Handel • Wirtschaft • Börse
Kasseler Neueste Nachrichten
Montag, den 4. Januar 1932
Hessische Handelszeitung
Handelsspanne und Deflation
Kk. Vgl.
31.
32 —
Waren und ihre Preise
100 Lire
Kühe
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Verlängerung der Zeichuungsfrist für die steuerfreie Reicksbalm-Anlcihe. Die nach den bisherigen Bestimmnn- gen mit dem 31. Dezember 1931 abgelaufene Frist für die
10.40
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12.10 -12 30
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Steigende Insolvenzen
Dezember Kontursftatistil für Hcffen-Raffau.
2. Januar
Tagt. Geld 7 Wfo
in Reichsmark Privatdiskont
Landauer Goldpreise. Der Londoner Goldpreis beträgt am 2. Januar 1932 iür eine Unze Feingold 121 sh 4 d — 86.7533 RRl, iür ein Gramm Feingold, demnach 46,8114 pence = 2.78918 RM.
Brief il:Bo W 0.255 1.852 169.17
fall ist heute unmöglich. Bei allen Preisstürzen und in allen Ländern folgt die Spanne dem Abstnken der Produ- zcntenvrcise immer nur sehr zögernd. Immerhin in zu erwarten, dah die Auswirkungen der Konkurrenz innerhalb der Handelssphäre und, wo ihr Hemmungen entgegenstehc», deren Beseitigung eine Senkung der Handelsspanne bewirken werden.
Die Senta ne der Spanne wird dort am längsten aus lick werten lallen.
wo der Konsument Luxusansvrüche an die Aufmachung des Geschäfts, an die Bedienung stellt und wo er selbst sich am passivsten verhält, indem er die Wanderung zum billigsten Laden nicht antritt. Der Erzeuger andererseits — auf dessen Kosten eine zu große Handelsspanne in erster Linie geht — kann durch Qualitätsverbesserung und Vereinheitlichung seiner Ware zur Entlastung der Handelsspanne beitragen. Ferner sollte vom Erzeuger eine Berein- heitlichung der Methoden zu den Marktnotierungen auge- strebt werden.
Die neuen Zapjstellen-Preise
Bekanntlich hat der Reichswirtschaftsminister eine Senkung der Zapsstellen-Pretse mit Wirkung ab 1. Januar 1932 um 2 bis 2,5 Rpsg. angeordnet. Seit dem 1. Jan. gelten nunmehr folgende Zapfstellenpreise:
Dezember Kk. Bgl.
3
3
33
10
0
3
9
61
88 — 33.— 38.50 38.50 36.50
Welten, mark, ab Station Koggen, mark, ab Station Braugerste . - -
Futtergerste ... • • • Hafer, mark, ab Station . Weizenmehl......
Roggenmehl .<»••• Weizen kleie ..»«•• Roggenkleie ..,»»» Viktoriaerbsen . . . . » Kleine Speiseerbsen . -
Futtererbsen......
Peluschken . • • • • Ackerbohnen
Wicken .
Lupinen, blaue . . » » » „ gelbe . . . » » Seradella, neue . . . • * Leinkuchen. Basis 37% . • Erdnußkuchen 50 % Erdnußkuuheumehl 50 % . Trockenschnitzel . .
Extr. Sojaschrot 46%
ab Hamburg.....
ab Stettin ... ». Kartoffelflocken . . .
Zeichnungserklärung auf die steuerfreie Reichsbahn-Anleihe wird bis zum 1. Februar 1932 einschl. verlängert. Bei Zeichnungen nach dem 31. 12. 1931 ist sogleich die erst« Ein- zahlung von 10 Prozent zu entrichten. Die übrigen Teilbeträge und Zahlungszeit«» — je 30 Prozent am 15. Februar, 16. Mai und 15. August 1932 — bleibe» unberührt. Größere Teilzahlungen vor den genannten Terminen und jederzeitta« Bollzahlung find nach wie vor zulässig.
Viehmärkte
Kasseler Schlachtviehmarkt vom 4. Januar. Qbne Gewähr.
Kann die Handelsspanne bei Agrarprodukten verringert werden ?
