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Meitag, 5. Februar 1932

Llnfere Heimat

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RUNDFUNK

Programm für Sonnabend, 6. Februar

Jett, 1 Zentner ünö Erbsen, %

Ä

Aus dem Kreise Kirchhain

Holzhauscn. Von einem wildgewordenen Eber an- gcfa'len wurde Der Ortsdiensr Lemmer. Tas- lenide Tier brachte L. recht erhebliche Beinwmuden bei.

Kirchhain. Aufgehobene Sperre. Die über die städtischen Zuchchullen verhängte Sperre ist ausgeho­ben und können wieder Muttertiere zugeführt werden.

Aus dem Kreise Lersseld

Asbach. Sein 40. Stiftungsfest konnte der Män­nergesangvereinGemütlichkeit" feiern.

Aus Waldeck

20.00: Können der Alls. '.VfitfifaeftHidiaft Bafel Leitung: Dr. ftttir Wein­gartner Savön-steier

29.1523.00: Tanzmusik auf Schallolatten

Oie Lage in Hofgeismar

Querschnitt durch das Leben einer kleinen Stadt

20.30: Eine alteWau lottcku

21.00: Bunter Abend

Tana» bis 0.80: Ban Ber­lin: Aus dein Marmor­saal: Ball des Grob-Ber­liner Aerztebundes

Sauger-berg

17.00: Bsiverkonzert

18.15: Meine Hetmot Adolf Ilzanki.

20.00: KartteoalSbbVNg.der Groben Sarnevaldgeseü- sckait Düffeldorf" m

«n'Lltetzenb biß 24.01; NaLimnsik . .

34/(01.00: Meister des I,zz eLchallvlatteni

Wie»

17.00: Ns»mi'ia«Skon»ert

19.30: Festkonzert d. «unst- gemeinschast t .

20.00:Die drei gerecht«» Kammacher". Komische

Over

22.15: Abendkonzert

Schweiz

15.30: Konzert von KoRerS Sandnarmoniekaauiniett

Abendprogramm ausländischer Sender »

9 u 6 a y e ft: 20.03: Sörspiel. Anschs. Zigeunermuslk. 2 a o e tt t r n: 20.30: Bunter Abend. 21.80: Singspiel.

1.40: Lrcheiterkon,«rt. <®> Kopenhagen: 20.00: Qr- erkonzert. 21.00: Lieder. 22.05: Harmontkamuiik. Mailand: 20.15: Srchesterkonzert. 21.00: Linfomc- tert. <K R o m: 21.00: Overnüberiragung oder Aonzert. Warschau: 20.15: Sarnevalskonzert. 22.10: Kla-

Mark, zusammen also 12 Mk. vergütet. Ferner wer­den auch Baldgrundstücke, die stch $ur Landwirtschaft eignen und privaten Besitzern gehören, von Arbeits­losen umgerodet. Hierdurch findet ebenfalls eine An­zahl von Personen Verdienst. Dank den Spendern. Die Kirchengemeinde hat eine Sammlung für die be­dürftigen Einwohner vorgenommen. Das Ergebnis war durchaus zufriedenstellend. Es wurden gespen­det: 42,30 RM in bar, 21 Brote, 11 Pfund Butter, 28 Pfd. Speck, 12 Würste, 11 Pfd. fr " ' ~ Bohnen, 11 Zentner Kartoffeln, 8 Pfu

Zentner Möhren, 2 Pfund Seife, Haushaltungsge-

Franksurt

10.20: Schulfunk: Im Kali­bergwerk. Hörbild

12.05: Bon Berlin: Konzert

13.05: Mittagskonzert auf Schallvlatten

15.15: Stunde der Jugend

17.00: WirtschaitLmeldunggn

17.05: Unterhaltungskonzert

18.30: WirtschaftsMeldungen

18.40: Die 40-Stundrnwoch« Vortrag

19.05: Spanischer Sprach­unterricht

19.85: Beim Oberwörle- vauer im Kirnbachtal. Ein minterliche» SLwarzwald- Hürbtld

