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Donnerstag, den 21. November 1906
15. Jahrgang
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Gratisbeilage« : Oberhesstsche FL»itte«zeit»Ag (täglich) und die G1etze«er Seife»blase« (wöchentlich).
<*rfti»n tt. -ckUptexpeditdm: Gießen, Seltersweg 83.
Aer«sprech«Afchr»ß Nr. S68.
(Gießener GaseStatt)
Flnaöhängige Tageszeitung
(Gießener Ieitnng)
för Oberhefseu und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalarrzeiger für Gießen und UmgckMg.
enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Grotzh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen
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„Der ärgste Schuft im ganzen Land, das ist und bleibt ler Denunziant." So lautet ein deutsches Merkwort, das rin Wahrwort ist. Aber selbst unter den „ärgsten Schuften"
«gibt es noch Abstufungen. So verächtlich das Denunziantenrum an sich ist — es kann gewisse Milderungsgründe geben: Rachedurst, voraufgegangene schwere Reizung, unter Um= Händen sogar ein mißleitetes Gerechtigkeitsgefühl. Solche Milderungsgründe — keine Entschuldigungsgründe — sind Lenkbar. Wenn aber der Denunziant zum Erpresser wird, oder umgekehrt, wenn ~ber Erpresser^ zum Denunzianten wird, so ist
I zweierlei Maß gemessen weroen je nach der Stellung des I Strafwürdigen.
Dem überführten Erpresser die volle Strafe, das kann man füglich fordern — ebenso wie die peinliche Vermeidung irgend welcher Umstände, die Gelegenheit zu Einwendungen gegen die strengste Unparteilichkeit der Rechtspflege geben können. Denn unsere deutsche Rechtspflege i ft einwandslos wir können mit Fug stolz auf ihre Unantastbarkeit sein.
___________ Senator.
der Gipfel der Niederttacht erreicht und kann nicht mehr überboten werden. Es ist nicht
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zu sagen, was Erpresser schon an Unheil angerichtet haben. Ganze Familien find ruiniert, ungezählter
Menschen Lebensglück ist vernichtet worden durch schnöde Erpressung. Das Gesetz verhängt über den Erpresser schwere Strafen. Unseres Erachtens sind sie aber noch lange nicht schwer genug. Doch was das schlimmste ist: auch die härteste Sttafe, auch nicht die Androhung der Todesstrafe 'vermag uns vor dem Eichresser zu schützen. Denn der Erpresser weiß ganz gut, daß, wie die Dinge gegenwärtig liegen, in weitaus den meisten Fällen der, der einen Erpresser zur Anzeige bringt, harten und unter Umständen unwiederbringlichen Schaden erleidet, Schaden an seinem Ansehen, an deiner Ehre, an seiner bürgerlichen Lebensstellung. Jedem ^on uns sind Fälle erinnerlich, in denen die Objekte der Er- twessung lieber ihr ganzes Vermögen dahingaben, ehe sie gegen l)en Erpresser- Anzeige erstatteten und dadurch zur öffentlichen I kkenntnis brachten, was dem Erpresser die Handhabe für sein ölendes Tun geboten hatte. Jeder von uns erinnert sich l olcher Fälle, in denen Anzeige erst erfolgte, nachdem das Opfer der Erpressung ausgesogen und zusammengebrochen ttar. — Hier müßten Gesetzgebung und richterliche Praxis ; Anders werden. Wir gestehen ein, daß unser Haß gegen die (Erpresser und unser Abscheu gegen die Erpressung weit genug stehen, um uns wünschen zu lassen, daß Anzeigen, die von Erpressern ausgehen, unter allen Umständen unbeachtet bleiben, und daß Straftaten, die aus Anlaß einer Erpressung zur Kenntnis der Behörden gelangen, von der Strafverfolgung cmsgeschlossen sein sollen. Damit wäre dem Erpressertum der schlimmste Giftzahn ausgebrochen. Ebenso wichtig ist, daß ; f bie Gerichtspraxis in Erpressungsprozessen eine andere werde. I Gewiß tut der Richter bei der Erörterung der wirklichen oder angeblichen Straftat in allen Fällen bloß, was er nach Lage der Gesetzgebung tun muß oder tun zu müssen glaubt. Wir !>aben -jedoch die Vermutung, daß sogar ohne Aenderung der Gesetzgebung die Praxis eine andere sein könnte. In einzelnen Fällen ist es jedenfalls so gewesen, und diese einzelnen Fälle sollten zur Norm werden, zur unverbrüchlichen ^cornl. Wir wollen einen solchen Fall anführen:
