Turmuhr beschäftigt waren. Man vermutet, daß der Nrand bei diesen Reparatur-Arbeiten aum Ausbruch gelangt ist. Um 4 Uhr trachte mit bonnerähnlct'.ni OM die der Dach Hub > der Kirche in das Innere hinab. Das Kircheniu.venmr und die Kirchenbücher konnten ar rettet werden.
Die Michaeliskirche wurde in den Jahren 1757 bi- 1762 von dem Hamburgi,chen Architekten Bonnin erbaut, ihr 130 Meter hoher Turm galt al- Wn''rreichcn Hambur ^s. Von dem stolzen Baudenkmal zeugen je^t nur noch rauchende Trümmer.
6m JVJuttermörder?
Vor dem Schwurgericht in Berlin wird seit Dienstag ein Sensations-Prozeß verhandelt, der ein außerordentlich trübes ^amilicnbilb enirollt. Der So' n steht unter Anklage, die eigene Muster ermordet zu hab^n. während er den Versuch macht, auf den Vater diese Schuld nbuiwälzen.
Ter Av ' egte lcun t altes!
Der Angeklagte ist der Sa lacht er Max Jordy. Der Verdacht, daß er es gewesen, der die Mutter erschlagen und beraubt hat. ist ba'urcfj entstanden, daß Jordy in schlechten Bei Mögensverhältnissen lebte rind plötzlich über eine ver hältnismäßig große Ge'dtzimme verfügte. Bei seiner Vernehmung [eignet der Angeklagte entschieden alle Schuld. Unter heftigem Tränen-Ausbruch ruft er aus: „Ich schwöre bei G^ott, dem A mächtigen, aUwiss nden, ich habe meine liebe Mutter nicht erschlagen, ich habe ihr kein Geld weggenommen !"
Vater und Sohn.
Die Verhandlung bi ebt sich zunächst hauptsächlich um die pekuniären Verhältniße des Angeklagten. Daß er sich durch Hcrr'chtung einer Wie'e in her Gegend der Kolonie Wilhclmsruh an der Nordbahn für das Fixgeschäft in Cchu'den geflünt babe, steht teil. Trotzdem wurde bei ihm die Summe von 900 M. gefunden, die Jordy sich erspart haben will. Das Geld lag hinter dem Ofen in einem schmutz gen Taschentuche. Auf die an ihn gerichtete Frage, ober die von ihm in der Voruntersuchung gemachte, seinen Vater des Mordes zeihende Aussage aufrecht erhalte, antwortete Jordy mit einem klaren „Jawohl!" Wwf) behauptete er, daßsein Vater die Mutter schlecht behandelt und einmal sogar sie mit gezücktem Mester um den Tisch gejagt und dabei aus Wut in den Tisch gestochen habe. Als der Vorsitzende dem Angeklagten vorhält, daß von dieser ganzen Geschichte seine Schwester garnichts wisse, «rflärt er, dann habe sie gelogen oder sie sei nicht dabei gewesen.
Bei dem Verhör sucht Jordy seinem als Reugen er» schientnen alten Vater mit den Blicken auszuweichen. Dagegen sieht er seiner eben fall- erschienenen Frau gerade ins Gesicht.! Es wird festg'st«llt, daß diese ziemlich verschwenderisch gelebt und daß es darob zwischen ihr und der ermordeten Schwiegermutter oft Zank gegeben hat.
Ein Altbi-Beweis.
Um sich zu entlasten, hat der Angeklagte einen ausführlichen Alibi-Beweis für den Tag der Tat angetreten. Gr führt eine große Reihe von Einzelheiten an, um seine Abwesenheit vom Ort der Tat zu erweisen. In sehr vielen Fallen macht ihn der Vorsitzende darauf aufmerksam, daß seine Angaben nicht stimmen. Oft weist er auf die Begegnung mit einzelnen Leuten hin, die er namhaft macht. Es wird dann aber festgestent, daß eine solche Begegnung wohl uigetroffen hat, daß sie aber nicht an dem kritischen Tage der Ermordung geichehen ist.
