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Handel»Wirtschaft Börse

Kasseler Neueste Nachrichten Hessische Handelszeitung Dienstag, den 29. Dezember 1931

Arb eiin ehm er- Noija hr 1931

öen. Ans Lgiesem Gründe vereint fite Neujahrsparole Lei Preissenkung gleichzeitig sie Forderungen bet Gehaltvoll- tik mit Öen Geboten, die von der Wirtschaft her aus ihrem eigenen Interesse heraus gestellt werben.

Von Robert Fedisch, *DHV.

Der Jeibensweg des üeutfchen Bolles ist auch der 'Lei­bensweg ber Arbeitnehmer Deutschlanbs. Darum mutzte Lie Kampffront zielbewutzter Gewerkschaftsarbeit tat abgelaufenen Jahre in erster Linie nach autzen gerichtet fein. Die SllenntntS. bie bei ben nationalen Gewerkschaftsver- banbeu schon immer vorhanben war, datz mit Deutschlanbs Schicksal baS Schicksal feiner Arbeitnehmer tief verbunebn ist, unö Latz darum Le« autzenpolitischen Ringen jeies in­nerwirtschaftliche Ziel der Genwerkschaftspolitll untergeord­net werden muh. ist infolge ber bitteren Lehre» der jüng­sten Vergangenheit bis in bie sreigewerkschaftlichen Steife buieingebruligen. Diese Tatsache, kommt in einer Ent- schliehnng zum Ausdruck, die gemeinsam von alle» gewerk­schaftliche« SvitzettverbänLe» gesatzt worden ist und die sich gegen die Tribittlasten wendet, die als hauvtsächlichste Ur­sache unseres verzweifelten wirtschaftlichen Krisenzustandes erkaunt werbe» müssen.

Es ist schwer, ein genaues Bild zu zeichnen von Le» Verwüst ungen, welche die wirtschaflliche Not t» Mil- lioneu von deutschen ArSeitnehmersamilien angerichtet bat. Zahle» stehe» uns nur in sehr unvollständigem Umfange zur Berfügung.

Bon 81 Millionen Angestellten und Arbeitern haben nur 16 Millionen Beschäftigung.

und auch diese stnd zu einem guten Teile auf Kurzarbeit ge­fetzt, mit beträchtliche» Gehalts- und SSohnminLerungen. Das gesamte Arbeitseinkommen i» Deutschland wirb für 1981 noch auf 31 bis 84 Milliarden RM geschätzt. DaS ist ein Rückgang von rund 6 Milliarden RM gegenüber dem Vor­jahr und um 910 Milliarde» RM gegenüber dem Höchst­stände des Jahres 1929. Nicht berücksichtigt sind dabei die ab 1. Jan. 1983 eintretenden neuen Gehalts- und Lohnkür­zungen als Folge der letzten Notverordnung, die »och ein­mal 10 bis 16 v. H. betragen werben.

gestelltengehäller steht in der Hauptsache nm eine Erleich­terung gegenüber

die Senkung der Lebensbaltnngskosten.

Sie ist zu einem kleine» Teile erst Wirklichkeit geworden, zum grötzere» Teile jedoch nur ein Versprechen, das tu den nächsten Wochen eingelöst werden mutz. Die Reichsindexzif­fer der Lebenshaltungskosten, die immer nur bedingt ein Mahftab für die Senkung der Lebenshaltungskosten sein kann, ist vom Durchschnitt des Jahres 1939 bis November 1981 um 14,2 v. H. gefallen. Nimmt man die oben beschrie­bene Gesamtminderung der Gechälter mit durchschnittlich 2025 v. H. an, so mühte ein weiterer Rückgang der für die Lebenshaltung wichtigen Preise um mindestens wettere 10 v. H. eintreten, damrt die ursprüngliche Kaufkraft der Ge­hälter erhalten bliebe. In den ersten Wochen des kommen­den Jahres müssen garurn auf die Preissenkung alle wirtschaftspolitischen Kräfte konzentriert werben. Ob und wieweit bas Ziel ber Preissenkung erreicht wirb, entscheidet nicht nur über die künftige reale Gehalts- unö Lohnhöhe ber Arüettnehmer, sondern auch darüber, ob wir noch grötzere Arbeitslosigkeit erleide» werden oder nicht. Nur wen» bie Preise mindestens ebenso stark sinken, wie die am 1. Jan. 1932 erfolgende Lohnkürzung ausmacht, kann die deutsche Wirtschaft von einem weiteren Absatzrückgang bewahrt wer-

Schließung von Bausparkassen

Die ersten Ergebnisse der Bausparkassen-Kontrolle.

