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Nummer 35*

Donnerstag, 11. Februar 1932

22. Jahrgang

Vor Hindenburgs Entscheidung

Oie Verhandlungen mit Stahlhelm und Kyffhäuserbund / Schwächliche Kritik Frankreichs an der Grandi-Rede /

Belgiens Sicherheitsforderungen

Brüning heute bei Hindenburg

(Eigener Drahtbericht.)

th. Berlin, 11. Februar.

Die Verhandlungen über die Wiederaufstellung des Reichspräsidenten von Hindenburg als Kandidaten für die Neuwahl zum Reichspräsidente» sind in vollem Gange. Gestern haben Unterredungen des Stahlhelms und des Khffhäuserbundes mit den Na­tionalsozialisten und den Deutschnationalen, vor allem aber ein Empfang des Führers des Stahlhelms beim Reichspräsidenten stattgefunden. Dabei hat sich aller­dings noch keine Klärung der Sachlage ergeben, viel­mehr find erst noch für Sonnabend dieser Woche Besprechungen zwischen dem Stahlhelm und den bei-

Wer für Hindenburg ist,

Man nahm in politischen Kreisen gestern an, daß der Reichskanzler sich noch am gestrigen Tage zum Reichs­präsidenten begeben würde, aber Dr. Brüning hat gleich bei seinem Eintreffen in Berlin um einen Empfang am heutigen Tage beim Reichspräsidenten nachgesucht.

In der heutigen Besprechung zwischen Kanzler und Reichspräsident wird zunächst der erste Bericht Dr. Brünings über die Vorgänge in Genf erstattet werden, dann aber werden selbstverständlich inner­politische Probleme in dem Vordergrund der Erörte­rung stehen. Man ist allgemein davon überzeugt, daß der Reichskanzler seinen ganzen Einfluß aufbieten wird, um den Reichspräsidenten zur bal­digen Annahme der Kandidatur für die Neuwahl zu bestimmen, und es hat den Anschein, daß der Reichspräsident, wenn der Sahm-Ausschuß,

der Kyffhäuserbund und der Stahlhelm gemeinsam für ihn eintreten, diese Kandidatur annehmen wird.

Die Kabinettsberatungen über die Banken­frage werden in den nächsten Tagen fortgesetzt werden.

Noch keine französisch-englische Einigung

Paris, 11. Februar.

Ein Mitarbeiter desEcho de Paris", der als gut unterrichtet gilt, erklärt heute, daß die zwischen Lon­don und Paris geführten Verhandlungen noch zu keiner Verständigung über die Repa­rationsfrage geführt hätten. Die Verhandlun­gen erstreckten sich übrigens nicht nur auf das Repa­rationsproblem, sondern auch aus Zollfragen. Sollte in der Reparationsfrage eine Einigung zwischen bei­den Regierungen zustande kommen, dann würde sich diese lediglich auf die Bedingungen für die Vertagung der Lausanner Konferenz bis zum Monat Juni be­schränken, sodaß beide Regierungen im übrigen volle Handlungsfreiheit behielten.

Bilanz einer Weltreise

Von Dr. Paul Rohrbach.

Umer aufteuvolitiicher Miiarbkiter Dr. Paul R o b r- b-ch ift »ou.feiner Weltreife, über die er in ver- «ckre-enen Artikeln in nuferer Zeitung berichtet bat. mrLckgekebrt.. Wir veröffentlichen als Abfchlnh dieser SS.,cher^ieritStt.tt8 citte Artikel, in dem Dr. R-dr- bach auf Grund feinerJReifcein&riirfe interessante Mit- tzber Deutschlands Stellung im Auslände -eine Ausführungen werden vielleicht in die- Ä P""kt -uf Widerspruch tosen, aber ee scheint uns doch nützlich in sein, ans dem Munde UV»«", Beobachters, wie es Dr. Rohr- '"Mellos ift, einmal zn bören. wie sich die Dinge von nutzen her geiehe» darftelleu.

