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Handel Wirtschaft Börse

Kasseler Neueste Nachrichten Hessische Handelszeitung Montag, den 11. Januar 1932

Zinsabkommen perfekt

Tarfabbau bei der Reichsbahn

Einzelheiten aus dem Wortlaut

Amtlich wirb aer lautbar!: I« bet engelänbtei*« Sitzung bex Sutbcnucrbänbc bet Stebitmftitaic am Sennabenb. bei 9. Clauuar. ftnb die Vereinbarungen übet die Gestaltung bet .Zinsen nnb Provisionen im Gelbmarkt van allen Be­teiligten unterzeichnet worben. Der Reichskommisiar kür das Bankgewerbe hat ben geschlossenen Abkommen in» gestimmt.

*

Der Wortlaut öes Abkommens entspricht im allgemeinen dem von uns bereits auszugsweise veröffentlichten Ent­wurf. Der Mantelvertrag bestimmt, öatz bie Jtrebit» inktitule aller Art verpflichtet sind, bei bei Hereinnahme von Reichsmarkgelbern aus bem Inland« unb aus beut Aus- lanbe bestimmte Höchstzinssätze nicht zu überschreiten. Die Spitzeuverbänd« schließen einen weiteren Vertrag, er bte Berechnung bet Vergütungen sür bie an Dritte weitergege­benen Reichsmarkgelber gegenüber bet inlänbischen Kund- schaft regelt. Es wirb in Berlin ein Zentraler Srebitaus- schutz gebilbet bem bie einzelnen Gruppen bet Srebitinftitute mit je einer Stimme angehören. Für bie in bem Wettbe­werbsabkommen vom 11. Mai 1928 seftgesetzten Bezirke ftnb Lrebitausschüffe zu Silben.

Ra« bem Abkomme» über bie Festsetzung von Höchst- ziussätzeu litt he reingenommene Gelber

setzt bet Zentrale Krebitausschutz einen Normalzins­satz fest unb teilt ihn bem Reichskourmisfar für bas Bank-

Votums bem Reichskommisfar für bas Bankgewetbe vor­legen wirb.

Ergeben sich aus ben Vereinbarungen Streitfälle, so ftnb biefe ben örtlich zuständigen Srebitausschüfsen zur Schlichtung voizulegen. Das Abkommen ist bis zum 31. März 1932 wirksam unb verlängert sich um jeweils 3 Mo­nate, wenn es nicht zuvor mit einer Frist von einem Monat gelünbigt wird.

*

Die erste Sitzung des Zentralkreditausschuffes.

Die erste Sitzung beb neu gebilbeten Zentralkrebitaus- schusses am Samstag bauerte bis 22 Uhr. Es bürste anzu- nehmen sein, ba6 bie Beschlüsse übet ben Normalzins- s a tz unb bte Srebiiprovision ben Erwartungen entsprechen, bas heißt, daß bet Notmalzins auf 4 Prozent unb bie Krc- bitptoviftonen aus ein Sechstel pro Monat sestgesetzt worben ftnb. Die Verhandlungen ergaben, welche große Schwierig­keiten sich in der Praxis voraussichtlich bei Durchführung bet abgeschlossenen Verträge bieten werben. Als Mitglie­der bes Ausschusses würben nicht bestimmte Personen be­stellt, fonbetn ben sieben Verbänden bleibt es überlassen, jeweils bie Beschickung bet Sitzung nach eigenem Ermessen vorzunehmen. Näheres über biefe Sitzung wie über bie ®rebit»erttäge wird im Laufe des Montag bekanntgegeben werben.

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Kohlen- Ausnähmtiarif

Terfraditan

Getreide-und Mehlfnxhten

Stückgut

(Eilgut)

Expressgut

A Leder PapKrj Textilien

B Lebensmittel]

Maschinen] f Blei.tisenbau 'Wkteile D formeisen,

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E Stammholl, Betonvaren

F Roheisen, Stene.Ämenfl

G free,Schlad® Oohton

lärrfermdßigunq i.vti.gegenuber Oktober 1931

Tarife für Utaenladunqen der Klasse

D-l.D.

gewerbc mit, um besten Zustimmung zu erlangen. Jede Gruppe ber im Zentralen Kreditausschutz vertretenen Kre- bitinftitute ist berechtigt, eine Aenberung zu beantragen. Die Aenderung bedarf ber Zustimmung bes ReichSkommistars für bas Bankgewetbe. Normale Spareinlagen ftnb höchstens zu bem Normalzinssatz zu verzinsen. Für Kündigung s- gelber, ganz gleich welcher Art unb welcher Höhe, dürfen nut Zinsen bis zu einem Satz bezahlt werben, ber 1 Pro­zent über bem Normalzinssatz liegt. Als Künbigungsgel-

Getreideüberschuß?

