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Gießener Zeitung

Bezugspreis 40 pfg. monatlich

vierteljährlich 1^0 Mk., vorauszahlbar, frei inS HauS. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig-

Enthält alle amtt. Bekanntmachungen

aubflöbeftelkn vierteljährlich 90 Pfg.

Erscheint

DienötagS, Donnerstags, SamStagS. Redaktion: Setler-west 83. Für Aufbewahrung aber Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

Verlag derViesteuer Zeitung" G. m. b. H.

der Großherzoglichen

Bürgermeisterei sowie vieler anderer Expedition

des Großherzoglichen Polizei-Amtes Behörden Gberheffens eltersweg 85.

iHauS Brüder Schmidt.)

Knzeigenpreis 15 pfg.

die 44 mm breite Inseraten zeit e. Stellen­gesuche und Familien an zeigen 10 Pfg. Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil SO Pfg. Extrabeilagen werden nach Germcht und Wvd^e berechnet. Rabatt kommt bet Ueberfchreitung dos ZahUnrgd. zieleS (30 Tage), bei gerichtlicher Bestretbm»g oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Bordi »rdlichteit.

Verlag der ,,(Siestener Zeitung" ®. m. b. H.

Nr. 228.

Telephon: Nr. 362.

Samstag, den 25. November 1911.

Telephon: Nr. 362. 23. Aghsg

und Zillnder- nsere Brenner

im Gebrauch tel-Reslauranl hätte ersetzt

itrasse 8,1,

Zum Geburtstag des Grossbtrzogs.

Unser Großherzog vollendet heute sein 43. Lebens - jahr. In den nun bald 20 Jahren seiner Regierung hat er stets die Wohlfahrt seines Volkes im Sinne ge­habt und sich als vorurteilsfreier, moderner Herrscher bewiesen, von dem festen Willen beseelt, sein Land auf eine Höhe zu bringen und zu erhalten, die der Mission und Bedeutung dieses Landes als Bindeglied und Ver­mittler zwischen Nord und Süd angemessen ist. Es gibt Merksleine genug, die den erfolgreichen Weg unseres Landesvaters auf dem Gebiet der sozialen Entwickelung kennzeichnen. Darum hat die Entwickelung, haben die Fortschritte des hessischen Volkes immer nur dazu bei­gelragen, das Band, das Herrscher und Volk verknüpft, immer enger und die Verehrung für den Herrscher im­mer inniger zu gestalten. Und so steigt denn heute aus dem tiefsten Herzen des Hessenvolkes der heiße Segens­wunsch auf:Gott erhalte und schütze unseren Großher- zog und sein Haus!"

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Ein reicher Ordenssegen ist wieder niedergegangen und zahlreiche Ernennungen haben heute im ganzen Hessenland verdienstvolle Bürger entgegen nehmen kön­nen. Es erhielten u. a.:

das Komturkreuz 1. Waffe mit der Wone des Ver­dienstordens Philipps des Großmütigen: Minister von Hombergk;

das Ehrenkreuz desselben Ordens: Geh. Hofrat Dr. Spengel-Gießen;

das Ritterkreuz 1. Klasse desselben Ordens: Pros. Dr. Collin-Gießen, Pfarrer Hepding-Hausen-Eiehen, Professor Mittermaier-Gießen, Professor Dr. Poppert - Gießen, Professor Schaumann-Gießen, Schulrat Scherer- Büdingen, Pfarrer Sommerlad-Watzenborn, Brauerei­besitzer Jhring-Lich und Finanzrat Steinhäuser-Gießen;

das Ritterkreuz 2. Waffe desselben Ordens: Stadt­verordneter Helfrich-Gießen und Rendant Klein-Gießen;

die Wonc zum Silbernen Kreuz desselben Ordens: Oberwachtmeister Eidenmüller;

das Silberne Weuj mit der Krone desselben Ordens: Lehrer Hessinger-Eießen;

das Silberne Kreuz desselben Ordens: Kulturtechni- ker Kullmann-Gießen;

dasAllgemeine Ehrenzeichen" der verschiedenen Ab­stufungen desselben Ordens: Universitätsdiener Schädel, Universitätslehrschmied Lamberth, Bürgermeister Walter- Daubringen, Steueraufseher Stier-Gießen, vorm. Strek- kenarbeiter Spuck-Gießen.

