Handel • Wirtschaft • Börse
Kasseler Neueste Nachrichten
Hessische Handelszeitung
Mittwoch, den 20. Januar 1932
Herkulesbier 1930/31
Reingewinn auf weniger als die Hälfte gesunken
Berliner Devisenkurse
Seid
Brief
Waren und ihre Preise
»erne los« 2,4—2.7, Tbvmotec los« 2,35—2.95. Kleeheu los«
2,2a—2.55, oraHtgevr. Heu in Pkg. über Notiz 30. Tendenz:
ruhig.
hl
Hart
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mabl. Mehlis prompt per 10 Tage per Februar 31.80. Tendenz: ruhig.
Amtliche Notierungen vom Vortag
78.83
Lu-lSnvifche Devisen Kurse.
i« 1781, N«U-
-12.00
6.60
6.
111.59
49.950
21
15
100
100
100
100
100
100
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100
100
100
der: Stil,
1. Januar
Tagt Geld 7 Wo
In Reldismark Privatdiskont 7 o/o
00-2?.5G 00-23.50 00-17.00 00-18.00
100 Kr . .
100 isl. Kr.
100 Latte
100 Pro.
100 Lewa
100 Peeeten
100 Kr. .
100 eatn. Kr
100 Schill
Buenos Aires < Cauada. . • . Japan . ■ < Kairo . . .. Konstantinopel London Neuyork . . Bio de Janeiro.
648, Ai---------------- ------
landsrinaer 53. Kälber 2570, a zuw AuSlandZkälber —. $tbafe 2905, a)
403 b) Auslandsschafe '
59.160
E-2ZZ 21.02g
Peonü . Uulden ünnl U. Lire Dinar Litae Kr. Eskndo Kr. . . Pro. . .
M 78-67 w tt2.12d
3,057
Berliner Produktenbörse
Heutiger Frühverkehr ruhig.
,550
L'OO
Magdeburger Zucker Notierungen vom 19. Januar. Gehl. Mehlis prompt per 10 Tage —. per Januar 81,66.
6.60
10.80 ■1180 1230
SonboHer Goldpreis. Der Londoner Goldpreis beträgt am 39. Januar 1932 für eine Unze Feingold 120 ib 0 d F ^8 7E^ RM^ etn ®tamm Deingold «mnach 46.2970
3 Mrd. Ausfuhrüberschuß
Halbierte Einfuhr gegenüber 1927/ 2400Mill. Ausfuhrruckgang
18. Januar
M8M88 160.00-17000 WM
9.60-1000
2? 00-8 50 2100-23.50 1500-17 00
Die Hessische und Herkules-Bierbrauerei A.-G. zu Kaffel lega nunmehr ihren Geschäftsbericht für das am 30. September 1931 abgelaufene Geschäftsjahr 1930/31 vor. Danach bat die im Berichtsjahr eingetretene Berschlechterung der gesamten Wirtschaftslage wegen der lleberbefteuerung des Bieres die Brauindustrie ganz besonders schwer betroffen. Die am 1. Mai 1980 erfolgte Erhöhung der Reichsbiersteuer um 50 Prozent und die allmählich alle Gemeinden ersaffende Einführung bezw. Erhöhung der Gemeindebiersteuer bis zu 10 RM je bl erhöhte di« gesamte Sonderbelastung der Brauindustrie durch die Biersteuer auf rund 22 RM je hl. dieser Betrag ist höher als der 1914 von den Brauereiabnehmer» gezahlte Bierpreis. Diese Besteuerung und die daraus folgende Erhöhung der Verkaufs- und Ausschankpreise hatte einen verschärften Rückgang des Bierkonsums zur Folge. Die Gesellschaft erlitt dadurch im Geschäftsjahr 1930/31 gegenüber dem Vorjahr ,
einen Abkatzrückgaug von 25.3 Prozent und gegenüber 1928/29 einen Rückgang von 29,3 Prozent.
Für die Verkehrtheit der Biersteuervolitik des Reiches fuhrt der Geschäftsbericht an, bah im Oktober 1931 die Reichs, biersteuer nur eine Einnahme von 36,4 Mill, gegenüber 50.2 Mill. RM im Oktober 1980 brachte. Diese Mindereinnahme dürft« unter der Wirkung der zunehmenden Arbeitslosigkeit . und der Lohnsenkung noch weiter »unehmen.
