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Seite 3 - L Beilage

Kasseler Neueste Nachrichten

Dienstag, 22. Dezember 1931

Kasseler Äauanträge

Ltnfere Heimat

Arbeiter-

Ms abends

Der

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Scfimud

vorteilhaft bei

MiünacktsL-

durch die glatte abschüssige Straße der Wagen eines Metzgers ins Rutschen tarn, ging das Pferd durch und schleuderte den Fahrer ab, der mit einer schweren Schädelverletzung liegen blieb und im Krankenhaus seinen Verletzungen alsblad nach seiner Aufnahme

halben Preise rur Verfügung gestellt hat. Der Firma, die sich schon öfter an sozialen Maßnahmen in her­vorragender Weise beteiligt hat, gebührt besonderer Dank.

Kochendörffer

yo man viele Artikel ru früheren Frie­denspreisen, teils noch billiger eink uft.

aufhören.

Hoof. Wenn das Pferd durchgeht, durch die glatte abschüssige ~ ' Metzgers ins Rutschen kai

Eschwege. 4000 Mark für die Winterhilfe.

Magistrat hat beschlossen, die von der Stadtverordne­tenversammlung zur Linderung härtester Fälle von Not zur Verfügung gestellten 4000 Mark der Winter­hilfe in Eschwege zu überweisen. 2000 Mark werden sofort und die restlichen 2000 Mark am 1. Februar der Winterhilfe zugeführt, die für das Geld Gut­scheine auf Lebensmittel ausgeben wird.

Schwebda. Auszeichnung. Für 40jährige, treue Dienstzeit wurde dem Schafmeister Börner, der auf dem von Keudellschen Rittergut beschäftigt ist, von der Landwirtschastskammer die silberne Medaille ver­liehen. Der Jubilar verstand es, sich gut« Kenntnisse in seinem Berufe zu erwerben, di« ihm einen guten Ruf cinbrachten und sehr oft zieht ibn die Landwirt- schaftskammer als Preisrichter zu Schäferprüfungen

Verzeichnis über dl« in der Zeit vom 1. dis 15. Dezember 1931 bei dem Stöbt. Bauvolizeiaim eingegangenen Bauanträge Ullrich, Elaus, Niedervellmar (Otto Pogtj, Errichtung eines Wohnhausncubaues. an der Pettenlokrstrahe.

Städtische Werke, A.-G.. bauliche Aenderungen im L Stock, SlöniflStoi 7. , ,

Georges, A. (Eichet), Errichtung eines Einsamtlienwohnhau- feS. Geröder Weg.

Vogler. Rca.-Rat. (.ft. Bcrnösier), Errichtung einer Garagen- Heizung. Schlotzteichstrahe 10. . ,

Stehl. Karl (Writrock), EntwälserungSanIage zum WahnhauS- neubau, Heinestratze.

ReichSbahn-Geiellschast. Errichtung erneS Gewächshauses, Perfchiebebabnhof.

Verein ErwerbSloienhilfe, Errichtung einer dolzbaracke und Aufstellung von 2 Eisenbahnwaggonz und 1 Abortanlage, am Zuchtberg (Hof der ehemaligen Zuchthauses).

Griesing, Einbau einer Etagenheizung. Juliensttatze 3, Dar-

L. BSHr. Buntpahierfabrik, Neubau einer Schreinerei, Sandershäuser Straß« 39. - .

Landgräslich Hessische Hauptverwaltung (8. ,De;tor), Hei­zungsanlage im 1. Obergeschoß, Schöne Aussicht 2.

Dank

Mit mannigfachen Bitten um Hilfe für die Ar­men haben wir uns an unsere Leser gewandt und können zu unserer Freud« berichten, daß alle Schich­ten dem Ruf zur Linderung der allzuverbreiteten Not gefolgt sind, die Kreise, denen es noch erträglich geht und diejemgen, die selbst schon schwer zu kämpfen haben, aber doch ihre Lebensbedürfnisse noch decken können.

Am rührendsten jedoch ist es. zu sehen, wie ernst­haft unsere Leser sich anstrengen, den Allerärmsten, die unsere Mitarbeiter selbst besucht haben, Hilfe jeg­licher Art zu bringen. Meist kamen diese Dinge, Mäntel. Kleider. Teppiche, Schuhe, Lebensmittel im Augenblick höchster Not und haben unendliche Freude bereitet.