2.523 65.070
82.28
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21.320 7.407
42.090 79.33
13.060 78.28
16.550
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64.560
81.080
82.260
W 112.86 50.050
Dinar . ■ Litas Kr.
Eskudo Kr. . . Fre. . • Kr. . . isl. Kr. Latte Fre. , Lewa . Peseten
sicht verleihe als »och vor kurzer Zeit. Würde Deutschland erklären, wir brauchen eine völlige Streichung aller Zwangsleiftungcn — und wenn sie nicht bewilligt wird, so werden wir fte autonom durchführen —, so wäre dies nicht mehr eine Schädigung für unsere» Kredit, sondern cs wäre im Gegenteil di« Grundlage für seine Wiederherstellung. Wir hätten die Welt, die früher fast geschloffen gegen uns war, heute fast geschloffen für uns, so daß eine Konsolidierung und langsam« Tilgung 6er noch schwebenden kurzfristigen Schulden ohne weiteres zu erreichen wäre. Auch vom Gesamtinteresse der Weltwirtschaft ergebe sich für demenige», der früher vor Ucber- eilungen in der Reparationsfrage gewarnt habe, heute die entgegengesetzte Situation. Das Ergebnis des Katastro- phenjahres 1931 sei, daß beute von keiner Seit« mehr der einen großen Forderung widersprochen werden könne: Schluß mit de» Revoratione»!
5 22
7 1 0
4
39
Die Zahl 6er aus dem Markte zum Berkau! stehenden Stere: 9 Ochsen. 36 Bullen. 53 Hübe. 76 Rinder, zusammen 174 Stück Großvieh: 396 Schweine, 220 Hairer, 9 Schafe Hammel.
Schluß mit den Reparation ei!
Nur die Streichung der Tribute kann unseren Kredit wiederherstellen
In ihrer Artikelrethe „Deutschland in der Weltwirtschaft" beschäftigt sich die I. u. H.-Korre- svondenz für Außenhandel und Auslandswirtschaft mit dem Reparationsproblem. Es wird festgestellt, daß die Sttll- halteverhandlungen viel glatter verlaufen würden, wenn der Schatten der Reparationsbelastung, der die Frage der deutschen Rückzahlungskrasi bis zur Unkenntlichkeit verdunkel«, endgültig fortgescheucht werden föturte. Es ergebe sich bereits jetzt die Frage, ob die Abwicklung der privaten Schulden überhaupt noch ein Problem darstellen würde, wen» die deutsche Wirtschaft von der Last der Zwangstribute endgültig erlöst würde. Bom deutschen Standpunkt komme mir eine endgültige Streichung der Reparationen auch für all« Zukunft in Frage, wobei die Tilgung der bereits privatifferten Beträge als einzige. Ausnahme zugelaffen wäre. Frage man ffch, welche Voraussetzungen gegeben feien, um diesen Standpunkt zu verwirklichen, so sei zu prüfen, wie zwei Gefahrenmoment« als mögliche Reaktion auf eine Zahlungsverweigerung heute zu beurteilen feie». Zunächst wäre die Besteuerung der Ausfuhrerlöse oder gar eine Beschlagnahme unserer Auslandsguthaben überhaupt höchstens in Frankreich und Belgien zu befürchten. Das Wichtigste sei aber, daß Befürchtung«» um unsere» Kredit nicht mehr in Frage kämen.
Das Gebäude »useres Weltkredttes fei bis aus weiteres hoffnungslos zertrümmert:
daran fei nichts mehr zu verschlimmern. Wohl aber könne und müffe es allmählich wieder aufgerichtet werden, und die wichtigste Voraussetzung sei wiederum di« endgültige Streichung der Reparationen. Hier lieg« der cnffcheidende Punkt, der de« Reparationsvroblem heute ein ganz anderes Ge
rt. Dezember
215.00-21700 185.00-187.00 151.00-16400 14800-150.00 133.00 141.00 2675-30.75 25.50-27 60
9.00-9 25
9 25-9.75
2100-27 50 2200-24.50 1500-1700 1600-1800 1500 1700 1600-1900 10.00-12 00
13.00- 15 00
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6.40-6-50
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Geldinstitute
Nachlässe
Brauche unbekannt u. sonstige ^6
100 Gulden
100 Drachme»
100 Belga .
100 Lei >
100 Peng» .
100 Gulden
100 flnnl. M.
