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Hilfe für die Deutschen in Blumenau. Dem deut­schen Hilfskomitee für die in Blumenau in Brasilien durch die Ueberschwemmungskatastrophe geschädigten deutschen Kolonisten sind, wie aus Berlin gemeldet wird, weitere Nachrichten über das große Unglück zu- aegangen. Die Häuser stehen bis unter das Dach im Wasser. Die im Laufe vieler Jahre mühsam erwor­bene Habe ist mit einem Schlage vernichtet worden. Viele haben nur das nackte Leben gerettet. Für die deutsche Hilfsaktion haben u. a. gezeichnet: die Deutsche Bank 5000 Mark, die Darmstädter Bank ebenfallsbOOO Mark und gleichfalls die Dresdner Bank 5000 Mark. Das Bureau des Hilfskomitees befindet sich Berlin NW» Alsenstraße 10.

Der Erreger der Maul- und Klauenseuche entdeckt. In Nr. 275 des in Ebingen (Württemberg) erscheinen­den „Albboten" lesen wir einen Artikel „Das große göttliche Universalgesetz des Wetters, des Krieges und der Seuchen" von Johannes Binder folgende interes­sante Mitteilung: „Unser Erdtrabant Mond erlitt un­ter der letzten Planetenkonstellation des Jahres 1910 eine solche Veränderung seiner Gase, daß vorüberge­hend neue Gasverbtndungen entstanden, die er im No­vember, Dezember und Januar nach der Erde aus­strahlte und dadurch die Maul- und Klauenseuche er­zeugte." — Daß der gute Mond, der so stille dahergebt, manche Heimlichkeit birgt, haben die Bewohner dieses Planeten schon längst herausgefunden,' daß er aber sol­cher Gemeinheit fähig ist, die Maul- und Klauenseuche auf die Erde anszustrahlen, das geht doch weit über

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Der falsche Arm abgenonnucu. Zu der kürzlich un­ter dieser Neberschrist gebrachteil Notiz wird mitgeteilt, daß das Pariser „Journal" sich bei dem Chefarzt des Hospitals, in welchem die merkwürdige Geschichte von der Mmputathw eines gesunden Arines passiert sein soll, über den Sachverhalt erkundigt hat. Nach Angabe des Genannten wurden bei dem Qnaiaufseher Robert durch den Radiographen Knochenfraß und Geschwulst nm rechten Arme vom Arzte selbst festgestellt. Ob dar­aus in der nun folgenden Betäubung sich der Patient nicht umgedreht hat, kann der Arzt nicht sagen, da er sich zwecks Desinfizierung seiner Hände umwandte. Die Krailkenwärter waren mit sonstigen Geschäften überhäuft. Als dem Arzt der Arm des Kranken Hin- aehaltcn wurde, zeigte schon ein leichter Einschnitt, daß er es mit einem gesunden Gliede zu tun hatte. Die Ope­ration wurde nicht ausgeführt. Bald war die Wunde vernarbt und nach sechs Tagen nicht mehr zu bemer- • reu. Die Eutfernirng der Geschwulst wurde alsdann in Wirklichkeit außgeführt. Der Patient wurde auf eigenen Antrag und auf den seiner Frau aus dem Krankenhause entlassen.

Ein ganz Scklgver. der aus der Tiefe des baye­rischen Waldes nach München gekommen war, ließ sich rasieren, blieb aber auf jede Frage des Barbiers stumm wie ein Fisch und ließ sich zu keiner Antwort bewegen, chdem er bezahlt hatte, schmunzelte der Wäld- pte den Hut über die Obren und zeigte mit

Erst, nachdem er bezahlt hotte, schmunzelte der Wald- ler, stülpte den Hut über die Obren und zeigte mit überlegener Miene nach der Wgnd zum Telephon. Torf üng ein Plakat mit der Aufschrift: „Jedes Gespräch Ünf Pfennig." „Mia fan ma nöt so dumm, wig ma jerschannalâ meinte er, pfiffig lächelnd, und ging.

