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Telep hon : Nr. 362.
[esset Nr. 71. frässe,;
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Bekanntmachung,
die Umlagen der Stadt Gießen betreffend.
Wer etc.
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Die Stadt Gießen erhebt für das Rechnungsjahr 1910 an Umlagen 120 Prozent Voh der staatlichen Einkommen - ’ steuer und von den doppelten Grundzahlen der Grund- ; Gewerbe und Kapitalrcnicnstcucr. Ferner kommen zur Erhebung: I 1. von den Mitgliedern der evangelischen Kirchengemeinde 10 Prozent von der staatlichen Einkommensteuer und den doppelten Grundzahlen der Grund-, Gewerbe- und Ka- Pilalrenlens1eucr;
* 2 von den Mitgliedern der katholischen Kirchengemeinde die-
■• Mainz.
selben Zuschläge.
Die Erhebung erfolgt in sechs Zielen, und zwar in den „ Monaten Mai, Juli, September, November 1910, Januar und März 1911.
Das Hebregister liegt vom 18. bis 26. Mai emschließ- ' lich auf der Bürgermeisterei — Zimmer 15 — zur Einsicht eines jeden Beteiligten offen.
I Es wird dies mit bem Bemerken zur öffentlichen Kcnnt- ' gebracht, daß Beschwerden gegen die Erhebung der Umlagen nach Vorschrift des Slrtitcl 96 der ©täbtcorbnung binnen 4 Wochen bei Großherzoglichcm Kreisamt Gießen vor- jubringcn sind, und daß später vorgebrachte Reklamationen , knie Berücksichtigung finden können.
Gleichzeitig wird bemerkt, daß die Bekanntmachung der Umlagen durch Großhcrzogliches Kreisami Gießen im Regierungsblatt unterm 12 b. Mts. erfolgt ist, daß daher die Frist zur Vorbringung^ von Reklamationen, welche gegen die Erhebung der Umlagen überhaupt gerichtet sind, von
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MMelstands-politik.
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Zahlreich sind die Mittel und Mittclchcn, die dem in einzelnen Gewerben tatsächlich schwer um seine Existenz ringenden gewerbSichen' Mittelstand aufbelfen ober ihn wenig- |kn* vor weiterem Rückgang bewahren wollen, und Tausende von geschäftigen Federn und eifrigen Rednern sind an der Arbeit, um all die Forderungen einer gesunden Mittelstandspolitit zum Bestandteil der öffentlichen Mein- lNtg und zu Teilen der Gesetzgebung werden zu lassen. Ueber alledem darf aber — so nötig und heilsam es im einzelnen auch sein mag — nicht vergessen werden, daß auch dem gewerblichen Mittelstand ein gut Teil Hilfe von der Schule kommen muß, und zwar vor allem von der Volksschule. Denn die Volksschule, das i st seine Schule. Nicht aus den höheren Schulen erhält er seine
Lehrlinge — die dort sitzen, wollen weiter — sondern aus der Volksschule. Die Volksschule gibt seinem Nachwuchs, dem Handwerker der Zukunft, den Fond von allgemeinen Kenntnissen und Fertigkeiten mit, der ihn befähigt, im Dienste des Handwerkes auch unter veränderten wirtschaftlichen Bedingungen seinen Mann zu stehen. Je größer dieser Fonds ist, um , o besser für das Handwerk. Jeder Handwerksmeister, der auch nur 1
Stadttheater Gießen.
Dienstag, den 17. Mai 1910.
Die geschiedene Fran.
Operette in drei Sitten von Victor Leon; Musik von Leo Fall.
