IUCIHITwWÄWü ♦ W©Hß«
NR. 37
SONDERBEILAGE DER KASSELER NEUESTEN NACHRICHTEN
SONNTAG, DEN 14. FEBRUAR 1932
M H
Die alte Wohnung bekommt ein neues Gesicht
Moderne Wohnkultur ist eine schöne Sache. Was aber soll man machen, wenn man noch eine Einrichtung aus den neunziger Jahren bis zur Jahrhundertwende besitzt? Menschen, deren Geschmack heute geschult ist, deren Wunsch es ist, in Räumen zu leben, die unserer Zeit entsprechen, stellen oft ratlos da. Wie läßt sich aus dem Wust jener längst überholten Mode richtung etwas schaffen, das unser Schlichtheit suchen des Auge befriedigt?
Mit etwas gutem Willen läßt sich viel erreiche» Beispielsweise würde ich Vorschlägen, von dem an sich schon reichlich hohen Büfett, von den Schränken und vom Schreibtisch versuchsweise die Galerien und Muschelaufsätze, die man srüher so dekorativ fand, zu entfernen. Es gibi nur ganz wenige Möbel, deren Aussehen darunter leidet, wenn diese Verzierungen fortgenommen werden, dazu gehört ein geschweiftes Vertiko aus Urgroßmutters Zeit. Bei geschweiften Möbeln ist in dieser Beziehung mehr Vorsicht anzu wenden, während alle gradlinigen die kleine Opera tion sehr gut vertragen. Bei niedrigen Möbelstücke» t#ie Schreibtisch, Kredenz, findet sich an der Stelle wo die Aufsätze befestigt waren, häufig ein häßliche! Streifen oder auch einige Löcher. Es ist vorteilhaft diese Stellen durch eine neue glatte Leiste, die wn aus den alten Galerien anfertigen lassen, zu ver decken. Wir werden erstaunt fein, wie anders unsere Möbelstücke aussehen, wenn wir den allzu überflüssi gen Ballast von ihnen entfernt haben.
Nach den Möbeln geht es den Fenstern „zu Leibe." Die Zeit der schweren Plüsch- und Tuch-Portieren ist vorüber. Heute genüaen vor dem Fenster leichte, be quem waschbare Mullgardinen oder ein Halbstore aus Tüll. Sollen durchaus Uebergardinen da sein, sc wählen wir indanthren gefärbtes Leinen oder einen leichten Wollstoff, der sich waschen läßt. Wenn zu der artigen Neuanschaffungen der Geldbeutel nicht aus reicht, so lassen sich auch die alten Portieren etwas modernisieren. Vor allem mutz die Bordüre mit den vielen neckischen Wolltroddeln auch durch die Schere
fallen. Haben wir sie abgetrennt, so wird der Stoff mit glattem gleichfarbigem Band neu eingefaßt. Wer sich entschließt, die schweren Vorhänge gänzlich abzuschaffen, der kann den Stoff noch gut verwenden zu
Fenstervorhängen für den Winter. Denn leider gibt es noch immer 90 Wohnungen aus 100, in denen es im Muter durch alle Ritzen zieht.
Sehen wir uns nun einmal die Wände unserer Wohnung an. Familienbilder aufzuhängen zeugt von Pietät, gewiß. Sich selbst, d. h. die lebenden Familienmitglieder in verschiedensten Aufmachungen an die
Wand zu hängen, — ist das nicht uberfluMg? Und wenn wir ehrlich sein wollen, müssen wir zugeben, daß wir alle die Bilder von lieben Verwandten und Bekannten an der Wand doch nur herzlich selten betrachten Eigentlich nur beim Staubwischen. Genügt es deshalb nicht, wenn ein oder zwei Bilder von Menschen, die uns besonders nahe standen die Wmid schmücken oder aus dem Schreibtisch stehen. Die übrigen wären ebensogut tn einem Photographie- alburn aufgehoben, das dann im schrank verschwindet und von Zeit zu Zeit zum Betrachten hervorgc- holt wird. Ich weiß, daß die meisten unter und, dies außerordentlich oft tun werden. .
Falsch wäre es, in dem Wunsche, unser Heim neuzeitlich zu gestalten, alle alten ererbten Bilder hinaus- zu werfen und nur ganz moderne gelten M lagen. Es darf nicht übersehen werden, datz auch Bilder sich in ihrem Stil der Möbeleinrichtung anpassen müssen. Moderne Graphik und die Möbel der neunziger Jahre — das gibt einen unschönen Gegensatz. Ebenso muß vermieden werden, falls ein Raum neu tapeziert wird, eine Tapete mit ausgesprochen modernem Muster zu wählen. Auf diese Weise wird ein Miß- klang in den Raum gebracht, und oftmals werden wir uns gar nicht so schnell darüber klar werden, woran es eigentlich liegt, daß einem Zimmer die rechte Harmonie fehlt. Diese Grundregeln sind es, die bei leder Wohnüiltur zuerst beachtet werden müssen, um ein, wenn auch nicht streng modernes, so doch schönes und geschmackvolles Heim zu schaffen.
