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Bejugspreis 40 pfg. monatlich
wertet Karbid) 1,20 M., u oran-zahlbar, frei ins Haus. Ab^eholt in unserer (äcpebition ober in den Zweig- auSgabeftellen viertel jährlich 90 Pfg. — Erscheint Dienstags, Donnerstags, Lamstags. — Redaktion: S'elterSnscg 83. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.
Verlag der „Oietzeucr Zeitung" (8. m. b. H.
Nr. 204
(2. Blatt.)
Literarisches.
— Als erstes Heft der Sammlung „Das Gemeindebürgerrecht Deutschlands in Einzeldarstellungen" von Gertchtsassessor Dr. W a l d e ck e r ist im Verlag von E. Bindernagel's Hofbuchhandlung in Friedberg „D a s Ortsbürgerrecht in Hessen" erschienen (5^ Bogen, Preis Mk. 1.50). Die Sammlung will das Gemeindebürgerrecht für die einzelnen deutschen Staaten historisch darstellcn. Das erste Heft bietet ein ansprechendes Stück hessischer Wirtschafts- und Versassungs - Geschichte. In anregender Darstellung wird die Heraus - bildung der ortsbürger- und heimatrechtiichen Verhältnisse in Hessen seit den ältesten germanischen Zeiten verfolgt und deren spätere gesetzliche Behandlung geschildert. Ein außerordentlich reichhaltiges Material ist geschickt verarbeitet und macht jede Seite des Merkchens interessant.
— Bedenkliches Schwinden unserer Heizmaterialien. Es unterliegt keinem Zwei- sei, daß der Vorrat unserer Erde an Brennmaterialien im Schwinden begriffen ist, während sich der Verbrauch und damit der Preis ständig steigern. Trotzdem geschieht die Ausnutzung, d. h. die Umwandlung der in diesen Brennmaterialien aufgespeicherten Energie in Wärme nur in sehr unvollkommener Weise. Der größte Teil der im Betrieb befindlichen häuslichen und gewerblichen Heizanlagen sind außer stande, mehr als 10 Prozent der ihnen zugeführten Wärmemenge auszunutzen. Noch
I ungünstiger stellt sich dieses Verhältnis für gewisse Ge- I werbe, die selbst diesen geringen Prozentsatz nur immer I für kurze Zeiträume zur Geltung bringen können. So I z. B. der Schmied, der nur einen Nutzeffekt von höchstens 3 Prozent zu erzielen vermag. Abhülse gegen diese [ mehr als bedenkliche Erscheinung kann nur dadurch ge- r schaffen werden, daß die Millionen und Abermillionen I von Einzelseuerungen verschwinden, in denen die immer kostbarer werdenden Brennmaterialien verzettelt und ver- F geudet werden. Mit Recht vertritt deshalb Dr. A. Neu- ! burger in seiner soeben erschienenen sehr bemerkenswer- [ ten Abhandlung über das Feuer in Haus und Ge- f werbe den Standpunkt, das nur die Zentralen in Form von Fernheizwerken oder welcher Art sie sonst ‘ sein mögen, den kommenden Geschlechtern das werden leisten können, was wir bisher inbezug auf Behänd - f hing und Ausnutzung der Brennmaterialien nicht zu erreichen vermocht haben, und daß man sobald wie mög- l lich allgemein zu solchen zentralen Heizsystemen übergehen sollte. Welche Perspektiven sich dabei der Verwertung von Elektrizität und Gas eröffnen, behandelt der Verfasser in äußerst interessanter und leicht verständ- ■ licher Darstellung. Wir finden diese übrigens durch eine große Zahl sorgfältig und geschmackvoll gewählter Tert- illustrationen, farbiger und schwarzer Bilderbeilagen ganz ausgezeichnet illustrierte Arbeit in Hans Kraemers kulturwissenschaftlichem Prachtwerk „D e r M e n s ch und die Erd e", dessen neueste Lieferungen 130—134 vorliegen (Deutsches Verlagshaus Bong & Go., Berlin W' 57, Lieferung 60 Psg.)
— Bismarck, seinLeben und seinWerk, von Gottlob Egelhaas. Mit einem Bismarckbild. Ein starker Band von 456 Seiten geheftet Mk. 7.50, in Leinenband Mk. 9.—, in Halbleder Mk. 10.—. Verlag von Earl Krabbe (Erich Guhmann) Stuttgart. Der Verfasser, ein geschulter Historiker und ein Mann, der mitten im politischen Leben steht, stellt knapp und klar das staatsmännische Ringen und Wirken Bismarcks dar. Der Historiker äußert sich in der urkundlichen Genauigkeit und Treue, mit der er jedem Vorgang ms Gepcht leuchtet, der nationalgesinnte Politiker in dem warmen Eesühlsstrom, der unterirdisch die Darstellung begleitet. Der wackere Schwabe hat zu der überreichen Bismarck- literatur einen Beitrag geliesert, 3^ bem Jeber greifen wird, dem es um die rasche und sichere Feststellung des tatsächlichen Hergangs und der politischen Zusammen hänge zu tun ist. Egelhaafs illrbèit ist eine grundgelehrte Darstellung, aus Quellen ersten Ranges, das auch dem Kölscher Neues bietet: wir erwähnen nur die letzten We des Vorspiels von 1866, oder die Vorgänge bei Bismarcks Entlassung: und dabei nicht blaß und saiv- los objektiv", sondern die nationalen, erzieherischen Werte" dieses einzigartigen Heldenlebens auch in wur-
biger Weise hervorhebend und unterstreichend: kurz das
Bismarckbuch, wie wirs bis jetzt nicht besaßen, das
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Enthält alle amtl. Bekanntmachungen
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der Großherzoglichcn è° ^ bes Großhe» zoglichen SürgermeistereiWË Polizei-Amtes owie vieler anderer ^^^ Behörden Gberheffens Expedition: Zeltersweg 83.