Ein glücklicher Griff, der den Komponisten der,„Tol- larprinzessin" verrät; nach dem „fidelen Bauer" mit feiner etwas starken Sentimentalität der feurige, raftige, herrliche Walzer „Kind du kannst tanzen!" Ich möchte fast bchaup- ten, seinetwegen allein sei, das an Witzen und komischen Einfällen reiche, mit übermäßig verwickelter und ausge - spcnnencr Handlung nicht gerade gespickte Textbuch von V. Leon verfaßt worden: denn der Tanz spielt in dieser temperamentvollen Operette die Hauptrolle. — Wohl dem, der aus der Bühne durch Rape, Chic und Grazie zu tanzen versteht ! — Wie schmeicheln sich die entzückenden Tanzmelodien: „Gonda, liebe kleine Gonda" — „O Schlafcoupce" — .Kind du kannst tanzen" dem Ohre ein! Der Inhalt des Stückes ist rasch erzählt: Erster Akt: Gerichtsverhandlung; Jana, die Frau des Hofsekretärs van Lvsseweghe, wird von ihrem Gatten geschieden, der des ehelichen Betrugs schuldig erkannt wird. Er legte die Fahrt von Nizza bis Amsterdam im Schlafwagencoupee zurück mit einer reizenden, entzückenden Dame, Frl. Gonda van der Loo, der Redacttice der Zeitschrift: „Freie Liebe" — ohne daß etwas vorfiel; doch weder der hohe Gerichtshof, noch das Publikum, noch seine Frau wollen es glauben — „Ta kann man hatt nichts machen!" Zweiter Akt, drei Monate später in der Villa des Hofsekretärs: Fest zu Ehren Frl. Gondas, auf dem der verliebte Gerichtspräsident die führende Rotte übernimmt. Er kann Gonda nur dann gewinnen, wenn er von einer anderen begehrt, einer anderen gehört. Der Schwiegervater van Lhffeweghes durchschaut die ganze vor ihm aufgeführte Komödie, erfährt durch den Schlaf - Wagendukteur, daß das Musterehepaar — geschieden. Er verläßt mit seiner Tochter das Haus, der Gerichtspräsident will (zum Scheine) die geschiedene Frau heiraten — der Hofsekretär die kleine Gonda. Der dritte Att bringt alles wieder ins alte Gleis, es heiraten: Gonda und der Gerichtspräsident; es heiraten wieder: die geschiedene Frau u. der Hofsekretär.
In diese z. T. spärliche, lockere Handlung, diesmal auf holländischen Bvden verlegt, schieben sich äußerst wirksam die episodenhaften Figuren des Fischerpaares ein, die allein des Tanzes wegen da sind, und last not least — d i e n z e: das Quintett und Duett im 2., das Duett im letzten Att.
Enthält alle amtt. Bekanntmachungen
rLrtnc
der Großherzoglichen
Bürgermeisterei
sowie vieler anderer
des Großherzoglichcn
Behörden Gberheffens
Expedition: Zeltersweg 85.
Druck und Verlag der Gießener Vcrlagsdructcrci (Albin Klein)'
Donnerstag, 1. Mai 1910
Amtliche Bekanntmachungen.
Bekanntmachung.
! diesem Tage und für Reklamationen, welche gegen die Bei- | ! tragspflichl oder das angenommene Beitragsverhättnis ge- I richtet sind, vom Ende der Offcnlegungssrist ab läuft.
Giicßcn, den 17. Mai 1910.
G r o ß H. Bürgermeisterei Gießen
Mecum.
Betanntmachung.
Tas Hebregister über die Kan albenutz u n g s g e b ü h r für das Rechnungsjahr 1910 liegt vom 18. bis 26 Mai d. Js. zur Einsicht eines jeden Beteiligten bei uns — Zimmer Nr. 15 — offen.
Beschwerden sind nach Artikel 96 der Städteordnung binnen 4 Wochen bei dem Kreisamt Gießen bei Mcidung der Nichtberücksichtigung vorzub.ringen.
Gießen, den 17. Mai 1910.
G r o ß h. Bürgermeisterei Gießen.
I. V.: Keller. _____
BekanntAachung.
Tic Steigerer von Brennholz und ungeschältem N a d e l n u tz h o l ; aus den Waldungen der Stadt Gießen, welche mit der Abfuhr von Holz noch rückständig sind, werden hiermit aufgefordert, für die Abfuhr des Holzes bis spätestens 18. Juni d. Js. zu sorgen, andernfalls sorstgerichtliche Anzeige erfolgt.
Gießen, den 10. Mai 1910.
Bürgermeisterei.
I. V.: Keller.
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einige Lehrlinge ausgebildet hat, wird bestätigen, duß die Größe des von einer unserer Volksfchnlen mitgebrachten Gutes für Verlauf und Erfolg der Lehrzeit von außerordentlicher Bedeutung ist; auf „gute Schulbildung" legt jedes Lehrlingsgesuch darum besonderen Wert. Es liegt so im ureigensten Interesse des Handwerks, wenn seine Vertreter für größtmögliche Förderung und Hebung der Volbsschule eintreten, und die Opfer an Geld, ohne die eine Verbesserung unserer Volksschule durch Abminderung der Klassenbe- stände und Vermehrung der wöchentlichen Unterrichtsstun- ; den allerdings unmöglich ist, sind gerade für das Hand - werk ein Kapital, das reiche Zinsen trägt.