20.30: Hunter Abend

22.80: Tagesnachrichten, Sportbericht

22.501.00: Tanzmusik

KSnigsmnfterhause»

13.00: Bon Berlin: Komert

14.50: Jastnachtsieft der Ba- ktelkinder

15.45: Krau und Kunst

16.00: Tas fernöstliche

16.30? Nachmirtagskortzeri

18.05: Die Psychologie der Geschlechter

18.30: Die Entstehung des modernen Kapitalismus

19.30: ..Beim Oücrw5tzr!e- Bauern", ein Funkbericht

Bad Wildungen. Einbrecher versuchten in einen Kiosk in der Brunnenallee einzudringen. Sie hatten den Kitt schon von den Scheiben entfernt, als sie ge­stört wurden. Unerkannt sind sie entkommen. Aus einem Wochenendhaus im Bornebach wurden eine Anzahl Geräte en.wendet. In Halberstadt wird augenblicklich einem Zechpreller und Betrüger einem gewissen Friedel der Prozeß gemacht, der, wie er dem Richter angibt, im Fahre 1930 in Bil­dungen auch verschiedentlich Betrügereien in Lokalen begangen hat. Die Polizeiverwaltung ersucht die Ge­schädigten sich zu melden.

Bad Wildungen. Der Männergesangverein, der zurzeit 131 Mitglieder zählt, hielt Jahreshaupwer- sammlung. Die Neuwahlen ergaben: Dirigent Kon­rektor Frese; 1. Vorsitzender C. Siegfried, 2. Vor­sitzender G. Holzhauer; Schriftführer L. Krüger; Kassierer I. Wenderoth. Mit Musik und Gesang klang der Abend stimmungsvoll aus.

Bad Wildungeu. Das Wildunger Kurtheater. Für die kommende Saison wurde bas Bremerhavener Stadtcheater von der Kurverwaltung Bad Wildungen verpflichtet.

Arolsen. In der Stadtverordnetensihung wurde die Wahl des Sudiverownetenvorstchers uno seines Ver­treters vorgenommen. Der bisherige Sradtverolüne- tenvorsteher, Architekt Blume, und fein Vertreter, Oberlehrer Thiemann, wurden durch Zuruf wisoer- gewählt. Von einer Ergänzung der Biersteuerorvnung der Stadt Arolsen wuvde Abstand genommen, da die dann weil höheren Biersteuersätze das Gastwirtsge­werbe erheblich belasten würden.

Corbach. Zusammengeprallt. Unterhalb des SanL- berges stieß am Mittwoch ein Motorraofahret mit ei­nem Radfahrer zusammen, so daß beide von ihren j-aprzeugen geschleudert wurden, ohne jedoch nennens­werten Schaden zu erleiden. 500 Arbeiter in der Gummifabrik. Da int Laufe dieser Woche in ver­schiedenen Abteilungen der Gummisabrik Arbeitet wieder neu eingestellt wurden, stellt sich die Zahl der bis jetzt beschäftigten Arbeiter auf ca. 500. __

Hemfurt. Der Edersängerbund wird fein Bundes- fängerfeft am 5. Juni in Hemfurt ab halten.

Der Schwindler festgenommen

in Bründersen.

Der Schwindler, der in der letzten Zeit im Edertale aufgetreten war und durch jein gewandtes

rgr. Obwohl die sonst in Raffel beschäftigten Ar­beiter Hofgeismars nun auch größtenteils erwerbslos geworden sind, obwohl das rteine Gewerbe unter der gesunkenen Kaufkraft der Landwirtschaft zu leiden hat, ist Hofgeismars Lage noch bei weitem nicht fo miß­lich wie die anderer Kleinstädte. Das rührt daher, daß die Bevölkerung vorwiegend Landwirtschaft treibt, daß keinerlei Industrie vorhanden ist und daß die Garnison, das Siechenhaus mit seinen 420 In­sassen und das Erholungsheim der Landesversiche­rungsanstalt sich als günstige Faktoren erweisen im Leben dieser Stadt, die zudem das Glück hat, aus einigen Vermögensobjekten noch Einkünfte zu ziehen.

