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Kasseler Neueste Nachrichten

Sette 8 1 Settege

Donnerstag. 31. Dezember lS31Freitag. 1. Januar 1932

Unfere Heimat

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Die

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M

Ruhe-

stand versetzt.

Aus dem Kreise Hofgeismar

Man schreibt uns: Mehr denn je bereiteten die reine den Kleinen und Annen 6er Stadt ein. grobe Klän-

Aus- S«n- Kür- Ms-

Auerkennung für ihre Dienst« ein schönes Sofa. Jubilarin ist 75 Jahre alt.

Oer Marburger Lehrerverein

protestiert gegen Notverordnung.

Biedenkopf. Lenkung der Richtsätze. Der schuß für soziale Fürsorge befaßte sich mit der fuita der Richtsätze für die Unterstützten. Die zungen sollen am 1. Januar erfolgen. Der schuß vertrat den Standpunkt, daß es bei dieser Zeit, wo die Preissenkung noch nicht in einem empfind­lichen Maße erfolgt sei, nicht tragbar sein werde, die Sätze zu reduzieren und faßte einen entsprechen­den Beschluß. Ter Kreisausschuß hat nun die letzte Entscheidung darüber zu fällen.

Landstreicher überfallen einen Hausierer

bei Hersfeld.

Ein Raubübersall wurde von zwei Landstreichern in der Feldscheune bei der Haunebrüeke aus den Hausierer Schäfer verübt. Schäfer wurde gewürgt und blutig geschlagen. Die Tä­ter steckten ihm Stroh in den Muitd. Tann beraub ten sie ihn der Barschaft in Höhe von 150 Liark uns feiner Hausierwaren im Werte von 20 Mark. Es gelang dem Uebersallsnen, nachdeut bie Räuber sich entfernt hallen, die Polizei und die Landjägerei zu benachrichtigen. Io konnten die Täter schon in Sorga ssstgenommen werden. Es handelt sich, um einen Arbeiter Vögel und einen Meller Magdefra» aus Salzungen. Außerdem befand sich in ihrer Be­gleitung eine -Frauensperson. Das Geld hatten die Räuber bereits unter sich verteilt. Tie Hausier­waren hatte die Frauensperson an sich geiwmmcn.

3m Oorsteich ertrunken

zu Mecklar.

Bon einem rragischen Geschick wurde die Fami­lie des Bahnwärters B. betroffen. Der 12jährige Sohn brach beim Schlittschuhlaufett auf dem Dorf­teiche ein unh ertank. Die von einem Spielkamera­den herbeigerufene Hilfe kam zu spät.

A Aus dem Kreise Biedenkopf

Laasphe. Sparmaßnahmen. Die Dberförfterei Banfe wird aufgelöst werden. Forstmeister Bert­hold von dort wird am 1. Januar in den

Nach der Verlobung in den Tod

Tragik eiyes Mädchens.

'Am Weihnachtsabend feierte ein 26 Jahre alles Mädchen in Waldgirmes Verlobung. Am Tage darauf entfernte sich das Mädchen von dem K>«use und seit dieser Zeit wurde es vermißt. . Obwohl man eifrig nach ihm suchte, konnte es nicht sofort ge­sunden werden'. Nun hat man das Mädchen tpi in der Lahn entdeckt. Anscheinend liegt Selbstmord vor

Tragischer Tod auf dem Felde

in Oesfeld.

Einen tragischen Tod fand die 38jährige Schwe­ster des Landwirts Peter Breunig in Ocsselo. Sic war mit Ausgraben eingebetteter Rüben beschäftigt, als plötzlich die Erde nachgab, sie abrutschte pnd unter den nachrutschenden Erdschollen begraben würde. Wie sich das Unglück im einzelnen zugetra­gen hat, ist nicht bekannt, da nur ein kleines Kind in der Nähe war. A.ls Hlft" herbeigeholt wurde, war die Iran schon tot.

Eisenbahn erfaßt Personenauto

"" bei Wernarz.