Die Verhandlung wird mehrere Tage in Anspruch nehmen.
Huß dem GericbtöfaaL
§ Von der Anklaae des Mordes freigesprochen. Der Prozeß wider die Schifferehesrau Berta Korn, die vor pem Schwurgericht in Frankfurt a. O. unter der Anklage des Gattenmordes stand, endete mit der Freisprechung der Angeklagten. Die Geschworenen gelangten nach einer Beratung von nur zehn Minuten zu der Austastung, daß die Angeklagte nur aus Notwehr gehandelt hat. Ihr Mann soll sie mit der Axt selbst bedroht haben, die Frau hat ihm das Mordtnstrument entwendet und ihren Mann damit getötet.
§ Nachklänge zum Hamburger Wahlkrawall. Das Landgericht Hamburg verurteilte die sozialdemokratische Agitatorin Luise Tietz wegen Aufreizung zu Gewalttätigkeiten au drei Monaten Gefängnis. Sie hatte in drei öffentlichen Versammlungen zum „Kämpfe gegen die Wahlentrechtung" aufgesordert und auf die Kämpfe in Rußland hingewiefen.
bJab und fern.
t Zentralau-schuß für Volks- und Jugendsviele. Auf der in Posen abgehaltenen Hauptversammlung des Zentralausschusses für Volks- und Iugendspiele wurden Vorträge gehalten von Professor Schmidt aus Bonn über die körperliche Erziehung der Mädchen und von Professor Kohlrausch-Hannover und Dr. Ehrlich-Polen über die Bedeutung des Schwimmens für Erziehung und Leben. Vom Reichskanzler Fürsten Bülow war ein Begrüßungsschreiben eingegangen.
t Soldaten als Svione verhaftet. In Belfort sind zwei Soldaten von der Wache der Militär-Brieflaubenstation verhaftet worden. Sie werden beschuldigt, zu dem im vorigen Jahre verhafteten Spion Kilian in Beziehungen gestanden zu haben.
+ Mit der Brant in den Tod. In Berlin erhängte der Sohn eines Gastwirts in der Kegelbahn seiner väterlichen Wirtschaft seine Braut mit deren Willen, und nahm sich dann auf gleiche Art das Leben. Der Selbstmörder zählt 22 Jahre.
+ Eine Erbschaft von ^ünf Millionen. Vor einiger Zeit batte sich in Berlin eine Witwe im Alter von 84 Jahren in einem Anfall van Schwermut das Leben genommen, und bald darauf war ihre 60 jäbrine Tochter gestorben. Bei ber Regulierung des Nachlasses stellte sich heraus, baß die beide" Frauen Wertpapiere im ^Mraqe von funk Millionen Mark sowie 60 MO Mark in barem GMbe hinterlassen haben. Dazu kommt her Erlö' her E-nrichttmg, die bei der Versteigerung W Mark erbracht hat. Der gesamte Nachlaß fällt an Erben.
-b Verunglückte Kanoniere. Bei einer Feldübung d s
Metz aarnisonierenden Feldartillerieregiments Nr. 33 schlug ute Lafette e nes Geschützes tn einer Erdmulde um |
ermem Kanonier, der im ersten Jahre diente, wurde der Schädel zertrümmert, sodaß er auf der Stelle tot war. E'n anderer 'anonier erlitt einen schweren Beinbruch, ein dritter hat eine Verletzung am Schädel.
t Raubmord "nd Selbstmord. In Caternberg ermordete der Bergmann Rotrecht das Dienstmädchen Maria ^ach^ und raubte ihre gesamten Ersparnisse. Dann brachte sich der Mörder selber ums Leben.
t Verschollenes Senelboot. Ein Ende voriger Woche von Wilhelmshaven nach Wanaeroog mit sechs jungen Leuten abgegangenes Segelboot ist an seinem Ziele nicht an» cefon men, nno es fehlt von dem Fahrzeug und ^benen Insassen jede Kunde. Man fürchtet, daß es verunglückt ist.