TaS Reichsaufsichtsamt für Brtvatversicherung hat folgenden Bausparkassen de» Ge chäftsbeliieb untersagt: .Eigenscholle", Sicdlungs- und Bauspar G. m. 6. H., Tha­randt: Spar- und ftredttgemetnscyaft Bausparkasse tii, Dresden; Hypotheken- und Baukreditgenossenschast .Hybag" c. G. m. b. H., Dresden; .Bavaria" Selbsthilfe-Bauspar G. m. b. H., Augsburg: Stuttgarter Bausparkasse G. m. b. H., Stut gart; .Quelle". Allgemeine Zwecksparkasse G. m. 6. H. in Stuttgart.

Der Senat hat ferner bei den nachstehenden Kassen An­trag auf Konkurseröffnung gestellt: Bau- und Siedlunassparkaffe .Deutsche Heimat" <8. m. b. H., Berlin; Wirtschaftshilfe A.-G. für Verwaltung und Finanzierung in Frankfurt a M. »Deu scher Baubund" e. G. m. 6. H. in Magdeburg; Nürnberger Bauspar-Gesell'chaft G. m. b. H. in Frankfurt a. M.; Baugesellichast .Carolus" G. m. b. H. in Frankfurt a M.

Der Firma .Die BasiS", Bau- und Zwecksparkasse G. m. b. H. in Nürnberg ist die Genehmigung erteilt wor­den, ihren Betrieb bis zur Entscheidung über den von ihr gestellten Antrag auf Erlaubnis des Geschäftsbetriebes fort­zusetzen. Entsprechende Anträge der Firmen: .Bayern", Bausparkasse A.-G. in Rürnbera, und .Augustana", Bau- spar- und Hypo hekentitgungskasse G. m. b. H.. Augsburg, sind abschlägig beschieden worden.

Herabsetzung der Bankschnldenzinse» noch vor Jahres­ende? Der Reichskommissar für das Bankwesen wird vor­aussichtlich noch vor Jahresschlnh die Zinsen für Bank-

Bilanz des Handwerks

Unerfüllte Hoffnungen

Für die Entwicklung des Arbeitseinkommens im Jahre 1931 haben wir nur einige zahlenmähige Anhalts­punkt« in ber Statistik der amtlich ersahte» Tariflöhne der Arbeiter und in der TarifgehaltSftatistik des Deutschnatio­nale» Handlungsgehilfenverbanües, woraus die ungefähre Entwicklung der Tarijgehälter der Kaufmannsgehilfen zu ersehen ist.

Di« Tariflöhne der Arbeiter sind im Jahre 1981 in zwei bis drei Etappen um 815 v. H. und darüber gesenkt worden.

Nach ber Notverorinung treten am 1.1. 32 weitere Kürzun­gen ein. die zwischen 8,4 und 15 v. H. liege», so Latz bie Arbetterlöhue dann um 16 bis 21 v. H. niedriger sein wer­ben, als im Jahre 1930. Dazu komme» »och Kürzungen von Lobuteilen, bie nicht tariflich sestgelegt sind.

Ganz ähnlich verläuft auch die Gehaltsenttvicklung der Angestellten und unter ihnen ber Kaufmannsgehilfen. Das Znrückgehen der Gehälter auf den Stand vom 10. L 27 bedeutet bei den Angestellten eine Kürzung von 1617 v. H. der Gehälter des Jahres 1930. Bei den ungelernten Ar- bettern mutz bi« Kürzung etwas höher fein, well ihre Lohn­sätze sett Januar 1927 »um Tell erheblich stärker gestiegen sind, als die Söhne der gelernten Arbetter und als die Ge­hälter der Angestellte». Es wirb Lader jetzt auch eine Nivel­lierung teilweise rückgängig gemacht, die sich als Auswuchs sozialistischer Gleichmacherei in Len letzte» Jahre» vielfach zeigte.