Aus allen Gegenden der Stadt kamen die Gaben und konnten den Armen übergeben werden. Auch aus dem Waldecker Ländchen gingen Anfragen nach Adres­sen und Liebespakete ein. Mehrere Familien aus der Umgebung und aus Kassel srlbst teilten die begrü­ßenswerte Bereitwilligkeit mit, erholungsbe­dürftige Kinder abwechselnd auf längere oder kürzere Zett, eines sogar für immer aufzunehmen Etwas besonders Beglückendes haben die Gaben der kleinen und oft alten Rentner an sich, die von dem eigenen Wenigen erübrigt werden.

Ein älteres Mütterchen kam mit einem Lebens- mittelkorb an. ,^c6 habe zwar selbst nur wenig und muß sehen wie ich auskomme, aber von jetzt ab will

Wir geben Auskunft

Äriettasten der « JL Jl.

Fr«» D. itt G. Der genannte Film ist von der Firma ..guöfilm A. ®." Frankfurt a. M Taunusstratze 52 6er- ausgebracht worben.

L. G- in H. In der Stabt Nordhausen besteht eine Ztm- mee^<a.n52^etutt®ie*oott der Arbeitslosenversicherung Biro. Ariienfürsorge ausgesteuert und jetzt freiwilliges Mugueo der Krankenkasse geworben sind. brauchen sie den Kranken­schein nicht zu zahlen, wenn Sie aber ichon immer rtetrotut« -es Mitglied der Krankenkaffe waren und nur jetzt zur all rg WohlfghrtSunterstützung erhalte», bann muffen Ste bett Schein bezahlen.

». Z. Vielleicht ist Ihnen mit der Adresse des Alumi- nienwerkes Karl Feldbaus, Lüdenscheid i. W Worttistr. 31 gedient. Der Anfrage ist übrigens immer die Abonne- mentsauittung betznfügen.

Bestraft, weil er arbeitete

Aus dem Arbeitslosen-Tagebuch

noch nicht abgeschlossen seien. Vielleicht ließe es sich auch ermöglichen, au- den Bargeldstistungen ser Wm- terhilfe-Sammlung einen Waggon zur Berteilung bezw. Abgabe gegen billigen Preis zu beschauen,

Aus -em Kreise Warburg

Warburg. Ein Uebersall. Auf der Kreisstraße SiebensternDringenberg wurde der Sohn der För­sters Sch. aus Dringenberg zur Nachtzeit an einer einsamen Waldstelle von einem maskierten Mann anqefallen. Der Unbekannte stürzte sich auf den jun­gen Sch. und ehe sich dieser zur Wehr setzen konnte, hatte Letzterer drei Messerstiche in den Rücken erhal­ten Passanten entdeckten am folgenden Morgen den Schwerverletzten und sorgten für die Ueberführung in ein Krankenhaus. Da Sch. politisch tätig ist, glaubt man, den Täter in den Rechen politischer Gegner zu sinden. .

Warburg. Von einem Ast getroffen und schwer verlebt. In Rimbeck ereignete sich im GemeindewalÄ beim Holzfällen ein bedauerlicher Unglücks fall. D er Arbeiter A wurde von einem herabfallen-den Ast so schwer an den Kopf getroffen, daß er einen doppelten Schädelbruch davontrug. Er mußte in ein Kranken­haus gebracht werden, wo er hoffnungslos darnirder- licgt.

Aus bem Kreise Ziegenhain

Ziegenhain. Tagung des Wirtevereins. Unter Lei­tung des Vorsitzenden Winller-Ziegenhain hielt der Wirt«verein eine Versammlung ab. Nach Erledigung des reichhaltigen geschäftlichen Teiles wurde einstlm- mia beschlossen, dem Vaterländischen Frauenverein für Wohltätigkeitszwecke 30 RM. aus der Vereins­kaffe zu überweisen.