Die Berwaltnng war »war benüht. durch intensive Herab- Minderung aller Betriebskosten eine Anpassung an die geringeren Einnahmen berbeizuführen, es war nicht zu per- hindern, datz der erzielte Ueberschutz erheblich hinter dem des Vorjahres zurückblieb. Der Rohgewinn sank von 6 739 131 auf 6189 202 RM. während die Betriebskosten nur von 4 121 608 auf 3 211769 RM und die Steuern von 1 911 333 auf 1586 691 RM zurückgingen. Nach Abschreibungen von 279 124 387 366) RM verbleibt somit einschließlich 36 766 (38 513) RM Vortrag
ein Reingewinn von nur 148 385 RM gegenüber 351877 RM im Vorjahr.
Wie bereits gemeldet, soll hieraus der am 8. Febr. in Kaffel stattsindenüen ord. G.-V. eine Dividende von 5 Prozent gegenüber 11 Prozent i. B. auf 2,2 Mill. RM Stammaktien vorgeschlagen werden, die 20 000 RM Vorzugsaktien erhalten eine Dividende von wieder 6 Prozent. Der verbleibende Reingewinn von 32 278 RM soll auf neue Rechnung vor- getragen werden.
19. Januar
UW-WA
*as 0.259 lh753 5.495
58-94 82.07 6.194
In der Bilanz vom 30. September 1931 stehen Btauerei- grundstücke unverändert mit 384 000 und Brauereigebäude mit 916 000 1936 000) RM au Buch. WirtschaftShäuier und " " " ------ 258 000 auf 428 900 RM ge-
fläten, daß die Gesellschaft
Berliner amtliche Bntternoiiernngen »wischen Erzeuger und Groshandel vom 19. Sonnet. 1. Qual. 0,97, 2. Qual. 0,90, ahsall-.nd« Qualität 0,80. Tendenz: abwartend.
Stuf der Passivseite haben sich bet einem unverän- dertembertem Aktienkapital von 2 220000 RM und einem nnveränderten Reservefonds von 275 000 RM die Gläubiger von 644 698 auf 726 021 und Akzepte von 54 754 auf 194 714 RM erhöht. Anleihen stehen unverändert mit 1 500 979 RM und Anleihezinsen mit 44 072 ( 39 688) RM zu Buch. Die enorme Zunahme der Hyvothekenschulden von 91 799 aut 287 514 RM erklärt sich den oben genannten Erwerb von zwei Kasseler Grundstücken. Beamten- und Arbeiter-Nnter- stübungssonds ist mit 150 000 (100 000), gestundete Brau- nnd Biersteuer mit 217 070 (290 581) RM ausgewtesen. lieber daS lausende Geschäftsjahr werden in dem Bericht keine Ausführungen gemacht.
157 Grundstücke vor der Zwangsversteigerung Um den Grundstücksbesitz der Meyerhofschen Erbengemeinschaft
Der gesamte Grundstücksbesitz der Meverhofschen Erbengemeinschaft, an der Frau Witwe Anna Sternberg in Berlin-Wilmersdorf und Groskaufmann Moritz Meyerhof in Hamburg beteiligt sind, soll aus Antrag eines Gläubigers, der zu Lasten der Frau Anna Sternberg auf sämtliche Grundstücke eine Hypothek von 180 000 RM. eingetragen bat, wegen rückständiger Zinsen vor dem Amtsgericht je zur Hälfte der Zwanasversteigernng unterzogen werden. Di« 157 Grundstücke, durchweg Gärten. Wiesen und Sieder, die zum Teil als Bauland bezeichnet werden, befinden sich fett 25 Fahren im Besitz der Familie Meyerhof. Für Tr. Sternbcr. jr. ist auf die Grundstücke etne Grundschuld in Höhe von IM 000 RM. eingetragen. Eine Grotzbank und das Stadtsteueramt haben sich wegen Forderungen in gerlnger Höhe dem Antrag auf Zwangsversteigerung angeschlossen. Die Gläubiger beantragen das Gesamt- auSgebot aller Grundstücke unter Aerzicht auf Einzelangebot. Um gemätz den Bestimmungen der 4. Notverordnung, daß mindestens 70 Prozent des Grundstückswertes beim Aus- gebot erreicht werden müffen, eine Grundlage für die Bewertung zu haben, beantragen die Eigentümer bzw. deren Vertreter, datz znnächst durch Sachverständige der Einzelwert der Grundstücke festgesetzt werde. Noch einer privaten Schätzung bewegt sich der Grundstückspreis je Quadratmeter zwischen 1 und 25 RM Amtsgerichtsrat Dr. Ruhl regt mit Rücksicht auf die hohen Kosten einen Bergleich zwischen dem Hauptgläubiger und der Schuldnerin grau Sternberg au, dahiugehend, datz dem Gläubiger zur Abdeckung seiner Forderung in Höhe von 180 000 RM. zuzüglich rückständiger Zinsen,! derentwegen die Zwangsversteigerung beantragt ist, eine entsprechende Anzahl von Grundstücken hypothekenfrei übereignet werden sollen Grundsätzlich erklären ssih beide Parteien sowie auch der Vertreter des anteiligen Eigentümers Meyerhof mit dem Vorschlag einverstanden.
