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Nr. 163

Zweites Blatt

Samstag, Pen 14. Juli 1906

15. Jahrgang

Htzrdaktion u.HauptexpediUon: Gießen, Seltersweg 83.

KerNsprechanschluß Nr. 362.

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(^teßener UageklaU) Unabhängige Tageszeitung (Hießener Zeitung)

für Oberhesien und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung, j

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Tieften, des Großb. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von OfrrM^n ®

Unabhängige Tageszeitung

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Lustig gelebt elend gestorben!

(Sonder-Bericht.)

Frankfurt tu M., 9. Juli.

mg.

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Gießen.

Vor wenigen Tagen hat Graf Emich zu Alt- Leiningen-Westerburg sein Abenteurerleben abge­schlossen. Sein durch und durch verwahrloster Charakter . drängte ihn bald aus der Lebensbahn, die Name und Stellung j ihm vorgezeichnet hatten. Er wurde der Spielball der j tollsten Launen seines Schicksals und beschloß seine Tage F durch eine Tat, würdig denen, mit welchen er sein ganzes ? Leben ausgefüllt hatte.

erlennung der neuen Ehe Surch die Agnaten kaum durch­setzen dürfte.

Wenige Tage nach dieser mehr als seltsamen Trauung auf dem Sterbebette, starb derlustige Gras", der Sproß eines edlen Geschlechts als Abenteurer und Hochstapler, von niemandem betrauert. Lustig gelebt und elend gestorben!

D. M.

mg.

""geordnete Zw und »taugaffe re'

Graf Emich war bei der Witwe des am 9. Oktober in Arad gehenkten Führers derungarischen Revolutionäre, sorgfältig & erzogen worden, trat in die österreichische Armee ein und nahm an

Hefttu.

mg.

eordnete Sperre bi nd Schulstraße m

Siegen.

Iber Schlackt von Dobitschau teil. Bald mußte er wegen riesiger Schulden den Dienst quittieren, und wurde päpstlicher Zuave. Dock den ruhelosen Abenteurer litt es auch dort nickt lange, er schüttelte den Staub von den Füßen und nun begann seine Hockstaplerlausbabn, die ihn durch die ganze Welt führte. Bald geriet er mit dem Gesetze in Konflikt und wurde in Oesterreich wegen einer Reihe von Delikten mit fünf Jabren Kerker bestraft. Wieder auf freiem Fuße, fiel er den deutschen Gerichten in die Hände, er wurde im Oifizierskasino zu Koblenz verhaftet und abermals zu einer längeren Freiheitsstrafe ver­urteilt. Nach ihrer Verbüßung hörte man lange nichts von ihm, bis er anfangs der neunziger Jahre wegen Ent­führung einer Minderjährigen in England verhaftet und mit zwei Jahren Kerker bestraft wurde. Vorher war er Pascher und schmuggelte Brüsseler Spitzen in Amerika ein, mit vielem Glücke, gutem, pekuniären Erfolg, und ohne mit der Behörde Bekanntschaft zu machen. Wenn nichts zu schmuggeln war, versuchte er sein Glück im Spiel, wobei er in Frankfurt am Main mehrmals mit . anderen von der Polizei überrascht und ausgeboben wurde.

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G Straßentelephone. Ja den deuiscken Großstädten, zunächst in Hamburg, später m Berlin, will die Reichsvost. Verwaltung Ferniprechkioeke auf der Straße ausstellen lassen, wie sie in Stockholm schon bestehen. Die Kioske werden ähnlich den Zeitungskiosken aus Eilen hergestellt, die in ihnen enthaltenen Fernsprechautomate können auch während bet Rächt benutzt werden.

--- Schirme zu verleihen! Ein neuer Industriezweig hat sich in Berlin aufaetan. Es soll jetzt Dort bei ein» tretendem Regen Schirme für Herren und Damen gegen eine Leihgebühr von 10 Pfennig für den Schirm geben. In, ^igarrengelchäften, Restau'ants, bei Barbieren und an ähn­lichen Stellen will ein Unternehmer Schirme aufstellen. Der Weiher soll gegen Erlegung von 2 Mark einen Schirm er­halten und eine Kaite, die er mit Namen und Wohnung aus- füllt. Am nächsten Tage wird der Schirm aus seiner Wohnung abgeholt, und er erhält sein Geld untir bzug der Leih­gebühr zurück. In Amerila soll sich bieie Einrichtung be» lvährt haben.

= 30 Jahre unterwegs. Eine Bremer Spedition?- Firma erhielt vor wenigen Tagen au3 Mainz eine Postkarte, die sie vor fast 30 Jahren an eine dortige Firma gesandt hatte, als unbestellbar zurück. Die Karte trägt den Post-- simpel Aden vom vorigen Monat. Wo sie sich in den 30 Jahren herumgetrieben hat, weiß auch die Post nicht zu sagen.