Im Haushaltsplan rechnet man mit einem Ein- konlmen von 89 000 Rm. aus Grundvermögen, dem an Ausgaben 48 000 Mark gegenüberstehen. Den Wichtigsten Vermögensteil bildet der Stadtwald, der 50 000 Mark abwirft, aber auch 36 000 RM. Ausgaben verursacht. Aus Gebäuden sind 6000, aus Aeckern und Gärten 6860 Mark zu erwarten, die Obstpflanzungen erbringen 18 000 Mark bei 4000 Mark Ausgaben und die Verpachtungen von Grundbesitz (hauptsächlich des Steinbruchs) 15300 Mark bei 1300 Mark Ausgaben. Aus Kapitalvermögen erzielt die Stadt 9150 Mark, hat aber an Darlehnsabtragung und Zinsen 33600 Mark zu zahlen.

Die Gasanstalt hatte einen Umsatz von 75 000 Mk. zu verzeichnen, das Elektrizitätswerk einen solchen von 60 000 Mark. Aus der Wasserleitung werden 29 000 Mark erzielt. Auch die Wohnungen und die Gewerb­liche Fortbildungsschule stellen einen wesentlichen Faktor dar.

Die Stadt konnte einen sehr brauchbaren Sport­platz anlegen, ferner wurde eine Doppelturnhalle für Vereine und Schulen aus der Reithalle errichtet. Für den Wintersport ist eine Ueberschwemmungswiese vor­handen, das Bad, das von der Militärverwaltung unterhalten wird, und die neue Jugendherberge er­weisen sich als notwendige Einrichtungen.

Eine Vergünstigung, wie sie kaum sonst eine hessische Stadt gewähren dürfte, bietet Hofgeismar feinen Einwohnern. In Hofgeismar werden die Toten kostenlos beerdigt. Kirche und Stadt stellen ge­meinsam Grab, Sarg, Wagen und Geläut. Das be­deutet eine Versicherung, die Pro Kopf der Bevölke­rung 50 Pfennig ausmacht. Außerdem erhebt die Stadt keine Kommunalgebühren.

Die Hauptstraße ist mit Kleinpflaster versehen worden, die Nebenstraßen haben Sandstein und die Ehauffeen Teer erhalten.

Außer den Klein- und Sozialrentnern zählt Hof­geismar 125 Arbeitslose und 75 Krisenunterstützte.

Wir geben Auskunft

Sriettasten Oer tt » JL

H. 28. in R, Wenn Sie auch heim Sandeöarbeitsamt in Frankfurt nicht durchkommen, bat im weitere Betlol- guns der Angelesenbelt leider keinen Zweck und können Si« sich iesttwe weitere Unkosten ersparen. Das kommt daher, weil Sre mit Ihren Eltern einen gemeinschastlichen

Die Wohlfahrtspflege, die nach dem Etat 65 000 Mark beansprucht, bildet die Hauptsorge, trotz den Zuschüs en des Kreises. Durch Wohlfahrts­arbeiten bei tari sicher Bezahlung konnte die Stadt wenigstens einigen Erwerbslosen Beschäftigung geben. Aus diese Art wurden Straßen- und Kanalisa­tionsarbeiten ausgeführt und Obstpflanzungen ange­legt. Der Kreis beteiligte sich mit 70 Prozent der andernfalls zu zahlenden Unterstützungen, wie auch die Stadt dem Kreis zur Beschäftigung von Erwerbs­losen bei Landwegearbeiten 30 Prozent beifteuert. Da die Stadt kein Darlehen für Wohlfahrtsarbeiten erhalten hat, muß sie

alles aus eigenen Mitteln

bestreiten. Die Kosten für Materialbeschaffung er­schweren außerdem das Werk. Wegen des freiwilligen Arbeitsdienstes ist man noch zu keinem Entschluß ge­langt. Auch besteht Mangel an Arbeitskleidung. Die Winterhilfe halte voriges Jahr 130 Familien versorgt und erbrachte infolgedessen dieses Jahr weni­ger, war jedoch in Naturalgaben befriedigend. Ein trübes Bild von der Not gibt die Uebernachtungs- jiffer der Obdachlosenherberge,

