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Kasseler Abendzeitung
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Nummer 13«
Sonnabend/Sonntag, hen46/17.3onuar 4932
22. Jahrgang
Neue Sabotageversuche Frankreichs
Oie Lausanner Konferenz sott bis zum Ablauf des Hoovermoratoriums verschoben werden / Keine Kursänderung der Reichsregierung
Zwischen- oder Endlösung?
cherung der Ernte im Osten durch bevorzugte Behandlung der Tüngemittelkredite, da gegenwärtig die Düngemittel-Belieferung der Landwirtschaft allseitig ins
Wahl" «ine Erklärung, in der es als eine Fälschung bezeichnet wird, daß er in seinen Versammlungsreden in Kempten, Lindau und Wangen der Kandidatur
Eigener Drahtbertcht.
Selbstver-
Deutschland und Europa
Die Reichsregierung bleibt fest
Der fran- am Don-
Francois Poncet beim Reichskanzler.
zösische Botschafter Francois Poncet, der
für jeden Nationalsozialisten eine glatte ständlicPeit.
Hindenburgs ein „glattes Nein" entgegengesetzt habe. Er habe sich vielmehr nicht so sehr gegen diese Kandidatur wie gegen die Fortdauer der Zentrumsdikia, tur des Reichskanzlers Brüning gewandt und gesagt, den Nationalsozialisten fiele es nicht ein, die Hand zu einer Verlängerung dieser Diktatur zu bieten. Sie würden, wie schon bisher, jede Gelegenheit ergreifen, um dieser Diktatur so rasch als möglich ein Ende zu bereiten. Wenn wider Erwarten der Sturz des Kabinetts Brüning nicht schon früher erfolgen sollte, so sei der Tag der Reichsvräsidentenwahl der äußerste Zeitpunkt, um dem System Brüning durch Aufstellung einer nationalsozialistischen Sonderkandidatur die letzte Stütze zu entziehen. Diese Stellungnahme sei
nerstag aus Paris zurückgekommen ist, hat am Freitag nachmittag den Reichskanzler ausgesucht, mit dem er eine längere Unterhaltung hatte.
ferenz zu vertagen und die Zeit bis zum 1. Juli dazu zu benutzen, um über das äußerst verwickelte Repara- tions- und Schuldenproblem ein Verständigungsterrain mit England zu suchen und zu finden.
Der Außenpolitiker des „Petit Paristen" fügt hinzu, daß man in französischen interessierten Kreisen diese Ansicht zu teilen scheine.
ein so kluger Mann wie Sir Walter Layton mit der Behauptung, daß Deutschland zwar nicht alles, aber doch wohl etwas zahlen könne, geleistet hat, mahnt immerhin zur Vorsicht.
Ein wesentlich kräftigeres Tünchen als die Engländer hat bereits der italienische Duce riskiert, und dabei tut es auch nichts zur Sache, daß zwischen dieser römischen Stellungnahme und der selbständigeren Haltung, die England nach dem Scheitern der Pariser Verhandlungen eingenommen hat, der Zusammenhang von Wirkung und Ursache bestanden haben soll. Zweimal hat M u s s o I i n i an der Spitze des Blattes, in dessen Redaktionsstube er einst selbst gesessen hat, und das später von seinem Bruder Arnaldo geleitet wurde, in großer Aufmachung sein außenpolitisches Glaubensbekenntnis, das man sehr treffend in den Satz „Europäer, vergebt euch eure Schulden, damit die Amerikaner auch die Schulden vergeben" zusammengefatzt hat, verkündet. Es geht aus von der Tatsache, daß Deutschland „weder heute noch morgen, noch jemals zahlen kann", es fordert von den europäischen Staaten Streichung aller Schulden, und es mündet in die Hoffnung, daß dieser große europäische Willensakt die moralischen und wirtschaftlichen Gründe freilegen werde, durch die die Vereinigten Staaten zum Schuldenerlaß geradezu gezwungen würden.