Aus dem Kreise Lersfeld

Hersfeld. Bon der Polizei. Der Polizeibericht der Landjägerei für November weist folgende Straf­anzeigen auf: Körperverletzung 5, Diebstahl 6, Betrug 5, grober Unfug und Ruhestörung 10, Verkehr mit Fahrrädern 10, Verkehr mit Kraftfahrzeugen 5, Bau­polizei 4, Forstdiebstahl 4, stehendes Gewerbe, Vieh- sc uchengesetz 6, Verwarnungen wurden 80 erteilt, Durchsuchungen 8 vorgenommen und Verkehrsunfälle kamen 3 vor.

Aus Oberhessen

Bernsburg. Unfall im Walde. Beim Holzfällen im StaatSwald traf ein Arthieb den Holzhauer Jo­hannes Hock in das rechte Bein. Der Schwerverletzte mußte in ärztliche Behandlung gebracht werden.

Tod auf dem Sportplatz

In Ruhlkirchen legt die sportfreudige Jugend einen Sportplatz an, wobei auch einige Bäum« ausgerodet werden mußten. Beim Freilegen der Wurzeln stürzte ein Baum um und traf den 21 Jahre alten Schnei­der Dippel so, daß dieser mit dem Kopf auf einen eisernen Kippwagen fiel. Der junge Mann war auf der Stelle tot. Ein zweiter Arbeiter wurde eben­falls von dem Baumstamm getroffen und erlitt einen Beinbruch und schwere innere Verletzungen, sodaßdie sofortig« Ueberführung in die Marburger Klinik er­folgen mußte.

Aus dem Kreise Wittgenstein

Biedenkopf. Auflösung der Schmiedeinnung? Eine Anzahl Schmiede hat den Antrag auf Auflösung der Zwangsinnung gestellt. Ter Kreisverband für Hand­werk und Gewerbe mußte jedoch den Antrag zurück- weisen, da die Anzahl der Stimmen nicht erreicht wurde.

Biedenkopf. Amtseinführmm Pfarrer Schüßler. Am Sonntag wurde der zum Pfarrer der Gemeinde Biedenkopf ernannte Pfarrer Schüßler aus Driedorf in sein neues Amt eingeführt. Pfarrer Schüßler mach­te sich in einer tiefergreifenden Festpredigt der Ge­meinde bekannt und betont« insbesondere, daß ihn in dieser schweren Zeit eine große Aufgabe erwarte. Der neue Seelsorger versprach, stets zum Wohle der Ge­meinde zu wirken. Landesbischos Dr. Korcheuer führte dann den neuen Pfarrer in sein Amt ein

Aus dem Kreise Viedenkops

Laasphe. Stillegung des Eichener Walzwerkes. Die Werksleitung des Eichener Walzwerkes hat sich durch den Mangel an genügendem Absatz genötigt ge­sehen, den Betrieb einstweilen stillzulegen. Die Blech­warenabteilung wurde schon geschlossen.

Ein Mann hat Jahr um Jahr von seinem Ein­kommen Beitrage zur Arbeitslosenversicherung abge- suhrt. Dieser Mann glaubte sich vor der ärgsten Not gesichert, wenn er einmal brotlos werden würde. Wie sehr er sich aber getäuscht hat, darüber sollen dies« Zeilen berichten.

Der Mann hat vor nicht ganz drei Jahren seine Stellung verloren. Er war aber von solcher Unter­nehmungsfreude beseelt, daß er nicht zum Arbeits­amt ging und die thm zustehende Unterstützung be­anspruchte. Der Mann besorgte sich einen Wander­gewerbeschein und wanderte mit irgendwelchen Wa­ren umher. Der Erlös war befriedigend; es ließ sich davon leben. Aber je knapper das Geld unter den Leuten wurde, umso mehr sanken auch seine Umsätze. Er lief rascher, redete eifriger doch das Geschäft wurde immer schlechter. Schließlich überstiegen die Aufwendungen die Einnahmen. Da war die Unter« nehmungsfreud« gebrochen. Der Mann gab den $8an. dergewerbescheiu zurück tftb forderte, gestützt auf sein vor Jahren erworbenes Recht, jetzt die Arbeitslosen­unterstützung.

