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Nr. 172

Mittwâ Pen 25. Juli 190b

15. Jahrgang

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ItoaftioTi o.Hauptexpedition: Gießen, SelterSweg 88.

Fer«sprecha»fchl»h Nr. 362.

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(Gießener Tagevtatt) Flnaökängige Tageszeitung (Gießener Leitung)

für Oberhefsen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Zokalanzeiger für Gießen und Umgebung.

fWiätt alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großb. Poli^eiamtes Gießen unb anderer Bedärd-n von D^H^n

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Die Konferenz der friedensfreunde.

Am Montag ist in London dieInterparlamentarische Konferenz zur Förderung der internationalen Schiedsgerichte" zum vierzehnten Male zusammengetreten. Drei Tage nur find für die Beratungen in Aussicht genommen. Die zu ver­handelnden Gegenstände sind nach Zahl und Bedeutung nicht gering. Wenn gleichwohl drei Tage zu ihrer Erledigung als ausreichend angenommen werden konnten, so ist klar, daß man von vornherein auf weitgehende Uebereinstimmung aller Teil­nehmer in allen zu erörternden Fragen gerechnet hat. Das ist natürlicherweise auch der Fall, da es Gleichgesinnte sind, die vor achtzehn Jahren den Gedanken der interparlamentarischen Konferenz gefaßt und seitdem in wachsender Zahl ihn gefördert haben.

Der Ursprung der Einrichtung geht auf das Jahr 1888 zurück. Mitglieder des englischen und französischen Parlaments waren es, die damals in Paris berieten, wie man die Ein­richtung internationaler Schiedsgerichte fördern und praktische Ergebnisse in dieser Richtung erreichen könne. Man richtete an die Mitglieder aller Parlamente Einladungen auf den 29. und 30. Juni 1889 nach Paris. Der Einladung folgten 99 Parlamentarier, nämlich 56 französische, 32 englische, 5 italienische und je 1 spanischer, belgischer, dänischer, ungarischer, griechischer und amerikanischer. Diese 99 nahmen eine Resolution an, in der sie die Erledigung aller inter­nationalen Streitigkeiten durch Schiedsgerichte und den Abschluß von Schiedsgerichtsverträgen empfahlen. Im folgen­den Jahre fanden sich bereits Vertreter von 11 Parlamenten ein, über 1000 Parlamentarier erklärten schriftlich ihre Zu­stimmung, unter ihnen Staatsmänner von Weltruf. Die dritte Konferenz wurde von 17 Parlamenten beschickt, auch deutsche Parlamentarier hatten sich eingefunden. Die Teil­nahme an den Konferenzen wurde in demselben Maße all­gemeiner, als die Bestrebungen sich mehr und mehr von Utopien abwendeten und sich auf erreichbare Dinge richteten. Vollkommene Einigkeit herrschte darüber, daß die Erhaltung des Friedens im Interesse der Völker liege, und daß deshalb das Interesse aller Völker gefördert werde, wenn man Ein­richtungen treffe, die den Austrag von Meinungsverschieden­heiten, Streitigkeiten und Gegensätzen auf dem Wege freundlicher Verständigung ermöglichen, zur Regel und zuletzt zu bindender Vorschrift machen.

Die gegenwärtigen Konferenzberatungen gelten in erster Reihe dem amerikanischen Antrag auf Einrichtung eines inter­nationalen Parlaments. Man darf nicht glauben, daß es sich hier wieder um einen Rückfall in die Neigung zur Er­örterung von Unmöglichkeiten handelt. Die Amerikaner denken nicht daran, ein internationales Parlament mit gesetzgeberischer Befugnis schaffen zu wollen. Ihr Antrag wird erläutert durch den Vorschlag des Berichterstatters Lord Weardale: die Kon­ferenz möge erklären, daß es sehr vorteilhaft sein würde, wenn die Haager Konferenz größeren und dauernden Einfluß aus Organisation und Tätigkeit der Diplomatie bekäme und wenn die Mächte die regelmäßige Tagung der Haager Kon­ferenz genehmigten. Mit anderen Worten heißt das: Die Haager Friedenskonferenz soll nicht in unbestimmten Zwischen­räumen, sondern in regelmäßiger Wiederkehr tagen, und es soll ihr ein genau umgrenzter Einfluß auf die Diplomatie eingeräumt werden.

