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Seite 2 1. Beilage

Kasseler Treueste Aachrichlen

Mittwoch, 20. Januar 1932

mtfurt

Llnfere Heimat

Aus Marburg und Umgebung

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Am 24. , Eiter-

feva.16

Aur 18. Febri Rodenherg St, Rv: Hanau 5

ten schon feit Wochen über die Siedlungssragen fprochen.

Achtung Steuer^ihlerr Nachdem di« hohen Ver­zugszuschläge, die bisher bei nicht rechtzeitiger Ent- richlung der Steuern zu zahlen waren, woagefallen sind, bleibt die Finanzkasse während der Nachmil- raaSdienststunden für den Verkehr mit den Steuer- Zahlern wie früher geschlossen. Einzahlungen werden entgegengenommen während der Kassenstunden Werktags von 812 Uhr vorm., außer Mittwoch. Mittwvch ist die Kasse nur an Fälligkeitsterminen geöffnet. Zur reibungslosen Abwicklung des Zah­lungsverkehrs empfiehlt es sich, an den Hauptzah­lungstagen nicht die Kasienstunden von 1012, son­dern die geschäftsschwächere Zeit von 810 Uhr oder den unbaren Zahlungsweg zu wählen.

34000 Mark veruntreut

Ein Marburger Urteil.

Der Reisende uns Prokurist einer Bierbrauerei im Kreise Homberg (Gsze) stand vor dem Marburger Erweiterten Schöffengericht unter der Anklage, in den Jahren 1926/30 leine Firma um 34 000 Mk. ge­schädigt zu Haben. Diese erst jetzt festgestellten Fehl­beträge hat der Angellagre jahrelang durch falsche Buchungen verschleiern können. Er gab in der Ver­handlung seine Verfehlungen zu, betont« aber, daß die fehlenden Geldbeträge nicht in seine eigene Tasche geflossen seien. Auf seinen Geschäftsreisen, die ihn natürlich von Gasthaus zu Gasthaus führten, sei er Verlockungen zum Opfer gefallen und habe mehr Geld ausgegeben, als seine Spesen betrugen. Er brachte die Spesenmehrbeträge von den für die Brauerei kas­sierten Geldern in Abzug und verschleierte Diese durch falsche Buchungen. Ein Teil der veruntreuten Gelder konnte der Brauerei durch Berkau! eines dem Ange­klagten gehörigen Hauses, von Möbeln usw. ersetzt werben. Das Gericht erkannte wegen Unterschlagung und Untreue aus acht Monate Gefängnis. Nach Ver- büßung von vier Monaten soll Strafaussetzung er­wogen werden.

*

Marburg. Tagung des Kreisfeuerwehrverbandes. Es wurde beschlossen, den Kreisfeuerwehrtag in Bet­ziesdorf am dritten Ostertag stattfistden zu lassen. Weiter sprach man über die Wasserversorgung der Ortschaften und fand eine Vermehrung der Motor­spritzen im Kreis siir angebracht. Doch sei es in der heutigen Zeit nicht durchführbar.

Aus dem Landkreis Kassel

Niedervellmar. Im Krieger- und Landwehrverein sind di« Bereinsbeiträge erheblich gesenkt worden. Ein Wintervergnügensoll wegen der schlechten wirtschast- lichen Lage nicht stattfinden. Das Kleinkaliber­schießen ist in den Bereinsbetridb neu ausgenom­men worden. Die Errichtttna eines eigenen Schieß- standes ist geplant. Zum 1. Vorsitzenden wurde Ka­merad Braune, zum 1. Schriftführer Kamerad G. Siebert und zum 1. Kassierer Kamerad H. Siebert gewählt.

Niederzwehren. Festgenommen. Ein Manufak- iturwarengeschäft wurde in den letzten Wochen schon zweimal von Spitzbuben heimgesucht. Nunmehr hat man am hellen Tage einen Langfinger in der Küche des Hauses entdeckt. Er wurde von der Ortspolizei in Gewahrsam genommen/

Vollmarshausen. Silberne .Hochzeit feierte das Ehepaar Ludwig E b r e ch t.