Da er abgewiesen wurde, klagte er vorm Spruch­ausschuß. Was in der Verhandlung zutage kam, war zum Gruseln . . .Der Kläger ist sozusagen selbstän­dig gewesen, solange er den Wandergewerbeschein be­saß. Bei der Prüfung seines Unterstützungsantrags war wesentlich, ob innerhalb der Rahmenfrist von drei Jahren während 52 Wochen versicherungspflich- tig gearbeitet worden ist. Dieser Nachweis konnte nicht erbracht werden. Der Kläger ist mehr als zwei Jahre in nichtversicherungspflichtiger Tätigkeit ge­wesen."

Aber ich habe doch jahrelang vorher Beiträge an die Arbeitslosenversicherung abführen müssen. Soll ich denn dies alles umsonst getan haben?"

Ja, leider! Nach § 95 des AVAVG. haben Sie gegenwärtig die Anwartschaft nicht erfüllt. Hätten Sie damals, statt sich sofort einen Wandergewerbe­schein zu besorgen, erst einmal einen Unter« stützungsantrag gestellt und nur für ein paar Tage Unterstützung bezogen, so müßten wir heute Ihrem Weitergewährungsantrag stattgeben. Diesen Weg zu beschreiten haben Sie leider ver­säumt."

. . . versäumt? Ich wollte doch niemand zur Last fallen, wo ich noch Verdienstmöglichkeiten sah! Dafür soll ich heute gewissermaßen bestraft werden? Ich stehe vor einem Nichts."

Wir können Ihnen nicht helfen. Das Gesetz bin­det uns leider die Hände. Hier, Ihre Papiere! Mel­den Sie sich beim Wohlfahrtsamt.--Der nächste

Fall . . .!"

Einer, der pfiffiger war, fiel auch herein...

Ein Mann aus Grebenstein stellt« am Tag der Entlassung seinen Unterstützungsantrag. Er bekam Vormerkkarte ausgehändigt und mußte nun die üb­liche Wartezeit verstreichen lassen, bis er in die Nutz­nießung der Arbeitslosenversicherung kommen konnte. Während dieser Wartezeit wurde ihm eine Gelegen­heitsarbeit angeboten. Selbstverständlich nahm er die­se Arbeit auf und verdiente sich rasch noch vierzig Mark. Das Arbeitsamt erhielt davon Kenntnis und verhängte über den Grebensteiner eine Ordnungs­strafe.

Der Mann beschwerte sich vorm Spruchausschuß: Ich habe doch niemand geschädigt. Ich habe mir Geld während einer Zeit verdient, in bei ich keine Unterstützung erhielt!"

Das stimmt schon. Aber Sie hätten trotzdem die Gelegenheitsarbeit melden müssen. Wollen Sie Ihre Beschwerde zurückziehen?"

Nein! Ich bitte um Niederschlagung der Ord­nungsstrafe. Ich habe niemand geschädigt, und tote sollte ich bei all' Den Vorschriften Bescheid wissen?"

Der Spruchausschuß ermäßigte daraufhin die Ord­nungstrafe auf fünf Mark.

2000 Mark zu Anrecht erhalte»?

gegründet. Ein Kleinkaliberschützenverein ist vor eini­ger Zeit in Wahlhausen gegründet worden. Er ver­anstaltete ein Schießen, Bei dem der Jungschütze Bernhard Gastrock Schützenkönig wurde.

Aus 0cm Kreise Rotenburg

Rotenburg. Weihnachtsfeier der Volksschule. Im Saal von Gesemann fand ein Unterhaltungsabend der Volksschule statt. Die Veranstaltung, welche sich eines guten Besuches erfreute, fand allgemeinen An­klang. Jen Vordergründe der Darbietungen standen Chöre und Aufführungen der Kinder, deren Leistun­gen recht beifällig ausgenommen wurden.

Rotenburg. Vom U-Boot zur Kanzel. Eine seit fame Wandlung vollzog sich in dem Entwicklungs­gang« eines Mannes, der einst als U-Bootkommandant im Mittelmcer sich einen Namen erworben hatte, nun­mehr aber bereits seit einigen Jahren als Evangelist im Dienste Gottes als Rufer im Streite der Geister das Evangelium verkündet. Es handelt sich um Herrn Kapitänleutnant a. D. von der Lühe, der seit einigen Tagen Evangelisationsvorträge und Predigten abhalt.