Ans dem Bahnübergang bei Wernarz, der ohne Schranken ist, tourbe ein mit Personen besetztes Auto vom Zuge erfaßt und ein Stück mitgeschleift. Tas Auto ging in Trümmer. Der Fahrer wurde schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht. Zein Be­gleiter hatte sich noch durch Abspringen retten kön­nen.

Jahres 1931 trotz der widrigen wirtschaftlichen Per- hältniffe keine Abschwächung erfahren hat. Ties trifft auch gan- bespnders für die ^.Hermann-Merl- ning-Jugen-herberae hier in Carlshafsn zu, die wiederum eine Uebernachtungszisfer von über 10000 aufzuwsisen hat. Diese Herberge wurde besucht von 1351 Volks- und Mittelschülern. 4 395 Schülern hö­herer und Hochschulen, 2758 sonstigen Jugendlichen und 1520 Erwachsenen. Im Anschluß an die Vpr- standssitzung fanden noch eingehende Besprechungen statt, wobei insbesondere die Fragen bet Wirtschafts­führung der Jugendherberge Carlshafen sowie der Verkehrswerbuna für Ort und Jugendherberge be. handelt wurden.

Wieder Gasbeleuchtung

wie in der guten, alten Zett.

Aus Sparsamkcü rücksichten ist die Itablverwal- mng Carlshafen seit eitriger Zeit dar» übergcgan- gen, wieder die Gasbeleuchtung ihrer Straßen ein- zufsthren. Diese stellt sich gegenüber dem elektrischen Ficht wesentlich billiger, da das Gas aus dem eige­nen Werke entnommen wird. Nur in den Außen­bezirken der Stadt brennen zur Zeit noch die elek­trischen Lampen.

18.35: ..iLrlebnrße und Erfahrungen unter Zigeunern", Voriraa von Dr. Martin Block

19.05: «vaniicher Sprachunterricht

19.45: Bon Mannheim: Jl

20.15: Von tzre'bu ~

I« drei «tu

nett über 21 Jahre 2,40 Mark, von 16 bis 21 Jah­ren 1,90 Mark, unter 16 Jahren 1,50 Mark.

50 Lahre weise Krau

in Wangershausen.

Am Weihnachtsfest waren es 50 Jab re, daß die Hebamme Kinger ihr Amr in größter Pflichttreue für die Ortschaften der .Bretten Struth" ausübt. Zu diesem Jubelfest waren Landrat von Winterfeld mit Gemahlin, die Kreisärzte Dr Vahle und Dr. Hertel, die Vertreterin des KreiswohlfahrtSamtes, Fräulein Adams und Pfarrer Möller erschienen. Tie Feier sand im geschmückten Schulsaalc statt, wo sich viele Bewohner der Gegend eingefunden hat­ten. In den verschiedensten Ansprachen wurde die große Pflichttreue der Jubilarin hervorgehoben und am Schlüsse überreichte man ihr als Zeichen höchster

Senkung

des Frankfurter Straßenbahntarifs

Die Verkehrsdeputatton hat beschlossen, alte 8kaß- nahmen zu treffen, um die Senkung des Sttgßen- bahntaviss beschleunigt durchzuführen. Vor offen Dingen soll der Taris für Kurzstreckenfahrer gesollt werden, und zwar soll eine Straßenbahnsahrt über vier Teilstrecken mit UmsteigeberechÄgung 20 Pfen­nig kosten.

Weitere Senkungen sind vorgesehen für Netzkar­ten und für Monatsstreckenkarten.

