Einzelbild herunterladen
 

Montag, 4. Januar 1932

Kasseler Neueste Nachrichten

Berte 3-1 Beilage

Steuerermäßigung durch Erhöhung der steuerfreien Beträge

Sofort Anträge stellen.

Der GDA schreibt:

Die wertvolle Steuererstattungsmöglichkeit ist den ^ohnsteuerpfichtlgen zwar durch die Notverordnung vom 5. £$uni 1931 genommen worden. Dagegen kön­nen Anträge auf Erhöhung der steuerfreien Beträge unter den gesetzlichen Voraussetzungen nach wie vor gestellt werden.

Eine solche Erhöhung ist davon abhängig, daß die als Werbungskosten und Sonderleistungen zugelaffe- nen Abzüge den Betrag von RM. 40 monatlich über­steigen. Als zugelassene Wzüge gelten hierbei Bei­träge zu sämtlichen Zweigen der Sozialversicherung, also insbesondere zur Kranken-, Invaliden-, Ange­stellten- und Arbeitslosenversicherung, ferner Sterbe­geld- und Lebensversicherungen, weiter Ausgaben für die Berussfortbildung, Kirchensteuern, Gewerkschafts­beiträge und schließlich Zuwendungen an Werksunier- stützungS- und ähnliche Einrichtungen.

Weiter kommen als Werbungskosten in der Haupt- fache hinzu die Kosten für Fahrten zwischen der Wohnung und der Arbeitsstätte, sowie Ausgaben für spezielle Berufskleidung. Soweit alle diese Aufwen­dungen den Betrag von RM, 40 monatlich über­steigen, kann eine entsprechende Erhöhung der 40 M. Pauschale beantragt werden.

Daneben kann auch eine Erhöhung des steuerfreien Betrages im engeren Sinne (RM. 60) nachgesucht werden, und zwar wegen besonderer wirtschaftlicher Verhältnisse.

In Betracht kommen hier vor allem außergewöhn­liche Belastungen durch Unterhalt, Erziehung und Berufsausbildung der Kinder, durch Unterhalt mit­telloser Angehöriger, durch Krankheit, Verschuldung und Unglücksfälle.

Eine Erhöhung kann auch eintreten, w°nn der Steuerpflichtige im verflossenen Jahre arbeitslos ge­wesen ist und seinen Lebensunterhalt im wesentlichen aus Ersparnissen bestritten hat.

Anträge sind unter Beifügung der neuen Steuir- rarte und ausreichenden Belegen an das zuständige Finanzamt zu richtens

Zwei Jahrhunderte deutsche Trachten

In diesen Notzeiten^ wo ein Stückchen Kulturer­rungenschaft nach dem andern verloren geht, wo ganz besonders unsere Heimatstadt Kassel unter dem rigorosen Sparsystem der Regierung leidet, berührt es doppelt wohltuend, wenn ein so berufener Ver­treter, wie der Hessische Geschichtsverein jede Gele­genholt wahrnimmt, um auf die unvergänglichen Guter alter Heimatskultur hinzuweisen.

Den Wenigsten dürste bekannt fein, daß Kassel mit seiner Sammlung älter Kostüme seit 1680 an per Spitze aller Sammlungen deutscher Städte mar­schiert, und so war es für alle Beteiligten ein Ge­nuß, unter der sachgemäßen Rührung von Dr. Hallo diese interessante und reichhaltige Sammlung im Landesmuseum zu durchwandern. Da ist mit uner­müdlichem Fleiß und größter geschichtlicher Treue alles vom Ausgang des 17. Jahrhunderts bis zur Jetztzeit zusammengetragen, was bezeichnend für die zeweilige Kulturepoche war. Herrliche gold- und stlbergestickte Staa-tsgewänder gibt es zu bewundern, Kostüme, Unisormfracks und Reisemäntel des 18 Jahrhunderts. Köstliche Posamenterie-Arbeiten (Oberlinger), Biedermeier-Herrenhüte und Meister­stücke von Schuhmacherkünstlern, entzückende Gesell- schaltsklerder, malvenfarbig und resedagrün, präch- 1-r.l Htdsame Hauben mit Schildpattkämmen, prak­tische Hauskleider und Fächer mit Schirme versehen. Daß die Schönheitsmittel auch früher schon stark in Gebrauch waren, beweist die reichhaltige Sammlung von Puder- und Pomadenbüchsen und Haarwasser- flaschchen des 18. Jahrhunderts. Nach Schluß der hochinteressanten Führung nahm Professor Hopf Ge­legenheit, allen Mitarbeitern im Geschichtsverein seinen Dank für die Arbeit des verflossenen Jahres auszusprechen, er schloß mit der Versicherung, daß der bald 100jährige Verein trotz der Notzeiten in seiner Arbeit fortfahren werde und dabei hoffe, daß das Verständnis für seine Kulturmission in immer weiteren Kreisen Eingang finde