Ein weiterer Antrag, der die gegenwärtige Tagung der interparlamentarischen Friedensvereinigung beschäftigt, ver­langt den Entwurf eines Musters für einen allgemeinen Schiedsgerichtsvertrag. Der Berichterstatter Freiherr von Plener will diesen Antrag durch eine Resolution begleiten, die den Wunsch ausspricht,' daß die Mächte ihre Vertreter auf der zweiten Haager Konferenz Aur Ernennung von Sondertom- missiouen ermächtigen, deren Aufgabe darin bestehen soll, die Kodifikation und Entwickelung der internationalen Gesetz­gebung tunlichst zu fördern. Auch dieser Antrag zielt gleich dem vorigen auf eine Erweiterung der Befugnisse der Haager Konferenz. Endlich wird in London über die Unverletzlichkeit des Privateigentums zur See in Kriegszeiten, und über den Gebrauch neuer Flinten und Kanonen, endlich über die Be­schießung von Häfen und Städten durch feindliche Flotten referiert werden.

Aus alledem ist ersichtlich, daß die interparlamentarische Friedensvereuligung nichts anderes beabsichtigt, als unter Be­einflussung und Zuhilfenahme der öffentlichen Meinung die Regierungen in ihren Friedensbestrebungen stark zu machen und ihnen die Wege zu zeigen, auf denen in stetiger Entwickelung die Einengung der Kriegsmöglichkeiten erreicht werden kann. Die Bc-rufung der Haager Friedenskonferenz kann nicht unmittelbar ale ein Werk der interparlamentarischen Friedensvereinigung angesehen werden. Aber sicher hat die Friedensvereinigung den Weg gebahnt und vorbereitet. Ihr Ausgabenkreis ist damit nod.* nicht erfüllt. Sie kann und wird noch weiter in demselben Sinne segensreich wirken. Richt plötzliche Erfolge darf man von ihr erwarten, aber der schöne Erfolg wird nicht auébleibcn.

]Nacn dem Staatsstreich.

Der Petersburger Korrespondent eines Römischen Mattes telegraphiert, die fortschrittlichen Mitglieder der Duma glauben, der Zar fei gezwungen worden, den Auflösungsukas zu unterzeichnen. Der Zar habe nur unter dem Druck der reaktionären So spartet aebanüelt.

Gießener

Von anderer Seite werden die Vorgänge vor der Auf­lösung wie folgt dargestellt: Nachdem der Kriegsminister dem Zaren die Versicherung gegeben hatte, daß man auf die Treue des Heeres rechnen könne, unterzeichnete der Zar das Auflösungsdekret. Stolypin hatte zuvor einen Bericht dem Zaren übermittelt, worin die Auflösung der Duma als unumgänglich bezeichnet wurde, da sie in ihrer jetzigen Gestalt eine Gefahr für den Monarchen wie für die Dynastie überhaupt bedeute. Stolypin ist auch der Verfasser des Manifestes. Freilich soll S t o l y p i n den Posten des Ministerpräsidenten nur unter der ausdrücklichen Bedingung angenommen haben, daß er im liberalen Sinne handeln dürfe.

Was die Finanzwelt sagt.

In den tonangebenden Kapitalisten- und Börsenkreisen findet man für die neuesten Vorgänge tm Zarenreich eine Erklärung, die etwas abenteuerlich klingt, aber doch nicht ganz unmöglich ist.

In Rußland, so heißt es, ist der kommende 7. August ein kritischer Tag. An diesem Tage ist die Zahlung der zweiten Rate der jüngsten russischen Anleihe fällig, die be­sonders wieder in Frankreich untergebracht ist. Die Pariser Bankiers machten Schwierigkeiten. Sie erklärten, daß, nachdem Rußland ein konstitutioneller Staat geworben sei. die Zustimmung der Volksvertretung für die finanziellen Operationen notwendig erscheine, und verlangten Die Zu­stimmung der Duma. In Petersburger Regierungstreuen war man nicht im Zweifel darüber, daß die Duma sich diesen ihr in die Hand gegebenen Trumpf nicht entgehen lassen, sondern ihre Zustimmung nur gegen Gewährung besonderer Rechte und Freiheiten erteilen würde. Unter diesem Gesichtspunkte wird die Auflösung der Duma ver­ständlich. Es fragt sich nur, ob die Franzosen auch unter den veränderten Verhältnissen ihr Geld hergeben werden. Man nimmt an, daß dafür besonders entscheidend sein dürfte, wie es mit der bevorstehenden Zahlung der Zinsen für die russischen Anleihen anssehen wird. Es ist sogar schon die Rede davon, daß, falls Rußland nicht imstande ist die Zinsen für seine Schulden zu bezahlen, von Frank­reich die Einsetzung einer Finanzkontrolle und die Beschlag­nahme der Zölle vorgeschlagen werden könnte.

Würden die Mächte zu diesem Mittel greifen, so würde das freilich das Ende der russischen Großmacht-Stellung be­deuten.