Aus dem Kreis Hann. Münden

Dransfeld. Der Männergesanaverein Harmonie hielt Generalversammlung. Tie Besprechung drehte sich um Herabsetzung der Beiträge, Satzungsände­rung, Uebungsabeude, Abhaltung von Vereinssestlich- keiten und den Kassenbericht. Ter Vorstand wurde wiedergewählt. Kassierer wunde K. Hograve.

Lippoldshausen. Kameradschaftliche Hilfe. Nach­dem den Kriegcrvereinen zu Hedemünden und Obe­rode Unterstützungen für die durch das Unwetter im Mai geschädigten Kameraden aus dem Notstands- sonds des Deutschen Kriegerbundes je 2000 Mk. ge­währt wurden, erhielt jetzt der Kriegerverein Ich- Polos hausen gleichfalls 800 Mk. vom Südhannover- schen Kriegerverband.

Aus dem Kreis Melsungen

Guxhagen. Wiederwahl des Schiedsmannes. Für die Dauer von drei Jahren wurde der Schiedsmann Friedrich Armbröster wiedergewählt. Ws Ersatzmann wurde Justus Bätzing bestimmt.

Guxhagen. Die Freiheit dauerte nicht lange. Mon­tag morgen entwich ein Insasse aus der Korrektions­anstalt Breitenau. Doch schon in Grebenau konnte der Entwichene vom Guxhager Landjäger wieder festge­nommen werden.

Guxhagen. Ein schwerer Unfall ereignete sich ani Schiffstatt. Das fünfjährige Söhnchen des Kriegsbe­schädigten Delerdiiig kam unter das der Farben­fabrik Schäfer in Basse gehörende Gespann. Hierbei zog es sich schwere Verletzungen am Kopf und Bei­nen zu.

Spangenberg. Die Burgsitzschule sanerkannte Mit­telschule mir Berechtigung zur Erteilmrg der mittle­ren Reise) ist in der Lage, zu Ostern oder schon jetzt noch Schüler aufzunehmen. Die Burgsitzschule hat es sich zum Grundsatz gemacht, nur Klassen mit ge­ringer Schülerzahl zu führen, wodurch eine Einzelbe- handlung der Kinder gewährleistet wird.

Aus dem Kreis Hofgeismar

Hofgeismar. Wieder erwischt. Der aus dem städ­tischen Gefängnis geflüchtete F. konnte von der Po­lizei gestellt werden. Er wurde dem Gerichtsgefäng­nis zugeführt.

Hofgeismar. Der Milchpreis für Hofgeismar ist in einer Sitzung des Kreisausschusses erneut festgesetzt worden und beträgt 20 Psg. je Liter Frischmilch oder Vollmilch.

an der Rhön K, Schw: Ireufa St. Münster K. Schlo. 3v. - Am 18. ? Schw: Frankfurt Klb. Schf. Rv, SS «chw: Kassel Schl», Kirberg Ä. L-.

«4«: Wiesbaden Scblv. Am 20. Februar tn Hk, Am 22, Februar tn Frankfurt Rv Sch: «<6r: Kassel Slhlv: Wiesbaden Schlv. &nt 28. i in Höringhausen K: Hosenfeld St; Kirchhain Rv. Limburg TLIv, 3d: Obernkirchen Rv, Schw. Februar in Boberchauln II ß. Schw: Borken ß. selb ft: Rhoden ft: Schwarzenborn ft: Wanfried Am 25. Februar in Burghaun Schw: Butzbach

Zur Scholle zurück

SiedlungSfragen im Kreise Marburg.

Der Landwirtschaftliche Kreisverein trat zu feiner ersten Versammlung im neuen Jähr« zusammen. Der Vorsitzende, Gutsbesitzer Kaiser, sprach die Hoff­nung aus, daß es in eiefem Jahre -der Landwirtschaft besser gehen möge. Dann wurde über die Senkung der Gesindelöhne verhandelt- Die Anregung war durch den Landwirtschaftlichen Kreisverein Witzenhau­sen geschehen. Die Versammlung erklärt« sich bereit, diese Bestrebungen zu unterstützen.

