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Kasseler Abendzeitung
22. Jahrgang
Freitag, den 15. Januar 1932
Nummer 12*
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Ke^Nemste Nachrichten
~ -. — «- eSa Hessische Abendzeitung
«■uftontmvK»1 (RetoäFS. nnb izamltten-Anzelaen die 30 mm • Beite tl Pketmls. Siebte Ameisen Saftet das Wort 7 <8, Auswärtige Steine Anzeigen die 30 mm Breite Bette 11 A '^Inieiaen im fReftameteft die 7« mm ärette ?eHe 45 A Oisengebühr 25 A (bei BufteUung 85 41. — Für bas ErfSeinen von Anzeigen ht bestimmten Ausgaben, an besonderen Plätzen und für telephonisch erteilte Austräge keine Gewähr. 5Re6» nungSbeträge innerhalb von 5 Tagen zahlbar. Gerichtsstand Kassel. — Postscheckkonto Krankkurt a. M. 6380.
th. Berlin, 15. Januar.
Der Reichskanzler hat gestern dem Reichs- präfidenten von Hindenburg einen Besuch abgestattet und ihm einen längeren Bortrag über die politische Lage gehalten. Dabei ist es auch zu einer eingehenden Aussprache zwischen Hindenburg und Brüning über den bisherigen Verlauf der Bemühungen um die Prästdentenneuwahl gekommen. Die Regierung nimmt jetzt den Standpunkt ein, daß sie ihrerseits keine weiteren Schritte in dieser Angelegenheit unternehmen wird, sondern daß sie abwarten will, wie sich die gesamte politische Lage in der nächsten Zeit entwickelt. Auch der Standpunkt des Reichspräsidenten geht dahin, daß man in der Frage der Neuwahl möglichste Zurückhaltung auf allen Seiten üben soll.
Ob ein E m p f a n g des Führers des Jungdeut- schen Ordens Mahraun beim Reichspräsidenten
London, 15. Januar.
Der Washingtoner Berichterstatter des „Daily Telegraph" schreibt, die Artikel Mussolinis hätten in amtlichen Kreisen nicht überrascht. Präsident Hoover habe immer wieder betont, daß der erste Schritt nicht von Washington, sondern von Europa ausgehen müsse. Rach seiner Ansicht sei cs am besten, zu warten, bis sich die europäischen Mächte über die Tribute geeinigt hätten. Ein solches Vorgehen würde seine Stellung für den Fall stärken, daß späterhin die europäischen Mächte mit genauen Vorschlägen für eine Revision oder Streichung der Kriegsschulden an Amerika herantreten sollten.' Hoover werde dadurch, daß er keinerlei Verantwortung für die Entscheidung in Europa habe, in die Lage versetzt noch einmal an den Kongreß heranzutreten und ihn darauf aufmerksam zu machen, daß sich das amerikanische Parlament den Ereignisien in Europa nicht verschließen dürfe.
Die öffentliche Meinung in Amerika, auf die Musiolini Bezug nehme, verlange einen Ausweg aus der Wirtschaftskrise und werde jeden Schritt gut beißen, der von den erwählten Führern empfohlen werde. Die Amerikaner beurteilten zwar die Schul- denfräge von einem anderen Gesichtspunkte aus, als die Europäer, sie würden aber schließlich doch im Interest« des Landes eine Streichung der Kriegsschulden gutheißen. ~
Der Berichterstatter des „Daily Telegraph" stellt schließlich fest, daß sich deutlich die Neigung bemerkbar
th. Berlin, 15. Januar.
In den Mittelpunkt der politischen Erörterungen in Berlin ist plötzlich die Frage gerückt, ob die Konferenz von Lausanne, wie es vorgesehen ist, wirklich am 25. Januar beginnen, oder ob sie vielleicht um einige Monate verschoben wird. In der französischen und englischen Presse sind dieser Tage Artikel erschienen, in denen — offenbar auf Grund offiziöser Einwirkungen — der Gedanke vertreten wird, daß die Konferenz von Lausanne ve r s ch o b e n werden müßte. Darin ist übereinstimmend mit der aufgeregten Antwort, die seinerzeit der französische Finanzminister Flandin auf das Interview des Reichskanzlers er- tellte, die Behauptung aufgestellt, die Konferenz habe überhaupt keinen Zweck ntehr, nachdem der Reichskanzler bereits erklärt habe, daß Deutschland ohnehin nicht mehr zahlen könne.
