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Kasseler Abendzeitung

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Kasseler Neueste Nachrichten

Nummer 2 *

Montag, 4. Januar 1932

22. Jahrgang

Das Ende der politischen Weihnachtspaufe

Oie Mitglieder der Reichsregierung wieder in Berlin / Die deutschen Delegationen für die großen Konferenzen / Erhöhte parteipolitische Tätigkeit

Oie Stadt der Illusionen

(Von unserem Pariser Korrespondenten.)

Deutschlands Vorbereitungen

für die Tribut- und Abrüstungskonferenz

in

Der Tonschreiber soll helfen!

Esse», 4. Januar.

Am Montag morgen wurde an der Moltkestratze Essen ein Personalwagen der Straßenbahn da-

falsch bezeichnet. Man erklärt, daß die Zusammen­kunft nicht vor dem Zusammentritt der Sachverstän- digen der beiden Länder stattsillden werde. Minister- prästdent Laval habe autzcrdeni vor einigen Tagen aus das Schreiben des englischen Ministerpräsidenten geantwortet.

Von den beiden Telegraphenarbeitern, die am Sonnabend wegen Rundfunkstörung in der Silvester- ilachl festgenommen worden waren, hat, wie die Moiilagspost" erfährt, der eine sein Alibi einwand­frei nachweisen können und mußte infolgedessen wie­der eiltlassen werden. Jetzi hat man einen dritten Manu ebenfalls einen Telegraphenarbeiter zur Vernehmung ins Polizeipräsidium gebracht. Gr, be­streitet ebenfalls die Beteiligung an der Rundfunk­störung und gibt an, daß er noch niemals an einem Riindfitnkkabek gearbeitet habe. Sein Alibi wird noch- geprüjt.

durch zum Stehen gebracht, daß die W e i ch e mit Steinen unbefahrbar gemacht worden war. Die das Hindernis beseitigenden Straßenbahner sahen sich plötzlich sieben Männern gegenüber, die sie mit vorgehaltenen Revolvern zum Streik aufsorder- ten. Der Wagen fuhr daraufhin zum Hauptbahnhof zurück und alarmierte die Polizei. Beim Eintreffen des lleberfallkommandos waren jedoch die Streik­hetzer bereits verschwunden.

Die Polizei hat jetzt besondere Maßnahmen ge­troffen, um einen störungsfreien Verkehr zu gewähr­leisten. Auf den meisten Straßenbahnwagen find Kriminal- oder Schutzpolizeibeamte postiert. Gegen 4.40 Uhr morgens wurden auf einen Straßenbahn­wagen der Linie 20 auf der Märkischenstraßc ein Pflaster st ein geschleudert, der zum Glück nicht in eine Fensterscheibe traf. Einer von den auf dem Wagen befindlichen Polizeibeamten gab sofort auf den Flüchtenden einen Schreckschuß ab. Der Tä­ter konnte jedoch in der Dunkleheit entkommen.

Schon in den frühesten Morgenstunden sah man in den Straßen, die zur Kruppschen Fabrik führen, über­all S t r e i k p o st e n , die teilweise in Gruppen bis zu 8 Mann aus die zur Arbeit gehenden Ar­beiter warteten, um sie zum Streik aufzufordern. Auch die zum Dienst gehenden Straßenbahner wurden an­gehalten und zum Streik ausgesordert.

Dr. Pz. Paris, Anfang Januar.