= Nicht abgeholte Gewinne. Zwei Gewinne der Pariser Preßlotterie, einer von 500 000 Franken und einer hon 47 000 Franken, hat noch niemand eingelöst. Es sollen an 6 Millionen solcher Gewinnbeträge in den Kassen ver­schiedener Pariser Bankinstitute liegen, darunter vier von je 100 000 Franken, deren einer in das Jahr 1879 zurückreicht^

Der Gipfel der Zerstreutheit. Ein Gegenstück zu dem zerstreuten deutschen Professor bilden die ebenso zerstreuten französischen Literaten. Alfred de Müsset war so zerstreut, daß er in eine Tasse Kaffee, die ihm von einer jungen Dame- präsentiert wurde, 50 Centimes hineinwarf, weil er glaubte, daß er zu einem wohltätigen Zweck angebettelt werde. Das ist aber noch garnichts gegen die Zerstreutheit des berühmter» Mathematikers Ampère. Der große Gelehrte, der sich durch seine elektrodynamische Theorie dauernden Ruhm sicherte, kam eines Abends nach einem heftigen Regenwetter ganz durchnäßt nach Hause, legte den Regenschirm ins Bett, damit er sich nicht erkälte und machte dann den krampfhaften Ver­such, sich selbst zum Trocknen in den Schirmständer zu stellen.« Dieser Mann verdiente also unbedingt den «grand prixa der Zerstreutheit, und wenn die Geschichte nicht wahr ist, so ist sie doch gut erfunden.

= Der radelnde Milliardär. Der Oelkönig John i Rockfeller, der s. Z. in Compiegne weilt, wurde auf der Rück­kehr vom Golsspielplatz, wo der Maire von Compiegne fein Partner war, von einem dortigen Polizisten angehalten. Er mußte sein Fahrrad verlassen, das keiner der Vorschriften der dortigen Ortspolizei entsprach, und legte nach Abgabe seines Nationales und nachdem er versprochen hatte, Compiè me nicht vor Regelung dieser Polizeisache zu verlassen, den Rest des Weges zu Fuß zurück.

= Kinder als Polizisten. In Newyork hat die Polizei die in ärmeren Stadtteilen lebenden Kinder für die Straßen­reinigung verwandt, und damit große Erfolge erzielt.. Während der letzten Woche wurden 10000 Kinder engagiert. Sie erwiesen sich als sehr tüchtig in ihrer Arbeit. Nicht nur fegten und reinigten sie die Straßen in ganz vortrefflicher Weise, sie verhinderten auch mit Energie, daß Papier und dergleichen auf die Wege geworfen werde. Das Publikum ist amüsiert und gehorcht den Weisungen der Kinder. Die Arretierungen für Störung der Ordnung auf den Straßen haben infolgedessen an Zahl abgenommen.

+ Wie trägt man sein Taschentuch ? Darauf gibt es nur eine völlig treffende Antwort: Wie man will!, Und doch gibt es auch hierfür Modevorschriften. Unsere Damen müssen darauf sehr achten, um nichtaltväterlich" zu erscheinen. Vor 20 Jahren hatte das Taschentüchlein der Damen in der Hinteren Rocktasche Platz, später wurden sie in der Tasche getragen, die die breite Vorder fläche der Röcke verunzierte. Später trug man es üöi -aupt in keiner Tasche mehr, bald war es in der Bordüre des Nnterrockes verschwunden, dann quetschte man es unter den Saum der enaanliegenden Taille oder in den Gürtel. Später kamen die Pompadours, die bald von Silber- und Goldtäsckcken verdrängt wurden, dort hat das Damentaschentuch jetzt Ruhe aefunden. Den Herren macht das Taschentuch weniger Sorge, sie tragen es, wenn es ihnenWurscht" ist, ob sie modern sind oder nicht, in der Hosentasche wie Vater und Großvater. 3ragt man Frack oder Bratenrock, dann steckt man es in die hintere Tasche, natürlich ohne das ein Zivfel hervorlugt. Beim Jackett ist es bequem in der Seitentasche untergehradit* wer etwas kokett aussehen will, bars aus der Brusttasche einen bunten Zipfel hervorragen laffen. Seit 2 Jahren trägt dermoderne Herr" seinRieckorganvutzinstrument" in der linken Manschette. Dock das Taschentuch in silbernen Börsen, d»e an langen Ketten hängen, zu tragen, das ist die letzte Herrenmode in Paris.

Vermischtes.

