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vor dem 6. Lebensjahre geheilt werden, so daß hierdurch eine besondere Erziehung für diese Krüppelkinder überflüssig wird. Andere Kranke behüben nicht einmal der Aufnahme in die Klinik und noch weniger einer beson­deren Erziehungsanstalt; hierzu gehört z. B. das große Heer der Plattfußkranken. Nun bleibt aber eine große Anzahl von Kranken, welche neben der, ärztlichen, Behand­lung einer besonderen Erziehung bedürfen; dahin gehören die schweren Lähmungen iKinderlähmung), die Knochen- u. Gelenktuberkulosen, die sehr schwere« Verstümmelungen (Ver- lust beider Arme oder beider Beine), evtl. auch sehr schwere rachitische Wirbelsäulenverkrümmungen u. a.

Bei der Kostenfrage haben wir «zu trennen die Kosten der Erziehung und die Kosten der Behandlung. Wir folgen hier ebenfalls wieder den Ausführungen Langes über die bayrischen Verhältnisse. Hier kommt auf 8 leichte orthopä­dische Kranke ein schwerer Krüppel. In der Münchener An­stalt beträgt das jährliche Kostgeld 480 Mt. gleich ca. 1.30 Mark täglich. Ein Zögling bleibt durchschnittlich 3 Jahre in der Anstalt. Dièse Erziehung kostet also 1440 Mk. idie Unkosten für Lehrergehälter, Statailszuschuß rc. sind -dabei nicht mitgerechnet). Die Behandlung eines schweren Krüp Pelkindes während des Aufenthaltes in der Anstalt (Ban­dagen 2C.) kostet durchschnittlich 140 Mt., eines leichten or­thopädischen Kranken 30 Mt. Anders ausgedrückt heißt das: Wenn wir auf die Erziehung eines einzigen Krüvpeltindes verzichten, so können wir für das entsprechende Geld zehn schwere Krüppel oder auch 45 leichte Kranke ärztlich behan­deln. Wenn wir auch nicht alle Krüppel heilen können, so dürfte doch kein Zweifel darüber bestehen, daß durch die Ausgabe von 1400 Mk. für ärztliche Behandlungskosten statt für Erziehungskosten unendlich viel mehr zur Linderung des Krüppelelends geleistet werden kann, als wenn die gleiche Summe zu Erziehungszwecken verwendet wird. Bei Berücksichtigung der Kostenfrage kommt Lange zu dem Schluß: Eine rationelle Krüppelfürsorge muß das Schwergewicht aus eine rechtzeirrge Behandlung der Krüppel legen. Die Erziehung nimmt erst den zweiten Platz in der Krüppelsürsorge ein. Wenn ein Krüppelheim unter nichtärztlicher Oberleitung steht, so ist das ein unnatürlicher, ungesunder und deshald unhaltbarer Zustand. Je schneller sich in Deutschland diese zeitgemäße und unbedingt notwen­dige Umformung unserer Krüppelanstalten vollzieht, desto schneller werden wir zu einer rationellen Krüppelfürsorge kommen. Erst wenn wir erreicht haben, daß in der Regel jede Gelenktuberkulose im Beginne des Leidens im Geh- Verband behandelt wird, wenn jede rachitische Wirbelsäu­lenverkrümmung, ehe sie versteift, im Gipsbett grade ge­richtet wird, wenn jeder Plattfußkranke eine richtige Etn - läge erhält, wenn jede Hüftgelenksverrenkung und jeder Klumpfuß in einem Alter, wo noch eine ideale Heilung mög­lich ist, dem Operateur zugeführt wird. erst bann Mrd sich eine erhebliche Minderung des Krüppelelends zahlen­mäßig nachweisen lassen.

Ich schließe mit der Aufforderung, die Gründung eines Hess. Krüppel f ürjf org epe r enns in die Wege zu leiten und in eine tätige Propaganda zur Be­kämpfung des Krüppelelends in Unserem. Großherzogtum einzutretcn. Von den in jeder Provinz gesammelten Geü dern könnten dann die Anfänge der Fürsorgebestrebüngen in den einzelnen Provinzen gefördert und unterstützt werden. Möge dann der edle Wettstreit auf diesem sozia­lem Gebiete alle drei Anstalten veranlassen, ihre Lerstungs- fähigkeit in der Krüppelheilung und Behandlung durch Er­folge zu beweisen.

