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Nr. 9.

Mittwoch, den 12 Januar 1910

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4 Erscheint HgH^ auher Donnt«gS.

VezAgSpreiS: viertelsährlich durch die Träger frei tos Hm»- 1.35 Mk., durch die Post bezogen LßO Mk.

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(Gießener ^egetottt)

iE« wi,d Ws »notier " 3««. 1910. Uhr.

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Ende. 9 Uhr

für Overhessen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.

»Enthält «De amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen

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Lokales und Provinzielles.

* Gießen. Die beiden von der Stadtverordneten- Versammlung nachträgckch bestellten Straßenbahnwagen wer­den spätestens Mitte März geliefert werden. Für den Sonr- nlersahrplan ist in Aussicht genommen, die Wagen der roten Linie bis an die Ecke der Licher Straße und der Straße zur neuen Kaserne fahren zu lassen. Auch eine Vermehr­ung der Haltestellen ist beabsichtigt.

* Gießen, 10. Jan. Den Universitäten Leipzig, Gießen und Jena hat sich jetzt auch als erste preußische Hochichule Güttingen angeschlossen, die solche Volks- s ch u l l e h r e r, die ihre Prüfungen gut bestanden haben, zum Studium zuzulassen gedenkt.

-r- Gießen. (Evang. Arbeiterverein.) Prof. Koob hielt am letzten Sonntag einen jehr interessanten Vortrag über den gestirnten Himmel, welcher so stark besucht war, daß solche, die nicht sehr zeitig kamen, kaum noch einen Platz zum Stehen fanden. Die Ausführungen des Refer­enten, die allgemeinen Beifall fanden, wurden durch Vor­führung von Lichtbildern erläutert.

-e- Gießen, 12. Jan. Die letzte Verkehrsstör­ung bei der Straßenbahn war auf einen Defekt der Zu­leitung eines Motors zurückzuführen, welche von dem zu- fäJig in der Nähe befindlichen Direktor des Elektrizitäts­werkes selbst beseitigt wurde.

-p- Gießen, 12. Jan. In der Kapelle des israeli­tischen Friedhofes hatte sich in der Nacht zum Dienstag ein junger angetrunkener Mann einquartiert, welcher die Fen­sterscheiben zertrümmerte, um sich Einlaß zu verschaffen.

*)(* Gießen, 12. Jan. Wir machen noch einmal darauf aufmerksam, daß der Schluß der gegenwärtigen Aus­stellungsperiode des Kunstvereins bereits morgen ftattfinbeu muß.

*)(* Gießen, 12. Jan. Die Ober H. Gesell­schaft für Natur- und Heilkunde hielt gestern abend 8% Uhr in dem physikalischen Institut eine Ge­neralversammlung, welche mit der Erstattung des Jahresberichts eingeleitet wurde, der ein beträchtliches Stei­gen der Mitgliederzahl ergab. Außerdem hat der Verein beschlossen, dem Vereindtaturichutzpark" in corpore beizu- treten, welcher bereits die Anlage eures Naturparkes in Mitteldeutschland in Aussicht genommen hat, für dessen Ort der Vogelsberg in Betracht kommen dürfte, während dem Verein bereits in den Alpen ein Ge­lände zur Erbpacht angeboten worden ist. Daran schloß sich ein Vortrag des Prof. Sommer überSchiller als Mediziner", ivelcher Öne Zuhörerschaft! mit verschiedenen psychologischen und physiologischen Urteilen des Dichters be­kannt machte und Stellen aus denNäUöern" und der Ab­handlung des DichtersVon den Beziehungen der tierischen Natur des Menschen zu der menschlichen". daführ anführte. Reicher Beifall wurde dem Vvrtragenden. Der reichliche Ertrag einer Sammelliste für die Errichtung eines Natur­schutzparkes bewies, daß auch unter den Akitgliedern ein lebendiges Interesse für die Bestrebungen des Vereins vor­handen ist. Der nächste Vortrag soll am 20. Jan. stattfinden undDie Gewinnung der Salpetersäure aus der Luft" behandeln.

-p- Gießen, 11. Jan. Gestern wurde hier eine H o> ch st a p l e r i n s e st g e n v m m e n, welche sich bei verschiedenen Wirten Zechprellereien zu schulden kommen ließ, außerdem bei mehreren Bürgern Betrügereien beging und sich als Journalistin und Kranlenp'stegeriu aufführte.

!:! Fortbildungskurse für Turnlehrer. Da die im letzten Frühjahr und> Herbst in der Zentral - Turnlehrer-BildungsMstalt in Berlin abgehalteneu Fort - bildungskurfe für Turnwarte und Vorturner so lebhaften An­klang fanden und so erfreuliche Erfolge gezeitigt haben, hat sich das Ministerium entschlossen, alljährlich einen sol­chen Kursus abzuhallen. Der nächste beginnt am 18. April 1910. Die Teilnehmerzahl ist wiederum auf 100' berechnet und die Anmeldung zur Teilnahme geschieht durch die Gaue derDeutschen Turnerschäft". Allen Teilnehmern, die preu­

Lt«dtthc«ler tzMtzeu.