= Wachsende Heiratslust. In Berlin kann eine starke Vermehrung der Eheschließungen festgestellt werden. In den Monaten Januar bis Juni dieses Jahres wuraen 1139, 1181, 2084, 3472 (April), 1843, 1395, zusammen 11 114 Ehen ge- schlossen, während in denselben sechs Monaten des vorher- gehenden Jahres 1040, 1012, 1863, 3609 (April), 1686, 1361, rusammen also nur 10 571 Ehen geschlossen worden waren. Der Unterschied stellt sich für das Halbfahr auf 543 Ehe­schließungen, das bedeutet also 5 Prozent mehr als in der ersten Hälfte des Vorjahres. Das ganze Jahr 1905 hatte 22 274 Eheschließungen gebracht.

Damenhüte aus Pavier. In Paris gelangen jetzt vapierne Hüte, insbesondere für Damen, in den Handel, und mit Rücksicht auf ihre Herstellung und ihr Aussehen könnte man sie eigentlich ganz gutvapierne Sirohhüte" nennen.. Man benutzt Krepp-Papier von der Stärke, wie es für Lampenschirme verwendet wird, und schneidet einzelne schmale Streifen daraus. Diese Streifen werden zu Borten mit­einander verflochten, und auf ein mit einem dünnen Stoff bezogenes Drahtgestell aufgenäht. Zum Schmuck kann man seidene Bänder, Tüllsckleifen und dergleichen wählen, beliebter aber sind farbige Blumen und Blätter, die ebenfalls aus Papier geformt werden. Vor den Strohhüten haben diese Pavierhüte allerhand Vorzüge. Sie sind außerordentlich leicht; man spürt sie kaum auf dem Kopfe.

----- Künstliche Eisen bahnzufannneustöße. Ein See­badeort bei Newyork bereitete seinen Gästen das Vergnügen, einem Eisenbahnzusammenstoß in aller Gemütsruhe zusehen ru dürfen. Zu diesem Zwecke wurde sogar eine besondere Eisenbahnlinie von etwa 800 Kilometer gelegt, auf der aller- d'uqs die als Opfer auserkorenen Lokomotiven noch nicht die volle Geschwindigkeit erreichen konnten; immerhin sollen sie mit etwa 60 Kilometer Geschwindigkeit in der Stunde auf­einandergeplatzt sein. Doch kamen die Zuschauer kaum auf ihre Rechnung, denn die Zerschmetterung vollzog sich in einer Dampfwolke. Es wird übrigens von einem anderen Seebad eine größere Sensation vorbereitet, welche alles Dagewesene' ausstechen soll: der Zusammenstoß zweier Kriegsschiffe. Bereits sollen Kaufverhandlungen zum Erwerb von zwei ausgedienten Panzerschiffen eingeleitet sein.

Geheimpolizisten in Bibliotheken. In Newyork fängt man russische Anarchisten auf folgende Art. In jeder Newyorker Bibliothek hält sich ein russischer Geheimagent auf, dem eine Anzahl von Geheimpolizisten zur Verfügung steht. Sobald ein Agent der russischen Regierung hört, daß ein Mann nach einem anarchistischen Buche frägt, winkt er einem seiner Unterbeamten, und dieser folgt unauffällig der verdächtigen Person. Auf diese Weise stellt man Nachforschungen über die Wohnungen und die Beschäftigung von Anarchisten an und teilt das Resultat dem Chef der russischen Geheim­polizei mit. J

= Ckanöalszeuen in einerwilden Ausstellung." Bei der Preis Verteilung der in Berlin in der Philharmonie stattgedabtenAusstellung für Wäscherei und Plätterei" kam es zwischen den Arrangeuren, den Gebrüdern Wef^hal, und einigen Ausstellern bei der Preisverteilung zu erregten Szenen. Bor der Preisverteilung wurde einem Fabrikanten misgeteilt, daß man gegen Zahlung von 30 Mark eine Medaille erhalte, der Aussteller wies jedoch das Ansinnen zurück' Als er nun bei der Preisverteilung übergangen wurde, teilte er der Direktion mit, er habe festgestellt, daß ein anderer Aussteller tatsächlich 30 Mark für sein Diplom entrichtet habe, und daß er dies für unreell hcklte. Daraus- brn kam es in der Ausstellung zu sehr erregten Szenen, deren Folge etliche Beleivigungsprozesse sein werden.

= Der Streik der Droschkenkutscher. Einen bösen Streich haben an einem der letzten Sonntage die Droschken­kutscher in Kassel dem Publikum gespielt. Wegen Differenzen mit den Fuhrunternehmern stellten plötzlich sämtliche Kutscher die Arbeit ein, und der Droschkenverkehr stockte infolgedessen gänzlich. Das war um so unangenehmer, als gerade mehrere größere Veranstaltungen, u. a. die Nordwest deutsche Ruder­regatta, stattfanden. Viele von auswärts kommende Gäste sahen sich am Bahnhof vergeblich nach einem Wagen um.