2133 Uebernachtungen zählte die Herberge im Jahre 1930, während die Jugendherberge 1200 Besucher und die Gasthäuser 600 Besucher ver­zeichneten.

Die direkten Steuern sind mit einem Ertrag von 122 000 Mark eingesetzt bei 320 Prozent Zuschlag zum bebauten und 290 Prozent zum unbebauten Grund­besitz. Diese Zuschläge erbringen 34 000 Rm. Aus der Gewerbesteuer von 300 Prozent werden etatmäßig 16 500 Mark erzielt. Die Bürgersteuer wird mit dem einfachen Landessatz erhoben. An den Kreis fließen aus Bürger- und Umsatzsteuer usw. 60 000 Mark. Die Reichseinkommensteuer sollte 28 000 Mark erbringen, die Ueberweisungen sind aber aus 15006 Mark zurück- gegangen. Einen erheblichen Umfang nehmen im Etat diedurchlaufenden Posten- ein, also Abgaben, die von der Stadt zwar erhoben, aber weilergeleitet wer- den und in Hofgeismar 155000 Mark betragen. Für den eigenen Bedarf der Stadt verbleibt also nicht viel.

Ter Fehlbetrag von 14 000 Mark

ist nur auf das zögernde Eingehen von Außenstän­den zurückzuführen und demnach vorübergehender Natur. Mieren, Strom- und Gaspreise und Pachten wurden gesenkt, und die Sladiverwaltung rechnet mit jedem Pfennig, um die Bürgerschaft vor weiterer Be­lastung zu bewahren, daher müssen alle Pläne zurück- gestellt und alle Kräfte auf Erhaltung des Bestehen- den gerichtet werden.

. 100. Ohne nähere Angaben kant»eine Auskuntt t> nicht erteilt werden. Welchen Berut bat der ...... Sat der Onkel sonst an Stelle Obres »obnes Je­mand beschäftigt. Wenn nicht, ist die Sache für Sie aus- in I. Wenn Sie Haitkoften meinen, muf, Ihre Frage besaht werden, foiern sie dazu in der Lage jtits. Eine im Juni 1981 abgeschlossene Versicherung kann ohne Zustimmung der Versicherung nicht rückgängig und auch nicht abgeändert werden.

Aus dem Landkreis Kassel

Mlederzwchren. Schwerer Sturz. Eine Hausange­stellte glitt itn Hose beim Tragen zweier Eimer aus schwere innere Verletzungen, die ihre Ueberfuhrung ins Kasseler Marienkrankenhaus not­wendig machten.

Niederzwehren. 10 Jahre Mütterberatungsstelle.

sind letzt zehn Jahre versloffen, daß durch die Ge­meindevertretung Die Mütterberatungsstelle eingerich­tet wuroe. Von den in diesem Jahrzehnt geborenen 1046 Kindern wurden runo 700 der Beratungsstelle zugeführt und von Diesen wiederum wurden rund 200 festgestellt, bei Denen die Knochenbildung nicht ge­sichert schien, so daß Höhensonne für sie verordnet wurde. Der große Wert in Der Einrichtung der MülterberatungSstelle liegt darin, daß die vorgesühr- ten Kinder unter ständiger ärztlicher Kontrolle stehen und die Mütter sofort aus jcoen Fehler in Der Pflege ober auf krankhafte' Erscheinungen aufmerksam ge­macht werden.