Doch mtt der Senkung der Tarifgehälter sind bie Opfer der Angestellten nicht erschöpft. Gemeinsam mit ben anbe- ren Arbettnebrner» habe» sie höhkere Sozialbetträae und Steuer» zu tragen. Sett 1927 wurde» bie Betträge zur Ar-, beitslose»verstcheru»g vo» 8 aus 6,5 des Gehaltes erhöht. Das ergibt für den Arbeitnehmer eine Mehrbelastung von 1% v. H. des Arbeitseinkommens. Dazu kamen Ledigen­steuer, Krisensteuer und Bürgersteuer, alles in allem eine GehaltLbelastung von noch einmal rund 5 v. H.

Di« Sonderstellung, bie bet Angestellte

Als ein Jahr unerfüllter Hoffnungen bezeichnet der Reichsverbanb des deutsche» Handwerks das abgelaufene Jahr, welches die seit langem angestrebte grundsätzliche Wandlung der beutschen Wirtschastsvolitik nicht gebracht hat. Eine Besserung wird nach Ansicht des Verbandes erst dann eintreten, wenn die Reichsregierung bei allen ihren Maßnahmen und bei der bislang beliebten zu wettgehenLen Berücksichtigung der Kollektivkräste des Kavttals und der Arbeit Len gerechten Ausgleich für alle Glieder der Wirtschaft wiederfinbet. Mtt dieser Feststellung macht er sich »um Fürsprecher einer Befreiung der Wirtschaft von Len allzustarren Lohn- unö Preisbindun­gen, bie die Ueberwindung der Krise ungeheuer erschweren und Len schmerzhaften, aber notwendigen AusmerzungS- unL Lnvassungsvtozetz verlangsamen. Im einzelnen wird ausgesühti, datz

ber Beschäftigungsgrad im Handwerk einen noch nie verzeichneten Tiefstand erreicht bot.

Alle Zweige waren zur Einschränkung ihrer Betriebe ge­zwungen, die zu großen Gefellenentlaffungen führte. Zum Tell lag ein solcher Auftragsmangel vor, datz niemand wußte, wie die Ausbildung der Lehrlinge vorgenommen werde» sollte. Die übliche Frühjahrsbelebung setzte ver­spätet ein. Auch die von den SmdenverbänLe» Les Hand­werks veranstaltete Reichs-HandwerkS-Woche vermochte bei der rückgängigen Koniunktur keine Belebung nach sich zu ziehe». Sin neuer schwerer Rückschlag trat ein. als im Juli die große Krise von der Kredttseite her zum offenen Ausbruch kam. Sie hatte zur Folge, datz auch bereits er­teilte Aufträge wieder zurückgezogen wurden. Die Umsätze

ginge» »»eiter zurück, neue Aufträge wurden kaum erteilt. Der Zahlungseingang für auSgeführte Arbeite» stockte be­trächtlich, was um so schwerer ins Gewicht fiel, als jeder Rückstand an Steuern mit empfindliche» Verzugszuschlägen geahndet wurde. Etwa 1,65 Millionen Gesellen und Ange­stellte konnte» im Handwerk vor zwei Jahren beschäfttgt werden, heute höchstens eine Million! Die Löhne »eisten fallende Tendenz.

Der vierten Notverordnung

wird im Interesse der Gesamtwirtschaft und Les Hand- Werks voller Erfolg gewünscht, wiewohl es dem Verband zweifelhaft erscheint, ob die von der Regierung angeftreb- ten Ziele erreicht werden können, wenn man an Stelle der in der Wirtschaft bestehenden Bindungen staatlichen Zwang und behördliche Reglementierung fetzt. So febr sich das Handwerk schon immer für einen gerechte» Preisstand ein­gesetzt hat und so sehr es selbst bereit sei, nach Kräften an der Erreichung Liefes Zieles mitzuwirken, so könne es doch nicht alle Bedenke» von der Hand »»eifett. Es müsse als ausgeschlossen bezeichnet werden, datz die Preise aus eine Mahnung von oben in sich zusammenstürzen können. Zu einem echten Zurücksehen der Preise bedürfe es weder obrig­keitlicher Weisung noch gesetzlicher Anordnung. Jedenfalls sei die in breitesten Volksschichten unzutreffende Meinung, als ob in kürzester Frist mtt einer Reichsmark Las Dop­pelte gekauft werden könnte, nicht gerechtfertigt. Man halte daher nirbt mit den notwendigen Einkäufen zurück. Nur Auftragserteilung werde wieder Leben in die tote Wirtschaft bringen können.