Ich habe im Laufe des letzten halben Jahres Ge­legenheit gehabt, in Nordamerika, Japan, China, Nie­derländisch- uiud Britisch-Jndien, Aegypten und dem Orient mit Angehörigen der verschiedensten Natio­nen über Deutschland zu sprechen, und ich bin oft ge­beten worden, mich über die Lage in Deutschland, nber deutsche Persönlichkeiten und über Wege und Ziele der deutschen Politik zu äußern. Unter den Beobachtungen, die ich dabei gemacht habe, sind einige, dch mir von Interesse für deutsche Lieser zu sein

zeichnet sidi in die Listen ein,

die in der Hauptgeschäftsstelle der Kasseler Neuesten Nachrichten

Kölnische Straße 10, ausliegen. Sdiluß der Einzeichnungsfiist:

13. Eebruar

de» Oppositionsparteien der Rechten tu Aussicht ge­nommen, ehe an eine endgültige Stellungnahme für oder gegen die Kandidatur Hindenburgs gedacht wer­den bann.

Inzwischen besteht jedoch die Wahrscheinlichkeit, daß der Vorsitzende des Kyffhäuserbundes, General von Horn, der gestern zum zweiten Teil der Besprechung des Reichspräsidenten mit den Führern des Stahl­helms hinzugezogcn wurde, vielleicht schon im Laufe des morgigen Freitag selbständig mit einem Aufruf für die Kandidatur Hindenburgs hervortritt. Ou dies geschieht ift noch nicht endgültig geklärt, aber nach dem Verlauf der bisherigen Besprechungen besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit für eine derartige Aktion, die man dann als den Auftakt der weiteren Kund­gebungen für die Kandidatur Hindenburgs ansprechen müßte.

Der Ausschuß des Berliner Oberbürgermeisters Dr. Sahm wird am Sonnabend seine Stimmensammlung abschließen unv wenn der Stahlhelm in den oben er­wähnten Besprechungen mit den anderen Bundesge­nossen der Harzburger Front am Sonnabend eben­falls zu der Ueberzeugung kommt, daß es das beste ist. selbständig für Hindenburg einzutreten, so würde der Sonnabend der gegebene Termn sein, um die Ent­scheidung über die Kandidatur Hindenburg hcrbei- zuführen.

In der gestrigen Besprechung mit dem Reichsprä­sidenten haben die Führer des Stahlhelms zunächst de» Standpunkt erörtert, ob es nicht zweckmäßig sei, die Aufstellung der Kandidaturen für die Reichsprä- sidcutcnwahl noch um einige Zeit hinauszuschieben, bzw. die Kandidatur Hindenburg erst für den zwei­ten Wahlgang ins Auge zu fassen. Bei dieser bcab-- sichtigten Verzögerung spielt Wohl die Ueberlegung eine Rolle, daß inzwischen der Reichstagszusammen- tritt erfolgen, und daß sich dadurch eine Möglichkeit zum parlamentarischen Sturze der Regierung Brü­ning ergeben könnte. Der Reichspräsident selbst lehnt derartige Gedankengänge unbedingt ab.

Darüber ist gestern den Vertretern des Stahlheluis und des Kyffhäuserbundes kein Zweifel gelassen wor­den, aber während Herr von Horn namens des Kyfs- häuserbundes sich zu einen, raschen Vorgehen für Hmdenburg entschlossen zu haben scheim, haben cs die Stahlhelmführer doch noch für iw wendig erachtet, eine weitere Rücksprache mit den Nationalsoztalisten und den Deutschnationalen für Sonnabend anzube­raumen Es besteht jedoch begründete Aussicht, daß bei einem negativen Verlauf dieser Besprechung dann auch der Stahlhelm für die Kandidatur Hindenburgs eintreten wird

Ob aus diesen VerhandlungenderHarz- burger Front noch ein Positives Ergebnis her- auskommen könnte, also in der Gestalt einer einheit­lichen Gegenkandidatur der Rechten gegen Hindenburg wird stark bezweifelt. Man sprich, aber von Absichten der Nationalsozialisten, für den ersten Wahl­gang für sich einen sogenannten Zählkandida- t c n (Dr. Frick) auszustellen.