Der Dank der Heilsarmee. Da es uns nicht mög­lich ist, allen Gebern persönlichen Dank auszusprechen mochten wir diesen auf öffentlichem Wege abstatten. Die Topfsammlung erbrachte RM. 1846,83, wodurch 60g Familien mit einem Lebensmittelpaket beschert werden konnten. 82 Familien konnten zur Betreu­ung über die Weihnachtstage erylittelt werden. Eine besondere Freude war es. Zusendungen von Klei- dungs- und Lebensmittolpaketon aus Kassel-Land, Waldeck und Homberaer Gegend zu erhalten. Der Gesamtwert der Weihnachtsbescherungen, infl. für 300 Kinder, betrug 3753,83 Mark. ' Wir wünschen unseren Freunden ein gesegnetes neues Jahr und bitten sie freundlichst unserer Missionstätigkeit auch fernerhin gedenken zu wollen. Konto: Heilsarmee- Stadtsparkaffe 1819. Namens der Heilsarmee: F. Müller, Adjutant.

Oie(Stillegung*

Kein Gesetz ist so lückenlos, daß man es nicht durch ein Hinterlurchen umgeben könnte.

Eine Firma beantragte im August bei der Regierung Stillegung ihres Betriebes. Dem Antrag würbe stattge- aeben, ledoch erklärte der Metallarbeiterverband damals, daß es sich um eine Scheinstillegung hanble.

Einige Kräfte. Meister, Lehrlinge und Mädchen wurden über die «verrsrist hinaus beschäirigt. angeblich um Rest- oestande aufzuarbeiten. Der Werkzeugschlosser H. wollte nun als Betriebsratmitglied auch wieder weiterbeichäitigt wer­den, was die Firma auch tat. allerdings musste eine ein­tägige Kundigungstrist anstelle der üblichen Htägigen tre- ten. Am 21. Oktober wurde der Rest der Belegschaft bis aus die Meister und Lehrlinge entlassen: H. befand sich auch darunter. Schon am 22. Oktober sollen betriebs­fremde Arbeiter eingestellt worden fein und am 26. Oktober luchte die Firma durch Zeitungsinserat ..Arbeiterinnen im Alter von 18 bis 20 Fahren". Der Betrieb wurde also, wenn auch in beschränktem Matze, weiteraeführt. Der Ber- band erklärte nun, datz die Firma die Leute, die nach den Sätzen des Danis beschäftigt gewesen sind. nur entlassen wollte, um billigeres Personal zu bekommen, rechtfertigt. Bor, dem Arbeitsgericht gab die Firma das auch zu. der Betrieb wolle an, neuer Basis und in beschränktem Um- tauge weitergeiubn werden. Die Zahl der zur Seit der Klage beschäftigt gewesenen Arbeiter und Arbeiterinnen soll ebenso grotz fein, wie vor der von ihr beantragten Still­legung.