Waren und ihre Preise

unö in Sonderhell ber Kaufmannsgehllfe als Arbeitnehmer einnimmt, gefährdet gerade in wirtschaftliche» Krisenzelle» feine gehallspolttifche Position besonders stark. So wurde im vergangene» Jahre auch bei Angestellte» vielfach Kurz­arbeit mtt Gehaltskürzungen eingeführt. Diese Gefähr­dung LeS festen Monatsgehaltes würbe durch ein Urteil des ReichSarbettSgerichteS verstärkt, das die Angechstellten auch heute »och für et» Fehlurteil halte». Damit soll nicht gesagt sein. Latz nicht Lurch kollektive Bereinbarungen ber Taris- vertragsparteien dort Kurzarbett unter gewisse» Sicher»»- ge« vereinbart werde» kann, wo die Garantie oorhanLen ist, datz dadurch Entlassungen von Angestellte» vermiede» werben. Der D. H. B. hat den» auch tat Saufe LeS Jahres über 180 Abkomme» Lieser Art »um Abschluß gebracht. Etae weitere Gehaltsmiuderung erfolgte bei Ange­stellte» vielfach Lurch Nichtinnehaltung bet tariflich verein­barten Gehaltssätze, sowie Lurch eine neue Einstufung Les Angestellten in eine nieSrigere Gehaltsgruppe. Dieserun­sichtbaren" Gehaltssenkung sinL Lie Angestellten sicher viel häufiger ausgesetzt als die Arbeiter. Frühere Erhebungen haben bewiesen, Lab Unterbezahlung in diesen Formen außerordentlich well verbreitet ist.

Diesen gesamte» Kürzungen und Minderungen der An-

In Kürzet

die

iständigen Behörden haben nunmehr die neuen edinaungen für ben Börsen!« r m iah äu­fn der an ber Hamburger Börse end-

81

UNS

Wie WIB -HandelsLienst erfährt, werden innert beim (fentraloerbanb des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes Verhandlungen über die Schäftung einer Stelle gerohrt, bie ix mebnäfm

tuns der Hambnrger :n 5. Januar 1932. in

iber die Schäftung einer Stelle sei-----

_ Zeitabständen Devotrevisionen P rFee I b a n k iets vornehmen soll. Die Einrichti fall privaten Charakter habe».

Der Einnabmerückgang. welchen die am Nord-1 lau- tischen Schiffsverkehr beteiligten Reedereien der »erschtSenen Länder während des Jahres 1931 infolge der yWSS ""

autottutteu*

*

. QU«, bet Tr - n - radio A.-G. tat brahüoien

tionsanote wird auf 140 $reieni veranschlagt.

Der Treuhänder-Status des Siegen-Saling er Gutzst- hl - « e t ie n - «e r e i » s. Solingen, zeigt tat Endergebnis 1.09 Mill. RM ungesicherte Gläubiger, denen fteie Aktiven von nur 0,39 Mill. RM gegenüberstehen. Die Gemeinschaft lall lianldi-ri werden.

Di« Lokvmatinfabrik Ar na Id Jung in

m allgemeinen Programm einen Auftrag auf eine Heißdampf-Persoueuzuglakamottiven bekommen.

Anfang Januar 1982 werden zwischen dem Reichsvrets- kommissar Dr. Gverd-ler und der Deutschen C a » t i nental . Gas . Gesellschaft. Dessau. Berband- lungeu zu« Zwecke einer Preissenkung gepflogen werden. 2^^ussetzuug hierfür ist bie Senkung der Ruhrkohlen-

Berliner Produktenbörse

Heutiger Frühverkehr saft uuveräuLert.

«erlitt, 39. Dezember. Im Promptgeschäft ist das An­gebot weiter ziemlich gering und die Preise nominell un- t>eranberL Im Stmmunasgeschäft sind die Sevtembersichten etwa um 1 Mark abgeschwächt. Weizen zur Frühjabrslie- ferung ist etwas besser gefragt und um % Mark befestigt. Für Roggen zur spateren Lteserung nannte man gestern Börsenschlutzpretse Geld. Hafer liegt 11% Mk. schwächer.

Amtliche Notierungen vom Vortag

13. Dezember

9.Ö0-1U.00

1.OU-27.5U

_. .00 -12.20

10.50

11.00

12.10-12.30

16.0018.00

15.00-17 00 16.00-1900 10 00 -12.00 13.00-15.00 22.00- 2700 12OJ-12 2u 12.00-12.10 1190-12.10

to.30-6.5u

10.60

11.00

12.10 1230

1500-1750

16 00-18 00

1500 1700 1600-1900

Welzen, märt av Station Koggen, märt ab Station Braugerste ....

