheken-Entschuldungs-G. AllacnieinE Bmrfpari, Eigenheim- und Wirtschaftsgemeinschaft E. G. Ni. b. H., Köln.
Außerdem ist bei der De utschen Eige n V ° i m - G e - sell schäft. Bausparkaßen E. G. m. b. H. in Franr ftttt a M ein Zahlungsverbot erlassen tootbett, ®®n Mer noch auf ein? Sanierung der Gesellschaft rechnet. Die ®« I che MittelstandShilse" ©ememnütigc Sreditaenrisenschaft E. G. m. H. in Heide (Holstein) ist unter Auf rht gestellt worden. Diese Entscheidungen smd noch nicht Eskii-stig, da sämtliche Gesellschaften Berufung einlegen dürsten.
Heutiger Freiverkehr
Weiter freundlich.
ren Am Devisenmarkt meldet i)ic öaS
MirnÄ mit 17,70 danach errechnet sich: Pfun-e —
Pfunde — Amsterdam 8,54, Pfunde 5t<iDci >?.
Heimische Wirtschaft
Basaltwerk Amöneburg in Konkurs. Die weit und breit bekannten Basaltwerke sind auch ein Ovier der schleppenden Wirtschaftslage geworden und in Konkurs geraten. Infolge der Einstellung von siraßenbauten, hervorgerufen durch die Geldknappheit, fehlten die Aufträge, so daß die fertigen Steine keinen Absatz sanden.
Hotel „BergschlStzcheu" irr Haun.-M linden zwaugsversteigert. Bei der Zwangsversteigerung des Soleis „Bergschlütz- chen" in Hann.-Münoen blieb dieStadtfchaftHairno- ver mit 35 WM RM Höchstbietende. Der Zuschlag wird am 1. Storil erteilt.
Konkurs in Dransfeld, lieber das Bermügen des Koh- Icnhdn crs Hermann Proskaucr in Dransfeld ist 6a Konkursverfahren eröffnet. Konkursverwalter: Rentner und Senator Kendel. Anmeldefrist bis 14. März 1932.
Zurückgezogener Bergleichsoarfchlag. Im Konkursverfahren über das Vermögen des Rirtergntsvächters Israel auf Hof Radenhausen ist der Bergleichsvorschlao vom Schuldner zurückgenommen worden.
In Kürzet
<ie»e* Form ru c fmnibiert werde«.
S sSs
. Ze »» St-tistischra Reichsamt für .den 1«. itzebrrwr berechnete G r otz ha » d e l s l » d « r > »s s« r ist mti 99,6 gegenu^z der Vorwoche um 0L v. H. gestiegen. Die Fuoeriifter» der Hauptgruvven lauten: Agrarstoffe. 93,8 1.6 e. H.i. Aolaarai waren 90,9 (+ 0,4 v. H.ft indu- sirielle Rohstoffe und Halb waren 91,5 (-»- 0L ». Hi und industrielle Fertigwaren 122,3 (—- 0,7 o. H.i.
Die Sch o k o l a d » u p r «i s e sollen durch Verkleinern»« der Handelsspanne und Herabsetzung der Rabatt« verbilligt werd«». Die Neuregelung soll durch Notverordnung erfolgen.
Berliner Produktenbörse
Heutiger Frühverkehr stetig.
Berlin, 16. Februar. Geschäft noch wenig entwickelt. Grundstimmung stetig. Am Lieferungsmarkt nennt man für Brotgetreide 0,50 RM über Sonnabendschluss liegende Geldpreise.
imtlidie Notierungen vom Vorige
Weisen, mlrk. ab Station Koggen, märst, ad Station Braugerste . . .
Futtergerste ..... Hafer, mark ab Station . Weizenmehl Boggenmehi ,.,»»» Weizenkleie
Boggenkleie .....
Viktoriaerbaen . . . . » Kleine Speiseerbsen . . . Futtererbsen ..... Peluschken . . . • .
Ackerbobnen . . . . . .
Wicken . . . . .
Lupinen blaue . • . . .
SeradeUa,Sueue Leinkuchen. Bael* 17% . . Erdnuflkuoben 5e% ErdnuBkuchenmehl 51% Trockenechnitiel
Extr Sojascbrot 48 % ab Hamburg ab Stettin . . . , .
Kartottelfloeken . . .
