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Große Unterschleife wurden im Warenhaus von kietztn Main) entdeckt. Eine Anzahl Verkäuferinnen deS Warenhauses sollen Waren im Werte von mehreren Tausend Mark beiseite geschafft haben. Gestern wurden etwa 18 Verkäuferinnen polizeilich sistiert.

Neue Eiseubahnattentate in Frankreich. In der Nähe deS Bahnhofes Genttlly bei Paris wurden sechs Eignaldrähte zerschnitten, bei Nancy wurde eine Sig­nalscheibe zerstört, bet Agde stieß ein Schnellzug auf einen tiber die Schienen gelegten Steinhaufen.

Im Arsenal von Teheran explodierten 60 000 scharfe Patronen und richteten große Verheerungen im Ge­bäude an. Die Explosion soll gelegentlich eines Dieb­stahls entstanden sein.

Eine schreckliche Verletzung zog sich ein Berliner Monteur in Beruhen zu, wo er auf Montage in einer Eisenhütte beschäftigt war. Beim Reparieren eines Laufkranes wurde er von einem anderen Kran über­fahren, wobei ihm beide Hände zermalmt wurden. Sie mußten amputiert werden.

Schwerer Unfall bei einer militärischen Uebung.

AlS gestern Landwehrleute des mecklenburgischen Artil­lerieregiments Nr. 60 auf dem großen Exerzierplatz in Schwerin manövrierten, wurden plötzlich die Pferde ei­ner Maschinengewehrabteilung scheu und rasten in die Landwehrmannschaft hinein. Vierzehn Mann wurden verletzt, davon vier so schwer, daß sie in daS Lazarett gebracht werden mußten.

Schwerer FUeaernnfall. Bei einem Flugversuch des Fliegers Heinre L in Cannstadt stürzte der Appa­rat aus einer Höhe von 225 Metern fast senkrecht zür Erbe und begrub Öen Flieger unter sich. Die Flug­maschine geriet dann in Brand. Heinke, dem es gelang, hervorzukriechen, erlitt schwere Brandwunden.

Bombeulager in einer Kaserne. In einer War­schauer Infanteriekaserne wurde ein Bombeulager ent­deckt. Eine Anzahl Soldaten soll mit Revolutionären unter einer Decke stecken. Eine strenge Untersuchung wurde eingeleitet.

In einem Ma^morbrnch in Carrara in Italien hat ein Einsturz 14 Arbeiter verschüttet. Bisher wurden acht von ihnen tot und vier verwundet geborgen. Zwei liegen noch unter den Trümmern. Es besteht keine Hoffnung, sie zu retten.

UoifcwWscbafüic^.

Lohnbewegung in der Berliner Metallindustrie. 5000 im Deutschen Metallarbeiterverband organisierte Former und Berufsgenossen, soweit sie in Eisengieße­reien Berlins und Umgegend beschäftigt sind, beschlossen, n eine Lohnbewegung einzutreten. Sie gaben ihre Zu- ttmmung zu einem neuen Tarif, der, von den Ver- rauensleuten ausgearbeitet, folgende wesentliche Be- timwungen aufweist: Ostündige Arbeitszeit, -Einstel- lungslohn für Former nicht unter 75 Pfennig, Maschi- nenformer, angelernte Handformer, Kernmacher, Putzer und Schleifer 70 Pfennig, Schmelzer 60 Pfennig, Hilfs­arbeiter 45 Pfennig die Stunde. Die Akkordpreise sind so aufzubessern, daß der Arbeiter mindestens den ver- einbarten Stunden lohn verdient. Bestehende bessere Arbeitsverhältnisse dürfen nicht verschlechtert werden.