Berlin. 16. Januar.
Ein amerikanisches Nachrichtenbüro hat die Meldung verbreitet, daß die deutsche Regierung nicht weiter auf sofortige Streichung der Tribute bestehe, sondern einer sechsmonatigen Verlängerung des gegenwärtigen Moratoriums zustimmen werde. Das Kompromiß, zu dem Deutschland bereit sei, sehe Zahlungen von einer halben Milliarde jährlich vor.
Es braucht kaum betont zu werden, daß diese Meldung in keiner Weife den Tatsachen entspricht. Der deutsche Standpunkt ist unverändert. Deutschland wird in Lausanne auf eine Endlösung hinwirken.
Stocken geraten ist. Ferner sollte eine Reihe von Vorschlägen des Reichsernährungsministeriums über die Aenderung der Zölle für Butter, Gemüse und andere Produkte, wobei an die Erhöhung des Butterzolles auf 120 Mark pro Doppelzentner gedacht war, erörtert werden. Diese Vorschläge sind jedoch vom Kabinett noch garnicht behandelt worden und es besteht auch kaum Aussicht, daß sie in dieser Form angenommen werden.
Wichtiger und aussichtsreicher sind dagegen die Maßnahmen, die vom Ernährungsministerium auf zollpolitischem Gebiet, zur Abwehr der Dumping- politik gewisser agrarischer Nachbarstaaten unterbreitet werden. Alle diese agrarpolitischen Maßnahmen werden zunächst noch ressortmäßig weiter behandelt, ehe sie zur Beschlußfassung wieder in das Kabinett kommen.
th. Berlin, 16. Januar. Das Reichskabinett hat gestern mit den Vorarbeiten für die Abrüstungskonferenz begonnen, während die Probleme, die zur Reparationskonferenz von Lausanne gehören, noch ressortmäßig im Auswärtigen Amt besprochen werden. Der Botschafter N a d o l n Y, der die deutsche Delegation für die Abrüstungskonferenz führen wird, hat gestern im Kabinett ein längeres Referat über die politischen Richtlinien gehalten, die für die Arb iten auf der Abrüststungskonferenz maßgebend sein werden.
Die Frage, ob die Reparationskonferenz von Lausanne nunmehr endgültig am 25. Januar beginnen wird, oder ob man immer noch mit einer Verschiebung rechnen muß, ist noch nicht entschieden. Die Befürchtungen, daß diese Konferenz, wie wir gestern berichteten, unter Umständen jetzt überhaupt nicht stattfinden werde, sondern erst im Mai oder Juni abgehalten werden soll, sind inzwischen etwas in den Hintergrund getreten, weil aus England Nachrichten vorliegen, daß dort ein Siimmungsumschwung eingeire- ten ist. In London wollte man bekanntlich ebenso wie
W. P. Nur noch neun Tage trennen uns von dem Beginn der Lausanner Konferenz. Vorausgesetzt natürlich, daß die französischen Versuche, das Konferenzschifflein zu torpedieren, ehe es flott geworden ist, den „Erfolg" haben, den diese üblen Winkelzüge verdienen. Die Verhandlungspartner haben zumeist schon ihre Stellungen bezogen; sie sind jetzt damit beschäftigt, die Deckungen zu verstärken und Sappen anzulegen, von denen aus sie ihre Angriffe vortragen können.
