Einzelbild herunterladen
 

Handel Wirtschaft Börse

Kasseler Neueste Nachrichten

Dienstag, den 26. Januar 1932

Hessische Handelszeitung

Zu hohe Einheitswerte

Neufeststellung und Neuveranlagung auf den 1. Januar 1932

seinerseits Lurch einen entsprechenden Antrag an das Kiuanz- amt in Gang zu bringen. Wird ein solcher Antrag abge- lebnt, so steht ihm dagegen bas orbentltche Rechts- mittelverfahren. d. h. also Einspruch, Berufung und Rechtsbeschwerbe offen. Dr. Selle.

Die infolge der Wirtschaftskatastroph« eingetreienen un­geheuren Wertrückgänge von Vermögen aller Art lassen es fast grotesk erscheinen, bah man sich aus den Steuer« behörden jetzt an die Einheitsbewertung des Vermögens per 1. Januar^1931 heranmacht, auf diesen Stichtag Werte ermit­telt und Steuern aufbaut, denen die wertmähige Grundlage längst entzogen ist. Es ist aber in der Tat so. dah der deutsche Steuerzahler in den nächsten Wochen und Monate Einheits.wertbescheide und auf ihnen aufbauend Vermö­genssteuer- und Aufbringungsbescheide usw. oon den Steuer­behörde" erhalten und nunmehr zur Zahlung von Steuern auf längst entschwundene Vermögenswerte aufgesorüert wer­den w'ed. Selbstverstättblich haben bie Wirtschaft sowohl rote auch «e Reichsfinanzverwaltung erwogen, ob unter den heu- tigen Zeitverhältniflen bie ganze Einheitsbewertung auf ben 1. L 1931 überhaupt noch einen Sinn hat und nicht durch eine solche auf den 1. 1. 1932 ersetzt werben mühte. iDe Forderung nach einer solchen Stichtagperlegunz ist in­dessen leichter gestellt als erfüllt. Der Reichsfinanzminister hat auch auf Eingaben der Wirtschaftsverbänbe htn eittdring- lich betont, batz eine Steuerveranlagung auf der Balls der heutigen stark abgesunkenen Werte sofort ein neues Loch int Haushalt von Reich, Ländern und Gemeinden reihen würde, für das angesichts der unbedingte» Ilotwenbigkeit, vor allem die öffentlichen Etats in Drbnune zu halten, alsbald Ersatz geschaffen werden mühte. Auher diesen schweren fiskalischen Bedenken erfordert bie Vornahme einer Einheitsbewertung sehr umfangreiche und kostspielige Vorbereitungsarbeiten, insbesondere hinsichtlich der Feststellung von Steuerkursen, der Beschlüsse des Beroertnngsbeirats über die Bewertung des landwirtschaftlichen usw. Vermögens, ferner hinsichtlich der Sammlung von aKufpreisstatistiken für de» städtischen Grundbesitz und gergleichen. Diese Vorarbeiten sind für der. 1. 1. 1981 geleistet und würden für eine Bewertung für ben L L 1932 erneut Monate in Anspruch nehmen, was wiederum dazu führen könnte, dah man im Zeitpunkt der bann erfolgenden Bewertung erneut vor weiteren Milderun­gen des ganzen Wertniveaus stünde.

Der Reichsfiuanzmiuister hat stch deshalb den Wünschen «ach einer allgemeinen Neubewertung auf den 1. L 1932 gegenüber durchaus ablehnend verhalten.

Dementsprechend enthält auch die letzte Notverordnung vom 8. 12. 1981 lediglich eine Ermächtigung an den Reichsfinanz­ministerauf dem Gebiet der Einheitsbewertung und Ver­mögenssteuer Mahnahmen zu treffen, die ben seit 1. 1. 1931 eingetreienen Wertveränderungen Rechnung tragen". Ir­gendwelche für die Allgemeinheit wesentliche Erleichterungen schaffende Mahnahmen wird man hier von der Stelle, die sich kurz vorher, insbesondere ans Etatsrucksichten noch gegen jede neue Einheitsbewertung ausgesprochen hat, kaum er­warten können. Günstigenfalls ist mit Bestimmungen zu rechnen, die im Einzelfall Härten ausgleichen, ähnlich rote das auch bereits gelegentlich der vielfach zu hohen Einheits­bewertung 1928 geschehen ist. Bei dieser Sachlage gewinnen für den einzelnen Steuerpflichtigen die im gReichsbewer- tungsgefetz und Bermügenssteuergefetz vorgesehenen Mög­lichkeiten erhöhte Bedeutung, in Sonderfälleit Neu- seststellungen des Einheitswertes uitö. Neuveranlagungen zu beantragen, um so für die Zukunft von den hohen nach dem Vermögen per L 1. 1981 berechneten Steuern herunter zu kommen. Das gilt befonberb von der Vermögenssteuer, bet Ausbringung unb den landesrechtlichen Grund- und Gewer­besteuern, kann aber auch für bie etwaige Grunberwerbs- steuer und Erbschaftssteuer von Bedeutung sein.

