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Gietzener Jettung

Vezugspreis 40 pfg. monatlich

vierteljährlich 1,20 Mk., vorau-zahlbar, frei inS HauS. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig- auSgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Erscheint DicuStagS, Donnerstags, TamStagS. Redaktion: SelierSweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

Verlag derGiestcncr Zeitung" G. m. b. H.

Enthält alle amtl. Bekanntmachungen

der Großherzoglichen

Bürgermeisterei^

sowie vieler anderer ^

des Großherzoglichen sPolizei-Amtes l^ Behörden Gberheffens

Expedition: Seltersweg 83.

jHauS Brüder Schmidt.)

gnzeigenpreis 15 pfg.

die 44 mm breite Inseratenzeile. Stellen, gesucht und Familienanzeigen 10 Pfg. Die 90 mm breite Zeile im Reklam et eil 80 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Grdhc berechnet. Rabatt kommt bei Überschreitung des Zahlung». zieleS (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei KoakurS in Wegfall. Platzvorschriften vhue Verbindlichkeit.

Verlag der(Sicstcner Zeitung" (9. m. b. H.'

Nr 231

Telephon: Nr. 302.

Samslag, den 2. Dezember 1911.

Telephon: Nr. 362. 23. AghlA

NeichstagSwahlen 1912

Die Vorstände der Synoden (Siegen und W i t t g e, n st e i n erließen angesichts der Reichstags - wähl einen Aufruf an die evangelischen Wähler, in dem sie an ihre evangelischen Gemeindemitglieder aller Par­teien die Bitte richten, den Wahlkampf nur mit sittlich einwandfreien Mitteln zu führen und besonders den gu­ten Namen des politisch Andersdenkenden zu schonen.

Metz. Nach Lothringer Blättermeldungen ist zwischen dem Lothringer Block und dem Zentrum ein Abkommen für die Reichstagswahlen in Lothringen ge­troffen, wonach von den vier lothringischen Wahlkreisen dem Zentrum Saargemünd-Forbach und Diedenhofen, dem Block Saarburg-Chateau Salins und Metz zuge­sprochen wurden.

Reichstagswahl kreis Friedberg- Büdingen. Die Nachricht, daß die Einigungskan­didatur Strack von den Nationalliberalen abgelehnt ist, entspricht nach einer Blättermeldung nicht den Tatsachen.

Bin Sudt und Laud.

G ijeh e n, 2. Dezember 1911.

§ Der Zusammentritt des 35. Landtages ist auf den 19. Dezember d. Js. bestimmt. Die feierliche Eröffnung wird am 20. Dezember stattsinden.

* Die Neuwahlen zur Hess. La.njdwirt- schaftskammer werden, voraussichtlich direkt nach den Reichstagswahlen stattfinden, da die 5jährige Pe­riode um ist. Die Wahl findet indirekt statt und sind für jeden einzelnen der 45 hessischen Wahlbezirke je 15 Vertrauensmänner zu wählen, die dann den eigentlichen Abgeordneten zu wählen haben.

n Gießen. Für den Rezitationsabend, den der Gesellschaftsverein diesen Montag für seine Mitglieder veranstaltet, ist der Hosrezitator Hermann Lnispel aus Darmstadt gewonnen worden.

n Gießen. Der Kreistag des Kreises Gießen wird Anfang Dezember zusammentreten, um den Voranschlag für das kommende Jahr zu beraten.

n Gießen. Der Gütervorsteher Groth von hier wurde nach Darmstadt, der Bahnhofsaufseher Martin von Allendorf a. d. Ld. als Eisenbahn-Unterassistent zur Güterabfertigung nach Gießen und der Eisenbahn­gehilfe Pfeifer von Gießen als Bahnhossaufseher nach Weidenhausen versetzt.

n Gießen. Heute Samstag, den 2. Dezember, veranstaltet der Mitteldeutsche Arbeitsnachweisverband im Regierungsgebäude die zweite diesjährige Konferenz von Verwaltern und Leitern öffentlicher Arbeitsnach - weise. Es werden wichtige Vorträge gehalten.

n G i e ß e n. Die Rendeler Bluttat, bei der be­kanntlich der Landwirt Gunderlach seine eigenen Ange­hörigen niederschoß, und selbst Hand an sich legte, wird nun ein Nachspiel vor der hiesigen Strafkammer finden. Gegen den im September verhafteten Weißbinder Hein­rich Müller aus Niederdorfelden ist nunmehr Anklage er­hoben, weil er es unterlassen hatte, Anzeige von der Tat zu erstatten, obschon er von dem geplanten An­schlag zu einer Zeit Kenntnis hatte, wo die Tat noch hätte verhindert werden können.

n Gießen. Ein Gnadengesuch für den Raub - mörder Erbe soll nunmehr auch dessen Verteidiger, Rechtsanwalt Kaufmann, beim Großherzog eingereicht haben.

n Gießen. Am kommenden Montag tritt das Schwurgericht für das 4. Quartal lf. Js. zusammen. Es wird verhandelt am Montag gegen Otto Müller aus Büdingen wegen Notzucht und am Dienstag gegen Ed­mund Lischke aus Dresden, ebenfalls wegen Notzucht.

n E i e ß e n. Ein Preis-Wettschreiben unter zahl­reicher Beteiligung von Stenographen u. a. aus Frank­

furt, Marburg, Wetzlar, Friedberg, veranstaltet der Verein für vereinfachte Stenographie (System Stolze- Schrey) heute im RestaurantSchipkapaß".

n Gießen. Im Oberhessischen Automobilklub wird am 9. Dezember anläßlich eines Vortragsabends mit Lichtbildern, Herr Eduard Engler, 1. Vorsitzender des Frankfurter Automobilklubs, über seine Eindrücke und Erlebnisse derPrinz Heinrich-Fahrt 1911" berichten.