Frankfurter Biebmarkt vom 4. Januar. Der Austrieb des Qauotmarktes Delta ni) 1454 Rinder .darunter 378^ Ochsen, 151 Bullen, 463 Kühe, ferner 558 Kälber, 106 «chare, 5834 Schweine. Verglichen mit dem Auftrieb des Hauvr- Marktes der vergangenen Woche waren 423 Rinder mehr. 2120 Schweine mehr, 120 »alber mehr, 36 «chaie weniger Linsetrieben. Preise: schien: al) 30—34, a2) 26—29. b ■>•>__-25- Bullen: al 26—29. 6) 20—25: Kühe: as 24—27, 6)
20—23, c) 14—19; Färsen: a, 30—34, 6) 26—29, c) 22—25 : Kälber' af —, bs 38—42, es 33—37, di 28—32; Schafe: as •->4 >7. bs 18—23; Schweine: as —, 6l 39—42, cs 39—13.
38—41 c) 35—40. Marktverlaui: Rinder ruhig; Kälber und Schafe langsam: Schweine schleppend, fast ge- räumt.
Im Tezemberhesi der „Blätter für Landwirtschaftliche Marktsorschuug" uutersucht der Herausgeber Profeffor Brandt Me Möglichkeiten, auch die Hau- delslvauue bei Agarprodukten zu verringern. Da dieses Problem Erzenger, Handel uud Koufumenteu in gleichem Matze interefstert, geben wir hier einen Auszug:
In der heutige» Krif« ist eine der gesunden und vatür- kichen Reaktionen der notleidenden Bevölkerung der verschärfte Angriff aus di« Höbe der Preise und damit zugleich her Handelsspanne. Die landwirtschaftliche» Erzeugerpreise stnd — sofern man vom Getreide abffeht — seit 1930 rapide gesunken. Während der Erzeuger den Rückgang seiner Einnahmen spürt, beobachtet er. daß die Konsumen- tenpreise für feine Produkte zwar auch erheblich gefallen stnd, jedoch bei verschiedenen Lebensmitteln nicht in dem Matz, wie es dem Abstnken der Erzeugerpreise entsprechen würde und wie Erzeuger und Verbraucher es für wünschenswert und möglich halten. Handelsunternetzmungen unterliege» aber ebenso wie landwirtschaftliche oder indü- strielle Betrieb« betriebswirtschaftlichen Gesetzen, nach denen sich die Unkosten auf di« umgesetzte Wareneinheit verteile». Charakteristisch für den Deflationsprozetz ist es, daß der in Geld gemessene Umsatz des einzelnen Handelsunternehmens sinkt, selbst wenn man einmal unterstellt, daß der mengenmäßige Umsatz auf alter Höhe gehalten werden könnte.
Die Unkosten stnd zum erheblichen Teil nicht aus. elastische», stch mit dem geldmäßige» Umsatz direkt bewegende» Faktoren zusammengesetzt, sondern fte stnd großenteils f i x. Beim Großhandel sind Mieten, Lagerkosten, Frachten. Spesen für Post und Telefon, Fuhrkosten, Licht und Heizung oder Kühlung und Steuern solche fixen Unkosten. Beim Kleinhandel stnd die Ladenmtete. die Kosten für Licht und Heizung, Porto, Frachtspeseu ebenfalls fixe Unkosten. Die Zinse» find gestiegen, während sich glskchzeitig im Zusammenhang mit dem Schrumpfen des Kreditwesens die Zahlungsfristen verkürzt haben. Auch die Steuern sind gestiegen. Der hohe Anteil an Löhnen, ist bei der geringe» Senkung, die ste bis in den Herbst 1931 erfahren haben, ebenfalls kaum vermindert worden. Lediglich foweit der Lohn beim Kleinfamilienbetrieb mit dem Eigenverbrauch identisch ist, wurde er vielfach zwangsweise gesenkt. Im Großhandel kann allerdings die Zahl der Beschäftigten eher gekürzt werden als im Kleinhandel. Da die Mietsverträge meist langfristig abgeschloffen stnd, konnte auch darin im allgemeinen nichts erspart werden.