Landrat S ch w e b e l sprach dann über Siedlungs­fragen im Kreise Marburg. Mau dürfe niemals glau­ben, daß alle die Arbeiter, di« jetzt aus der Straße sie­gen, Arbeit finden würden, wenn auch eine Besse­rung der Wirtschaftslage eintreten würde. Man müsse diejenigen, die von der Scholle in die Jndustrieftädle gewandert wären, wieder zur Scholle zu - rückführen. Nach einer Umfrage bei den Bür­germeisters des Kreises Marburg seien einige Hun- dert Wohlfahrtserwerbslose mit Haus, Stallung, Scheune und etwas Ackerland vorhanden. Wenn man diesen Leuten noch etwas Land zuweisen würde, könne man kleinbäuerliche Betriebe schaffen und da­durch die Wohlfahrlslastcn verringern. Die Gemeinde Cappel hat die Zuweisung von 400 Morgen Wald­strecke beantragt. Dadurch sei es möglich, einer gan­zen Anzahl Einwohnern das zum Leben nötig« Land zu geben. So könne man auch in anderen Trten vorgehen. Auch Erwerbung von Pachtland könne helfen, ebenso könnte Pfarr-, Staats- u® Gemeinde­land zu Siedlungszwecken herangezogen werden. Hier müsse nun jeöc Gemeinde ernsthaft arbeiten. Der Kreisausschuß und Hessischer Bauernverein hüt­

kam ins Schleudern. Zum Gluck rast scheu zwei Bäumen hindurch und ul Straßengraben. Von den Insassen, deren Personen befreit werben mußten, erlitt, außer einem Eisenbahner von Hausda keiner Verletzungen. Allerdings wurde der Wagen zertrümmert.

Grimelsheim. Ein folgenschweres Autounglück ereignete sich am Montag gegen 20 Uhr auf der ab­fallenden Straße GrimelsheimHaueda. Ein BMW- Wagen fuhr in schnellem Tempo den Berg hinab und " * "um Glück raste das Auto zwi- berschlug sich im die erst von an-

Sicherheit und Ordnung gefährdenden Verwendung der roten Farbe für Plakate, insbesondere politischen In­halts, erforderlich geworden. Die seinerzeit hierfür erlassenen Polizeiverordnungen sind inzwischen nach Sammlung entsprechender Erfahrungen über die Aus­wirkungen der Notverordnungen vom 28. März und 6. Oktober 1931 als nicht mehr unbedingt notwendig aufgehoben worden.

Messen und Markte

Ra» htt Marktordnung find«» hn Monat Februar u. nachwlgendeu Märkte ftott. Die hinter den Markt- Lrlen ü-Henöcn Abkürzungen haben folgende Bedeutung: ra®

gleich 3uchlschw«lne.. Am 1. Februar in AlötelL V: «ranEfurt R-, Schw Klb. -ch,: Gudensberg K-Groben, luder K: Kabel -chlv: Nanaii K, Rv. Schw: Äiesüaden schlv, Am 2. Februar in Gelnhausen Rv. Schw: Grä- venwzesöach Rv. Schw: Gicben Rv: HerSfeld -ckw: Hün- felü Schw: Marburg ft: 31au!chenbem Rv Schw. - Am 3. Februar in Eschwege Rv. P, Schw: Gi-hen Schw: /^nnerii K- Rv. -chw: Hanau P: Hettenhauien Schw: »^^Ä^schw: Nlebenstew K: Raboldshausen ft: Rotenburg

S*®: «Schlitz K, »chw: Wächterobach Rv: Weilburg K. -chlv. 3d: Ziere nberg I, Am 1.^Februar in Dillen- burg K: Frankfurt Klb. Schf. Rv. Schw: ftalltl Schic: c s401 3tm 6i. Krbruar tn Hanau Fk. Am

8^ Februar tn Büdingen ß. B: Blankenau K: Gersfeld LZ®: Frank,UN Ru. Schw, Klü. Schf: Hachenburg ft. B. -Mw, Kaue! -chlv: Lauterbach St. Schw, Schtt ivtonta- b°ur ft. Rv. -Mw- Rinteln Rv. P. Schw: Wiesbaden Kww. Am 9. ,7-ebruar in Friedberg P: Hanenrd K. Ww: Herbitein K: Hilders ft. Schw:. Kirchhain Rv, Schw, MottgerS St, Schw Am 10. Februar in Barch- fffi. St: Felsberg ft:/Friedberg ft. Schw: Kassel P: -Reu- ktrchen bet 3teqenhatn ft: Neustadt in Hessen ft: Nidda ft. «®®. Am 11. Februar in Butzbach Schw: Frank- kütt Klb; Schf, Rv. -chw: Saiger K Rv. Schw: Kassel «lblv^Wtesbadeu Schlv. Am 12, Februar in G-ladeu-

