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zum Geheimen Kirchcarat: Professor Dr. Krüger;
Lgkht morgen seinen 39. Geburtèag. Geboren wurde er W 25. November 1868 Er besuchte die Universitäten zu Vießen und Leipzig, hat in das 1. preußische Garde- Agiment und wurde durch den frühen Tod seines VaterS,
Zu unserm Fürstenhaus!
Darmstadt.
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Die Kompagnien veranstalten in verschiedenen Lokalen Festlichkeiten, bei denen eS recht hoch hergeht, während der Kriegerverein beim Kameraden Sauer in der Neustadt eine Feier gibt.
Zur Einleitung der Feierlichkeiten ging gestern Abend gewohnte Zapfenstreich vor sich, der um 8 Uhr der neuen Kaserne seinen AuSgang nahm. Unter
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D N GroßherzogS Ludwig IV. (13. März 1892) aus den ^ Aron des GroßherzogtumS berufen. Seine Regierung ist
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Kr. 277
Erstes Blatt
Rââ««. -«UPtexpeditdm: Gieße», Geltersme, 83.
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Weuesle Machrichten
Wnaößängige Tageszeitung (Gießener Zeitung)
(Gießener Ungevkatt)
für Oberheffe« und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebwg. »nchLlt alle amtlichen Dekarmtmachmgen der Grohh. Bürgermeisterei Gießen, des Troßh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen.
Zum 39. Geburtstag unseres GroßherzogS
am 25. November.
Mit Sonnenglanz und Fiührotschein Schmückt sich der junge Tag, Und in das weite Land hinein Klingt Heller Glockenschlag.
Dazwischen tönet Lobgesang
Und stilles Dankgebet,
Ein festlich froher Jubelklang Durch alle Herzn geht.
Ein frischer Herbstwind rauscht durchs Land.
Die Buchenwälder lohn,
Und neu gelobt mit Herz und Hand
Braust er zum Fürstenthron,
ÄuS tausend Herzen strömte heraus
In Liebe treu und fest:
„Heil Dir, o Fürst, Heil Deinem Haus,
Zum schönen Wiegenfest!"
Ja, dreimal Heil, Dir und dem Sohn
Und auch der Fürstin hold;
Mög Sonnenschein Euch stets umlohn,
Viel Glück, so rein wie Gold! —
WaS alle Hessen heut bewegt,
Klingt mit dem Rus hinaus:
„Wir stehen treu und unentwegt
Aossderrogs Geburtstag.
Fahnen grüßen heute in unserer Stadt und wehen »sch das ganze Land, und von den Türmen laden Glocken m FestgotteSdienst ein. Doppelt sroh feiert Hessen heuer itn Geburtstag seines Landesherrn, denn vor 14 Tagen rurde ja der langersehnte Thronerbe geboren. Bang hat mcher in die Zukunst geblickt, waS wohl werden möchte, xnn Großherzog Ernst Ludwig einst die Augen geschlossen.
14t liegt die Zukunft im goldigen, verheißenden Sonnen- #on$ vor unS und lichte Pfade leiten zu ihr. Der alte wetterharte Stamm, er treibt ein neues grünes Reis! Nicht m äußere Machtstellung handelt eS sich für Hessen, sein -eftand ist durch deS Deutschen Reiches Machtsülle gefestigt, Bonb?rn um Errungenschaften auf kulturellem Gebiete, auf Ätm Hessen unter Führung seines GroßherzogS bahnbrechend notamßc^t. Ganz Hessen hat sich unter der Regierung Ernst MwigS mächtig entw'ckelt, so weit daS Auge reicht, steht Oie kräftige Saat und immer mehr Felder werden noch - stellt! Ernst Ludwig steht in s^önster ManneSkraft, er
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^pSj^; ^ schönen Erfolgen begleitet. Heiße Wünsche steigen heute ^£2"^ ^ treuen Herzen für unser Fürstenhaus auf. Möge eS ^oßherzog Ernst Ludwig noch recht lange vergönnt sein, H Geschicke Hessens zu führen und möge das Glück seinem p^sl^ Hase immerdar treu bleiben. Dem Großherzog, der Groß- 2^^S VA tain und dem E dpt..nzm des Himmels reichster Segen! ^'^^^ '^2 ist der beste Glückwunsch zum Geburtstage unseres
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Ä Engendem Spiet marschierten die Teilnehmer die Licherftraße jilillliter und rückten dann über den LudwigSplatz durch die ^,! Snlenstraße, die Südaulaze, ben Selterswèg, die MäuSburg, ^ ha Marktplatz, Kirchenplatz und Brand hinter die Zeughaus- Io|tune, wo mehrere Stucke gespielt wurden. Dann ging a b|r Zug wieder nach der neuen Kaserne zurück. Oberst Lindenau kann leider an den Feier!ichkeiten nicht teil» ^M» i^u, da eine Reise ihn fernhält.