' _^or langen Jahren hatten deutsche Staatsmänner jomjten und hohen Ranges häufige gesellige Zusammen- ainfte, die sich aus ihrer Stellung zueinander ergaben. Bei diesen Zusammenkünften' ging es fröhlich und um Bezwungen zu. Man sprach sich mit rückhaltloser Offenheit aus und wog die Worte nicht ab. Man wußte, daß man miter Freunden war, daß man nicht jeden Ausdruck buchstäblich "ahm, und daß selbst geflissentliche Uebertreibungen keinem Mißverständnis begegneten. Bei diesen Zusammenkünften wartete ein langjähriger Diener eines der Staatsmänner auf. Rioler Diener teilte eines Tages seinem Herrn mit, daß er verlobt habe und demnächst heiraten wolle. Die freund- i ttche Beglückwünschung genügte ihm nicht als Errviderung
Mitteilung, vielmehr beanspruchte er eine reich- j-Kije Ausstattung, und zur Begründung seines ^^^ spruchs _ produzierte er ein förmliches Tagebuch, in dem , anfechtbaren Aeußerungen aller Teilnehmer an jenen geieiligen Zusammenkünften verzeichnet waren. Der Er-
1 Presser wurde auf der Stelle angezeigt, auf der Stelle leitgenommen, und nach kurzer Zeit war die gesetzlich zulässige And angemessene Sttafe über ihn verhängt. Die Versuche
- die einzelnen Aeußerungen festzustellen, wurden abgeschnitten' ^.'as Richterkollegium beschränkte den Beweis ausschließlich darauf, ob eine Erpressung vorliege, und sprach darnach das
Der Dänenkönig in Berlin.
König Friedrich VIII. von Dänemark hat gestern einen förmlichen Triumpheinzug in Berlin gehalten. Zu Ehren feines Besuches hat Kaiser Wilhelm Veranstaltungen treffen lasten, wie sie sonst nur für die großmächtigsten und befreundetsten Monarchen aufgeboten werden. Längs der historischen Feststraße Unter den Linden waren Tribünen errichtet, am Brandenburger Tor fand eine besondere feierliche Begrüßung des dänischen Königspaares durch den Oberbürgermeister von Berlin und andere Vertreter der Bürgerschaft statt, und vorher hatte am Lehrter Bahnhof die Einholung in ebenso prunkvoller wie schmeichelhafter Form sich vollzogen. Auch die Begrüßung durch die amtliche und halbamtliche Presse hatte einen außerordentlich freundlichen Charakter. Mit ganz besonders warmen Worten wurde das dänische KönigSpaar willkommen geheißen, mit ganz besonders warmen Worten wurde des verstorbenen greisen Königs von Dänemark gedacht und der liebenswürdigen Tugenden, die diesen Fürsten auszeichneten. Es wurde sogar mit Nachdruck betont und als eine Deutschland erwiesene dankenswerte Freundlichkeit anerkannt, daß König Friedrich von Dänemark, abgesehen von dem Besuch in Stock- bolm, der aus Rücksichten der Nachbarlichkeit und des Zartgefühls vorangehen mußte, die ersten Schritte in das Ausland nach Berlin machte.
So freundschaftlich unsere Beziehungen zu Dänemark seit längerer Zeit sind, und so wenig es sich schicken würde, bei dem Empfang eines fremden Monarchen königlichen Ranges Unterscheidungen wesentlicher Art nach der Zahl seiner Untertanen und der von ihm beherrschten Quadratmeilen Landes
ju machen, so ist es doch beinahe selbstverständlich, daß eine gewisse Differenzierung sich einstellt, auch ohne daß man es will, je nachdem der Besucher an der Spitze einer Großmacht oder eines kleinen Staates steht. Auch im anders
bürgerlichen Leben richtet
ein, wenn
man den Empfang
man irgend einen hochmögenden Freund und Gönner erwartet, als wenn man einen lieben Nachbar bei sich zu sehen sich anschickt. Es müssen deshalb eigene Gründe vorgelegen haben, die dafür bestimmend waren, daß die Aufnahme des dänischen Königspaares in Berlin sich so glänzend und so herzlich zugleich gestaltete.