Rotenburg. Trachtenschau. Im Kasino findet eine Trachtenpuppen-Ausstellung statt. Die Veran­staltung geht vom Verein für Hessische Geschichte und Landeskunde aus und hat bereits in verschiedenen Städten Anklang gefunden.

Obersuhl. Die Winterhilfe ist durchgeführt. Die Sammlung hat ergeben: 70 Zentner Kartoffeln, 3 Zentner Älepfel, 2 Zentner Erbsen, 1 Zentner Bohnen, 88 Pfund Speck, 12 Pfund Mehl, 6 Pfund Fett, 17 Pfund Wurst, ferner Milch, Gemüse, Brot und Kleidungsstücke, außerdem Bargeld.

Aus dem Kreise Eschwege

Rommcrode. Die erste Winterhilfsaktion ist als günstig abgeschlossen zu bezeichnen. Obgleich die Land­wirtschaft, die anderen Berufsstände uns Arbeiter­schaft schon schwer von den kritischen Zeitverhältnis­sen betroffen und ein größerer Prozentsatz arbeits­los ist, herrscht« doch eine Bereitwilligkeit in den Ga- ben-Spenfeen, die ein recht erfreuliches Ergebnis zei­tigten. Di« Sammlung erbrachte 80 Zentner Braun­kohlen, 80 MI. in bar, 35 Pfd. Speck, 11 Würste, 3,5 Zentner Kartoffeln, 1 Zentner Aepsel, andere Lebens­mittel und ein größerer Posten Bekleidungsstücke.

Bap Sooden-Mendorf.. Kleinlaliberschützenverein.

dir alles versprechen. Kaufe darum zu Weihnachten und auch sonst, wo immer du kannst, beim selbstän­digen Handwerk, das unter Führung seines Kurh. Wald. Handwerkerbundes und seiner Organisatio­nen unablässig teilnimmt an bem Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft. Wenn du diesen Rat befolgst, dienst du dir selbst und dem Vaterlande. Diese Bitte zur praktischen Winterhilfe richtet an alle die Vundesleitung des Kurh. Wald. Handwerkerbun­des."

Aus dem Landkreis Kassel

Oberzwehren. Die Straße ist keine Rodelbahn. Auf dem abschüssigen Teil der Corbacherstraße ver­gnügen sich täglich bis in die späten Abenvstunden eine große Anzahl Kinder mit Rodeln und Schlitt-, schuhlansen. Da dies« Straße von zahlreichen Autos benutzt wird, ist diesesSpiel" ein gefährlicher Sport. Sache der Gemeinde wäre es, die gesamte Strecke dieser Straße mit Sand zu bestreuen, Denn dann würde derRodelsport" der Kinder von selbst

heran.

Eschwege. Schulabbau. Der Kreisausschutz be­schloß in seiner letzten Sitzung, die Zusammenlegung Der Schulen RechtebachFriemen, Wipperode-Berns- dorf und Motzenrode-Hitzelrode. Damit beläuft sich die Zahl der im Kreise Eschwege abgebauten Stellen auf fünf. Den betroffenen Gemeinden, die sich gegen die Zusammenlegung gewehrt hatten, steht innerhalb 14 Tagen ein Einspruchsrecht gegen den Beschluß des Kreisausschusses zu. Nach Lage der Dinge dürfte jedoch der Einspruch ohne <8rfolg sein.

Eschwege. Schornsteinfegergebühren. Die Gebüh­ren der Schornsteinfeger werden vorn 1. Januar 1932 an um weitere 5 Prozent gesenkt. Damit find die durch die Gebührenordnung vorn 29. Mai 1926/29. November 1927 festgesetzten Gebühren vom genannten Zeitpunkt an um insgesamt 11 Prozent herabgesetzt. Wandergewerbescheine 1932. Anträge auf Ertei­lung sind alsbald bei den Ortspolizeibehörden zu stellen. Letztere reichen die Nachweisungen mit den vorgeschriebenen Unterlagen spätestens bis zum 1. November 1931 bei mir ein.

Von der Oberwefer

Bodenfelde. Die Krastpost nach Hofgeismar ver­kehrt am 24. Dezember wie Sonnabends. An den beiden Weihnachtstagen fällt die Kraftpost zwischen OodelsbeimHofgeismar gänzlich aus.