Vereine den Kleinen und----------------

Freude. Unter brennenden Bäumen und den gen froher Weihnachlslieder versammelten die reiten­de Batterie 80 arme Kinder im Speisesaal und be­wirtete fie mit Kakao und Kuchen. Die »leinen tru­gen Gedichte vor, um dann nach einer Ansprache des Weihnachtsmannes reiche Gaben in Empfang zu nehmen. Größer noch ward die Freude der Kleinen, alz ihnen für die Eltern ein großes Paket mit einem Stollen und Würsten überreicht wurde. Im Hotel Nagel bescherte die Kriegskameradschaft 140 Krieger­walsen und Kinder arbettsloser Kameraden und be­dachte auch ältere Armen mit Lebensmitteln. Der Arbeiter-Männergesangverein hielt seine Weihnachts­feier ab, bei der über 100 Kinder der arbeitslosen Mitglieder reichlich bedacht wurden. Der Sportverein 1914 hatte ebenfalls zahlreiche Kleine zu Gast und be­scherte sie. Gesangvorträge, Gedichte und kleine The- aterstücke verschönten die Feier. Nicht unerwähnt sollen bleiben die Gaben der kirchlichen Vereine, durch die am heiligen Abend zahlreichen armen Familien eine stille unh unerwartete Weihnachtssreude bereitet

Der Marburger Lehrerverein hat sich in einem Schreiben an die Oefsentl.chkeli gewandt, in dem man sich mit der preußischen Notverordnung beschäftigt. In diesem Schreiben heißt es, daß nach all den Ab­zügen, Kürzungen, Streichungen usw. es verständlich lei, daß es vielen Lehrern nicht leicht falle, vorzeitig aus dem Dienst auszuscheiden. Besonders aber, da oft noch unversorgte und erwerbslose Kinder vorhanden seien. Es sei für diese Lehrerhäuscr eine traurige Weihnachtsbotschaft gewesen. Da nun aber wisse, daß die wirtschaftliche und seelische Rot der Junglehrer zum Himmel schreie, bringe die Lehrerschaft auch dies neue Opfer. Man habe aber erwartet, saß man die Altersgrenze aller Beam'en gleichmäßig herabgesetzt hätte. Die Lehrerschaft habe dadurch eine neue Son« derbehandlung erfahren, was sie ha« treffe. Sie for­dere aber, so heißt es weiter, daß die Herausnahme der älteren Kräfte aus dem Arbeitsprozeß in Staat und Wirtschaft zum allgemeinen Grundsatz erhoben werde, damit die Jugend den Segen der Arbeit schätzen und genießen lerne, denn die sittlichen Schä­den der Arbeitslosigkeit aller jugendlicher Arbeitneh­mer seien größer und schwerwiegender als die Härten, die hier und dort entstehen wurden, wenn die alteren Kräfte zur Ruhe gezwungen würden.

Marburg. Masten stören den Verkehr. Die in der Universitätsstratze stehenden Leitungsmasten, die w? gleich die Spanndrähte der Straßenbahn halten, haben sich als ein übles Verkehrshindernis erwiesen. Man ist jetzt daran, die Masten bis hinter den Bürgersteig zu verlegen, um so diese Störung abzustellen.

Marburg. Entwässerung von Grundstücken. Sämtliche im Bezirk der Stadt Marburg an kanali­sierten S-raßen gelegenen bebauten Grundstücke müs­sen zum Zwecke einer vollständigen Entwässerung an das städtische Straßensiel, und zwar jedes Grundstück getrennt, angeschlossen werden. Für die unbebau­ten Grundstücke tritt die Verpflichtung des Anschlus­ses ebenfalls ein, sobald auf denselben Gebäude er­richtet werden. Werden auf einem bereits bebauten Grundstücke weitere bauliche Anlagen errichtet, so sind diese gleichfalls nach dem städtischen Siel zu ent­wässern.

Aus dem Kreise Frankenberg

Frankenberg. Anfgehohene Straßensperre. Die Sperrung des Weges Frankenau Frebershausen für Kraftfahrzeuge ist mit sofortiger Wirkung aufge­hoben.

Schreufa. Diph'eritiö. In zwei Familien niib DiphtcritisMe vorgekommen. Da aber sofort ärzt­liche Hilfe in Anspruch genommen wurde, so sinh bis jetzt keine weiteren Krankheitsfälle vorgekommen.