Hierauf erllärt der Richter, datz der jetzige «ersteigerungs- termtn von amtswegen aufgehoben werde, datz ferner die
Der mitieldentsche Braunkoblenbergban bn Dezember. Im Gebiete des Miitelbeuischen Braunkohlen-smtbtkats lieft der Hausbranöbrikettabsad in Erwartung einer allgemeinen Preissenkung febr zu wünschen übrig. Auch beetn- flutzte ine verbältnismäftig warme Witterung im Berichts- monat bas Brikettseschäft gleichfalls sehr erheblich. Die Brikettstapel fliegen bis Ende Dezember auf über 500 000 t. Der Jnbustriebrikeitmarkt erfuhr infolge 6er anhaltenden schlechten Wirtschaftslage eine weitere Verschlechterung.
Der Eisenerzbergbau Int Dezember. Bei ben S i e ge r° I ä n 6 e r Gruben hat sich hie Lage gegenüber dem Vormonat nicht gebessert, so daft eine weitere Grube sich genötigt sah. ihren Betrieb auf einige Monate stillzulegen. Die Lage im Lahn-Dilläebiet einichl. O b e r h e s - s e n hat sich gegenüber dem Vormonat nicht wesentlich verändert.
Devisenvorschriften und Nachnahmesendungen aus dem Ausland. Es wird daraus hingewiesen, daft zur Einlösung von aus dem Auslande oder dem Saargebiet eingehenden Nachnahmesendungen im Post- und Güterverkehr die G e - nebmigung der D « v i f e n b e w i rtf ch af t u n a s. stelle notwendig ist. Importeure, die eine allgemeine Genehmigung besitzen, haben die durch die Nachnahmesendungen bewirkten Zahlungen auf ihren Höchstbetrag anzurechnen. Da Einzelgenehmigungen zur Bezahlung von einge- fübrten Waren nur erteilt werden bei Nachweis, daft das Einfuhrgeschäft sich nach Art und Umfang im Rahmen des bisherigen Geschäftsbetriebes des Antragstellers hält, wird dringend empfohlen, sich rechtzeitig um di« Genehmigung iu bemühen.
-J8.1**- 10. Januar. Paris 201654. London °>>rk ol2tz. Belgien 7137, Italien 2563, St Holland 206.15. Berlin 120.70, Stockholm 9900. Kopenhagen SW), Sofia 871. Pra, Belgrad 910, Alben 665. Konstantti Helsingfor» 750. Buenos Aires 129, Japan 190.
Heimische Wirtschaft
Wintershall. Berlin. Wie wir hören, ist beabsichtigt, bei den Werken K a,, e r s r o d a - H e ili ge n r o d a-W inte r s d a l l und Glückauf- Sanders hausen wegen Ab- satzmangel und Uebersüllung der Laaer, um Arbeiter-Entlassungen zu vermeiden, im Februar woebentlich drei Feier- schichten einzulegen. Das Werk Hug>o Bergmann soll aus vorgenannten Gründen Mitte Februar in vorläufige Be- iriebSruhe übergehen, di« einen Abbau von rund 220 Arboi- wrn «rursachen wird. Angestellte sollen vorläufig nicht zur Entlassung kommen.
Konkurs in Witzenhanken. lieber das Vermögen des Gastwirts Paul Flecke in Witzenhausen ist das Konkursverfahren eröffnet worden. Konkursverwalter: Prozeftagent Robert Lacher in Witzenhausen. Anmeldefrist bis 17. Febr.
Vergleichüverfabren Waldeckifche Bank eröffnet, lieber das Vermögen der Waldecktichen Bank A.-G. in Bad Pyrmont ist am 15. Januar 1982 das Vergleichsverfahren eröff- net worden Termin zur Verhandlung über den Bersleichs- vorichlag ist aut den 12. Februar anberaumt.
, Rinbet-Nntzniebmarkt in Gieften. Der gestrige,, erst« inder-Nutzviehmarkt in Gießen nach dem Biehbändler- ontott war mit 696 Stück Groftvieh, 59 Freffern und 150 albern beschickt. Das Handelsgeschäft derlief schlevvend, - hinterlieft kleinen Ueberstand. Man bezahüe für der hochtragend« Kuh« 1. Qual. 300—-4^.' Mark, 0—275. 3. Qual. 100—180, Schsachikübe 50—250, , -- „iuW, Rinder 60—130, Yt—Ljahr. Rinder 80—200, tragende. Rinder 180—300 Mark. Kälber 20—28 Pfa. pro 1 Pfund Lebendgewicht.