Earlshafen. Wie kann geholfen werden? Durch einen Vier-Männer-Ansschuß hatten die Erwerbslo­sen bei den städtischen Körperschaften den Antrag auf eine einmalige Weihnachtsbeihilfe und einen Nachlaß von 50 Prozent auf die Strom-, Gas- und Wasser- Preise gestellt. Zur Besprechung dieser und anderer Fragen waren etwa 6070 Erwerbslos« der Einla­dung des Magistrats zu einer Zusammenkunft in der Turnhalle gefolgt. Der Bürgermeister betonte, daß der Antrag in dieser Notzeit durchaus verständlich sei, daß aber bei den der Stadt zur Verfügung stehenden geringen Mitteln eine Erfüllung der Wünsche in dem gesordelen Maße undurchführbar wäre. In der Aus­sprache touifee aus der Versammlung heraus die Frage nach verbilligten Kohlen für die Erwerbslosen aufgeworfen. Es konnte darauf erwidert wenden, Daß bezügliche Verhandlungen mit dem Mitteldeut­schen Braunkohlensynvilat im Gange, aber zurzeit

ich doch wöchentlich so viel sparen, daß ich denen, die ganz abgebrannt sind, und Kinder haben und schlecht wohnen, noch etwas geben kann", sagte es und freute sich sichtlich, daß es in der Lag« war, den noch Aerme- ren eine Freude machen zu können.

Handwerk und Weihnachten

Die Vundesleitung des Kurh. Wald. Handwerker- bundes zu Kassel hat in ihrer letzten Sitzung sich u. a. auch mit der Bedeutung des Weihnachtsgeschäf­tes für das Handwerk beschäftigt. Sie hat ihre Auf­fassung zu dieser Frage in einer Entschließung niedergelegt, die die Form einer Mahnung an alle hat und die folgendermaßen lautet:

Schenken und damit Freude machen, das will zu Weihnachten jeder. Aber gerade weil heute die Eelomittel knapp sind, müssen die Geschenke doppelt sorgfältig ausgewählt fein. Deutsches Erzeugnis müssen sie fein, gediegen, dauerhaft und praktisch, keine Dutzendware, kein Ramsch, sondern individuell gestaltete Qualitätsarbeit und dazu billig! Das sst viel auf einmal, aber der Handwerker kann es

Im Jahre 1913 wurde bei der Berufsgenoffenschaft ein Pflastergeschäft angemeldet. Wir wollen die Firma August Meter nennen. Sluguit Meier bat drei Löhne, die feit vie­len Jahren in seinem Betrieb beschäftigt worden sind. Karl ist Polier, Hans und Max find bloß Pflasterer. Manchmal, wenn wenig zu tun war, dann gingen die Jungen auch zu anderen Unternehmern. So haben sie zwischen 1926 un. 1928 vorwiegend in Kassel gearbeitet. Zwischendurch und später waren ste wieder beim Vater. Vor allem in der leb­ten Zeit, als die Geschäfte immer schlechter gingen, hat der Vater ste gehalten. Die Firma August Meter, die manch­mal hundert Leute befchättigt hatte, bestand am Ende nur noch aus der Familie Meier. Schlietzlich mutzte der Vater einen Sohn nach dem andern entlassen.

Sie hatten seit Jahren die Pflichtbeiträge zur Arbeits­losenversicherung geleistet und beantragten nun Unterstüt­zung. Sie erhielten auch Unterstützung. Hans bezog im Laufe der Zeit Über 1200 Mark aus der Berstcherung, Mar kam fast an 1000 Mark heran. Da griff plötzlich das Ar­beitsamt ein und erklärte, daß keiner der Söhne in Wirk­lichkeit veriicherungspflichtig beschäftigt gewesen sei. Hr-

Rundfunk

Wir höre« am Mittwoch, de» 23. Dezember:

Frankfurt-Kassel:

6.15: Wettermeldung, Morgengymnastik I und II an« schlietzend: Frübkonzert

12.05: Schallvlaitenkonnrt

13.00: Bon Köln: Unterhaltungskonzert

15.1516.00: Stunde der Jugend .