Futtergerste Haler, mark ab Station Weizenmehl Roggeumehi Weizeukleic Koggen kiele Viktoriaerbsen Kleine bpeiseerbsen Futtererbsen Peluschken Aokerbohnen Wicken .

Lupinen blaue gelbe .

Seradella, neue . Leiukucheu. Basis 87% Erdnuttkuohen M % . Erdnubkuchenmehl 50 Trockeuscbnilzei Extr. Sojaschrot <6 % ab Hamburg ab Stettin

Kartotleltlocken

28. Dezember

151.00-164 00 148 00-150.00 ^5-W 25.75-27 80

Weizenausfuhrscheine Jan. 157,3 G., Roggenaussuhr- scheine Jan. 116 G., Gerftebezugsfchcine sofort 28 G.. Ja». 22 G.. Maisbezugsscheine 72 G.

Handelsrechtliche Lieferungsgeschäfte an ber Berliner Praduttenbörsc vom 28. Dezember. W e ist n: Dezember 225,50235 u. B.. März 236,25386,75. Ma!. danach 245 G.: Ä ogge n: Dez. 193198,50 u. B.. März 208 bis 206,50. Mai; Hafer: Dez.. danach 150. März 156 bis 155, Mai 167165.50.

15:

Oi

Frankfurter Produktenmarkt

ruhig

227.50-228 50

217.50

175.0)

150.00 157.50

35 00 3600

33.25-34.25

35.00 35.75

^5 - |t OO 8.00-7.90

3000-38 00 27 00-5600 100-5.25

lenUeua .............

Weizen (Hessen u. Prov. Hessen Nassau ana Unterfranken). Durchschnlttsquali tat, hl. Gewicht v. 74 ag. gut. gesund und trocken .........

Koggen (Hessen, Prov. Hessen-Nassau u.

Unterfrank.) Durchschn. Qual. bl. Ge wicht v. 72 kg, gut, gesund u. trocken

Wintergerste, neue Ernte Hafer inl. Hafer ausl. Weizenmehl, südd. 8per. 0 in Austausch- weizen .

Weizenmehl, südd. Spez. 0, Sondermahlg.

Weizenmehl, uiederrh. Spez. 0 In Aus­tauschweizen

Weizenmehl, niederrh. Spez. », Sonder­mahlg. ..........

Roggeumehi 60 Prozent Ausmahlung

Weizenkleie ...

Roggenkleie Erbsen, je nach Qual, für Speisezwecke Linsen, Je nach Qual, fär Speisezwecke Heu. südd.. gut. gesund, trocken . . Weizen- und Roggenstroh, drahtgepr. . . Weizen und Roggenstrob. gebündelt . .

Treber getrocknet

Berliner amtlich« Butteruotieruugeu zwischen Erzeuger b Großhandel vom 29. Dezember. 1. Qual. 1,07.2. Oual.

Tiere men

e) 4045. Verglichen mit den Preisen marfteS waren Rinder 12 M. höher, unp Schweine 12 M. an, wavrend bli«b»:n. Marftverlaus: Rinder

l der auf dem Markte «um Verkauf stehenden Ä^rtrN Bullen, 89 Kühe, 58 Rinder, zufam- =2-.--.. --tück Großvieh; 413 Schweine, 205 Kalber, 10 Schafe/zgammel.

Die Zahl der feit dem letzten Markte dem Schlachthofe direkt, ohne Benutzung des Schlachtviehmarktes, zugeführte» Tiere: 3 Ockien^h Bullen. 27 Kühe. 4 Rinder, zus. 37 St. ®rugöteb: 200 «chwetnc. 57 Kälber, 1 SchaftHammel.

ch l a ch t v t c h v re t > e für 50 kg Lebendgewicht:

O ch f e »: vollflcisch. ausgemästet« höchsten Schlachtwerts jüngere 3334 (21, ältere 2731 (6). gering genährte 20 öl» 12 löl.

du t fe n: jüttgere vollsleischige höchsten Schlachtwerts wu'ilge vollsle 1!chige oder ausgemästete 2628

Magdeburger Znckeruotierungeu vam 28. Dezember. Gemahl, mehlte prompt per 10 Tag«, per Dez. 31250. Tendenz: ruhig.