Der Reichskanzler, der gestern mittag wie­der in Berlin cingetroffen ist. wird im Laufe des bcu ligen Tages die in Aussicht genommene Uu.: nDung mit dem Reichspräsidenten von Hindenburg haben

Frankreich mit Grandi unzufrieden!

Eigener Drahtbericht.

Paris, 11. Februar.

Mit der Rede Grandis aus der Abrüstungs­konferenz ist man in Paris, nicht zufrieden. Däs bringt in prägnanter Weise der Außenpolitiker desEcho de Paris" zum Ausdruck, der erklärt, Grandi habe die Rede gehalten, die Brüning nicht zu halten wagte. Das Schwarzhemd habe wie ein Braunhemd gesprochen. Er werde nicht nur den Beifall der italienischen Faschisten, sondern auch die Zustimmung des Hitlerdeutschland < und des übrigen Deutschland erhalten. Die Spitze der italienischen Rede sei an­dauernd gegen Frankreich gerichtet gewesen.

Der Außenpolitiker desPetit Parisien" urteilt: Der Erfolg des italienischen Außenministers ist groß und verdient gewesen. Vom dialektischen Standpunkt gesehen, ist in der Tat die Beweisführung Grandis fast unangreifbar. Wenn man ihre Voraus­setzungen zuläßt, greift alles wunderbar ineinander u. nichts erschiene natürlicher. als die Schlußfolgerungen. Leider sind diese Voraussetzungen stets von Frankreich als unannehmbar erklärt worden. Unsere Logik bäumt sich dagegen auf, daß in einer Stadt ohne Gendarmen und in der niemand sich gegenseitig hilft, das beste Mittel gegen die Gefahr darin bestehen soll, seinen Revolverwegzuwerfen. Mit derartigen Mei­nungsverschiedenheiten schon bei Beginn des gemeinsa­men Weges wird man zweifelws nicht lauge Zusam­menarbeiten können. Grandi will zur Revision der Verträge, zur Gleichheit der Rechte zwischen allen Staaten und zum völligen Ausgleich der bewaffneten Streitmacht gelangen.

Der sozialistiswePopulaire" begrüßt trotz sei­ner Abneigung gegen den Faschismus Grandis Vorschlag, weil er die allgemeine Abrüstung for­dere.

Volonts" will aus Bemerkungen Grandis heraus­lesen können, daß man eine allgemeine Verständigung

schaffen könnte. Grand, habe betont, daß seine Dele­gation und er bereit seien, den französischen Plan auf­merksam zu stüdiereu, vorausgesetzt, daß er zu einer effektiven Rüstungsherabsetzung führe. Deshalb müßte es möglich sein, sich zu verständigen.

Weitgehend, aber nicht phantastisch!

Die Londoner Presse über Grandis Abrützungs- vorschlägc.

London. 11. Februar.

Die gestrige Rede Grandis wird von der Mor­genpresse mit Wärme begrüßt, während die Ausfüh­rungen der Wortführer Japans und Polens wenig Beachtung finden. Der Genfer Korrespondent des Daily Telegraph" sagt: Grandis Rede war die kon­kreteste, die bisher gehalten wurde. Kein Wortfüh­rer irgend einer Delegation hat das Gebiet derqua­litativen Rüstungsbegrenzung" so umfassend und so kategorisch bezeichnet wie er. Seine bestimmte, aber nicht herausfordernde Art, mit der er die heikle Frage der Gleichheit der Rüstungen behandelte und die prak­tische Anwendung der Völkerbuudssatzung bei Vor­handensein eines Regimes der Ungleichheit als un­möglich bezeichnete, hat Bewunderung erregt, Times" sagt in einem Leitartikel: Das Programm des italienischen Außenministers Grandi ist praktisch, aber es gründet sich fest auf die allgemein anerkannte Voraussetzung, daß in einer Welt, die sich gegen An­griffskriege ausgesprochen hat, Angriffswaffen ein Anachronismus sind. Der italienische Vorschlag geht weit, aber er enthält nichts, was eine zur Behandlung der Abrüstungssrage einberufene Versammlung als phantastisch beiseite schieben könnte. Grandi habe, wie bereits Dr. Brüning, Gleichberechtigung für alle Natio­nen und Herabsetzung der Rüstungen auf das nie­drigste Niveau verlangt.