Erfreulicherweise setzt jetzt ziemlich allgemein eine rege Fürsorge für die Fortbildungsschule ein, für Ergänzung der Meisterlehre durch den Unterricht in gut mißgestalteten, nach den Berufen ihrer Schüler gegliederten Fortbildungsschulen, und wir sind die letzten, die diesen Eifer durch allerhand Bedenken dämpfen wollen. Aber — mit der Sorge für die Fortbildungsschule ist es nicht getan, gerade auch um des Handwerks willen nicht. Die Volksschule hat die Jugend eine größere Reihe von Jahren und in der Woche eine weit größere Zahl von Stunden. Die Volksschule legt den Grund; nur da kann die spätere Arbeit der Fortbildungsschule von Erfolg und in ihrer Wirk-
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Zur Aufführung! Tas Orchester — Kapelle des Hiesi- | der Operette zusammen mit Carl Melzer, der über einen
gen Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm" Nr. 116 — unter Leitung von Hermann Weinack erledigte sich seiner Aufgabe in lobenswerter Weise; leider ging der größte Teil der Ouvertüre verloren, in seiner Wirkung behindert durch das — Publikum. Es ist in hohem Grad bedauerlich, wenn das Publikum einmal durch Zuspätkommen Unruhe verursacht, dann aber noch immer in dem guten Glauben lebt, als sei die Ouvertüre der geeignetste Zeitpunkt — über den Preis von Kaffee und Zichorie oder Kochrezepte zu disputieren. In der Ouvertüre erschienen mir gegen Ende des Walzers: „Kind du kannst tanzen", die Blasinstrumente zu laut. Dagegen könnte ich mir das Vorspiel zum 3. Akte feuriger, rassiger vorstellen. In dem ebengenannten Walzer läßt sich eine herrliche, fortreißende Wirkung erzielen, wenn drei Viertel des ersten Taktes (Kind, du kannst) durch sehr starkes staccato, das „tanzen" des 2. Aktes durch sehr starkes Tremolieren und scharf pointiertes Absetzen mit lang gehaltener Pause hervorgehoben wird.
Mit der Regie, in Händen Curt Schönfelders, die im ersten und zweiten AkV der Stimmung entsprechende Interieurs gab, bin ich, was die Szenerie des 3. Aktes angeht, nicht ganz einverstanden. Ter Hintergrund ist vollkommen passend und vortrefflich; dagegen fallen die Kulissen aus dem Rahmen. In einem hohen Laubwald sind sie schon möglich; ausgeschlossen in einem holländischen Martt- flecken. Wenn ich mich recht erinnere, paßten hier doch besser die in „Wie die Alten sungen" verwandten Kulissen; wenn sie auch kein holländisches Torf abgeben, so zwingen sie doch Gonda nicht statt vor einem Schaufenster stechen zu bleiben, einen Baumstamm zu bewundern. Im übrigen muß ich gestehen, daß auch die heutige Darstellung von gutem Zusammenspiel zeugte; ich denke hier besonders an das Spiel des Publikums im Gerichtssaal. Sehr gut waren auch der eine Gerichtsbeisitzer, der alte Professor als Sachverständiger (Fritz Töckel). Ein treffliches Schifferpaar spielten Carl T r a l o w und Herta Schroth, um die sich der von Balletmeisterin Annv van der Veer arrangierte, sehr taktfest ausgeführte Holzschuhtanz grup-
! pierte.
i Von den Hauptdarstellern leisteten gesanglich Marta Merten (Jana), Alma Waile (Gonda) und Carl ! M e l z e r (Hofsekretär) unstreitig das beste: mein gestriges I Urteil über Marta Merten kann ich dahin ergänzen, daß ; wir die ausgezeichnete Sängerin heute als flotte Tänzerin ! kennen^ lernten, ohne die prächtigen Toiletten zu vergessen. I ^aß -tanzbuett: „Kind du kannst tanzen", der Höhepunkt
(Giestener Tageblatt)
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Telephon: Nr. 862.
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8. Jahrg.
Betr.: Vernzeid u' ng
V o n S 1 a u b c N t w i ck c l
Ung bei Bauten.
Mehrere Vorkommnisse in letzter Zeit geben uns Veranlassung, daraus hinzuwcisen, daß nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen (Art. 28 der Bauordnung, § 47 der Ausführungsvorschriften hierzu, § 364, 14 des Reichs strasgesetzbuches) diejenigen Strafe zu gewärtigen haben, welche cs unterlassen, bei faulen, namentlich beim Abbruch von Gebäuden und bei der Erneuerung des Verputzes, alle Vorkehrungen zu treffen, welche geeignet sind, Gesahren für Vorübergehende und eine belästigende Staubenttvickelilng 311 verhindern. Insbesondere ist dafür Sorge zu tragen, daß
1. der Verputz und das Mauerwerk vor beut Abschlagen und während dieser Arbeiten ausreichend bc- näßt wird,
2i Bäu schütt nicht auf die Erde abgcworfcn, sondern abgetragen oder in Gefäßen abgelassen und hierbei — ebenso wie beim Ausladen aus Wagen unb Abfahren — ausreichend bcnäßt Wird,
3. derartige Beinarbeiten, bei welchen eine Slaubeitt- Wickelung nicht ganz zu vermeiden ist, nur in den frühen Morgenstunden (vor 8 Uhr vormittags) vor- genommen werden.
