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Sonnabend, IsiSonntag, 20. Dezember 1931

Kasseler Neueste Nachnchken

ftofere Heimat

An dem mit

zum ReichslaNdbund

mann-,

Auch ohne Mundstück

ie K üb­er Ar­

den nicht mehr erreicht dadurch 20 Pfg. mehr (Dmnlb; '

Eine Million Kilo erlesene Mazedonen -Tabake sie­ben uns laufend als fester Bestand zur Verfügung. Selbst auf lange Sicht

bleibt so die Gleichmäßig­keit unserer Mischungen zuverlässig gewahrt.

Bette 8-1 Beilage

Escherove. Unfall beim Holzfahren.

fünf Raummetern Hol; beladenen Wagen des Land­wirts Cpjriftian aus Oberkaufungen löste sich auf der abschüssigen Straße am Eingang unseres Dorfes die Bremse Die Pferde konnten den SSagen nicht halten u. prallten auf einen vor ihnen fahrenden Wagen. Hier­bei brach ein Pferd ein Bein, so daß es erschossen werden mutzte. Auch das arldere Pferd hat erheb­liche Verletzungen erlitten.

Nachdem sich die Landwirte in ErfurtKhausen be­reit erklärt haben, ein Teil ihrer Feldmark zu drainie­ren, wird auch dort alsbald mit den erforderlichen Arbeiten begonnen . Man rechnet auf staatliche Un­terstützung, mit welcher man dieses großzügige ~ ' turwerk ausführen will. Auch im Fnteresse St___

beitSbeschaffung für die zahlreichen Erwerbslosen der Gemeinde ist dies Projekt zu begrüßen.

neue Einheilsbewertung.

Hersseld. Ein Betrüger geht um. Ein vorbestraf, ter Arbeiter erschwindelte sich dadurch einen gröberen Geldbetrag, daß er stch als Abgesandter der NSDAP, ausgab und Spenden für «inen notleidenden Partei­genossen einsammelte. Wie sich nachher ergab, war das von ihm vorgezeigte Schreiben gefälscht. <§t wird sich vor Gericht zu verantworten haben.

Hersfeld. Landwirteversammlung. Auf bet von etwa 500 Mitgliedern besuchten Versammlung des Kreisbauernvereins Hersfeld hielt der Direktor des Reichslandbundes, Dr. Siburg-Berlin ein großange- legres Referat über den Verzweiflungslamps der deutschen Landwirtschaft. Seit Jahren sühn der Reichslandbund einen Kampf um die Erhaltung der deutschen Landwirtschaft. Es sei notwendig, daß stch die deutsche Landwirtschaft restlos zusammenschlietze und so dem ReichSlandbunde in diesem Kampf« bi« notwendige Stütze gebe. Der Vortrag führte zu einer regen Aussprache, sie stch zu einem Treubekenntnis Reichslandbund gestaltete. Geschäftsführer Goß- Hersfeld sprach dann noch über die Lohn- und Arbeirsverbältnisse in der Landwirtschaft und die

pen sschilö Stets der gleiche W ohlgeschmack

kommens von Brandsteuern aus der Stadt Kassel zum Gesamtaufkommen erfolgt. Damit genießt die Stadt eme Bergunstlgung die der Mehrzahl aller preußischen Staate mir Berufsfeuerwehren nicht zuteil wird. Ls ist festzustellen, daß die Ee- stalwng des Feuerschutzes auch in der Hohe der Brand­steuersätze berücksichtigt wird: in den strben größten «tadten des Regierungsbezirks mit gutem Feuer­schutz, darunter in der Stadt Kassel, gelangt nur die yölfte der Brandsteuersätze zur Erhebung, wie die in sämtlichen übrigen Städten und Gemeinden des Regierungsbezirks erhoben werden. Der Beitragssatz beträgt nach dem genchmigten Etat 1932 in promille ausgerechnet für die vorherrschende I Bauartklasse 0.35 Promille der Versicherungssumme, ist also sehr ntedrig. In welch umfangreicher Weise im übrigen die Hessii^Brandverstcherungsanstalt im Regierungs- beS'rkder Förderung des Feuerlöschwesens dient, mag schließlich folgende Üebersicht erweisen: es wurden an Zuwendungen zur Förderung des Feuerlöschwesens gezahlt (freiwiUige Leistungen):

1925: 192 220 RM. Zuwendungen gleich 9 Prozent der Beitragseinnahmen, 1926 : 220 978 RM. gleich 10

7: l83 061 RM gleich 10,5 Prozent, 1928: 327 032 RM. gleich 10 Prozent, 1929 : 361 252 RM gleich 11 Prozent, 1930 : 4.39 360 RM. gleich 13 Pro­zent der Beitragseinnahmen.