15. Februat
12. Februar
a zu-rz.ni
7.80- 8.00
10.50-10.60
12:50-12.60 liso 12-60
Weizenaussuhrscheine 175.5 be,.- Rnagenaussuhrkcheine 120 G„ Gerste bezug sscheine 32,75 hez.. Maisberugsschrine 755 B.
Handelsrechtliche Lieferungsgrschästr au der Berliner Produktenbörse »em 18. Februar. Weizen: März 256.5 bis 257, Mat 2V4—264,5, G.: Rogge n: März 208,5—203. Mai —. danach 210,5; Has« r: Marz 157 u. G., Mai 162,75 bis 163.
Di« LrrlruerHandelsgefellfchaft wird a« 25. .vcbruor ihre Bttauzstynug abbatten. Sie bedarf weder einer Reichsbils« noch einer Kaviini-nsaminenlegung. Wahrscheinlich wird sie sogar «ine Dividende ans schütten könne».
*
Die RubrgaS A.-G.. Esse n. konnte im Geichäits- jabr 1931 einen Get-mtgasabsatz von knapp 800 Mill, cbm erreichen, was «eaeuuber dem Vorjahr eine Steigerung von rd. 11 Prozent b-deutet. Das Gejamthochdruckney des Uut-ruebmeus umfasst letzt 984 km.
♦
Di« Forstbetriebs- u ud Saudverwrr- tungs-A.-G.. Haard, ist in Konkurs geraten. Au dem Unternehmen 1A.-K ö.ö Mill.» sind dre massgebenden westdeutschen Kon,eine der «chlverinduttrie beteiligt. Die Gründung der Gesellschaft erfolgte, nm Gelände für den Bergeoersatz zu sichern.
Magdeburger Zuckerno,icrungeu vom 13. Februar. Gemahlene Mehlis prompt oer 10 Tage 31,45. per Februar 31.45 +. 17.50 +, 70 +. 80. Mär, 31.60 +. 95. Tendenz: stetig.
Berliner Butterbcrichi von, 13. Februar. In der Berichts- Woche haben die strammen Auslandsmärkte auch die deutschen Märkte zu wetteren Preissteigerungen gezwuitgen. obwohl der httiige Konsum nach wie vor autzerordentlich schwach ist. Die Zufuhren in deutscher Butter sind noch kleiner geworden als in der Vorwoche, und die Läger in deutscher Butter sind täglich geräumt. Es mutz daher weiter Butter <n größerem Umfang« importiert werden. Tie Hamburger Notierung stieg in dieser Woche um 7 NM., die Berliner Notierung erltUit eine Erhöhung von zusammen 11 RM. Die Vcrtausspreisc des Grotzhandels sind Deute tn 1.1 Zentner- Tonnen: FnlandSdutiei Ja 145—148, FnlandSbutter T. Quaiftal 138—141, AUÄanbsbntier, danttche 118—151 RM.
Viehmärkte
Kasseler Schlachtviehmarlt vom 15. Februar.
Ohne Gewähr.
Die Zahl der auf dem Markte zum Verkauf stehenden ^.ier«: 13 Ochsen, 23 Bullen, 53 Kühe. 64 Rinder, zusammen 153 Stück Großvieh: 523 Schwein«, 287 Kälber, 13 schafe/Hämmel.
Die Zahl der feit dem letzten Markte dem Schlachthofe 6trc£t. ohne Benutzung des Schlachtoiehmarktes. zugekührtev Tiere: 8 füllen. 31 Kühe, 6 Rinder, ruf. 45 Stuck Groß- meb: 320 schwetne. 110 Kälber, 88 Schate Hämmcl.
Klachtv t eb»rette für 50 kg Lebendgewicht: ... O ch (e n: vollfletsch. auSgemästete höchsten Schlachtwerts lungere 29—31, altere 25—33, sonstige vollfleischige jüngere -0—23. altere —. rlertchrge —, gering genährte —.
..., B u I I e n: tünge« volltletschtge höchsten Schlachtwerts ^^0' itrnHn eoollilcttchige oder ausgemästete 25—28, flei- !d)iee _21—23; gering genährte —.
... K u h e: jüngere vollsleischige höchsten Schlachtwerts iyh8^._2;o11 ilcischiae oder ausgemästete 25—28, ftei- ttbige „20^24, gering genährte 18.
b « rse n tKalbinneni: voll'leischige ausgemästete bjjch- Itcn S4IAd)tmen6 a;j-34, vollsleischige 26-26, fleisch. 20/25.