Daß die Panzerkeller der Banque de France von Goldbarren strotzen, weiß jedermann; aber größer noch als diese märchenhaften Schätze sind die Vor­räte an Optimismus, mit denen das offizielle Frank­reich, besonders seit demfinanziellen Maruewunder Poincarös vom Jahre 1926, die Nation in einer Art Wohlstandstaumel zu erhalten weiß. Es ist nicht so sehr das Blendwerk der amerikanischenProsperity", sondern der fast metaphysische, felsenfeste Glaube: Wir sind auch in finanzieller und wirtschaftlicher Be­ziehung das auserwählte Volk, uns kann im Grunde nichts passieren, wir sind immer nochfett und rosig", wie der angesehene Schriftsteller Georges Ponsot in einer radikalen Zeitung kürzlich schrieb, und wenn die ganze Welt in Trümmer geht, schwimmt die Arche Frankreich heil über den Fluten . . . Die Illusion, durch tausend künstliche Mittel ge­nährt, ist so täuschend, daß sich selbst der kühle Beobachter fragt, welche Kraft schließlich siegen wird: die des Scheins, oder die der nackten Tatsachen, die sich auf die Dauer doch nicht ganz verschweigen lassen.

Denn diese Tatsachen liegen zum Teil heute schon offen zu Tage. Der Fremdenstrom ist nahezu völltg versiegt, und was dies für eine Stadt wie L-aus bedeute» will, braucht nicht naher d'argelegt zu werden; die Drehtüren der großen Hotels stehen still, die Luxusgeschäfte zwischen der Großen Oper und dem Triumphbogen eben tagelang keinen Kirn-

Berlin, 4. Januar.

Rach einer Meldung desMontag" wurde eine Platte, auf der ein in Demmin lebender Tilsiter von Heyden-Linden die Hindcnburgrcde vom Silvester­abend mit seinem Siemens-Tonschreiber ausgenommen hat, und auf der auch dre ko mmu­rr i st i scheu Störungen genau verzeichnet sind, von der politischen Polizei angesordert und wird für Montag in Berlin erwartet. Die Kommissare werden dann an Hand der Platte die Sprechweise der kommunistischen Saboteure mit der der ihnen ver­dächtig erscheinenden Personen vergleichen. Mög­licherweise wird man die Verdächtigen in einen Ton­schreiber sprechen lassen, um Vergleiche anzustellen.

Straßenlaternen zerstört. Zu gleicher Zeit bewegten sich in den Straßen kommunistische Sprechchöre, die zum Streik auforderten. Die Polizei war rasch zur Stelle und konnte die Menge zerstreuen.

Erfolglose Streikparolen in Köln

Köln, 4. Januar.

Größere Trupps der RGO. und des Kommunisti­schen Jugendverbandcs versuchten heute in aller Frühe insbesondereidas Personal der Straßenbahnen zum Streik aufzureizen, was jedoch mißlang. Die Polizei schritt mit starkem Aufgebot ein, zerstreute ohne ernstliche Zwischenfälle die Ruhestörer und nahm insgesamt 36 Verhaftungen vor.

Zu sehr bewegten Szenen kam es auf dem Stra- ßenbahnhof Köln-Nord, wo das Betriebsratsmitglied dieses Bahnhofs, Stadtverordneter Safarowski (KPD.) zum Streik aufforderte. Er wurde schließlich von der Polizei verhaftet.

Der französisch-russische

Nichtangriffspakt in Kraft?

Paris, 4. Januar.

Der außenpolitische Berichterstatter desEcho de Paris", Pcrtinax, der bekanntlich vor kurzem Enthül­lungen über den Stand der ruffisch-französischen Ver­handlungen brachte, erklärt, daß zwischen Berthe- l o t und dem russischen Botschafter in Paris D o w- g a l e s k i. in der ersten Hälfte des vergangenen Mo­nats die Bildung einer Versöhnungs- und Ausgleichskommission zustandegekommen sei. Nach dem bereits im August paraphierten französisch-russischen Abkominen trete der Nichtan­griffspakt mit dem Augenblick in Kraft, in dem die Tätigkeit dieser Versöhnungs- und Ausgleichskom- miffion festgelegt sei. Als Vorbild habe man das deutsch-russische Abkommen vom 25. Januar 1920 ge- noitmKn. Die Kommission werde abwechselnd to* Paris und Moskau tagen und zum ersten Male zwei I Wochen nach der Unterzeichnung des Paktes in Moskau. ]