tHaus 8rüber Dchmidt.l
^amslag, Den 30. September 1911
Bismarckbuch für den gebildeten Deutschen, und zumal für Alldeutschlands Jugend, seine Abiturienten und Studenten, seine Lehramtszöglinge und seine Kadetten. Ein wirkliches Buch zum Durchstudieren an schönen Urlaubstagen, oder an langen Winterabenden. Danken wir ihm, indem wir sein prächtiges Bismarckbuch nach Kräften verbreiten!
Wrack. Mk. 3.—. gendschrist ressiert, so stehen.
Der Schissszimmermann, Das Von Friedrich Gerstäcker. Mit 36 Bildern Wenn das Kennzeichen einer gediegenen Juist, daß sie gleicherweise jung wie alt inte- dürfte dieser Band die Probe glänzend be-
? Der Weg zum Reichtum. Wie man ohne besondere Talente oder Glücksumstände auf rechtliche Weise in gute Vermögensverhältnisse kommt. Lebenserfahrungen und Belehrungen. Preis 1.60 Mk., gebunden 2 Mk.. Verlagsanstalt Emil Abigt, Wiesbaden 35. Das Buch enthält u. a. wertvolle Ratschläge der erfolgreichsten Männer unserer Zeit, plaudert über den Werdegang mehrerer Millionäre, bringt praktische Minke für selbständige Geschäftsleute, Angestellte, Eltern und Erzieher. Es zeigt, welche Grundsätze, Eigenschaften und Kenntnisse nötig sind, „sich selbst zu helfen". Eltern sollten in erster Linie das Buch lesen und ihre Kinder durch das Beispiel erziehen.
— Jugend, ich grüße dich. Von T. G. Starnseld. Mit 24 Bildern und 17 Vignetten Mk. 4.—. Durch das herrliche Buch lacht flotter Humor und ein lustiger Schalk ist sein Begleiter. Die Kleinen werden diesen Gruß freudig empfangen, die Großen wie eine liebe Erinnerung ihn mitgenießen.
-— Landhaus und Villa. Jlluftr. Kunst- zeitschrift für Eigenhauskultur, Architektur und Wohnungskunst f— Kultur — Hausgärten — Angewandte Kunst. Unter Mitwirkung führender Männer, herausgegeben von Emil Abigt. 7. Band. Jährlich 12 Hefte für 12 Mark, Einzelhefte Mk. 1.25 durch die Westdeutsche Verlagsgesellschaft in Wiesbaden 35. Weil Hausbeispiele und Einrichtungen für alle Ansprüche vorge- sührt werden, ist die Zeitschrift ein immerwährender guter Ratgeber für Fachleute und Laien.
— Soeben ist das Oktoberheft der rühmlichst bekannten und beliebten Darmstädter Kunst-Zeitschrift „Deutsche Kun st und Dekorativn" (Verlagsanstalt Alexander Koch, Darmstadt), diesmal in einem neuen, phantasievolleren Gewände, erschienen. Fast das gesamte Gebiet der freien und angewandten Kunst kommt in diesem vorliegenden Hefte zur edelsten Würdigung. Die Malerei ist durch zahlreiche bedeutende Werke von berufenen Künstlern vertreten. Plastische Schöpfungen werden u. a. von Pros. Hoetger-Darmstadt dargeboten und auch eine umfangreiche Veröffentlichung besonders wohlgelungener Beispiele neuzeitlicher Landhaus-Architektur und Raumkunst ist 311 lesen. Das Heft enthält über 125 Abbildungen nebst farbigen und Sepiatonbeilagen und ist für Mk. 2.50 durch alle Buchhandlungen oder direkt von der Verlagsanstall Alexander Koch in Darmstadt zu beziehen.
Mcdâtlliclm.