Die Kosaken versagen.

Ein kaiserlicher Ukas verhängt über den Bezirk Toganrog im Gebiet der Donischen Kosaken den Kriegszustand. So meldete gestern der russische offiziöse Draht, und mit Staunen las man außerhalb Rußlands diese Nachricht. Die Kosaken sind als die treuesten Hüter des russischen Thrones bekannt und doch wird über ihr Gebiet der Kriegszustand verhängt. Jetzt kommt die Erklärung:

Es ist bekannt qcwnrden, baf? die Don-Kosaken sich entschieden gegen die Duma-Auflösung aussprachen. Sie durchschauten Die Absichten der Regierung, sagen sie, und seien entschlossen, nicht mehr gegen das Volk Dornigeren.

Darum also der Belagerungszustand im Don-Gebiet.

Meutereien in Heer und Marine.

Da die festeste Stütze des Staates, die Kosaken, Wanken, was Wunder, daß tm minder zuverlässigen Heer und in der durchaus unverläßlichen Marine neue Ansätze zu Meutereien wahrnehmbar sind I

Auf der Festung Brept-Litowsk zsindeten meuternde Artilleristen nachts das Gebäude des Offizierklubs an. Die darin weilenden Cffi.ycrc flohen und wurden von Meuterern verfolgt. Zwischen den Fliehenden und den Verfolgern kam cs zu einem Feuergefecht, in welchem zwei Offiziere getötet und mehrere verwundet wurden.

Und aus Sebastopol meldet ein Telegramm, daß 2500 Matrosen eine Versammlung abhielten und ein Programm ihrer Forderungen aufstellten, das dem neuen Befehlshaber der Schwarzmeerflotte unterbreitet werden soll. Es wurde beschlossen, daß alle Mannschaften meutern sollen, wenn die Forderungen nicht erfüllt werden.

Die Sensation, macher an der Arbeit.

In dem Widerstreit der Nachrichten fehlt es natürlich nicht an sensationell aufgebauschten Meldungen, die den Stempel der Erfindung deutlich genug tragen. So weiß ein Blatt zu berichten,die Kaiserin-Mutter habe bei Kopenhagen eine große Villa gekauft, damit dort die kaiserliche Familie für den Fall, daß sie aus Rußland flüchten müßte, Wohnung nehmen könnte." (Die Kaiserin-Mutter hat in Dänemark schon mehrere Villen.) Aus ähnlicher Quelle stammt eine über Paris verbreitete Nachricht,die englische Regierung beabsichtige, bei den übrigen Mächten anzufragen, wie diese sich zu einer gemeinsamen diplomatischen Aktion in Petersburg stellen würden." Die Mächte werden sich hüten, sich an dem russischen Hexenkessel die Finger zu verbrennen.

Die Bewertung der Ruffeupapiere.

Die allgemeine Sttmmung über die Lage in Rußland findet in der Bewertung der russischen Papiere in Finanz­kreisen deutlichen Ausdruck. Man ist nunmehr auch an den offiziösen Banlstellen mißtrauisch gegen die Russenwerte ge­worden, vor deren Beleihung allerdings oft genug vorher gewarnt worden ist

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Zwar ist die von einigen Blättern gebrachte Meldung, die Seehandlmlg habe die weitere Annahme russischer Werte zum Lombard verweigert, in dieser Form unrichtig. Die Seehandlung hat aber für die Erhöhung laufender Kredite mit Rücksicht auf die Zusammensetzung des bestehenden Lombardunterpfandes verlangt, für den erbetenen neuen Kredit tunlichst anderweite Unterlagen als Russenwerte zu beschaffen. Das besagt für die Auffassung der Verhälttlisse an der Börse genug.

Ferner liegen folgende Meldungen vor:

Petersburg, 24. Juli. Das Atinifterium deSAuswärtigen plant ein Zirkular an die Mächte, worin der Standpuntt der gegen­wärtigen Regierung dargelegt werden soll.

Mit Ausnahme der ^Nowoje Wremja", ^Rossija" und »Petersburgskija Wjedomosti" sind heute alle hiesigen großen oolitischen Tageszeitungen konfisziert worden. Die Zensur soll dem­nächst wieder eingesührt werde».

Hier ist gegenwärtig eine Truppenmacht von 22000 Mann ptfairmengeioaen. Die Bahnböse werden scharf von MUitär sewacht.

Ruhe vor dem Sturm.

(Sonder-Bericht.) Petersburg, 23. Juli.