Sinkender Geldumsatz bedeutet somit eine vr»ze»t«ale Erhöhung der Handelskosten je Wareueiobeil.
Man schätzt den Einzelhandelsumsatz für 1931 auf 28 Milliarde» Reichsmark gegenüber 35—36 Milliarden Reichsmark im Jahre 1929. Wenn es richtig ist, daß die Unkosten der Warenverteilung von der Höhe des Umsatzes der Handelsbetriebe und dem dadurch bestimmten Verhältnis von fixe» und variablen Betriebskosten abhängig stnd, so muß die Zahl der Handelsunternehmunge», die den Warenumschlag besorgen, volkswirtschaftlich sehr ins Gewicht fallen. Es ist auch auf de» meisten Lebensmittelmärkten immer wieder festgestellt worden, baß seit 1924 zum Teil auch schön aus früherer Zeit her, eine starke lieber« setzung des Handels vor sich gegangen ist Am stärksten dürfte diese Uebersetzüng im Milchhandel sein. Da die Verminderung der Handelsspanne aus. einer Reihe von Gründen, die Profeffor Brandt näher beleuchtet, ziemlich enge Grenze» gesteckt stnd, macht die sinkende Kaufkraft der Konsumenten eine Aufrechterhaltung der Spanne aus Koste» dieser unmöglich, ste zwingt sogar zu ununterbrochenen weiteren Preisherabsetzungen. Bei der gegenwärtige» Gesamtlage erfolgt daher ei» besonders starker Druck auf die Erzeugerpreise.
I» dieser für di« Landwirtschaft so »»günstig«» Lag« versackt »ne di« vierte Notverordnung des Reichspräsident«» eine Wendung herbeizusühreu.
Es. soll die Möglichkeit zu einer betriebswirtschaftlichen Senkung der Handelsspanne geschaffen werden, indem ein großer Teil derjenigen Kostenfaktoren, die bisher der Preisbildung unterlagen, elastisch gestaltet wird. Die Notverordnung senkt die Miete» und gestaltet die Kündigung langfristiger Mietverträge. Sie senkt die Preise für wichtigste Rohstoffe, wie besonders ite Kohle. Sie gestattet die Herabsetzung der Löhne und senkt dje Zinsen. Das Zusammenwirken aller in der Notverordnung vorgesehenen Maßnahmen — leider bringt die Notverordnung auch eine Erhöhung bet Umsatzsteuer, die mit einem Mehr von 1,15 Prozent bei jedem Glied der Handelskette der Senkung entgegenwirkt, wird sich dabin auswirke», daß die bislang fixen Unkosten der Handelsspanne sinken. In das System der starre» Handelsspanne wird also eine Bresche gebrochen. Damit wird dem Handel eine gewisse Elastizität im Ausweichen vor den Deflationsfolgen im Geschäft gegeben. Die Konseouenz der Ausmerzung einzelner Unternehmungen im Wege der freien Konkurrenz bleibt aber bestehen.
Es wäre falsch, übermäßige Hoffnungen zu hegen. Ein Herabsetzen der Spanne im gleiche» Maße wie der Preis-
Gütererzeuguna Handel aller Art Handwerk und Gewerbe
2. Januar
21600-218.00 185.00-18700 151 (.0-166.00 148 00-150.00 133.00-14100
26 75-3075 25.50-27.60
9.00-9.25
9.25-9.75
21.00-27.50
21.50 - 24.00 15.00-17.00 16.00-18.00 14.00-16.00 16.00-1900 1000-12.00 13.00-15.00 22.00-2700 12 00—12.20 12.00
1190
6 40-6.50
Die Dresdner Bonk bat stch an dem 89 Jahre besteben- de» Bankhaus W i l h. Ahlman». Kiel, komaudittstnck beteiligt. *
Die Betriebseinnahmen der Reichsbahn stellten sich im November 1931 ans 290.91 (Okt. 33a.<fil Mill. RM. die Gesamtausgabe ans 384.55 1407.211 Mill. RM. Die durch Einnahmen nickt gedeckten Ausgaben be« laufen stch damit feit Beginn de. Geschäftsjahrs 1931 ans 401 Mill. RM. *
Die Betriebsabteilung Wer da »der Linke-Hos- maun-Bnsck-Werkein Breslau. die ebemahae Sächstiche Waggonfabrik Werdau Ä <8.. bat mit dem Jahresende 42 Beamt« und rund 100 Arbeiter entlasten. Der Rett der Belegschaft soll nur »och d,e vorliegenden Aufträge bis rum Zl. Januar 1932 onferbeitete. Damit wird das Werk vollständig stillgelegt.