+ Vom Blitz erschlagen. Bei einem der schweren Gewitter der letzten Zeit wurden in d^r Garten-Veranda eines Gasthauses in Reichenau drei Personen vom Blitz e.- sch'agen, nämlich die Frau des Gastwirts, ein Schmiedemeister und ein Musiker.
t Vom Z"qe über'ahren. Auf dem Bahnhöfe Hagen war der achtjährige Sohn eines Baulintcrnehmers ans das Geleise geraten. Die Mutter stürzte sich auf das Geleise, um ihren K.einen zu retten. Sie wurde mit dem Sohne von dem Schnellzuge Frankfurt-Siegen erlaßt und sofort getötet.
t Beim Baden ertrunken. Im Dammsee bei Haders- leben ging der Musketier Wolf von der 7. Kompaanie des Infanterie-Regiments v. Manstein unter und ertrank. Der Verunglückte wurde augenscheinlich vom Schlage getroffen.
f Die Ursache der Eiseubalmkatastrophe von Salisbury. Wie nunmehr als feststehend gelten kann, ist ba-* schreckliche Eisenbahnunglück bei der englischen Station Salisbury auf die immer schärfer gehandhabte Konkurrenz der ei oben englischen Eisenbahngeiellschaften zurückzusübren. Sie lassen ihre Züge immer rascher laufen, damit ihnen von anderer Seite kein Vorrang abgewonnen wird. D,e'e Konkurrenz ist besonders scharf zwischen der südwestlichen Eisenbahn, welche die Passagiere der American-Line-Dampfer befördert, und der Great-Western-Eisenbahngesellschaft, die mit den in Plymouth anlaufenden deutschen Dampfern Anschluß hat. D'e Geschwindigkeit des Verungl feiten Eilzuges im Augenblick der Entgleisung wird auf 70 bis 80 englische Meilen (112 bis 128 Kilometer) in der Stunde geschäht. Die Fahrzeit für die 147 englische Meilen lange Strecke zwischen Plymouth und London beträgt nach dem Fahrplan 146 Minuten. Von den im Hospital zu Salisbury liegenden Verletzten hofft man die Mehrzahl am Leben erhalten zu können. Einem der am schwersten Verletzten, dem 70 jährigen Mr. Sentell aus Newyork, wurde, als er sich etwas erholt hatte, mitgeteilt, daß seine Gattin, sein Sohn und feinr beiden Töchter getötet wurden. Es trat darauf ein Rückfall bei ihm ein.
t Versteigerte Likör - Marke. In Grenoble gelangte bie bekannte Fabrikmarke des Cbarlreuse-Litörs unter den Hammer. Das Höchstgebot betrug 621 000 Mark Der Verwalter des Karthäuser - Klosters wies dieses Gebe^ ak ungenügend zurück.
Das Drama auf der Raxalm.
(Sonder-Bericht.) Leoben, 3. Juli.
Am 25. Januar d. I. wurde die frühere Köchin Mari- Maier im Raxengraben, Bezirk Mürzzuschlag in Steiermar', ermordet ausgefunden. Als ihre Mörderinnen wurden hm beiden Schwestern Friederike und Marie Zeller Verhaftet uns jetzt haben sich die Angeklagten vor dem hiesigen Schwurgericht wegen „gemeinen Mordes," bezw. Beihilfe dazu zu verantworten.
