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Kasseler Neueste Nachrichten Hessische Handelszeitung Freitag, den 5 Februar 1932
Werthauer—Dresdner Bank
Kommanditbeteiligung unter selbständiger Weiterführung
Tie seit längerer Zeit bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Dresdner Bank Berlin und der Bankfirma S. I. Werthauer jr. Nachfolger in Kassel find weiter dadurch ausgebaut worden, daß sich die Dresdner Bank mit einer erheblichen Kommanditeinlage an der Firma beteiligt. Tas Bankhaus S. I. Werthauer jr. Nachfolger, welches im Verlaufe eines 78-jährigen Bestehens sich das Vertrauen eines umfangreichen Kundenkreises erworben Hai und zahlreiche Beziehungen zu Handel, Gewerbe und Industrie unterhält, wird von den bisherigen Inhabern in unveränderter Weise weitergeführt.
Wenn die Firma nunmehr engere Beziehungen su einer starken Kapitalmacht eingehl, so ist dabei em Weg eingeschlagen, welcher diese alte Prwatbankfirma als solche selbständig erhält, sodaß sie — und das ist im allgemeinen Interesse erfreulich — die besonderen Aufgaben des Privalbankiers ihrer Tradition gemäß weiterpflegen kann.
Pachtioirtschast habe unter dieser Entwicklung am «eisten zu leiden gehabt. da sie eine auch nur annähernde Anpassung der Pachten an den Rentenschwund nicht erreichen konnte, der Rückgriff auf die Pawlersubstanz zum Zwecke der Berluftdeckung außergewöhnliche Ausmaß« angenommen habe,, und ihr alle wirtschaftspolitischen Maßnahmen gegen den landwirtschastlichen Substanzschwunfi sZinSsenkung, Bodenvalorifation ufro.l entweder gar nicht oder nur ganz unzureichend zugute gekommen seien.
Nach lebhafter Diskussion wurde eine Entschließung angenommen, in der es u. a. heißt, daß die Reicks- regierung Lurch die Notverordnung vom 8. Dezember 1931 zwar die Realzinslast der landwirtschaftlichen Besitzer um 25 Prozent und mehr gesenkt, jedoch an eine gleichzeitige Senkung des Pachtzinses, der dem Zins für die erit> stellige vovorhek bei Eigenbetrieben eiktsprechc, nicht gedacht habe. Der deutsche Pächterstand erwarte, daß durch sofortigen Eingriff des Gesetzgebers die überhöhten Pachten ganz allgemein wirksam gesenkt werden, daß tm Rahmen der Umschuldung alles geschehe, um die bei den wirtschaftspolitischen Maßnahmen der letzten Zeit so arg vernachlässigte« PachMtriebe in jeder Weise zu entlasten, und daß schließlich der vom Reichskabinett bereits vor längerer Zeit verabschiedete Entwurf deS neuen Lanöpachtrechts endlich zum Geietz erhoben werde.
Offenlegung der Einheitswerte
Ziach 'der neuesten Berordnung im Reichsgesebblatt über die Lffenlegiing der edr Einheitswerte werden hie auf den Hauvtfeststellungszeitvunkt festgestellten Einheitswerte der landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen und gärtnerischen (Weinbau) Betriebe einschl. der ent- sprechenden Betrieb sarunSftucke und die Eiuüeiiswerle der Grundstücke einichl. Ser entsprechenden Betriedsgrundstücke offen gelegt. Bon der Offenlegung find die Einheilsiverte. dre be, Fertigstellung edr Offeulegungsliste noch nicht fest- gestellt worden sind, ferner die Einheitswerte, die vorläufig testgestellt und die Einheitswerte, die durch Nachfeststellung oder Neufeststellung, durch Berichtigungsfcstitellung oder Rechtsmittelentscheidung festgestellt worden sind, ausgenommen. Die Offeulegungsliste soll u. a. die Bezeichnung -es Grundbesitzes, die Bezeichnung des Eigentümers, und die wichtigsten Bewertungsmerkmale, sowie eine Belehrung darüber, welche Rechtswirkungen die Offenlegung bat, insbesondere. welche Re ch ts m itte l zulässig sind und binnen welcher Frist und bei welcher Behörde sie einzulegen sind, enthalten. Die Einzelheiten der Liste können durch Berord- nnng des Reichssinanzministers noch näher bestimmt werden. Die Ofkenlegungsfrift beträgt einen Monat und beginnt nach Bestimmung des Finanzamtsvorstehers. Schriftliche Feststellungsbescheide ergeben nur in Ausnahme- sällen. besonders soweit bei Fertigstellung der Liste die Feststellung der Werte noch nicht erfolgt ist. Wird der Einheitswert des Grundbesitzes eines Steuerpflichtigen nicht in die Offeulegungsliste eingetragen, well bei Fertigstellung der Liste der Eurheitswert rroch nicht endgültig festaesiellt ist, so erhält der Steuerpflichtige davon Mitteilung. Die Vorschriften dieser Verordnung gelten nur für den Haupneftstellungs- gettraum, für den die nach dem Stande vom 1. Januar 1931 festgestellten Einheitswerte maßgebend sind.