Auch unsere Sofakissen haben bereits eine erfreuliche Wandlung durchgemacht. Auch hier darf der Wunsch. Neues zu schaffen, nicht über das Ziel hm- ausschießen. Das moderne Kissen in kühner -rarben- zusammenstellunq und in geometrischer Linienführung paßt wohl auf die moderne Couch, aber recht schlecht in unsere biedere gemütliche Sofaecke.
Artisten.
„So hat also die Löwenbändigerin doch bett Schlangenmenschen geheiratet,"
„Ja, sie wollte gern einen Mann haben, den sie um' den Finger wickeln kann!"
Möbel- Ausverkauf Wegen Geschäfts-Aufgabe
zu bedeutend herabgesetzten Preisen Schreinermeister-Vereinigung Kassel «..Umgebung MW fo 12
habe
Haus- und Küchengeräte
ich zu einem sehr günstigen Preis zum Verkauf gestellt. Bitte besichtigen Sie unser großes Lager.
Geleseniieitskäufe in Oefen und Herden
Einen großen Posten in
Oefen und Herden
Schröder, Druselplotz und Herde
Gute Betten kauft man immer zu den denkbar günstigsten Preisen bei
KrnnrfnA
Betten-Spez alhaus Mauerstr aBe 16 (Lutherplatz)
Ruhr-Eiformbriketts
MlmkOHLlX
Ruhr-Nußkohlen
W. Heumann
Frankfurter Straße 86
Gegründet 1895 ■ Ruf 34 706
Ein Lehen
lau uielrMi ne*
durch die guten Möbel aus dem
Kohlen ■ Koks • Briketts und Holz
Karl Böhm
Kein Laden, durch» gehend geöffnet
Kassel, Ob. Königstr. 13. im Merkurhaus, Hof links. Fernruf 1604.
Küchen, Schlafzimmer Speisezimmer zu erstaunlich niedrigen Preifen bei befterVer* arbeitung und formen* schönen Modellen.
Besteck- Aufbewahrung im Büfett fertigt an Etuis-Fabrik Köln. Str. 14 Tel. 6081
Gespieltes
Piano
RN. 425.— sthwarzpol. Elfenbein, u. and. Gelegenheiten
Beckmann
Friedrichspiafc 12.
1 Schaufenster nur, aber
3 Etagen Ausstellungsräume zeigen Ihnen meine Leistungsfähig keit
Möbelhaus
Ehrhard Knobloch
Hohenzollemstrafje 72
EON HEIM
nur durch
KOHLEN
von
DEDENHARDT Fernruf 2004 u. 2093
X Wilhelm Ahl 5C
Kohlenhandlung
Büroi Jordanstraße 133/« L Ruf 32766
M.M X BEI nochmals bedeu- H W DEL lend herabgesetzt Schlafzimmer 400.- SDlt, trotzdem unbegrenzte
Garantie. la Arbeit selbst angefertigt.
«jiche» 160.- Ml Ausziehtisch (eiche), 6 Strihle mit echt Oberleder 150.- Mk. .
H. Mönch, Möbelwerkstätten. Verkauf Konrgspl. 40.
370 Sthnellrührsielie
lieferte Den ft in kurzer Zeit Neu in d. Form, bUL im Preis.
Stück
1.55 und höher
Ohne Diät
bin ick in kurzer Zeit 20 Pfd. leichter geworden durdi ein eins. Mittel, welches ick jedem gern kostenlos mitteile
Frau Karla Maat, Bremen K. H. 8.
Todesanzeigen
Verlobungsanzeigen
Geburtsanzeigen
erreichen durch die Kasseler Neuesten Nachrichten, als der in Kassel gelesensten Zeitung, die beste Verbreitung
W
Wieder 1 Waggon Knppersbnsdi-Gasherde eingetroffen. DerRiesen» Umsatz zeigt, datz er der begehrte Herd ist.
Auf Wunsch Zahlungs» erleichterungen.
G U M P E R T Königstr.44, Marktsasse
■
Bettfedern
Federn, grau Pfd. 60 Pfg.
Federn, weih Pfd. 1.35 Mk.
Federn, weih L Pfd. 2.25 Mk-
*/s Daune halbweiß Pfd. 2.75 Mk.
reine Gänsefedern weih Pld. 3J5 Mk. Mein Schlager, reine Gänsehalb^ daune weih, wundervoll, daunig Pfd. 5.35 Mk. Inlette in allen Breiten gar. federdicht.sehr billig Stahlmatratzen, Auflegepolster I r- - j Schoner decken Reformunterbetten I
Fr. Griesel, Kassel
Hohentorstraße 19. Ruf 7728. Katalog umsonst.