Aus dem Kreis Witzendaufen

Heffisch-Lichteniui. Deutsch« Wethestunde. Aus Anlaß des ReichsarünüungslageS hatte der Krieger­verein eine Teutiche Weihestunde abgeh alten. Di« Kapelle Schmidt spielt«. Den Prolog sprach Herr Grüneberg. Es folgte ein GedichtVolk in sielten", gesprochen, von Herrn Eubell. Der Begrüßung des Vorsitzenden Schweitzer schloß ü* das Lied vom Guten Kameraden" an. Herr Stange sprach dann den Freiheilsschwur der Kyffhäuserjugend. Im Mit­telpunkt des Abends stand ein Vortrag von Haupt­lehrer Schweinsberg überAbrüstung, Wehrnot, Wehrrecht". Anschließend folgte ein Cello-Vortrag von Herrn Hartenhauer. Nach einem Gedicht, ge­sprochen von Otto Schweitzer sowie Musikstück und Schlußwort bildete der Zapfenstreich und das Deutsch- lanöüeo ven Abschluß.

Großalmerode. Dreister Diebstahl. Dr. nteb Becker wurde aus dem vor der Nir stehenden Auw die Be­suchstasche gestohlen. Der Inhalt der Tasche ist für den Dieb wertlos, es sei denn, daß derselbe versuchen würde, die darin befindlichen Gegenstände zu ver­

äußern. Dr. Becker erleidet einen Schade» von ca. 100 RM.

Bad Soodrn-Allendorf. Der Obst- und Gartenbau­verein hielt Jahreshauptversammlung. Der Verein hat bereits einen Süßmostapparat angeschafft, den er den Mitgliedern kostenlos zur Verfügung stellt. Der Obstbau sachverständige Thalheim aus Witzenhausen sprach über die Bekämpfung der Schädlinge an den Zwetschen- und Kirschbäumen.

Aus -em Kreise Wolfhagen

Volkmarsen. Der Kindergarten in der alten Vi- karie ist wieder eröffnet worden. Der Kriegerver- cin veranstaltete einen Theaterabend, der recht Zähl­reichen Besuch aufwies. Zur Aufführung wurde u. a. das StückDer Golddauer" gebracht.

Vollmarsen. Sammlung für Kasseler Arme. Im Lause dieser Woche findet eine Sammlung für die Winterhilfe statt, deren Ergebnis üt erster Linie für die Armen der Stadt Kassel be- stimmt ist.

Aus dem Kreise Rotenburg

Bebra. Die EntwässernngSgettossenschaft ASmns- Hausen-Bebra ist, nachoem durch rechtskräftigen Be­schluß des Preußischen Oberverwaltungsgerichls in Berlin-Charlottenburg auch die Widersprechenden zwangsweise zu der Genossenschaft herangezogen wor­den find, nunmehr endgültig gebildet worden. Auch hat die Satzung die erforderliche Genehmigung ge­funden. Die Wahl des Geuossenschastsvorstanides findet am 22. Januar im Lokal des Gastwirts Ja­cob in Bebra statt.

Aus dem Kreise Eschwege

Eschwege. Aus Not. Ein in den 50er Jahren ste­hender kaufmännischer Angestellter ist freiwillig aus dem Leben geschieden. Er hatte sich erst vor kurzem verheiratet. Der Grund der Tat soll in schlechten wirt- schaftlichen Verhältnissen liegen.

Eschwege. Zwei Verhaftungen. Ein Einwohner aus der Umgebung wurde dem AmtsgerichlSgefäng- nis zugeführt. Er steht im Verdacht, den Uhren- died stahl bei der Firma Redl begangen zu ha­ben. Ferner wurde ein Mann verhaftet, der steck­brieflich verfolgt wurde.