Es ist gut zu verstehen, Lab die entlassenen Leute nun

die Rechtsprechung de? Arbeitsgerichts in Anspruch nahmen. Das Beinebsratsmiralied H. klagte zunächst aus Zahlung des ihm noch zuttebenden Lohnes von 299.80 Mark und wei­ter auf Feststellung, datz das 21 rbeitsVerhältnis über den 28 November hinaus sonbesteüt. Die übrigen Arbeiter und Arbeiterinnen hatten aus Krund des £ 84 des Be- triebsrätegesetzes Einspruchsklagen erhoben. Alle erblickten in ihren Entlassungen unbillige Härten. Kläger H. und der Vertreter des Metallarbeiterverbandes wiesen nach, datz zur Seit des Stillegungsantroges die Abteilung. in der das Betriebsmitglied H. beichästigt war. überhaupt nicht stillge­legen habe. Diese Frage spielte insofern eine erhebliche a[s dekl. behauptete, datz für H. wegen Aufhebung der Werkzeuaichlosserei keine Arbeitsmüglichkeit mehr bestan­den habe. H. machte aber geltend, datz seine Tätigkeit im­mer zu etwa 50 Prozent aus anderen, im Betrieb erforder­lichen Arbeiten, bestanden habe. Das Arbeitsgericht ver­urteilte ine Bell, zur Zahlung von 299,80 Mark an den Klager. Des weiteren wurde festgestellt, datz das Arbeits­verhältnis weiterbesteht. In der Urteilsbegründung brachte der Vorsstzende, Landgerichtsrat Grebe, zum Ausdruck, dah

»ach dem eigene» Vorbringen der Beklagte« eine Still­legung im Sinne des Betriebsrätegesetzes nicht »orläge.

Der Betrieb habe nicht geruht, denn die Belegschaftszifser let gegenwärtig genau so stark, wie zur Zeit bes Dttlle- gunasantrages. Es könne daher nur von einer Betriebs­ein,chrankung gesprochen werden. Die Entlassung des Klä­gers hatte daher der Zustimmung des Betriebs.rates be­durft. Dagegen wies das Gericht die Einspruchsklagen ab. .in allen Fallen wurde, soweit da? nicht schon durch die Höbe der Klagesumme möglich ist, die Berufung zugelassen.

Unfere Heimat

Obcrzwehre». Die Arbeiter-Samariterkolonne hielt ihre Jahres-Generalversammlung im Vercinslokal Spieß ab. Laut Slatistik waren vom 1. 4. bis 30. 7. 1931 106 Unfälle zu verzeichnen. Die Kaffenverhält­nisse sind zufriedenstellend. Der alte Vorstand wurde bis auf den Kassierer wiedergewählt. Die Kolonne be­absichtigt im Januar einen weiteren Kursus für erste Hilfe zu führen, Anmeldungen nimmt der Genosse Hans Plettenberg, Rengershäuserstraßc Nr. 81 ent­gegen. Kursusstundcn werden noch bekannt gegeben. Allen denen, die uns int letzten Jahre praktisch und finanziell unterstützten, sagen wir auf diesem Wege unseren besten Dank.

Guntershausen. Dreister Einbruch. Nachdem in Dörnhagen einem Landwirt die ganzen Truthühner, einem anderen die ganze Wäsche und in Fehrenberg die ganzen Würste gestohlen worden waren, statteten nun auch Diebe dem Landwirt Sch. einen Besuch ab. Sie drangen nachts in den Hühnerstall ein und töte­ten von den 80 Hühnern 42. Als am nächsten Morgen die Hühner gefüttert werden sollten, sand man nur die Köpfe noch vor. Unbeobachtet entkamen die Räu­ber mit ihrer Beute. Hoffentlich gelingt es, ihrer bald habhaft zu werden.

Oie Gemeindeveriretung

tagt in Riedervellmar.

In der Sitzung der Gemeindevertretung in Nie­dervellmar gab der Bürgermeister einen Bericht über den Stand der Gemeindefinanzcn. Tie Zahl der Wohl­fahrtsempfänger ist erheblich gestiegen. Dadurch sind die im Etat vorgesehenen Mittel schon jetzt um das Doppelte überschritten. Der Fehlbetrag wird vorläu­fig durch Mittel, die aus einem Guthaben von Ver­waltungsbeihilfen der Reichsbahn und Reichspost stammen, gedeckt. Ein Antrag der bürgerlichen Frak­tionen auf Abbau einer Schreibhilfe wurde von der SPD. abgelehnt. An Stelle des freiwillig ausschei- dcnden Schöffen Rudolf wurde der Schöffe Humburg gewählt. Ein Antrag, der verlangt, daß die alten Schulbänke durch neue Bänke ersetzt werden sollen, wurde einstimmig angenommen. Mit der Ausfüh­rung dieser Arbeiten sollen ansässige Geschäftsleute beauftragt werden. Weiter wurde ein Antrag, der die unnachsichtliche Eintreibung der Steuern unter Androhung von Zwangsmaßnahmen verlangt, ange­nommen. Ein freiwilliger Arbeitsdienst soll cinge- führi werden. Es ist geplant, die Gnntersloh-Schlucht nutzbar zu machen. Für diese Arbeiten haben sich bis jetzt 31 Freiwillige gemeldet.