Während die französische Prefle sich an diese Aeuße- rungen Flandins anschließt, ging die englische Presse von der Ansicht aus, daß sowohl durch die Aeutzerungen des Kanzlers als durch den Bericht von Basel die Unmöglichkeit der deutschen Zahlungen schon zweimal ausgesprochen worden sei. Da man sich aber angesichts der französischen Widerstände zweifellos jetzt doch nicht einigen könne, so könne auch die Konferenz augenblicklich nichts anderes tun, als zum drittenntal diese Zahlungsunfähigkeit feststellen. Heute früh wird nun aber aus London eine Reutermeldung bekannt, in der im Gegensatz zu dieser Pressekampagne gesagt wird,
das Datum des 25. Januar sei für die Lausanner Konferenz feststehend. Die beteiligten englischen Minister, der Außenminister, der Schatzkanzler und der Handelsminister wollen am 23. Januar von London abrciseu. Sie hoffen, daß die Konferenz rechtzeitig beendet werden kann, damit sie am 2. Februar entweder wieder in London zurück sein bezw. an der Eröffnung der Abrüstungskonferenz ttt Genf teilnehmen können.
In der Reutermeldung heißt es dann weiter: „Obwohl es unter den gegenwärtigen Verhältnissen nicht so aussteht, als ob eine endgültige Regelung der Reparationsfrage erfolgen könnte, würde doch, wie man zu wissen glaubt, die englische Regierung mit einer Zwischenlösung allein nicht zufrieden fein, die nur daraus hinausläuft, daß man auf der Stelle marschiert. Die zuständigen amtlichen britischen Kreise unterstützen einigermaßen die Ansicht, daß ein langfristiges Moratorium nicht genüge; wenn man jetzt keine endgültige Regelung erlangen könne, so wäre es besser, einen Vergleich zu schließen, der die Endlösung beschleunigt, anstatt sie zu vertagen.
Dieser Ansicht dürfte es zuzuschreiben sein, wenn die englische Regierung das Reparationsproblem studiert und ihre Bemühungen darauf richtet, den Weg für eine günstigere Stimmung freizu-
mache, die amerikanische Haltung noch einmal zu überprüfen.
*
Der Generalpostmeister Brown, der der Wahlmacher Hoovers ist, besuchte am Donnerstag den Präsidenten im Weißen Hause. Danach erklärte er, daß Hoover ohne Zweifel wieder bei der Präsidentschaftswahl aufgestellt werde. Ackerbauminister Hyde sprach sich ähnlich aus.
Finanzskandal in LlSA. ?
Washington, 15. Januar.
Es scheint, daß ein großer Finanzskandal im Werden ist. Vor dem Finanzausschuß des Senats, der die privaten und Regierungsdarlehen an das Ausland prüft, ist mitgeteilt worden, das Staatsdepartement habe bei der National City Comp. darauf gedrungen, ein Darlehen an die Regierung von Columbien in Höhe von 20 Millionen Dollar zu gewähren, obwohl der amerikanische Handelsattachee ungünstig berichtet habe. Ferner wurde mitgeteilt, oaß die Regierung von Columbien einige Tage vor Gewährung des Darlehns eine Petroleumkonzession im Werte von Hunderten von Millionen Dollar an die Gulf Oil Comp. gegeben habe, die von der Familie eines Mitgliedes der Regierung bcherrscht wird. Tas Staatsdepartement hat zwar energisch bestritten, an irgendeinem Tauschhandel beteiligt gewesen zu sein, lehnte aber die Unterbreitung der betreffenden Korrespondenz ab.
Reichsregierung wartet ab!