Tragödie in 5 Auszügen von W. Shakespeare.

Gastspiel von F r l. Maja Reubke vom Schauspielhaus zu Frankfurt a. M.

Ein genußreicher Abend, den zu rezensieren, ich gern

zur Feder greife!

Ueber den Inhalt

Liebe, die sich treu ist

der Tragödie, das hohe Lied treuer ~.^, u.v r^ uv» bis in den Tod, habe ich hier nichts zu sagen; wohl aber über die Leistungen des Regisseurs

und der Darsteller!

Shakespeare auf unserer modernen Bühne zu spielen, ist ein Problem, an dem schon viele ihr Talent versucht haben. Auch bei dieser Tragödie sind die Bühneneinricht ungen zahlreich, von der Geschmacklosigkeit an, die Goethe Leitete, als er 1812Romeo und Julia" auf seine Bühne brachte. Shakespeare konnte bei der Eigentümlichkeit (Drei­teilung) der allenglischen Bühne frei schalten mit dem Scenenwechsel; schon L. Tieck beschäftigte der Gedanke einer Rekonstruktion der Shakespeare-Bühne und seit Jmmermanns erstem tatsächlichen Versuch damit, im Jahre 1890 in Düs­seldorf, ist die wichtige Frage der Ausiührungsmethode Shakespearescher Dramen nicht wieder eingeschlafen, bis zur Entstehung der Shakespeare-Bühne im Münchener Hofthea­ter (1889) und dem Fiasko des Münchener Künstlertheaters 1908.

Bei den für die Möglichkeit der Aufführung Shakespe­arescher Dramen auf der modernen Jllusionsbühne notwen­digen Veränderungen, die durch die szenische Technik des großen Briten veranlaßt werden, hat der moderne Bear­beiter jede Aenderung, jede Streichung aufs sorgfältigste zu überlegen, wenn er den Intentionen des Dichters gerecht werden will und sich nicht unrechtmäßig durch eine prak­tische, aber falsche Rücksicht auf Ersparung der Verwandlung leiten läßt.

Gießener

A«aöyä«gige Hageszettung

ßische Staatsangehörige sind, stehen 4 Mark Tagegeld und freie Hin- und Rückfahrt zur Verfügung. Der Kursus dau­ert 20 Tage.

* Frankfurt. Am Mittwoch, 5. January waren auf Einladung der Gartenbau-Gesellschaft die Vertreter ver­schiedener Vereine von Franksurt a. M. und Umgebung zu einer Zusammenkunft erschienen, in der die Abhalt­ung einer O b st- und Gartenbau-Ausstell­ung im Oktober 1910 beschlossen wurde. Veranlassung zu dieser Ausstellung ist das Jubiläum des Nassauischen Lan­des-Obst- und Gartenbauvereins (Sitz Geisenheim a. Rh.), der sein 25jähriges Bestehen durch eine größere Ausstell­ung zu feiern beschlossen hatte. Zunächst ist ein Komitee eingesetzt, dem außer einem Vorstand je ein Vertreter des des Gemüsebaues, der Topfpstanzen- und Schnittblumen - Kultur, der Binderei, der Dekoration und Obstweinproduk- tivn angehören. Als Ausstellungslokal ist vorläufig die F e st h a l l e in Aussicht genommen.

* Darmstadt, 11. Jan. Der am 16. Januar in Offenbach stattfindenden außerordentlichen Landes­konferenz der Hess. Sozialdemokraten liegt ein Antrag Mühlheim a. M. vor, welcher besagt: Wenn Bürgermeistern und Beigeordneten die Bestätigung versagt wird, mit der Motivierung, der Gewählte sei So­zialdemokrat, so hat die betreffende Parteiorganisation nach Zustimmung des Landeskomitees Rekurs bis zur höchsten In stanz zu verfolgen. Die K o st e n, welche aus diesem Ver- waliungsstreitverfahren entstehen, hat die ^L a n d e s k a s s e zu tragen."

* Darmstad t, 10. Jan. Der 30 Jahre alte un­verheiratete Lehrer Hottes aus Erzbach im Oden - Wald ist heute Nacht aus dem Wege zwischen Pfaffenbeer- surt nach Erzbach über die Brücke der Gersprenz gestürzt und ertrunken.

* Friedberg, 10. Jan. Heute wurde Direktor Ritsert durch den Geh. Oberschulrat Nodnagel in sein Amt eingesührt. ^rof. Grein begrüßte ihn im Namen des Lehrerkollegiums.