16.00: Bon Wiesbaden: Konzert des Künstler-Ensembles des städtischen Kurorchesters, Wiesbaden

18.00: Aus bem Cafö Wien: Unterhaltungskonzert der Kapelle Eradi

18.45:Erinnerungen an eine Reise nach Luxemburg". Plauderei von Rudolf Geck

19.05:Schule des Genusses oder Die Kunst spazieren zu gehen". Allerlei Ratschläge von Franz Hessel

19.45: Weibnachtsvorfreuden Eine bunte Stunde 20.45: Große Festhalte Karlsruhe: Weibnachis-Singen der Singschule der Badischen Hochschule

21.20: Stunde der Kammermusik Werke von Joseph Savdn

92.40:24.00: Unterhaltungsmusik ans Schallplatte»

Königswusterbausen: 19.30: Bon BreSlan: Abendmusik der Schlesischen Philharmonie. 20.35: Von München: Weihnachten bei anderen Böllern. 21.05: Bon München: Wir putzen den Christbaum. <> Königs- berg-HejlSbe r a: 19.30: Unterhaltungskonzert. 21.10:Weihnachten , eine Hörfolge. <$> Sangenberg: 20.00: Abendmusik. 21.00: Westfalen stngt und reimt durchs Jahr. <$> Sten: 19.45: Unterhaltungskonzert. 20.45:Der Umried". Hirtenspiel in drei Bildern von Fan. NN Wtbmer-Predtt. <KR o m: 21.00: Konzert 22.00:La Flammiga". Over itt einem Skt von Donandn.

Man schreibt uns:

Auf Her Tagesordnung der Stadtverordneten in Zierenberg stand die Nachbetoilltgung von 6000 Mk., welche der Bürgermeister pflichtwidrig und ohne Be­schlüsse durch den Kämmerer aus dem Grundvermö­gen der Stadt verwendet hatte. Auf die Anfrage meh­rerer Stadtverordneten an den Beigeordneten, ob Vie Magistratsmitglieder gewußt hätten, daß der Betrag bereits vom Bürgermeister pflichtwidrig und eigen­mächtig zur Bezahlung laufender Ausgaben verwen­det worden und also bereits abgehoben worden ist, er­klärte der Beigeordnete, daß sie das nicht gewußt hät­ten. Dem Magistratskollegium habe die Angelegen­heit im Juli vorgelegen, wobei der Bürgermeister erklärte, daß er beabsichtige, den Betrag von 6000 Mark zu kündigen. Der Beigeordnete habe viel spä­ter festgestellt, daß der Bürgermeister den Betrag be- reits imJuni eigenmächtig durch den Kämmerer in feinem Sinne verwenden ließ. Auf die Frage eines Stadtverordneten an das Magistratsmitglied Haus­mann, ob er seine Zustimmung gegeben, wenn er ge­wußt hätte, daß der Bürgermeister ohne Genehmigung des Magistrats und der Stadwerordnelen über Den Betrag verfügt habe, erklärte derselbe, daß er nie uns nimmer fein« Zustimmung gegeben hätte. Der Bei­geordnete verlas einen Beschluß des Magistrats, der festlegt, daß der Kämmerer in Zukunft nur noch Aus­gaben zu leisten hat, wenn von beiden Körperfchaften die Zuitimmung vorliegt, daß er unter allen Umstän­den vorher von diesen Beschlüssen Kenntnis nehmen müsse.

Stadw.-Vorst. Kaufmann und Stadtv. Sieberi wünschten, daß die Stadtverordnelenversammlung in einem Beschluß zum Ausdruck bringe, daß alle Mittel angewandt werden, um dem Bürgermeister solch pflichtwidriges und eigenmächtiges Handeln für die Zukunft zu unterbinden. Der Bürgermeister ist krank­heitshalber beurlaubt und der Magistrat ist nicht in der Lage, der riesigen Schulden Herr zu werden. Es ist dies umso I:dau«rlicher, als die Schulden nicht durch Wohlfahrtslasten, sondern durch überflüssige Einrichtungen entstanden sind.