Heimische Wirtschaft
.. Neues Konkursverfahren: Apotheker. Georg Peter ui Hedemüuden: K.-V. R.-A. Dr. Hinz ut Hann.-Münüen; Anmeldefrist bis 22. 2.
„ Neues Vergleichsverfahren: Israel zu Hof Radenhaufen, «richtsrat a. D. Geh. Juftrzrat Bergleichstermin 17. 2.
SWächter Friedrich ?tn: 85.-«. Land- tel in Marburg;
Äetthirs Schneidermeister Georg Meyer, Niederzwehren. Nach dem Bericht des Konkursverwalters F r a n k tu der Gläubiaer-Bersammluna am Donnerstag betragen die AI- tiven 4000 Mark, bestehend aus Waren, Außenständen und Einrichtung. Die Pasiiven 9500 Mark. ES ist aber nur eine Quote von 10 Prozent zu erwarten, da auS dem überlaste- len Grundstück des Schuldners Ausfall-Forderungen aus den Hypotheken zu erwarten find. In den Gläubiger-Ausschuß wurden gewählt die Kaufleute Wilhelm und Jacob und Bücherrevisor Henzler
Kas
Zwangsversteigerung eines Hotels in Dnderftadt. Bor dem Amtsgericht in Tüder habt fand die Zwangsversteige- MA.bes Hotels „Zum Löwen" statt. An) ein Gebot von 60 000 RM wurde dem trühereu Besitzer des Hotels, Adolf Zuschlag erteilt
dlbschlagsverteiluna. In dem Konkursverfahren über -s"<^LElaß des Kuchdruckerelbesitzerß Frdr. Weigel zu Eorbach wird eine Abschlagszahlung in Höhe von 50 Prozent auf die bevorrechtigten Forderungen vorgenommen.
^Die Arbeiismarktlage i« Göttingen. Auch tu der zweiten Januarhälfte hat in Göttingen die Arbeitslosigkeit zuaenom- men. Die Zunahme ist in der Hauptsache aus die Stillegung deS Kaliwerkes Reyershausen, ans die Beendigung des Holzeinschlags in verschiedenen Forsten und Entlastung in der leinmechanischen Industrie und im Bekleidungsgewerbe zu- ruckznf Uhren. Die Gesamtzahl der Arbeitslosen belief sich tm Anfang Februar auf 40Ö3 Männer (Mute Januar 3840, Vorjahr 3154) und 959 Frauen (928, 758). Unterstützt wurden 1767 Personen in der Arbeitslosenunterstützung (1508, 3173), 1248 in der Krisenfürsorge (1164, 551), dazu über 1000 Wohlfabrtserwerbsloj e (Voriabr 67L
Metallwarenfabrik G. A. Erbe A.-G.. Schmalkalden. Muf der Tagesordnung der am 20. 2. in Schmalkalden ftatt« nndendeu ao.-G.-B. stehen: Ersatzwahl für ein ausgeschie- denes Älursichtsratsmitglieü und Aenderung der 88 3 und So ter Satzungen.
