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Den Mn JI Nr. 225
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Ä£ 2um miNtNandskonflress des ^4'11 IWa-Bundes.
(2. Blatt)
Samslag, den 18. November 1911
Telephon: Nr. 3S2. 23. Illhrg
Tic Verhandlungen des Mittelstandskongresses des h PWk^^urrdes vom 5. und 6. November haben die Er- ? „ . ^- Witin gen, die an sie geknüpft worden sind, nicht nur Wrm bei™ erfüllt, sondern noch weit übertroffen. Von allen hörte man aus den Kreisen der Teilnehmer, daß versieht k Beratungen durch die vornehme, in ihnen zum Aus- l reden, dahllLâ gekommene Gesinnung, durch die Rücksichtnahme wmd zu atmM andere Interessen und das Gemeinwohl und vor en Bildungdurch die tiefgründige sachliche Art einen geradezu tzyisternden Eindruck gemacht haben. Ein wesentlicher S"^ st an diesem günstigen Verlauf gebührt dem Präsi- __ ^pvbg,, ^ des Kongresses, Herrn Ehrenobermeister Richt, ULlNUt! als Vertreter des Mittelstandes im Präsidium des
'ch-Bundes die Leitung der Verhandlungen über- ^^, En hatte. In kurzen, warmen und zündenden n*g, Blei, ZK ^kn schlug der bekannte Handwerkerführer sofort die )beln,Betten,N ’ige Tonart an, indem er erklärte, daß er keine par- ™LS^ ”li«id)cn Erfrierungen Zulagen werden die einzige $ " "°b des Kongresses sei eine würdige, sachliche und
ââtt.Slg« lich Nutzen bringende llnlerfuchung und Aussprache —H : die brennenden Mitlclsiandssragen. Nach diesen n 111 Matzen ist der Ehrenobermeister Nicht die ganzen UUr 0 t Tage streng verfahren und hat dadurch nicht nur entoir-Glorla-Sliie Erledigung der gewaltigen Tagesordnung ermög- Ü 3 â iüE sondern auch jeden Mißton und jede persönliche kd â"KZ ck serugebalieu.
A und Anbär -» Einführung des Kongresses in die sachlichen Ar- è Ke/w li> 4«n hatte der Präsident des Hansa-Bundes, Herr Ee- b Mark zollfrei urrat R i e s s e r, übernommen. Er hob in seiner hin- lOw oben Art die großen allgemeinen Gesichtspunkte her- ^asße 571 unb ließ wieder seinen das Bürgertum aufrütteln- , * J —I ^mpfrus^ ergehen, endlich die Schlafkrankheit zu
^ind^n. Stürmischer Beifall unterstrich seine Mahn- ail den Mittelstand: Heraus mit der
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Antiquitäten.
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uwwe fb Riessers Rede stand es für alle sofort fest, daß Kongreß nicht in engherziger und kurzsichtiger Jn- Mettretung untergehen, sondern seine Beschlüsse von ' höheren Warte aus fassen würde. Die Referate
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durchweg so gut wie erschöpfend ui^ die Aus- ail tn die über die einzelnen Fragen erfolgten, brach- Mk, sE^ riiiielheiten in einer Fülle, wie sie bisher kaum be- hindulch) worden ist. Die Hebung des kleinge- blichen Kredites war das Thema, das an ® 5^15 W" "^spitze stand. Der Direktor des Hansa-Bundes, , zahm, anfEBürgermeister Knobloch, und der als Sachverstän- bis 20 Mark, n weit über die Grenzen seiner Heimat hinaus be- K^^AWWJbtadtrat Jung-Neiße trugen umfassende Unter- uri^eti darüber vor und hatten die Genugtuung, aus
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«sammlung zu hören, daß ihre Gedanken über- d gewirkt haben. Die Meinung des Kon- ging dahin, daß das Borgunwesen durch alle gend wie praktisch erscheinenden Mittel bekämpft Kredit des Mittelstandes vor allem durch die Ung des Genossenschaftswesens gehoben werden Die Frage der Diskontierung der Buchforderun- ' offen. Aufgabe des Präsidiums des Hansa- es sein, die Förderung des mittelständischen weiter zu klären und einer praktischen Lö-
ragen des Detailhandels besprach ichneten Vortrag der Vorsitzende des ZeMral- für die Gesamtinteressen des Deutschen Ein- im Hansa-Bunde, Herr Dr. Köthner, der stellvertretender Präsident des Kongresses sun- Er stellte die Notwendigkeit fest, das Sonder- sen, die Wanderlager, den Kreditbetrug und unlauteren Wettbewerb zu bekämpfen, und konnte en, daß das Präsidium des Hansa-Bundes ferne Eng hierbei zur Verfügung gestellt habe. Auch ^arenhausfrage schnitt der Referent in vorurteils- Weise an und bewirkte dadurch, daß eine restlose r über alle Detailhandelsfragen erfolgen konnte. 4 ebensolcher Gründlichkeit war das Referat des I Klempnermeisters Barschat-Königsberg über das
Zur Blutreinigttug
beste Mittel Morgens und Abends eine Tasse Dr. We. 8 See zu trinken, wodurch die Unreinigkeiten allmählich » aus dem Blute entfernt werden. Dieser Tee wirkt H günstig auf de« Mage« unb Darm, sehr angenehm und rein vegetabilischer Natur.