Auf der Hochzeitsreise. Junger Ebemann: „Zu dumm. . . also auf der vorigen Station hätten wir be­reits um st eigen müssen?" - Schaffner: Allerdings. Die Herrschaften sind ein paar Küsse zu weit gefahren!"

Ein Tag der Naiosir^phen war der vergangene Freitag. Er brachte den Unter­gang eines japanischen Torpedobootzerstörers, die Strandung eines italienischen Dampfers und eine furchtbare Kesselerplosion in einer englischen Oelkuchen- fabrik. Dabei sind auch viele Menschenleben zu Grunde gegangen, wie die über die Katastrophen einlaufenden Meldungen besagen.

Der Untergang eines japanischen Torpedobootes.

Der japanische Torpedobootszerstörer „Harusama" 1 ist auf der Höhe von Shima im Sturm untergeganaen. 45 Manu der Besatzung sind nmgekommen. — Das bchiff ist ein Fahrzeug von 360 Tonnen — also so groß wie unsere sogenannten Divisionsboote aus den letzten Fahren des vorigen Jahrhunderts — und stammt aus lern Jahre 1902. Es hat im Kriege gegen Rußland, wo es zu der Blockadeflotte von Port Arthur gehörte, ' mitgefochten. Schwerer als der Verlust dieses schon äl­teren Bootes wiegt der Tod von 45 Mann der Be­satzung. Da die „Harusama" eine reglementsmaßige Besatzung von 64 Mann hat, so sind entweder nicht alle : an Bord gewesen — was aber angesichts des sttirmi- schen Wetters nicht wahrscheinlich sein dürfte — oder ' es ist 19 Mann gelungen, sich zu retten.

Ein italienischer Dampfer gesunken.

Der italienische famoser „Romagna" ist nachts bei ' Rovigno im Adriatischen Meer infolge SiroccosiurmeS ! aesunken. Von den 70 Insassen sind 60 ertrunken Der

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Er schlug einen Aktendeckel auf und nahm zwei Hundertmarkscheine hervor. „Sehen Sie sich einmal die

Nummern dieser Scheine an!"

„Wahrhaftig," gestand Mallmitz, nachdem er der Nufforderung eifrig nachgekommen war, „sie gehören unzweifelhaft zu dem gestohlenen Gelde!"

Herr von Scharffenstein nickte wohlgefällig. „Sie sind heute vormittag durch unseren unermüdlichen Weide tingeliefert worden. Der eine stammt aus der Zentral- parkthalle und wurde von einer weiblichen Person in Zahlung gegeben, der andere aus einem Weinrestau­rant, wo ihn ein Kellner von einem Manne bekommen hat, dessen Beschreibung ziemlich auf das Aussehen des sogenannten Bruders jener falschen Diakonissin paßt." „Und die weibliche Person?" fragte Mallmitz ge­spannt.

„Wird anders beschrieben als die falsche Kranken- pflegerin. Sie soll hellgelbe Haare haben, während jene bekanntlich rotblond war. Die kann sie freilich gefärbt haben. Die Leute können sich aber auch irren. Man weiß ja, was auf derartige Aussagen zu geben ist. Jedenfalls ist Weide jetzt mit eingehenden Nach- sorfchungen beschäftigt."

Mallmitz sah starr vor sich hin und tat dann, als wenn er sich aufmerksam in die vor ihm liegenden Akten versenken müsse. Sein schöner Plan, dem verhaßten Gegner einen empfindlichen Hieb beizubringen, schien 6d) in Wasser aufzulösen. Aber er durfte sich seinen Herger nicht merken lassen und sagte witzig: „Hoffent­lich hat der betreffende Kommissar recht bald Erfolg und vltdeckt dir Hundertmärkler."

IL Kapitel.