Ein Protest Goethes. Die große Weimarer Goethe­ausgabe enthält unter den bisher ungedruckten Stücken auch ein paar Kuriosa. Es sind zwei Briefe vom 5. und 7. März 1810 an den weimariicken Polizeipräsidenten Karl Wilhelm von Fritsch. Der Dichter protestiert darin sehr energisch gegen die Konzessionierung einer Wirtschaft mit Kegelbahn in der Nähe seines Wohnhauses.

- - ..... nicht viel, während seineSpielkameraden"

mehrfach mit höheren Strafen Hereinstelen. Wurde ihm in I Deutschland der Boden zu heiß, so verlegte er seinen Wohnsitz nach London und machte den chef de réception in zweifel­haftesten von der Lebewelt besuchten Tingel-Tangels, wobei ihm sein bedeutendes Sprachtalent sehr zu statten kam.

Die letzten fünf Jahre seines irdischen Daseins lebte er in Frankfurt. Man sah ihn in den elegantesten Bars und Restaurationen in Gesellschaft reicher junger Büraer- Ilcher, denen er für Geld und gute Worte aristo-

kratische Allüren beizubringen pflegte. Leider lehrte

er sie auch die Fabrikation von Reitwechseln, weshalb einige trofc der reichen Mittel ihrer Eltern ihren Wohnsitz i von Frankfurt a. M. nach London zu verlegen für gut fanden. ; Im Frühjahr vorigen Jahres erkrankte er am Zungenkrebs, : der ihn die drei letzten Monate seines Lebens ans Zimmer . iesielte. Nun verfieleningeniöse" Köpfe auf die Idee, mit Ramen und Rang desluftigen Grafen" ein Geschäft zu 8 machen, und Graf Emich, der wie gewöhnlich wiederMangel ; an Neberfluß" hatte, ging bald darauf ein. Zwei solche

. a'te" waren bald bei der Hand. Ein ehemaliger Major, der seiner Nickte, an die ihn ,arfe Bande knüpften, einen prunkenden Namen und deren illegitimen Kinder einen Vater geben wollte, und die Tochter einer reichen Mannheimer Familie, die gern Gräsin werden wollte. Geschäft Nr. 1 sollte nur 2000 Mark tragen. Ge­malt JRr. 2 versprach einen zehnfachen Gewinn. Die Haushälterin des Grafen, die dem Major gewogen war, be- emflußte den Grafen, b e MannheimerHeiratssacke" kühl lächelnd abzulehnen und in die Ehe mit der Majorsnichte einzuwilligen. Die Trauung wurde, trotzdem der Freund des Grafen, der die Mannheimer Affaire gern arrangieren wollte, entrüstet protestierte, in der Wohnung der Sterbenden vollzogen. Unangenehm war es, daß der Major nichtin baar zahlte, sondern nur mit einem Schuldschein über 2000 Mark. Jetzt tat es dem Grafen leid, daß er nickt dieMannheimerin" geheiratet hatte. Sein Ersuchen an den Hausarzt, er möge ihn im Interesse des besseren Geschäftes für verrückt erklären, mußte von dem Mediziner natürlich abgewiesen werden.

Wenige Stunden nach dieser Heirat zahlte die glückliche Frau Gräfin an ihren kranken Gatten 200 Mark bar auf den Schuldschein ab und übersandte ibm auch noch einige Flascken Wein, während die 20 000 M. nach Mannheim zurück- gesandt wurden. Der Chef des Hauses, Graf Friedrich zu Alt-Leiningen-Westerburg, hatte gegen die Heirar des längst verfehmten, nichts einzuwenden, da der Graf vor Jahren gegen Zahlung einer halben Flasche Pommery et Greno, mehrerer Benediktiner, einen echten Henry Clay und 600 M. in baar, auf alle Rechte an das Majorat für sich und seine Nachkommen verzichtet hatte.

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Die Frage, ob die in extremis geschlossene Ehe des Grafen mit des Majors Nichte eine rechtsgiltige ist, kann um deswillen nicht ohne weiteres bejaht werden, da die erste mit einer Tochter gesegnete Ehe des Grafen mit einem Fräulein Fischel, welche im Jahre 1873 in Oesterreich geschlossen wurde, - Mr nicht ohne weiteres geschieden werden kann und noch zu ^echt besteht. Ist dies der Fall, so wäre dieGräfin Jenny" «inmal gevzt, aber auch insofern zweimal, weil sie die An-