Eine Prognose Dr. Baades

der ftnb alle Gelber an»ufeben, für bte ausdrücklich eine Kündigungsfrist ober eine feste Laufzeit von mindestens einem Monat vereinbart worden ist. Gelder, für bie eine Kündigungsfrist ober feste Laufzeit von mehr als 364 Tagen vereinbart ist, fallen nicht unter die Bestimmungen bes Ab­kommens.

Der Zinssatz fit täglich fällige (Selber jeder Art soll regelmätzig unter dem Normalzinssatz liegen. Der Zins­satz für täglich fällige Gelder in vrovisionspflichtiger Rech­nung barf bis zu % Prozent über bem Normalzinssatz fest­gesetzt werden. Als täglich fällige Gelder sind auch Gelder anzusehen, für bte eine Kündigungsfrist ober eine feste Lauf- «eit von weniger als einem Monat vereinbart worben ist.

Gelber, bie für einen Zeitraum von mindestens 31 und h ö;ch stens 364 Tagen hereingenommen und an einem vorher bestimmten Tage fällig werbe nbürfen. sofern der Betrag tm einzelnen Falle mindestens 25 OOO RM ausmacht, höchstens mit % Prozent unter dem am Tage ber Herein­nahme geltenden oder höchstens mit % Prozent unter dem jeweiligen Reichsbankdiskontsatz verzinst werden. Gelder, die für einen Zeitraum von mindestens 15 und höchstens 30 Tagen heteingenommen werben, dürfen sofern der Betrag im einzelnen Falle mindestens 25 000 RM ausmacht höch­stens mit 1 Prozent unter bem am Tage bet Hereinnahme geltenben ober höchstens mit 1 Prozent unter bem jeweili­gen Reichsbankbiskontsatz verzinst werben. Gelber, bie für einen Zeitraum von mindestens 15 und höchstens 30 Tagen hereingenommen werben, bürfen, sofern ber Betrag im ein­zelnen Falle minbestens 50 000 RM ausmacht, höchstens mit 3 Prozent unter bem am Tage ber Hereinnahme geltenben ober höchstens mit 2 Prozent unter dem jeweiligen Reichs­bankbiskontsatz verzinst werben.

Der Berkaus von Privatdiskonien einschr.-tzlich öer eigenen Akzepte unb bankgirierten Warenwechsel sowie von Schatzwechseln an Nichtbankierkunben barf. soweit diese Papiere eine Laufzeit von höchstens 364 Tagen haben, m keinem für den Käufer günstigeren Sitz als % Prozent unter Reichbankbiskontsatz erfolgen.

Kreditgenossenschaften. Privatbankfirmen sowie kleine und mittler« Banken

dürfen nach Maßgabe besonderer von bem Zentralen Kredit- ausschuß auszustellender Grundsätze bie vorgesehenen Höchst­zinssätze für hereingenommene Gelber ganz ober teilweise bis um höchstens % Prozent überschreiten, ehrenamtlich ge­leitete Kreditgenossenschaften mit ber gleichen Maßgabe bis »U % Prozent.

Die Höchstsätze für b«eingenommene Gelber gelten im Verkehr mit ber Nichtbankierkundschaft, bie sogenannten Bankabteilungen von Industrie- und Handelsfirmen sind als Richtbankierkundschaft anzusHen. Die KreditauSschüsie ftnb berechtigt, für ihren Bezirk Abweichungen von ben Höchstzinssätzen nach unten festzusetzen. Wollen bie Kre- ditausschüsse eine Abweichung von den Höchstzinssätzen nach oben beschließen, fo haben sie dies dem Zentralen Kreditaus- schuß mitzuteilen, der den Wunsch unter Beifügung seines