Eschwege. Aus den Vereinen. In der Ortsgruppe per Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen im Deutschen Reichskriegerbund Kyf Muser wurden die satzungsgemäß ausscheidenden Vorstandsmitglieder wiedergewählt. Der Chorverein Alton bestätigte die

Keine Auflösung

der Wohnungssürsorge

Wie der Amtliche Preußische Pressedienst der Ant- wort des Preußischen Ministers für Volkswohlfabrt entnimmt, sollen bei der Vorbereitung unb Durchführung der Kleinsiedlungen die frei- schaffenden Architekten, soweit dies mit den Grundsätzen sparsamster Wirtschaft vereinbar ist, tun­lichst eingeschaltet werden.

Zn Bezug auf die Aufgaben der Wohnungsfür- Iorgeae,eU>chasten, nach denen in der erwähnten Klei­nen Anfrage gleichzeitig gefragt worden war ant­wortet der Minister, daß die provinziellen Wohnungs- furiorgegesellschaften nach wie vor die Ausgabe haben, die Bodenreform, insbesondere durch Förderung des Baues von Einsamilienhäusern mit Gürten, kleineren oder größeren Landzulagen zu betreiben. Das ist eine Dauerausgabe, so daß ihre Auflösung nicht in Betracht kommt. Hinsichtlich ihrer etwaigen Mitwirkung bei der vorstädtischen Kleinsiedlung sagen die Richtlinien lediglich, daß die Erfahrungen oer Wohnungsfürsorge­gesellschaften sowie der Gemeinnützigen Wohnungs- Hau-Siedlungsgesellschaften der Sache nutzbar gemacht werden möchten. Die Absicht der Unterstellung dieser Siedlungen unter die provinziellen Wohnungsfürsorge- gesellschaften besteht nicht.

bisherigen VorstanSsmttglieder in ihren Aentteru. Der Männergesangverein Harmonie wählte zum er­sten Vorsitzenden Fritz Klemm und zum zweiten Vor­sitzenden Karl Güncher.

Reichensachsen. Strompreissenkung. Das Ge- «neiudewerk Riedmühle, das die Gemeinde mit elek­trischem Strom versorgt, hat den Stromiarfi herab­gesetzt, Der Lichtstrom' ist von 40 auf 35 Pfg. und Der Kraftstrom in allen Gruppen um 10 v. H. ermä­ßigt worden. Auch die Dreschprelse sind ebenfalls um 10 v. H, gesenkt worden.

Stadthosbach. Wilderer treiben ihr Unwesen. Ein Einwohner sand ein frisch ausgeworfenes Reh. Das Mer wurde von der Ortspolizei beschlagnahmt.

Wanfried. Die Freiwillige Sanitütskolonne vom Roten Kreuz veranstaltet zurzeit in Frieda einen Ersthelserlehrgang.

Treffurt. Um den Normannftein. Wie verlau­tet, verhandelt die Stadt mit dem Besitzer der Burg Normannstein wegen Rückgabe her Burg.

Berlingerode. In die Häckselmaschine geraten ist ein Einwohner. Die Zulettungswelle erfaßte den Rock des Mannes, dabei wurde dem Bedauernswer­te» der Arm ausgekugelt und gebrochen.

Aus dem Kreise Irltzlar

Gudensberg. Der Wirteverein des Kreises Frchlar tagte in Gudensberg. Eine» breiten Raum inner­halb der Besprechungen nahm die Diskussion über die Herabsetzung des Bierpreises ein. Einmütig for­derte man eine Herabsetzung der Biersteuer, eine Re­duzierung des Bierpreises ergebe sich dann von selbst. Die Verdienstspanne des Gastwirts werde ja über­haupt von den Finanzämtern mit 25 Prozent und mehr viel zu hoch bemessen. Bei gutgchenden Loka­len sei eine Verdienstspanne von 812 Prozent schon reichlich hoch gegriffen. Bei den vielen kleine» Wirk­te» auf dem Lande sei es bei den derzeittgen minima­le» Umsätzen ein Äerlustgeschäft oder ein knappes Ueberwasserhalten". Eine Forderung auf Herabset­zung der Berbandsgebühren wurde einstimmig ge­billigt.