Berliner Produktenbörse
Heutiger Frühverkehr gut behauptet.
Berlin. 4. Januar. Geschäft ruhig. Grundstimmung aber weiter gut behauptet. Am Lieferungsmarkt nennt man für Brotgetreide und Hafer Lonnabend-Borsenschlutz- preife Geld. Das Jnlandangebot hat stch nicht verstärkt.
Amtliche Notierungen vom Vortoa
Buenos Aires . . 1
Canada. . ■ • , • 1 Can. Doll.
Japan . . • 1 Yen . •
Kairo ..... 1 kkck.
Konstantinopel . 1 turk PId
London .... 1 Ptd. Sterl.
Neuyork . . 1 Dollar
Bio de Janeiro. . 1 Müreis . . Uruguay . ■ . 1 _ Gold. Pes. Amsterdam . Athen . . Brüssel Bukarest . , Budapest . Danzig. Helsingtora. Italien Jugoslawien
Ausländische Devisen-Kurse.
Zürich. 2. Januar. Paris 2010, London 1738, Neunork 512,35, Belgien 7120, Italien 2594, Spanien 4330. Holland 205,59 Berlin 121.60. Stockholm 9680, Oslo 9580, Kopenhagen "9600. Sofia 371, Prag 1520. Warschau 5770. Budapest 9002.50, Belgrad 905. Athen 660, Konstantinopel 250, Bukarest 307. Selsingsors 750. Pvivatüiskontsatz inl. 1,75, ausl. S!4. Buenos Aires 131. Japan 180, Ost. Bankdiskont 2. tägl. Geld 1,50. Monatsgeld 0,50, 3-Monatsgcld 2,50.
Amsterdam. 2. Januar. Berlin 5930, London 844. Neu- nort 249.40, Parts 978, Belgien 3462.50, Schweiz 4865. Italien 1265, Madrid 2100.
Loudon. 2. Januar. Neuyork 340,25, Aiontreal 410, Amsterdam 848, Paris 8659, Brüffel 2450. Stahe» 2786. Berlin 1429. Schweiz 1741, Spanien 4025.
jirrfia 4 Januar. Zu Beginn der neu«» Woche war im schwachen ^ormittaasverkebr iwch keine Mvertasstge Tendenz zu erkennen, da das Geschatt. rote trnmer ara Montag, erst später tn Gang kommt, Dte letzt«» Kurie vom Sonnabend kmrnten zwar als isemlich sest be,eichnet werden .doch liegt dazwischen wieder.«me matte Neuyorrer Börse und auch die verschärfte Lage tn.Indien gibt zu Bedenken Anlaß. Allerdings schemt fick L-Deffauer Gas- Aktien infolge der Einigung über dte Polen-Entschädigung eilte Sonderbewegung entwickeln zu wollen, und auch für Pfandbriefe besteht eher wieder Nachsraae AmD« v i f e »• markt nannte man: Pfunde—Paris M14. Pfunde—Mat land 67f6, Pfunde—Svanten 40s-(. Pfunde—Amsterdam Sy-, Platze—Schweiz 17.30, Pfunde—Kabel 3,40.
Berliner Devisenkurse
Braunkohle im Solling
Wiederinbetriebnahme des alten Stollens bei Delliehausen.
,»sr 88
. (Tagebau) flott tim. Gange, Die Rohkohle wurde mfl «i««r Drahtseilbahn nach Volpriehausen geschafft, "v stck neben dem Bahnhof eine Brikettfabrtk. ein ^ur"baus usw. der Firma „Consolidierie Sollinger Braunkohlenwerke^ betan-
«äs. asajas »Sb« den kann. Zurzeit stnd 12 Mann mit den Vorarbeiten beschäftigt.