In ber agrarpolitischen Arbeitsgemeinschaft an ber Land­wirtschaftlichen Hochschule zu Berlin sprach Dr. Fritz Baade über die deutsche Getreidebilanz. Man habe sich auf Grund ber Borkriegsverhältnisfe und auch des Bildes, das die Jahre 1924 bis 1927 gegeben hatten führte ber Vortragende, wie wir dem B. B. C. entnehmen, aus dar­an gewöhnt, einen Einsuhrbedarf von etwa 6 Millionen Tonnen an Kuttergetreide und Weizen als Normalzustand anzusehen. In den Jahren 1928 bis 31 sehen wir aber eine konstante Abnahme des Zuschutzbedarfes, der sich im letzten Getreibejahr nur noch auf etwa 2 Millionen Tonnen belief. Man habe es hier mit einer Strukturwandlung zu tun. die man als Umkehrung des Malthusschen Gesetzes an­sehen könnte: bei uns und in ber Weltwirtschaft nehmen die zur Verfügung stehenden Nahrungsmittel stärker zu als die Bevölkerung und damit ihr Nahrungsbedarf. Wie stark diese Tendenz ist, lasse sich am besten daraus ersehen, daß wir im Erntejahr 1930/31 trotz eines maximalen Sckweinc- bestandes von 25 Millionen Stück, bet ben Suttergetrei.be» bebarf enorm gesteigert hat, mit ber verhältnismäßig gerin­gen Einfuhr von 2 Millionen Tonnen auskommen konnten.

Für baS Getreibejahr 1931/32

fchätzt Baabe den deutfchen ®etreibeeinfubrbebatf auf 23 Millionen Tonnen. Bestimmt werbe dieser Zuschutzbedarf einerseits baburch, daß wir mit ziemlich geräumten Vorräten ins neue Getreibejahr herübergekommen sind, bann aber unb in erster Linie bnrch ben oben gekennzeichneten hohen Schweinebestand. Die sonach gegebene Getreidelage könne durch agrarpolitische Mittel für das laufende Getreibejahr nicht mehr geänbert werben. Alle, die zur Verminderung unseres Getreideeinfuhrbedarfes Regierungsmaßnahmen, insbesondere zur Herabminderung der Schweineproduktion verlangen, übersehen, daß solche sich erst im nächsten Getrei­dejahr 1932/33 answirken könnten. Bis dahin werde sich aber der Schweinebestand auch ohne jede Einwirkung auf ganz natürlichem Wege infolge der Tatfache wesentlich ver­ringert haben, daß die Schweineproduktion infolge der herabgefunkenen Preise heute dem Landwirt nur Verluste cinbringc. Geht man von einer Abnahme bis zum nächsten Erntejahr um 6 Millionen Stück aus, fo würbe sich baburch der Getreidebedars um 3 Millionen Tonnen verringern.

Das könnte im Falle einer ungefähr gleichbleibenden Ernte dazu führen,

daß wir 1932/33 keinen Einsuhrbedarf. sondern viel­leicht einen kleinen Getreideiiberschnß

haben würden.

Nun würde aber schon ein geringer Getreideüberschutz in Deutschland die weittragende Sonfeauen» haben, daß bann alle zollpolitischen Maßnahmen zum Schutze des inländischen Getreide- und Kartoffelbaues versagen mutzten, die Getrei- bevreife sich nicht mehr halten lietzen. Daher sei es nötig, einer^t starken Verringerung des Schweinebe- stanbes entgegenzuwirken. Aus diesem Gesichtspunkte war es richtig, wenn die Reichsregierung in der letzten Zeit die Einfuhr von Futtergetreide insbesondere durch die Er­mäßigung des Maismonopolpreises erleichtert habe. Die erleichterte Futtergetreideeinsuhr biene nicht nur bem In­teresse ber Master unb Verbraucher, sondern in diesem Sinne ebenso sehr ber gesamten Landwirtschaft, die 1932/33 Getreide unb Kartoffeln produzieren wird und, wenn sich unser Getreibezuschutzbedarf wirklich in einen Ueberschutz verwanbeln würde, dem Ruin vreisgegeben wäre. ,

Verordnung über Einfnhrscheine. Im RerchSanzeigei vom 9. Januar 1932 erscheint unter dem 8. Januar nachstehende Verordnung über Ginsuhrscheine: Auf Grund von Ar­tikel 5 TU des Gesetzes über Zolländerungen vom 15. Avril 1930 (RGBl. I ®. 131) und von Artikel 2 des Gesetzes über Zolländerungen vom 28. Marz 1931 (RGBl. 1». 101) wirb hiermit mit Wirkung vom 16. Januar 1932 an verordnet: S 1. Anmeldungen zur Ausfuhr von Malz -aus Gerste mit dem Anspruch auf Erteilung von Ginsuhrseheinen werden nicht mehr zugelassen. § 2. In bet Verordnung über Eiu- su.hr scheine vom 17. November 1931 (RGBl, l S. 681) ist vn Absatz 1 und in 'Absatz 2 Unterabsah 3 statt der Wort« ..g«- gueticktcm oder gewalztem' jeweils zu setzengeauelichtem, gewalztem, gcfdjroicnem oder sonst zerkleinertem rohen .