Fritzlar. Preisabbau. Im Kreishaus sande» Be­sprechungen über die Preisgcsrattung für Fleisch und Brot statt. Es wurden nachstchende Richtpreise gut» geheißen: Rindfleisch pro Pfund 65 Pfg., desgleichen Schweine- und Kalbfleisch. Von der Bäckerinnuni wurde der Normalpreis für 1 Kilo Brot auf 36,k Mg. festgesetzt. Nachdem die Milchhändler de» Mtlchpreis schon wiederholt in den letzten Wochen gesettkt hatten, folgte in der letzten Woche ein neuer Preissturz, um 2 Pfg., so daß die Milch nunmehr mit 18 Pfg. ab Laden und 20. Pfg. frei Haus den Friedensstand erreicht hat. Die Ortsbauernschaft faßte nunmehr int Interesse weiterer Absatzmöglich­keiten den Beschluß, die Milch für 16 und 18 Pfg. zu verkaufen. .

Fritzlar. Der tote Smdat gefunden. Wie verlautet, hat man nunmehr den bei einem verhängnisvollen Nachtritt so tragisch in der Eder ums Leben gekom­menen Kanonier Willy Schwertgen in der Nähe der Mtenburg bei Gensungen gefunden. Die Beisetzung des pflichtaetreuen Soldaten, der sich in der Stadt großer Beliebtheit erfreute, wird in Frankfurt statt- finden.

ZimmerSrod«. Die Ortsgruppe der Sanitäter ver­anstaltete einen wohlgelungenen Theaterabend. Der Abend wird in Gilsa und Neuenhain wiederholt werden.

Schlierbach. Fleischheschauer wurde Herr H. Keim.

Aus dem Kreise Warburg

, SBarfcur«. Der Bersicherungsverein der Vieh- haltex veranstaltete seine Generalversammlung. Die Abtetluna Rindviehversicherung wies einen Zugang von 164 Tiere», die Abteilung Pferdeversicherung einen solchen von 228 Tieren auf. Die Versiche­rungssumme stieg beim Rindvieh um 68825 RM., bst den Pferden um 161170 RM. Der Verein konnte mit einem erheblichen Kassenbeftand tn das neue Jahr geben. Mit Rücksicht auf die gesunkenen Preis« soll tn diesem Jahre eine allgemeine Nach- reviston der versicherten Tiere durch einen amtlichen Arzt durchgeführt werden.

Warburg. 10 Prozent der Bevölkerung sind Unter­stützungsempfänger. Die Zahl der Wohlfahrtserwerbs­losen ist in den letzten Wochen besorgniserregend qe- fttegen. Der sehr frühe Schluß der Zuckerkampagne und die Einstellung sonstiger gewerblicher Betriebe iu Warburg trägt die Hauptschuld. Di« Stadt ver­sucht, durch Aussübrung von Fürsorge- und Pfl-icht- a$betten einen Ausgleich zu erziele», steht sich aber zur Einstellung derselben wegen Untragbarkeit der Kosten für Material usw. gezwungen. Di« neueste Statistik zählt einschl. der Familienangehörigen 750 unterstützte Personen, das sind ca. 10 Prozent der Bevölkerung. Sofern die Zähl der von der öffent- ltchen Fürsorge unterstützten Personen noch weiter ansteigen sollte, was für die kommenden Wintermo- nate mit Sicherheit anzunehmen ist, sieht die Stadt einer Finanzkatasttophe entgegen.

vessiiM-Olöeiloori Rv. Schw. Am 13. Fe­in au Fk. Am 15. Februar tn Frar.l clb. Sdbf: Kassel Sckiv: W esbaben SÄlv. .'war in Hadamar Zv. Schlv: Hünfeld Schw: ' Februar tn Boa«!

ich Rv, Schw: Tann 5. P. Schw: Weil-

Das Verbot roter Plakate aufgehoben. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst der Antwort des Preußischen Ministers des Innern auf eine Kleine Anfrage, die sich mit einem Einzelfall des Ver bo- I ^rank!utt"ftib.^Lchl. Mv^^chwi Kassel'LÄv^Wiesbia^?» les roter Plakate befaßte, entnimmt, war das Z-mlv. Am 27. Februar in Hanau Fk. Am 29. Fe- Derbot roter Plakate infolge einer die öffentliche I Moniabau?K."Rv"^w:^rA'öÄ Lchiv.^'^^

Oynamiiaiieniai in Giershageu

Der Herd explodiert, niemand verletzt. 1

Als hie Frau einer Bürgerfamilie in Giershagen, Kreis der Twiste, Holz aufs Feuer legte, erplodierte plötzlich der Herd unh ritz auseinanoer. Zum Glück wurve niemand verletzt. Bei der näheren Untersu­chung ergib sich, Satz der Täter zerkleinertes Holz an» gebohrt, die Löcher ntit Dynamit gefüllt und die Oeff» nungen wieder unauffällig geschlossen hatte. Von den Tätern fehlt bis jetzt jede Spur.