Welten, mark, ad Station Roggen, mark, ab Station Braugerste ..... Futtergerete - Haler, mark, ab Station . Weizenmehl ..... Roggenmehi
Weiten kleie Roggenkleie
Viktoriaerbsen . . • . • Kleine Speiseerbsen . . > Futtererbsen ..... Peluschken . » , , » Ackerhöhnen ...... Wicken ...... Lupinen blaue . • » ■ » Sera3e!la,Sneue ' ' ' ! ! Leinkuchen. Basis 37% , . KrdnuUkuchen 50 % . . ErdnuSkuchenmehl 50 * . Trockeusehnitxel . . . Extr. Sojaschrot 46 %
ab Hamburg . . , . . ab Stettin ..... KartoffeUlooken ■ . ■ .
Heutiger Freiverkehr
Abwartend.
Berlin, 20. Januar. Der heutige Vormiiiagsverkehe zeigt« eher abwartende Tendenz, zumal sich die Auswirkungen der gestrigen Oaval-Erklärungen noch n-icht völlig überleben lasten. Di« Ansichten über die weitere Entwicklung sind geteilt, unter dem Eindruck der auftenvolitischen Un- siryerbei glaubt man zunächst eher schwächer gestimmt sein zn müffen. wogegen wäbrungsvoliiischc Befürchtungen und auch oie Vorschläge Professor Wagemanns. die in der gestrigen Abendausgabe des Berliner Börsencuriers behandeit wurden, für Aktien «bei Kaufneigung auslösten. Man taxierte auf gestriger Abcndbasis liegende Kurs«, die gegen die nieorigsten Tageskurse Erholungen im Ausmaftc von l Prozent gezeigt hatten. Die gestrige Neuvorker Börse hol ke,ne Anregungen. Am Devisenmarkt tarierte man: Pfunde—Parts 87X. Pfunde—Mailand 66%, Pfunde— Spanien 41. Pfunde—Amsterdam 8,58M>. Pfund«—Schweiz 17,70, Pfunde—Kabel 3.45%.
... ivwe. Spanien 4330,
-ckbiilm 9900. Oslo 9700, .... ,-ag»517. Warschau 5740, 'onftantinorel 245, Bukarest 305,
Scheckbücher
gut aufbewahren!
Bei Unterschriftsfälschung trifft die Bank kein Ber- schulden.
Das Oberlandesgericht Hamburg Hai in einem Urteil vom 16. Oktober 1931 (V 363.31) enstchteden. daft hei Scheck- fällchungen die Bank kein Verschulden trifft, wenn ne etne ganz genaue Nachprüfung unterläftt, weil keine Verdachtsgründe vorlagen. Der Inhaber des Schuckbuches hat also allein den Schaben zu tragen. Es handelt sich dabei um folgenden Fall: Der »otm der Klägerin hatte bei einer Devosttenkaste ein Girokonto. Am 29. Januar 1931 hatte er dort ein Guthaben von etwas ü er 8285 RM. An diesem Tage hat ein Angestellter von dem Konto aus einen Barscheck aus dem Scheckbuch auf dem die Unterschrift gefälscht war, den Brtrag von 8235 RM abgehoben. In dem Urteil betftte«: Die Unterschrift auf dem Scheck ist so geschickt ge- fälscht, daft die Fälschung bet einer Prüfung, wie sie der Bank zuzumuten war, nicht aufzufallen brauchte. Eine Vergleichung jeder Scheckunterschrift mit der hinterlegten ist weder üblich, noch ist die Unterlastung schuldhaft, wenn keine Verdachtsmomente vorliegen. Der abgehobene Betrag ist nicht derartig aroft, daft zu der im Giro- und Scheckverkehr ungewöhnlichen Maßnahme einer telephonischen Rückfrage Anlaß war.
!Die Verdienstspanne beim Brot
Eine Untersuchung der Marktforschuugsstclle.