Hanszinsftener-Ermäßignng in Preußen wegen geringer Ausnutzung gcroerbl. Betriebe. Steuererleichterung kommt in Frage, wenn bie gewerblich benutzten Räume mindestens 25 Prozent und mindestens 3 Monate lang hinter der nor­malen Ausnutzung zurückgeblieben sind unb wenn das Betriebsvermögen sich mit nicht mehr als 8 Prozent verzrnst hat. Diele Steuererleichterung bunte für bte Mehrzahl bet Steuerpflichtigen in Frage kommen, unb mir emmehlen deshalb, Nachprüfung und eventuell Anträge iu stellen.

Waren und ihre Preise

bi Kürzet

Die vorn Statistischen Reichsamt für bei 8. Jatmar be­rechnet« Grotzhandelsinder, iffer ist mit 101,4 gegenüber der Vorwoche um 14 Prozent znrückgegaugen. Die Jnberzifiern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 93,0 ( 0,5 Prozent). Kolonialwaren 90.0 ( 0,2 Prozent, in« dnstrielle Rohstoffe und Halbworen 93,0 ( 3.0 Prozent) »nd industrielle Fertigwaren 128,2 ( 0.8 Prozent).

Tie F. W. W o o l w » r th n. C v. Ltd.. London, hat im schatt empfiehlt die Auszahlung einer Schlutzdividende non 10 Prozent: dir I a h r e s d t v i d« « d e betragt somit 70 Probat.

gangen. Die Indexziffer für Ernahrnng ist in der gleiche» Zest von 103.5 ans 119.9. bte für Kleidung sogar von 146.4 ans 129,1 gesunken. Dagegen sind die Kosten der Woh­nung. Heizung und Beleuchtung unverändert geblieben oder nur ganz nnmerklich verbilligt worden.

Der Anssichtsrat der B e r « i«i gt en » «st d ent - scheu W a ggons a b r i k e n A.-G. s West Waggons. Söln- Dentz, hat beschlvsien. der Sude Januar stattfindenden GB bte Ausschüttung, einer Dividende von 5 17) Prozent vorzn- schlagen. Der Reingewinn stellt sich auf rd. 1 Mill. RM (i. B. 1 266 795 RM).

*

In der Anffichtsratssitznna der E. D. M » g i r u S S^G.. U l m a. D.. berichtete der Vorstand über den Verlauf der ersten 10 Monate des verflossenen Getchäftsjahres. Um

Seit dem letzten Aufsichtsratsbericht vom 21. 11. 31 ist di« Geschäftslage der einzelnen Zweige der I. G. Farbenindustrie unverändert geblieben bis auf die durch die Währnngsverhältuilfe vieler Länder sich ergebende» Schwierigkeiten und He deutsche Notverord­nung vvm 8.12. 31. Ihre gesamten Auswirkungen sind noch nicht völlig in übersehen.

Die Cövenicker Banke.«. m. b. H.. Berit», die größte gewertfitbe Kreditgenossenschaft tm deutschen Reich veröffentlicht als erstes Bankinstitut einen Bericht über das Jahr 1981. Die Bank hat 1931 rd. 12 M-.Ü. RM De- vofttenaelder zurückgezahlt. Die Dividend« Wirb non 9 ans 6 Progent reduziert.

8. Januar

12 30-12.40

123O-12.4O 12.10

-12 30

Magdeburger Znckernotierungen vom mahl. Mehlis prompt per 10 Tage.

W. «. B -Wollankti-n in Halle vom 8. gebotene ce. 2700 Äct. bis «t» ca. tS Prozent

146'00-153.00 134.00 -142.00 ES=H 9 25-9 50 900-950 2100-2750 2150-24.00 1500-1700 1600-18C0 14-00-16 00 1600-1900

16 00-18 00

14.00-16.00

16.00-1900

10.1

14.1

22.1

!00

$

Handelsrechtliche LiesiernngSgeschäfte an der Berliner Produktenbörfe vom 9. Januar. Wetzen: Marz 242. Mat 349249.75, Roggen: März 208,75209. Mat Hascr: März 153,5, Mai 160,5 B.