Die StiftungTöchterhort" für verwaiste Töchter von Reichspost- und Telegraphenbeamten besteht jetzt

20 Jahre. Sie hat im ganzen 3,012,857 ,/Z eingenom­men. Davon entfallen auf die laufenden Beiträge 2,000,455 X Das Vermögen ist auf 1,621,641 JL an- aewachsen. Der Unterbeamtenanteil beträgt über 500,000 X An Untersuchungen wurden bis Ende 1910 insgesamt 1,906,001 JL gewährt. Davon entfallen 961,344 Mark auf Waisen von Unterbeamten. Die Zahl der Mitglieder beträgt jetzt 130,982, von denen 54,410 Be­amte und 76,572 Unterbeamte sind. Im letzten Ge­schäftsjahr 1910 gingen 280,281 VZ ein. Für die Unter­bringung kränklicher Kinder in Sommerpflege ist ein Beitrag von 9304 .^ gewährt worden. Beamtenwaisen wurden im ganzen 1226 mit 83,667 Jt bedacht, Unter­beamtenwaisen 2073 mit 91,675 ,/Z.

vermischter.

Die lOOfte Trauung der Luisenbräute. In der Pots­damer Garnisonkirche wurde gestern vormittag die 100- ste Trauung der sog.Luisenbräute" gefeiert. Aus den Zinsen des Stiftungskapitals, das in 100 Jahren auf 75,000 Mark angewachsen ist, werden in iedem Jahre am Todestage der Königin Luise mit Bestätigung des Kaisers 6 Bräute ausgestattet. Bis jetzt ist 623 Bräu­ten diese Vergünstigung zuteil geworden. Die gestrige Trauung nahm der Hofprediger Richter vor. Mit Rück­sicht darauf, daß die Trauung in der Todesstunde Bef Königin Luise stattfinöet, tragen sämtliche Bräute schwarze Kleider.

Ein dreizehnjähriger Mörder. Ueber die Ursache der gemeldeten Ermordung des 15jährigen Dienstmäd­chens Emilie Sirch durch den 13jährtgen Schüler Hoff­mann in Altrahlstedt bei Hamburg war von dem Tä­ter selbst nichts zu ermitteln gewesen. Die Untersuchung hat nun folgendes ergeben: Hoffmann war als ein kleiner Raufbold bekannt,' er hatte oft gedroht, er wolle es den Kindern reicher Leute, die so schöne Kleider trügen, schon besorgen, und wo er konnte, verprügelte er die gutgekleideten Kinder. Das getötete Dienst­mädchen hatte in mehreren Fällen die ihr anvertrau- ten Kinder gegen die Angriffe Hoffmanns, der meist von seinem Bruder unterstützt wurde, geschützt. Jn- fo^eöessen hatte sie sich den Haß Hoffmanns zugezogen,' er lauerte dem Mädchen auf und stieß ihr sein Messer 'n den Hals, so daß das Mädchen sofort tot war.

Milchnahrung nnd Lebensdauer. Die neuesten statistischen Nachrichten über Bulgarien Bestätigen die ganz ungewöhnliche Lebensdauer in diesem Lande des größten Milchverbrauchs. Bei der dortigen geordneten Verwaltung ist die Richtigkeit der Berechnung zweifel­los. Bulgarien hat rund 4^- Millionen Einwohner. Von diesen sind 1143 Frauen, unter ihnen 950 Witwen, zwischen 100 und 110 Jahre alt. In gleichem Alter befinden sich 873 Männer (588 Witwer). Ferner sind 132 Frauen und 107 Männer zwischen 110 und 120 ^ahre alt; zwischen 120 und 125 Jahren befinden sich 62 Frauen und 49 Männer. Aelter als 125 Jahre sind 8 Frauen und 2 Männer.

Wie man billig zu einer Reute kommt. Der Pa^ ÄserMatin" weiß von einem sonderbaren Fall zu be­richten, wie sich ein französischer Arbeiter für nur sechs Centimes eine jährliche Rente von 102 Frs. in gesetz­licher Weise erwerben konnte. In St. Etienne lebt der Arbeiter Joseph Basher, der am 4. d. M. seinen 65. Ge­burtstag feierte. Gerade einen Tag vorher, am 3. Juli, war aber das neue französische Arbeiterpensionsgesetz in Kraft getreten, das den 65jähriaen die Altersrente gewährt. Basher wurde also in die Arbeiterliste ein­geschrieben, zahlte drei Centimes Beitrag, sein Arbeit­geber ebenfalls drei Centimes, und schon am folgen- oen Tage hörte die Beitragspflicht aus, wofür ihm die Rente von jährlich 102 Frs. zufällt.