Trtnketer vollfr. gest.: Sonderklasse über 65 ar. 18, KI. A über 60 gr. IV/,. Kl. B über 53 gr. M. Kl. C leichlerc außerordentlich kleine Schmutzeter 5V46/ Aus- landseter: Holländer: 68 gr 13, 6062 gr. 101111'/., 57 bts 58 gr. 10'/ .leichtere 8'/. In- und ausländische Kühl- hauseter: große 7%8%, normale 654. Witterung: regne» Zich-. Tendenz: behauptet. Die Preise verstehen sich in Rcichsvtenntg je tstüd ab Waggon ober Lager Berlin nach Berliner Usancen. Am Donnerstag, de» 31. Dezember, findet keine Eiernonerung statt.

Viehmärkte

Kasseler Schlachtvtehmarkt vom 28. Dezember.

Frankfurter Biehmarkt vom 28 Dezember Der Austrieb bc$ Haupt markte- bestand aus 1013 Rindern darunter 218 Ochsen. 112 Bullen. 3,1 Hüben. 305 Färsen. &61 Kälbern, 142 «chasen, 3,14 Schweinen. Verglichen mit dem "Auftrieb des lebten Hauptmarkle» waren 506 Rinder. 2100 Schweine und <65 Kälber" weniger angetrieben, dagegen standen 49 texbafe mehr zum Berkaus. Notiert wurden: Ochsen: al) 34, a2) 2629. bl) 2225; Bullen: a) 2630, b) 20-25; ft ü b e : a) 24-27, b) 20-23. c) 14-19; SSr- 1 en: a) 3034, b) 26-29. c) 2225; Hälbtr: b) 42 bis 47. c> 3741; d) 3036: Schafe: al) 2327. d) 18-22; Schweine: a) 4648, b) 4648, e) 4548, d) 4448.

~ --- des letzten Haubt-

Ichaie zogen 1 M. Kälber unverändert --------- ---------------------- ruhig, ausverfauit. Schweine ruhig, später abflanenld «räumt, Kälber und schafe rege, auSverkanft. Fleischarotzbandel«- preife: »7chsensleisch I 4854, do. II 40 48 Bullentleisch 4548. KuhNeisch II 3038, do. TU 20-30. Kasvsleiich I 6575. do. II 6065, Hammelfleisch 5060, Schweinefleisch

oJU? r)L"°««.^?Lllsleischige höchsten StbMtmettS

«8:

Are s s e r: Mäßig genährtes Jungvieh.

« alb e r: Dopvellenoer, bester Mast. beste Mast- u. 3848, 44 St., mittlere Mast- und Saugkälbtt 8467, 91 St. geringe Kälber 2833, 61 St.

Schate: nickt notiert

,M"^Eise für nüchtern gewogene Tiere sschustzen sämtliche Spesen des Handels ab Stall für .Berkaiifskosten, Umsatzsteuer fewie den ein, müssen sich also wesentlich »ber dte stallvreise erhebeu.

Marktverlauf: ruhig

«chwetne wurden verkauft: 1 zu 48, 1 zu 47, 20 zu 46. 90 zu 45, 77 zu 44, 92 zu 43, 90 zu 42, 18 zu 41, 40 zu 40 3 zu 39, 4 zu 38, 5 zu 36, 1 zu 35, 2 u 34. 9

Hauen wurden verkauft: 2 zu 42. 1 zu 41, 4 zu 40. 1 zu 39, 2 zu 88, 2 zu 37, 2 zu 35.

schulde» herabsetzeu. Jtt deu Tag«» vor Weihnächte» ha­ben bereits Berhaudlnuge» über bi« Ziuse» stattgefnnden. die bk Svarkas seu künftig gewähre» solle». Danach ist ein« Herabsetzung der Svarkasseuriuseu für täglich fäl­lig« Gelber auf 4 v. H. und für Kündigungsselder auf z v. H. allgemein als annehmbar bezeichnet »erben. Ei» Beschluß hierüber liegt allerdings noch nicht vor.

Heimische Wirtschaft

15 Prozent bei der Schöfterhof-Bindtag-Bnrgerbrau A.-G. in Frankfurt und Kassel. Das abgelaufenc Geschästsiabr 1930/31 befriedigte einigermaßen. Die Bilauzsibung ist dies­mal erst für Ende Januar 1932 zu erwarte», damit für die Dividenbenentfcheidung noch die nächste Zeit abgewartet wer­den kann. Einstweilen ist eine Dividendenkürzüng auf 15 Prozent gegenüber 20 Prozent im vorigen Jahre in Aussicht genommen, doch bleibt die endgültige Höbe erst in der Bttanzsitzung vorbehalten.