Ernannt wurden zum G e h e i m r a t Provin­zialdirektor Dr. Usinger; zum Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Sommer; zum Geheimen Hofrat Professor Dr. Fromme; zum Geheimen Landes-Oekonomierat Landes- ökonomierat Müller-Darmstadt; zum Professor Privat - gelehrter Dr. Holzapfel-Gießen; zum Sanitätsrat Dr. Platz-Großen-Linden; zum Kommerzienrat Fabrikant Adolf Klingspor-Gießen; zum Geheimen Justizrat Ju­stizrat Metz-Gießen, zum Justizrat Rechtsanwalt Jung- Gießen;

Parteipolitisches.

Hessische Landtagswahlen 1911

§ Wöllstein. Die Fortschrittliche Volkspariei wird die mit 8 Stimmen Mehrheit erfolgte Wahl des nationalliberalen Bürgermeisters Schott aus Uffhofen zum Landtagsabgeordneten des Wahlkreises Wöllstein- Fürfeld wegen Wahlunregelmäßigkeiten anfechten.

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Aus Stadt und £and.

Gießen, 25. November 1911.

* Der Grohherzog hat am 22. November den Oberbürgermeister der Provinzialhauptstadt Mainz Dr. Emil Göttelmann aus Lebenszeit und den ordentl. Pro­fessor der jurist. Fakultät der Landesuniversität Geh. Justizrat Dr. Artur Benno Schmidt, den ordentlichen Professor der Jngenieurwissenschaften an der Technischen Hochschule in Darmstadt Geh. Baurat Aler Koch, den Vorsitzenden des Vororts des Hess. Handelskammerta-

Erst prüfen und dann kaufen.

^eder, der mit Asthma-Schweratmigkeit behaftet, kann das 1 zuveAäßigste Präparat, Astmol-Afthma-Pulver, ohne Kosten prüfen und nachdem wird kein anderes Mittel Ehr gebraucht werden. Man sende Postkarte mit genauer Adresse an die Engel-Apotheke, Frankfurt a. M., und verlange Graus-Muster Astmol-Asthma-Pulver franko.

ges Geh. Lommerzienrat Dr. F. Bamberger in Mainz, den Vorsitzenden der Landwirtschaftskammer für das Großherzogtum Hessen Geheimerat Haas in Darmstadt, den Vorsitzenden der Handwerkskammer Eewerberat Falk in Mainz für die Dauer des 35. Landtages in die Erste Lämmer der Stände des Grohherzogtums be­rufen.

n Gießen. Prof. Dr. Jesioneck-Gießen hielt auf der Jahresmitgliederversammlung des Heilstättenvereins für das Großherzogtum Hessen einen Vortrag über Lu^ pusverbreitung und Lupusbehandlung, worauf dann in die Beratung über das Projekt der Errichtung eines Lupusheimes in Gießen eingetreten wurde. Die Stadt stellt den Bauplatz und trägt die 110 000 Mark betragenden Baukosten. Sie erhält das Baukapital von der Landesversicherungsanstalt zu 3% Prozent und bekommt es zu 6% Prozent vom Heil­stättenverein verzinst. Die Versammlung erklärte ihr grundsätzliches Einverständnis mit der Errichtung des Heims, das die erste derartige Anstalt in Deutschland sein würde, und erwählte eine Kommission zur weiteren Betreibung der Angelegenheit.

n Gießen. Nach Mitteilung des Neichsbankdirek- toriums wird die hiesige Reichsbanknebenstelle in eine Neichsbankstelle umgewandelt, sobald das neu zu errich­tende Bankgebäude fertiggestellt ist. Der Wunsch der Stadt, keinen auswärtigen Architekten bei Errichtung des Bankgebäudes hinzuzuziehen, soll berücksichtigt werden.