Operationen auf Holzer See. Wie ein Neuyorker Blatt berichtet, wurden in Bleien Tagen an Bord des mit 1511 Passagieren von Neuyork unterwegs bestnd- uchen DampfersCeltic" zwei Bltndöarnwperationen NtJ&eftem Erfolge auf hohe^ See. angeführt. Die Pa-^

tienten waren zwei Männer, die unterwegs an Bltud- « .^ontzündung erkrankt waren und deren Zustand so kritisch wurde, daß eine sofortige Operation als unab­weisbare Notwendigkeit erschien. Die Operation wurde von dem SchiffSarzt desCeltic" mit Unterstützung von zwei an Bord befindlichen amerikanischen Aerzten vor- aenommen. Während der Dauer der Operation hielt das Schiff auf Befehl deS Kapitäns, um Erfchtttterun- ö" vermeiden, ein langsames Fahrtempo ein. Die beiden Passagiere verließen bei der Ankunft in Queenstown das Schiff als Rekonvaleszenten, deren Befinden nichts zu wünschen übrig ließ.

. 9« der brennenden Oelflnt umaclommeu. Als sich der deutsche DampferMain" dem PiräuS näherte, kam trotz der bestehenden Quarantäne ein mit vier Matro­sen besetztes Boot auf ihn au, um Lebensmittel an Bord èü.^Ä^en. In demselben Moment ergoß sich aus einer Luke des Schiffes ein dicker Strom Petroleum, der offenbar aus einem beschädigten Faß kann Die vier Mann ruderten das Boot weg. Die Meerober­flüche überzog sich mit einer Schicht Petroleum. Einer der Ruderer war nun so unvorsichtig, sich eine Zigarette anzuzünden und das Zündholz ins Meer zu werfen. In demselben Augenblick standen daS Boot und die umgebende Meeresoberfläche in Flammen. Drei von den Matrosen sprangen ins Wasser und retteten sich durch Tauchen,' der vierte, dem der Mut hierzu fehlte, wurde als verkohlte Leiche im Boot gefunden.

Zum Müllheimer Eisenbahnunglück. Die Groß- Herzogin Hilda von Baden traf gestern vormittag von Schloß Königstein i. T. kommend in Müllheim ein und besuchte sofort die Verletzten im Spital und im Militär- lazarett. Die Mehrzahl der Getöteten bei dem Eisen­bahnunglück wurden gestern fr UI) in feierlichem Trauer- zuge, an dem sich die Feuerwehr und eine Abteilung des Militärs beteiligten, nach dem Bahnhöfe geleitet, UM in ihre Heimat überführt zu werden. Eine Tote, deren Personalien nicht festgestellt werden konnten, wurde nachmittags in Müllheim beerdigt. Die Karls­ruher Zeitung wendet sich in längeren Ausführungen gegen die Annahme, daß die Entgleisung des Eilzuges

Müllheim auf die Schadhaftigkeit einer Weiche, den Durchbruch der Brücke über die Streckenunterführung oder ein Versagen der Bremse zurückzuführen sei. Vielmehr liege nach den bisherigen Feststellungen die Ursache in zu raschem Fahren über die stark gekrümmte Strecke vor der Baustelle trotz des ausdrücklichen Ver­bots an den Lokomotivführer.

Ein russischer Banditeustreich. Auf der elektrischen Bahn Lodz-Sgersch in Russisch-Polen eröffneten drei verdächtige Personen ein Feuer auf Landpolizisten. Als diese den Zug durchsuchten, töteten die Banditen einen der Polizisten und verwundeten einen anderen sowie zwei Passagiere. Dann sprangen sie aus dem Wagen. Auf der Flucht bemächtigten sie sich des Dienst­wagens der Lodzer Trambahn und zwangen der: Ma­schinisten mit vorgehaltenem Revolver, die Fahrt fort» zusetzen. Unterwegs sprangen sie ab und entkamen.