Neufeststellungen von Einheitswerten und Neuveran- laaungen zure Vermögenssteuer infolge veränderter Ber- hältniffe waren auch schon nach den bisherigen Ge­setzen möglich. Die Voraussetzungen dafür sind indessen durch die Notverordnung vom 1. Dezember 1980 wesentlich abgeändert worben. Nach dem Reichsbewertungsgefetz und Bermögenssteuergefetz in der Neufassung vom 23. 5. 1931 können Neufeststellungen unb Neuveranlagungen jetzt nur noch jeweils auf den 1. Januar eines Kalendetiahres vorgenommen werden, während sie bisher innerhalb bei- Kalenderjahres aus demjenigen Tag erfolgen durften, an dem das die Neufeststellung rechtfertigende Ereignis einge­treten war. Erstmals kommt demnach jetzt der 1. Januar 1982 für Neufeststellungen und Neuveranlagungen in Frage.

Was die Eittheitsbewertung betrifft

so ist Voraussetzung der Neufeststellung. bah sich her bis- harige Einheitsroert über Grundvermögen ober Betriebsver­mögen seit dem 1. 1. 1931 um mehr als ein Zwanzigstel oder um mehr als 25 000 RM i früher um mehr als ein Fünftel ober mehr als 100 000 RM) nach oben oder unten bin verändert bat. Worauf diese Aendernng zurückzuführen ist, ist grundsätzlich ohne Belang. Par. 24 des neuen Reichs- bewertungsgesetzes schreckst nur negativ vor, dah Wertände- ntnsen, die auf allgemeine Veränderung der Wirtschastsoerhältnisse, d. h. also lediglich auf allgemeinem Konjunkturrückgang, beruhen, noch ntftt Neufeststellungen rechtfertigen. Man versteht unter derartigen allgemeinen Wertveränderungen im roeientlidreit nur eine Erhöhung ober Kertingernng bes Geldpreises, d. h. ein allgemeines Stei­gen ober Sinken des Wertes von Wlrtschaftsgüieru, nicht dagegen ein solches für einzelne Wirtschaftsgüter. Preisstürze am Rohstofsmarkt infolge Ueberprvduktion. die eine Entwertung eines Warenlagers zur Folge haben, dürf­ten demnach z. 8. hinreichender Grund für eine Neuseststel- lirng sein. Daneben sind selbstverständlich Aenderungeu im Bestände der wirtschaftlichen Einheit, wie z. B. durch Kau, oder Berkaus von Teilen des Bestandes, Abbruch ober Zer­störung von Gebäuden durch Brand, Abgang von Teilen durch eochenkung oder dergleichen hinreichende Gründe für Neufeststellungen.

Für bie neue Wertberechnung, sind grundsätzlich bie Ver­hältnisse zu Beginn des Salenbersahres, letzt also per 1. 1. 19-2 mahgebend: bet Abichluhzeitkunpteu, bte vom Ka­lenderjahr abweichen, wie insbesondere bei der Landwirt­schaft häufig der 30. 6., tritt an stelle des 1. 1. hinsichtlich der Bewertung der betreffende andere Abschlusszeitpunkt Wertpapiere dürfen ieboch niemals mit den Werren am Neufeststellungszeitpunkt bewertet weredn: für sie ver­bleibt es immer, auch bei Neufeuirellungen, bei den letzten Steuerkurswerten, zur Zeit also bei denjenigen »er 31.12. 30.

Die Neufeststellung von Einheitswerten wirkt sich auf bie ans der Einheitsbewertung aufbauenben G t u nbfteuern und Gewerbe ft euer» derart aus, dah von bem auf die Neufeststellung folgenden neuen Rechnungsjahr an der neue Einheitswert Bemessungsgrundlage bildet. Neinest- stellungen per 1. 1. 1932 wirken also bei den erwähnten Steuern ab 1. 3. 1932. Hinsichtlich der Auswirkung aus die

In Kürzet

3« ber Gläubigerverfammlnng der Breuttabor - Werke Gehr. Reichstes«, Brandenbiirg/Vavel wurde der oorgejchlagene Vergleich mit einigen Aendernngen angenom­men. Die Umwandlung in eine A.-G. soll binnen drei Monaten erfolgen.

*

Die im Kaliwerk Buggingen (Burbachkonzernl unter Tage beabsichtigten Lelbohruuge« sind infolge ber der­zeitigen wirtschaftlichen Lage bis ans weiteres verfchoben worben.