Aus dem Streife Witzenhausen

Witzenhausen. Landesrenterei. In der Zeit vom 4. Januar bis zum 5. Februar ist die Landesren­terei wegen auswärtiger Erhebetermine am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag geschlossen. Wäh­rend dieser Zeit sind Kassen- und Sprechstunden nur am Mittwoch und Sonnabend vom 812,30 Uhr.

Großalmerode. 40 Jahre Firma Lest. 40 Jahre sind verflossen, seit Kaufmann Gustav Oest das unter der Firma Friedrich Wilhelm Oest von soi- new Vater seit 1868 betriebene Geschäft übernahm. Das Geschäft ist, wenn sticht gar das älteste, so doch eins der ältesten am Plätze. Durch Fleiß und kauf­männische Tüchtigkeit konnte der Jubilar das Ge­schäft auf seine jetzige Höhe bringen und sich durch sein freundliches sowie hilfreiches Wesen das Ver­trauen seines großen Kundenkreises und seiner Mit­bürger erwerben. Ms Geschworener und Schöffe war er mehrfach tätig. Auch im Stadtparlament ist er kein Unbekannter. Als Stadtverordneter ist er jetzt noch tätig. Wir beglückwünschen den Iüb 'ar und hoffen, daß ihm auch ferner eine gute Zukunft beschieden sein möge.

Werleshausen. Der Wafferstand der Werra ist um zirka 70 Zentimeter gestiegen. Er erreichte eine Höhe von 0,90 Metern über dem Normalstand.

Es brennt in Oberrieden

In Oberrieden brach in dem Anwesen des Schnei­dermeisters Georg Siebold Feuer aus. Die Scheune brannte vollständig nieder. Sämtliche Erntevorräte wurden mit vernichtet. Auch auf den Dachstuhl des Wohnhauses griffen die Flammen über. Aber den angestrengten Bemühungen der Feuerwehren von Oberrieden, Lindewerra und Wendershausen sowie der Motorspritze aus Witzenhausen gelang es, das Wohnhaus zu erhalten. Der entstandene Schaden ist beträchtlich. Die Entstehungsursache des Brandes konnte bisher noch nicht scstgestellt werden. Bei Aus­bruch des Feuers war nur ein krankes Familienmit­glied zu Hause, während sich die Eheleute Siebold auf einem Schlachtfest befanden.

Aus dem Kreise Eschwege

Eschwegc. Treue Dienste. Auf eine 40jährige un­unterbrochene Tätigkeit bei der Firma Heinrich Käbberich konnte Frau Emma Gleim zurückbilicken. Sie ist die Leiterin der Handarbeitsabteilung. Von der Handelskammer erhielt sie eine Ehrenurkunde für treu geleistete Dienste. Von der Firma wurde sie durch ein Geldgeschenk erfreut.

Eschwege. Die Notverordnung wirkt sich aus. In­folge der Herabsetzung des Dienstalters der Volks­schullehrer auf 62 Jahre werden im hiesigen Kreise sechs Lehrer pensioniert, und zwar vier Lehrer in der Stadt Eschwege, einer in Wandfried und einer in Jestädt. Bei zwei Lehrern in Eschwege ist allerdings die sofortige Pensionierung noch ungewiß, weil sie erst nach dem Stichtag, dem 1. Oktober, das 62. Lebensjahr vollendet haben und außerdem auch nur zwei Lehrerstellen eingezogen werden.