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ins- undProvisionSeinnabmen betrugen
5 (56 626) RM, während u. a. verausgabte Zinsen _____ Provisionen 88182 (82 787) und Geschäftsunkosten 18 846 (18 769) RM erforderten. Die Bilanz vom 31. 12. 31 weist u. a. aus: Aktiva: Kaste 4679 (6690), Bankguthaben 22 770 (12 767). Wechsel 41515 (58 147). Koniokorrent- fchuwner 430 895 (487 227) RM: Passiva: Gefchäftsgutba- ben 45 444 (45 389), Rücklagen 83 738 (27 720), Einlagen 430 905 (488 717) RM. Das Eigenvermögen der Bank wird sich nach Annahme der BerwaltungSvorschüsse für die am 28. 3. starrfindende G -B. von 79 259 RM Ende 1980 auf 82 682 RM Ende 1981 erhöben.
Gewerbebank zu Gudensberg
Krise gut überstände«. — 6 (i. B. 8) Prozent Dividende.
Die Gewerbebank e. G. «. b. S. »u Gudensberg bat das Kriseniahr 1981 gut überiiaudeu. Nach dem Geschästsberichi waren die Abhebungen nicht nennenswert. Die Spareinlagen haben sogar eine Kleinigkeit zugenommen, während die Kontokorrenteinlagen eiivas abnabmen. Insgesamt sanken die Einlagen von 488 700 auf 430 905 RM. Der Umsatz ging von 6.1 Mill, auf 4Z Mill. RM zurück, eine Folge des allgemeinen Wirtfchaftsniedergaiiges. Aus dem Reingewinn von 6349 (9375) RM fall eine Dividende von 6 (i. B. 8) Prozent verteilt werden. Die gesamten Garantiemlttel sind 1981 von 261 970 auf 266 738 SiM gestiegen.
gewesen.
Wirtschaft, Politik und Pächterstand
Hauptversammlung des ReiKsVundes landwirt- schajtlicher Pächter.
In Berlin wurde heute unter dem Vorsitz von Herrn Block-Banteln die Hauptversammlung des Reichsbundes landwirischaftlicher Pächter abgehalten, an der zahlreiche Vertreter des Pächierstandes aus allen Teilen Deuifchlands reilnahmen. Das Hauptreferat hielt der Vorsitzende der Reichsarbeusgemeinschatt . landwirttchaftlicher Pachlbdricbe, Dr. jur. H. D. Schmidt, über das TMma: ..Wirtschaft. Politik und P ä ch t e r ft a n fi". Der Referent legte zunächst Sie volttischen und wirtichastSvolitischeii Gründe dar, au» denen heraus sich 6er Zusammenbruch der Rente und der Substanz der Landwtriichait ip besonders rasch und gründlich vollzogen hat. Der planwirtfchaftliche Renten- schütz bei grossen Teilen fier Industrie (Kartelle), bei der Arbeiterschaft (Tarifwefen). beim Handwerk, beim Sansbe- sitz, Handel und Verkehr habe zwangSlautig durch die immer größer werdende Divergenz der Preife und Kosten zu einer Verringerung fies Rentenanteils der Landwir'fchast geführt. Sa fiter nur für geringe Teile und nur unvollkom- men (Getreidestiitzung. Brennerei. Rübenwirlschaft) eine gewisie Valorisierung der Rente und der Substanz erreufit worden fei. Durch niete Benachteiligung der Landwirtschmt fei der Agrarlredu in immer stärkerem Maße anstatt zum Produlliotredtt zum besonders teuren Ä o n f u m kr « d11 geworden. Statt zum llmfchlag diente er nur noch 6er Be- triebsverlullfinanzieruW. Vom Augenbstck der Kredtt- stockung an fei deshalb der Sturz der landwirtfchafilichen Substanzwerte besonders heftig gewesen. Die deutsche
u n 8 G. m. t vor kurzem
In Kürzet
■sjsti' sr.-> tünr »iraras war die Frage der Außenseiter noch offen geblieben. Wie »on maßgebender Seite mitgeteUt wird, sind jetzt die Verhandlungen mit den Außenseitern über deren Hnfnabme gescheiter,.
*
_ Die feit über 90 Jahren bestehende Mechanische Baumwoll-Buntweberei. Färberei und Bleicherei M. Stroink n. Co.. Nordborn (Hannover). hoi, wie die „Teriil-Woche' erfährt, die Zahlungen eingestellt und strebt einen außergerichtliche,» Vergleich an.