Die fett über 1ÖIJ Jahren bestehende Mechanische Weberei 6. G. Haebler n. eöbne, Grostschönan- Sachien, hat lautKonfektionär" die Zahlungen eingestellt.

e m-

Die Strumvsfabrik « nrt Plafchke in Ch - - tt i b (Inhaber Konsul Kurt Plalchkei. die Strumpsfabriken in Ebemntv. «tollber« und et. Egidien betreibt, ist durch beu englischen UfttnMtnr3 und die englischen Zollmasinad- utett mit 1 Mill. RM Passive« in Zahlnuasichwier gkeite« gerate« und strebt einen auhergerichtlichen Vergleich en.

beut Antrag aus Er-

DaS Amtsgericht Berlin-« tzfinutt« des Beraletchsperiah .

Bank für Handel u tt d G r u «db e I i tzstaitgegehen. Spätestens vierzehu Tage, noch gerichtlicher Bestätigung des Vergleichs sollen die Sle,ttglaub.s«er b s zn wo RM «oll befriedigt werben, wahrend die übrige« Gläubiger auf bu nont Rwche garantierte Quote von 80 Prozent bte Hälfte he. kommen sollen.

Aufbringung fehlt es zur Zeit noch an näheren Bestim- mungett.

Die VcrmSgeusstetter

wird durch die Neufeststellung der Einheitsroerte nicht un­mittelbar berührt. Hier wird eine Neuveranlagung nur vorgenommen, wenn sich infolge der Neufeststellung das Ge- samtvermögen des Steuerpflichtigen geändert hat. Dabei ist ober Voraussetzung, daß sich das Gesamtvermögen gegen­über bisher um mehr als ein Zehntel ober um mehr als 50 000 RM neränbert hat. Neuveranlagung zur Vermö­genssteuer kann natürlich auch verlangen, wer nur sonstige Vermögen besitzt, für das keine Einheitswerte festgestellt werden. Der reine aKvitalbesitzer mit Vermögen von 25 000 RM. der während 1981 feinen beiden Studern ie 8 000 RM schenkt, kann daher auch Neuveranlagung beantragen llnd Freistellung von ber Vermögenssteuer erreichen, da sein Vermögen dann am 1. 1. 1981 weiriger als 20 000 RM be­trägt und infolgedessen die Vermögenssteuersreigrenze er­reicht hat.

Erwähnt fei schlietzltch noch, bah Neufeftellungen unb Neu- veranlagungen auch ohne Antrag, also von Amtsroe- gen, erfolgen können. Selbstverständlich hat ber Steuer­pflichtige aber feinerfeits bas Recht und ein lehr begreifliches Interesse daran, bie Neufeststellung und Neuveranlagung

Großhandelsindex 1OO

Aber Fertigwaren noch 25 % über Porkriegsstand.

3um ersten Male ist der Grosshandelsindex auf 100, d. 6. auf den stand von 19 S gesunken. Das bedeutet, wie aus ber Tabelle ersichtlich ist. gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres eine Abnahme um über 15 Prozent.

20.1.32

Gesamtinder 100

Slgrarftoffe 91,6

Jndustr. Rohstoffe 92L

Jnd. gertigroaren 125.4

13.1.32 16.12.31 Jan. 1931

100.7 103.6 115.2

92.3 935 106,7

92,7 96,9 1075

126,8 130L 141.5

Diefe Bewegung des Großhandelsindex erklärt sich aller­dings aus einer einseitigen Abnahme der R o h- ft o t f i n b i c c 6. denen kein entsprechender Rückgang bei den Fertigfabrikaten gegenüberfteßt. Vielmehr sind bte in­dustriellen Fertigwaren, die für ben Konsum der Berbrau- chermasten weitaus der wichtigste Posten sind, immer noch um ein Viertel teurer als vor dem Kriege. Es ift bezeichnend, dah unter ben Rohstoffen ber Preisrückgang wiederum bei ausländischen Erzeugnissen starker ist als bei deutschen. Wen« also auch der Preisabbau sichtliche Fort­schritte gemacht hat. so ist es doch tnfo'ge der hohen «feuern, Soziallasten usw. in Densschland nicht gelungen^ den Ver­brauchern das volle Ansmah der Rohftofsbaisse zugute kommen »u lassen.

Ende der Börsenruhe?