n G i e ß e n. In der letzten Stadtverordneten-Ver- sammlung wurde zur Sprache gebracht, daß die durch Vermittlung der Stadt gelieferten Kartoffeln teilweise recht minderwertig gewesen sein sollen. Auch hätte das Benehmen der Lieferanten zu Klagen Anlaß gegeben.

n Gießen. Die Nachricht von der Amtsniederleg­ung des Stadtv. H a u b a ch, der sich 16 Jahre als Stadtverordneter um die Stadt große Verdienste er­worben hat, hat in der Bürgerschaft lebhaftes Bedauern hervorgerufen.

n Gießen. Donnerstag verhaftete die Polizei 4 Arbeiter, die man im Verdacht hatte, in letzter Zeit die vielen Kellerdiebstähle in Privathäusern begangen zu haben. Beim Durchsuchen der Wohnungen fand man eine ganze Menge Flaschen mit Wein, Kognak und ein­gemachten Früchten, Töpfe mit Eingemachtem, Käse, Sardinen usw., sowie drei Fahrräder, Leder und einiges mehr. Zwei der Verhafteten sind bereits vorbestraft. n Gießen. Das Grammophon-Konzert des All-

Höchste Auszeidinungen:

KglSädisStaafspreis der Internat. Hygiene Ausstellung Dresden 19t1

Goldene Medaille

Ostdeutsche Ausstellung

Posch 1911

Salem Ale iKUM: Salem gold (Goldmundstück) Cigaretten Für Feinschmecker?

Man hüte sich vor täuschenden,qualitativ minderwertigen Nachahmungen!

I deutschen Verbandes am letzten Donnerstag erfreute sich zufriedenstellenden Besuches. Störungen burd) den Ap­parat traten nur stellenweise bei den weiblichen Stim= men aus, aber auch in diesen Fällen wurde der musika­lische Genuß nur ganz leicht beeinträchtigt. Die Zuhörer spendeten reichen Beifall und schieden mit dem Bewußt­sein, die Unterstützung einer guten Sache mit der Ver- lebung eines genußreichen Abends verknüpft zu haben.

o Daubringen. Am Samstag begeht unser Bürgermeister Walter sein 25jähriges Dienstjubiläum.

o Lich. Als der von Gießen kommende Abendzug vor der Station Lich auf freiem Felde halten mußte, wollte eine Frau, in der Meinung, der Zug sei schon aus der Station angelangt, aussteigen. In dem Au­genblicke setzte sich der Zug in Bewegung und die Frau stürzte den hohen Bahndamm herunter, ohne ernsten Schaden zu nehmen.

! Worms. Infolge des bei dem Erdbeben aus­gestandenen Schreckens wurden in einem nahegelegenen Orte zwei Schwestern im Alter von 17 und 19 Jahren von hysterischer Stummheit befallen.

):( Marburg. Dienstag fanden die ersten Pro­befahrten der elektrischen Straßenbahn vom Bahnhof zum Wilhelmsplatz statt. Heute erfolgte die polizeiliche Abnahme der Bahn, die vorläufig nur die alte Pserde- bahnlinie einhält, erfolgen. Die Gesamtkosten der An­lage, welche auf 205 000 Mark veranschlagt sind, sollen durch Anleihe gedeckt werden.

):( Marburg. Der Kirchenhistoriker Geh. Kon- sistorialrat Prof. Dr. theol. Carl Mirbt in Marburg folgt zu Beginn des nächsten Semesters einem Rufe an die Universität Göttingen.

):( Hanau. Die Ausführung einer Kleinbahn von Hanau nach Büdingen, über die seit langer Zeit Ver­handlungen der beteiligten Interessenten stallgesunden haben, kann nunmehr als gesichert gelten. Es handelt sich um eine Strecke von 27 Kilometern.

Neuester Xajjee-Ersatz.

Kräftiger Geschmack.

Einfach überbrühen wie Kaffee 1

Perlka ist überall zu haben.