* Marburg, 9. Jan. Der Referendar des Wiesbadener Landgerichts, Anthes, hat sich in einem hiesigen Restaurant am Samstag Abend erschossen. Er stammt aus einer angesehenen alt-nassauischen Familie.

* Mainz, 9. Jan. Am Samstag und Sonntag fand imMainzer Hof" der zweite Verbandstag der Süd- westdeutschen MickchProduzenten) -i Vereinig­ungen statt. Die Regierung war durch die Provinzial- direktion vertreten. Die an den Verband angeschlossenen hatten Delegierte entsandt. Am Samstag fand eine V o r- st a n d s- und eine Ausschußsitzung statt, in wel­cher interne Angelegenheiten erledigt wurden. Es referierte am Sonntag Dr. Hamman ^Darmstadt über das Thema: Stehen die heutigen Milchpreise im Verhältnis zu den Produktionskosten? Dann sprach Direktor Hirschel- Franksurt überMilch- und Rahmzoll". Es wurden fol­gende Resolutionen angenommen:Die einzelnen Vereinigungen des Verbandes werden an den Milchhandel mit der Forderung herantreten, für den Produzenten einen

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Am meisten verliert natürlich der vierte Akt bei jeder Bearbeitung, meist in Anlehnung an die Goethesche Tradi­tion; die Szenen des 4. Aktes werden meist auf einen Schauplatz in ganz sinnwidriger Weise zusâmmenaelegt und die wundervollen Auftritte, die auf Iulias Schlaftrunk en- monolog folgen, werden, wie es auch bei der heutigen Auf sührung geschah, gestrichen.

Von anderen Auslassungen abzusehen, ist es lobend an­zuerkennen, daß die Regie ochne Rücksicht auf Ersparung einer Verwandlung die Lorenzofzenen des 2. Aktes, die unbedingt den intimen und friedlichen Hintergrund eines Klostergartens verlangen, nicht, wie es leider so oft ge - schieht, auf den freien Platz verlegte, wo sich die Händel . Mercutios und Romeos mit Tyball zutragen.

Der Regie, in Händen Curt Gühnes, der gleich­zeitig den Bruder Lorenzo spielte, bot sich gerade in der Komparserie und Inszenierung dieser Tragödie eine um­fangreiche Aufgabe, die sie im großen und ganzen mit vie­lem Geschick und feinem Kunstverständnis zu meistern wußte. Die Gartenszene, Julias Schlafgemüch, wo Gott sei Dank in feinfühliger Weise die Geschmacksverirrung vermie­den worden, die Szene, in der Romeo und Julia nach der Brautnacht auseinandergehen, durch Anwesenheit eines Bet­tes zu verdeutlichen ! und das Familiengrabgewölbe der Capulets waren von ausgezeichneter Wirkung, während die Szenen im Festsaal in Capulets Haus (1. Akt) recht matt waren.

Doch zur Darstellung selbst; im Mittelpunkt stand na­türlich die Julia, Maja R e u b k e s, eine Meisterleistung, die im uneingeschränktesten Maße unsere aufrichtige Bewun­derung verdient! Die Darstellerin, eine herrliche Buhnen­erscheinung, verfügt außer über ein durch und durch voll­endetes Spiel in Haltung, Geste und Gebärde über eine liebreizende, weiche und doch modulationsfähige Sprache, die uns mit dem ersten Ton gewinnt, gewinnen muh. Herr­

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die Produktiontzkosten der Milch deckenden Preis zu bezah­len. Sollte sich der M i l ch h a n d e l ablehnend ver halten, so werden wir unseren Mltgticdcrn auf das Dring­endste empfehlen, die P r o d u k t l o n auf das Acußerstc e i n z u s ch r ä n k e n." Ferner erblicken sie in der zoib freien Einfuhr von Alilch und Rahm nicht nur eure Benachteiligung der deutschen Landwirlschu,t, son dern auch eine g e s u n d h e i t 1 i ch e S ch ä d i g u n g der deutschen Konsumenten.

* Mainz, 10. Jan. Die Polizciverordnung über den Zehn-Uhr-Ladenschluß in den Animierlnei- pen hat die Genehmigung des Ministeriums erhalten.

* Büdingen, 11. Jan. Gegen die Vorstandsmit- glieder der in Konkurs befindlichen Obermockstädter Vorschuß- und K r e d i t k a s s e ist vom Kontürsver Walter Klage erhoben werden. Ihr Vermögen ist unter ge­richtlichen Arrest gelegt. Auf Beschluß der General Ver sammlung ist auch Klage auf Schadenersatz gegen den Vor­sitzenden und die Mitglieder des Aufsichisrates erhoben worden. Der Fehlbetrag beträgt 702 000 Mk. Ein Viertel der Mitglieder ist zahlungsunfähig. Die reguläre buch mäßige Schuld des Bankiers

läuft sich auf Mk. 150 000, Wechseln über Mk. 600 000.

