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Eptal- u. Anzeigenblatt für die Gerichtsbeztrte Grünberg m. kckMbOch

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Telephon: Nr. 362.

Das KriegsgeipenH.

Schwere Gewitterwolken umdüstern den politischen Himmel Europas, nachdem der englische Schatzkanzler ^loyd George eine Rede gehalten hat, über deren Ziel und Zweck man jetzt nicht mehr im Zweifel sein kann. - Nachdem Deutschland, ohne bei den interessierten Staaten den verdienten Dank dafür zu finden, die In­teressen des gesamten Europas in der Marokkosrage wahrgenommen und die Konferenz von Algeciras unter Anwendung der äußersten Machtmittel durchgesetzt hatte, ist Frankreich, begünstigt von der diplomatischen Unter­stützung Englands und von der Gleichgültigkeit der üb­rigen Staaten, in der Mißachtung der geschriebenen Ver­träge bis zum äußersten vorgeschritten. Marokko ist heute in seinem Besitz. Dadurch ist ein bedeutender Macht - wachs an Frankreich gefallen, und unsere wirtschaftlichen Interessen, die verbrieft und versiegen und unser un­veräußerliches Recht sind, werden durch die neue Situ­ation schwer gefährdet. Wenn Deutschland hierfür einen Ausgleich fordert, so ist es sein gutes Recht, und nicht die deutsche Regierung ist es gewesen, die eine Unter­redung gewünscht hat, sondern die französische. Das ent­spricht auch der Ordnung der Dinge, denn Frankreich hat ein Recht ausgeübt, das ihm nicht zustand, und es muß Ausgleiche dafür gewähren. Sollten aber die Ver­handlungen scheitern, so gibt es einen durchaus gang­baren Weg, auf dem unter Mitwirkung aller europäi­schen Staaten der Weltfrieden erhalten werden kann, in­dem Frankreich seine Truppen wieder zurückzieht und den Zustand vor der Beschießung von Easablanca, der allein vertragsmäßig ist, wieder herstellt. Das bedeutet aber Zugleich eine Verminderung der Truppen bis auf die Polizeimannschaften in den vier Vertragshäfen. In die­sem Falle werden auch die deutschen Kriegsschiffe vor Agadir wieder zurückgezogen.

Solange aber dieser allein vertragsmäßige Zustand nicht hergestellt ist, hat Deutschland genau das gleiche Recht, den Schutz seiner Interessen wahrzunehmen, wie Frankreich es ausgeübt hat, und wie es Spanien von England niemals bestritten worden ist. Aber wenn Deutschland sich regt, jene Macht, die mit Frankreich kei­nen Unfrieden sucht, sondern auch jetzt noch zu einer Verständigung unter gerechter Machtverteilung zur Wie­derherstellung der Gleichgewichtslage bereit ist, wird so­fort in England das Mißtrauen wach, und alle Hände sind geschäftig, um den alten Haß und den alten Hader zwischen Frankreich und Deutschland nicht verlöschen zu lassen. Nach den Erfahrungen der Jahrhunderte und auch der letzten Jahrzehnte ist eine Einsicht der führen­den französischen Kreise noch lange nicht zu erwarten. Sie glauben sich stark in dem Schutze von England und sehen es nicht, daß durch die Aufrichtung der Scheide - wand an der Ostgrenze des Landes ihre ganze Zukunft gefährdet wird. Die niemals schlummernde Kriegs­gefahr zwischen Deutschland und Frankreich, das ist das Ziel der englischen Wünsche und der ganze leitende Gedanke der seitherigen Politik.

Die englische Presse spricht von der gepanzer- t e n F a u st Deutschlands und macht unserer Regierung den Vorwurf, daß sie nicht in freundschaftlicher Form eine Besprechung herbeigeführt habe, sondern mit einem Schlag auf den Tisch. Die Haltlosigkeit dieser Behaup­tung ist aber klar, wenn man bedenkt, daß Deutschland, wie bereits betont, eine Aussprache gar nicht vorgeschla­gen hat, sondern daß es durch einen völkerrechtlich ein­wandfreien Akt dasselbe Recht ausübte, das von Frank­reich in tausendfach vergrößerter Form durch die Be­setzung von Fez ausgeübt worden ist. Ob es sich um den Schutz zahlreicher Personen und Familien handelt oder nur um eine einzelne Person, das ist für die grundsätzliche Bedeutung dieses Aktes völlig gleichgültig, ganz davon zu schweigen, daß eine einzige Familie so gut den Schutz eines mächtigen Reiches verdient wie eine große Gruppe von Personen.