Troti Stillhaltabkommen immer noch Widerstand der Reichsbank

Mau hotte allgemein erwartet, dah nach dem Abschluh des Stillhalteabkommens auch die Frage einer Wiedereröff­nung der deutschen Effektenbörsen eine Lösung im posi­tiven Sinne finden werde. Wird doch durch bas Wkom- men jede Umwandlung ausländischer Forderungen in De­visen. und zwar auch auherhalb der Stillhaltung, von der Zustimmung der Reichsbauk abhängig gemacht. Trotzdem scheinen bie Widerstände gegen eine Börseneröffnung noch nicht beseitigt zu sein. Vielleicht fleht man diese Frage heute viel zu einseitig vom Standpunkt ber Reich s- bank einerseits und von bem der Börsenintereffenten andrer­seits an. Bei einer solchen Gegenüberstellung müssen natür­lich bie Interessen des kleinen Kreises der Makler und der anderen Börsenbesucher sehr leicht wiegen, besonders nach­dem die Banken sich in dem Telephonhandel eine Art von Börsenerfatz geschaffen haben, ber sie vom privatwirtschast- lichen Rentabilitätsstandpunkt aus sehr zu befriedigen scheint.

Aber gerade in diesem Punkte scheint das Interesse der Efsektenbefltzer und ber Wirtschaft an einer möglichst günsti­gen Verwertung ihrer Wertpapiere mit bem der Banken zu kollidieren. Bei dem heutigen Telephonhandel fehlt dem Käufer wie dem Verkäufer

ieb« Möglichkeit, de« Preis, beu er für ein Wertpapier zahle« «nh ober bekommt, zu kontrolliere«.

Er ist bei ber Verwertung seines Besitzes wie bei etwaiger Anlage feines Geldes ganz ober gar von ber kaufmännischen Zuverlässigkeit- unb Kulanz des Vermittlers abhängig. Es ist nur menschlich, wenn dieses Vertrauen in manchen Fäl­len enttäuscht wirb. Zum minbeften wird bas Publikum solche Befürchtungen hegen und darum gegenüber dem un­kontrollierbaren Telephonhandel stets eine gewisse Zu­rückhaltung zeigen. Es ist ferner nur natürlich, dah diefe bei ben Käufern von Wertpapieren größer sein wird als bei den Verkäufern, die sich ost in einer gewissen Zwangslage befinden. Schon aus diefem Grunde kann der Telephonhandel niemals ein zuverlässiger Barometer für die Esfektenbewertung fein, wie es die Börse war, solange sie funktionierte. Will man also den Effektenhandel über­haupt früher oder später wieder in die Wirtschaft ehr üb al­ten und dafür liegen fehl schwerwiegende Gründe vor, so wird man an die Stelle des Telephanhandels wieder eine Börse setzen müssen, bie dem Effektenverkehr kontrollier­bare Handels- und Bewertungsmöglichkeiten gibt.

Waren und ihre Preise

Bei

Amtliche Notierungen vom Vortaa

23. lanuar

-10.80

1240

i:

Berliner Produktenbörse

Heutiger Frühverkehr kaum verändert.

Wellen, mirk. ab Station Roggen, mark, ab Station Braugerste ..... . Futtergerste ....... Hafer, mark ab Station . Weizenmehl Roggeumehl .,,»»» Weizen kleie> Koggen kleie . Viktoriaerbsen . - , » » Kleine Speiseerbsen . , » Futtererbsen......

Peluschken .»es» Ackerbohnen >> Wicken

Lupinen blaue « * * * gelbe . . , » » Seradella. neue . . . » Leinkuchen. Basis 37% . « Krdnußkucben 50 % . .

Erdnuükuchenmehl 50 % > Trockeuschnitzel . » Extr Sojaschrot 46 %

ab Hamburg . . . > ab Stettin . . - » » Kartoffelflocken > , ,

25. lanuar 232 00

W 158.00 146.00 2800-31.75 27.10-2940

1000-12.00 14.00-15.50 23.00-29 Ol 1170-11.80 12.40-12-50

1b-5O-6.6O

10.60-10 80

1240-12.50

14-00 16 00 1600-1900 10.00-12-00 14.50-1600 23.00-29.00 11.70-11 80

21.OO-27.6U

Weizenausfuhrscheine prompt 164,50, Februar 165, 2. Hälfte Februar 165,50; Rogeuausgfuhrscheine 3an. 122 B.: Gerstebezugsscheine sofort 23, Jan. 22,75 SB.: MaisbezugS- scheine 7sch0 B.

Haubelsrechtlichr Lieser« ngsgeschäfte an der Berliner Prodttkaertbörse »o« 25. Jaanar. Weizen: März 2-45, Mai 253,75 u. Roggen: März 208, Mai 213: H a - s e r: März 160, Mai 168168,25.

Berliner Sartoffelnoticrnngc« vom 25. Januar. Speise­kartoffeln, weihe 1,51,6, rote 1,71,9, Dbenroälber, blaue 1,82. andere, gelbfletftbtge, auher Nieren 2,12,3, Sabril- karwfseln 8.259.25 je Stärkeprozent.

Berlin, 26. Januar. Geschäft wenig entwickelt, mässigem Äulandangebot flnd die Forderungen kaum ver­ändert. Am Liefreungsmarkt nennt man für Brotgetreide und Hafer gestrige Börsenchlutzpreife.