Der Zuschauerraum ist überffillt und mit Spannunn folgen die Geschienenen jeder Phase der 'nt^ressanten Verhandlung. Bunt bewegt ist der Lebenslauf der beiderr Mörderinnen, die jetzt in eleganten schwarzen Kleidern weinend und laut auffchreiend vor ihren Richtern stehen. Aus dem stillen Alpental der oberen Mürz kamen die Schwestern nach Wien, bald hatte der Strudel der Weltstadt sie erfaßt und tiefer und tiefer riß er sie hinab. Frieders hatte als Stribenmädchen ein Unterkommen gefunden, ihr.' Schwester Marie war nicht so glücklich, eine gut bezahlte Arbeitsstelle zu finden. Sie wurde Buffetmädchen, dann Blumenmädchen im Budapester Orvbeum in Wien, und ergab sich bald einem leidhtfertinen Lebenswandel. Friederike Zeller hatte inzwischen einen Opernsänger Prohaska kennen gelernt, den sie, trotzdem er sie schlecht behandelte unb hinter» ging, aufrichtig siebte. Prohaska schob die Erfüllung bes Heiratsversprechens immer weiter und weiter hinaus, worüber Friederike in helle ^hifregnng geriet. Die beiden Schwestern — Marie Zeller war zu Friederike gelogen — lernten nun die Köchin Marie Maier kennen, von der sie wußten, daß sie nicht unbeträchtliche Ersparnisse besaß. Um nun ihrem Bräutigam unb sich aus der Geldklemme zu helfen, faßte Friederike den Entschluß, die Meier zu töten. Nachdem ein Giflmordversuch fehlgeschlagen war, inszenierte Friederike Zeller einen gemeinsamen Ausfln" mit der Südbahn nach der Raralv. Dort sollte der Mord Verübt werden. Es kommen selten Menschen in diese abgelegene Gegend, man konnte also hoffen, daß die Tat lange Zeit unentdeckt bleiben würde. Inzwischen hatte man Zeit gewonnen, sich in den Besitz des Vermögens der Ermordeten zu setzen und alle Sauren zu verwischen. Die beiden Schwestern gingen mit dem ahnungslosen Opfer am Raxen- bachgraben aufwärts, Ware mit der Ma er vorn weg, die Friederike folgte einige Schritt hinterher. Als Marie Z. ein Stolpern markierte, zu Boden fiel und die Maier mit Hinriß, warf sie sich auf die am Boden Liegende und prestte ihr die Kehle zusammen. Friederike warf der Maier eine Schnur um den Hals und zog diese fest zu. Dann wurde das fast schon leblose Op'er in eine dort knapp am Wege befindliche Mulde gebettet. Dort brachte Friederike der Waier noch mit einem Messer tiefe Schnitte in den Hals bei, legte die Schnur in den Grund der Wttnde und suchte hierdurch den Schein zu erwecken, als ob die Ma'er si " die Wunde durch Würgen mit der Schnur in selbstmörderischer Absicht zugelügt habe. Dann reinigten sie Reh ihre Kleider, verbargen den mitgenommenen Hut der Maier unter einer Brücke und ver» tauschten ihre eigenen Hüte mit Tüchern. Auf dem Rückwege wurden sie von mehreren Leuten gesehen und trotz der tei’ = weisen Verkleidung als die zwei Frauen ersannt, die eine dritte vormittags taleinwärts geführt hatten. Die beiden Mörderinnen bemühten sich, als die Leiche der Maier g-- funben war, im Publikum die Meinung zu erwecken, die Tote habe durch Selbstmord geendet, und zwar iei unglückliche Liebe das Motiv An der Tat gewesen.
«riehcrife Meller yerimafrie n», na« Wien Mrü^eiemr vald toOHrönen^ei einem SoufWlpn. t>em er ereile *,e j e, spTrtlit während dem Paar der <'Oben lens »rare seine - • “^ djarie BeUer ihren früheren lentf. ftrt"a-n Lebenswandel i°rt, bis ibre Verba', unq erwlaie - ^ bei der Verhandlung den Angel,aalen (Merenbeit roiirbe sich zu der schweren Anklage zu nun <u. :'c» Haupt eien beide Schwestern, sie seien völlig un'chuibt 'm- aesichs des erdrückenden Bewei.matena's bequcmie sich âriederike Beller aber bald zu einem vollen Geständnis ihrer Zlâ e? dürfte aber wohl nicht schwer werden, auch chre Schwester zu einem Geständnis ,u bringen, um sie Dann der verdienten Strafe enlgegenju,uyren.