Tic Schutzmannschaft ist mit Ueberwachung beauftragt. Gießen, dort 18. Mai 1910.
G r 0 ß h e r z 0 g l. P 0 l i z e i a m t. Gebhardt.
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ung Von Dauer sein, wo dieser Grund gut gelegt ist. Eine Fortbildungsschule, aus einer minderwertigen Volksschule aufgebaut, wird bei allen Bemühungen derer, die sie unterhalten oder in ihr unterrichten, doch immer eine halbe Sache sein. Nur da wird die Fortbildungsschule den Hoffnungen und Erwartungen der gewerblichen Kreise ent - sprechen können, wo auch die Volksschule Gutes leistet. Es bleibt dabei: Für die Volksschule wirken, für eine immer bessere und immer vollkommenere Ausgestaltung dieser allgemeinsten Volksbitdungsstätte eintreten, ist wahre Mittelstandspolitit, und die Geneigtheit, die hierzu erforderlichen Mittet nicht bloß zu bewilligen, sondern auch mit zu tragen, ist ein untrüglicher Prüfstein der so oft und zuweilen sehr mit Unrecht in Ansp. uch genommenen 9Jtittci= standsfrcundlichkett.
Zum Tode König Eduards.
Die Leiche des Königs Eduard ist am Dienstag vormittag vom Buckingham-Palast nach der Westminster Hall überführt worden. Trotz des trüben Wetters war die Teilnahme des Publikums aus London und der ganzen Umgegend allgemein. Zwischen 6 und 8 Uhr morgens war die Umgebung des Palastes und die Mall dicht von Mcrr-
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klangschönen Tenor verfügt, war in gesanglicher Hinsicht eine Glanzleistung; was das Tanzen anbetrifft, so hatte ich statt des einfachen Salon-Watters das „Neue" gern gesehen, das lch z. T. auch in dem schwierigen, aber sonst vortrefflich getanzten Quintett des 2. Aktes vermißte. Hier harrte eine Ausgabe der graziösen und erfinderischen Balletmeisterin Anny van der V e e r; die prickelnden, wiegenden Wal- zerllange verlangen aparte Linienführung, Grazie und Chic! Wechsle man doch je zwei Takte (Drehung linksl)erum, dann rechtsherum) mit je zwei Takten Gehschritt; ich hoffe auf die Kunst der Balletmeisterin, sicherlich nicht zum Schaden des Ganzen! —
Alma Walle bewunderte ich ebenso als vortreffliche, stimmlich gut veranlagte und ausgezeichnet geschulte Sängerin, wie meisterhafte, temperamentvolle und graziöse Tänzerin Bewies sie ihr Können schon in dem Quintett des 2. Aktes zusammen mit Carl Melzer, Richard H e l s r n g (Genoraldirettor), Curt Schönfelder (Gerichtspräsident) und Josef Fery (Schlafwagenkon- dutteur) — von Rechts wegen tanzt der Rechtsanwalt (Fr. Wilde) statt des letzteren —, das natürlich wiederholt werden mußte, so bildete doch unstreitig das Duett des dritten Aktes: „Man steigt nach" ihren Höhepunkt. Welche Grazie, welcher Chic in diesen Bewegungen; die Darstellung während des ganzen Abends zeigte von Temperament, Rasse, ^cucr, wie es die Rolle verlangt, ohne jedoch in über - mäßige Derbheit, die mich z. B. in Dresden nicht einnehmen konnte, auszuarten.
.. Sbr Partner, Josef Fery (Schlafwagenkondutteur) gefiel mir in diesem Duett am besten; im zweiten Akte spielte er recht matt, schien es aber darauf abgesehen zu haben, durch sehr drastische und handgreifliche Pointen die Lachnerven des Publikums zu reizen. Man kan geistreich, fein witzig sein, ohne jedoch die bestimmte Grenze nach bem tosten, ausgelassenen französischen Schwanttönchen zu überleiten.
R i ch a r d Reifing gab den Generaldirektor doch sprunghaft, Zappelig; ich muß gestehen, aus der Rolle laßt nch sehr viel „machen".
^Toch abgesehen von diesen Einzelheiten kann ich die Augnyrung in ihrer Gesamtheit als wohlgelungen bezeichnen; das gut besuchte Haus geizte nicht mit lauten Beifall und verlangte die hervorragenden Tanzstücke: „Kind du kannst tanzen", „Ich und Tu und Müllers Kuh" und „Man steigt nach" Dacapo.
Die Theaterdirettion wird vielseitig geäußerten Wünschen entsprechen, wenn sie bald eine Wiederholung der erfolgreichen Novität folgen läßt. H. F. O.