Die Abladungen der mm Deutschen Saliinndikat gehörenden Kaliwerke im Januar 1932 betrugen 794 425 dz Reinkali. Die Abladungen in den ersten neun Monaten IMai 1931 bis Januar 1932) beS laufenden Diin- sciahrcs betrugen S 299 377 dz Reinkali.
. Der G a S a b f a tz bat sich als recht krisenfest er, toieien. Bei der Deutschen Coutinental-Grs-Gesellfchaft Ur"«, z. B. war die Gasabgabe im Jahre 1931 mit säst 29> Mrll. ebm nnr nm 554 Prozent »länger als im Bor- labre.
Einzelhandels-Sorgen
Sitzung des Einzelhandelsausschusses der Handelskammer
Der Einzelhaudelsausschütz der Industrie- und Handelskammer tagte. Der Vorsitzende Stil nl eie be- strüßte zunächst die neugewählten Mitglieder, Herrn Paul Lange-Kassel und Herrn L. W. Pistoi-Schmal- kalden, und führte dann aus, daß auf eine Bevicht- erstattung Wer das vergangene Jahr verzichtet werden könne, da man sich heute nur mit dem, was kommen wird, zu befassen habe,
der Einzelhandel sei vor die Existensfrage gestellt.
Der Prsiskommiissar scheine nach seiner letzten Erklärung seine Aufgabe im wesentlichen als erledigt anzusehen, doch sei zu erwarten, daß sie in anderer Weise fortgeführi werden würde.
Gegenüber dem Höchststände wären bis heute die Preise für Bekleidung um 22 v. H und für Ernährung um 20 v. H. gesunken,
das wären etwa zwei Drittel des Gesamtbedavfs der mittleren Bevölkerungsschichten, also ein wesentlicher Preisabbau. Bei der Umsatzsteuer stehe die Frage zur Entscheidung, ob und tote weit die Phasenpauschalierung durchgeführt werden sollte, dabei beständen starke Gegensätze. Die Aussprache über diese Frage ergab Einmütigkeit des Ausschusses darüber, daß der Einzelhandel nicht der Träger der pauschalierten Umsatzsteuer sein könne. Einstimmig wurde auch verlangt, daß die bestehende Umsatzsteuerfroi- grenz« beseitigt werde« müsse.
Es wird beabsichtigt, die Bahnhossverkaussstellen hinsichtlich der Ladenfchlußzeiten mit den übrigen Geschäften alsichmsteller was als Verwirklichung ein»- Iure erhobenen Forderung begrüßt wurde. Der Ausschuß sprach sich für ein gesetzliches Zugabe- Verbot ohne Einschränkungen aus, wobei darauf hingewiesen wurde, daß auch in Kreisen der Industrie sich ein gewisser Umschwung der Ansichten über den Wert der Zugabereklame zu vollziehen scheine. Es wurde emvfohlen, zugleich mit dem Zugabeverbot auch ein Rabattverbot zu erlassen, doch gingen die Ansichten darüber auseinander, so daß der Ausschuß von einer solchen Forderung absah.
Mit der vorgeschlagenen Beschränkung der Bezeichnung „Einheitspreisgeschäft" auf Geschäfte, die ausschließlich Waren zu den bekanntgegebenen Einheits- preisell fellbieten, war der Ausschuß einverstanden,
ebenso mit der Ergänzung von Vorschriften gegen unlautere Machenschaften bei der Anpreisung von Waren Erhebliche Bedenken wurden jedoch gegen die Forderung erhoben, daß unzuverlässige Betriebe untersagt und geschlossen werden können; derartige Gesetzesbestimmungen würden weit über die bestehenden Vorschriften der Gewerbeordnung, an die sie sich anschließen sollen, hinausgehen. Für Gemeinden mit weniger als 20000 Einwohnern schlügt die Württembergifche Regierung eine Erlaubnispflicht für Eröffnung oder Betrieb eines Warenhauses oder eines Zweiggeschäftes eines solchen vor. Zweifelhaft ist bisher, welche Betriebe als Warenhaus in diesem Sinne gelten sollen. Längere Erörterungen galten der Frage, ob und in welcher Weise das mittelständische Gewerbe, dessen Schutz in der Reichsverfassung zuaesagt worden fei, gegen das Uebernehmen von Großbetrieben geschützt werden könne, insbesondere wäre, wie ausgeführt wurde, der Lebensmittel-Einzelhandel durch die Filialbetriebe in seiner Existenz bedroht. Es sei der Vorschlag gemacht worden, daß Filialbetriebe einen Zuschlag zur Umsatzsteuer entrichten sollten und zwar für jedes weitere Zweiggeschäft mit steigender Staffel. Dagegen wurde eingewendet, daß eine solche Erhöhung und Staffelung der Umsatzsteuer praktisch vermutlich nicht den beabsichtigten Erfolg haben würde. Andererseits wurde betont, daß eine Erhöhung der Umsatzsteuer für Filialbetriebe schon aus dem Grunde gerechtfertigt sei, weil diese einen Umsatz weniger zu versteuern hätten als der Einzelhandel, der vom Großhandel oder der Einkaufsgenossenschaft beziehe, und daß somit für die Filialbetriebe ein Vorsprung um 2 v. H. eintrete.