Berliner Butterbericht. Der Buttermarkt bat in der Be­richtswoche einen völligen Zusammenbruch erlebt. Ter autzerorbentlich schlechte Absatz unb die große Produktion sührten in allen Butter exportierenden Ländern Preisrück­gänge herbei, wie man es bei den an sich schon lehr tiefen Preisniveau nicht anders erwartet hätte. Kopenhagen er­mäßigte die rPeise um 18 Kronen. Malmö sogar um 24 Kronen. Unter diesen Umständen mutzte auch die Berliner Notierung, bie bereits am Donnerstag um 3 RM ermäßigt wurde, heute eine weitere Senkung um 8 RM für alle Cualiätcn erfahren. Die deutschen Zufuhren bletbcn autzer­orbentlich groß unb können bei den schlechten Absatzverhält- niffen nicht geräumt werden. Die Verkaufspreise des Großhandels sind heute: Jnlandsbuiter 1. Qual, in Ztr. Tonnen per 100 Psd. 117121 RM. Jnlandsbutter 2. Qual. 110114, Auslandsbutter, dänische 118121, kleinere Pak- lungen entsprechender Aufschlag.

Welten, mfcrk. et> Station Roggen, mark, ab Station Braugerste . . .

Fnttergerete . . . . .

Haler, mark ab Station . Weizenmehl......

Roggen mehi ... Weizen kleie .. Roggenkleie ...»»» Viktoriaerbsen ,

Kleine SpoiBeerbsen . « Futtererbsen ....» Peluschken. . . . » .

Ackerbohnen . , »

Wicken «

Lupinen, blaue .

» Selbe

Seradella, neue - . - Leinkuchen. Basis 37% . . ErdnuSkuchen 50 % . Erdnußkuchenmehl 59 % Trockensohnltxel . . . . Extr. Sojaschrot 46 %

ab Hamburg.....

ab Stettin . . . . - Kartoffelflocken . > > .

Wollen waren zum größten Teil stark etngeftaubt unb schwer. Man bezahlte im Durchschnitt: Merino Halbichurcn 3742 Mark je Ztr. Schweißwolle, 2.202.40 ie kg rclnge- waschen ohne jede Spesen. Nächste Versteigerungen: 22. Januar Berlin, 29. Januar Hannover. 19. Februar Berlin, 18. März Berlin. Deutsche Wollges. m. b. H. &. 56. Taubenitratzc 25.

Viehmarkte

Staffelet Schlachtviehmarkt vom 11. Januar.

. Ohne Gewähr.

Die Zahl der auf bem Markte zum Berkaus stehenden Tiere: 29 Ochsen. 53 Bullen. 62 Hüb«.. 86 Rinder, zusam­men 230 Stück Großvieh: 625 Schweine, 237 Kalber, 8 Schafe/Hämmel. &

Die Zahl ber fett bem letzten Markte »cm Schlachthose direkt, ohne Benutzung bes Schlachtviehmarktes. angeführten Tiere: 3 Ockfen, 8 Bullen, 38 Kühe. 24 Rinder, zm. 73 St. Großvieh: 364 Schweine. 167 Halber. 54 «chaie/Hammel.

Schlachtviebvreife für 50 kg Lebendgewicht:

Ockfen: vollsleifch. auSgcmäitete höchsten Schlachtwerts jüngere 3235 Mk.. älter« 2831. fonftige vollsleifchtge jüngere 2831, ältere. fleischig«. aenng genährte.

Bullen: jüngere vollsleischige höchsten Schlachtwerts 3033. sonstige vollfleischige oder auSgemäftetc 2729. flei­schige 2326, gering genährte 2022.

Kühe: jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwerts 2730. sonstige vollsleischige oder ausgemäftete 2326. flei­schige 2022, gering genährte 12IS.

Färsen (Kalbinnen): volltletfchige ausgernastet« höch­sten Tchlachiwerts 3135, vollsleischige 2730, fleisch. 22/26.

Fresser: Mäßig genährtes Jungvieh.

Kälber: Doppellender, bester Mast, bette Mast- u. Saugkälber 3538, mittlere Mast- nnb Saugkälber 3034, geringe Kälber 2128.