21-00-2750

Frankfurter Produktenmarkt

Tendenz . .

Weizen (Heesen a. Prov. Heesen Nassau una Unterfranken). Durchschnittsquali­tät, hl. Gewicht v. 74 kg. gut. gesund und trocken ...... . .

Roggen (Hessen, Prov. Hessen-Nassau u.

Untertrank.) Dnrchschn. Qual, bl Ge­wicht v. 72 kg. gut, gesund u. trocken

Wintergerste, neue Ernte . .....

Haler inl.

Hafer ausl.

Weizenmehl, südd. Spez. 0 in Austausch­weizen .........

Weizenmehl, südd. Spez. 0, Sondermahlg.

Weizenmehl, niederrh. Spez. 0 in Aus tausebweizen ..........

Weizenmehl, niederrh. Spez. 0, Sonder- mablg. ..........

Roggeumehl 60 Prozent Ausmahlung Weizenkleie

Roggenkleie

Erbsen, je nach Qual, für Speisezwecke Linsen, je nach Qual, für Speisezwecke Heu. südd., gut. gesund, trocken . . Weizen und Roggenstroh, drahfgepr . . Weizen und Roggenstroh gebündelt . .

Treber getrocknet

behauptet

240.00

12.00

36 25 37.00

34 50-35.25

30 78^31.75

8 65

9.25

30 00-3800

2700-56 00

Berliner amtliche Bntternotierungeu ,wische« Erzeuger und Grosihandel vom 26. Öannar. 1. Dual. 1,03, 2. Qual. 0,96, abfallende Qualität 0,86. Tendenz: ruhig.

Magdeburger Zuckeruotieruttge« vom 25. Fauuar. Ge­mahl. Mehlis prompt per 10 Tage 31.30 + 31,55. Tendenz: ruhig.

Berliner Eieruoiicrnugeu vom 25. aonuar. Festgestellt von der amtlichen Eiernotterungskvmmiino». Deun'che Eier: Trinket« vollfr. aest.. sonderkkaff« über 65 ar. lOU. Kl. A über 60 gr. 9. SL B über 53 gr. 8. ai 6 leichtere 7 Vf: anssortterte kleine e-chmutzewr 56K. Luslamdseier: Da­nen. 18« 1010>L 17a 9Js, lali16a 8. leichte« 6l§ Ws

7*4; Holländer: 68 gr. 10*/, 6062 gr. 8*49, 5758 gr. 88)4. In- und ausländische Kühlhauseier: normale 56. Witterung: trübe. Tendenz: behauptet. Die Preise ver­stehen sich in Rcichspscnnig ie Stuck ab Waggon oder Lager Berlin nach Berliner Usancen.

Miteldeutsche Häuteversteigeruttg i« Kassel. Der Schutz­verband der Häuteverwettungen Mitteldeutschlands G, in. b. H. in Kassel bringt ans seiner 878. mitteldeutschen väute- versteigerung für das sächsische Gefälle in Kassel am Frei­tag, den 29. Januar. 46 300 Stück GrohviehhLute und Felle zum Äusgcbot. und zwar 26 000 Stück Kalbfelle, 20 000 Stück Grohviehhäute und 300 Stück Rohhäntc. Die Stbaf- und Hammelfelle gelangen auf der nächsten mitteldeutschen Häuteverfteigerung für das thüringische Gefälle zum Aus- gebot.

Sremähigttug der Zinkblechpreile. Der Zinkroalzwerks- verband G. m. b. H., Berlin, hat mit Wirkung ab 25. 1. den Grundpreis für Zinkbleche um 1 RM für 100 kg cr- mähigt.

Viehmarkte

Kasseler Schlachtviehmarkt vom 25. Januar. Amtlicher Berickst.

~ Die Zahl der auf dem Markte zum Berkaus stehenden Tiere: 7 Ochsen, 23 Bullen, 79 Kühe, 57 Rinder, zusam­men 166 Stück Grohoteh: 571 Schweine, 257 Kälber, 13 Schafe/Hämmel.

Die Zahl der feit dem letzten Markte dem Schlachthofe direkt, ohne Benutzung des Schlachtoiehmarktes, zugeführtev Trere: 1 Ochse, 12 Bullen, 83 Kühe, 16 Rinder, zus. 62 St. Grast weh: 326 Schweine, 81 Kälber, 51 Schafe/HämmeL

Ä-chlachtvtehprette für 50 kg Lebendgewicht:

Ochfe n: volliletsch. ausgemästete höchsten Schlachtwerts fungerc 2830 RM (3 Stück), ältere sowie sonstige vollflei- 2327 (81, ältere, fleischige, gering ge-

8 u l len: tünge« vollfleischige höchsten Schlachtwerts Wnsttge vollfleifchtge oder auSgemäftet« 2528 (11), tleiichtge 2223 (o), gering genährte.