Das Ausschußmitglied Herr Gabelt ck-Melsungen sprach über die Preise einer großen Anzahl von Waren in der Vorkriegszeit und In der Gegenwart. Es ergab sich daraus, daß die jetzigen Preise zum großen Teil trotz der Mehrbelastung durch Steuern, Zölle und Abgaben nicht oder nicht wesentlich über den Vorkriegspreisen, teilweise sogar unter diesen liegen. Es sei erforderlich, die Verbraucher hierüber aufzuklären, denn dem Einzelhandel würde vorgeworfen, daß er mit den Gehalts- und LohnsetUungen bei seinen Preisen nicht gleichen Schritt halte. Mit Indexziffern usw. wüßten die Käufer wenig anzufan- gen, der Vergleich der tatsächlichen Preise um 1914 und jetzt sei aber Werzeugend.
Waren und ihre Preise
Berliner Produktenbörse
Heutiger Frühverkehr ruhig.
Berlin, 5. Februar. Marktlage für Jrrlandbrotgetrejd« ruhig. Das Angebot hat sich etwas verstärkt. währenfi fite Nachfrage meiter gering ist. Die Lieterungspreif« für Wetzen und Roggen werben fall völlig unverändert gefvro- men, effektive Ware liegt gleichfalls sehr ruhig bei minimalem Hansel.
Amtliche Notierungen vom Vortao
2:
50
21.00-27
21.00-23
2100-2750
2100-23.50
10.50-1060
11.60
12.60-12.60
4. Februar
239 00 - 241.00 187.00-199 00 160-10-168.00 15300-157.00 138 00-146 00
Weiten, märk. ab Station Rogges, mark, gb Station Braugerste ■ >
E'Ä ab Station Weizenmehl Roggeumeb» Welzen kjeie Roggenkleie Viktoriaerbeen Kleine Speiseerbsen Futteret bsea Peluschken Ackerbohnen Wicken Lupinen blaue - gelbe
Seradella. neue Leinkuchen Basis 179t KrdnnBkncben 50 % Erdnnükncbenmehi 50 9t Trockensehnitsel Extr Sojascbrot «9t ab Hamburg . . . ab Stettin . . .
Karlofteltlocken
3. Februar
241.00-24300
m 00
Weizenatwsuhrfchetne prompt 170.50 bez., 2. Hälft« Februar 171 Wern Roggenausfuhricheine 121,50 B.: Gerste- bezugSfcheine fofort 28,25 bez.: MatsbÄugsscheine 76 Wert.
st Znck«natittuug«n vo« 4. Februar. Se- vromvt per 10 -rageper Februar 81.80. (cker 2.S0--M Melaste-Rohzucker 2,60. Ten-
MelaffeMei oenz: ruhig.
Saudelsrechttiche Liefernugogeichäfte an der Berliner ProduktenbSrie »sm 4. Februar. Weizen: März 252. Mai 260—259,75; Rvggen: Piär, 304—203,50. Mai 210,50 u. G.; Hafer: Marz 154,25—154, Mai 162.
Berliner ftartoifelnotitruneen »0« 4. Februar. Sveife- karwffeln weiße kr>—4& rot« 1,7—1,9. Lbenwälder blaue 1,8—2, andere selb fleischige^ außer Nieren 2.1—2,3. Fabrik- kartoifeln in Ptg. 8.25—9ch je Stärkeprozent, Ervorttvare über Notiz.