Die letzten Ziele Englands werden indes erst be­kannt werden, wenn der Inhalt der Berliner Bespre­chung veröffentlicht ist, und wenn England endgültig seine Stellung wählt. Vorläufig freilich ist Frankreich der willige Gehilfe der englischen Politik, und die Ue- berpatrioten sehen es nicht, daß eine loyale Verständi­gung mit Deutschland die Zukunft und die Größe Frank­reichs besser sicherstellt, als das Spiel mit dem Fouer in Marokko.

Candtagswablvorberdtungen.

* Die von der s o z i a l d e m o k r a t i l ch e n Par- t e i aufgestellten Kandidaten für R h e > n h e s s e n sind.

Donnerstag, den 27. Juli 1911. Telephon: Nr. 362.

Adelung «Mainz), Linkei (Alzey), Laubach (Wöllstein) | Stuß (Osthosen), Gruber (Wörrstadt), Seel (Gonsenheim .Hiebert hu), ^düthbad) (Nierstein), Bauer (Kostheim Weisenau), Jbiug (Bingen Land).

Bus Stadt und Land.

Giehen, den 27. Juli.

Die von ^rau Emma Gail in Baltemore Achter des verstorbenen ersten Stadtpfarrers Land' mann, gemachte Stiftung hat der Großherzog de [tätigt. Die Stiftung beträgt 10 000 Mark und soll fürverschämte" Arme benutzt werden.

* Die Großh. Zentrale f. M. u. S. i n Reffen bittet, mit dem Hinweis aus die Gefahr, die btc Hitze für die Säuglinge bildet, um den Abdruck fol gcnbcr 6 Regeln: 1. Halte das Zimmer kühl! Bei Tage ^aben und Vorhänge zu ! Fußboden feucht ! Bei Nacht Enster auf ! 2. Halte das Kind kühl! Leichte Klei­dung und leichtes Bettzeug ! Täglich baden! 3. Größte £ 0 r f i d) t in der Ernährung ! Ja nicht überfüttern ! (hegen den Durst gebe man dünnen lauwarmen Tee ' 4 Sie Milch muß frisch sein, beim Bezug sofort ab= gekocht und gleich wieder gut gekühlt werden. Sie muß ben ganzen Tag kühl stehen! 5. Brustkinder bür fen jetzt unter keinen Umständen abgestillt werden ' 6. Bei der ersten Gesundheitsstörung soll man den Arzt zu Nat ziehen.

Das 6. Abonnementskonzert findet heute abend statt. Das interessante Programm, in dem bie besten Kräfte der Kapelle als S o l i ft e n auftreten enthält u. a. die SonatePathetique" von L. v. Beet­hoven, zwei Stücke ausSigurd Jorsalfar" von Grieg. Auch dieleichte" Musik ist mit mehreren ausgezeichne­ten Stücken vertreten, sodaß für jede Geschmacksrichtung bestens gesorgt ist.

Die tropische Hitze, die nunmehr seit 3 Wochen anhält, hat unseren Feldern schon frühzeitig ein herbstliches Gewand verliehen. Das Laub der Obst­bäume, namentlich des Frühobstes wird gelb und dürr, die Qualität der Frucht bleibt gegen die früheren Jahre bedeutend zurück, was namentlich bei dem Steinobst zu­tage tritt. Aepsel, Birnen, Zwetschen hängen reichlich, doch ist auch hier der Ernteertrag sehr in Frage gestellt, da das Ungeziefer an den Bäumen überhand genom­men hat. Die Frühkartoffeln sind überall ausgereift, die Knollen durchschnittlich klein, der Ertrag ist nicht sehr reichlich. Auch die Spätkartofseln, die sonst um diese Zeit in vollem Wachstum sind, fangen schon an gelb 311 werden. Für Bohnen ist ein besonders ungünstiges Jahr. Die Büsche sind durchweg gelb und die noch hängenden Bohnen sind teilweise welk oder hart. Die sonstigen Gemüse, wie Weißkraut, Rotkraut, Wirsing, Blumenkohl 2c. können sich wegen Mangel an Feuch­tigkeit nicht weiter entwickeln und machen einen fahlen Eindruck. Auch findet man das Kraut vielfach vom Ungeziefer zerfressen.