Aus -em Kreise Fritzlar

Gudensberg. Winterhilfe. Di« in unserer Stadt zur Linderung der Not veranstaltet« Sammlung hatte einen guten Erfolg aufzuweisen. Neben 400 Mark barem Geld (feer Betrag wurde durch eine Zuwendung des Kreises auf 600 Mark erhöht), standen zur Ver­teilung an Bedürftig« u. a.: 55 Zentner Kartoffeln, 12 Zentner Mehl und eine große Menge anderer Le­bensmittel. Neben dieser Sammlung hat die Orts- bauernschast zur Linderung der Not eine eigene Sammlung durchgeführt.

Aus dem Kreis Witzenbausen

Großalmerode. Eine lobenswerte Tat. Einen be­sonders großen Anteil an der Winterhilfe hat die Firma von Waitzsche Erben (Braunkohlenwerke (Hirschberg), die für die Bedürftigen 400 Zentner Braunkohlen unentgeltlich und 200 Zenmer zum z

Da griff plötzlich ------- Jeiner der Söhne ... lichkeit verücherungspflichtig beschäftigt gewesen sei. E mittlungen zufolge seien dr« Söhne selbst Inhaber 5< Firma.

Borm Spruchausschutz traten die Parteien auf. Auf der einen Seite das Arbeitsamt, vorsorglich versehen mtt amt­lichen Auskünften und Dokumeniabichriften, auf der ande­ren Seite zwei der Brüder (der Polier gehört zu einem an­deren Arbeitsamt) und deren Rechtsvertreter. Das Arbeits­amt behauptete, datz die Brüder die Versicherung getäuscht und geschädigt haben. Der Vertreter der Brüder erklärte, datz alle drei wirklich nichts anderes als Arbeitnehmer ge­wesen sind. Sie seien feit mehr als einem Jahrzehnt ge­werkschaftlich organisiert ,was nur bei Arbettnebmerschas möglich sei. Sie hätten zwar als Söhne ihres Vaters manchmal die rechtlichen Befimniffe überschritten, hätten ohne ementliche Vollmacht Geschäfte abgeschloffen und sogar sich Pflastermeister genannt, ohne dazu berechtigt gewesen »u sein. Inhaber der Firma sei aber niemand anders al: der Vater.

Der Svrnchausschuh stützte sich dagegen auf sein Akten­material und wies den Einspruch gegen die Rückzahlung mit Stimmenmehrheit ab. So wird sich also die Spruchkammer «och mtt dem merkwürdigen Vorgang beschäftigen müssen.

erlag.

Cbertaufungen. Rur die Hälfte der Wohlfahrts- unterstütznng kann ausgezahtt werden. Die finanziell schlechte Lage spitzt sich immer mehr zu. Am Sonn- abenb konnten feen Wohlfahrtserwerbslosen nur 50 Proz. fees ihnen zustehenben Betrages ausgezahlt wer­ben. Schon in ber vorherigen Woche war Die Restzah­lung nur in Wohlfahrtsgutscheinen möglich. Der Er­werbslosenausschutz hat nun ein« Eingabe an feen Ge­meind «Vorstand gemacht, featnii diesen Leuten ihre Unterstützung wenigstens vor Weihnachten in voller Höhe ausgezahlt wird. Der Bürgermeister hat bte Erfüllung dieses Antrages jedoch als sehr fraglich be­zeichnet. Darauf wurde feie Eingabe an ben Landrat weitergeleitet. Besonders verhängnisvoll wirkt sich die Maßnahme.ber Kreiskommunaikaffe aus, Die 20 Prozent des Staatszuschuffes für rückständige Steu­ern zurückhält. Oberlaufungen muß daher 50 Prozent statt wie bisher 30 Prozent aus eigenen Mitteln auf» bringen. Für feie Gemeinde bedeutet das einen Zu­schuß von 5000 Mark monatlich.

Aus dem Kreis Hann. Münden

Benterode. Forstgenoflenschaft. In ber General­versammlung der Forstgenoffenschaft wurde Landwirt Karl Rippel zum Forstvertreter uns Forstrechnungs- führer auf die Dauer von vier Jahren gewählt. Wegen feer katastrophalen Lage auf feem Holzmarkte wurde beschlossen, das Einschlagen von Fichtennutz­holz auf ein Mindestmaß zu beschränken. Das Hauen des Brennholzes ist beenfeigt.

Konflikt in Zierenberg?