Berliner amtliche Butteruotiernugen zwifchcn Erzeuger und Großhandel m>« 4. vebruar 1. Qual. 1,11, 2. Qual. 1,05, abfallend« Qualität 0,95. Tendenz: fest.
düngung gewäprt die Zali-Themie A.-G.. 8erlin, auf llb- rufe zur prompten Lieferung, die bis Ende Februar erteilt werden., ein« Bezugsvergünsiigung von 36 RM i« 15 Tonn. Rhenanta-PhosvRtt.
,Di« Lag« an bau Futemcirkten. Nach dem Wochenbericht der Jnteresiengemelnfchaft Deutscher Jute-ZnSulirieller G. m. b. ^..Berlin, ist bi« TenSen., am Rohjuiemarkt ftetiger. Firste koften: Zan^Febr.-Verfchiffung lS.15— Pmnd sterling I« ton, Febr.-März.Berfchtffung 19/— PfS —terling j« ton. Der Fabrikatemarkt in Dundee liegt unverändert ruhig. Am deutschen Markt verläuft dar Ge- fchatt situ.
egen heute ca. 1.50 RM höhe. — ... — ™—... w . fo n 81: leid) 1 befestigt bei etwas
Allerer Nach,rage, exirahelle, äappt. Ware 39.— RDi erd. Erdnußöl: gut behauptet. Käufer zurückhaltend. F et t- 1 nure n: unverändert, Rizinusöl: ftcus. Talg: gestrige Londoner Auktion ift ausgefallen, ---bwetne- fchmalz: lag wetter zu Gunsten der Käufer. Harz: vorübergehenfi Bcfeftigt, dann abgefchwacht, amerit. FGö WS 7.30, fvan. tzzedsior 6.1J ftrntaU 6.80. Kristall extra 6.50. Terpentinöl: ebenfalls schwacher, ament. Balsam- 60.— RM. Balsam- in Kisten S4.s0, nord, Terveniinöl 39.50/45.—. Glycerin: ruhig. 28°8e DAB6 irachtsr. Empiaiigsstattou 71/A).— KM Schellack: kleines Bedarssgei-tiaft, TN orange 195.— SMWai: 'VE Sft M.e, fJtt; fragt.
lag abgefchwachr. 57.— RM incl.. Leinöl: Tendenz in den letzien Tagen wieder fester, a>6 31.— RM. 0 yaöl: angesichts der chinesisch-iavanischen Wirren zogen di« Preise um 0.75 RM an und liegen heute ca. 1.50 RM höher als in der Bprwoch«. 6ot ' '
"erer 'Nachfrage, ex trat
8%. Kl. B über 53 gr. 7%, Klaffe C leichtere 7; ans,ortt«rte kleine LÄmutzeier 5)4—6%, Äuslaufiseier: Dänen: 18er 9%, 17er 9%, 15%—16er 7%. leichtere 6%—%: Holländer: 68 ar. 10. 60—62 gr. 8%—%, 56—08 gr. 7%—8. leichter« <%—Witterung: trüb«. Tendenz: matt. Tie Preise verstehen sich in Reichspfenuig je Stück ab Waggon oder Lager Berlin nach Berliner Usancen.
Viehmärkte
des^Nebenmarkt?s^deswn1> ”5 ^3? Räubern,flälhenf 161 «chaten, 99a «chweinen.darnltter 270 Litauer. Verglichen mit Sem, Auftrieb des letzten Nebenmarktrs waren 40 Rinder, 11a ä* niet ne mehr augetrieben, dagegen standen 89 K"^cr und l/-ichase weniger rum Verkant. Notiert wurden Kalber tz 8a—38, c) 28—34, d) 24—27, Schale al) 28—30 bi 22-27, Schweine b) 37-39, c) 87-89 fi) 36-89. e) 82-35. Verglichen mit d«n Preiien des levten Nefienmarktes wuren Kalber 1—2 Mark niedriger, dagegen konnten Sachse ihren Pretsmmö bis ru 2 RM beeffru. Schweine blieben aut dem PreiSittveau gehalten. M a r k t v e r l a u s: Kälber ichlev- pend. schqfe rege, ansverkauft. Schweine ruhig, ausverkaiitt. Flei 1 chgrotz ha n dd so re 11 e: Tchienfteisch 1. 48-56. 2. 40-46. Bullemleuch «-js. üiwiLeifd) 3. 30-jto. 3. 20-2Ö. Kalb, flejsch 1. 55—65, 9 45—50. Hammelfleisch 58—60, 3thmeine» fleuch 1. aO—56, (5t.„ r' , _ •■’afntn.