Das Wohlfahrtswesen

in Frankenberg.

Zu einer Sondersitzung vereinigten sich die Schdt- verordneten, um das gesamte Wohljahrtswesen auf eine einheitliche Grundlage zu stellen Es soll je ein Vertreter des Rotekreuzversins, des Vaterländi­schen Frauenvereins, des Chavitas-Berelns und des Stahlhelms zu den Sitzungen des städtischen Wohl­fahrtsausschusses hinzugezogen werden.

lieber 30000 Arbeitsuchende

im Frankfurter Bezirk.

Am L Dezember 1931 waren im Arbeitsamtsbe­zirk Frankfurt 78150 Arbeitsuchende gemeldet. Im Laufe der Berichtszeit kamen 6990 Arbeitsuchende hin­zu und sind 4925 Arbeitsuchende abgegangcn, sodaß am 15. Dezember 1931 noch 80 215 Arbeitsuchende ver­fügbar waren. Auf Groß-Frankfurt entfallen 68 660, und zwar 46 803 männliche und 15 857 weibliche Ar­beitsuchende. Unterstützung erhielten im gesamten Ar- beitsamtsbezirk aus der Arbeitslosenversicherung 18101, aus der Krisensürsorge 19 378, insgesamt 37 479 Personen.

Aus dem Kreise Wittgenstein

1982, vormittags 10,10 Uhr, im Gafchans Rose zu Bebra statt.

Aus dem Kreise Witzenhausen

Hebenshausen. Besitzwechsel. Tas hiesiae Krögell- sche Rittergut stand wieder zum Berkaus und ist von einem Direktor der Höchster Farbwerke erworben worden. Damit hat es in kurzer Zeit viermal feinen Besitzer gewechselt.

Aus dem Kreise Efchwege

Efchwege. Der Ausschuß der Allgemeinen Or»s- lranlenkasse für die Stadt Efchwege beschäftigte sich am Dienstag abend mit dem Voranschlag für das Geschäftsjahr 1932 Die Einnahmen und Ausgaben sind mit 270000 RM. eingestellt worden. Der Vor­anschlag des Vorjahres sah eine Reinausgabe von 348100 RM. vor. Es sind aber nur 293 73275 RM. ausgegeben worden. Die Einnahmen sind im letzten Jahre um tuns 90 000 AM. hinter dem Elatsansatz zurückgeblieben. Infolgedessen muß e der Voran­schlag für das kommende Rechnungsjahr sehr vor­sichtig aufgestellt werden. An Krankengeld wurden im abgelaufenen Jahre 71 349,13 RM gezahlt Für das neue Jahr sind hierfür insgesamt 65000 iM vorgesehen. Die Persönlichen Verwaltung-kv sten be­tragen 26000 RM., die sachlichen Verwaltungskosten 4000 RM. Für Krankenbehandlun g. Arztkostcn, Wo- chenhilfe usw. sind insgesamt 175 000 RM eingesetzt. Durch Beiträge der Arbeitgeber und der versich.-- rungspflichtigen Mi Meder sollen 200000 RM, ge­genüber dem letztjährigen Ansatz 85000 RM. weniger durch Krankenkcheingebnhren 4000 RM, Zinsen und Meten 9000 RM., sonstige Einnahmen 125000 RM. auskommen. Aus den Beiträgen der Versicherungs­berechtigten Mitglied« werben wieder wie int letzten Jahre 44500 313)1. erwarbt.

Frankershausen. Der neue Psarrer Schwarz, ist in feierlichem Gottesdienst in sein Amt eingeführt Worden. Nacydem er feine AntriNsvredigl gehalten hatte, it-abm Lande ((Pfarrer D Möller aus Kassel unter Assistenz von Kreispfarrer Schulz Bad Sooden- Mendorf und Pfarrer Roth aus Albungen die feier­liche Einführung vor. Mehrere vom Gesangverein vorgetragone Chöre gaben der Feier, an der fast die ganze Gemeinde teiluahm, eine würdigen Rahmen.