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ganze Gebiet der Handwerkersragen. Besonders hervorgehoben muß hierbei werden, daß nach aus- sührlicher Debatte und nach eindrucksvoller Empfehlung durch den Vorsitzenden der Berliner Handwerkskammer, Landtagsabgeordneter Rahardt, mit allen gegen sieben Stimmen der Beschluß gefaßt wurde, die Einsührung des zweiten Teiles des Gesetzes betr. Sicherung der Bau- forderungen zu empfehlen. Das Präsidium des Hansa- Bundes wird sich also über diese Forderung des Kongresses schlüssig zu machen haben.
Ueber Konsumvereine und Beamtenkon- sum vereine referierte einer der anerkanntesten Vorkämpfer des deutschen Detaillistenstandes, der Präsident der Bremer Klein-Handelskammer, Herr 'Neddermann. Seine Ausführungen waren so wirkungsvoll, daß die Versammlung einmütig an das Präsidium des Hansa- Bundes das Ersuchen richtete, zur Frage der Konsumvereine dahin Stellung zu nehmen, daß jede steuerliche und sonstige Bevorzugung der Konsumvereine zu beseitigen und Veanttenkonsumvereine nur dort zuzulassen seien, wo der Kleinhandel die Bedürfnisse nicht befriedige.
Einen durchschlagenden Erfolg für den Hansa-Bund bedeutete das Referat des Herrn Oberbürgermeisters Knobloch über das Submissionswesen und den vom Hansa-Bund ausgearbeiteten Gesetzentwurf zur reichsgesetzlichen Regelung des Submissionswesens. Nur eine Stimme der Anerkennung erscholl für diese schwierige Arbeit des Hansa-Bundes aus der Versammlung, die denn auch in einer einmütig gefaßten Resolution ihren Dank an den Hansabund Ausdruck gab.
Einen würdigen Abschluß fand der Kongreß durch das Referat des Herrn Kommerzienrats Schmahl-Mainz über den Ausbau unseres gewerblichen Bildungswesens. In plastischer Klarheit ergab sich aus den Ausführungen des Redners die Notwendigkeit einer stetigen Verbesserung der Vor- und Ausbildung des gewerblichen Nachwuchses und der Weiterbildung der schon in verantwortlicher praktischer Tätigkeit be- findlichen Kaufleute und Handwerker. Kommerzienrat Schmahl sprach nur aus, was der ganze Kongreß von Anfang bis zu Ende empfunden hatte, wenn er darauf hinwies, daß der Gewerbestand die engste Fühlung zum Geist und zur Bildung der Zeit aufrecht erhalten und sich aller Vorteile bedienen müsse, die die moderne Entwicklung mit sich bringe. Das ganze Referat war ein glänzendes Seitenstück zu der Riesser'schen Forderung: Vorwärts, nicht rückwärts!
Hervorzuheben ist noch, daß der Mittelstandskongreß des Hansa-Bundes sich einmütig dem Protest ange- schlossen hat, den der Vorstand des Zentralausschusses für die Gesamtinteressen des deutschen Einzelhandels im Hansa-Bunde sofort nach den Tewerungsdebatten im Reichstage gegen die den Groß- und Kleinhandel herabwürdigenden Vorwürfe des Reichskanzlers und des preußischen Landwirtschastsministers erhoben hat. Die Wirkung ist ja auch nicht ausgeblieben, die Regierung befindet sich schon aus dem Rückzüge, und Unterstaats- sekretär Richter hat zugegeben, daß entgegen den Aeußerungen des Kanzlers im Reichstage, den Kleinhandel die Schuld an der Teuerung nicht träfe. Es bestätigt stch sonach die alte Erfahrung: sich wehren bringt Ehren 1 Der Hansa-Bund wird auch für den Mittelstand weiter auf dem Posten sein, wenn es gilt, unberechtigte Angriffe abzuwehren.
Literarisches.
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Geschäftliches.
)(i Einen Raub am eigenen Geldbeu- 1 e l begeht, wer seine Wiesen und Weiden vernachläs-
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