Eschwege. Bon der Viehzucht. Bei der letzten Schlvetnezähkung würben im hiesigen Kreis« 29357 Schweine festgestellt. Gegenüber der Zählung am 1. September ist eine kleine Steigerung eingetreten. Da­mals 'betrug der Schweinebestand 29142 Tiere.

Wanfried. Heizungsanloge in der Kirche Die Gemeinde Ershausen hat beschlossen, die Kirche mi>t einer Heizungsanlage zu versehen. Die Arbeiten sind bereits im Gang«, sodaß di« Anlage noch in diesem Winter in Benutzung genommen werden kann.

Streit in -er Neujahrsnacht

In der Neujahrsnacht kam es zwischen jungen Leuten von Veckerhagen und Vaake zu Streitigkeiten, in dessen Verlauf der Arbeiter Friedrich Dietrich mit einem Messer einen Stich in den Rücken erhielt, wo­durch er lebensgefährlich verletzt wurde. Der Ver­letzte mußte auf Anordnung des hiesigen Arztes so­fort in das Krankenhaus überführt werden.

Aus dem Kreise Notenburg

Di« Rrichspost hat die Kraftpost Rotenburg Ersrode wegen schlechter Benützung skillgelegt.

Tragischer Tob

In Eorbach ereignete sich auf dem Verbastdselek- trizitätswerk ein bedauerlicher Unglücksfall. Der Kraft­wagenführer G. aus Wildungen kam der Stromlei­tung zu nahe, was seinen sofortigen Tod zur Folge hatte.

*

Die Continental-Werke Corbach haben 200 Arbei­ter für die Fahrradfabrikation wieder eingestellt. Im Interesse der Arbeitslosen wäre zu wünschen, daß weitere Einstellungen folgen.

Aus dem Kreise Kirchhain

Neustadt. 40 Jahre Pfarrer. Pfarrer Ebel, wel­cher seit 1904 an der hiesigen Dreisaltigkeitskirche an­

gestellt ist, konnte am Neujahrstage auf eine 40jäh- rige priesterliche Tätigkeit zurückblicken. Vor zwei Jahren wurde er vom Bischof von Fulda zum Dechan­ten für Oberhessen ernannt.

Kirchhain. Tie Viehzählung im Kreise hatte fol­gendes Ergebnis: 4239 viehhaltende Haushaltungen, 2166 Pferde, 3 Maultiere, 17141 Stück Rindvieh, 6077 Schafe, 21 670 Schweine, 2340 Ziegen, 66 867 Stück Federvieh und 997 Bienenstöcke. Gegen das Vorjahr hat die Zahl des Geflügels um 14 000 Stück zugenom­men. was auf die Errichtung verschiedener Geflügel­farmen zurückzuführen ist.

Gr.-Ropperhausen. Vom Rade gestürzt. Der Steinrichter H. Helwig, der aus dem Wege zum Ar­beitsamt Neukirchen war, stürzte mit dem Rad und zog sich einen doppelten Knöchelbruch zu. Eine Uebcr- führung in die Anstalt Hephara war erforderlich.

Ascherode. Baumfrevel. Aus einer kleinen Fich- lenanlage wurden hier zwölf junge schön gewachsene Fichten entwendet, die als Weihnachtsbäume Ver­wendung finden sollten. Wie man hört, sollen die Täter bereits in Treysa ermittelt sein.

Aus dem Kreise Marburg

Marburg. Die Jäger treffen sich. . . In Mar­burg trafen sich die Angehörigen des Jägerbataillons 14. Oberstleutnant a. D. Freiherr Schenk zu Schweinsberg gab einen Bericht über die Kämpfe des Reserve-Jägerbataillons 14, das im Verbände des Alpenkorps auf fast allen Kriegsschauplätzen kämpfte. Auf einstimmigen Wunsch wurde eine kameradschaft­liche Vereinigung gegründet und Oberstleutnant Schenk zu Schweinsberg, der vom Fähnrich bis auf­wärts dem Bataillon angehörte, zum Vorsitzenden ge­wählt.