Gehau. Ermittelte Diebe. Der vor einiger Zeit in einer Gastwirtschaft zu Gehau verübte Einbruch konnte nunmehr geklärt werden.. Die Diebe hatten in der Wirtschaft ein Radio gestohlen, sowie im Doofe eine Anzahl Gänse mitgehen lassen. Der Po­lizei gelang es. die Diebe zu fassen. In den um­liegenden Dörfern wurden ebenfalls Gänse gestoh- len. Die Polizei konnte auch hier die Diebe verhaf­ten. Bei der Haussuchung fand sie eine größere Anzahl Gänse, Treibriemen und zwei Radws. Den Bestohlenen wurden ihre Sachen wieder zurückge­geben. Die Täter werden sich demnächst zu verant­worten haben. Einer ist bereits wegen Güterzug- plündcreien vorbestraft.

Aus vem Kreise Ltslar

Uslar. Erweiterung der Wafferversorgungsanlage. Die Arbeiten zur Erweiterung der städtischen Waffer­versorgungsanlage schreiten rüstig voran. 30 Uslar« Familienvätern, die schon lange inMsiftlgungslos waren, Ist dadurch für einige Zett AWW^iNd Ver­dienst verschafft.

Aus dem Kreise Homberg

Homb«g. Maul, und Klauenseuche. Unter dem Viehbestände des Fleischbeschauers Seemler in Singlis, Kreis Homberg, ist die Maul- und Klauen­seuche amistierärztlich festgestellt worden. Die in Unterhaun, Kreis Hersfeld, und unter dem Viehbe­stände des Gutsbesitzers Röm«, Gut Sauerburg, Kreis Homberg sestgestellte Maul- und Klauenseuche ist Wied« «loschen.

Beim Baumfällen verunglückt

ein Arbeiter in Lendors.

Einwohner vernahmen in der Abendstunde gel­lende Hilferufe. Auf ihr Herzueilen mußten sie fest- stellen, daß der bei dem Landwirt Wiegand besckäf- tiffte Arbeiter St beim Baumfällen mit beiden Füßen unter den stürzenden Baum geraten war. Nur mit größter Mühe gelang es, den Bedauerns­werten aus seiner furchtbaren Lage zu befreien Der sofort herbeigerufene Arzt ordnete die Ueber- führung in das Krankenhaus Hephata an.

Aus dem Kreise Kirchbain

Kirchhain. Neufestsetzung des Ortslohncs. Das Oberverslchernngsamt in F"w*l hat am 19. d M gern?'- § 149 der Reichsversicherungsordnuna vom 1. 1. 1932 ab den Ortslohn in der Stadt Kirchhain wie folgt neu festgesetzt: bei männlichen Personen über 21 Jahre 3,60 Mark, von 16 bis 21 Jahren 2,70 Ml., unter 16 Jahren ISO Mark; bei weiblichen Pepso-

140 (131! Stück Rin»oieh, 146 (102) Schafe, 347 (3 h) Ziegen, 755 (690)' Schweine, 3046 (2599) Stück Feder- vich und 19 (16) Bienenstöcke.

FritzlarerVereine feierten Weihnachten

Hofgeismar. Untersuchung der Schlägerei. Bei 6« Schlägerei am Sonntagabend tut Mainzschen Saale hat der 26jährige W. Bohle schwere Ver­letzungen im Gefickt davongetragen. Die beiden Festgenomrnencn, die in der Rächt ausgebrochen sind, sind flüchtig und konnten noch nicht wieder aufgegriffen werden. Wie wir weiter erfahren, sol­len bte mit den Nationalsozialisten in Streit aergte- nen Personen keine Reichsbannerangehörige, son­dern Airhänger der KPD. zum Teil gewesen fein. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange und werden Licht in die 'rnaeleaenbeit bringen.