Schafe: nicht notiert.

Schweine: Kettschweine über 300 Psd. Lebendgewicht 4043, vollsleischige Schwein« von ea, 240300 Psd. 4245. vollsleischige von ea. 20Ö240 Pfund 4043, vollsleischige von ea. 160200 Pfund 3540, fleischige von ea. 120 bts 160 Pfund unb unter 120 Psund. Sauen 3640.

Die Preise sind Marktpreise für nüchtern gewogene Tiere unb fchlietzen sämtliche zweien des Handels ab Stall für Kracht. Markt- und Berkaufskoften, Umsatzsteuer sowie den natürlichen Gewichtsverlust ein, wüsten sich also wesentlich über die St> ckpreise erheben.

Marktverlauf: Trotz lebhaften Verkaufs infolge der billigen Preise bleibt Ueberftonb.

Frankfurter Viehmarkt »am 11. Januar. Der Auftrieb des Hauptmarktes bestand aus 1530 Rindern, darunter 367 Ockfen, 135 Bullen, 525 Kühen, 480 Särfen, ferner 653 Kälbern, 56 Schafen, 5749 Schweinen, darunter 372 Litauer. Verglichen mit dem Auftrieb des Hauptmarktes der ver­gangenen Woche waren 76 Rinder mehr, 86 Schweine weni­ger, 95 Kälber mehr, 50 Schafe weniger angetrieben. Preise (nach ben bis gegen 12 Uhr vorliegenden Ergeb- nisten): Ochsen: al) 8033, a2) 2629, b) 2225; Bullen: a) 2630, b) 2225: Kühe: a) 2326, b) 1922, c) 1418: a) 3033. b) 2629, c) 2225: Kälber: a). b) , c) 3437. b) 3533; Schafe: Schweine: a), 1, e) 3740. d) 3599, es 3238. Marktver- snb Schafe ruhig: Kälber unb Schweine

Berliner Produktenbörse

Heutiger Frühverkechr gut gehalten.

Berlin. 11. Januar. Das Geschäft ist noch sehr wenig entwickelt. Bei geringen Umsätzen sind bte Preise gut ge­halten. Das Angebot in Weizen ist klein, tn Roggen knapp. Die Lieferungspreise nennt man völlig unverän­dert Sonnabenbbörsenschluß. Effektiv« War« bleibt gleich­falls stetig.

Amtliche Notierungen vom Vortoe

9. Januar

54sm& 134.00-14200 127.25-3125

26.50-28.75

9.25-9.75

9.21-9 50 21.00-27.50

10.60

11.10

12.10-12.30

s

>60

Lio0

Deutscher Wald deutsches Holz

Die fltofre Holzsondcrschau

auf derGrünen Woche Berlin" gesichert.

Trotz der für groß angelegte ausstellerifcke Unterneh­mungen mehr als ungünstigen Zeitläufte ist es derA r» h e i t s g c m c i n f dl a f t £> o l r IReichsforstwirtickmftsrat- Dcutfcher Kontverein) gelungen, die große «onbcritbau Deutscher Wald deutsches Holz" in allen ihren geplanten Einzelheiten sickerzustellen. Dies ist aller- dings nur dadurch möglich geworden, daß die geiamte Holz- wirtschafi vorn Waldbesitzer bts zum letzten Verbraucher er­kannt hat, daß nicht tatcnloier Fatalismus, sondern Wert- schaftsbeiahung bis zum Letzten dte drohende Ka astroph« abwenden kann. Die Schau ist gennfiermaBcn «tn letzter 2111 der Sclbsthilse, nachdem die vertehlte Wirt­schaftspolitik der letzten Jahre gerade der. Holzwirtickait schwere Wunden geschlagen bat und auch letzt noch ketn Entrinnen aus dieser Klemme absehbar tst. Alle Krane sind noch einmal von derArbeiisgemetnickatt. Hol, ge­sammelt worden, um für das deutsche Erzeugnis zu wer­ben, den deutschen Wald als Holzlieferant und wtckttges Glied im deutschen Wirtschaftsleben naher an bte Allge­meinheit heranzubringen und dafür zu sorgen, den immer wieder neu erstehenden alljahrltch anwachscnden Werkstoff vor einer aufkommenden Unterschätzung.zu bewahren.