den mehr, die weltberühmten Häuser der Mode, des Schmuckes, der tonangebenden Eleganz befinden sich vor dem Ruin, trotz gewaltigster, im Laufe der Jahr­hunderte aufgehäufter Reserven. Die Armee der Arbeitslosen wächst von Tag zu Tag; zwar hat der Arbeitsminister in der Kammer erst 300 000 Vollerwerbslose zugegeben, doch schätzen zahl­reiche Volkswirtschaften die Arbeitslosenziffer, von den Kurzarbeitern ganz zu schweigen, bereits auf 800 000. Der Mittelstand verarmt, die Kleinrentner darben. Denn es fehlt diecombine", der kleine Nebenverdienst im leutearmen Lande, der bisher nach dem volkstümlichen Wortzum Spinat die Butter" brachte. Reich ist eigentlich nur noch der Staat, ein goldner Zweckreichtum, der zu politischen Machtzielen aufgehäuft ist: Wie aber ist es möglich, daß Paris in der allgemeinen Not wie eine Insel der Glückseligen erscheint, unberührt nahezu von dem Elend, den Tränen von Millionen?

Ein paar längst bekannte Gründe mögen dabei eine Rolle spielen: vor allem die geradezu sprichwört­liche Anspruchslosigkeit des mittleren Franzosen, der in mancher Beziehung heute noch so lebt wie vor etwa fünfzig Jahren: Enge, ungesunde Wohnung, für die der vulgäre Ausdrucktäudis" (Hundelocht geprägt wurde; Me,ngcl an jeglichem Koaliert, außer gewissen sichtbaren Zeichen des Wohlstands man hat ein Auto, leuchtet aber mit alten Petroleumlam­pen!; die stark vernachlässigte, saloppe Kleidung der Männer, aber auch Frauen aus dem Bürger­stand sieht man hutlos und in ausgetretenen Pantof­feln ihre Einkäufe besorgen. Alle diese Dinge find schon oft und selten mit Uebertreibung beschrieben worden; sie mögen für die materielle Lebensgestaltung des einzelnen Franzosen von Bedeutung sein, ge­nügen jedoch nicht zur Erklärung des Optimisinus als Volksstimmung und öffentliche Erscheinung, des­sen Wurzeln ohne Zweifel in psychologischen Einflüssen gesucht werden müssen.

,^Iuf Schritt und Tritt ist der Franzose diesen I (isrrken seelischen Machten, dir ihn allmählich völlig in Bann legen, ausgeliefert. Die Engländer errichten turmhohe Zollmauern? Die Klagen der Geschä- dlgten verhallen ungehört, der mittlere Franzose aber liest in leinem Leibblatt, wie glücklich er jetzt ist, seine schonen, sasllgen Früchte endlich allein essen zu dür- fen, uni> erst die fetten Truthühner, die zurChrist.

I ma§ regelmäßig in hellen Scharen über den Kanal wanderten! Karikaturen und lustige Bilder machen die Sache noch anschaulicher. Der Franzose ist es nunmehr, der sich in die herrlichen Tücher von Elbeus und Roubaix kleidet, die wundervollen Austern, Ma. rennen und Belonen der Westküste verspeist, billigen' Champagner trinkt, und seiner Liebsten die kostbarsten Seidenstoffe von Lyon verehrt. Er kann sich's jetzt ja leisten, alles wird spottbillig, und das Leben erst

I wert, gelebt zu werden.

Es soll so etwas wie ein Gespenst der Arbeits. 0 f14 k e i t geben? Gewiß ja. man leugnet es nicht. Aber ist es tm Grunde genommen wirklich so schlimm? Eine ausgezeichnete Gelegenheit, hört man I allerorten sagen, sich der verhaßten Fremden, der mötöques" zu entledigen, die man sonst wohl nicht so leicht losgeworden wäre; denn Frankreich ist an mehrere seiner Bundesgenossen, Polen und Jugosla­wien zum Beispiel, durch Verträge gebunden, die in normalen Zeiten eine zwangsweise Heimbeförderung derlästigen Ausländer" verhindern. Im übrigen weiß, wie oben schon angedeutet wurde, kein Mensch in Frankreich, wie groß eigentlich die Zahl der Ar­beitslosen ist. Sind es 100 000, sind es 500000, eine oder gar zwei Millionen wer vermag es mit Si­cherheit zu sagen? Im Zweifeln glaubt man das An- [ genehmste, das heißt die offiziellenStatistiken".