BergifW

In Windehausen wurde ein erst seit kurzem verheiratetes Landwirtsehepaar vergiftet aufgefunden. Das Dienstmädchen hatte am Abend zuvor von der Herrschaft Urlaub bekommen. Als es am anderen Morgen zurllckkehrte, fand es Mann und Frau im Bett liegend vergiftet auf. Die im Krankenhaus angestellten Wiederbelebungsver­suche hatten bei der Frau Erfolg, während der Mann starb. Der Grund ist noch unbekannt.

Erschließung -er Rhön

800 000 Mark für den Ausbau der Fulda-Rhönbahn.

Nach Verhandlungen zwischen der Reichsbahn und dem Thüringer Staat werden jetzt weitere 800000 M. für den normalspurigen Ausbau der Fulda-Rhönbahn bereitgestellt. So können jetzt die Bauabschnitte Stadtlengsfeld und Kaltennordheim in Angriff ge­nommen werden. Ursprünglich sollte der normal­spurige Ausbau der ganzen Strecke Dorndorf-Kalten- nordheim bis zum 1. Oktober fertiggestellt sein.

*

Ebenso scheinen die Bemühungen des Zweckvcr- bandes für den Bahnbau Königshofen-Rodach jetzt von Erfolg gekrönt zu werden. Die zu bauende Bahn stellt eine Verlängerung der bestehenden Rhönbahn Bischofsheim-Neustadt a. S.-Königshofen über Rodach bis nach Coburg her. Durch den Bahnbau erstrebt man eine wirtschaftliche Förderung des betreffenden Gebiets und eine Förderung des Fremdenverkehrs zur Rhön. Der Reichsverkehrsminister hat jetzt die zu bauende Bahn als eine solche allgemeinen Ver­kehrs anerkannt. Der Arbeitsminister bat Unter­stützung durch die werteschaffende Erwcrbslosenfür- sorge zugesagt. Der Zweckverband wird nun die übrige Finanzierung festlegen.

Aus -em Kreise Vte-enkopf

Biedenkopf. Die Generalversammlung der Volks­bank war überaus gut besucht. Bei der Ergänzungs- Wahl zum Aussichtsrat wurden die seitherigen Mit­glieder wiedergewählt, neu hinzu wurde gewählt der Steuerberater Ernst Köppe. Dr. Wagner-Marburg hielt einen sehr interessanten Vortrag über das The­maDie Zukunft der deutschen Wirtschaft und die Genossenschaften des Mittelstandes".

Gladenbach. Autounfall. In der Nähe von Gla­denbach verunglückte das Auto eines Kaufmanns. Der Wagen wurde sehr mitgenommen. Sämtliche In­sassen erlitten teils schwere, teils leichtere Ver­letzungen.

Steuergei-er beschlagnahmt

Für die Gemeinden des Kreises Wetzlar wurden di« Reichssteuerüherweiffungen gesperrt. Die gesperrten Beträge sollen für Anteile der Gemeinden an der Krisenfürsorge und für die Stützungsaktion der Rheinischen Landesbank verwandt werden. Inwieweit die Gemeinden ihrerseits noch künftig die Möglichkeit zu Zahlungen haben, ist na­türlich unter diesen Umständen ungewiß. Der Kreis­tag des Kreises Wetzlar wird sich am 14. Januar mit der Finanzlage des Kreises zu beschäftigen und ins­besondere über die Deckung eines Defizits von rund 500 000 RM. zu beschließen haben.

Das Jahr 1932 muß das Jahr der Gesundung sein

Jedermann helfe mit am Aufbau durch Gesundung am eigenen Körper. Nur der Gesunde ist der wirtschaftlich SlLrkere, denn nur der Gesunde kann den Röten unserer Zeit mit dem Glauben und dem feste» Willen für eine bessere Zukunft entgegentreten. Gesund zu werde» durch die Salu-kur das sei der feste Willen jedes Kranken. Gesund zu bleiben durch die Soluskur das sei daS Bestreben des Gesunden

Was ist die Saluskur?