Hinsichtlich der prozentualen Höhe dieser freiwilli­gen Leistungen steht die Hessische Brandversicherungs­anstalt mit unter den ersten der öffentlichen Feuer­versicherungsanstalten in Deutschland.

Aber damit nicht genug, auch Me sonntägliche Mittags fechn ist gänzlich fortgefallen. Zwischen den beiden übrig gebliebenen Fahrten an Sonntagen liegt eine Spanne von 10 Stunden.

Alle Anwesenden wiederholten die seit Jahren ex- hobene Forderung auf Verbilligung ides Fahrpreises auf der Strecke Veckeruhagen Munden. Sie forder­ten weiter, daß der erste tägliche Wagen wieder An­schluß an den Zug ab Münden 7.11 Uhr erhält.

Sollte die Reichspost diesen berechtigten Wünschen und Forderungen sich verschlietzen und stch ablehnend Verhalten, dann gibt es nur den Weg der Selbsthilfe, der gegeben ist durch dar Vorhandensein einiger pri­vater Kraftwagen.

Grebenstein. Gänsediebe. Im Nachbardorfe Burg­uffeln wurden dem Landwirt Hofmann 13 Gänse ge­stohlen. Die Tiere wurden an Ort und Stelle abge­schlachtet.

Hümme. Autounglück. An der Straße nach Hofgeis­mar wurde morgens ein zertrümmerter Personenwa­gen gefunden. Da der Wagen herrenlos im Straßen­graben lag, konnte man noch keine genauen Anhalts­punkte feststellen. Ob es sich um ein Unglück oder eine unglückliche -Schwarzfahrt handelt, mutz die Untersu­chung erbringen.

Nach dem neuen Man sind die Reisenden, die am morgen J. B. nach Kassel wollen, gezwungen, den Omnibus zu benutzen, da der Zuganschluß in Mün­den nicht mehr erreicht wird. Sie müssen nicht nur dadurch 20 Pfg. mehr Fahrgeld zahlen als bisher (Omnibus und Eisenbahn), vielmehr erreichen sic in in Kassel nach keiner Richtung hi» noch irgendwelche direkten Zuganschlüsse, da der Omnibus 43 Minuten später eintrifft als die Eisenbahn.

Hess. Brandverficherungsanstatt tut ihre pflicht

Sie Landesverwaltung in Kassel teilt zu dem Aufsatz über den bedrohten Feuerschutz der ö i u o t mit:

Es wurde darin verlangt, daß die Feuerverficherer me an dem guten Feuerschutz der Städte profitieren jU 25" des Feuerschutzes herangezogen Dre Ausführungen können, soweit die Hes- Wlln

Abweichend von der Gepflogenheit der Mehr- zahl aller preußischen Feuersozietäten hat die Hes - LyS® Brandoersicherungsan st alt die «stabt Kassel von jeher im Ausbau ihres FeucrlöfH- wesens weltgehend laufend unterstützt. Ab­gesehen von einem in 1913 14 zur Automobilisierung »er Berufsfeuerwehr gewährten, mit 3 Prozent zu »erzinienden Darlchen von 168 000 Mark, dessen Rück- zahlung durch die Inflation zu einem wesentlichen Xeil oe-hindert wurde, erhielt die Stadt nach Sta- diUflcrung der Währung von der Hessischen Brandver- stcherungsanstalt an laufenden Zuschüssen zu den Kosten ihrer Berufsfeuerwehr: 1924 bis 1927 je 25 000 RM. 1928 bis 1930 je 28 000 RM., 1931 30 000 RM.