Belgiens Vertreter hat das Wort

Genf, 11. Februar.

In der heutigen Sitzung öcr Abrüstungskonferenz sprach als erster Redner 6er belgische Außenminister Hymans. Die Tendenz seiner Rede ergibt sich aus den einleitenden Sätzen:

Belgien hat sich in doppelter Absicht auf die Kon­ferenz begeben: Mitzuarbeiten an einer internatio­nalen Verständigung für die Begrenzung oder Her­absetzung der Rüstungen uns zu wachen über seine Sicherheit. Wenn Belgien auch besondere Ga­rantien in dem Rheinpakt findet, so weiß es jedoch, daß jeder Konflikt politische, wirtschaftliche und so­ziale Verwicklungen hcrbeisühren würde, unter denen Belgien zu leiden hätte. Belgien will die militäri­schen Werkzeuge behalten, die ihm zur Verteidi­gung seiner Unabhängigkeit im Falle der Bedrohung oder des Angriffes unentbehrlich sind.

Hymans sprach seine volle Zustimmung zu den französischen Vorschlägen aus und hob besonders das Verbot der schweren Angriffswaf­fen, des chemischen Krieges und den Schutz der Zivil­bevölkerung sowie die Schaffung einer internationalen Rüstungskontrolle hervor. Belgien lege an seinen Grenzen Verteidigungswerke an, die zum Sckntze seines Gebietes bestimmt seien. Es fei der Schauplatz großer Kriege gewesen.

die Pslicht, die notwendigen Vorkehrungen gegen die Rückkehr solchen Unheils zu treffen.

Hymans entwickelte hierauf ausführlich den Ge­danken, daß die Sicherheitsfrage mit der Abrüstung eng verbunden sei, um zu dem Ergebnis zu gelangen, baß für die besonders expo­nierten Länder wie Belgien noch keine ausreichende Sicherheit bestehe. Die Herabsetzung der Rüstungen wäre gewiß ein Grund zur Entspannung uttd Befrie­dung, aber man dürfe nicht verkennen, daß die ma­terielle Abrüstung nur Hand in Hand mit der mora­lischen A b r ü st u n g möglich sei. Die Organi­sierung des Friedens sei nicht nur ein politisches und juristisches Werk, sondern, eine großzügige psycholo­gische Leistung.

Hymans sagte zum Schluß, ein eigenartiger Wi­derspruch wolle es, daß gerade in dem Augenblick, wo man die Notwendigkeit der Organisierung des poli­tischen Friedens verkünde, man den Wirtschaftskrieg organisiere.

weder hol! I

Belgien habe i

Der neue Vorsitzende der Regierungskommission des Saargebietes. Der vom Völkerbundsrat zum Vor­sitzenden der Regierungskommission des Saargebietes gewählte englische Botschaftsrat in Madrid, K nur, bat den Generalsekretär des Völkerbundes bcnachri-b tigt, daß et die Wahl annimmt.

mochte anknüpfen an die Ansprache des Reichs­präsidenten in der Neujahrsnacht. In Deutschland hübe ich gehört, sie sei etwas väterlich-einfach gewe­sen und habe darum auf das Ausland wohl nicht voll Gegenteil ist richtig. Man macht sich nicht leicht eine Vorstellung davon, wie das Ausland lelchwerständlich mit Ausnahme Frankreichs uns der beitnnungslosen französischen Trabanten ge.

tndenburgs Persönlichkeit ein« ^.Hindenburg ist draußen fast schon eine mythische ixtgur geworden, eine Verkörperung alles dessen, was in Deutschland treu, ehrenhaft und groß ist. Es ist wirkliche Ehrfurcht, die ihm entgegenge­bracht wird. Ein hoher englischer Offizier in Indien, 6er mir den jetzigen Vizeiönig schildern wollte, jagte: "Er ist wie Ihr Hindenburg, seine Kraft chis Power) liegt hier!" uno damit legte er die Hand aufs Herz. Etne andere Persönlichkeit sagte über Hindenburgs Worte am Silvesterabend:Er hätte das Vaterunser sprechen können, das Bewegende war ja, feine Stim- eue hören!" Nie wird sein Name ohne den höch­sten Respekt genannt.