Das Rätsel ist gar so schwer nicht zu lösen. Ganz abgesehen davon, daß das dänische Königshaus mit unserem Kaiserhause in Beziehungen der Verschwägerung steht, daß das dänische Königshaus in nahem verwandtschaftlichen Verhältnis zu den meisten europäischen Fürstenhäusern ist und dadurch eine mehr als gewöhnliche Berücksichtigung erheischt, kommt noch der Umstand in Bettacht, daß man auf beiden Seiten gewillt war, der Begegnung das Gepräge einer vollständigen historischen Aussöhnung zu geben. Vor 42 Jahren hat ein Krieg die beiderseitigen Beziehungen zwischen Deutschland und Dänemark auf einer neuen Grund-
Schule. Geduldig harrt man rn Der rauhen, naykalten Novemberluft auf die Ankunft des Kaiserpaares und seiner dänischen Gäste. Da saust das neue elektrische kaiserliche Automobil heran, und hält neben den vierspännigen â la Daumont bespannten offenen Galakutschen. Bald nach dem Kaiser erscheint mit ihrem Gefolge die Kaiserin, ihr folgen der Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich, die ihre Gemahlinnen in dem Gefolge der Kaiserin finden. Nach wenigen Minuten braust der Sonderzug in die Halle; das dänische Königs. Paar entsteigt dem Couvè. herzlick begrüßt durck den Kaiser und "die Kaiserin. Beim Verlassen des Bahn. Hofes raffeln die Trommeln und schrillen die Pfeifen der Spielleute und im neuen Paradeschritt defiliert die Ehrenkompagnie. Der König von Dänemark in deutscher Admiralsuniform schreitet, während die dänische National- Hymne intoniert wird, die Front der Kompagnie ab, begeistert begrüßt durch die Mitglieder der dänischen Kolonie, die ebenfalls dort Aufstellung genommen hatten.
In flottem Tempo geht die Fahrt nun nach dem Branden- burger Tor, nach der Via triumpHalis der Kaiserstadt an der Spree. Auf dem Pariser Platz harrt schon seit langem das Empfangskomitee der königlichen Gäste, die Herren im Frack, die Damen in weißen Kleidern. — Da dröhnt endlich Pauken- schall von ferne, bald ist die waffenklirrende Schwadron der Garde du Korps vorüber, jetzt nahen die Wagen, jubelnd begrüßt von der spalierbildenden Menge. Herr Kirschner, der Oberbürgermeister, tritt an den Schlag des ersten Wagens, in dem rechts vom Kaiser der König von Dänemark Platz genommen hat. Der König hört dem Sprecher der Berliner Bürgerschaft aufmerksam zu, und hell und freundlich klingen die Dankesworte, mit denen der Gast unseres Kaisers auf die Begrüßungsansprache antwortet. Der Königin von Dänemark, die sich als eine hohe stattliche Erscheinung in schneeweißem Haar präsentiert, ist inzwischen durch Fräulein Kirschner, der Tochter des Oberbürgermeisters, ein Blumen- strauß überreicht worden, wofür sie mit gütigem Lächeln und Händedruck dankt. — Während auf dem Pariser Platz die Begrüßung des dänischen Königspaares stattfand, versammelten sich in den roten Zimmern des Schlosses die zum Empfang mit großem Vortritt befohlenen Damen und Herren. Nach einer Parade im Lustgarten fand im Gardedukorpssaal des Schlosses feierlicher Empfang statt. Gegen P/4 Uhr vereinigte ein Familienfrühstück nebst Marschalltafel das Kaiser- paar und seine Gäste, sowie die Herrschaften der beiderseitigen Gefolge. Abends 8 Uhr wird im weißen Saal eine Galatafel den Abschluß der Empfangsfeierlichkeiten bilden.
Am Dienstag veranstaltet der hiesige dänische Gesandte, Freiherr von Hegermann-Lindencrone ein Frühstück zu Ehren des Königs von Dänemark. Bei dieser Gelegenheit findet ein offizieller Empfang der Deputationen der hiesigen dänischen Kolonie statt.