Der „Germania" Zentralverband Deutscher Bäckerinnun- gen hat sich bekanntlich aus Grund einer Vereinbarung mit dem Reichskommiffar tür Preisüberwachung bei allen Bak- ferinnungen dafür eingesetzt, haft ab 1. 1. 1932 di« Brutto- verdiensttpannen oer Bäcker peirn Brot minbeiien» um uone 10 Prozent gesenkt werden sollten. Noch verbleibende svan- nen von mehr als 14 U rg. waren auf diesen Belral al» Söchstspavne je fig zu ermäßigen. Die Reichstor- s ch u n g s st e l l e für landwirtschaftliches Marktwesen! Hal auf Grund der Ergebniffe der letzten amtlichen Preisfeststellung vom 6. Januar eine Unter)uckung 6er Preisverhältnisse für 78 Städte vorgenommen, wobei in den Fällen, wo eine Svannensenrung bereits im Dezember erfolgt ist. die vor dieser Senkung liegenden Preise als Ausgangspunkt genommen wurden. In 26 Städten ist nach dieser Untersuchung eine Svannensenkung gemäß der Vereinbarung vorgenommen worden, in 29 Städten brauchte die Spanne nur um 0 bis 7 Prozent gesenkt zu werden bez>->. es war keine Senkung notwendig oder sogar noch die Möglichkeit für eine Erhöhung gegeben, um innerhalb oder itu- terqaib der Spanne von 14 Rvfg. ie kg zu bleiben. In 23 Städten betrug die Spanne iedoch am Stichtage noch mehr als 14 Rvfg., obgleich in 7 dieser Städte eine Senkung um 7 Prozent und mehr erfolgt ist. 8 Städte, nämlich Schwerin, Lübeck, Flensburg, Solingen, Esten, Aachen, Franksurt/M. und Straubing, haben nur eine Spannensenkung um 0—7 Prozent vorgenommen, in 8 Städten, nämlich Osnabrück. Braunschweig, Herford. Münster, Gelsenkirchen, Hagen, Duisburg-Hamborn und Köln, wurde die Spanne s o g a r erhöht. Von diesen 23 Städten haben 14 noch eine Brui- toverdienstspanne von mehr als 16 Rvfg., nämlich Schwerin, Lübeck, Flensburg, Herford, Münster, «olingen,,Duisburg- Hamborn, Aachen, Köln, Straubing, Koblenz. Trier, Worms und München. Die letztgenannten vier Städte haben iedoch bereits eine Svannensenkung um mehr als 7 Prozent vorgenommen.
Ebenso wie die Verminderung der Einfuhr von 1929 auf 1930 ist auch der Rückgang von 1930 auf 1931 zu einem erheblichen Teil durch die Preissenkungen bei den Einfuhrwaren beeinflußt. Von der Ge- famwerminderung in Höhe von rund 3560 Mill. RM dürfte auf die Senkung der Einfuhrpreise ein Betrag von fast 2000 Mill. RM auf den Rückgang der Einfuhrmengen ein solcher von 1600 Mill. RM entfallen. Abgenommen hat gegenüber dem Vorjahr wert- und mengenmäßig die Einfuhr aller Warengruppen. Weitaus am stärksten tritt die Verminderung bei Rohstoffen und Fertigwaren in die Erscheinung.
Die A u S f u h r beträgt im Jahr 1931 9206 Mill. RM gegen 11329 Mill. RM im Vorjahr. Die Reparations-Sachlieferungen haben sich von 707 Mill. RM auf 393 Mill. RM 1931 vermindert. Einschließlich der Reparations-Sachlieferungen ergibt sich somit für 1931 eine Gesamtausfuhr von rund 9600 Mill. RM gegenüber 12036 Mill. RM 1930. Auch der Ausfuhrrückgang im Umfang von rund 2400 Mill. RM ist zum größeren Teil die Auswirkung von Preissenkungen. Gemessen an dem Rückgang des gewogenen Ausfuhrdurchschnittswerts beträgt der durch den Preisrückgang bedingte Mindererlös in der Ausfuhr etwa 1400 Mill. RM., während sich der mengenmäßig bedingte Rückgang nur aus rund 1000 Mill. RM be« läuft. Von der Verminderung der Ausfuhr sind alle Hauptwarengruppen betroffen. Während dem Wert nach die Ausfuhr von Fertigwaren am wenigsten zu- rückgeganyen ist, hat sie mengenmäßig stärker abgenommen als die Rohstoffe und vor allem die Lebensmittel, die dem Volumen nach sich auf dem Stand des Vorjahres gehalten haben.
Die Handelsbilanz im Jahre 1931 schließt mit einem Ausfuhrüberschuß von rund 2574 Mill.
RM. ab.
Bei Einrechnung der Reparations-Sachlieferungen stellt sich dieser auf 2967 Mill. RM. Gegenüber dem Vorjahr, das eine tatsächliche Aktivität von rund 1800 Mill. RM aufwies, hat der Ausfuhrüberschuß somit um nicht ganz 1200 Mill. RM zugenommen. Von dieser Zunahme sind etwa 500 bis 600 Mill. RM auf den im Vergleich zu den Ausfuhrpreisen stärkeren Rückgang der Einfuhrpreise, der Rest auf die verhältnismäßig stärkere Schrumpfung der Einsubrmenge zurückzuführen.