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Berliner Luft.
— Htmospharirche Entdeckungen in der Reichsbauptftadt. — Millionen unsichtbarer Organismen. - Staubfänger. - Wenig tracht Re ulcate - 200 000 Gegenstände in einem Knvlkzenumtter. — MM- bandeuc Lungen. — Fliegendes Salz. — BlumenlooS. — Gefahr.,che Luftbewohner. — Geqenmastregeln.
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Noch vor einiger Zeit konnte man in Berlin einer gewissen Melodie, dec der schöne Text „das ist die Berliner Luft" zugrunde lag, nicht entrinnen. Uebcrall wurde es gesungen, gepfiffen oder geblasen, dieses schreckliche . . . ^uft, Luft Lust . . . Hätte man aber plötzlich einen der Sanger angehalten und ihm gesagt: Was ist die Brrlincr Lust? — so würde er keine Antwort wissen. Die Atmosphäre Berlins ist wie das Meer ein Hort von tausend und abertausend kleinen Organismen. Merkwürdigerweise hat man ,, erst in allerletzter Zeit daran gedacht, dieses interessante Ge- i biet zu erforschen. An einigen Stellen der Reichshauptstadt, j wo das Sehen besonders sta^f hin und her flutet, am Potsdamerplatz, am Spittelmarkt, am Schloß des Kaisers und j anderen Punkten, hat man Staubfänger aufgestellt. Das * waren kleine Blecheimer, mit einer Art offenen Helm, in die der Wind den Straßenstaub hinein-^ wehle. Die Einrichtung war so, daß der Staub, wohl hinein, aber nicht mehr heraus konnte. Von einer planmäßigen, systematischen Durchforschung der Berliner Luft kann man aber auch jetzt noch nicht reden, so wichtig auch die Ergebnisse auf diesem Gebiete für die Bewohner fein müßten. Immerhin ist ein bedeutender Schritt vorwärts getan und die ersten Ergebnisse, die jetzt vorlicgen sind sehr interessant. Besonders tröstlich ist es ja nicht, was sich als Resultat der Untersuchung ergeben hat, wenn es auch bei uns nicht ganz so traurig aussieht wie in Paris, wo Pro- sessor Aitken ermittelte, daß in einem Kubikzentimeter sich nicht weniger als 200 000 Staubpartikelchen befinden. Diele Zahl bezieht sich aber auf einen Raum über den belebtesten Straßen. Im Bois de Boulogne z. B. geht diese erschreckende Zahl schnell auf 6000 Staubteilchen herab. Wie in Paris zeigte sich nun auch in Berlin, daß der größte Teil
des Straßenstaubes mineralischer Natur war, der auf dec ganzen Erde am Verbreitesten und natürlich am reichlichsten da ist, wo die Untersuchungen in verhältnismäßig geringer Höhe über dem Straßenniveau stattfinden. Was wir al? lchlechte Lust bezeichnen, ist also in Berlin vor allem Steinstaub. Daher kommt auch die unangenehme Einwirkung, wie sie an windigen Tagen auf bie Einatmungsorgane ausgeübt wird. So erklärt sich auch die Tatsache, daß die Großstädte im Gegensatz zum Bewohner der kleinen Stadt und des freien Landes nicht lange die rote Färbung der Lungen behalten, sondern pe frühzeitig verlieren. Die seinen Siaubteile werden durch die Najenschteimhaut zum Teil festgehalten, aber ein großer Teil bringt doch in die Lunge uno färbt sie buntelgrau. Bei Menschen, die viel Kohlenstaub einaimen, kann sich die Lunge sogar schwarz färben, soday nur noch die Aederchen weiß leuchten und so der Eindruck einkdt wird, als sei die Lunge aus Marmor.