Wenn der Ausländer vor Hindenburg Ehrfurcht empfindet, so empfindet er zu Brüning Vertrauen. Es hat ja leider an vielen Stellen der Welt lange Zeit geheißen: Man kann zur deutschen Politik kein Vertrauen haben, man weiß nicht, was Deutschland will, wann ein deutsches Ja ein wirkliches Ja ist, und ein deutsches Nein ein wirkliches Nein. Ich will nicht untersuchen, was den Anlaß zu diesem Urteil gegeben hat, das ja schon in der Vorkriegszeit begeg­nete, namentlich in England. Auch die damit zusam­menhängenden J3erfonenfragen bleiben hier unbe­rührt. Diese Sache selbst wird jedem, der sich mit auswärtiger Politik beschäftigt, nur zu bekannt sein. Beim Reichskanzler Brüning hat sowohl feine Per­sönlichkeit im Verkehr mit ausländischen Staatsmän­nern überzeugend gewirkt, als auch, gegenüber der öffentlichen Meinung des Auslandes, seine Art, die Dinge zu behandeln, istamentlich die letzte Notver- ovdnung hat wirklichen Eindruck gemacht, und sie ist im Auslauoe viel eingehender behandelt worden, als die vorhergohendetr. Es dauert eben eine Weile, und je ferner ein Land von Deutschland ist, desto länger dauert es, bis sich der Eindruck durchsetzt: Deutsch­land, als Ganzes gesehen, ist wirklich am Rande seiner Kraft, und seine Anstrengungen sind unerhört groß!

Von den unpersönlichen Dingen erregen die meiste Bewunderung die deutsche Technik und immer noch die deutsche Wissenschaft. Daß dieBre­men" das Blaue Band des Ozeans hat, und daß Ecke­ner mit dem Zeppelin um die Welt gefahren ist, dar­auf redet noch heute jeder Amerikaner den Deutschen an, mit dem er ein Gespräch anfängt. Allerdings ebenso bestimmt auf den Borersieg von Max Schme- ling. Im vorigen Sommer in Neuvork zeigte man mir eine frühere Nummer der illustrierten Zeitschrift Life" mit derBremen" in voller Fahrt und dem phantafievoll gezeichneten Zeppelin darüber. Tie ge­gen England ironisch genug gehaltene Unterschrift lautete: Bruannia the waves!

Ich hatte eine Unterredung mit einem amerikani­schen Politiker, nnv der sagte mir:Das Unheil nickt nur Europas, sondern der Welt ist oer Jnferioruäts- Komplex, den Die Franzosen Euch Deutschen gegen­über haben; sie fühlen, daß sie nicht mehr gegen euch aufkommen würden, sobald ihr nicht mehr gewaltsam zu Boden gehalten werdet!" Deutschlands innere Kraft ist draußen ein Axiom; trotz der gegenwärtigen Krisis, von der Deu'schlano stärker noch geschüttelt wird als andre Länder.

Darum ist es ein Jammer, daß infolge oer Finanz­not die ohnehin von jeher ungenügenden Ausgaben für deutsche Kulturpolitik im Auslande fast schon bis auf ein Nichts beschnitten sind. Gerade wo wir keine äußeren Waffen haben, sollten wir kein Ovfer scheuen, um unsre geistigen zu gebrauchen. Das Her; lau» einem aber wehtun, wenn man die ocui- I scheu Vertretungen im Auslände besucht, und atrf Den