, Neu« Konkursverfahren: BaJaliwerk Amöneburg «. G. tn. 6. H. in Amöneburg. Kr. Kirchhain: St.« Sb. Bücherrevisor Mengel tn Marburg: Anmeldefrist bis 30. 1. — Kaufmann Ludwig L o tz in Holzhausen b. Gl.: K.-B. R.-A. Dr. König in Biedenkopf: Anmeldefrist bis 15. 2. — ..Kraftverkehr Ilbenstadt", e. G. m. b. H. in Ilbenstadt: K.-B. R.-A. Dr. Krämer in Stieb- berg i. H.; Anmeldetrift bts 2. 2.
. Aufgehobenes Konkursverfahren: Firma Karl Meter in Gieften.
Aufgehobene Vergleichsverfahren: Thüringer Schuhwarenfabrik Schreiber u. Soner A.-G. in Mühlhausen. Thur.: Firma I. Lebenberg in Mühlhausen. Thür.
Amsterdam . . Athen . ■ . Brüsee* , , Bukarest . , , Budapest ■ » Danilg . . .
Helsingtore. . Italien . .
Jugoslawien Kaunas (Kownol Kopenhagen Liaaabou-0 Porto Oslo . . . Paris , . « , Prag . . > • Reykjavik . , Riga , , , Schwei» . , t Sofia . < । , Spanien . . . Stockh. Gothenb. Tallinn (Estl.) Wien
mit 916 000 (936 000) RM a: auswärtige Grundstücke sind von 258 00C stiegen. Dieses ist dadurch zu erklären, daft die Gesellschaft zwei Grundstücke in Kassel, darunter die „Bürgersäle" übernehmen mußte, die unter vorsichtiger Bewertung verbucht wurden. Eishäuser und Eiskeller haben sich durch Errichtung einer Kühlanlage mit Eisherstelliing in der Niederlage Witzenhausen von 65 000 auf 70 000 RM erhöbt. Bruunen- und Wafferversorgunasanlagen sind mit 27 000 (30 000) Maschinen, elektrische Anlagen nsw. mit 287 OOO (818 000), Groft- aefäfte mit 174 000 (205 000), Bersandfässer mit 130 000 (170 000), Fuhrpark mit 101 000 (185 000) und Wirtschafts- einridjtungen mit 188 000 (219 000) RM ausgewiesen. Die Sluftenstände für Bier, Treber usw haben sich von 1078 056 auf 932 266 RM vermindert, während die ausstehenden Hn- vohteken. Darlehen und Zinsen von 1 369 583 auf 1 732 604 RM gestiegen sind, ilaffe, Bank- und Postscheckguthaben sind mit 37 359 (48 810), Wechsel mit 135 479 (96 770) erhöht. Wertpapiere unverändert mit 1 RM ausgewiesen. Die Vorräte haben sich von 314 162 auf 273 274 RM vermindert.
Die Einfuhr Hal im Dezember von 482 Mill. RM auf 488 Mill. RM zugenommen. Mengenmäßig ergibt sich eine größere Steigerung, und zwar um 5 v. H., da der gewogene Durchschnittswert um 4 v. H. zurückgegangen ist. Wertmäßig hat sich lediglich dte Einfuhr von Lebensmitteln und Getränken erhöht, der Menge nach ist jedoch auf die Einfuhr von Rohstoffen und von Fertigwaren, wenn auch unbedeutend, gestiegen.
Die Ausfuhr wird im Dezember von der Han- delsstatistik mit 712 Mill. RM ausgewiesen gegen 734 Mill. RM im Vormonat. Die Reparatwns-Sachliefe- rungen, die im Vormonat 14 Mill. RM betrugen, erscheinen im Dezember wieder mit einem Betrag von 26 Mill. RM. Für die Gcsamtausfuhr (einschließlich Reparations-Sachlteferungen) ergibt sich demnach ein Betrag von 738 Mill. RM. Gegenüber dem Vormonat, in dem sich die Gefamtausfuhr auf 749 Mill. RM belief, erscheint die Gcfamtausfuhr somit nur wenig vermindert. Tatsächlich ist sie jedoch stärker zurückgegangen ; denn in dem Dezembernachweis sind in verhältnismäßig großem Umfang Ausfuhrposten enthalten, die bereits in früheren Monaten hinausgegangen sind.
Abgenommen hat die Ausfuhr besonders wieder nach solchen Ländern, deren Währung entwertet ist. Abgesehen von Dänemark und Schweden, deren Warenbezüge aus Deutschland sich im November bereits stark vermindert hatten, zeigt vor allem die Ausfuhr nach England einen scharfen Rückgang (von 120 Mill. RM auf 99 Mill. RM). Dabei ist zu berücksichtigen, datz hier auch die Dezemberzahl wohl noch in größerem Umfang Voreindeckungen enthält.