Wenn Herr von Scharffenstein gesagt hatte, die bei- »durch Weide eingeliefert worden, so hörte sich das so an, als wenn dieser sie auch aus-

Lloyd „Tyrol" gerettet. Die Katastrophe ereignete sich um 3^ Uhr nachts. Sie soll weniger infolge des Sturmes als dadurch herbeigeführt worden sein, daß die Reislabuna auf der einen Seite des Schiffes sich verschob und den Dampfer so zum Keutern brachte. Auf dem Schiff befanden sich 21 Mann Besatzung und

49 Passagiere.

Furchtbare Explosion in Liverpool.

Bei einer Explosion in einer Oelkuchenfabrik zu Liverpool wurden viele Personen getötet. Bei der Ex­plosion ereigneten sich gräßliche Szenen. Die Glieder der Opfer wurden nach allen Richtungen hin geschleu­dert. Sofort nach der Explosion geriet die Mühle in Brand. Die Flammen schossen bis zum Dach in die Höhe, das weggeschleudert wurde. Ein Hagel von Stei­nen und Dachziegeln mischte sich mit menschlichen Ueberresten. Aerzte, Pflegerinnen und andere eilten sofort zur Hilfe herbei. Eine Anzahl Leichen wurden bereits unter den Trümmern aufgefunden. Viele sind nicht zu erkennen. Nach den letzten Feststellungen be- trägt die Zahl der Verletzten wenigstens 100.

Der Berliner Postraub

auf offener Straße hat in der Reichshauptstabt lebhaftes Aufsehen erregt. Wie schon gemeldet, war am Freitag abend auf dem Wcae vom Reichsbankpostamt nach dem Postamt 41 in der Kurstraße aus einem fahrenden Post­wagen ein Postsack geraubt worden. Der Postsack ent­hielt, wie jetzt berichtet wird, nicht weniger als 800 000 Mark in Wertbriefen usw. Gleich nach dem Diebstahl wurde der Postillon Max Wendt, der den Wagen ge­fahren hatte, unter dem Verdacht der Täterschaft verhaf­tet. Bei seinem ersten Verhör auf dem Postamte bestritt Wendt ganz entschieden, daß er wisse, wie der Diebstahl vor sich gegangen, und daß er an ihm sogar beteiligt sei. Die sofort von dem Diebstahl unterrichtete Schutzmann- schaft hatte ein wachsames Ange auf alle verdächtigen Personen. Gegen ^3 Uhr morgens sah ein Schutzmann in Rixdorf über den Renterplatz einen Mann in Haus­schuhen gehen. Dieser Mann trug über den Rücken ei­nen Sack, hielt sich immer an den Baumreihen und mach­te einen fehr verdächtigen Eindruck. Der Schutzmann folgte dem Mann. Als dieser es bemerkte, fing er an zu laufen, und warf schließlich, als er Jah, daß ein Entkommen nicht möglich war, den Sack Über einen Zaun auf ein unbebautes Grundstück. Dem Schutzmann gelang es dann, den Flüchtling einzuholen und festzu­nehmen. Es war der etwa 40 Jahre alte, mehrmals vorbestrafte frühere Agent und jetzige Gastwirt Eduard Cavello, der in der Weserstraße mit seiner Geliebten wohnte. Beamte begaben sich sofort nach der Wohnung des Cavello, und dort fand man die kleineren Säcke, die die WertsenduMen enthalten hatten, ausgeschnitten, die Kuverts der Wertbriefe aufgertssen und im Zimmer überall umher verstreut. An barem Gelde fand man 152 000 X davon 82 000 .// Gold-, Silber- und Papier­geld deutschen Kurses, 27,817 Rubel, 6810 österreichische Kronen und 2966 amerikanische Dollars. Weiter waren für etwa 70 000 Wertpapiere unversehrt. Damit ist aber der Gesamtraub noch nicht erschöpft. Beim Durch- üchen des Badeofens wurden Reste verbrannter Wert­papiere gefunden, in der Hauptsache bremische Stadtan­lethe. Wie hoch sich diese vernichteten Wertpapiere be­ziffern, konnte noch nicht festgestellt werden: sicher aber st, daß auch sie weit Über 100 000 JL betragen haben. Dazu kommen noch weitere Wertbriefe, deren Wert sich gleichfalls noch auf über 100 000 JL beläuft, so daß nach oberflächlicher Schätzung bei Cavello etwa 400 000 wiebergefnnden wurden. Die genaue Summe wird erst festgestellt werden können, wenn man sämtliche Absen­der ermittelt hat. Wenn es richtig ist, daß der Complice Cavellos sich die Hälfte des Raubes angeeignet hat, so muß die Gesamtsumme fall 1 Million betragen haben. Am Sonnabend abend haben die beiden Verhafteten ein volles Geständnis abaekegi. Danach haben sie den Diebstahl gemeinsam geplant. Cavello stand am Ein­gänge des Postamtes 41. Als der Postwagen vorfuhr und der Begleiter sich nach dem Postamt begab, um die Ankunft des Wagens zu melden, sprang Wendt vom Wagen, öffnete mit einem vorher angefertigten Schliis- sel die Schlösser und holte den schweren Postsack heraus, den er Cavello übergab. Cavello ist dann in einer Kraft­droschke mit seinem Rande davon gefahren und Wendt hat seelenruhig den Bock wieder bestiegen.