Keine wetteren Schritte in der Frage der Reichspräsidentenwahl
Amerikanischer Frontwechsel in der Schvldenfrage?
lEigener Drahtbericht.)
machen, um dadurch eine endgültige Regelung in den Bereich des Möglichen zu rücken. Man glaubt zu wissen, daß die englische Regierung es vorziehen würde, wenn die Kriegsschuldenfrage in Lausanne nicht erörtert würde- und sich die Konferenz einzig und allein auf das Reparationsproblem beschränken würde."
Restlose Klarheit über die Taktik, die England zu befolgen gedenkt, schafft freilich auch diese Meldung noch nicht, denn wenn England auch auf Eröffnung der Lausannerkonferenz zum vorgesehenen Dermin zu bestehen scheint, so wird man sich doch auch in London klar darüber sein müssen, daß innerhalb von acht Tagen nichts Entscheidendes in Lausanne erzielt werden kann.
In Berlin weist man jedenfalls auf das nachdrücklichste darauf hin, daß jede Verschiebung der Konferenz politische Nachteile nach sich ziehen müsse, weil es
angesichts der Dringlichkeit der Endlösung der Reparationsfragen erforderlich ist, daß dex von: Reichskanzler in feinem Interview vertreeue deut sch« Standpunkt nunmehr einer Beschluß sich gen Versammlung der Regierungen vor aller Welt dargelegt werde, damit diese Regierungen i« aller Form veranlaßt werden, endgültig daz» Stellung zu nehmen. Die Reichsregierung n>uv alle diplomatischen Mittel in Bewegung setzen, um der Tendenz einer Verschiebung der Konferenz ent. gegenzutreten.
Unabhängig davon werden im Auswärtigen Amt
Brian-, sehr persönlich
Bon Reue Kraus.
Ein Licht verlöscht. Sie >hat nicht itnuter gewärmt, diese Flamme, die mit ihrem bürgerlichen Name« Aristide Briand heißt, und es werden Augenblicke unvergeßlich bleiben, da unsereinem förmlich kalt werden konnte vor dem Feuerwerk, das dieser größte Pyrotechniker unserer Zeit abbrennen ließ. Nun aber die Welt täglich tiefer ins Dunkel versinkt, rührt es doch an uns wie ein Abschiednehmen: daß keiner mehr überblei-bt, nach Stresemanns Tod und Lloyd Georges politischem Selbstmord, Versailles geheißen, keiner mehr, um den es leuchtet und lodert.
Ich will den berlinerischsten Franzosen, Herrn Andre Tardieu, den Mann, der alles kann, gewiß nicht in den Verdacht bringen, seine Zeit an Arthur Schnitzlers Dramen gewendet zu haben. Aber es klang doch wie das unvergeßliche Schnitzler-Wort von der besseren Generation, mit mehr Haltung und weniger Geist, als er mir während der Konferenz vom Haag einmal erklärte: „Die neue Politik braucht Architekten, nicht Philosophen!" und dabei beziehungs- reich seinen Nachbarn anblickte, der sich statt aller Antwort eine neue Zigarette anzünd etc.
„Der Mann, der sich eine neue Zigarette anzündet" — geht durch den Klatsch sämtlicher Couloirs, Konferenzen und Kontinente, und so kann ich es mir ersparen, zu sagen, wer dieser Nachbar im Haager Hotelhallengespräch gewesen ist. Nicht erspart bleibt einem freilick die Erinnerung an das Bild des alte» Löwen, Der die Zigarette zervrückt uns zerbeißt, um den Mund nicht austun zu können zu einer mörderischen Erwiderung. Immer wieder, so oft ich Briand seit damals sah, in Paris, in Genf, sogar, tn Berits hatte ich den Eindruck, daß er ein bißchen zu rasch raucht, zu stark pafft, zu oft nach den Streichhölzer« greift Andere schlucken die Enttäuschung eines Levens hinunter, Briand läßt sie ausgcheu in blauem ^S^lbol seiner Politik, könnte man boshafterweise sagen. Ist es denn im Endergebnis mehr gewesen, als ein bißchen blauer Rauch? Eine polittsche 15rage, die sich die ganze deutsche Oefsenllichkeit vorlegt, nun sie sich vielleicht zum letztenmal mit Artstide Brumd auseinandersetzt. Dennoch eine Fragestellung, d«e seiner Persönlichkeit gerecht wird. Brtand ,st nie ein Mann der End ergebnts,e gewesen. Dieses Glücksttnd, das elfmal Ministerpräsident war und fast alle irdischen Ehrm empfing, litt, zumindest in den letzten Jahren, schwer unter dem Bewußtsein, daß letzte Vollendung ihm doch versagt blieb. Beinahe hätten sie ihn zum Prapdertten der Republik gewählt, beinahe wäre er der Vater des Vaterlandes gewesen, beinahe hätte er die beiden Herzvölker Europas versöhnt, beinahe den Nationen dieser Erde einen „Bund" geschenkt. Er ist ewiger Kandidat geblieben, Ehrenvorsitzender von einem , Dutzend Komitees und Ligen, das „Versöhnungswerk" ließ sich nicht entwickeln, und was den Bund freier Nationen betrifft, nun ja, wir kennen Genf...