In zweiter Linie handelt es sich um Bestandteile des Staubes, wie dessen Erzeugung und Vermehrung, zu welchem die Großstädter selbst bie Veranlassung bilden. Dahin gehört der Staub in den Zimmern, dessen Menge wir erst erkennen, wenn ein^ Sonnenstrahl hineinsäüt. Irgendwo müssen ja doch die Fasern der zerrissenen und abgenutzten Kleidung, ihre Ueberreste, die abgenützten Teile der Stiesel, Glanz und Politur der Rtöbel, Fußböden und Treppen bleiben. Alles finbei sich im Straßenstaube wieder. Nlerlwürdig wird es hingen, daß im Berliner Luftgebiel auch Salzkörner nach- gewiesen finb.
Im ganzen Jahr findet in der Natur ein Werden und Vergehen statt; im Herbst sinken Blumen, Blüten und Blätter in den Staub und Schmutz und werden bei dem kolossalen Versehr einer Stabt wie Berlin bis in die kleinsten Zeile Krümln". Von solchen Resten konnten noch 500 Keime in eintni Mubifmeter nachgewiesen werden.
_ aber den eigentlichen Grund zur Bekämpfung des I ^trabenftaubeö gibt, das ist die Anwesenheit von Nèikro- I Organismen, von Lebewesen, die die gefährlichen Krankheiten | erregen. Es sind im Berliner Straßenstaub kleine Schimmel- | pu^e nachgewiesen, deren Sporen in der Luft umhersegeln | unb stets bereit sind, sich zu ihrer traurigen Tätigkeit nieder« fassen. Auch die Hefepilze sind fast ständig Begleiter des Berliner Slraßenstaubes. Leider fehlen auch die gefährlichen Batterien, die Erzeuger der Blattern, der Masern, des Scharlachs, u. a. nicht.
Die Behörde sucht ja auch dieser Welt im Kleinen möglichst Abbruch zu tun, doch wird wohl all ihr Mühen nur eine Besserung der Zustande erreichen, gänzlich kann die „Berliner Lust" von Schädlingen nie befreit werden.
F. O. i I
4- Die ^1 . rauen sollten in
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; überhaupt und l
I öraucben ja nm
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i schließen, inüssen
KaWlocken über sich vielleicht, nn länger mit Honic die Speisen mSgl halten, weil als e von Sonnenlicht. Im Dunkel Verdi Speisen die Serse lickt als Lebe« nac^ Wöglichfeit a für den Genuß l auch durch die Ari G ist erwiesen, zweifellos die Hal wesentlich verrinn Nulnis übergeht gelockt wurde. $ jene Ratschläge m :, w sehr dem Som und andere Mel •; genügend für sris
^ Eine Ehe Art und Weise hc Puschkin verscha - mit einem ^?.öas Paar sedl M sandten Bl, S rsseunde nach 2 M li« do. *« eilten kW, l^. taten ^iiWtröner nod i-uT^e Sai
I ^oirfleibung ^ ÄS1« 2;^
^'tien.
Vermischtes.
= Moderner Wohnungskomfort. Was alles zum Komfort einer modernen Wohnung gehört, das kann man auf großen Plakaten lesen, die namentlich im Westen Berlins an Neubauten angebracht worden sind. Danach sind in ben Häusern folgende Bequemlichkeiten vorhanden: Fahrstuhl mit Druckknopf.Steuerung, Warm-Wasserheizung durch Radiatoren, Warm-Wasserversorgung, Haussprechanlage, Sauerstoffe führunq für die Schlafzimmer, elektrische Kühlanlagen in den Speisekammern, Vacuumreinigung, Tresore, Automobilremisen, elektrisches Licht und Gas.
= Gesunde Kranke. In Frankfurt a. M. ist man einem ganz eigenartigen Betrüge auf die Spur gekommen
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