Oie Da^danekl?nb!ockade

Als der Staat, dessen Interessen in erster Linie durch eine etwaige Blockade der Dardanellen betroffen werden würde, hat Rußland zu einem Protest ge- aen diese Maßregel bei den anderen Großmächten die Initiative ergriffen. Rußland beruft sich in seiner an die Großmächte gerichteten Note besonders darauf, daß Ne <nif die Verproviantierung zur See angewiesenen südlichen Distrikte Rußlands im Falle der Blockade di- rekt einer Notlage ausgesetzt sein könnten. In Paris wird der russische Standpunkt nicht nur mit Beziehung

n Paris

auf die Londoner Konvention von' 1878 untcrftd^

findig gemacht hätte. Das war aber keineswegs der Fall gewesen. Sie waren von den Inhabern bei der Polizei eingesandt worden, weil diese hofften, sich da­durch einen Anteil an der auf die Entdeckung des Täters ausgesetzten Belohnung zu sichern. Der Mann in der Markthalle war ein Fleischermeister, der in dem Wein- restairrant ein Oberkellner, gute Bekannte des Kom­missars, der alle Welt zu kennen schien. Damit sie aber durchaus keinen Schaden erlitten, hatten sich die vor­sichtigen Leute von vornherein ausgemacht, daß ihnen die Summe auf jeden Fall ersetzt werden sollte.

Weibe selbst war mißgestimmt. Es war ihm nicht möglich gewesen, die ursprünglichen Besitzer der Scheine dingfest zu machen, und er war außerdem fest davon überzeugt, daß bereits mehr von diesem Geld in Um­lauf war imb nur nicht zum Vorschein kam, entweder aus Unkenntnis der Inhaber oder weil sie fürchteten, durch die Anmeldung einen Geldverlust zu erleiden. In zahlreichen Verkleidungen durchstöberte der rastlos tä­tige Mann Tag imö Nacht alle verdächtigen Orte, ohne einen Erfolg seiner anstrengenden und aufreibenden Tätigkeit zu sehen.

Mitten in dieser mühseligen Beschäftigung zeigte ihm Herr von Scharfenstein, bei dem er wieder einmal zu einem Bericht erschienen war, einen Brief, der soeben eingelaufen war.