Anmerkung der Redaktion. Möge der Auf­ruf des Herrn Dr. Dillmann-Mainz in Hessen das weiteste Echo finden und dem ersten rheinhessischen Krüppelheim zu Nieder-Ingelheim bald ein solches auch für Oberhessen fol­gen. Die Mstiligung an der Fürsorge für diese Aermsten unter den Armen sollte eine allgemeine fein.

Zum Zarenbesuch in Friedberg.

Bis zur Beendigung der Kur der Zarin dürften im­merhin noch mindestens 30 Tage verlaufen. Sehr fraglich erscheint es dann, ob dann noch die Verlegung des Hofla gers von Friedberg nach Jagdschloß Wolssgarten ausae - führt wird, da die Wtttcrungsverhältnisse für einen Auf­enthalt dort nicht mehr so günstig sind. Wahrscheinlich ist vielmehr, . daß das Zarenpaar den für Deutschland vorge­sehenen Aufenthalt in D a r m st a d 1 zubringt.

Mittwoch, nachmittag Isafen der Zar, der Großherzog, die Gro Herzogin imb mehrere Großfürstinnen in 4 Auto­mobilen in Bud-Nauheim ein und begaben sich sofort auf den Tennisplatz, wo der Zar und der Großherzog sich erf- rig dem Spiele widmeten.. , . ,

Der Zar machte gestern früh eine Ausfahrt in die Um­gegend, die Zarin nahm ein Bad. Um 12 Uhr trafen im Automobil Prinz und Prinzessin Wilhelm von Schweden ein iveid^ bis zum Abend im Schloß verweilten. Sie wa­ren auf der Fahrt von Karlsruhe nach Schweden begriffen.

Lokales.

Gießeu, 24. September 1010.

* Eine Abschieds feier, zu Ehren des sich in das Privatleben zurückziehenden Schulrats Klein- s ch m i d t veranstaltete die Kreisschulkommission in Steins Garten. Zahlreiche Lehrer waren zu der Festlichkeit erschie­nen, der auch Provinzialdirettor Usinger und Prof. Gise- vius beiwohnten. Man widmete dem Scheidende« warme Worte der Anerkennung. Bei dieser Abschiedsfeier wurde zugleich der neue Schulinspektor des Kreises Gießen, Prof. Dr. Alles- Friedberg, durch den Provinzialdirettor Usin­ger vorgcstcllt.

* Die Rückkehr des Kaiser-Regiments aus dem Manöver erfolgte vorgestern abend. Die Truppen kamen in zwei Abteilungen in Gießen an und zwar die eine um 11, die andere um 1 Uhr. Auf dem Bahnhof Hat- tcn sich! trotz der vorgerückten Stunde zahlreiche Gießener eingefunden, welche die heimlehrenden Krieger mit Hoch, rufen empfingen. War man doch auch in unserem schönen Meßen über das Regiment während des Manövers durch die Zeitung unterrichtet und bamit über die glänzenden Leistungen der 116er auf dem Laufenden erhalte« worden. Ungeachtet der gehabten Strapazen hatten die Soldaten die hessische Fröhlichkeit nicht vergessen und es wurde« daher die Hochrufe aus bem Publikum .bei der Ankunft auf das Herzlichste erwidert. Im übrigen sei den zur Entlassung kommenden Reservisten jum Abschiede ein herzlichesLebe­wohl" zugerufen.

* Der Bischof V o n Mainz trifft heute in Me­ßen zur Firmung bei der katholischen Gemeinde ein.

* Schwlurgerich t. Die Sitzungen des Schwur­gericht für das 3. Vierteljahr 1910 beginnen am nächsten Montag. Es wird verhandelt: Montag, von«. 9% Uhr. gegen Dienstknecht Wilh. Müller von Ruppertsburg wegen Notzrnlstsvcrsuchs ; Dienstag, vormittags 8% Uhr, gegen Karl und Wilhelm Schmidt von Rodheim v. d. H. wegen Totschlags; Mittwoch, vormittags 8% Uhr, gegen den Tag- löhncr Wilhelm Lotz von Lich wegen Meineides.

* Eingestellt wurde das Verfahren gegen den

Kaufmann Hübner aus Nordhause« wegen Geistesgestörtheit. Derselbe hatte Eisenbahnschwellen bei Lang-Göns über die Schienen gelegt.

* Ein Stellennachweis für Kellner wird am 1. Oktober dem städt. Arbeitsnachweis angegliedert. Die Ein­richtung verdankt ihr Entstehe« dem Gießener Gastwirtever­ein. - - --r -.- - ..-------------------------. -'

Aus Hessen und Nachbargebiet.