Am eifrigsten ist man, wie immer, wenn es um die Sicherung oder die Befestigung dessen geht, was in Versailles als „Friede" diktiert wurde, in Paris am Werk. Pierre Laval hat es sich eine kleine Kabinettskrise kosten lassen; um diesen Preis hat er es aber erreicht, daß er selbst und der bisherige Souffleur des Theaters, das sich französische Politik nennt, Andre Tardieu, die Außenpolitik Frankreichs in Lausanne und Gens bestimmen werden, wahrend der Alte vom Quai d'Orsay inzwischen in Cocherel Fische sangen darf. Als dritter Mann zur Führung der Geschäfte hat sich schließlich der Kollege von den Finanzen, Herr Flandin, der Oeffentlichkeit in empfehlende Erinnerung gebracht, indem er der Pariser Presse das Kommando zu einer kräftigen Beschießung der deutschen Stellung gab uns höchstselbst das erste Geschütz abfeuerte. Denn in Berlin war endlich das Wort gefallen, das die Forderung, mit der Deutschland auf die Lausanner Konferenz goht, klar und deutlich umriß, >das Wort, das nicht allein um der Selbsterhaltung eines Sechzig-Millionenvolkes, sondern auch um der Gesundung Europas und der Weltwirtschaft willen gesprochen werden mutzte. Der französische Finanzminister gedachte zunächst, das Nein des Reichskanzlers damit zu übertrumpfen, daß er die französische Zusage für Lausanne als erlodigt, als überholt bezeichnete. Diese massive Taktik ist dann freilich aufgegeben worden; aber die antideutsche Hetze und die Wühlarbeit gehen weiter. Sie war zu spüren bei den Baseler Verhandlungen, sie äußert sich in den Bemühungen, die Lausanner Konferenz zu vertagen, und sie wird auch während der Verhandlungen noch manche ungenießbare Frucht treiben.
Wieweil die französische Rechnung aufgehen wird, hängt getz»iß nicht allein, aber doch zu einem Teile davon ab, ob und inwieweit die englische Politik ihre Selbständigkeit zu behaupten und einen eigenen Kurs zu steuern wagt. Als Philipp Snowden seinerzeit im Haag mit der Faust aus den Tisch schlug, und als Macdonald sich dann deutlich von der englisch-französischen Entente auf eine Zusammenarbeit mit Amerika umorientierte, konnte man hoffen, daß das Ehamberlainsche Liebesabenteuer mit Marianne der Vergangenheit angehören und der alte englische Grundsatz der „balance of Power", der Erhaltung des europäischen Gleichgewichts, wieder zu Ehren kommen werde. Die wirtschaftliche Schwächung Englands einerseits und das engherzige Verhalten des amerikanischen Parlaments in der Schuldenfrage andererseits haben dann aber England wieder an Frankreich herangeirieben, und die Ereignisse der letzten Wochen hatten die Gefahr, daß sich in der Reparationsfrage eine englisch-französische Einheitsfront bilden werde, ganz nahe herangeführt. Heute darf man immerhin annehmen, daß unsere schlimmsten Befürchtungen hinfällig geworden sind, ob die Gefahr freilich schon ganz gebannt ist, muß abgewartet werden. Die Extratour, hie sich in diesen Tagen
Paris, 16. Januar.
In einem offensichtlich inspirierten Artikel wirft der Außenpolitiker des „Petit P a r i s i e n" die Frage auf, ob es nützlich sei, die Lausanner Reparationskonferenz überhaupt abzuhalten. Der Verfasser des Artikels will aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, daß die französische Regierung einer Verschiebung der Tributkonferenz bis zum Ablauf des Hooverjahresnicht abgeneigt gegenüber- pehe.
Zur Begründung dieses für Deutschland natürlich i- stehe auch den Artikel „Deutschland und Europa" — diskutierbaren) Vorschlages wird u. a. folgendes angeführt: „Der Erfolg dieser Konferenz hänge von dem Erfolg der Verhandlungen zwischen London und Paris ab. Man halte es französischerseits für u n m ü g l i ch, dem deutschen Schuldner Reparationsnachlatz zu gewähren, ohne vorher von dem amerikanischen Gläubiger eine entsprechende Zusage erhalten zu haben. Obwohl sich in England eine gewisse Tendenz im Sinne der französischen These bemerkbar zu machen scheine, blieben die Meinungsverschiedenheiten außerordentlich groß. Die Zeit bis zum Konferenzbe- ginn sei so kurz, datz eine vorherige Verständigung sich als unwahrscheinlich herauSftellc.