Die unangenehme Ueberraschung, die uns die Regierung mit der Dumaauflösung bereitet hat, ist über Nacht gekommen. Sie hat nicht wie eine Bombe gewirkt und dadurch die Er- Wartung derer getäuscht, die da glaubten, eine solche Maß­nahme der Machthaber werde mit einem Schlage die ganze Wut des Volkes entfesseln. Im Gegenteil. Die Nachricht von dem Auflösuttgsmanifest drang nur langsam und all­mählich ins Publikum und der erste Eindruck war der völliger Verblüffung und Erstarrung. So verliefen die beiden Tage nach Bekanntgabe der Nachricht ruhig, und nur in einigen Vorstadtstraßen kam es zu drohenden Ansammlungen, die aber leicht unterdrückt wurden. Vielleicht hielt das rasch und in großem Maße herangezogene Militäraufgebot die Massen in Schach, vielleicht aber und das ist das Wahrscheinlichere war die Revolutionspartei auf einen derartigen Gegenschlag der Regierung nicht vorbereitet und demzufolge nicht gerüstet.

Man möge sich aber nicht täuschen! Die Ruhe, die unsere Großstädte bewahren, ist nur eine äußerliche. Im Ge­heimen arbeitet die freiheitliche Partei mit Aufbiettlng aller Kräfte, und von Stunde zu Stunde macht die Unzufriedenheit über die Maßnahmen der Regierung Fortschritte. Selbst regierungsfreundlichere Kreise werden schon von der Miß­stimmung erfaßt und murren gegen die Auflösung der Duma, von der man im Laufe der Zeit eine Beruhigung des Landes und eine, wenn auch noch so mäßige Reform seiner Verwaltung, erwartet hatte.

Llllerdings, hier in Petersburg dürfte es vorläufig kaum zu bewaffnetem Widerstand kommen. Petersburg starrt von Militär, da man, nicht mit Unrecht, eine Häufung der Atten­tate und eine Bedrohung des Zaren selbst befürchtet. Aber von den niederen Volksschichten, die s. Zt. vor das Winter­palais zogen, hat wohl kaum ein Mann Lust, mit den Nagaiken der Kosaken Bekanntschaft zu machen oder ein paar Löcher in den Leib zu bekommen. Der eigentliche Kampf wird sich auf dem Lande abspielen, wie ja die Agrarfrage überhaupt der rote Faden ist, der sich durch die ganze Be­wegung zieht. Der Aufruf der in Wiborg versammelt ge­wesenen Dumamitglieder, keine Steuern und keine Soldaten zu bewilligen, wird vor allem bei den Bauern Widerhall finden und die in ihre Heimat zurücklehrenden Abgeordneten werden das Ihrige dazu tun, den Fanatismus der Bauern zu erregen. Auf dem flachen Lande wird der Brand des neuen blutigen Kampfes entzündet werden und es wird sich bald zeigen n ssen, ob die Regierung sich aus die Armee soweit verlassen kann, daß sie dieses Aufstandes Herr werden könnte.

politische Rundschau.

Deutsches Reich.

* Zur Ausdehnung der Unfallversicherung auf Unfälle, welche sich im bisher nicht ürairuecten öffentlichen Dunste ereignen, werden zur Zeit im Reichsamt des Innern gesetzgeberische Maßnahmen twrberHtet. Es bandelt sich zu­nächst darum, ftaaiJdxn und kommunalen Beamten, welche durch ihren Dienst bei r uderen te'"'Ur.' K ausgesetzt sind, bei den aus solchen Gefahren etmMMt.^m Unfällen eine ange­messene Entschädigur-g zu gewann. Weiter aber werden in die Versicherung eiuzubezie^cu jun Nichtbeamte, welche zur Unterstützung jener Beamten tätig sind, und^ überhaupt Personen, welche bei gemeiner Not oder Gefahr Hilfe leisten. Daniil wird namentlich auch einem berechtigten Wunsche der freiwilligen Feuerwehren eiuwrudjen. Der Landgesetzgebung würde Vorbehalten bleiben, für die Staatsbeamten an Stelle d r reichsgcsetzllchen Versicherung eine entsprechende Unfall- fürsorge ein treten zu lassen.

* Das für Sachseil veröffentlichte Gesetz über^die Feuer. Gestattung ist durch den Landtag gegen den Regierungsenl- wurf dahin abgeänbert worden, daß die Errichtung von Krematorien auf den Friedhöfen selbst gestattet sein soll. Hierdurch wird die in diesem Jahr zusammentretende sächsische Lindessynode vor die Frage gestellt, ob auch die amtliche Tätigkeit der Geiirlichen in den Kapellen zu gestatten ist, die mit den Verbrennungsöfen errichtet werden.