Hofgeismar. Weihnachtsfeier. Die blesigc Land- wirtfchaftsfchule veranstaltete ihre Weihnachtsfeier. Tie Eltern der Schüler waren meist erschienen, um der Feier beizuwohnen. Studiendirekwr Dr. Neu­bauer hielt die Welhnachtsansprack>e. Anschließend begrüßte Landwirtschaftsrat Direktor Waldeck die @hcnt und Schüler und sprach von der Zukunft der Landwirtschaft und bereit Bedeutung Die wohl- gelungene Feier schloß mit einem gemütlichen Bei­sammensein.

Oie Jugendherbergen in Nie-erheffen-Walbeck

Erfreuliche Entwicklung.

In Carlshafen tagte der engere Vorstand des Gaues Niederheffen-Waldeck e. V- im Relchsver- banne für deutsche Jugendherbergen unter dem Vor­sitze von Bürgermeister Aahmeyer-Kassel. Die Ser- Handlungen erstreckten sich auf das gesamte Gauge­biet, welches zurzeit 32 Jugendherbergen und 26 Ortsgruppen «faßt. Es konnte erfreulicherweise iostgestellt werde«, daß die Uebernattoingiiiffet des

Carlshafen. Bon der Jngendh«berge. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse erbrachte das Jahr 1931 den nämlichen Verkehr des Vorjahres. Die Ueb«nachtungszisfer der Hermann-Wennlng-Jugcnd- herberge beläuft sich wiederum auf über 10 000. Die *«berge wurde besucht von 1351 Bolls- und Mittel schillern, 4395 Schülern höherer und Hochschulen. 2758 sonstigen Jugendlichen und 1530 Erwachsenen.

Es muß weiter gesammelt werden!

SRontag fand unter dem Vorsitz des Regierungs­präsidenten eine Sitzung des Bezirksaus­schusses für hie Winterhilfe statt. Er nahm dankbar Kenntnis von den erfreulichen Ergebnissen, die die Sammlung in einer Reihe von Landkreisen unter Leitung her Kreisverwaltungen, her Wohl- fabrtsorganifationen und des Landbundes gehabt hat.

Das bisherige Ergebnis der Eeldjamm- Iuna in her Stadt Kassel konnte noch nicht be­friedigen. Infolge der immer noch zunehmenden Erwerbslosigkeit steigt die Not immer höher. Auf der anderen Seite sind ttt Kassel sicherlich noch genügend Einwohner in der Lage, sehr viel mehr als bisher für diesen bedeutungsvollen Zweck zu spenden, wenn auch nicht verkannt wurde, daß bie gerade in Kassel sehr verbreiteten Sonderhilfen der kirchlichen und sonsti­gen Organisationen die Kräfte der Einzelnen erheb­lich tn Anspruch genommen haben. Es wurde be­schlossen, 'anzuregen, sowohl durch Sammlungs­listen bet den Behörden und großen Firmen, als auch durch unmittelbare Einwirkung auf bie wohlhabenderen Mitbürger neue um­fassende Versuche zu machen. Heber bie Verteilung einer erheblichen Zuckerspenbe unh eines besonbcren Celbaeschenks wurde Beschluß gefaßt. Der Zucker soll besonders an Kinderheime und dergleichen abgegeben werden, während bie Gtlbipenbe für einige besonders in Notlage befindlichen Gegenden bestimmt wurde.

Besonderen Wert legt der Bezirksausschuß auf die Aufrechterhaltung der öffentlichen Speisungen, bei denen mit verhältnismäßig geringem Ausw"ttd bet größte Nutzen geleistet werben kann. Für bett Fall voll ger Bedürftigkeit besteht bie Möglichkeit, das Portionsgeld durch Sonberfpenden herabzusetzen oder ganz zu erlassen.

Obsterlös im Regierungsbezirk

im Jahre 1931.