Rordshausen. Zugunsten der Winterhilfe stifteten di« Gemeindebeamten 10 Prozent ihres Gehalles. Kanalisierung der Corbacherstraste. Es bestehl die Aussicht, daß im Frühjahr die Corbacherstraße eine Teerdecke erhalten wird. Vorher soll mit den An­liegern zwecks Kanalisierung der Straße verhandelt werden. Das Sprmiggeld für Kühe wurde von der Gemeindevertretung auf 4 RM. festgesetzt.

Aus -em Kreise Witzenhaufen

Witzenhaufen. Senkung der Bierpreise. Die Wirte­vereinigung hat beschlossen, die Bierprelse vom 6. Februar d. I. wie folgt festzusetzen: ein großes Glas 28 Pfg., eine Tulpe 13 Pfg

Witzenhausen. Holzverkauf aus dem Stadtwald. Zu dem am 3. Februar stattgefundenen Holzverkauf aus Dem Stadtwald wird Len Höchstbietenden Der Zuschlag erteilt. Die Holzabfuchrscheine können ab Dienstag, 9. Februar, bei der Stadtkaffe eingelöst wenden.

Feuer kn Kleinalmerode

Ein Anwesen vernichtet. Eine Frau vor Schreck gestorben.

Aus noch nicht geklärter Ursache stand gegen 8,30 Uhr das Anwesen des Landwirts Ed. Kurth plötzlich in Flammen. Das freuet entstand in den Wirtschafts­gebäuden und fand reichliche Nahrung in den Vor­räten. Trotz des schnellen Eingreifens der örtlichen Wehr und der zu Hilfe herbeigeeillen Feuerwehr von Ellingerode und der Kreismotorfpritze konnte ein Uebergreifen des Brandes auf das Wohnhaus nicht verhindert werden, der durch den Westwind noch mehr angefacht wurde, sodaß das ganze Anwesen vollstän­dig niederbrannte. Das Vieh konnte nur mit großer Mühe gerettet werden. Der entstandene Schaden ist sehr groß. Tie 70jährige Mutter des Gastwirts G. Gastrock erregte sich durch den Feueralarm so sehr, daß sie an einem Herzschlag verstorben ist.

Aus dem Kreis Melsungen

Melsungen. Immer noch keine Spurl Wie wir bereits berichteten, wird die Ehefrau des Metzger- melfters Arthur Katz seit Sonntag morgen vermißt. Die Nachforschungen wurden bis weil über Ober­melsungen hinaus in den Wäldern ausgedehnt, doch wat es nirgends möglich, eine Spur der vermißten Frau, die allgemein in der Stadt seht geachtet war, zu entdecken.

. Melsungen. Die Gastwirte protestieren. Der Wirteverein Melsungen und Umgebung nahm gegen die vom Reichskommiffar für Preisüberwachung vor- geschriebene Senkung der Bierausschankpreise Stel­lung. Wenn man dem Gaststättengewerbe eine Sen­kung von 68 Mark je Hektoliter vorschreibe und da­gegen von der Brauerei nur eine Senkung von 2 Mk. verlange, so verlasse der Reichskommiffar damit den Boden der Gerechtigkeit, da die Senkung des Brauereipreises durch die Erhöhung der Umsatzsteuer Wieder aufgehoben werde.

Aus dem Kreise Rotenburg

Sontra. Eine schwere Verletzung zog sich der Land­wirt und Jagdaufseher Heinrich Külsiner aus Heye­rode beim Arbeiten an der Kreissäge zu. Er schnitt sich oen kleinen Finger ab.

Aus dem Kreise Eschwege

Eschwt-ge. Baden wird billiger. Die Stadtver­waltung hat auch eine Senkung »er Badepreise tm Brausebad in Der Mädchenbürgerschule ein treten las­sen. Der Preis für ein Wannenbad ist auf 70 Pfg. und für ein Brausebad aus 20 Pfg. herabgesetzt wor­den.