Schlachtvieh weiter rückläufig
Die Wirtschaftslage des Bichhandels im Dezember.
Dom Bund der Viehhändler Deutschlands «. V.. wi»>
g«schäft brachte in manchen Gegenden mn« leichte, je dock nickt anhaltende Besserung der Schlachtviehpretse. Im
ÄS?
sä L
den Bishhandel weiterhin als ungünstig bezeichn« werden.
tamburgO öln
Frankiurt a. M.
Erfurt
Kastel Hannover Berlin
Markenbenzin Markengemisch „Benzol
Davolin, Shell Aral, Dunamin, Esto Zecken- „BP-Strax" ,/BP-Olexin" benzol 37‘— 37.— 42.50 42.50 40.50 36.—
Die Zahl der fett dem letzte» Markte dem «chlachthoi« direkt, ohne Benutzung des ScklachtvieMarktes, zugesührtev Tiere: 1 Ochse, 8 Bullen. 25 Kühe. 9 Rinder, zuf. 43 stuck Großvieh: 322 Schweine. 92 Kälber, 39 Lchafe/Hammel.
Schlachtviehpreise für 50 kg Lebendgewicht:
Ochsen: vollsleisch. ausgemästet« höchsten Schlachtwerts jüngere 31—32 RM. ältere —, sonstige vollfleischige jüngere —, älter« 28—29. fleischige 20—25, gering genährte —.
Bullen: jüngere vollfleischige höchste» Schlachtwerts 30__t2, sonstige vollfleischige oder ausgemastete 28—29, flei
schige 24—27, gering genährte 20—23.
Küb«: jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwerts 28__30. sonstige vollfleischige oder ausgemästete 24—26, flei
schige 20—23, gering genährt« 15—19.
Färsen (Kalbinnen!: vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwerts 31—33, vollfleischige 27—30. fleuch. 20/26.
Fresser: Mäßig genährtes Jungvieh —.
Kälber: Doppellender, bester Mast —, beste Mast- u. Saugkälber 34—38, mittlere Mast- und Saugkälber 30—33, geringe Kälber 24—29., Schafe: nicht notiert. „ ,
Schweine: Fettschwein« über 300 Psd. Lebendgewicht 42—45, vollfleischige Schweine von ca. 240-300 ^fi). 40'45. solche von ca. 200—240 Ptd. 40—44, solche von en. 160—200 Psund 38—42, fleischige Schweine uni ■sauen nicht notiert.
Die Preise stnd Marktpreise für nüchtern gewogene Tiere und schließen sämtliche Spesen des Handels ab «-ta.il für Fracht. Markt- und Verkautskosten, Umsatzsteuer sowie den natürlichen Gewichtsverlust ein, wüsten sich also wesentlich über die Stallpreiie erheben. , .
Markt verlauf; Bei Schweinen und Grosvieh geräumt: bei Kälbern kleiner Ueberstand.
. 100 100 100 100
. 100 . 100 . 100 . 100 . 100 . 100 , 100
Spanien .... 100 _
Stockb.-Gothenb. 100 Kr. .
Tallinn (Estl.l . . 100 estn Kr.
Wien 100 Schill
Landwirtschaft u. verw. Berufe 2
In Kürzet
I« ihrem neuesten Wirtschaffsbericht fordert di« Commerz- und Prioat-Bank. daß man sobald wie moaluh auck die Börienräume für den Freiverkebr zur Verfügung stellen sollt«. Dadurch würde man am beste» bie Boransletznuge» für die Wiederingangletznug des osst- zielle» Börsenverkehrs schäfte» können.
Ueber di« Gerber ». Müller S ch » b s a b r i k A.- G., Lößnitz i. Erz«eb.. ist am 30. De«nGcr das gerichtliche Bergleicksversahre« croftnct worden. Tue Geiellickast befand ffch feit eintger Zeit tn Zahlungsschwierigkeiten.
Am 2. Januar nimmt das in Brüffel ansäsffge Inter- nationale Drahtkartell seine Tätigkeit ent. Das Kartell, das über eine mengenmäßige 6->eiamiauote von <18 nnn f verfügt, woran Deutschland mit 384 009 t — 53,4 Prozent betriligt ist stellt eiu sestg-fügt-s Berkanfskartell dar.