-w- Waldgirmes. Unserem verehrten Bürgermei­ster I. Gg. Bernhardt, welcher seit dem Jahre 1880 in großer Treue an der Spitze unserer Gemeinde steht wurde durch Herrn Kgl. Lanhrat Dr. Daniels Biedenkopf das All­gemeine Ehrenzeichen verliehen. ;

),( Flieger-. und Dauer ur e i ft e x s ch a f t von Colmar i. Els. wurden am 18. b. Mts. von dem Brenna? borfahrer P. Müller erstritten. In Leipzig behaupteten O.O. Fuchs und R. Zschernig, welche gleichfalls.. Prennabor fahren, im Prämienfahren die beiden ersten Plqtze^und m Duisburg siegte das Brennabor-Tandempaar von Natzmer- Münzner. ,

H Ausland. In Lüttich in Setgien gewann I. Niederau am 18. September das Internationale Dxei-Han- der Match auf Brennabor und in Paris ging Weltmeister Darragon auf derselbe« Marlk aus dem 100 Kilometer - Dauerrennen hinter Motorführung als Sjeger hervor.

Aüs dem «erWSfadL

Strafkammer.

Gießen, 20, September 1910,

In der Frühe des 17. Juli d. Js. erfolgte, am hiesi­gen Bahnhof zwischen der elektrischen Bahn und dem Wa­gen des Landwirts Karl Juahard 2. ein Zusammenstoß, wobei Jughard vom Wagen fiel und Verletzungen erhielt. Der Wagenführer Otto Veith und Jughard wurden ange­klagt, weil Veith nicht rechtzeitig gebremst und Jughard sich vor dem Ueverfahren der Geleise nicht umgesehen hat. Letzterer wurde zu 15 und ersterer zn 10 Mark Geldstrafe verurteilt. Beide legten Berufung ein; da aber Jughardt nicht rechtzeitig erschien, wurde seine Berufung zurückgewie- sen. Nach den Aussagen des Sachverständigen hat Veith den Wagen nicht zum Stehen bringen können, da die Stelle abschüssig ist, cheshalb Freisprechung erfolgte.

Ein Standesbeamter hat Überseher, vor einer Trau­ung das Aufgebot am Wohnort der Braut aushängen zu lassen. Er wurde zu der Mindeststrafe von 3 Mark ver­urteilt, wobei sein hohes Alter strafmildernd berücksichtigt wurde.

Der Landwirt Karl Euler in Gießen hatte am Amtsgericht einen Eid in einer Prozeßsache gegen einen Han­delsmann zu leisten. Als ihm ein Rechtsanwalt Vorhalt machte, bezeichnete er sein Verhalten alsJudenpossen". Euler sah gleich ein, daß er zu weit gegangen war und bat den Anwalt schon im Justizgebäude um Entschuldigung; er suchte ihn auf seinem Bureau auf, erklärte sich vor der Schöffengericht sverhandlung zu einer Ehrenerklärung und Bußezahlung bereit. Doch der beleidigte ließ sich auf nichts ein Das Schöffengericht berücksichtigte dieses Verhalten und erkannte nur auf 3 Mark Geldstrafe. Der Anwalt als Ne­benkläger und! die Staat/saNwaltschast fochten das Urteil an. Das Berufungsurteil lautete auf 15 Mark Geldstrafe.

In Hirzenhain hat der Fabrikarbeiter Georg Vogel aus Usenborn einen Arbeiter mit seinem Rad umge­fahren, so daß er längere Zeit arbeitsunfähig war. Er wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung angeklagt, doch es erfolgte seine Freisprechung mangels . Beweises. Der Ver-- letzte sockst als Nebenkläger das Urteil an. Da feststand, daß der Angeklagte auf dem Fusisteig gefahren ist, wurde er für schuldig besunden und zu 10 Mark Geldstrafe verurteilt.

G! i e ß e n, 23. September 1910.

Der Taglöhner Johannes Stteler aus Maar hat annonyme Briefe, mit denen er Geld erpresse« wollte, an den Oelmüller Krömmelhein in Rimlos, an einen Metzger- meifter in Lauterbach und an einen Bewohner von Maar geschickt, unter der Androhung, falls das Geld nicht post­lagernd in einem gewöhnlichen Brief geschickt werde, so würde ihre Verhaftung erfolgen; dabei gab er sich als Krl- minalpolizist aus und unterzeichnete mit einem unleserlichen Namen. Statt das Geld zu schicken, wurde Anzeige erhol- ben unb der Angeklagte verhaftet, als er das Geld ab­holen wollte. Das Gericht diktierte ihm für die plumpen Erpressungsversuche in drei Fällen 5 Monate Gefängnis zu, worauf 4 Wochen Untersuchungshaft in Anrechnung kommen.