* Schönberg.. Am

Rothschild an die Kasse dagegen schuldet er ihr

be- an

19. Januar findet in

der

romantisch auf steiler Bergeshöhe gelegenen hiesigen Ma rienkirche die Trauung der Prinzessin Edda v. Erbach-Schönberg mit dem Prinzen von Stolberg Wernigerode statt. Bereits am Lage zuvor, am 18. Jan., werden die Trauungsftierlichkeiten durch ein großes Fest eingeleitet.

* H e ch t s h e i m, 11. Jan. Heute früh brachen Diebe in die katholische Kirche ein, erbrachen mehrere Schränke, in denen sie aber keine Wertgegenstände Vorfall den. Der Schrank mit den kostbaren Altargesäßen wider­stand infolge seines Eisenbeschlages. Die Diebe hatten das Staket überstiegen und ein Fenster erbrochen.

* Sprendlingen, 7. Jan. A u s l ö s u n g der höheren Bürgerschule. Auf eine vom Mtnisterimn des Innern eingegangene Zuschrift hin ist die Auflösung der hiesigen höheren Bürgerschule zum 1. April 1910 definitiv

st die Auflösung der

. . _ , , , pril 1910 definitiv beschlossen. Der Gemeinderat hat in gestriger Sitzung ein­stimmig den Beschluß gefaßt, die Schule als P r i v at- sch u l e unter Anstellung eines seminarfstifch gebildeten Lehrers, einer den sremdsprüchlichen Unterricht erteilenden Lehrerin und Beibehaltung des gegenwärtigen Hilsslehr Personals weiterzufüyren. Die anfängliche Jahresausgabe stellt sich dann auf etwa 3250 Mark. Ein dauernder Ma- ximalzuschusi der Gemeinde Von 500 Mark jährlich wurde bewilligt.

* Melsungen, 4. Jan. Eine Versammlung der Bürgermeister des Kreises Melsungen beschäftigte sich mit der Frage der Versorgung des Kreises mit elektrischer Energie für Lscht- und Kraftgivecke und etwaige Beteiligung an dem Projekt einer Ueberland- Zentrale, welches von den Kreisen Kassel, Hann.-Münden und Hos-Geismar zur Zeit aufgestellt wird. Der Anschluß von Teilen der Kreise Wolfhagen und Fritzlar ist zu er­warten.

Redaktion, Druck und Verlag von Aldin Klein, Gieße«

Tausendfach bewährte

Nahrung bei:

Brechdurchfall,

-Kindermehl Diarrhöe,

-Krankenkost Darmkatarrh, etc.

lich spielte sie die Balkonszene, die wie ein schönes Gedicht von leisem Ahnen, Hoffen, berauschendem Glück klang; wie steigerte sie ihr reiches, bewegtes, fein differenziertes Spiel in den Szenen des 4. Aktes bis zum Schlaftruntenmonolog! Ich freue mich immer, wenn andere Menschen von einem Theaterabend wenigstens eine darckbare Erinnerung! mitneh­men, wenn ich sehe, daß es noch Menschen gibt, die in einer plötzlichen Aufwallung für Schauspielkunst nochschwärmen mögen; ich sage schwärmen, auch wenn ich dabei nicht an Backfische mit Mozartzöpfen" denke. Ich spreche von andern; denn der Kritiker soll ja wohl nur mit dem Kopse rechnen? !

Ein, wenn auch nicht in jeder Beziehung der Darstel­lerin der Julia ebenbürtiger, so doch vortrefflicher Partner war Karl Marx als Romeo von feuriger, schwärmen­der Liebe, die ihn durch ihre Schönheit fast soweibisch machte, daß er seine Tapferkeit darüber vergessen; vortresft lich war er in seinem Ungestüm, seinem Feuer; gut auch in den weichen Liebesszenen; doch wünschte ich an manchen Stellen nicht diesen schmelzenden Ton pathetischer Fuue. Vollendet ist eine Leistung, wenn sie trotz allem wuoen, sprunghaften, ungestümen, das in dem Charakter der Noue bedingt sein kann, einen abgerundeten, einheitlichen Ein­druck hinterläßt. ,

Besondere Erwähnung verdient noch Herm a n n a k 0 fs prächtige Verkörperung Capulets, ebenso R u vor G oll (Mercutio), F. Daub al (Tybalt) und Ada Pauly (Julias Amme).

Das sehr gut besuchte Haus spendete reichen Befall, j besonders nach dem 3., 4. und 5. Akte wurden Framen

M. Reubke und Karl Marx mehrmals hervorgerusen 1 Die Aufführung bedeutet einen vollen Erfolg und der Besuch der Wiederholung, der sicherlich stattfindet, kann nur empfohlen werden. c~ n

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