Durch den Verkauf des im Jahre 1931 geernteten Obstes sind den Gemeindekaffen des Regierungsbe­zirks Kassel folgende Einnahmen zugefloffen: Obst- «lös im Jahre 1931 in RM.: Efchwege 45216,50 (22 964,65), Frankenberg 14564.30 (15 906.90), Fritzlar 36 801, (21 458,), Fulda 5 79295 (1405,50). Geln­hausen 13 299,68 (2 210,60), Gersfeld 685,20 (302,60), Hanau-Land 7 359 44 (4 148,44), Hersfeld 19 043,15 (6 083,85), Hofgeismar 77 208,14 (65114,08), Homberg 2298147 17217,95), Hünfeld 4 594.95 (1335,17), Kas- sel-Land 35 690.31 (22 419,), Kirchhain 20 271,50 (13 682.65), Marburg 24 766,09 (11982,30). Melsungen 31 440,75 (21 097,40). Rinteln 7 203,85 (4 831,97), Rotenburg 17 399,88 (7112 30), Schlüchtern 6719,53 (3 380.55), Schmalkalden 11511,27 (6 470,25), Witzen­hausen 31 418,25 (25185,81). Wolshaaen 28925 68 (22 722,57), Ziegenhain 15577,95 (9876,58), Kreis der Twiste 14687,35 (14 307,75), des Eisenbergs 5957,11 (6113,55), der Eber 18 497,15 (18299,), zusammen 517615,45 (345 629,42).

Aus dem Landkreis Kassel

Oberzwehren. Kein Esel mehr. War bis zur vor­jährigen Viehzählung in Oberzwchren immer noch ein Esel vorhanden, so ist auch dieser letzte Vertreter Hier verschwundsn.. Nach oerLieh Zählung am 1. De-'

Kon tas«astetHausen: 20.00: Von Berlin: Seitbefviel: ..Tannhäuser und der Snngertrieg auf der tiarlbu'jg. Grobe romantische Cper in « Akten von N. Wagner. $ San gen berg: 20.00;Tic 3euberfI8tt* in zwei Aufzügen von Mozart. Dichtung nach Ludwig lieferte von Emanuel Schikaneder. <> Wien: 20.25: Vor der Pre­miere, Aus neuen Tonfilmen. 21.05: Bekanntes und Unbekanntes von Jacques Olkenbach, -tz Rom: 21.00: Unterhaltungskonzert.

Wir hören am Sonnabend, den 2. Januar:

Fran kf urt-Saffel:

6.15: Wettermeldung Morgengymnastik I u. II au» schließend: Frühkonzert

12.05: Schallplattenkonzert

13.05: Von Köln: Konzert

15.15: Stunde der Jugend

16.20: Von Pforzheim: Konzert des Somobonie-rheater-

Orchesters

19.45: Von Mannheim: Jazz-Improvisationen

20.1'5: Von Fre'burg; Der Zigeunerbaron. Komische Over In drer Akten von Johann Smautz (für den Rund­funk bearbeitet von Ernst Brügger)

22.5024.00: Tanzmusik der Stuttgarter PHUbarmonller

Aöntgemu ft erbau ftn: 20.00: Von Berlin: Gro­ßer Vanzabcnd. - «angenberg: 20.00: Alle? durchein- ander: Bumer Abend. -4, Wien: 2000: Ltrindverg-Dede^ »«d-Ubend. H-ittviel. > Rom: 21.00: Cvernü8rrfraenng eb*C ftouMH.

Rundfunk

Wir büren am Attikas tNeniahrstas). den 1. Januar:

Krankfurt.Kassel:

7.00; Bon Hamburg: Hafenlonzert auf dem Luxus- damvserCao Arcona" der Hamburg-Kitdamerika- nischen Tamvfschifabrtsgesellschaft

8.159.15: Morgenfeier, veranstalte' pon der Evangelischen Landeskirche Jranknirt a M.