Mehr Pundfunkhörer trotz Wirtschaftskrise
-100000
100000
1932
300000
200000
300000
-200000
Fortschreitende Beruhigung
Die deutsche» Sparkassen im Dezember.
Di« Einlaaestattstik für Dezember 1981 bei den deutlcheu Svarkaffen laßt weitere Fortschritte der Beruhigung erkennen. Ter Svareinlagenbestaud ist tm Dezember nur noch um 22,4 Mill. RM zurückgcgangen gegen einen Rückgang nm 19125 Mill. RM tm Novemtzer vorigen Jahres, Allerdings sind tu den Dezemfierzahlen Zins, und Aufwertungsgittschriften in Höbe von 175,0 Milli RM ent? halten. Läßt man die ZinS- und Aufwertnugsguttchriften tm Dezember und November unberückltchtist,, 16 ist der Ueberlchutz der Anszahlunaen über die Einzahlungen von Spareinlagen in beiden Monaten nahezu gleich geblieben, nämlich be den Svarkaffen, beim erfahrungsgemäß sind die Rückgriffe der Sparer auf ihre Svareiitlagen im Dezember wegen der Weihnachtsausgaben und der zur Jahreswende fälligen Zahlungen besonders groß. Die Girocinlaaen haben saikonmößtg abgcnommen (um 15,8 Mill. RM). Der iS e - sautteinlagenbestand der üeutfefien »oarfaHeit weist im Dezember 1931 einen Rückgang um 383 Mill. Rllll gegen 145,7 Mill. RM tm November auf, sodaß,also, an den Salden gemcffen. eine Berbcfferung um u&er 100 Mill. RM eingetreten ist. Im Januar 1982 bat die günstige Ten- denz.bei den Svarkaffen ungehalten.
Heutiger Freiverkehr
Eher schwächer.
Berlin, 5. Februar. Nachdem bereits in 6en gestrigen Abendstunden Kursabschwachungen eingetreten waren, fite bei fien führenden Werten Rückschläge von 2—8 Prozent gegen ihre Höchstknrse zur Folge hatten, wurde auch im heutigen V'rmittaasverketzr die Tendenz eher ichwaLer taxiert, da die Unfiaicrfieit in der Polint und Sie übern»«- »end schwächer schließenden Auslandsvörfen zur Zurück-,' Haltung mahnten. Auch von den aus England gemeldeten neuen SchuSzollmatznahrnen ging eine Verstimmttna aus. Die Svekulafton verhielt sich jedoch vorfäuftg noch sehr abwartend. so daß noch keine neuen Kurs« zu Sören waren. Am Devisenmarkt wird das Pfund in Zürich mit 17.7254 genannt. Demnach stellen sich: Pfunde—Pari« 87,80, Pfunde—Mailand 665k. Pfunde—Spanien 44,80, Pfunde—Amsterdam 8,58, Pfunde—Kabel 3.4514—%,
Berliner Devisenkurse
4. Februar in Retdismerk
Tigl. Geld 7 «'s «lo Privatdiskont 6%G. tM4 B.
Buenos Aires . » I Pap. Peso Cauada. .... 1 Cau voll Japan .... 1 Yen Kairo .... 1 ägypt. Pfd. Koustantinopel . 1 türk Ptd London .... 1 Ptd. Steil. Neuyork ... 1 Dollar Bio de Janeiro. . l Mürel» . . Uruguay ... 1 Gold Pee. Amsterdam . « . 10Q Gulden Athen . . i . 100 Drachmen Brussel .... 100 Belga , Bukarest , , , . 1U0 Lei >
Budapest . ■ 1 • 100 Petigö .
Dauzig . ... 100 Gulden
Helsiugtore. . . 100 tinnl. M.
Italien ... 100 Lire . .