Beschäftigt sich etwa die innere Politik mit den drangvollen Nöten der Stunde? Nicht im Ge­ringsten. In den Wandelgängen der Kammer herrsch­te bei den letzten Verhandlungen zwar, wie immer, starke Erregung, aber nicht über die Auswirkungen der Krisis, sondern darum, ob das Volk bei den näch­sten Wahlen in einem oder in zwei Gängen abstim­men soll. Das ist nämlich für die Parteiküche unge- heuer wichtig, denn es wirst die Frage der Kartelle und Blöcke auf, die nur durch allerlei dunkle Manö­ver gelöst werden kann. Der H a u s h a l t ist in Un­ordnung? Zehr einfach: Man trennt ein paar Mil­liarden regelrechte Ausgaben ab, bezeichnet sie als nationale Ausrüstung" und deckt sie durch Anleihen Natürlich marschieren bei den Einnahmen auch die fiktiven Milliarden des Poungplans auf. und da alle diese Kunstgriffe noch nicht genügen, ist man auf den wundervollen Gedanken verfallen, den ganzen Haus­halt um drei Monate zu kürzen, nachdem man ihn vor einigen Jahren Um die gleiche Zeit verlängert hatte. Eine Uebersicht oder Kontrolle ist dabei völlig aiisgefchlossen, jede Jllnssion gestattet.

Dies alles nennt man gemeinhin Vogelstrauß- Politik, aber der Ausdruck ist doch nicht ganz zu tresfend. Wohl mag der Einzelne, wie das Hühner­tier in der Wüste, dem Schicksal gegenüber ohnmäch­tig fein, mck>l aber eine ganze Nation, denen Kräfte Zum großen Test seelischer Natur sind. Richz um­sonst ist das .Vertrauen" in Frankreich

Neue Zwischenfälle im Ruhrgebiet

Eigener Drahtbericht.

Wie der BerlinerMontag" aus Reckling­hausen meldet, haben die Kommunisten am Sonn­tag im Ruhrgebiet in verstärktem Maße zum Streik aufgesordert. Dabei wurde die Taktik verfolgt, ge­schlossene Belegschaftsversammlungen bei der Polizei anzumelden, die in Wirklichkeit öffentliche Versamm­lungen waren, an denen Nichtbergleute teilnahmen. Eine solche Versammlung sand in Gelsenkirchen statt, im Lokal Mehring. Die Versammlung wurde polizei­lich aufgelöst. Vier leitende Teilnehmer, darunter der kommunistische Reichstagsabgeordnete Walter Frank aus Berlin, wurden sestgc - n o m m e n.

In Marl wurden in der Sonntagsnacht in der Brassert-Koloiiie von kommunistischen Elementen die Lichtleitungen zerstört, sodaß dieser Ortsteil eine zeit lang in Dunkel gehüllt lag. Auch wurden mehrere

ist. Berlin, 4. Januar.'

Die politische Weihnachtspause und damit zugleich der Politische Burgfriede sind mit dein gestrige» Sonntag zu Ende gegangen. In der Rächt vom Sonntag zum Montag ist der Reichs - kanzler wieder nach Berlin zurückge- kehrt und auch die anderen Kabinettsmitglieder, die einen kurzen Neujahrsurlaub angetreten hatten, werden heute wieder in Berlin eiutreffen.