Weide sah sofort, daß das Schreiben von einer

Dame herrührte, und zwar von einer, die eine bessere Schulbildung genossen haben mußte. Die Schriftzüge waren gewandt und zierlich, wenn sie sich auch durch die Eigentümlichkeit auszeichneten, daß jeder Buchstabe für sich stand und nicht durch einen sogenannten Haarstrich mit dem anderen verbunden war, und wenn auch die Interpunktion fast ganz fehlte. Ersteres war eine Er­scheinung, die vielleicht für die Graphologen interessant war, letzteres könnte durch die Eile, mit der das nieder-

für den Einlauf von Handelsschifscu ins Schwarze Meer keinerlei Beschränkung voraussiebt, fonbcrn auch mit Berufung auf das allgemeine Völkerrecht. Dieses bestimmt ausdrücklich, daß eine Blockade unstatthaft ist, falls der betreffende Wasserweg einer neutralen Macht als einzige VerbindungSstraße dient. SRan glaubt, Ita­lien werde die Richtigkeit der russischen Argumentation anerkennen.

Die Pforte informierte durch ihre Botschafter die Mächte, daß sie gezwungen sei, in den Dardanellen WtU nen zu legen, die Verantwortung hierfür aber Italien zuschiebcn müsse. Der englische Botschafter in Konstan- rinopel fonferferfe gestern zwei Stunden lang mit dem türkischen Minister des Fenstern, dem er die Versiche- runa gab, daß seine Regierung auf Grund der besann» ten Verträge eine Sperrung der Dardanellen, nicht zu­lasten werde. In den der Rforte nahestehenden Krei- sen verlautet sogar, England werde eine Blockierung der Dardanellen nicht dulden.

Ueber einen neuen tttrkischen Angriff berichten italienische Meldungen aus Terna: Am Frei­tag wurde auf dem Plateau vor der Stadt eine Erkun- «AI^N^wet Bataillonen Infanterie einem Bataillon

örci Maschinengewebrabteilungen, einer Llbteilung Gebirgsartillerie und einer Povivanic <01^ WEN unternommen. Gegen 9 Uhr wurden betriebt, liche Streitkräfte des Feindes gemeldet, und kurz har» auf begann ein lebhafter Kamps, her bis 5 Uhr nach« P1 bauerte. Die Türken und Araber, die ernst­hafte Verluste erlitten hatten, verloren an Boden und begannen sich zurück'nrzieben. Bei Sonnenuntergang gingen auch die italienischen Truppen, uaebbem sie den Fewd ans den Annen verloren hatten, auf Terna zu­rück. Die italienischen Verlnste betragen 50 Mann barunter 12 Tote. Sonntag früh erfolgte der allgemeine Vormarsch unserer Truppen an der Südostsront Er war auf allen Punkten von Erfolg gekrönt unb schloß mit bem Rückzüge des Feindes aus seinen befestigten Stellisnaen. Unter bem Schutze der Artillerie gingen die Jtliener zum Angriff auf das Fort MeSri vor. Sie wilßten eine ^eiefttnuna nach der anderen, ein .^ans Naco dem anderen den Arabern abrlnaen. (Jin HauS

Ue Luft gesprengt werden, so erbittert "war der Widerstand der Insassen. ___________

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Die „Schwaben" nach Boden unterwegs

^ Gotha, 27. November. Das Luftschiff , Schwa- ben" ist heute morgen 9,15 Uhr mit einem ^aHoa’cr an Bord zur Fahrt nach Baden-Os aiifgcnicaciL Um 9,45 Uhr passierte das FnftfcbifF Eisenach

Tod eines haka^pten Zeitnuasverleaers

(Hb Hannover, 27. November. Der Vorsitzende des Vereins Deutscher Zeitungsverleger und Herausgeber des Hgnnoverscheu (Couriers Dr. Mar Jäuicke ist in der Rgcht vom Sonnabend zum Sonntag gestorben. Em schweres Gallensteinleiden, das im vorigen Jab^e eine lebensgefährliche Operation nötig mackste, hatte stch mit großen Schmerzen miede'- efvae^erif, was die un­mittelbare Ursache des plötzlichen ^odas genesen ist

Ausschreitungen von Grubenarbettoru.