1£. K u h e: jüngere pollflcifchtgc höchsten SchlachtwertS 20-28 (.17). tonstlge vollfleischige ober ausgemästete 2124 (19L fleischige,1820 (18), gering genährte 1217 (9).

E^ri en («albinnenj: vollsleischiäe ausgemästete höch­sten Schlachtwerts 29-83 (24), vollfleischige 2628 (27, fiel- tchtae 22 (9).

Fre ff e r: Mäßig genährtes Jungvieh.

~ K alb e r: Dopp-llenoer. befter Mast, - beste Mast- n. ß® uiirilere Mast- und Saug­kälber 2426, 96 s>t geringe Kälber 2028.

te mal t: nicht notiert.

Schweine: Fettschweine über 300 Psd. Lebendgewicht 37-41.000(1. von ca. 2*0300 Psd. 3339, vollst, von ea. 200240 Btd. 3438, vollfl. von ca. 160200 Psd. 3336. tteischlge von ca. 190160 Psd. und unter 120 Psd. Sauen 3339.

Marktpreise für nüchtern gewogene Tiere und schltehen famtliche Speien des Handels ab Stall für Fracht. Markt- und Berkaufskosten. Umsatzsteuer sowie den natürlichen Gewichtsverlust ein, müssen sich also wesentlich über die etaUprelfe erheben.

Marktverkauf: Sehr langfam, bei allen Gattungen Ueberftand.

Schweine wurden verkauft: 2 zu 43, 6 zu 42, 10 zu 41, 24 zu 40, 17 zu 39 87 zu 38, 45 z« 37, 80 zu 36, 67 zu 35. 53 zu 34, 12 zu 33. 6 zu 32. 5 zu 31.

sauen wurden verkauft: 1 zu 39. 2 zu 38, 1 1U 36. 2 zu 35. 7 zu 34, 2 zu 33.

Frattkfttrter Biehmarkt vom 25. Januar. Der Auftriel' des Hauotmarktes bestand aus 1513 Rindern, darunter ;J7" Schien, 142 Bullen, 497 Kühen. 454 Färsen, ferner 598 Käl­bern, 85 schafen und 5524 Schweinen darunter 270 Vitauei. Verglichen mit dem Auftrieb des letzten Hauptmarktes wa­ren 244 Rinder. 17 Kälber,117 Schafe weniger angetriebep dagegen standen 508 Schweine mehr zum Verkauf. Notiert wurden Lchfen al) 2931, a2 2528, bl) 2024, Bullen 25-29. b) 20-24, Kühe al 22-25, b) 18-21, al 1417, Fär­sen a) b) 2931, c) 2528, dl 2024, Kälber b) 3539, cl 3034, d) 2529, Schafe al) 2826, b) 18 -22, Schweine a) - b) 3740. c) 3740, dl 3539, ei 3236.

Verglichen mit den Preisen des letzten Hauotmarktes er* mänigten sich am Rindermarkt die Presse für Ochsen und Färsen nur teilweise, und zwar nm etwa eine Reichsmark bei Kälbern und Schweinen betrugen die Rückgänge 12 Mark. Schafe konnten ihren Preisstand behaupten.

Marktverlauf: Rinder schleppend. Ueberftand. Schweine schleppend nahezu auunerfauft. Kälber schleppend. Schafe geräumt. Flessihgrokhondelspreife: OLsenfleifch 1. 4854 2. 4046, Bullen fleisch 4246, Kubfleisch 2. 30- 35, 3. 20 25 , Kalbfleisch 1. 5»65. 2.- 50. Schweinefleisch 4854. Ge­schäftsgang rußig.

Heimische Wirtschaft

Wiederiirbeiriebttahme des Kaliwerks Bernterode. Die Wintershall A.-G. hat ihr Kaliwerk Bernterode (Bez. Nord­hausen), das am 1. Avril vorigen Jahres stillgelegt wurde, wieder tu Betrieb genommen. Es werden die dort noch lagernden Salze verladen unb im bescheidenen Umfange wird neu gefördert. Auf eine Belebung des Kaliabsatzes darf aber daraus nicht geschlossen werden. Die Neuauf­nahme des Betriebes ist nur technisch bedingt und wird kaum länger dauern als zwei Monate.

Neue Bergleichsverfahrett: ZimmermEer Hans Fra» bei. Sägewerk und Holzbandkung. in Weilar: V.-P. Rechtsbeistand Dr. Wagner in Stadtlengsfeld: Vergleichs- terntin 18. 2. Sa. Jean «au er R acht. Inst Julius Schäfer, in Hanau: V.-P. Kaufmann Eichel: Vergleichs- termitt 12. 2.