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; ^rede. Die Fürstin wurde durch einen Diener beschuldigt, fcilbergef^irr in verschiedenen Hotels entwendet zu haben. ^er A^r hatte einen Erpressungsversuch gegen den Fürsten gemacht, wie das Gericht annahm, und wurde zu einem Jahr Wesangnis verurteilt. Ein Verfahren gegen die Fürstin wurde nicht eröffnet resp, nicht fortgesetzt, da Unzurechnungs- ^hlgkeit angenommen wurde. Jetzt ist eine Broschüre von Lem Vertâger des Dieners erschienen, die im Namen des " Rechts Untersuchung gegen die Fürstin Wrede und ■ Feststellung ihres Geisteszustandes durch Beobachtung nicht na einem Privatjanatorium, sondern in der allgemeiner, Sttasuntersuchungsanstalt verlangt, außerdem den wegen Erpressung ^verurteilten Diener in Schutz nimmt, weil mn âp^stungsversuch nur ein ungeschickter Ausdruck siemes durch die Schuld der Fürstin gekränkten Empfindens gewesen wäre. Das kann sein, wie es will - die Unter» Schmig der Fürstin durch beamtete deutsche Aerzte hätte « wenn auch keineswegs berechtigten, aber' doch zweifellos vorhandenen Auffassung die Spitze abgebrochen, es könnte mit
loge regeln müssen. Der besiegte Teil mußte sich fügen, doch trotz des Friedensschlustes blieb, wie zu geschehen pflegt, der Groll in seinem Herzen. Vor 40 Jahren wurde in dem Friedensschluß zwischen Deutschland und Oesterreich eine besondere Klausel festgelegt, die zum mindesten so gedeutet werden konnte, als ob Dänemark noch zu einigen Regulierungsansprüchen berechtigt wäre. Der Ausgleich dieser Ansprüche erfolgte nicht, und daraus resultierte eine Verlängerung der Mißstimmung. Erst nach langer Zeit trat eine vollständige Beruhigung ein, und erst jetzt findet gewissermaßen die äußere Besiegelung statt, daß man drüben wie hüben in Aufrichtigkeit und ohne Hintergedanken entschlossen ist, sich auf den Boden der geschichtlichen Tatsachen und der geschichtlichen Entwickelung zu stellen und miteinander in aufrichtiger Freundschaft zu leben.
Das ist die erste Bedeutung des dänischen Befuches in Berlin, und das ist der Grund, weshalb man dem Besuch ein so feierliches Gepräge gegeben hat.
Doch die Bedeutung des Befuckes ist damit noch nicht erschöpft; sie besteht zu einem nicht geringen Teil darin, daß ein neues Vorbild und Beispiel gegeben ist für geschichtliche Versöhnung oder für Versöhnung mit der Geschichte.
_ Das erste Beispiel ist es nicht. Wir haben nach Drei Seiten 'ge führen müssen: gegen Dänemark, gegen Oesterreich, gegen Frankreich. Am schnellsten gelang die mifrichtige Versöhnung mi' Oesterreich-Ungarn; je^t ist die Versöhnung mit Dänemark besie^ ' nun möge die Versöhnung Frank eich nicht lange mehr auf sich warten lassen
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Vor dem Lehrter Bahnhof stauen sich dichte Menschenmassen, besonders viele Schulkinder.— heute ist ja feine
Politische Rundschau.
Deutsches Reich.
Berlin, 21. Nov. Die Abreise des Dänischen KönigS- PaareS erfolgte gestern Nacht um ^12 Uhr vom Stettiner Bahnhof aus. Der Kaiser, die Kaiserin, der Kronprinz und die Prinzen des Königlichen Hauses gaben ihren Gästen das Geleit nach dem Bahnhof.
Die Revierkonferenz der Bergarbeiterverbände der westlichen Bergreviere nahm eine Resolution an, in der die gestellten Lohnforderungen aufrecht erhalten, aber in der Streiksrage eine abwartende Haltung empfohlen wird.
In den Handelsvertrags-Verhandlungen zwischen Spanien und Deutschland sollen .sich Schwierigkeiten ergeben haben.
Der Fall Echnert im hesfiche« Landtag!
* Der Zweiten Kammer ist folgende Anfrage Abgeordneten Reinhard und Genossin, betreffend Bestätigung des Herrn Eißnert zum Beige- ordneten der Stadt Offenbach eingegangen:
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Die Bestätigung des der sozialdemokratischen Parteien an» gebärenden Herrn Eißnerl zum Beigeordneten der Stadt Offenbach hat in Writ.n Kreisen des Landes nicht allein Aufsehen erregt, sondern auch zu den ernstesten Bedenken Veranlassung ergeben. Der Verlauf der Versammlung am 4. November L I. in Darmstadt hat hierfür einen U trüqi chrn Beweis «»liefert. Es ist das erste Mal, daß eine Magistrat-p - son bestätigt wurde, die einer Partei angehört, welche offen die jetzige StaatS- und Gesellschaftsordnung Mämpft und aus deren Beseitigung hinarbeitet. So sehr die Auffassung der Regierung, daß bei der Bestätigung nicht d e pottt sche Parte'angthörlgkeit von Einfluß sein kann, anzarrkennen ist, so erregt doch die Anwendung dieses Grundsatzes die größten Bedenken bei einer Parti, die sich selbst außerhalb der gegebenen Staats- und Gesellschaftsordnung stellt. Wir können uns mit der getroffenen Emsch ,dm g, welche in den weitesten Kreisen