Immer wieder hat er Patience, Geduld gepredigt, so »ft und so unermüdlich, daß die amerikanischen Reporterjungen von der Genfer Pressetribüne in ihrer nichtsahnenden Respektlosigkeit schließlich nicht mehr sagten: Briand spricht!, sondern: der Alte legt Patiencen. Nun hat er sie selbst verloren. Sein Wunder, er ist seit zwei Jahren ein todmüder Mann. Alle Welt macht sich darüber lustig, daß er anjedem Verhandlungstisch einschläft, und mit genießerischem Schmatzen erzählen die Ewig-Eingeweihten einander in sämtlichen Wandelhallen Histörchen, an denen die geschlossenen Augenlider und der leise pfeifende Atem des alten Löwen das Wesentliche sind.
Die alten Löwen im Käfig haben's aufaegebeä. Nicht reden, nicht hören, nicht sehen! Wessen Sie jetzt, warum Aristide Briand in Kabinettssitzungen und auf Ratstagungen einnickt? Weil er siebzig Jahre alt ist? Leere Formel für den Hausgebrauch der Ewig-Eingeweihten, die alles wissen und nichts verstehen. Sinnlose Sähe eines Denttfstonsschrei- bens. Die alten Löwen vom Zoo könnten die Philosophie des: „Nur ein Viertelstündchen!" ganz anders erklären.
Warum stellt er sich stumm, taub, blind? In dieser Frage, scheint es, ist das Problem Briand zutiefst beschlossen. Abertausende, Millionen seiner Leute wären in jedem Augenblick bereit gewesen, ihrem .Friedenspilger" — diesen selbsterdachlen Ehrentitel hat Briand als seinen höchsten und wertvollsten bezeichnet — aus Wort und Wink zu folgen. Er aber hat sie immer ausgerüttel, und niemals aufgerusen. Einer, der nach gewaltigem Anlauf vor dem Sprung zurückschreckt. So betrachtet, hat auch das Schicksal seinen Sinn, das, unerbittlich wägend, dem glänzenden Geist alles gewährt und nur das eine versagt: die Erfüllung.
Es war nicht Feigheit, die Briand unter den Deutschen viel zu oft vorgeworfen wurde. Es war, glaube ich der Eishauch jener lähmenden Skepsis, die die Welt von unten kennt und die Menschen von
noch stattfindet, gilt als zmeifelhaft. Wa^fchein- lich wird es mit dem gestrigen Besuch des Bundeskanzlers Bornemann beim Staatssekretär Mc-itzner sein Bewenden haben, da man in poltttschen Kreisen dem Volksbegehren des Jungdeutschen Ordens keine praktische Bedeutung beimißt.
Oer Stahlhelm für Hindenburg
Berlin, 15. Januar.
„Der Stahlhelm" das Orgcm des Bundes der Frontsoldaten, schreibt über die Wahl Hindenburgs.
