Seite 3-2. Vellage
Kasseler Neueste Nachrichten
fifreltafc 5. Februar 1932
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Eduard Stange
Judenbrunnen 11
weißt du ja schon — daß ich A- X- bin . aber etwas anderes weißt du noch nicht.
Die Flamme des Gasrohres zischt tn den Saal
Unbeweglich hockt die Molloy in ihrer Ecke — die großen, glänzenden Äugen auf den Mann gertch- tet, der diese ganzen letzten Monate über thr Geg n^r oetocfcn WQt unb h>Q8 füt ciit Affiner.
„Ich hab' dich lieb. Lill - und ich will ntcht kre- vieren, ohne das einmal gesagt zu haben. Alles was ich getan hab«, seit ich dich kenne, erklärt lub im Gründe daraus , . .'
Die Flamme des Rohrs sinkt in sich zusammen — ein letztes kurzes Ausflackern, und sie Verlischt. ,
Klaus wirst das Rohr in die Ecke und tritt am
Lill zu- ,.
.Adieu", sagt er ganz ruhig.
Und will sie küsicn.
Da schwillt draußen das Attmmengewtrr zum
Schrille Aufschreie, Gebrüll und das Krachen von splitterndem Holz Klaus borcht ungläubig, mit schrägem Kops.
Seine Augen leuchten.
„Wieviel Uhr, Lill?' schreit er.
Er muß es wiederholen, bis sie so wett ist. »*?toei . . .'
Und Klaus lacht, lacht, daß es ihn schüttelt.
Hat er den Verstand verloren? .
,Es gebt nichts über Pünktlichkeit I'^ichrett er und lacht wieder und schlägt sich aus die Schenkel.
„Was . . . was ist denn?" stammelt Lill.
„Die große Concordia", ist die rätselhafte Antwort.
Draußen ist die Hölle los.
lieber zweihundert kräftig gebaute Herren, alle im Smoking mit leuchtend gelben Schleifen im Knopfloch, sind in den Saal gedrungen-
Sie haben sich Nicht erst die Mühe genommen, so etwas tote eine KriegseAlärung zu proklamieren.
Sie greifen einfach an, und die Stühle des Lokals sind — das ist ganz wörtlich zu nehmen — im Handumdrehen um ein bis drei Beine erleichtert.
Diese Stuhlbeine und die wild geschwungenen Fäuste sind die einzigen Waffen des homerischen Kampfes, der nun entbrennt.
^Das heißt, nein! — das Orchester muß erleben, daß ihm profane Hände die Instrumente entreißen — hier krackt die goldgelb schimmernde Tuba auf einen elfenbeinschimmernden Glatzkopf, dort zerbricht eine Klarinette an einem harten Jochbein — ©tatet fliegen durch die Luft — dann ganze Stuhle — zechs Mann von ,Geselligkeit und Harmonie" haben einen Tisch ergriffen unv schlagen im Takt damit zu — da kollert ihnen ein wild ringender Menschenknäuel vor die Füße, sie verlieren das Gleichgewicht, bei Tisch fällt hintenüber.
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„Jetzt glauben Sie wohl. Sie haben gewonnen", höhnt die Molloy.
„Roch nicht", ist die Antwort. Aber bald. Uebri- gens wenn Die lauter werden als ich das zulassen kann, mutz ich Ihnen den andern Aermal in den Mund stopfen. Keine sehr appetitliche Sache, ist ziemlich Vie! Blut dran darck Ihrer dämlichen Schießerei".
.Es tarnt sich auch ohne das nur noch um Minuten handeln', sagt die Molloy nun wieder ganz ruhig. .Kimura wird nach mir sehen'.
„Das ist der gelbe Herr, den ich vorhin an die Wand befördert habe, nicht wahr? Soll ruhig kommen. der gute Junge".
„Das wird er. aber nicht allem. Der Verein, der hier tagt -. .*
„Sft von Ihnen gekauft. Weiß ich längst. Trotzdem wird Herr Ferguson vergeblich auf btc Papiere warten, hinter denen er schon so lange her ist".
Das verschisst der Molloy für zwei Sekunden die Sprache.
.Wer sind Sie eigentlich?' fragt sie dann.
Klaus lacht.
Da schlägt es von draußen an die Tür, und fein Lachen ist wie weggeweht.
Lill steht in seinem Gesicht wie in dem der Mol- k>y dieselbe furchtbare Spannung.
„Alles in Ordnung', sagt Klaus, und Ltll zuckt zusammen — er hat genau im Tonfall der Molloy gesprochen. ,
Und zugleich sieht sie: er hat den einen yUR unbekümmert der Molloy auf den Hals gesetzt, daß sie keinen Laut hervorbringen kann.
„Aufmachen', sagt eine Stimme draußen.
„Später, jetzt habe ich zu tun“, antwortet Klaus wieder mit der Stimme der Molloy.
Draußen flüstern Stimmten.
Dann wieder:
„Ausmachen oder wir brechen die Tür auf!*
Und Klaus diesmal mit seiner eignen Stimme, die plötzlich scharf ist wie die eines Offiziers aus dem Kasernenhof: t . ,, . ,
.Weg von der Tür — oder ich schieße!
Einen Augenblick Stille.