^ Oberhausen, 27. November Aus her n^c Westend im westfälischen Orte Veek kam es zu anf^ genden Szenen, als etwa 50 Bergleute aus reffe Geld zu ihrer Heimreise und für ihren Rücktransport in ihre Heimat verlangten. Als man den Leuten Wr es müsse erst Rückfvracbe mit dem ^t-chendire^g'- ge­nommen werden, demolierten b<c 9irbeUrr nfi^ ihnen in die Hände fiel und eröffneten bann ehr ^Hp- bombardement, durch das mehrere Beanste * verletzt mürben, sodaß ein größeres Rolizeiau^ebot in Lästig­keit treten mußte.

Letchenlund int ß^ner Rhelnhafe^

fr-fr Cöln, 27. November. Iw Hafen wurde eh e Leiche gefunden, die zahlreiche besserst lehn gnfnn Es handelt sich um einen Einn-ohner ans ein^m ^rtè per umaegenö, der in Cöln beschäftigi war nnd mabr- scheinlich auf dem Heimwege übersahen, beraubt, ge­tötet und in den Rhein geworkt'u wurde.

Schweres Gr^h^n^ngsst^ in ^rankr^ich

w, Paris, 27. November. Bei Berpianan wurden in einer Kohlengrube infolge E-rnloskon drei Arbester getötet und drei ^rfet’t

Ein Dreimtllfon^n-Eehfhetrsg im türkischen Ffuanzmknistertnm.

^- Koustantinooel. 27. November. Im Tresor des F-inan-Ministeriums wurde gestern ein F^hlbetra^ von 8 Millionen entdeck*. Bou hem Diebe fn^rt jede Smtr

Folgenschwere (tr^nnr euk ®>e

»-fr Neuvrk, 27. Bnvember Ein drahtloses Tele­gramm von dem an den Samona^^nfcrtT feffnrrnmm^ nen Bremer ^lonhbgmnfer „Br1n>. ^ng^im" wecge^- Neitn Maml der Bes^vnna. die mU h^ Booten be­schäftigt maren. die ü^r Boi-d geworfene Ladung wie­der zu bergen, griffen dabei nach einer Büchse die ohne daß man es wnßte, Ervlostnstoffe enthielt Es erfolate eine Ervloston durch welche alle neun M^nn in Stücke gerissen wurden

geschrieben war, bedingt sein. Nach der üblichen Anrede hieß es in dem Brief:

„Durch verschiedene Umstände und die offenbare Niederträchtigkeit des Betreffenden sehe ich mich genö­tigt Ihnen an-nzeiaen wer b^r Töter ^p^ Berbrechens in der Villa Marleben gewesen ist. Es ist Bruno Ma­jewski gewesen, der in seinen Preisen unter dem Namen „Puppenschieber" bekannt ist. Er hat mich zu allem ver­führt, daß ich mich dort verdingen und auskundschaften mußte. Nun aber ist er gegen mich alle Tage roher und gemeiner geworden läuft einer Dirne nach und läßt mich links liegen. Das lasse ich mir nicht gefallen. Und des­halb melde ich hiermit: Er ist in der Nacht dort ein­gebrochen und hat das Geld genommen. Er wohnt un­angemeldet in Nixdorf Wißmannstraße 175 d^ei Trev- Ven bei der Witwe Mandelsiiel. Früh morgens werden Sie ihn am besten treffen. Aber es muß gleich geschehn, denn er wechselt sehr oft seine Wohnung. Nach mich selbst brauchen Sie nicht zu suchen mich bekommen Sie doch nicht.

Hochachtungsvoll

eine Unglückliche.

„Also durch die Eifersucht seiner Geliebten wird uns dieser Mensch in die Hände getrieben", sagte Herr von Scharffenstein, nachdem Weide das Schreiben durchge­flogen hatte. „Hier tut natürlich die größte Eile not. Sie haben alle Vollmacht meinerseits. Machen Sie sich sofort auf den Weg!"

Weide verneigte sich und Hut. Sei^ Gesicht strahlte Das eine Sache, die sich verlohnte!

griff rasch nach seinem war doch endlich einmal

(Fortsetzung

folgt.)