Die Saluskur ist eine auf wissenschaftlicher Erkenntnis aufgebaute Lebens- und Heilweiie, die sich nun schon seit 15 Jahren mit gesteigertem Er­folg bei chronischen noch beeinflußbaren Krankheiten der verschiedensten Art ganz hervorragend bewährt hat. Die Saluskur beruht auf dem Zusammen­wirken unschädlicher Mittel zur Reinigung, Ent- gistung und Neubelebung des Gesamtorganismus in Verbindung mit einer zweckmäßigen Ernährungs­weite.

Wie find die Erfolge der Saluskur?

Darüber wollen Sie selbst urteilen. Tatsache ist, daß die Saluskur nur durch Empfehlung so rasch an Verbreitung gewann, daß nicht scheinbare son­dern wirkliche Erfolge die Saluskur allgemein beliebt machten. Wie schon seit Jahren, so erhalten wir auch jetzt noch täglich begeisterte Anerken­nungen, wovon wir nachträglich einige Zuschriften auszugsweise veröffentlichen.

Rheumatismus

Ihre routitetvoHe Heilweffe hat mich mm menten rbeu- motifchen Schmerzen befreit, fo dass ich meine Arbeit genau k> verrichten kann rote oorber. auch körverlich Ht mein Be- fittbett besser geworden Die Anwendung des Banchichnel- lens ift »nr ja entefefilen, man fühlt ssch danach immer n>te neugeboren. Ich kann -ie Satuskur für Gicht utti r-LMuatkiche Schmerzen nur warm emvfehlen. Die Sa-

tuskur richtig angewandt Bringt Tito jeden dauernde Ge­sundheit.

Eilenburg. Kranolbstr. ^0 Otto Berndt.

Langjährige Nervenkrankheit

Seit einem halben Jahr gebrauche ich die Saluskur und habe durch die Kur meine langjährig- Nervenkrankheit be­deutend gebessert. Das Bauchicknellen möchte ich auf kei­nen Kall aufgeben, da es mir gang ausgezeichnet bekommt und ich körverlich vollkommen gefund geworden bin.

Berlin-Halenfee, Ringbachftr. 3/0.

Kurt Liier nift. Architekt.

Gallen- nnb Leberleiden,

Verstopfung, Hämorrhoiden

Ich, litt an Galle und Leber, an hartnäckiger Verstov- fung zirka 15 Jahre. und vor allem an Hämorrhoiden. Nachdem ich die Saluskur ein Jahr nach Vorschrift be­trieb. bin ich von meinem Leiden geheilt und bin glücklich, auch mein Hämorrhoidalleiden, was sehr schmerzhaft war, lo-geworden zu fein, roofür ich Herrn Dr. Greitber immer dankbar bin und die Kur allen Leidenden empfehle.

Stettin, Jrauenstr. 27. Marte Boceard.

Hautkrankheit, Fettleibigkeit

Zu meiner Gattin und meiner ganz besonderen Freude kann ich Ihnen mitteUen. datz Ihre Kur trotz der sehr kur­zen Anwendungszett von kaum 3 Wochen schon wahre Wunder gewirkt hat. Die furchtbare Hautkrankheit meiiner trrau trat am heftigsten an den Händen auf. Dieselben waren unförmlich angeschwollen und bildeten einen unauf- börlschen Eiterherd, schon nach Illtägiger Anwenduna der Rur trat die Reaktion ein. Einige Tage später heilten die Eiterherde nach und nach ab. Jetzt sind die Hände voll­kommen auSaebeilt und die Haut bat ein tadelloses Aus- toben. Ich selbst litt schon feit Jahren an ziemlich starker Fettleibigkeit. Die verschiedensten Mittel, welche ich dage­gen anwandte, selbst turnen, blieben erfolglos. Gewissen­haft führte ich Ihre Kur durch. Bor allen Dingen führte ich das Bauchiwnellen energisch durch. Der Erfolg blieb nicht aus: mein Baiichumsana hat ssch bereits verringert. Ich fühle mich viel frischer uni rochier wie ie vorher. Ich möchte Ihnen schon setzt über die geradezu wunderbare» Erfolge Ihrer Änr berichten und Ihnen gleichzettig unseren

verbindlichsten Dank anssvrechen. Nicht unerwähnt möchte ich Innen, dass meine Arau sowohl wie ich vorher eine saft «monatliche andere Kur durchmachten, jedoch ohne den ge­ringsten Erfolg.