Die Handelsbilanz zeigt im Dezember eine Aktivität von 224 Mill. RM einschließlich der Repa- rations-Sachliefrrungen beläuft sich der Aus- fuhrüberschuß auf 250 Mill. RM gegen 267 Mill.
RM im November.
Für die Einfuhr im ganzen Jahr 1931 ergibt sich ein Betrag von 6632 Mill. RM gegenüber einer tatsächlichen Einfuhr von rund 10 200 Mill. RM 1930. Somit ist die Einfuhr gegenüber dem Vorjahr um rund 3560 Mill. RM.. d. h. um ein Drittel, zurückgegangen. Gegenüber dem Jahr 1927, das die bisher höchste Einfuhr aufwies, beträgt die Abnahme sogar mehr als die Hälfte.
„ Schafe: Mastlämmer unb jüngere Mastbammel a) Wciüemast — b) StaUmaft 87—40, mittlere Mastlämmer allere Mastbammel 84—86, gut genährte Schafe 26—28 fleischiges Schafvieh 80—88, gering genährtes Schafvieh 20 ots 27. Schweine: Fettfchweine über 300 Pf5. Lebend- gewicht —, vollst. Schweine von ca. 240—300 Pfö. 42—48 vollfleischige Schweine vonö ca. 200—240 Pfb. 40—43, vollst Schweine von 160—200 Pfö. 86—40. fleischige von ca. 120 615 160 Pfund 84—37. unter 120 Psd. —. Sauen 36—38.
Auftrieb: Rinder 1786, darunter Ochsen 307, Bullen 643, Kühe und Färsen 836 aläum Schlachthof dir. 26 b) Aus- landsrinaer 53. Kälber 2570, a zum Schlachthof Dir. — b) Auslandskälber —. Schafe 2605, a) zum Schlachthof direkt tchweine 12 206 a) zum Schlachtweine 518. Marktverkauf. Bei Rindern langsam, bei Kälbern mittelmäßig, bei «cha- fen in guter Ware glatt, sonst langsam, bei Schweinen ziemlich glatt.
Parteien in Veraleichsverhandlungen etntreten unb bas Ergebnis binnen einem Monat bem Amtsgericht mtttetlen sollen. Für ben Fall, datz ein Vergleich nicht zustande kommt, bestimmt her Richter, datz zur Vorbereitung auf ben nächsten Persteigerungstermin die von beiden Parteien vorgeschlage- nen Grundstücksschätzer zunächst mit der Festsetzung be« Werke« ber Einzelgrundstücke beauftragt werben sollen Entspre- chenb einer Bestimmung be« Preußischen Landwirtschafts- mimftcrium« bürfen landwirtschaftliche Grundstücke nur in bet Vegetationsperiode versteigert werden, weshalb neuer Versteigerungstermin auf 10. unb 11. Mai d. 3. angesetzt
Berlin, 20. Januar. Tas Geschäft hielt sich weiter engen Grenon. Am Lieferungsmarkt ist Weizen % Di unter gestrigem Börfenfchlutz, Roggen und Hafer sin» ... gestrigen Börsenschluftpreisen ungebeten. Auch am Promrt- marft ist die Stimmung ruhiger, obwohl das Angebot ziemlich gering scheint.
Kein Treibstoff-Monopol
Um die Neuordnung der deutschen Treibstoftwirtschast
Im Zusammenhang mit den in der Presse erörterten Plänen einer Umbildung der deutschen Treibstostwirtschaft ist wiederholt die Ansicht zum Ausdruck gebracht worden, daft diese Umbildung in Form eines Monopols zur Durchführung kommen würde. Die F. G. F a r b e n t n i> u ft ,r t e A.-G. erklärt hierzu, sie glaube, daft die Bildung eines Monopols nicht geeignet ist. sowohl den berechtigten Jn- tereffen aller Beteiligten, als auch den Jntereffen der gesamten Wirtschaft Rechnung zu tragen, da mit Rücksicht aut die Vielgestaltigkeit des ganzen Problems durch die Bildung eines Monopols eine zu geringe Beweglichkeit erzielt würde, bei der unter Umständen die Gefabr bestehen könnte, daft eine oreisoerteuernbe Wirkung eintritt. Im Interesse eines wirtschaftlichen Vertriebs sollte man auf die Mitwirkung der vorhandenen Absatzorganisationen nicht verzichten.