Stillegung bet Porzellaufabrik Stadtlengsfeld? Die bis­her noch leidlich mit Aufträgen versehene Porzellartsahrik soll sttllgelegt werben. Unterhandlungen mtt den öftent- lichen Instanzen sind bisher ergebnislos verlause». Am heutigen Dienstag solle» noch einmal Verhandlungen itatt- finden, doch glaubiman nicht, datz bähet etwas Definitives heraussvringen wird, vielmehr geht bie Ansicht habt», daß es bei der beabsichtigten gänzlichen «tilleaung bleiben wird. Da die Porzellanfabrik tn Stadtlengsfeld noch der einzige Betrieb war, der Beschäftigung bot, wäre die Stillegung ein schwerer Schlag für die Stadt und bie darin beschäftigten Arbeiter unö Angestellten.

Tabakbau am Kuffbamer. Die Not der Landwirtfchgft am Südrande des Kysshäusers hat ben Gedanken am kom­men lassen, den früher tn Liefer Gegend eifrig betriebenen Anbau von Tabak wieder aufzunehmen. Zunächst soll et» Versuchsfeld angelegt werden, um die für dieses Klima am besten geeignete Tabakart zu. ermitteln. Die in Frage kommenden Gemeinden beabsichtigen, sick zu einem Zweckverband zusammenzuschließen, um auf diese Weise schneller Lie behördliche Genehmigung zum Tabakanbau zu erhalten.

Konkurs Firma S. Goldschmidt in Fulda. In Liefe« Konkursverfahren fand die erste Gläubigerveriammlung statt. Der Konkursverwalter hat beretts Anzeige wegen betrügerischen Bankerotts gegen den Gemernschuldner er­lassen. Die Bilanz bei Konkurseröffnung oeneifinet an Aktiven 3060,14 Mark, in Passiven 33 232.98 Mark. Im allergünfttgsten Falle ist mit einer Quote von 0.9 Prozent ju rechne». Ei» dreigliedriger Glänbigevauslchutz wurde gewähtt.

Aufgehobenes Bergleichsv«rfabr«n: Ludwig Rose»« t h a l tn Gießen.

Aufgehobenes Konkursverfahren: Maurermeister Wtthelm Schreck in Tiefenort, Werra.

Mangels Masse eingestellt. Nachlaß Bäckermeister Kon- rad Wiegand in Vacha.

Notendeckung unverändert

Die Reichsbank am 23. Dezember.

Nach dem Ausweise der Reichsbank vom 23. Dezember hat sich in der dritten Dezemberwoche die gesamte Kapttal- anlaae der Bank in Wechseln und «checks, Lombards und Effekten um 42.8 Mill, auf 4074,5 Mill. RM verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechsel» und -Schecks um 28,8 aus 3740,2 Mill. RM und die Lombardbe- siände um 45,9 Mill, auf 176,3 Mill. RM abgenomme», die Bestände an Reichsschatzwechseln um 31L Mill, auf 55,1 Mill. RM zugenommen. . , , ,, . .

An Reichsbanknoten und Re »te » ba » kschei. nett zusammen sind 26,7 Mill. RM tn die Kasse» der Reichsbank zurückgesloffen unö zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 26,0 auf 4512,1 Mtll. RM., berjettme an Rentenbankscheinen um 0,7 Mill, auf 418,5 Mtll, RM verringert. Die fremden Gelderzetgen mtt 4065 M.ll. RM eine Abnahme um 27,5 Mill. RM. .

Die Bestände an G o l d und decknnasfahlaen Devt» fen haben sich um 5,8 Mill, auf 1154,7 Mill. RM vermin­dert. Jui einzelnen haben ine Goldbestände um 17,8 Mtll. auf 984,9 Mill. RM abgenominen. die Bestände au bet- kungsfähigen Devisen um HL Mtll. auf 169.8 Mtll. RM zuaenominen. Die Deckung der Noten durch Gold und deckungsfähig- Devife» beträgt 25.6 Prozent wie tn der Vorwoche.