.Solbftverständljiche Voraussetzung wäre muh unserer Ansicht, außer der Zustimmung des Generalfeldmarschalls, die Ausschäl ung jeglicher Partet- politik. gleichgülttq welcher Richtung, und die Durchführung des Wahlaktes in einer Form, die der menschlichen und historischen Würde Hindenburgs entspricht. Dazu wäre nötig:
1 Die sehr rasche Vornahme der Wahl, da ja keinerlei Agitation voranzugehen braucht;
2 . die Zurückstellung jeder anderen Kandidatur so daß der Charakter der üblichen Wahlkampfe vermieden wird und die VollsaMmmmtg den Stempel einer Kürzung erhält.
Ob eine Schilderhebung des Genertckfeldmarschalls prakttsch möglich ist, und wie sie im einzelneu_durch zuführen wäre, darüber ist. tm Augenblick Lchwet- aen besser als Reden. Es ist tu der letzten Zett mehr zerredet worden, als dem deutschen Volke dienlich ist.
Der Stahlhelm wird sich in seinen Entschließun- gen auch künsttg leiten lassen von dem Bestreben, der historischen Würde des großen Soldaten Hindenburg gerecht zu werden. und von seinem Hochziel: Dem Wohle der Nattou.
dte Borbereitungsarbeiten für die ReParations- konferenz und die Abrüstungskonferenz fortgesetzt. Heute wird das Reichskabinett zusammentreten und wahrscheinlich über die Zusammensetzung der Delegationen Beschluß fassen, die sich zur Konferenz von Lausanne und zur Abrüstungskonferenz nach Genf begeben werden.
„Di« Tribut« praktisch -rl-digi"
London, 15. Januar.
Wie „Financial Times" meldet, richte sich die Aufmerksamkeit des englischen Kabinetts daraus, eine Methode zu finden, durch die noch vor Eröffnung der Lausanner Konferenz eine günstige internationale Atmosphäre geschaffen werden könne. Laval habe nämlich, wie der diplomatische Mitarbeiter des ^Dat- ly Telegraph" meldet, gewisse ausländische Vertrete in Paris dahingehend verständigt, daß Frankreich die Tributkonserenz nur beschicken werde, wenn vorher ein vorläufiges Einvernehmen mit Rügland und Deutschland erzielt worden sei. Die englische Regte^ rung werde sich nicht damit alt finden die schwierigen aber wichtigen Fragen auf die lange Rankzuschieben, indem man sie Sachverstandi- genausschüssen überweise, wie es offenbar die Politik ver Lausanner Konferenz zu werden s^me.
Von diesem Standpunkte aus betrachtet, habe man auch Zweifel an dem Vorschlag Mussolinis, eine Ar Schuldnervereinigung gegenüber Amerika zu büb England wolle die Erörterungen im übrigen aus die Tribute beschränken und sie nicht auf W Kriegsschulden ausdehnen. „Fiusneial Times" erklärt weiter, s verstärke sich die Ansicht, daß die Tribute unbeschadet des Ergebnisses der Lausanner Konferenz praktisch er- lediat seien, und daß selbst die Halsstarrigkeit der Franzosen und ihr Widerstand die Tributzahlungen nicht am Leben erhalten werde.
Roch keine Entscheidung
der USOAp.
München, 15. Januar.
Die Pressestelle der Reichsloitung der NSDAP erklärt die Meldungen für völlig unzutreffend, wonach in den Verhaudlungeu um die parlamentarische Verlängerung der Amtszeit des Reichsprästden.en seitens der nationalsozialistischen Parteiführer über die K an d i d a t e n f rage für die verfassungsmäßige Dolkswabl verhandeli oder auch nur gesprochen worden sei. Was in den Verhandlungen allein zur Erör.eruug stand, sei die Liquidierung der verfehlten Brüuing-Miion in einer für die Interessen des deutschen Volkes erträglichen und angemessenen Weise gewesen. Darüber hinaus habe die NSDAP zur Volkswahl selbst in den Verhandlungen keinerlei Stellung genommen und sich ihre Entschlüsse vor- behalten. - .
Gegen Vertagung der Lausanner Konferenz!
Frankreichs Verschleppungstaktik / Stimmungsumfchwung in Amerika? / Oer Stahlhelm zur Treichspräfidentenwahl
England fordert Endlösung (Do« unserer Berliner Schrtflleitun«).