Reichensachsen. Holzpreise. Bel der Holxversteige- tung «der Oberförsterei Meißner wurden die Ta rp reist im Durchschnitt um 30. Prozent überboten. Es koste­ten 10 Raummeter Eichenreisig dritter Klaffe 5 RM, Eichenknüppel 7.50 RM, Eichenscheit 10.50 RM, Bu­chenreisig 3. Klasse 9 RM, Buchenknüppel 11 RM und Buchenscheit 14 RM.

Großburschla. Freiwilliger Arbeitsdienst. In der Gemeinde werden etwa 20 junge Leute im freiwilli­gen Arbeitsdienst beschäftigt. Aus oen Neuanpslan- zungen im Gemeindewald wird das überflüssige Holz herausgeschlagen, um das Wachstum der jungen Tan­nen zu fördern. Die jungen Leute erhalten vorn Ar­beitsamt wöchentlich 9 Mk. und von der Gemeinde 3

genstände und getragene Kleidungsstücke. An die Be­dürftigen werden Gutscheine ausgegeben, gegen deren Ablieferung Lebensmittel uno sonstige Gegenstände aus der Spende ausgehündlgr werden.

Und stille wirds im Werratal

Di« Werke liegen still.

Don, wo noch in den letzten Jahren die Schorn­steine der Kalischächte Alexandershall, Wintershall, Hattorf ums Merkers ununterbrochen ihren Dunkel- grauen Rauch in den Aecher schickten, dort, wo in den umliegenden Dörfern die Neubauten tote Pilze aus der Erde schossen, dort ist es jetzt ruhig geworden.

Das Werk Meraudershall bei Dippach (Werra) ift schon vor einigen Monaten stillgelegt worden. Hat­torf bei Philippsthal wird voraussichtlich am 1. Mär; für unbestimmte Zelt feine Pforten schließen. Auch das Werk Wintershall in Heringen (Werra) hat einschneidende Feierschichten eingesetzt, ebenso arbeitet Merkers (Rhön) schon seit langer Zen verkürzt. Die Läger sind voll, der Absatz fehlt. Wann wird es wie­der Frühling 'm Werratal werden?

Aus dem Kreis Hofgeismar

Carlshafen. Dir Ortsgruppe der Militäranwärter des Reichsbundes der Zivildienstberechtigten feierte dieser Tage ihr 25jähriges Bestehen.

Aus öem Kreise Wolfhagen

Wolfhagen. Den schweren Verletzungen erlegen ist der Brauer W., der in der Brauerei von der Trans­mission erfaßt wurde.

Istha. Verhaftet wegen Brandstiftung wurde ein Einwohner, der kurz vor feiner Hochzeit stand. Er wird befchuldigt, den Brand bei dem Landwirt Alheid vorvierJahren angelegt zu haben.

Aus dem Kreise Homberg

Homberg. Ausfallende Märkte. Die in bet Stadt Homberg nach Der Marcktregel am 3. Mittwoch im Januar, am 4. Mittwoch vor Ostern, am 2. Mittwoch nach Pfingsten und am 5. Mittwoch vor Weihnach­ten abzuhalteniden Krammärrte fallen vom Jahre 1933 ab fort. Mietsenkung. Auf die am Gemeindebrett zum Aushang geiemmene Bekanntmachung der Neu­fassung der preußischen Verordnung über die Miet- senkung vo m5. Januar 1932 und dritte Verordnung über die Mietsenkung vom 11. Januar 1932 wind auf­merksam gemacht.

Lenderscheid. Noch keine Ruhe. Die Ermittelun­gen nach dem Täter der vier Brände sind in vollem Gange. Durch die Belohnung von 1Ö00 RM. sind eine Unmenge von Verdächtigungen eingegangen. Man glaubt noch nicht recht an eine Täterschaft des Verhafteten Simon. Die Ermittelungen bewegen sich jetzt in einer bestimmten Richtung. Die Nachtwache» sind verschärft worden.