-z- Butzbach, 27. Juli. Dieser Tage brach ein 18jähriger Strafgefangener aus Ober-Moschel aus dem Gefängnisse aus, der wegen schweren Straßenraubes verurteilt worden war. Er wurde als Außenarbeiter be­schäftigt und entkam während seiner Arbeit. Die Gen­darmerie wurde von dem Vorfälle sofort benachrichtigt und es gelang der Friedberger Station, ihn zwischen der Niedermörler und der Niederweiseler Gemarkung sest- zunehmen. Er wurde von Gefängnisaufsehern, die tele­graphisch herbeigerufen wurden, in die Strafanstalt zu­rückgebracht.

-t- Schotten, 27. Juli. Von den bei der be­reits gemeldeten Petroleum-Erplosion in einem Lagerraum am Bahnhof schwerverletzten Personen sind heute nachmittag g e st 0 r b e n: Karl Wolsschmidt, Sparkassenkontrolleur, und Dr. Rausch, Rektor der hö­heren Bürgerschule. Der Metzgerbursche Otto Herget liegt im Sterben, während eine unmittelbare Lebensge­fahr bei dem Stationsvorsteher Freymann bis jetzt nicht zu bestehen scheint, obwohl auch dessen Verletzungen sehr schwer sind. Bei dem Versuch, die Flammen an den brennenden Männern zu löschen, zogen sich einige Per­sonen Brandwunden zu.

Dutenhofen, 27. Juli. Der Schulhaus­neubau soll noch bis zum Herbst im Rohbau vollendet werden. Infolge der steten Zunahme der Schülerzahl ist derselbe für 4 Klassen mit Lehrerwohnungen vorge- ^^* Aus dem Oberlahnkreise, 27. Juli.

23. Jahrg.

Infolge der langanhaltenden Trockenheit und der da mit verbundenen tropischen Hitze eröffnen sich den Land wirten schlimme Aussichten für die Zukunst. Die Klee ücker und Wiesen bieten einen traurigen Anblick; statt in saftiges Grün gekleidet, liegen sie grau und verdorrt da. Durch den fast gänzlichen Mangel an Grünfutter sind die Landwirte gezwungen, bereits jetzt das für den Wintervorrat bestimmte Heu zu verfüttern und auge sichts der schlechten Aussichten für die GrummeterMe ist mancher Landmann vor die 'Notwendigkeit gestellt, sei neu Viehbestand erheblich zu verringern. Eine ganze Reihe Ortschaften des Kreises hat infolge der Trocken heit unter Wassermangel zu leiden. Die Wasserleitun gen sind erschöpft und die alten Ziehbrunnen müssen wieder Dienst tun.

* Gladenbach, 27. Juli. Seitdem dieWun derdoktoren" in Hartenrod wieder ihr Geschäft er öffnet haben, herrscht in diesem Ort wieder ein so reger Fremdenverkehr, daß für die dort Uebernachtenden bie Gasthöfe nicht ausreichen. Es soll deshalb, wie man hört, ein Kurhaus eingerichtet werden. Im Heilinstitut ist übrigens jetzt auch ein praktischer Arzt beschäftigt.

* ) Frankfurt, 27. Juli. Der Gastwirt F. D. hatte seiner Frau und der Kellnerin gestattet ober viel mehr geraten, Hosenröcke zu tragen. Voll der Po lizei erhielt er deshalb einen Strafbefehl über 30 Mk. Der Wirt erhob Einspruch und das Schöffengericht sprach ihn frei, wie seinerzeit berichtet wurde. Aus Be rufung der Staatsanwaltschaft beschäftigte sich die Straf kammer mit der Angelegenheit. Wie in der ersten In stanz, gab es eine Kostümprobe vor Gericht, aber unter Ausschluß der Oeffentlichkeit. Das Gericht hielt den vor geführten Hosenrock für anständig. Aber die Allgemein heit habe das Kleidungsstück abgelehnt, und wenn heute eine Dame im Hosenrock über die Straße gehe, ent stehe ein Auflaus. Das Urteil lautete aus 6 Mark Geld strafe.

* Langenschwalbach, 27. Juli. Unser weit bekanntes Bad hat kein Badewasser mehr ! Die Was serwerksverwaltung erläßt folgende Bekanntmachung: Die Gartenleitungen werden abgesperrt. Die Abgabe von Wasser zu Bädern in Hotels und Privalhäusern ist nicht mehr möglich, und es wird deshalb die Ent nähme zu diesem Zweck untersagt; bei Zuwiderhandlun gen wird die ganze Leitung geschlossen."

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