In engster Zusammenarbeit mtt Holzindustrie und -ge- werbe ist es gelungen, vor allen Dingen .die Abteilung H o ! z h a u s b a it" in groMügigfter Weise auszustotten. Im Mittelpunkt wird ein großes zweigeschossiges Wohn Hans stehen, das später die Preußische Ltaatsiorstverwaltung als Försterwobnung übernehmen wird. Neben diesem größe­ren Wohnhaus werden eine Reihe ländlicher Bauten Am- stellung sinden. Auch dem SiedlungSweien wird man Rechnung tragen und ein Siedlnngsgebött in einer zweck­mäßigen unb preiswerten Holzbauweise errichten. .Um d.« AbteilungHolzbausbau" gruppieren sich die Svezialabtei- lungen der Sonderschau ,

Fn Lerbinduna mit dieser Sonderschau veranstaltet di« ..Arbeitsgemeinschaft Holz" eine Vortragsreihe über die Verwendung deutschen Holzes.

Heimische Wirtsdiaft

Die Firtna A. Anlepp m Mühlhausen hat ihr« Filiale in Heverod« stillgelegi. Dadurch sind 30 Arbeiter brotlos geworden.

Besitzwechsel. Den gesamten Geländekomvlex des B a - f a l t w e r k« s Georg Köhler, G. m. b. H Brans- rode am Meißner, hat Direktor Hugo Lubenow in Esckwege käuflich erworben. Direktor Lubenow bat die Betriebsan­lagen feinerzeit erbaut.

Die Hersfelder Insolvenzen 1931. 1961 wurden im Amtsgerichtsbezirk Hersselü 22 (i. B. 16) Zwangsversteige­rungen, 11 (8) Konkurse, 1 (8) Vergleiche und 1 (0) Zwangsverwaltung angemeldet.

Reue Konkurse in Kassel: Kaufmann Hermann Kogan, Gold- und SiPberwarengeschäft, Bahnhofstraße 16. Konkurs­verwalter: Rechtsanwalt Dr. Sugelmann. Annieldefrist bis 5. Februar. Kaufann Leo Ziering. Bilderhandluna, entengaff« 29. Konkursverwalter: Rechtsanwalt Trauner. Anmeldefrist bis 5. Februar.

Neues Vergleichsverfahren. Ueber das Vemrögen ber Schwerspat grübe zu Oberndorf (Kr. Biedenkopf) ist das gerichtliche Vergleichsverfahren eröffnet worden. Bergleichstermin am 13. Januar.

Neues Konkursverfahren: Optisches Institut C. D i 11 mar in Bad Nauheim; K.-V. Bücherrevisor Gehrke; An­meldefrist bis 10. 2.

Aufgehobenes Konkursverfahren: Kürfchnermeister Kurt Kühn in Mühlhaufen, Tb.

Neuer Konkurs in Sersfeld. Ueber bas Vermögen des Kaufmanns P. K. Wolff in Sersseld ist das Konkurs­verfahren eröffnet worden. Verwalter Rechtsbeistanü Schandua-Hersseld. Anmeldefrist 10. Februar.

Nachlatzkonkurs Karl Adler in Kassel. Schluß- und nach­träglicher Prüsungstermin am 25. Januar. Zur Schlußver- feilung Heben nach Berichtigung der Maffekostcn und Masse- schulden noch 978,88 RM. zur Verfügung, denen an Vor­rechtsforderungen 4,09 RM. gegenüberfteben, während die nicht bevorreebtigten Forderungen 36 510,33 RM. betragen.

Heutiger Freiverkehr

Schwächer.

Berlin, 11. Januar. Nachdem am Sonnabend m den Mittagsstunden auf kleinere toewinnmitnahmen zum Wo- chenfchlliß die Kurfe ber fübrenben Werte einen ea. Ivrozen- tigen Rückgang erfahren batten, schien bie Tendenz auch im heutigen Vormittagsverkehr, im Zufammerchang mit der innenpolitischen Ungeklärtbeit und unter bem Druck des eher rückgängigen Neuvork weiter zur Schwäche neigen zu wollen. Nennenswerte Umsätze wurden aber bisher noch nicht getätigt ,ba bie Spekulation sich abwartend verhielt. Es bleibt immerhin bie Möglichkeit .baß ber relativ leichte Gelbmarkt der Kundschaft einen neuen Anreiz gibt. Am D e v i s« n m a r £ t nantc man: PfundeParis 86%, PfundeMailand 67 ea.. PfundeSpanien 40.30, Pfund« Amsterdam 8% ea., PfundeSchweiz 17,4550, Pfunde Kabel 3,39%.