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und sicheres Auftreten sich mehrfach kleinere Geldbe­träge erschwindelt batte, konnte nunmehr fe1 - genommen werden. Er war bei dem Rechner der Spar- und D a r l e h n sk as s e erschienen u gab an, für die Versicherungsabteilung Raiftrtien Kaffel tätig zu fein. Durch eine Panne seines Kraftwagens, der in Wolfhagen stehe, fei er in V°rl°genhe t gekom­men, fo daß er um ein Darlehen bitten muffe. Bet einer telephonischen Nachfrage des Rechners m Kaffel stellte sich der Schwindel heraus, so dag der Betrüger - es soll sich bekanntlich um einen vom Hauptverband in Kaffel entlassenen jungen Mann handeln. vom Wolfhager Land'äger festgenommen werden tonnte.

Feuerschürer schwer bestraft

Die Vorgänge in Callenhardt.

Das Paderborner Erweiterte Schöffengericht hatte sich mit unglaublichen Vorgängen zu beschäftigen, eie üch bei einem Brande in Callenhardt abgeipioli Ha­ven. Bei Beginn des großen Feuers trafen die Nach­barn und oie Ortseingesessenen nicht die geringsten Anstalten, den Biand zu löschen. Vielmehr leisteten sie dem anwesenden Polizeibeamten passiven WMer- stand, als «dieser sie zum Bedienen der Spritzen aui- sorderte. Der Widerstand ging so weit, vag die Leute einigen Helfern die Löschgeräte ans den Han­nen riff en. -Auch wurden die Hydranten abgedreht. Der Widerstand ging so weit, daß vas ganze Gehöft As aus die Grundmauern nieberbrannte. Das Ge­richt hatte ermittelt, daß unter den Beteiligten wohl als Hauptführer der stellvertretende Ge­rn e in d e v o r sie h e r der Ortschaft gewirkt hatte. Außerdem wurde noch durch freiwillige Zeugmi sest- aestellt, daß mehrere Ortseingesessene beim Brawde das F e u e r geschürt und wahrend der Nacht die noch stehenden Gebäudeteile nicoergeriffen fallen, um ber Versicherungsgesellschaft eine größere Entscheid i- ming zu erttlocken. Sämtliche Beteiligten kurven mit Gefängnisstrafen von sechs Monaten bestraft, wahrend der stellvertretende Gemeindevorste- ifoer zu acht Monaten Gefängnis ohne Be­währungsfrist verurteilt wurde.

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Warburg. Bierpreissenkung. Der Wirteverein befaßte sich mit ber Merpreissenkung Die Wirte erklärten, sich dem Diktat beugen w muffen, beschlos­sen aber in einem ausführkchen Schreiben an ben Prelskommiissar, diesem ihre Gegenbedingungen zu unterbreiten.

Zwei Marburger verschwunden?

Wahrscheinlich nach Oesterreich.

Am Donnerstag wurde bekannt, daß ein Marbur­ger Bürgersohn feit Mittwoch verschwunden fei. Da auch ein zweiter Marburger Junge fehlt, nimmt man an, daß beide zusammen das Weite gebucht haben. Wie man hört, sollen sie 7000 Mark mitgenommen (?) haben. Doch wo diese herstammen, wird noch festge­stellt werden müssen. Es handelt sich um zwei in ben 2Öer Jahren stehende Burschen. Man nimmt an, daß sie nach Oesterreich sinb, da sie noch am Abend gesehen wurden und bann wahrscheinlich mit dem Nacht-D- Zug abgefahren sind. Man hatte diese Tat icheinbar schon langer vor. da man versuchte, auf alle Weise Geld zu bekommen.

hygienischen

und fOr die Hausapotheke Apotheken. Drogerien und

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' aufgesprungenen Stellen. Auch das Ausrasieren d Bubiköpfen wird durch Nivea angenehmer.