Der nette Vorstand Les Norddeutschen Llond. Die durch Len Tod des verdienstvolle» Generaldirektors Les Norddeut­schen Lloyd, Geheimrat Dr. h. c. C. I. Dtimming, erforder- lick gewordene Neubesetzung des ersten Generaldtrektor- voftens ist jüngst vollzogen woröen. Der Aufsichtsrat über­trug dieses Ami Generaldirektor Ernst Glässel und bestellte zu dessen Stellvertreter Adolf Stadtländer. Zum AbteilungS- direktor für das Passagewesen wurde W. Raven ernannt, während die Frachtabteilnng H. Heineken als Abteilungs­direktor übernahm.

28. Dezember

Tagt. Geld 7 Wo

In Reichsmark

Privatdiskont Wo

Heutiger Freiverkehr

Schwächer.

Berlin, 29. Dezember. Der schwankende »wd «ber schwächere Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse batte tm heutigen Bovmtttagsverkehr starke^ Zurückhaltung fettens der »pekulatton zur Folge. Nachdem sich icho» in den gestrigen Abendstunden dte höchsten Tageskurse.nicht be Haupte» konnten, glaubt man mtt werteten Heinen Ab­schwächungen rechnen zu müsse». Kurie wate» aber vor­läufig noch nickt zu hören. Am Devisenmarkt nannte man: PfundeParis 87V4, Mailand 67)4, Schweig 17257h, Spanien 40dL Amsterdam 8,55, Kabel 3,43.

Berliner 'Devisenkurse

Buenos Aires . . Canada. ... , Japan . . .

Kairo . . . . .

Konstantinopel . London . . . .

Neuyork . . .

Rio de Janeiro. . Uruguay . . .

Amsterdam . . .

Athen . . . .

1 Pap. Peso 1 Can Doll.

1 Yen . .

1 ägypt. Pfd. Iturk Ptd 1 Pfd. Sterl.

1 Dollar

1 Milreis.

1 Gold Pes. .

100 Gülden

100 Drachmen

Brüssel « « « 100 Belga . .

Bukarest . ... 100 Lei > »

Budapest ... 100 Pengö . .

Danzig. ... 100 Gulden »

Helsingfors... 100 fluni. M. .

Italien . . . 100 Lire Jugoslawien . . 100 Dinar .

Kaunas (Kowno) . 100 Litas Kopenhagen . 100 Kr.

Lissabon-Oporto . 100 Eskudo

Oslo ... 100 Kr. . .

Paris 100 Fro. . . .

Prag 100 Kr. . .

Reykjavik ... 100 isl. Kr.

Higa .... 100 Latte Schwei* .... 100 Fro.

Sofia . .... 100 Lewa Spanien . . . 100 Peseten

StöOlth. Gpthenb. 100 Kr. . Tallinn (Estl.V. . 100 estn. Kr. Wien . 100 Schill

Seid Brief

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78.68

Ausländische Devisen-Kurse.

Zürich: 28. Dezember. Paris 201254, London 1758, Reu» York 512%, Belgien 7132%, Italien 2104, «panien 4330. Holland S)5%. Berlin 121%. Stockholm 9750. Oslo 9650. Kopenhagen 9650, Sofia 371, Prag 15174L. Warichau 5,w. Belgrad 910, Athen 660. Bukarest 307. Helsingfors 750. Privatdiscoittiatz inl. VA, ausl. 51s, Buenos Aires 132, Japan 210.

Paris, 28. Tezembcr. London 8706,50, Neuyork 2550, Belgien 355.25, Spanien 215,37. Italien 129,oO, Schweiz 497,50. Holland 1(723, Prag 75uO. Warschau 28o0.

London. 28. Tezember. Neuyork 342. Montreal 418, Amsterdam 851,50.' Paris 8712. Brüssel 2451,50, Italien 6725, Berlin 1440, Schweiz 1752, Spanien 4043. ftopenbagen 1810, Stockholm 1795, Oslo 1825.

Amsterdam 28. Dezember. Berlin 5920, London 852.50, Neuyork 249,25, Paris 978. Belgien 34.3, Schweiz 4865, Italien 1275, Madrid 2110, ftopenbagen 4725, Stockholm 4775. Wien 3525. Prag 738. Privatdistont 2H. tagt Geld ü, Einmonaisgrid 3*4.

Londoner Goldpreis. Der Londoner Goldpreis beträgt am 28. Dezember für eine Unze Feingold 120 fh 8 d 86.8197 RM, für ein Gramm Feingold demnach 46,5543 penec 2.79132 RM.