Eine Ehe zu Britt Wegen Doppelehe stand gestern ein Mr. Hirst vor den Geschworenen von Manchester (England). Etwas verworrene Verhältnisse wurden dabei aufaeroUt. Hirst war eine zweite Ehe einge- gangen, Über die seine erste Frau unterrichtet war. Später ging er mit seiner ersten Frau wieder zusam­men, und seine zweite Gattin tat dem Ehepaar Dienste als Hausmädchen. Diese wollte gegen ihren Gatten überhaupt nicht aussagen, da sie von ihm und ihrer Ri­valin stets sehr liebreich behandelt worden wäre. Das Gericht hatte ein Einsehen und verurteilte den doppelt verheirateten Mann zu sieben Tagen Freiheitsstrafe.

Explodierte Kinderlnftballons. Beim Schützenfest in Gröbzig bei Halle kam ein Besucher des Festplatzes mit der brennenden Zigarre einem Händler mit Kinder­luftballons zu nahe. Der starke Wind bewegte die Bal­lons hin und her. Plötzlich explodierten diese mit lau­tem Knall. Das Wasserstoffgas schlug in hellen Flam­men empor. Der Händler kam mit leichteren Ver­letzungen davon, ein Kind mußte mit lebensgefährlichen Brandwunden vom Platze geschafft werden.

Reiseabenteuer eines deutschen Ehepaars. Der Kaufmann Karl Schäfer und seine Frau wurden am Dienstag in Lulea in Schweden in dem Augenblick ver­haftet, als sie im Begriff waren, nach Norwick abzurei­sen. Die irrtümlich vorgenommene Verhaftung war auf Anordnung der Stockholmer Polizei erfolgt, die das Ehevaar für die beiden noch nicht ergriffenen Mittäter an dem großen Diebstahl hielt, der am 10. Juli in der Skandinavischen Kredit-Aktiengesellschaft in Stockholm verübt worden war und Bei dem den Dieben 31000 Kronen in die Hände fielen. Bisher war es der Polizei nur gelungen, zwei von den vier am Raube beteiligten Dieben festzunehmen, während es den beiden anderen Tatern, einem Mann und einer Frau, von denen die letztere bei ihrer Flucht einen Blauen Schleier trug, geglückt war, sich den Nachforschungen der Polizei zu entziehen. Da auch Frau Schäfer auf der Reise einen blauen Schleier trug und im übrigen die Beschreibung des flüchtigen Diebes einigermaßen auf ihren Mann paßt, so glaubte die Stockholmer Polizei, das gesuchte ^Er^Herpaar vor sich zu haben. Nach Aufklärung des Mißverständnisses setzte öerPolizeipräsiöent persön­lich das Ehepaar unter vielen Entschuldigungen in Freiheit.

Idyll einer vierköpfigen Rehfamilie. Im Schutzbe­zirk Hammerablage, der Königlichen Obersorsterei Hammerheide bei Driesen (Neumark), setzte im Juni dieses Jahres eine Ricke drei Stück Rehkälber, was wohl als große (Seltenheit zu bezeichnen ist. Jeden Abend gegen sechs Uhr stellt sich die Mutter mit ihren drei Kälbchen in unmittelbarer Nähe des Forsthauses vor, wo die kleinen, niedlichen Tierchen die niedlich­sten Kunstsprünge ausführen, um anscheinend den Aus­bruch zur Aesung aus dem Dienstlande oder dem nahe­gelegenen früheren Rittergut, jetzt forstfiskalischen Fel­de, anzumelden. Kaum ist die vierköpfige Familie wei­tergezogen, so kommt eine Ricke mit zwei, dann eine mit einem Kälbchen auf demselben Pfad vorbeigewechselt.

Der Yeftfriedhof bei Lharbin.