Dann kracht von draußen ein Stotz gegen die Tur batz der Schrank ins Wackeln gerät.
Lill sieht, daß er an etwas reifet, an einem langen dünnen Rohr. Er reifet es von der Wand ab. Plötzlich füllt durchdringender Gasgeruch den Raum.
.Klaus, um Gottes willen, was . .
Ein Streichholz flammt auf — aus der Mün-
B Liebevolle Hütte» panswrCiwe!
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l~-1 ich hsoc Heilung gebrsch^
Die Tanten baden sick wie aus Kommando in eine Saalecke zurückgezogen, da stehen sie nun eng- aneinanderqepretzt und schreien, datz es eine Art ist ■ Mit den Flüchen und Tckimpiwon-rn die von hier aus durch den Saal geschrien, gebrüllt, gcheuft und gekreischt werden, könnte man ein L-ortcrbuck füllen, eine ganze Enzyklopädie.
Allen voran ist Otto mit gewaltigem Etan tu die Reihen der Feinde gedrungen- Otto Machulke, der wegen der armen kleinen mit Teer begossenen Paula feine Privatrechnuna mit „Geselligkeit und Harmonie' zu bereinigen bat- , . . _ „
Er wiegt im moktng so vtel, tote,.%LmamJ.e?'' mordende Achilleus mitsamt seiner göttlichen Jtii- stung gewogen haben mag, und seine Vorderarme haben Gestalt und Umfana von mittleren Rinderkeulen.
Die mähen die Feinde. .
Der Krieg ist in der ganzen emittierten »seit entartet — hier hat er fein altes, ehrliches Gesicht bewahrt, es kommt auf den Bizeps an und auf me Treffsicherheit, auf geschicktes Ducken und persönlichen Mut.
Die alten Helden des Trojanischen Krieges hatten ihre Freude gehabt.
Uebrigens — die Coneordia-Lente kämpfen mit System.
Zwanzig Mann sind am Eingang stehengeblieben und fangen alles ab. was flüchten will.
Und sckon zweimal wilrden gesellig-harmonischen Fingern Revolver entrissen, mit denen nach der Deckenbeleuchtung gezielt worden war — das fehlte Nock, datz man abrechnen mutzte, weil man Freund unv Feind nickt mehr voneinander unterscheiden konnte!
Klaus Burian hat den Schrank, mit dem er die Tür des kleinen Raumes verbarrikadiert hatte, beiseitegeschoben und späht hinaus.
Es ist kein Zweifel — die Concordia-Leute gewinnen immer mehr die Oberhand — man mutz handelnd
Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Geselligkeit Leute Verstärkung herbeitelefoniert haben — und es ist sicher, daß es nun nicht mehr lange dauern kann, bis die Tschakos der Schupo erscheinen.
„Wir müssen fort, Lill . . .!"
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düng des Rohres schießt ein Feuerstrahl, fast ein Meter weit,
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Feuerzunge Des improvisierten ^^^Ä^erfers entaegen - brüllende Aufschreie
Klaus nimmt das Gasrohr m b« ^^'^ Hand — er kann es kaum halten. Mil dem Unken, unverletzten Arm versucht er den schrank wieder auf- zvrickien.
Das löst Lills Erstarrung. ....
Die springt dazu, Hilst «m - »er Schranks steh wieder. Aber eine schmale Oeffnuna Wetbt ob-
Flamme ves Gasrohrs muß einen Abzug ^Nette« Festung, was, Lill? So 'ne Art Tbermo- PtKffiiea6er aussieht - das groteske «eidentloid - die sckiefaetretenen Frauenschuhe — und pctiu dieses Gesicht, das sie noch nie an ihm stoben hat - verbissen, hart, mit einer Energie geladen, btc etwa. Erschreckendes hat. ., „ . . ,
Die draußen haben allmählich den Verstand wie- dergefunden. ,
„Was hat der Kerl denn gemacht- „Tas Gasrohr, Merrick - is dock klar . - . Weiter hinten schwillt das Sttmmengewtrr zum
Die Menge im Saal ist autmerftam geworden.^ Die Musik setzt ein, wahrschcinltch wtll der ckrtrt die Gäste ablenken — aber wilde Srunmett verlangen Ruhe — nach ein paar Takten muß dte Muttk wieder abbrechen.
„Was kann man denn da machen, tointi?
„Weetz 'ck nich, Mensch. Del schwein hat mir die sanzen Haare vasengt.' . .
„Dussel! Wir brauchen doch blon de« -tashabn abdrehen, denn nützt ihm det Dings doch niicki
Haste recht, Paul — klar. Plettke! Plettke — wo steckt der Idiot?'
*§oS 's denn der Hauptjashahn? Wir wollen dem Vogel fein Feuerzeug abdrehen.'
„Drüben im Korridor.'
„Los, komm mit . . .'
Lill sieht Klaus an.
Sie hat begriffen. . „
„Ja, Kind, das kann jetzt das Ende fern
.Man soll sich ttie etwas vormachen. Die Leute sind jetzt ziemlich wütend. Hilft nicyls. Mutz ick dir fetzt eben etwas sagen, was ich dir eigentlicherst in einer ruhigeren Minute sagen wollte. Etwa.
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