Feuer in Lenberfchei-

Eine Scheune brennt nieder.

Auf oem Anwesen des Maurermeisters Dietri», brach in den Morgenstunden Feuer aus und setzte die Scheune in Flammen. Die Feuerwehren von Lender» scheiv und Leuderode konnten sich nur darauf beschrän­ken, das Wohnhaus zu retten.

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Homberg. Steuerliches. Wie das Katasteramt mit­teilt, wird die veranlagte staatliche Grundvermögens­steuer einschließlich des staatlichen Zuschlags für das Rechnungsjahr 1932 forterhoben. Eine Bürgermei- sterverfammlung der Bürgermeister des Kreises Hom­berg findet am Freitag, den 22. Januar, vormittags 10 Uhr, int GaMausDeutscher Kaiser" statt. Für verhinderte Bürgermeister müssen deren gesetzliche Stellvertreter erscheinen.

Aus dem Kreise Ziegenhain

Ziegenhain. Vom Finanzamt. Kassenfimchea sind künftig täglich von 812 Uhr vormittags, aus­genommen Sonnabend und letzten jeden Monats, wenn kein Fälligkeitstag ist. Seuchenfperre. Sperr­bezirke sind: Ort und Gemarkung Ascherod«, Schön­born, Rommershausen, Leimbach, Ransbach.

Don einer Patrone getötet

Ein junger Mann aus Schreufa zerschlägt eine gefuw» dene Gewehrpatrone und wird tödlich verletzt.

Der 24 Jahre alte Arbeiter Heinrich Dippel fand beim Kiessahren in dem von dem Nuhnefluß ange­schwemmten Kies eine alte Patrone, die er mit einem Äxtschlag zur Entladung bringen wollte. Dabei ex­plodierte das Geschotz und schleuderte die Rückwand, in welchem das Zündhütchen sitzt, gegen die Brust des jungen Mannes, wo es die Hauptschlagader zerriß, so daß eine innere Verblutung eintrat. Er hinter­läßt eine Witwe mit einem drei Jahre alten Kind«,

Ans dem Kreise Kirchhain

Kirchhain. Neue Eichliste liegt auf. Die neu auf- gestellte Eichliste liegt am Dienstag auf die Dauer von zwei Wochen im Rathause aus. Einsprüche kön­nen innerhalb der Offenlegungsfrist dort angebracht werden.

Don -er Oberwefer

Beverungen. Diebe brachen in einer der letzten Nächte in die alleinstehende Sommerwohnung der Familie Temme-Neuhaus in der Nähe von Drenke ein. Es wurden Lebensmittel und andere Gegen- stänide gestohlen. In der Stadtverordnetensitzung wurde die Herabsetzung des Weserbrückengeldes ge­nehmigt. Das Brückengeld beträgt nun für Fußgän­ger 2 Pfg., Monatskarten für Fußgänger 50 Pfg., für RadMrer 75 Pfg., für ein Zugtier werden 10 Pfg. erhoben. Die neuen Sätze bedürfen erst noch der Genchmigung des Regierungspräsidenten.

Aus Vem Kreise Biedenkopf

Gladenbach. In der Gemeindevertretersitzmg er­stattete Ingenieur Pein von der EAM. in Marburg Belicht über die Revision des elektrischen Ortsnetzes. Im allgemeinen wäre es ratsam, wenn die Gemeinde einen Umbau des Ortsnetzes vornehmen würde, da­mit die beste Einnahmequelle der Gemeinde nicht noch verloren geht. Zu einem Beschluß ist es nicht ge« komimen. Zur Verbesserung der Schuleinrichmngen werden seitens der Gemeinde 400 RM bereitgestellt, wenn der Zuschuß der Regierung auch emgeht. Hei­mische Haiudwerker sollen mit den Arbeiten nach Möglichkeit betraut werden. Die Nutzholz-Restbe- stände der Firma Scheid sollen zum zweiten Male an Ort und Stelle versteigert werden. Die Gemeinde wird in Zukunft in besonders dringenden Fälle» bei Wochlfährtserwerbslosen die Koste» für abgelaufene Jnvalidenkarten übernehmen, damit di« Versicherte» keinen Schaden bei der späteren Rentenzahlung er­leiden.