Geradezu entsetzliche Schilderungen vom europäi­schenPestfriedhof" bei Cbarbin entwirft in einem Pe­tersburger Blatt Dr. med. Baron Budberg. Nachdem er die Tatsache berichtet hat, daß die Behörde das nach­trägliche Verbrennen der schon seit Monaten bestat­teten Leichen befohlen hat, schildert er eine grausige Szene: Auf dem Pestfrieöhof, dessen Kreuze wilb durch- einandergeworfen sind, war die Familie des Konto­risten Paschkowski anwesend. Die Leiche seiner Frau, die im Pesthospttal verstorben war, sollte exhumiert werden, und ihm ist die Asche versprochen worden. Zu diesem Zweck werden solche Leiche aut Vlechtafeln ver­brannt. Alle die Leichen hier, die vom Dezember und Januar stammen, sind völlig erhalten, da der Lehm bis jetzt noch in der Tiefe fest gefroren ist. Es kamen bald vier chinesische Leichengraber, völlig in Weiß gekleidet. Die Ungeduld, mit der die Familie Paschkowski zum letztenmal die liebe Verstorbene zu sehen erwartete, war groß. So recht kindlich waren die Gespräche der Jugend, eines Mädchens von 16 Jahren, eines kleineren von

® bis 9 Jahren und zwei älterer Knaben. Sie müße«

Mutter sehr geliebt haben, denn als die Wuitei u flaust war und von der Sanitätskolonne mr lieber« führn ng ino Pest Hospital abgeholt wurde. hinnen

bie beide« Mädchen in Tränen an dèn HalS Mo"er und schwuren, daß sie mit ihr zusammen Ä^ ^" 'U" «"wenduna andrster ß>e. ?nWVCr ^o Ihrigen entreißen. Der 7^?oun hat sich mit Waffengewalt zur Wehr gesetzt. ivopl die Mutter eingesargt sein, sie Kleider anhaben, mit

»boumls ins Hospital fuhr; gewiß wird sie auch stne kleinen -Lchnbe tragen, die sie so gern hatte?" Der ^ra war nun freigeleA. Der erste peinliche Eindruck: zu lorglos zusammengeschlagene, uüb dünne Bretter. Eine Hand streckte sich aus "e war durch den darauf liegenden len^herab ""^ hing an den Weichtet- oAcr Sargdeckel wurde nun entfernt. In Augenblick entrang sich der Keine der viit* Kunden ein ®ßrel des Endens, benn fi ni i^

nWR n oes Entsetzens, denn statt des mit . eten lieben Bildes der Miltter und

-â^ IP eine dicke Männergestalt in Gesicht nicht kenntlich, weil es mit bestreut, offenbar einer der Sanitäre. Heiße Trä« ben Augen der Kinder, ein Fluch ent- Alust des Mannes, der hier tagelang am Frau {tf nmiirrhil cn!, sclmn Kindern gebetet.Meine mnnUMr /ehen! Siebeneinhalb Rubel zahlte

'/."iebes Grab,- um das Geld zu stehlen, hat man Massengrab geworfen oder tnr? f01I ick denn nun anfangen, Herr Dok-

werde laut gegen die Gemeinheit protestieren! ^ogen Sie mir, waä soll ich tun?" Gehen imrh House, Paschkowskt, mit Ihrer Familie' machen Sie mehr Elend zu leiden, indem

das wftMw« & 6cr Scel- der Verstorbenen,

Medttmetzelunqeinerdeutschenpâtro'lille

in Sttdwcftasrika?

rin,..®^ ?NE»M" Bureau" wird aus Vlvtnn« Rhâsm) gemeldet: Der Bcrwaltuiia otnn von Aw?On Deutsch-SUdwcstafrika die Nachricht zu, Fipf®^ unter den Eingeborenen dort nm. Ä£ eine Patrouille, bestehend aus dem Distrilts- LuiNar v. Frankenberg, zwei weißen Serncante», 14 ^^^u Polizisten und 20 Trägern, von Leuten des Okawangostammes in Ngamiland niedergemacht wor- « ^A^,u^ubera sei auf einem Maultiere entkam, men. Die Nachricht sei bibber unbestätigt. Au Ber- !1«V L" "?^«Z^.^ liegt über das Gerächt des lieber- falls keinerlei Meldung vor.