Rätsel-Ecke
Silbenrätsel
Lus den Silben: , . ..
bel bo — bri — djtent — de — der« — öet — di 6o — öo — dok — dort — dorn — e — e — e — «r £ n — er — erb — seu — sich — gat — ge , - la - le - le - le — li - Io -
mca ntolb — wirb — rnur — na — na — nanz nau — ne — ne — nv — nor — o — vl — vo — za — rab — re — reb — reu — sar — se — lee — io — tat — te — lisch — ton — tor — tuch — um sind Sorte oon folgender Bedeutung, zu bilden, deren Anfangs- und Endbuchstaben, beide abwärts geleien. «ine Bitte an alle Kasselaner ergeben, (m = «tn Buchstabe.»
1 biblischer Berg 2. altes LangenmaH, 3 .rommber Grenzwall S. 4. $er[1ner $orort 5 Sätoeftüd.
6. Stadt in Lippe. 7. Laubbaum Belat <be J^ituna 9. polnischer 10. arrrkannmev Wuo, ILJBtoöt m
Schleswig, 12. Vermächtnis. 13. Äm<tcfyelei,14. 5tebentlufe der Donau, 15. biblische ^rauengeitalt. 16. torttiher Dttel. 17. Erfinder des Dynamits, 18 ^tonnte ,=<6uf)marfe. 19. Hülkenirucht. 20. Heiliger. 2l. sagenbanes «otolanb. 22. italienische Proninz. 23 BegrM aus der -challebre. 24. banrischer See, 25. akademlicher Titel, -6. Haushalts- Voranschlag, 27. germanische Schicksalsgomn.
tzensionsberechligl
Nort, bas ort Stabt und »Vfufa nerbanb, ? r --li,»;.; ü »d
& ward da au deut i>. .unten Mann / Ihn Hellte die Behörde an.
8
ic
Waagerecht: 1. Guisangeftellte, 4. Zahlungsmittel.
8. türkischer Männername, 9. männl. Vorname, 10. Zn-
enkrecht: 1. familiäre Benennung einer Berten, 2. Aufruf, 3. banktechnischer Ausdruck, 4. Er-
wandten. 2. Aufruf, 3. banktechnischer Ausdruck, 4. Erwerbszweig, 5. Paradies, 6. seetechn. Memnitrument, 7. Nebeniluh der Donau, 11. Stadt in Spanten «alte Bera- roertei, 14. englischer Titel, 16. tvei6I. JBontame, 17. biblisches Land, 18. Wurm, 19. deutscher Kunst,Neger. 20. bedrückte Gemütsstimmung, 22. Teil eines Wagens.
ttame einer Filmschauspielerin, 12. Ort an der Eder. 13. Stadt in Waldeck. 15. der dritte Fall eines oerionL Kurwortes, 18. hessische Umpeisitätsstodt. 21. Stadt in Neu- rukuänien, 23. Nebenfluß der Fulda. 24. deuttcher «taat, 25. griechischer Buchstabe, 26. Hafenstadt tn Arabien, 27. Hauch.
— Senkrecht: 1. Bildungen, 2. Oder, 3.
> Erle, 6. Neuruppin. 10. Rubel, 11. Falke. 14. Alb. 16. Uta. 18. Aloe, 20. Pier. 22. Jll. 24. Lo.
Phramidenrätsel:
* a •
1 a Lab Baal Al b a n Balkan
Ergänzungsrätsel
Ma--r, Se--ukel, Tre--,ung, Ta — — nt,
Ver--ndter, Ma--a, . per.
Die in den Worten fehlenden zwei Buchstaben sind at ergänzen. Diese ntueinaelebten Buchstaben ergeben, der Reihe nach gelesen, den Namen eines bekannten lebenden Kasseler Komponisten.
Winzig und wuchtig
Die „t* bedrobn uns immerdar.
„r bringen nur int Krieg Gefahr.
Auflösung der Rätsel in voriger Sonntagsnummer:
Bose Zetten: Faust-Recht.
Wandelbar: Galgen. Algen.
Ans dem alten Testament: Maleachi, ?eo. Mlcha.
»reu-,Worträtsel: Waagerecht: 1. Wolshagen. <• st do. S. 3«. 9. le, 10. Rif, 12. Lu, 13. Drau, 15. Auer. 17. Nabe. 19. Kapp. 21. Sie, 23. Eos. 24. Lei, 25. Nebelhorn.
Schütteln: ein Wort — Rotwein.
Die ausgeräumte Flurgarderobe: Mardervelu. der, Pelr- marder.
Stille Teilhaber.
Der Kaufmann stütz« bei der Abgabe seiner Ein- kommensteuer-sEstklärung auf die Frage: .Wer ist noch am Geschäft beteiligt? Und nach kurzer Ueber- legung schreibt er entschlossen hin: „Das Finanzamt und der Magistrat."
Zur Restaurant.
„Unerhört? Nicht eine Spur von Zwiebeln zudem Beefsteak! Trotzdem der Kellner genau weiß, datz ich Vegetarier bin!“ („Kasper“)