Jugoslawien . . 100 Dinar . . Kaunas (Kownol . 100 Lira» Kopenhagen . 100 Kr. , Lissabou-0 porto . 100 Eskudo Oslo .....100 Kr. . .
Paris ..... 100 Pro. . .
Prag . .... 100 Kr. . . HeykJavlk « . . luo isl Kr. Higa . ... 100 Latte .
Schwall ... . 100 Frc. . , Sofia . .... 100 Lewa , Spanien .... 100 Peseten Slockh. Gothenb. 100 Kr. .
Tallinn (Esti.) . . 100 estn. Kr. Wien . 100 Schill
Seid
Brief
13.190
78.92 16560 12.^65 65.430 60.920 82x70
3.057
111.39 49.850
Ausländische Devisen.Kurse.
Zürich, 4. Februar. Paris 201844, Loudon 1789. Neu- Dorf51244. Belgien 7150. Italien 2635, Spanien 1000, So Hand 20614, Berlin 121,55, Stockholm 9950. Oslo 9650. Kopenhagen 9775, Sofia 371, Prag 1519, Warfchau 5730, Belgrad 905, Athen 655, Konstantinopel 245. Bukarest 305. Hdsingsors 780, Buenos-Aires 129, Japan 182.
London. 4. Februar. Neuyork 345,25, Montreal 395.50. Amsterdam 8571 Paris 8768, Brüssel 2475,50, Z.alien 6675. Berlin 145430, Schweiz 1768,50, Spanien 4450. Kopenhagen 1818, Stockho-m 1783, Oslo 1839.
Paris, 4. Februar. Loudon 8771. Neupark 2539,50, Belgien 3544,5, Spanien 197,25, Italien 130,90, Schweiz 495,50, Stockholm 492,75, Warschau 2845.
Amsterdam, 4. Februar. London 857,50, Renhork 248,31, Parts 977,50. Belgien 3463, Schweiz 4847,50. Stalien 1285, Madrid 1935. Oslo 46%, Kopenhagen 4725, Stockholm 4825, Wien 3525, Prag 736.
Londoner Goldpreis. Der Londoner GolbvretS beträgt am 4. Februar 1932 für «ine Unze Feingold 120 sh 1 d -- 87.0604 RM für ein Gramm Feingold, demnach 46,3292 peuce = 2,79905 RM.
Steuerfreie Reichsbahn-Anleih« 1931.
Wir weifen nochmals daranfhin, daß die mit Sem 1. Februar 1932 ablaufende Frist für Sie Zeichnung Ser Anleihe bis zum 29. Februar 1982 einschl. verlängert rooroen jft. Außerdem ist hinsichtlich der Ratenzahlung vom 15. Februar 1932, die ursprünglich In Höhe von 30 Prozent fällig war eine Erleichterung getroffen worden, weil Sie jetzige Wirtschaftslage, inebeionbere fite ichon Monate lang währende Börieurnoe eine Slülsigmachuna der rär die Ratenzahlungen erforderlichen Geldbeträge erichwert.. Di« Rare vom 15. Februar ist daher autfletetlt worden. An Metern Tage sind von den Zeichnern, fite die erst« ivprozentige Rate bereits bezahlt Hoven, nur lö Prozent, wettere 15 Prozent am 2. Avril zu zahlen. Bet Zetchnunaen in Ser Zett vom 1.—15, Februar 1932 ist logletd) 10 Prozent als erste Rate, be! Zeichnungen in der Zett vom ls^-29. Februar 1932 sogleich 25 Prozent irrste lOuroävnhje Rate und lövrozeutige Februarrate) zu zaplen. Die Abanscruug b<r Zahlungszeiten gilt lelbstvet tänältch.für alle Zeichner, also auch für bic, die Me Anleihe in erster Linie zu Amnestiezwecken während fier Amneitiefrist gezeichnet hatten. Sonack besteht also noch einen Monai lang die Möglichkeit, diese in vielfacher Siu- silbt bewiiders ausgezeichnete 21 nlerne zu erwerben. Ihre wcrtfli'ucnbe Steuerbefreiung kann bei dem großen gittere ff:, das die XnLethe namentlich auch in ebn Kreisen bet kleinen ®narer genntetn hat. tm wesentlichen als bekannt oomns- 6e ept mersett.