Gute Reichsbankentlastung

Aber neue Gold- und Deoisenabslüsse.

Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 7. Januar 1932 bat sich in der verflossenen Bankwoche die gesamte Kapital­anlage ber Bank in Wechseln unb Schecks, Lombards und Effekten um 516.4 auf 4130.8 Mill. RM verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -schecks um 289,9 Mill, auf 3854.1 Mill. RM. die Bestände an Reicksschatzwechseln um 80.9 Mill, auf 17,0 Mill. RM unb die Lombarbbestänbe um 146,6 Mill, auf 99,0 Mill. RM abgenommen.

Die Bestände an Gold unb beckungsfähigen De- trifen haben sich um 14,9 Mill, auf 1141,3 Mill. RM ver­mindert. Im einzelnen haben bie Goldbestände um 4.9 Mill, auf 979,0 Mill. RM unb bic Bestänbe an deckungs­fähigen Devisen um 10.0 auf 162,3 Mill. RM abgenom­men. Di« Deckung ber Noten burch Gold und dek- kungsfäbige Devifen beträgt 24,9 Prozent gegen 24,2 Pro­zent in ber Vorwoche.

Berliner Devisenkurse

9. Januar In Reichsmark

Tagt. Geld 7 >!."/<> Privatdiskont 7 »Ja

Buenos Aires . . 1 Pap.-Peso Canada. .... 1 Can. Doll. Japan . , 1 Yen . .

Kairo . . 1 ägypt. Pfd.

Konstantinopel . 1 türk. Pfd London .... 1 Pfd. SterL Neuyork ... 1 Dollar Rio de Janeiro. . 1 Milreis . Uruguay . . 1 Gold Pee. .

Amsterdam . 109 Gulden Athen . , . . 100 Drachmen Brüssel ... 100 Belga .

Bukarest .... 100 Lei . . Budapest ... 100 Pengö . .

Danzig . ... 100 Gulden

Helsingfors... 100 fluni. M. . Italien . 100 Lire

Jugoslawien . . 100 Dinar Kaunas (Kowno) 100 Litas Kopenhagen 100 Kr. Lissabon-0porto 100 Eskudo Oslo .... 100 Kr. . . Paris ..... 100 Frc. . . . Prag .....100 Kr. . . .

Reykjavik ... 100 isl. Kr.

Riga .... 100 Latte Schweis .... 100 Fro. Sofia ..... 100 Lewa Spanien . . . 100 Peseten

Stockh.-Gothenb. 100 Kr. . Tallinn (Estl.) . 100 estn. Kr Wien 100 Schill

Seid 1.038 iSB 14680

Brief

1.042

3.544

iLM

79.23

13.060

78.33

80.920

81.870

3.057

35.66

79.97

112.19

49.950

1.798

168 33 5.395 58.44 2.517 62 94 81.87 6.044

21.330

7.433

42.010

79.07

13.040

SA

81.080

83 063

112.41

50.050

0.251

1802

16917

5405

58.56

82.03

5922%27%, Loubon

Paris. 9. Januar. London 8700. Neuvork 2562%, Bel­gien 354. z-vanien 215%, Italien 129,40. Schweiz 496%.

London, 9. Januar. Montreal 402%. Amsterdam 849, Paris 8678. Brüsiel 2451. Italien 6706.

Amsterdam. 9. Januar. Berlin 5922%27%, London 84850, Neunork 249,52%57%. Paris 977%78. Belgien 346065. Madrid 21002110, Buenos 6264.

Zürich, 9. Januar. Paris 2013%, London 1750, Neuvork ;>14. Belgien 7127, Italien 2610. Spanien 4330, Holland 2065,85, Berlin 121,86, Stockholm 9750, Oslo 974)0. Koven- hasen 967>0. Sofia 372, Prag 1520. Warschau 5745, Belgrad 910, Athen 670. Konstaniinovel 22,40. Bukarest 08. Heising» wrs 750, Buenos-Aires 130, Japan 185.

Londoner Goldpreis. Der Londoner Goldpreis beträgt am 9. Januar 1932 für ein« Unze Feingold 120 sh 11 d 86,7577 RM, iür ein Gramm Feingold demnach 46,6507 vence = 2,789-32 RM.