Biedenkopf. In einer Versammlung der Kinder­reichen wurde Stellung genommen zu den Herabset­zungen der Unterstützungen, die i» erster Linie die kinderreichen Familien tresfen würde. Auch war man der Ansicht, daß die Unterstützung wieder alle acht Tage ausgezahlt werden müsse.

Wir geben Auskunft

Lrieffasten 6er ft. Jl JL

bolmen Marie

U. H. Es kann nur «tue Scheukun« in .Frage komme«. Di« Schenkung bedarf aber in diesem Falle der Vorsicht dal» der der notariellen Beurkundung. .

C. L. Eine Verjährung der Forderung bat nicht statt- gesunden. ES kommt aber u. U. nur beschränkte Erbeubaf- tuns tn Frage, wonach Sie nur mit dem batten waS Sie z>eerht haben.

ft. Sck. in Kirchheim. Frage 1: Schuldscheine rönueu Sie in jeder beliebigen Höbe aue Nellen. Di« Unterschritt braucht nicht notariell zu fein, jedoch muh die Urkunde durch das Finanzamt verstempelt werden. Frage 2: Die Bcrmöaens. stenerfreigrenze beträgt jetzt 20 000 RM, in trüberen aabteu 5000 RM. Zu dem Beimögen zählt neben dem Kavikal auch das Grundvermögen. ... ,

L. W. 95. Ihr Pachtverhältnis hat mit der Notverord­nung nichts »u tun. , . ,,

8. S. Wenn Ihnen Feblerkreihett zugesschert rst. so muhte» Sie Wandlung verlangen. Wenn der ftailfvrelö schon gezahlt ist, dann ist die s^swöcheniliche Klageinst schon herum. . . , ,

agavcn. Der Dichter Knut Hamsun wohnt aus Gut NSr» ' ' > bei Grimstad lNorwegeitt., Berbeiraiet ist. er mit

Hamsun. Kinder heitzen Arild. Elttnor, Cäcilie.

18.40:

t 19.50: ..Lbn« , Arbeit". 20.30: Bon Berlin:.Aus

K ö n i.g » wüster Hausen

Ein« Horrolge von rtto Berg.

der Philharmonie: Konzett. <$> Königsberg-Heils- b e.r9: 20 00: Tanzabend. -KL angenbe tat 20.00: Be­liebte Walzer. 2UK): Linfoniekonzett. Wien: 18.30: Aus der SlaatSover Wien: Ter Nina, öes Nibelungen, jrttter Tag:Die Walküre" von Rich. Wagner. Rom: 21.00; slnwmekonzert.

Rundfunk

Air höre« am Donnerstag, den 2L F-n-ar: Frankfurt-Kassel;

6.15: Wettermeldung. Moraengomnastik I und U an. schließend; Hon Berlin: FrUhkonzert

99.40: Bon Lcivzig: Schulfunk:Aus oem Leben in «-taat und Wirtschaft Besuch im ReichSgettckt

12.05: Bon Berlin: Konzert

18.05: Bon Köln: Konzert

14.00: Werbekonzer, 14.45: Gießener Wetterbericht

15.30: Stunde der Jugend: .Laufmannsjugend im deutsche« Grencland"

17.05: 2lns dem großen «aal des Stadt. Saalbaus, Darm­stadt: Konzert des Instrumental-Vereins, Darmstadt «innde des r^tlms:Regisseure bei der Arbeit" Von Dr. Fritz Hock

19.05:Ignaz seipel", Vortrag von Dr. Werner Thormaun

19.45: Wagner-rlbend

20.30: xäuöer-Querschnitt III: Frankreich in seiner Kunst 22.3528.80: Tanzmusik der siaoelle Haas