Samstaa, den 24. November 1906
Gre ßener
Folgendes Telegramm wurde von Gießen aus an den
Großherzog gerichtet:
Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog, Darmstadt.
Die zur Feier des GeburtèfesteS Eurer Königl. Hoheit versammelten Vertreter der Landesuniversität, deS OsfizierS- Korps, der Geistlichkeit, der Behörden von Stadt, Kreis und Provinz und der Bürgerschaft übersenden in Treue untertänigste Glückwünsche.
I. A.: Breidert.
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Heute Morgen 7 Uhr tönte der Weckruf durch unsere Stadt und einige Stunden später wurden in den Kirchen Festgottesdienste gehalten. — Heute Nachmittag findet ein Festessen statt, aus dem der Provinzialdirektor Geheimrat Dr. Breidert folgende Ansprache hielt:
„Im raschen Laufe deS Lebens darf am Geburtstage Halt gemacht, eine Pause, ein Augenblick der Ruhe eingeschaltet werden, der einen Blick gestattet aus den zurückgelegten Weg. Am Geburtstage des Landeèherrn blicken wir zurück auf die Entwickelung des Landes indem nun vollendeten Jahre. Und da können wir mit großer Genugtuung feststellen, wie unter der gerechten und wohlwollenden Leitung eines reich begabten, hochgesinnten und großdenkenden Fürsten unser Heimatland blüht und gedeiht. Wissenschaft und Kunst, mächtig gefördert, sachgemäß und tatkräftig angewandt, dienen dem BolkSwohl, zur Hebung der Volksbildung, zur Besserung der wirtschaftlichen Lage aller Teile des Landes. So unter günstigen Bedingungen in den Daseinskampf gestellt, fehlte Hessen nur eines: der Erbe. Und jetzt ist er gekommen! Der Prinz ist geboren, der Thronfolger, von dem wir hoffen und erwarten, daß er seinem hohen Vater gleich auch dereinst sein Bestes geben wird zum Wohle des Hessenlandes, zum Wohle deS H.ssenvolkes! Und darum herrscht Freude, darum erschallt lauter Jubel im ganzen Lande, der gerade heute kräftigen Widerhall weckt überall, wo Hessen sich zusammenfinden.
Lassen Sie uns in diese Freude, in diesen Jubel einstimmen, lassen Sie uns unseren guten und herzlichen Wünschen, unseren treuen Gesinnungen sür den Großherzog, die Großherzogin und den Erbgroßherzog Ausdruck geben durch den Ruf: Seine Königliche Hoheit, der Großherzog lebe hoch!"
Die ganze Feier zeigte wie gern man in allen Kreisen des Geburtstages unseres Landesherrn gedenkt.
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Nachstehend geben wir einige Ordensverleihungen und Ernennungen wieder, auf die vollständige Wiedergabe müssen wir heute der vorgeschrittenen Zeit wegen verzichten. Wir werden deshalb Montag die Ergänzung bringen. Es wurde u. a. verliehen:
Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: Landgerichtsdirektor Dr. Güngerich;
Ritterkreuz I. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen : Kommerzienrat Gail- Gießen, Pros. Dr. Kutsch-Gießen, Prof. Dr. Leist-Gießen, Prof. Hch. Müller-Gießen, Prof. Dr. Röschen- Gießen, Bürgermeister Stahl-Friedberg, Prof. Dr. Strahl-Gießen, Dr. P. Wurster-Friedberg, Landgerichtsdirektor Prätorius- Gießen ;
Ritterkreuz II. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: Stadtverordneter Wallenfels- Gitßen, Rentner Otto Schmid t - Güßen ;
Silberne Kreuz mit der Krone desselben Ordens: Lehrer B ö ck ne r-Heuchelheim, Lhrer Waguer- Großen-Buseck, Lehrer Weyl-Wesck, Psandmeifter Johann-Gießen, Hochbauaufseher Rahn;
Silberne Kreuz desselben Ordens: Kreisstraßenmeister Rohrer-Gießen;
Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste": Amtsgerichtsdiener Nicolai- Gießen;
Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für Verdienste" : Bürgermeister Scheid:Lindenstruth.
Erua««t wurden
15. Jahrgang
GrattSbeUage«: Oberheffische Famttte«re1t»«s (täglW und die Gte^e«er reifeublase» (wöchentlich).
Professor Dr. Behrens-Gießen zum Geheimen Hosrat. Musikdirektor Trautmann zum Professor; Fabrikant Sch affst a ed t-Gießen zum Kommerzienrat; Rendant Müller-Grünberg zum RechnungSrat; Be^irkskassier Klein-Gießen zum Rendant; Landgerichts-Sekretär Löwer-Gießen und Rechtsanwalt Katz-Gießen zu Juftizräten.
politische Rundschau.