Berliner Schlacktviebmarlt vom 2. Januar. Bezahlt wurden für 50 Kg. Lebendgewicht; Ochsen: vollfleischige uusgemästete höchsten SchlachtivertS, jüngere 37—38. sonstige vollfleischige jüngere 33—36. fleischige 30—32, gering genährte 22—28; Bullen: jüngere vollfletsckige böchsten ^chlachtwer,S 30—32, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 28—29, fleischige 26—27, gering genährte 23—25; Kühe: jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwerts 25—28, sonstige vollsleiichige ober ausgemästete 20—24, fleischige 16—19, gering genährt« 12—14; Färsen: vollfleischige auSgemästete höchsten Schlachtwerts 32—34. vollfleischige 27 bis 30, fleischige 22—25: Fresser: mäßig genährtes Jungvieh 20-—27: Kälber: beste Plast- und Saugkälber 50—57, mittlere Mast- und Saugkälber 32—48. geringe
Halber 20—30: Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- bammel, Stallmast 38—39, mittlere Mastlämmer, äl.crc Masthammel 35—37. gut genährte Sivafe 23—25, fleischiges Schafvieh 31—33, gering genährtes Schasvieh 20—22; Schweine: vollfleischige von zirka 240 bis 300 Psd. 46 bis 47, 200 bis 240 Psd. 45—46. 160—200 Psd. 42—44, - on zirka 120 bis 160 Pfd. 39—40, Sancii 40 vis 41. Austrieb: 1770 Rinder, darunter 536 Ochsen, 554 Bullen, 680 Kühe und Färsen, do. züm Schlachivos direkt 79. Anslandsrinder 35, Kälber 935, Auslandskälber 53, Schale 1942, do. zum Schlachihof dirett 237. Schweine 8291, do zum Schlachihof direkt seit letztem Piehinarkl 1614, Aus- landsfchweine 1260. Marktverlauf: Bei Rindern, Kälbern uns Schafen ziemlich glatt, bei Schweinen glatt.
33-Aprozentigc Preissenkung ertotat.
Bto&rÄ - Januar 1932 in Kraft.
OS eine in llmlßuf non (.6932) t z beiVm ” uF37 69 (20,16), fp öan rm No- Ä:r ein Re in-Abgang von iOk°^r:0.24iergtbt. Der Hauptteil des Zuganges «uttallt dtesmal mtt 11 ,- (<112,971 auf den 8vroz«ntigen Tno. dem der ivro^entige Tvv mit 6.80 (6,01) folgt.
Heutiger Freiverkehr
Roch leine Tendenz.
WeizenausfuhrsLeine Jan. 163, für 2. Halft« 163,->, Rog- aenaussuhr!ckein« Ja». 115„5 Brief. Ger,tebezugs,»eine lofort 25. Bez. Brief. San. 29^i Br. Maisbezugsicheine 72 Geld.
Haudelsrecktlick« Lieferuugsgelckiftte -» der Berliner Produktenbörse vom 2. Januar,
Mai 247 u. Geld. Roggen Marz 20a1/- Siat 21314 und Bries. Haier: Mar, 154% und Briet. Mai —.
Berliner Bntterbericht vom 2. Januar. Infolge der Feiertage waren die Preisoeränderunaen unregcl- mäßig und die Eingänge anfang der Woche gaben kein genaues Bild. Der Konsum war. wie stets nach einem Feit, außerordentlich schwach. Die Mitte der Woche tn Berlin eingetroffenen großen Partien deutscher Butter bewirkten eilte weitere Senkung der Preise um ie 2 Mark für alle Dualitäten. Die Verkaufspreise für Inlandsbutter sind heute:1a Qualität in 1 Ztr.-Tonnen PÄ—127, 2. Qual. 116—120, Auslandsbutter dänische 127—130, kleinere Packungen entsprechender Ausschlag.
Berliner amtlicke Butter-Aoiieruugen zwischen Erzeuger uud Grotzhaudel vom i. Januar. I. Qualität 1.06, II. Qualität 0.98, abfallende Qualität 0.86. Tendenz: ruhig.