Zwangsvergleichstermi«: Konkurs I. Hohenberg u. Co. in Helmarshaufen, am 16. 2.

Adfchlagsvertetlung. An dem Konkursverfahren über den Slachlatz des Buchdruckereibesitzers Friedrich Weigel in Porbadi soll ein« Abschlagsverleilung von 50 Prozent auf bie nach § 61 Ziffer 1 bevorrechtigten Forderungen ersvlgen. Die Summe dieser Forderungen beträgt 5170.34 RM., der zur Beifügung stehende Masse bestand 2669,56 RM.

Schlutzverteilnngen: Km Konkurs Kaufmann Fritz Fre­senius Kassels beträgt der vorhandene Massebestand 4584 RM. Zu berütfinbtiflen sind noch etwa 700 RM. Messe­kosten. 1364,52 RM. Vorrechts- und 39091,10 RM. allge­meine Forderungen. Fn der Konkurssache der Firma Richard Schmitt. G. m. b. H., in Fulda, flnd 37 10o33 Reichsmark verfügbar. Zu berückflchti,gen flnd Forderungen tm Betrage von 463512,56 RM. - Konkurs Erich Grvtzen- b ad>, Fulda. Summe der Forderungen: 51 793,18 RM.. Summe der Masse: 3400 RM. In dem Konkurs der W a l d e ck t s ch c n M e t a l l w e r k e , G. m. b. H. nt Ärolsen sollen die in der ersten St taffe bevorrechtigte» For­derungen. soweit sie anerkannt und noch nicht bezahlt flnd. die in der zweiten Klasse bevorrechtigten Forderungen, bte anerkannt sind, voll zur Verteilung kommen. Die Forde­rungen betragen 209.28 RM. Di« vorhandene Masse über­steigt den Bcirag.

Konkurs Arthur Römutz, Elektro-Großhandlung, Kassel, Opernstrahe. Der Schuldner zog im Veraleichstermin am Montag den von ihm angebotenen Ltquidationsvergleich zu­rück da der Äonkursverwaltung auf den Vorschlag, daS Amts eines Treuhänders zu übernehmen, nicht cinging. CS wurde dem Schuldner eine angemessene Frist gewährt, einen Verglete^vorschlag mit einer festen Quote den Gläubigern vorzulegen.

Konkurs Emil Felgner, Drogist, Kttffel-Betteuhausen. Der vom Schuldner mit einer Quote von 25 Prozent angebo ene Zwangsverglcich wurde vom Amtsgericht im Verkündungs­termin am Montag bestätigt.

Soukurs Johannes Sind, Rohreugroshaublttttg in Fulk In ber eilten Gläubigerversammlung wurde feftgeftent. o feit Geschäftsgründung August 19W bis Konkurserofmus 30. Dezember 1931 100 000 RM Schulden entstanden, tei

___ .00 RM Schulden entstanden, teils

durch grötzere Geschäfts- und Äoniuntturverlufte etc. Der Warenbestand ist teils übereigiiei ebenso bas 3upent<rr. Die Bankforderung von 72 000 RM ist mit 60 000 RM Wertpapieretl unb lOvroz. hvpothekartschen Eintrag gesichert. Die Aussichten für bie bevorrechtigten Gläubiger sind bis jetzt noch sehr trübe. Es soll versucht werden, einen Zwangsvergleich burchzuführen.

Heutiger Freiverkehr

Sehr ruhig und abwartend.

Berlin. 26. Januar. Nachdem gestern abend gegen bte Tageshöchftkurse ein kleiner Rückschlag zu verzeichnen war. für den aber kein tieferer Grund vorhanden schien, sondern ber hauptsäch'ich als eine Reaktion auf bte vorangegange- nen Steigerungen anaufpretben war, lag der heutige Vor- mittaasverkehr sehr ruhig und abwartend Man taxiert die Situation trotz ber unsicheren Ausfandsbörfen auch weiterhin nicht unfreundlich, immerhin besteht jedoch die jvröglichkeit. dass bie gestriae Festigkeit hier unb da Angebot hervorlocken könnte. Am Devisenmarkt nannte man: PfundeParis 87K PfundeMailand 68%, Pfunde Spanien 41,10, PfundeAmsterdam 8,56%, Pfunde Schweiz 17,65, PfundeKabel 8,44%.

Berliner 'Devisenkurse

25. lanuar In Reichsmark

Tagt Geld 7llt°k teilw. 7°/o Privatdiskont 7 °/o G. b"/«°/o B.