Auch der englische Wirtschaftspolitiker Keynes, habe auseinandergesetzt, daß die Lage für eine endgültige Regelung auf der Lausanner Konferenz noch nicht reif sei. Wenn es sich, wie Keynes anrege, nur darum handele, ein Versprechen der Alliierten zu erreichen, noch in diesem Jahre Deutschland präzise und endgültige Vorschläge über Konzessionen zu machen, scheine die Reise nach Lausanne keineswegs unerläßlich zu fein. Ebensowenig sei sie notwendig, um ein Abkommen zu erzielen, die Entwicklung der Krise während sechs Monaten zu verfolgen, bevor man den oben erwähnten Vorschlag mache. All das seien Versicherungen, die in Berlin auch auf anderem Wege gegeben werden könnten als auf einer Konferenz.
Dr. Brüning werde in Lausanne seine Haltung nicht fühlbar ändern und seine Stellungnahme werde immer darauf hinauslausen, daß Deutschland nicht mehr zahle. DerVertreterFrankreichs könnte eine derartige Erklärung nicht mit anhören, ohne zu reagieren, und das würde die deutsch-französischen Beziehungen nicht gerade verbessern. Statt der gewünschten Entspannung laufe man also Gefahr nur eine Verschärfung der gegenwärtigen Lage herbeizuführen, und das am Vorabend der A b - rüstungskonferenz, die an sich schon genügend Gründe zu Meinungsverschiedenheiten bieten werde. Es wäre also vielleicht vorteilhaft, die Lausanner Kon-
Die große Glocke der Wirklichkeit läutet, so beginnt der Arlikel des „Popolo d'Jralia". Ja, sie läutet Sturm, diese Glocke, sie gibt diesseits und jenseits des Ozeans das letzte Alarmzeichen. Aber wird ihre Stimme gehört werden, wird sie vor allem in E u - r o p a gehört und wird ihre Sprache von den Bewohnern des altenErdteils richtig gedeutet werden? Und gibt es denn überhaupt noch unter den europäischen Völkern das Solidaritätsgesühl, an das Mussolini appelliert?
Die Sorgen des Heute, die das deutsche Volk bedrängen uns bedrücken, sind so groß, daß den meisten von uns der Einblick in die geschichtlichen Zusammenhänge versperrt ist. Es wird immer wieder vergessen, daß auch unsere Gegenwart nur eine Etappe in der großen historischen Entwicklung lst, eine Etappe, die Produkt der Vergangenheit und Voraussetzung der Zukunft ist. Und doch ist es gerade in diesen entscheidenden Stunden notwendig, dieses verlorene Wissen wiederzugewinnen. Notwendig deshalb, weil wir die geschichtlichen und raumpolitischen Lebensbedingungen unserer Nation kennen müssen, wenn wir schöpferische Politik treiben wollen, notwendig aber auch aus dem Grunde, weil die Erkenntnisse, die uns die geschichtliche Betrachtung liefert, in die Grunderkenntnis einmünden, daß alles, was geschieht, mag es zunächst auch noch so zufällig wirken und noch so sinnlos erscheinen, in höherem Sinne doch irgendwie gesetzmäßig ist. Damit wird eine Quelle erschlossen, die unser Kraftgefühl und unseren Glauben neu belebt und stärkt, und jeder, der dem deutschen Volke hilft, diese Quelle zu finden, hat Anspruch auf dankbarste Anerkennung. Von hier aus ist ohne weiteres begreiflich zu machen, was das neue Werk des Deutsch-Schweizers Hermann Stege- mann aus der Mille der Neuerscheinungen weit heraushebt: In diesem Buche werden nicht allein geschichtliche Tatbestände aneinandergereiht, sondern in chm wird der Versuch gemacht, die treibenden Kräfte,
in Paris, zunächst überhaupt nicht nach Lausanne fahren, und erst nach den französischen Kammerwahlen, also im Mai oder Juni, die Reparationskonferenz beginnen lasten. Wie wir aber gestern bereits weiter gemeldet haben, bereitet man sich jedoch in London bereits für die Abreise nach Lausanne vor und versichert, daß an dem Termine des 25. Januar festgehalten werden soll. Allerdings entspricht die englische Taktik sonst nur zum Teil den deutschen Wünschen, da sie offenbar in Lausanne nur auf eine Verlängerung des Moratoriums und auf das allgemeine Versprechen, daß die Endlösung auch im Laufe des Jahres zu- standegebracht werden solle, abzielt. Von französischer Seite werden überdies die Versuche, die Lausanner Konferenz ganz zu verschieben, fortgesetzt.