Wegen schweren und einfachen Diebstahls wurde der Schüler Johann Wilhelm Nikolai von Butzbach zu 1 Monat Gesängnis verurteilt. Er ist über eine Bretterwand von 2% Meter Höhe gestiegen, in das Haus emes Mau­rers eingedrungen und hat diesem 5 und dessen Schwieger? Vater 1,35 Mk. mittels Nachschlüssels gestohlen. Ferner hat er in einem HauL, in das er wegen Erheben von Geld geschickt worden war, ein Zehnmarkstück gestohlen. Das Geld wurde in Gemeinschaft mit Kameraden vertrunken und ver- na^sr Schlossergeselle Heinrich Druschke aus' Hannover hat einem Schlossexmeister zu Vilbel, bei dem er in Arbeit [taub ein Fahrrad mitgenommen. Er wurde wegen Dieb­stahls angeklagt, doch stand fest, daß' er das Rad von sei­nem Meister zur Benutzung überlassen bekommen hat, wes­halb ex nur wegen Unterschlagung zu 3 Monaten Gesang nis abzüglich 1 Monat Untersuchungshaft verurteilt wurde. Der Angeklagte wurde auf freien Fuß gesetzt.

St»desamt.«achrichte »er St«dt «iehen.

Geborene.

Sep. 13. Wirt Friedrich Schneider ein Sohn, Artur

13. Stukkateur Johann Joseph Laberenz eine Tochter, ApolloNia Luise.

13. Fuhrmann Wilhelm Franz Hammel eine Tochter, FrgriAiskn Karoline.

14. Eisenbahngehilfen Friedrich Otter eine Tochter, Friederike Philippine.

14. Organisten Antorr Wickert ein Sohn, .Johann Adam.

15. Steinmetz Karl Jödt ein Sohn, Friedrich Wilhelm

16. Mafchinentechniker Heinrich Fischer ein Sohn, Erich Heinrich Wilhelm. ,

16. Lagerhalter Wilhelm Heinrich Ludwig ein Sohn, Karl Friedrich. , . _ ,

16. Lehrer Georg Valentin Reinhard Kling ein Sohn, Peter Ludwig Artur Karl. ~ o r 17. Metzger Julius Aulmann ein Sohn, Julius Karl Otto.

18 Obsthändler Romano Masee ein Sohn, Justus.

21. Spengler Karl Sauer ein Sohn, Heinrich. Aufgebote.

Sep. 16. Emil Eidmann, Bureauvorsteher in Meßen, mit Lina Klippel in Lollar.

17. Emil Schäfer, Metzger, mit Katharine Klein, beide

17. Fridrich ^Luckhardt, Inspektor der Wa^ und Schließgeßellschaft in Straßburg, mit Christiane Selig in Gießen.

Sept. 10. August Schmitt, Ingenieur in Sosia, mit Anna Minna Matthea Gernegroß in Leipzig.

19. Wilhelm Philipp Rohrbach, Taghöhner in Wieseck, mit Emma Lina Alban in Gießen.

20. Michael Lams, Fuhrknecht, mit Elisabethe Best, beide in Gießen.

21. Oslo Siek, Gastwirt in Gießen, mit Emma Mül­ler in Bottenhorn.

21. Heinrich Küpper, Eisenbahnpt-aktikant in Gießen, mit Marie Margarete Johanna Klinger Nr Frank­furt a. M.

21. Heinrich Zimmermann, Lackierer in Klein-Linden, mit Susanne Rohmia in Meßen.

22. Heinrich Otto- Hochstätter, Kaufmann in Meßen, mit Maria Theresia Härdtner in Dunningen.

E h e s ch l i e tz u n g e n.

Sep. 17. Ferdinand Lenz^ Brauereibesitzer in Herford, mit Elly Haubach in Gießen.

^«.Gestorbene.

Seh. 17. Anna Katharine Dürr, geb. H eiche, 71 Jghre alt. , 22. Philipp Wehrum, Privatier, 62 Jahre alt.

22. Katharine Kohler g^b. Vogt, .58 Jahre alt.

22. Karoline Drm^fel, geb. Ohmmus, 90 Jahre alt.

Kirchlichst Nachrichten für Hieße«.