Buenos Aires . . 1 Pap. Peso Cauada. . . , . 1 Can Doll. Japan ..... 1 Yen . . . Kairo .... 1 ägypt. Pfd. Konstantinopel . 1 türk Ptd London .... 1 Ptd. Sterl, Neuyork ... 1 Dollar . . Rio de Janeiro. . 1 Milreis . >

Uruguay ... 1 Gold Pes. Amsterdam ... 100 Gulden Athen . . . KW Drachmen Brüssel . ... 100 Belga .. . Bukarest .... 100 Lei » > Budapest . ... 100 Pengö . Danzig . .... 100 Gulden » Helsingtore. . . 100 ttnnl. M. . Italien ... 100 Lire . . Jugoslawien . . 100 Dinar . .

Kaunas (Kowno) . 100 Litas . » Kopenhagen . 100 Kr. . Lissabou-Oporto . 100 Eskudo Oslo 100 Kr. . . . Paris .... 100 Pro. . . . Prag . . . . . 100 Kr. . > > Reykjavik ... 100 isl Kr. .

Riga . ... 100 Latte . . Schweiz .... 100 Frc. .

Sofia . .... 100 Lewa , ,

Spanien .... 100 Peseten

Stockh. Gothenb. 100 Kr. .

Tallinn (Estl.) . . 100 estn. Kr. Wien 100 Schill

Seid 1.043

14.380

4.209 0.254

1.748

169.58

78.12 16570 12.465 64.930 80.920

83:057

111.39

49.960

Ausländische Devisen-Kurse.

Brief

6^36 w 42.060

78.28

16.610

12.485

14.770

14.420

4.217

M

5.405

3.063

50.050

1759. Neu-

Zürich, 25. Fanuar. «arti 2018«, London vork 518. Belgien 7150, Italien 25,8, e-vanien 4275, Hol­land 206,40, Berlin 120.85. Stockholm 9850, s?slo 9600, Ko­penhagen 9750. Sofia 371. Prag 151744, Warschau 5737. Belgrad 907, Athen 660, Konstantinopel 245, Bukarest 304. s>elsingfors 760, Privatdiskonrsatz Inl. 1,68, Ausl. 5,25, Buenos-Aires 129, Japan 190. Offz. Bankdiskont 2, Tägl. Gelb 1)4, Monatsgeld 1, 3 Monatsgelb 254.

London, 25. Fannar. Neuvork 344, Montreal 401, Am­sterdam 8.54, Paris 8743, Brüssel 2470, Stauen 6868, Berlin 1757,50, Schweiz 1765. Spanien 4131, Kopenhagen 1817, Stockholm 1787,50. Oslo 1839,50.

Paris, 25. Januar. London 8742,50, Neuyork 2541.50, Belgien 354,50, Spanien 211,75, Italien 127,50. Schweiz Holland 1023, Oslo 472, Stockholm 494, Prag 7500, Warschau 2845.

Amsterdam, 25. Januar. Berlin 5862,50, London 854, Neuyork 248,43. Paris 977,75. Belgien 3467,50, Schwei; 4850. S alien 1250, Madrid 2070, Oslo 4650, Kopenhag:« 4700, Stockholm 4800, Wien 3525, Prag 737,50. Privat- hiskontfatz 2.12.

Lottdoner Goldpreis. Der Londoner Goldpreis beträgt am 25. Januar für eine Unze Feingold 120 fh 9 d 86,9400 RM. für ein Gramm Feingold demnach 46,5864 vence 2,79518 RM.

H»vo tuet en sorgen erschweren teute jedem Grundbesitzer das Vebcn und hemmen ihn in feinem Fortkommen. Tavei gibt cs heule für leben Einsichtsvollen einen gangbaren Weg ans diefler sich steigernden wirifchaftlichen Rot. Die leit 1925 in Deutschland bestehenden Bausparkassen haben ihren Bausparerri bereits über 300 000 000 RM billige Dar- lehn für die Ablösung teurer Hovotheken und für Bau­zwecke zur Verfügung gestellt. Es ist daher für jeden von srohem Vorteil, wenn er sich von einer guten Bausparkasse beraten lasst. Eine der ältesteii Bausvarkassen ist die aus dem tm Fahre 1926 gegründeten Deutschen Hilfs- und Sied- lungrbunb, Tbliringen e. G. m. b. H.. nentorgegangene Banwarkane ^bunngta Aktiengesellschaft. Eifenack. die im vergangenen Fahre eine üheraus grosse Verbreitung im ganzen Aeuiichen Reich gefunden und monatlich einen 'Neu­zugang von ca 1000 Sparern hat. . Für dieses Fahr konn­ten bereits wiederum 1% Million RM unkündbare zinsfreie Darlehen den y.itiiparem der Thuringia zur Verfügung gc'telli werden: weit grössere Zuteilungen find in den näss>^ neu Mona'en zu erwarten. Zeder Baufvariuteressent sollte sich an bwfe eifolgnetche Saufparfafie wenden, bie mit ca. 60 Hauptgeschaftsstelleu im gawzeu Reich vertreten Hi.