Unter allen Umständen wird der Reichskanzler persönlich an der Reise nach Lausanne oder Genf teilnehmen, und gerade, falls es in Lausanne zu einer Verzögerung kommen sollte, würde der Reichskanzler unbedingt bei der Eröffnung der Abrüstungskonferenz am 2. Februar in Genf anwesend sein, denn man nimmt an, daß auch Macdonald und Laval sich dort einfinden, und wenn die Konferenz in Lausanne mit Rücksicht auf die französische Kammerdcbatte nicht pünktlich anfangen sollte, so würde wenigstens in Genf eine Zusammenkunft der führenden Staatsmänner stattfinden können, und dabei würde sich zweifellos Gelegenheit zu einer internen Aussprache über die Reparationsfrage ergeben.
Schieles Antidumpingpläne
th. Berlin, 16. Januar.
Auf der Tagesordnung der gestrigen Kabinetts- sitzung standen neben der Abrüstungsfrage wichtige agrarpolitische Frage», so vor allem die Si-
Frick zur Reichsprasidentenwahl
München, 16. Januar.
Im „Völkischen Beobachter" veröffentlicht Dr. Frick unter der Ueberschrift „Um die Reichsprästdenten-
Oie englische Taktik
Erst Verlängerung des Moratoriums, dann Endlösung
London, 16. Januar.
Die „Times" erklären in einem Leitartikel, man könne sich kaum vorstellen, daß die verderblichen politischen Zahlungen, ausgenommen in einem kleinen Umfange, wieder beginnen dürften, nachdem sie einmal durch die großherzige Geste Hoovers eingestellt worden seien. Es verlohne sich, viel Zeit und Geduld zu verwenden, um eine Dauerlösung herbeizuführen, die von allen angenommen werden könne. Sollte sich jedoch Herausstellen, daß eine Einigung im Augenblick nicht erreicht werden kann, so werde es das beste sein, eine kurze 'Verlängerung des Hoover- moratori ums herbcizuführen. die verbunden sein müsse mit dem festen Versprechen aller Beteiligten, datz sie sich im Laufe dieses Jahres erneut treffen, um eine Endlösung zu erreichen.
Die unbestreitbare Tatsache, daß Deutschland nach Ablauf des Hoovermoratoriums keine Tribute zahlen könne, müsse der Ausgangspunkt der Lausanner Konferenz sein.
Dies habe auch Frankreich anerkannt, und man müsse hoffen, daß Frankreich es für ratsam halte, sowohl hinsichtlich der mit dem Datum des ersten Juli in Zusammenhang stehenden Fragen als auch hinsichtlich der größeren Fragen über die Wlederaufnahrne der Zahlungen nach Beendigung der Krise zu einer Einigung zu kommen. England verstehe völlig die Gründe, die gegen eine Aufgabe der Rechte aus dem Uoungplan sprechen. Es sei sich auch darüber klar, datz Deutschland im Falle einer völligen Schuldenstreichung viel geringere innere Schulden haben würde als seine industriellen Gegner.
„Economist e", die Finanzwochenschrift Sir Walter Laytons, stellt die Lage so klar, daß Deutschland entweder einen Plan annehme, der die Wiederaufnahme allerdings wesentlich herabgesetzter Zahlungen in der Zukunft vorsehe oder der englischen Unterstützung gegenüber größeren Forderungen verlustig gehen werde.