— Eine für die Leserinnen angenehme Ueberrasch- ung bringt die Oktober-Nummer der „G r o ß e n Mode n w e l t" mit Fächervignette. Verlag John Henry Schwerin, Berlin W. 57, indem die so überaus beliebten Normalschnitte jetzt sämtlich für nur 20 Pfg. und 10 Pfg. Porto abgegeben werden, wobei jetzt das ganze Kostüm, der Mantel, Rock und Taille zusammen, Rock und Jackett zusammen für je nur ein Schnitt a 20 Pfg. gerechnet werden. Abonnements auf „Große Modenwelt" mit Fächervignette (man achte genau auf den Titel) zu 1 Mark vierteljährlich nehmen sämtliche Postanstalten und Buchhandlungen entgegen. Gratis- Probenummern bei ersteren und dem Verlag John Hemm Schwerin, Berlin W. 57.
Staudesamt-Nachrichte« der Stadt Gießen.
Geborene.
Sep. 17. Bankbeamten Gustav Heinrich Zeuner ein Sohn.
19. Rechtsanwalt Georg Konrad Wilhelm Kaufmann eine Tochter, Maria Magdalena Henriette.
Anzeigenpreis 15 pfg.
bie 44 mm breite Inseraten seile. — Girlien« gesucht und Fawllienauzetgen 10 Pfg. — Tte 90 mm breite ZeUe im ReklameleU 50 Pfg. — Exlrabe,lagen werden nach Gewicht und ÄrShe berechne!. Rabatt komm» bei Ucberschrettung des Zahlung». zlcles (30 Tages, bei gerichtlicher Beirre, bln»g ober bei Konkurs in Wegfall. Playvorschrnrcn olmeBerdmdlichlcti.
Verlag der „(diefiener Zeitung" (ö. m. b. H.
Telephon: Nr. 362.
23. Jahrg
20. Kaufmann Joseph Gustav Allmayer ein Sohn. Walter.
20. Steinhauer Johann Bruno ein Sohn, Otto.
21. Elektromonteur Heinrich Gißel eine Tochter, Anna Marie.
22. Fabrik-Betriebsleiter Karl Denkinger eine Tochter, Anna Maria Theresia.
22. Versicherungsinspektor Max Speier ein Sohn, Kurt.
22. Bierbrauer Heinrich Weber eine Tochter, Else Luise Minna.
22. Vizefeldwebel Johann Finger eine Tochter, Helena Dorothea Henriette.
22. Kaufmann Heinrich Friedrich ein Sohn, Hel mut Karl Heinrich.
23. Sergeanten Karl Ochsenhir, ein Sohn.
25. Portier Georg Eisenbrandt eine Tochter, Alane.
26. Schlosser Wilhelm Steger eine Tochter, Anna Katharine.
Aufgebote.
Sep. 22. Adols Seibert, Metzger, mit Katharina Wa-
gener, beide in Gießen.
22. Heinrich Keil, Taglöhner in Wieseck, mit Lina Henß in Gießen.
22. Karl Wilhelm Staubach, Postbote in Alten- Buseck, mit Maria Schmitt in Gießen.
23. Otto Imhoff, Werkmeister in Gießen, mit Anna Müller in Detmold.
23. Karl Otter 2., Bahnschafsner in Gießen, mit
23.
23.
25.
25.
26.
27.
28.
29.
Margarete Adolph in Heuchelheinl.
Heinrich Hahn, Kaufmann in Gießen, mit Johanna Neuhaus in Oberlahnstein.
August Kneip, Kaufmann in Düsseldorf, mit Marie Lamberth in Gießen.
Wilhelm Amend, Postassistent in Worms, mit Emilie Auguste Pauline Hedrich in Nieder - Gemünden.
Ferdinand Nord, Maschinenschlosser, mit Elisabethe Schepp, beide in (Sieben.
Emil Klug, Fuhrmann, mit Margarete Fuchs, beide in Gießen.
Johann Broger, Viehwärter, mit Susanna Libera, beide in Beckrath.
Friedrich Benner, Bahnarbeiter in Heuchel - heim, mit Helene Döpser in Gießen.
Friedrich Nothnagel, Bahnbau-Assistent in Gießen, mit Elisabethe Schneider in Griesheim.
Eheschließungen.
Sep.
23. August Westrupp, Schneider, mit Christina Keller, beide in Gießen.
23. Otto Seipel, Landwirtschastslehrer, mit Johanna von Münchow, beide in Gießen.
23. Otto Neuer, Kanzleigehilfe, mit Elise Habicht, beide in Gießen. , .
23. Dr. Ludwig Hillenbrand, Lehramtsassessor in Wimpfen a. Bergstr. mit Elisabeth Engelhardt
in Gießen. .
27^ Heinrich Momberger, Schutzmann in Bad - Nauheim, mit Anna Heilmann in Gießen.
Dr. Jakob Horn, Lehramtsassessor in Worms, mit Luise Seibel in Gießen.
28.
Sep. 22.
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„ 24.
„ 24.
„ 26.
„ 28.
Gestorbene.
Luise Müller, geb. Kretz, 79 Jahre alt. Elisabethe Else Weinlig, 18 Jahre alt Elise Euler, geb. Simon, 59 Jahre alt. Ochsenhirt (Knabe ohne Vornamen), 20 Sid. Georg Stabel, 91 Jahre alt Friedrich Hermann Hetzger, 2 Mte. alt.
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