I r e ff e r: mäßig genährtes Jungvieh —.
« a lb e t: Doppellender, bester Mast. — beste Mast- u. SÄMast, und Saugkälber ^34. Z 4 af e; nicht notiert.
Söh wein e: . FeEweine über 300 Pfd. Lebendgewicht JVt—12, volltleischtge Lchweine von ea. 240^-300 Pfund 38 ’nn °N?,36-40, solche von ea. fäffAtge swwein« von ea. 13—16 l und und wlche unter 120 Ptund —, Sauen 35—40.
f^'A'r'riüe ststd Marktpreise für nüchtern gewogene Tiere f«mtjt6e Spesen »es Handels ab Stall für Fund Verkausskosten, llmsatzsteuer sowie den ^4°ichisverlust ein. müssen sich also wesentlich über bi« stallvreife erheben.
arEtDcrlu uf: Fnfolge des großen Angebots bei
Etel, bei Schweinen langsam, DictDt ueoentaiw.
Küh« a) 25^—27, 6 20—24, c) 15—19, Färs, bis 30. d 22—26, Kalber aj — b) 35—3!
«rrankfnrter Biebmarkt vom 15. Sehntet. (VoKericht, ohne Gewahrt. Auftrieb des Hauvtmarktes: 1409 Rinder, darunter 3,4 Ochsen. 127 Bullen, 454 Rübe, 410 Färsen, 822 Kälber, ferner ,5 Lchafe, 4813 Schweine. Verglichen mit dem Auftrieb des Hauvtmarktes der vergangenen Woche waren 44 Rinder mehr, 175 Schweine weniger, 76 Kälber mehr, 54 -chate weniger angelrieben. Prbis«( nach den bis gegen 12 Uhr vorliegenden Ergebnissen) Ochsen al 30 bis 33. «2 26—29. b) 22—25. Bullen a) 28—31, b( 22—27. ---- ” ‘ 1 " -----'en a) 81-Slab) 27 ------- . — ------ _, — J9, c) 30—34. di 95 bis 29. Schweine ai — bj 43—45, c) 42—45, ö) 41—44, e) 36 bis 41. f) — g) 32—39. Marktverlauf: Rinder und Schweine ruhig. Kalber und Schafe langsam.
Fuldaer Schweinemarkt vom 13. Februar. Bei 10 Grad Kutte waren nur 45 Ferkel und 2 Lauser ungefähren. Verlangt und bezahlt wurden für kleinere Ferkel 9 Mark, für mittlere 12 Mark und für größere 15 Mark das stück. Die Läufer kosteten 85 Reichsmark das stuck. Während des qcir.cn Marktes war der Handel schleppend, so dass Ueberftüub .«erblich. Am nächsten Donnerstag, den 18. Februar, nudel tit Fulda ein Zucht- und Nutzmewnarkt statt.
Berliner Devisenkurse
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Brief
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Ausländische Devisen-Kurse.
Oslo 9575,
Zürich. 13. Februar. Paris 2021, London 1766. Neu- vork 512%. Belgien 7155, Italien 2657,50, Spanien 4050, Holland 207,20. Berlin 132. Stockholm 9875. Oslo 95/5. Kopenhagen 9700, Sofia 371, Prag 1517, Warich-ni, 5740, Belgrad 905, Athen 655, Konstantinopel 214, Bukarest 306, HeMngsors,7A>. Prioaidiskont IM 3jd„ 4fk Ausl., vue nos Slires 130, Iapn 181. Monatsgeld L 3-MonatSgeld 2 LS.
Amsterdam, 13. Februar. Berlin 58.90—95. Loudon 851 äO—58^0. Neuvork 247,15—347,25, Paris 974.75—075, Ä5Ü-5S. Madrid 1940-00.
London. 13. Februar. Neuvork 344''». Slontreal 30650. Slmsterdam 852.50. Paris 8740, Brüssel 2470,50, Stalle» 6650. Berlin 1446,50, Schweiz 1766,50.
Paris, 13. Februar. London 874, Neuvork 2535.25, Belgien -84^, spanten 199,75, Italien 131.75. Schweiz 494,50. Rumänien 1515.
Londoner Goldpreis. Der Londoner Goldpreis beträgt am 13. 2. 32 für ein« Unze Feingold 110 fb 11 6 - 86.93®> RM. tur an Gramm Feingold demnach ttz.2049 pentc -- 2J3617 RM.