Viehmärkte
Berliner Schlachtviebmarkt eom 19. Januar. Ochsen: vollfleischtge ausaemaftete höchsten SchlachiwertS, lungert —,. ältere —, sonstige vollsleifchige jüngere 33—85. ältere — fleischige^ 28—31.. gering genähne 24—26: Bullen jüngere vollileischige höchsten «chlachtweri» 28—29, sonstige vollslei- schige oder ausgemästete 25—27, fleischige 23—24, gering genährte 20—22; Küb «: jüngere vollfleilchige höchst. Schlacht- weris 22—26, sonstige vollfleischige ober ausgemästete 18 vollfleischig« 25—30. fleischige 19—24: Fresser: mäßig ge. näbrteS Nungvieb 17—21: Kälber: Doppellender bester Matt —, befte Matt- und Saugkälber 42—50. mittler« Mast» und Saugkälber 28—42, gering« Kälber 18—35.
3.063
8118
111 al
50.05J
In Kürzet
meusenmähiaeu U nt f fiM bet &• *f 11» iien sind in ber diesjährigen Frübiaiirsiailon nm^tz Prozent böder als in btt »«mbtiaen «ewefen. SSertmafiig waren si« allerdings infolge der Preisrückgang« nm etwa 30 Prozent niedriger.
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Rach bem Beraleichs Vorschlag bet Sie «wer. Be t f e. Stettin, erhalten deren Gläubiger 30 Prozent in bar nab 10 Prozent in neuen Aktien. Für die Dauer bet Durchführung des Vergleichs wirb bas Unternehmen unter bte Kontrolle eines Glänvigetbeirats gestellt.
Sie «. I. B.-Haubelsdien« er'ährt, haben bte em 18. bS. Mis. wieder eufgenommenen Lerbandlnugen über Die Serlangeruug des Westbentichen Zewen t - oerhanbes zu keinem Ergebnis geführt. Die Verhandlungen sind auf die nächste Koche vertagt worben.
Die Schuhfabrik Seeff let unb SB elf. Erbach in» Odenwald, ist in Zahlungsschwierigkeiten geraten und strebt einen anftetoerichtlichen Vergleich an. Die Gläubiger sollen voll befriedigt werben, znm Teil in Aktien einer nen in gründenden Aktiengesellschaft.
«»en Gewerkfchaftsbuube» stellte sich Ende De- Lmber 1931 bei 8 659 704 (Ende November 3 735 071) Mii- elietern. über bte berichtet wurde, die Zahl bet Arbeitslosen auf 1 567 ! 18 (1 473 065) nnb bie bet Kurzarbeiter auf 5.02 228 ("97 855) oder in Prozenten bet Mugliederzahl 42.8
139.5) dkiw. 21.9 (21,4). — -----------
. 1 Pap. Peso . 1 Can Doll . 1 Yen
1 ägypt. Ptd. . Iturk Ptd . 1 Pfd. Sterl. . 1 Dollar . 1 Milreis. . 1 Gold Pes. . 100 Gulden
. 100 Drachmen
. 100 Belga .
. 100 Lei . .
fionban. 18. Januar. Neuyork 844,63, Montreal 402,50, Pari« 8765 Brüssel 2472.50. Italien 8690, Dvanien 4093. Kopenhagen 1817. Stockholm 1784. Oslo 1840.
«°riS, 19. Stoxiuat. London 8762.50, Neuyork 2541. Sel- «i«n 354. Spanien 214,25. Ftollen 127,10, Schlveiz 496. flopen» 1923.50. Oslo 478. Stockbolrn 493. Prag 7a2O, Rumänien 1515.
amfterbont. 19. Januar. Berlin 5847.50, London 858. N-nv-rk 24S.5O. Parij 977.75. Belgien 3462.50, Schweiz 4852.00 Italien 124o, Madrid 2095, Oslo 4650. «Dpenbagen 47o0 Stockholm 4900. Wien 3525. Prag 737.50. PnoatÜ». 2.
Weizenausfubrscheine Ion. 162, ®., Febr. 163—168.25 be, Roggenausmbrscheine San. 121.5. Sehr. 122,25 B.. Gerstebe- zugsichem« sofort 23,5, Jan. 22,5 B. MaiSbezugSsch. 7525 B.
Handelsrechtliche Liefernngsgefchäfte en ber Berliner ProduktenbLtie vom 19. Januar. Weizen: Matz 243 bis 243,75. Mai 250.50: Roggen: Mär, 210. Mai 214: Hafer: Marz 157—157.50 G.. Mai —.
Berliner Sanbfnüernotiernngen nem 19. Jan. Draht- aevreftt. Rosgenttrob 0.75—0.95. Deizenstroh 0.6-0,7, Hatet- strob 0.7—0,85, GetRenstroh 0.65—0,75. gtbunb. Roggenlang- strich 0.85—1.—, bindfadenäepr. Rogaenstroh 0.65—0,7a Wcizeiistroh 0,oa—0,6a. Sackiel 1.25—1,55, Handels üb l. Heu sei. trocken 1L—1,4, gutes Heu (1. Schnitt) 1,7—1,9. Lu-