Deutsches Reich*
* Dem Gerücht von der Kandidatur des Prinzen Eitel Friedrich von Preußen für die Regentschaft von Braunschweig wird von angeblich unterrichteter Stelle entgegengetreten. Es schwebten in dieser Beziehung keinerlei Verhandlungen^ — Aus Braunschweig selbst werden Nachrichten verbreitet, wonach der Herzog von Cumberland, der für sich und seinen ältesten Sohn auf die Thronfolge in Braunschweig verzichtet hat, nun auch für sich und sein Haus der Ansprüche auf Hannover entsagen werde; es gedenke dann nur noch sein jüngerer Sohn den Anspruch auf den braunschweigischen Thron auftechtzuerhalten. Man wird abwarten müssen, ob an diesen Meldungen etwas Wahres ist. Der braunschweigische Regentschaftsrat hat die dem Herzog von Cumberland zur Verzichtleistung auf Hannover gestellte Frist auf den 2. Februar 1907 festgesetzt.
* Die zwei dem Reichstage zugegangenen Denkschriften über die deutschen Schutzgebiete ohne Kiautschou behandeln getrennt die finanzielle Entwicklung und die deutschen Kapitalinteressen in den Kolonien. Die erste Denkschrift gibt eine Darstellung der finanziellen Entwicklung der Schutzgebiete nach graphischen Tabellen. Sie zeigen für die Jahre 1896 bis 1904 nicht bloß absolut eine stetige Erhöhung der Gesamteinnahmen von 3,1 auf 12,3 Millionen, sondern auch relativ, d. h. die Einnahmen in Prozenten der Ausgaben betrachtet, ergibt sich ein Bild befriedigender Entwickelung. Aus der Denkschrift über die deutschen Kapitalanlagen ergibt sich, daß das werbende Kapital zwar schon einen beträchtlichen Posten darstellt, daß dieses aber doch im Verhältnis zu der noch zu erschließenden Größe der Gebiete nur das Anfangsstadium der wirtschaftlichen Entwickelung unserer Kolonien bedeuten könne. Zum Schluß wird besonders für ausgedehnten Eisenbahnbau in den Kolonien plaidiert.
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** Im Ministerium des Innern erklärt man, daß die Inventaraufnahmen in den Kirchen als erledigt betrachtet werden können. Neue ernstere Zwischenfälle find nicht zu verzeichnen. Der Hauptmann Magnier, der seine Mitwirkung bei der Inventar-Aufnahme verweigerte, wird vor ein Kriegsgericht gestellt. Der Oberstaatsanwalt von Marseille hat gegen den Bischof von Marseille, Andrien, strafgerichtliche Untersuchung angeordnet, weil er in seiner Protesterklärung gegen die Inventaraufnahme das Trennungsgesetz heftig angegriffen habe.
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Russland«
*^ Der im Ministerrat eingebrachte Gesetzentwurf betreffend Erweiterung der Rechte der jüdischen Bevölkerung gestattet den Juden den Aufenthalt in den Dörfern des An- stedelungsbezirks und die Freizügigkeit innerhalb desselben. Außerdem wird ihnen die Pachtung von Ländereien, welche Städten, Kirchen und Dorfgemeinden gehören, gestattet. Im Dongebiet, wo den Juden bisher der Aufenthalt untersagt war, wird dieser gewissen Kategorien der Juden, wie dies bereits in den inneren Gouvernements der Fall ist, erlaubt werden. Der Verband russischer Leute protestiert gegen diesen Entwurf.
Kleine politische Nachrichten*
Berlin, 23. November. Die Handelsvertragsverhandlungen zwischen Deutschland und Spanien sind wegen der Weinzollfrage ins Stocken geraten. Man denkt auf beiden Seiten an ein Provisorium, da das Zustandekommen eines Handelsvertrages fraglich erscheint.
Posen, 23. November. Der Lemberger Erzbischof reichte dem Kardinal-Staatssekretär Merry del Val eine Denkschrift ein über die Schulverhältnisse in Posen, Westpreußen und Oberschlesien.
Konstantinopel, 23. November. In einem Vorort von Pera explodierte eine Bombe, die angeblich von Armeniern gelegt wurde.
Oran (Algier), 23. November. Eine fünf Mann starke französische Kamelreiter-Patrouille wurde bei Jgli (Südoran) von Berbern des Tafilelt-Gebietes gefangen genommen.
Newyork, 23. November. Botschafter Speck v. Sternburg befürwortete in einer Rede zu Newyork die Herstellung regerer Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Amerika.
Peking, 23. November. Das Edikt betr. Verbot des Opiumgenusses hat die kaiserliche Sanktion erhalten. Neue Opiumläden dürfen nicht errichtet werden.