-j- Gießen. Der Bleichenbesitzer Hüttenberger da­hier sand gestern nachmittag in der Lahn, nahe der Brücke, das schon seit einiger Zeit vermißte Fräulein Weiß. Er erhielt den ausgesetzten Preis von 500 Mk.

n Gießen. Am Mittwoch wurden durch die hie­sige Gendarmerie zwei Zöglinge, die aus der Erzieh­ungsanstalt Wabern bei Kassel entsprungen sind, hier im Walde aufgegriffen.

n Gießen. Der Alldeutsche Verband, Ortsgruppe Gießen, veranstaltet am kommenden Montag, den 4. December, abends 8% Uhr, in Steins Garten einen öffentlichen Vortrag, in dem Prof. Dr. Rich. Graf du Moulin-Eckart aus München überMarokkopolitik" sprechen wird. Der Eintritt ist frei.

n Gießen. Eine gemeinsame Monatsversamm - lung mit Familien veranstalten nächsten Montag der Artillerieverein und der Verein ehemaliger 116er. Leh­rer Jakob aus Gonterskirchen vom Haffia-Kriegerverband wird dabei einen Vortrag mit Lichtbildern über Ka­merun halten.

r Lollar. Der MännergesangvereinGermania" veranstaltet morgen Sonntag ein Wohltätigkeitskonzert.

r Wetzlar. Die Gemeinden Atzbach, Vüblings - Häuserhof, Nauborn, Steindorf und Hofgut Altenberg sind aus dèm Beobachtungsgebiete der Maul- u. Klau­enseuche ausgeschieden.

):( Dillenburg. Durch die vielen Einbrüche und Diebstähle beunruhigt, haben sich mehrere Einwoh­ner unserer Stadt wachsame Hunde angeschafft. Einzelne, denen die Hundesteuer zu hoch ist, haben sich in den Be-

sUz von Schußwaffen gesetzt. Wie gefährlich augenblick lich das Passieren der Chausseen und Wege in unserer Nachbarschaft ist, haben die Uebersälle in' letzter Zeit genügend bewiesen.

):( Burg. Einem Präparandenschüler stellten sich aus dem Wege nach der Schule in Herborn zwei ver­dächtig aussehende Rede entgegen, welche sich erst aus dem Staube machten, als der Schüler seinen Vater ge­holt hatte. In einer der letzten Nächte hatten Diebe

Herrn F. hierselbst einen Besuch zugedacht. An der Hin­tertür des Hauses hörten die

suchenden, welche dann schnell ):( Oberursel. Hier als Beihilfe zur Unterhaltung delbahn 50 Mark gewährt.

Bewohner die Einlaß- verschwanden.

wurde dem Taunusklub der neu angelegten Ro-

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der mtemet.Hyqien? Ausstellung

Dresden 1911

Goldene Â^edaille üf@^i

):( Niederkleen. Vergangenen Montag beab­sichtigte die Fortschrittliche Volkspartei eine Versammlung abzuhalten, auf der der Reichstags- kandidat Prof. Dr. med. S ch l o tz m a n n sprechen sollte. Ein Teil der Erschienenen verübte jedoch solch einen Lärm, daß die Abhaltung der Versammlung un­möglich war. Natürlich wurde auch wiederHeil dir im Siegerkranz" angestimmt. TraurigePatrioten", die immer noch nicht begreifen, daß solch ein Lied nicht in den Hader und Haß der politischen Parteikämpse hinab­gezerrt werden darf! Bei der Heimsahrt sanden die Herren die Straße am Eingang zu Niederkleen in der ganzen Breite durch ausgeschichtete Holzstapel gesperrt, so daß sich leicht ein Automobilunglück von unabseh­baren Folgen hätte ereignen können. Mit Hilse des Po­lizeihundes wurde am nächsten Morgen der Verdacht aus einen Burschen gelenkt. Die Untersuchung wird hof­fentlich bald Licht in diese traurige Angelegenheit bringen.

! Mainz. Hier wurde beschlossen, die Gehälter der städtischen Beamten, Lehrer und Mitglieder des städti­schen Orchesters vorauszubezahlen, obwohl dadurch die Stadt einen Zinsverlust von 8746 Mark erleidet. Fer­ner wird den gelernten städtischen Arbeitern eine Lohn­erhöhung von 20 Pfg. pro Tag bewilligt, was eine jährliche Mehrausgabe von 12 000 Mk. bedeutet, wäh­rend der Antrag des Fahrpersonals der Straßenbahn auf Herabminderung der Dienstzeit von 10 auf 9% Stunden Annahme findet, wird die Beschlußfassung über die Freigabe jedes 8. Tages, statt des bisherigen 10., zurückgestellt, da die hierdurch nötige Mehraufwendung von 26 000 Mk. bei der gegenwärtigen Finanzlage der Straßenbahn vermieden werden soll.

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Man hübe sich vor bauschenden, qualiFaHv minderwertigen Nachahmungen!

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