Der Draht meldet uns ferner:

Nult. (B. T.) Im Netchskoloniar- ?^'rm?^^^Eldung von dem UeberfaN auf die Pa- J & Ostern nachmittag vor 4 Uhr Sallis Presfedezernats, Regierungsrat hatte oa^ Kolonialamt bereits verlassen, kehrte !ler^r ?^von Mitteilung erhalten hatte, Mrher zurück. Staatssekretär von Lindeguist fand sich Reichskolonialanit ein. Auf eine Mutige telemaphische Anfrage beim Gouverneur von Kolonialamt in den späten Abend- ptelBung, daß non einem Ueberfall auf die uun Frankenberg nichts Besannt Uuatssekretär von Lindeguist blieb bis in die chtst UN den im Kolonialamt, um etiuatge tcie= âlâpbische Meldungen sofort entgegen au nehmen. In maßgebenden Kreisen ist man der Ansicht, daß es sehr ist, daß das Gouvernement von Wind- uun den Ereignissen im Caprivlztpfel, wohin v. Frankenberg beordert war, Kenntnis erhält.

daß die Nachricht von dem Ueberfall vollstand g aus der Luft gegriffen sei. Es wird ?^;Ä^br sür möglich gehalten, daß irgend ein Neeontre zwischen der Kolonne des Gerrit von Frankenberg und Angeborenen stattgesunden hat, daß die Meldungen hierüber jedoch aufgebauscht sind.

VtâdtngMichten nnd Neuestes.

Keine Spionage auf dem Uebungsplatz Hammelbnrg.

20- JM DerWürzb. ^enetab an*, erfährt aus authentischer Quelle: Die Meldung, daß ein javant)eher Major auf Bem Truppenübungsplatz §^MEwurg Bei einer Spionage abgefaßt sei, indem er nachts beim Scheine einer Blendlaterne die Geschütz- robre studierte, ist aufgebauscht. Es handelt sich um den beim 9. Infanterieregiment eingestellten Major Ja- schida, der gegenwärtig in Hammelburg einer Schieß- beiwohnt. Er stand beobachtens vor den Ge­schützen und entfernte sich sofort, als er vom Wacht­posten dazu ausgeforüert wurde. Er ist bei den Offi­zieren des Regiments sehr beliebt, Spionage traut ihm niemand zu.

Eine Fernfahrt des neuesten Z.-Lnftschiffes.

^^^ Friedrichshafen, 20. Juli. Das Luftschiff Schwaben ist heute früh 5 Uhr zu einer Fernfahrt nach Luzern aufgestiegen Morgen wird dieSchwa­ben" nach hier zurückkehren.

Folgenschweres Wagennnglück.

Bochum, 20. Juli. In dem Orte Laer rannte ein Bäckerwagen gegen einen anderen Wagen, auf dem vier Kinder saßen. Ein Kind wurde bei dem Zusam­menprall sofort getötet, die anderen schwer verletzt.

Selbstmord eines Offizieranwärters.

Posen, 20. Juli. Gestern nachmittag verübte ein Avantageur vom Posener Jägerregiment in der Wohnung Selbstmord, indem er sich am Bettpfosten er­hängte. Ter junge Mann war am Dienstag von der Kriegsschule in Neiße zurückgekehrt und sollte sich ge­stern Beim Regiment melden. Ueber das Motiv des Selbstmordes verlautet nichts bestimmtes.

Ein Vater als Mörder seiner Kinder.

»-^ Bern, 20. Juli. Der Zigarrenreisende Aeber- Hard, ein Trunkenbold, erschoß im Walde seine zwei Knaben im Alter von sieben und elf Jaüren,' sein drU- ter- Knabe entkam. Ter Mörder begab sich dann in das nahe Torf Riggisberg, um sein dort in der Fe­rienkolonie wellendes Töchterchen zu töten, wurde aber dort vor der Ausführung der Tat verhaftet.

Marseille von der Cholera bedroht.

te Paris, 20. Juli. Aus Marseille wird gemeldet, daß dort sechs Fälle von Cholera festgestellt wurden, von denen vier tödlich verliefen.

Die Prinz Heinrich-Fahrer am Ziel.

London, 20. Juli. Tie Teilnehmer an der Prinz Heinrich-Automobilfahrt sind gestern abend in London eingetroffen. Größere Unfälle haben sich auf der Strecke nicht ereignet. v