Kabinettsberatungen werden dem- stemäß morgen wieder ihren Fortgang nehmen und werden in erster Linie den außenpolitischen betreffen, der sich an die be- Konferenzen in Lausanne und Genf an- schlteßt. Bor allem wird es die Aufgabe der Rcichs- «gierung fernste Wirkungen der Sonderverständi- guna abzuschwächen, die in der letzten °eit zwischen LEon eingeleitet worden ist, und deren "iit wachsendem Mißbehagen Offensichtlich strebt man vor allein in Tarrs dahin, die Lausanner Reparationskonferenz S an darauf festzulegen, daß lediglich eine Be^mgerung der ictzigen provisorischen Repara- berauskommen soll, und daß die .Drehungen, zu einer endgültigen Lösung fraac langen, durchkreuz 'werden, bekannt" ~Ubon ähnliche Acußerungen

und nachdem jetzt wieder - ® neralsekretar des französischen Außeuininiste- Berlhelot Plötzlich nach London abgcreist nian ziemlich deutlich, daß die ciigliscb ^anzösischen Verhandlungen für Lausanne eine Enl- «Wung nehmen, der gegenüber man in Berlin nicht fann" Man versucht offensichtlich 8afanne vor volleu- u e 11 e n- während es das Bestreben der Reichsregierung sein muß, für diese r°ae Verhandlungsfreiheit zu bewahren und in Lausanne eine endgültige Lösung des Repa- Dattonsproblems herbeizuführen.

" des Beginns dieser Konferenz wird tn ?onbon Utie in Paris neuerdings E? de» 18. Januar angegeben, a^r etne Bestätigung dieser Annahme läßt sich von Ber- l»n aus vorläufig schon um deswillen nicht geben

äUn^ft bie Stillhaltverhandluiiaen U°ch im Gange sind. Es ist daher immer noch mit £cr Möglichkeit einer kurzfristigen Verzögerung die­ser Konferenz zu rechnen.

,. ^^gutionen für Lausanne und Genf fmb tm wesentlichen zusammcugestelli, und zwar FinonrmZnttu^'^b^kanzler gemeinsam mit dem «aX Wirtschaftsminiswr nach

~ uianne fahren, wahrend der Rcichswehrminister "5" be- eigentlichen Führer der Abrüstungsdele- ^ifton, dem Botschafter Nadolny am 2. Februar in Genf emtreffen wird. Ucbvigcns beabsichtigt de' Sanzler, den Anfang der Abrüstungskonferenz eben, falls persönlich mit,zumachen.

In innerpolitischer Hinsicht muß man eine neue Agitation erwar. ten. Schon wahrend der Weihnachtspaufe haben meh- Parteien die propagandistische Arbeit für die nacmic Zeil gründlich vorbereitet, und es ist anzu­nehmen, daß nach dem Ablauf des Burgfriedens wie- oer eine große Zahl von Versammlungen und De- nwnstrationen veranstaltet wird. Die National- sozialisten und die Kommunisten haben bereits für ben ijeungen Montag im ganzen Reich eine große ^ahl derartiger Verfammlungen anberaumt, und die ^.eutjchnationalen werden vom 8. Januar ab eine ver­stärkte Propagandistische Arbeit entwickeln.

Berihelois Londoner Mission

Paris, 4. Januar.

In gutunterrichteten französischen Kreisen ist man im Zusammenhang mit den, Londoner Besuch des Generalsekretärs des französischen Außenamtes Ber- thewt der Auffaffung, daß dieser nicht nur die ge­plante Zusammenkunft des französischen Mi- nisterpräsidenlen mit Macdonald, sondern auch die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit den Finanz­sachverständigen vorbereiten soll. Außerdem werde er feinen Besuch dazu benutzen, um mit den führenden englischen Kreisen über die bevorstehende A b- rüstungskonferen; Fühlung zu nehmen. In diesem Zusammenhang soll auch das französisch-russi- sche Nichtangriffsabkommen erörtert werden, worüber Berthelot der englischen Regierung einige Äufklärnn- gen unterbreiten wird.

Die vor allem in englischen Kreisen aufgetauchten Gerüchte, daß die Zusammenkunft zwischen Laval und Macvonald bereits am kommenden Sonnabend stait- ftmLc, werden von amtlicher französischer Seite als