11.00: Von Leipzig: ..Der Mensch unb bas Schicksal" Vor­trag von Pros. Dr. Hans Driesch

11.90: B"n Leipzig: Reichssendung: Kantate zu Neuiabr ..Gott, man lobt dich in der etitte" von Johann Se­bastian Bach (®. A. 120)

12.1014.IX): Bon Berlin: MtUagskonzert des Berliner Sonz-nvereinS

15,00: Stunde der Jugend: ..stavfel Kerns 9l6ehteuer* von Okto Julius Bierbaum, als Hörspiel bearbeitet von Hrdwia Scklich'er

15.45: Von Mannheim: Revräsentaüv-Autzballspies Nvrd- deutschland gegen 5itb5en,f6ranb 2. Halbzeit Sprecher: Friedrich Strobl und Panl Laven

16.80: Bon Wiesbaden: Konzen des Stadt. Kurorchesters

18.00: Sine Bierielttnnde LNrik: Doeodor Kramer Spre­cher: Geo Frlb Gropp

18.20: Die Dämmerstunde Leitung: Falke-Leotchardt

18.50: ..Dichter. Weltreisender, Svortsmann". Gespräch zn»i- ichen Kasimir Sdschmid unb Paul Laven

10,20: Spon Nachrichten

19.30: Stunde der Kammermusik

30.00: Deutsche S>lmoristen: Wilhelm Busch (15. April 1832 bis Januax 1908) Heleien vpn Dsteodör Brandt

20L0: Netliahrskonzert des PKilharmonitchen E ich«siers »'u"gart

33.50,24.00: DanZmustk des Tanz,Ensembles der Stutt­garter Phildarmontter

wurde.

100 Lahre deutsches Lied

100.Jahrfeier des Männ«-Gesang-Bereins 1832 Oberkaufungen am 16 und 17. Januar 1932. Der Männer-Gesam-Verem begeht feinen M.

Geburtstag. Von allen äußerlichen Fe>lerl!chkeiten soll habet abgesehen werden. Am 17. 1. 1832 griin- bete eine kleine Schar sangesfreudiger Bürger den MGV 1832. Das Sturmjahr 1848 ging auch an diesem Verein nicht spurlos vorüber. Eine kurfürst­liche Derordnuna beschloß bie Auflösung des Ver­eins. Dies konnte jedoch nicht verhindent, daß sich bie Mitglieder heimlich trafen und den Verein nach einigen Jahren zu neuem Leben erweckten. Den ältesten Mitgliedern' tst noch heute das im Jahre 1870 veranstaltete Sängerfest unvergeßlich. Alle aus- gezogenen Mitglieder Za men aus dem Krieg in ihre Heimat zurück. Vielen in Erinneruna ist noch die ^-Jahrfeter des Vereins, an dem 26 auswärtige Vereine teilnahmen. Kurz nach dem Krieg« nahm der Verein feine wöchentlichen Uebungsstunden wieder auf. Der heutige Dirigent des Vereins 'st Herr Meyer, der auch seit zwei Jahren Vorsitzender bez Loffethal-Meißner-Gaues ist. Er hat es ver­standen, den Verein trotz der wirtschaftlich unb politisch schweren Zeit zu feiner heutigen Höhe zu führen Allein im Jahre 1930/31 haben sich 20 junge Leute angemeldet. Wert wird heute auf die gute" Zusammenarbeit mit den anderen .neslgen Ver­einen gelegt. Besonders verdient erwähnt zu wer­den. daß sich der Männer-Gesang-Verein unb der Arbeiter-Gesangverein bei ihren Veranstaltungen in Den letzten Jahren aegenieitig unterstützten. Im Jabre 1930 konnte der Frauenchor aus der Tause gehoben werden Fünf Sana-shrüder konnten in den letzten Jahren auf eine 50jährige Verelnsange- hörigkeit zurückblicken. Für diese Treue wurde Ihnen der Ehrenjängerbrief. bie höchste Auszeichnung des Teutsch-.i Sängerburdes überreicht. Die goldene Zelterplakette soll dem V«ein anläßlich des Jubel­tages überreicht werden.

Aus dem Kresse Rotenburg

Rotenburg. Fqribttdungsleürgang für Standes beamte. Für bk Stenbc4bcamten findet der nächste am Fretrag, ben s Januar