Evangelische Gemeinde.

Am 18. Sonntag nach Trinitatis, den 25. Sep.

Kollekte zum besten des Kirchenbaues der evangelischen Ge­meinde zu Helpershain.

. Gottesdienst-

In der Stadtkrrche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

Zugleich letzte Christenlehre für dte Neukonfirmierten aus der Matthäusgemeinde.

Vormittags 9% Üyr: Pfarrer Schwabe.

Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde gemeinsam. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

In der Johanneskirche.

Vcrmjttags 8 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der - LrAasgemeinde.

Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Ausfeld.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannes - Ge­meinde. Pfarrer Ausfeld.

Abends 8 Uhr im .I o h a n n e s f a a l: Versammlung u. Äibelbesprechung.

Katholische Gemrwde

Samstag, den 24. September.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen - heit zur heiligen Beicht.

Nachmiftags um 5%. Uhr: Feierlicher Empfang des Hoch­würdigsten Herrn Bischofs in der Kirche.

Sonntag, deft 25. September.

19. Sonntag nach Pfingsten.

Firmung.

Vormittags von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.

Vormittags 6 Uhr: Die erste heilige Messe.

Vormittags 7 Uhr: BischÜMche Messe. Kommunion der Firmlinge.

Vornttttags 8 Uhr: Austeilung der heiligen Kommunion Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt; darauf Firmung.

Vormittags 11 Uhr: Heilige Messe.

Nachmittags 3^ Uhr: Predigt; darauf Andacht mit Segen.

Sonntag Abend um 7^ Uhr ist in Steins Garten Festversammlung der katholischen Gemeinde.

Montag, den 26. September.

Vormittags 7 Uhr: Bischöfliche Messe.

Mittags 12 Uhr: Abreise des Hochwürdigsten Herr« Bi­schofs.

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Paul Christian Saalwächter

Weingutsbesitzer, NIEDER-INGELHEIM a. Rh.

SpeziaNtSt: Ingelheimer Rotweine.

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen.

Er könne« eingestellt werten:

1 Küchenchef, 1 Schlofft, 1 Polsterer und Tapezier^ 1 HauMeye/k. 3 Hausburschen, 2 Ecdacbeitec, 1 Waschfrau, 5 Dienstmädchen.

Lehrlinge: 1 Glaser, 1 Kaufmann.

Er suchen Arbeite 1 Schuhmacher, 2 Schreiner, 1 Wagner, 1 Kellner, 1 Steinhauer, 1 Sattler uud Ta« pezj^es, 2 Zimmerer, 2 Spengler, 1 Etsendreher, 12 An« strtzichex., 2 Hausburschen, 1 Fghrknecht, 6 Arbeiter,. 2 Krankenpfleger oder Erziehungsgchilfen, 2 Laufmädcheu, 7 Putz- und Lauffrauen, 1 Waschfrau, 2 Handlungsge­hilfen.

Lehrlinge. 1 Schlosser.

Mârttbertchte âte^e», den 24. Sept. Auf bem heutigen Wochenmarkte tostetn,

1.25-1.30

0.801.00

1.001.60

0.80-1.80

0,80^-2.20 8085 84-92 80-84

0.150.18

Butter per Pfd Hühnereier per Stück Käst per Stück Kasematte 2 Stuck Tauben per Paar Hühner per Stück ÖM<" P«®^ «ks1,

Bohnèn per Pfd.

o Q Dwweme«enco gq. p. P O Kalbfleisch per W.

? Hammelfleisch per Pfd ° Sartnfffln b. 190 Kilo

Schweinefleisch per Pfd-., 8096 SchweineAelsch ges^p Pfb. 96 8688

Hammelfleisch per Pfd 6084 Kartoffeln p. 190 Kilo 7.00-8,00 Awtebelfl per Str. 6.008.00 WeiSkraut per Stck. 0.10OJO Aepfel per Pfd. 00.06 -0018 Birnen per Pfd. 00.08^00.18 Nüsse 100 Stück 0.50-000 Milch per Liter 20

Gurken. 100 Stck. 0.QO

Zwischen 1 Pfd. 10w

datier der Markest pon 8 Ühr morgen- bis 2 Uhr nachmittags Gegenstände deâ «ochenmavttoerkehrS dürfen- bis. Beginn der Markt­zeit überhaupt nicht und während dreier Stunden der Marktzett in Umberriehen fetlgeboten werden.

251

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