Magdeburger Znckeruotierungen vom 2. Januar. Gemahl. Mehlis vrompr o«r 10 Tage —. Tendenz: ruhig.
Wie in fast allen Provinzen wäre« auch in Heffen-Naffan die Jnsolvenzziffern im Dezember roteber 6 86er al® tm November, wenn fte auch nicht dte außerordentlich aohcn Oktoberzahlen erreichten. . 78 Firmen bezw. Etnzelverionen gerieten in ZahIungSichrolertgkeiten «November 67, Ctober 100 In 47 Fällen wurde das Konkursverfabreil eröffnet iNovember 38, Oktober 61), in 31 Fällen das Bergleichsver- sahren eingeleitet «November 29, Oktober 39). Wegen Mangel an Maffe wurden wieder 11 Konkursvertahren mnge. stellt (November 11, Oktober 4). Die in Zablungsschwierig- keilen geratenen Unternehmungen und Rtnzelperionen verteilten sich auf die einzelnen Erwerbsgruppen wie folgt.
November
Kaunas (Kowno) Kopenhagen Lissabon-0 porto Oslo . .
Paris ....
Prag ....
Reykjavik . . Riga . . • Schweiz . . .
Sofia . . i •
Qktober Kk. Vsl.
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Die Reickekbrä» S.-G.. Kulmbach, erzielte 1930/31 einen Reingewinn von 613 756 (559 522) RM. aus dem 15 (20) Prozent Dividende auf 3,a (2.4) Mill. RM Stantmaktieukavstal vorgeschlagen werben.
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Ueber das Bermöaeu der mit einem Aktienkapital von 250 000 RM arbeitenden Deut sch, euBouicot A.-G.. Berlin (Berwertuug des Ponicot-Rauch-Sntuikoiisierungs- verfahreu in Deutschland) ist das Konkursverfahren eröffnet worden.
42.— 48.— 43.— 48.50
48.50 46.50
48.—
Heimisdie Wirtschaft
Rheinisch« Fatz- und Sverrholzfabrik A.ffS.. Andernach a. Rb. Die Gesellschast. die zur Bereinigte Faßiabriken A.- G. Kaffel gehört, verzeichnet für IM^Sl einen Berluft. der aus dem Gewirrnvortrag von 79 498 KM gedeckt wird. Aktienkapital 900 000 RM.
Die Metallindustrie in Hanau und Umgebung. An der allgemeinen Verschlechterung der ArheitsmarkUage »st die Metallindustrie des Hanauer Bezirks weitaus starker ta» andere Gruppen beteiligt. Es sind augenblicklich rund 600 Metallarbeiter mehr erwerbslos als am 31. Dezember 1930. Dte Ebelmetallindustrie hat uamentlich Silberschmiede und Ziseleure entlaßen.
«euer Konkurs in Fulda, lieber das Vermögen der Fa. Johannes Kind, Röhrengrotzhandluna in Fulda Rhon- straße. ist das Konkursverfahren eröffnet. Konkursverwalter: Kaufmann Oswald Milker, Fulda, Nikolausstr. Erste Gläubigerversammlung 25. Januar, allgemeiner Prüflings- termin 8. Februar.
Nenes Konkursverfahren: Händler Ludwig Seim in Allendors. Kr. Kirchhain; K.-B. Kaufmann Herche tn Tren- sa; Anmeldefrist bis 20. 1.
Neues Vergleichsverfahren: Hawauer Beerdigungsinstitut ..Pietät^ in Hanau: B.-P. Kaufmann Eichel; Vergleichstermin 22. 1. ■
Aufgehobenes Konkursverfahren: Kaufmann Julius Borngässer in Wetzlar.
Gebr. Demmer A.-G., Eisenach. Die noch im Umlauf befindlichen Teilschuldverschreibungen . bei 5vroz. Anleihe von 1921 gelangen ah 2. 1. 32 zur Einlösung.
«old
1.058 3.477 1.449 14-630
14.280
4.209 0.253 1.848
168.83 5.295
58 46 2.517 64.93
82.12 6.044
21.280
7.393 42.010
79.17 13.040
78.12 16510 12.470 64.440 60.920 82.100
3.057 HÄ 112.64 49.950