Grünberg-Lchlefien. Neumarkt 4 Hugo Wilhelm

Venenleiden, Bronchialkatarrh, Asthma

. Bis jetzt mache ich die Saluskur nach Vorschrift, mache >eden Tag 1500 bis 3000 mal Bauchschnellen. Ich leide fthou seit 1914 an Benenleiden. dann Ivar ich seit 1980 bei­nahe jeden Winter an Bronchialkatarrh und Asthma mehr- wöchentlich bettlägerig krank. Ich hahe mich streng an die vorgeschriebene Diät gehalten und das Leiden ift ver­schwunden. Ich habe mich damals röntgen lassen. Der Befund:Der Magenausgang hat ssch verengt durch ein fttofdirottr, dasselbe hat ssch vernarbt. Das Zwerchfell bat ssch gesenkt. Die Aorta ift stark verkalkt ufro. Jetzt bin ich glücklich, dass ich wieder gesund bin. Ich hin Herrn Dr. Greither zu grohem Dank veroflichtet und habe die Kur meinen Freunden und Bekannten bestens emvsohlen und werde diese auch wo ich kann emofehlen.

Frankfurt a. M Vetterroeilftr. 65 Joies Sauer.

Darmträgheit, Zmkerleidea, Gallenblaseaentzdg.

Durch Anwendung der Saluskur bin ich von meiner Darmträgheit, die ssch zur Darmstockung gesteigert hatte, befreit. Bon Seit zu Zeit bringe ich noch etwas Salus- Oel in Anwendung. Die durch die Darmträgheit sscherlich als Begleiterscheinung ausgetretene Leberschwellung und Aallenblasenentziindung bin ich glücklicherweise auch los geworden. Reben diesen Beschwerden litt ich auch noch an Zuckerkrankheit Oööchstmenge 8 Pro,.), die gleichfalls be­hoben. und nur noch von Zett zu Zett ganz gering auftritt.

Breslau. Mathiasstr. 105 Heinrich Kaiser

Ischias

Tchon seit 5 Jahren bin ich Bezieher Ihrer Saluskur, und zwar wende ich Liefe gegen ein hartnäckiges Jschtas- leiien an. Fünf Jahre konnte ich mich nur mühsam an zwei Stöcken sortbewegen. Ich wurde aus ihre Saluskur aufmerksam gemacht. Schon nach Einnahme der erften Ilasche mit Pastillen verwürfe ich leichte Besserung. Dies gab mir frischen Mut, ich führte die Sur vorschrülsmatzig

weiter. Nach Verwendung von zirka 5 Snrvackungen war ich schon soweit, dass ich ohne Stock gehen konnte, nach einem Jahr konnte ich schon Jusslouren von mehreren Stunden machen. Sie können ssch denken, wie mir freudig zumute war. nachdem ich schon jegliche Hoffnung auf Bri- ferung aufgegeben habe.

Hohenberg. Post Ellwangeu.Wttbg. Joseph Beit

In Fällen besonders hartnäckiger Natur, wie bei

Rheumatismus, Gicht, Ischtas,Lungen-,Leber- tu Hevzerlraukungen, Magen-, Darin-, Gallen- u. Nierenleiden, Wassersucht, Arterienverkal­kung, Asthma, Darmschwäche, Stuhlträgheit, Verdauungitörungeu, Fettsucht, Abmagerung, Krämpfe, Hämorrhoiden, Nerven- und Haut- kraukhetten, Kropf, Beschwerde« der Wechsel­jahre, vorzeitiges Altern «sw.

werden Heilungen u. weitgeh. Besserungen erzielt.

Verlangen Sie kostenlosen ProspektHeilen heißt Reinigen" und unverbindliche Auskunft vom

Salushaus Dr. med. 0. Greitber

g. m. b. h. München

Filiale Kassel, Hohenzollernstr. 35

In unseren sämtlichen Filialen sind auch vollwertige pesundheitsördernde Reformnahrungsmittel erhätt- Uch. Preisliste kostenlos.