8rür die Folge soll an dem Grundsatz festgehalten werden, daß die Beteiligung der Stadt Kassel an dem Fonds zur Förderung des Feuer­löschwesens jährlich nach dem Verhältnis des Auj-

Der Obstbau im Bezirk Kassel

Eine w«tv»lle Statistik über die Durchschnittserträge.

Ungeheure Mengen an Obst werden im Regie- mingsbezirk Kassel alljährlich provuziert. Eine Sta- ilstik belehn uns über die Durchschnittsmen- gen zahl des in den letzten Zähren in den etnzel- uen Kreisen des Regierungsbezirks Kassel geernteten Obstes. An erster stelle steht der Kreis Marburg «Ut 31415 Doppelzentner, ihm folgen der Kreis Esch- weae mit 30112 Doppelzentner, Hanau mit 27 870 Doppelzentner, Witzenhausen mit 21144 Doppelztr., Rinteln mit 26 088 Doppelzentner, Kassel mit 23 977 Doppelzentner, Gelnhausen mit 21144 Doppelzentner, Schlüchtern mit 19 779 Doppelzentner, Hofgeismar «Nit 17 580 Doppelzentner, Rotenburg mit 16141 Dop­pelzentner, Ziegenhain mit 16115 Doppelzentner, Mel­sungen mit 15 404 Doppelzentner, Fritzlar mit 15 223 Doppelzentner, Fulda mit 13675 Doppelzentner, Hün­feld mit 13321 Doppelzentner, Hersfell» mit 13101 Doppelzentner, Kirchhain mit 11647 Doppelzentner, Homberg mit 11085 Doppelzentner, Ederkreis mit 11000 Doppelzentner, Wolfhagen mit 10644 Doppel­zentner, Frankenberg mit 10545 Doppelzentner, Gers­feld mit 8026 Doppelzentner, Schmalkalden mit 7947 Doppelzentner und Kreis des Eisenbergs mit 2950 Doppelzentner. Rur vorn Kreis der Twiste fehlen die Angaben, doch liegen die Durchschnittserträgnisse die­ses Kreises nach vorsichtiger Schätzung zwischen 6- bis 7000 Doppelzentner. Der Wert der Gesamtdurch­schnittsernte kann pro Jahr auf 9 bis 10 Millionen Reichsmark geschätzt werden. Hinzu kcmmen noch die Erträgnisse aus den Obstpachtungen der Gemeinde- Pflanzungen, die mit durchschnittlich einer halben Million Reichsmark angenommen werden können.

Wann verschwindet die Todeskurve

in Niederzwehren.

An der von uns schon oft gerügten gefährlichen Straßenkurve der Frankfurter Straße (in Nieder­zwehren), an der Einmündung der Corbacher- und der Grimmstraße passierten gestern vormittag in­folge der Glätte der asphaltierten Straße mehrere Auto-Unfälle, die aber glücklicherweise ohne Verlust von Menschenleben abgingen, doch teilweise bedeutenden Materialschaden verursachten. Bereits kurz nach sieben Uhr karambolierten zwei einander entgegenkommende Kraftwagen, wodurch einer total zerstört wurde und abgeschleppt werden mußte. Der zweite Zusammenstoß passierte gegen halb zehn Uhr zwischen einem von einem Schupobeamten geführten Kraftwagen und dem Lastkraftwagen einer Kasseler Firma, wobei letzterer teilweise demoliert wurde, während der erstere unbeschädigt blieb. Albald kam wieder ein Auto vomIchützenhaus" her, das durch Winken der stch unterdessen angesammelten Menschen­menge auf die Gefahr aufmerksam gemacht woröen war. Der Fahrer bremste stark, doch geriet das Auto ins Schleudern, drehte sich um seine eigene Achse und landete rückwärts auf dem Bürgeissteig. Glücklicher­weise konnten sich die auf dem Bürgersteig befinvli- chen Menschen rechtzeitig in Sicherheit bringen. Run erst, kurz vor Mittag, ließ die Gemeindebehörde die Glätt« dieser Straßenkurve durch Streuen scharfen Sandes beseitigen. Es wäre endltch an der Zeit, daß dieser Kurve, die an sich schon infolge ihrer Unüber­sichtlichkeit ein große Gefahr bedeutet, durch Erhöhung der Außenseite, die jetzt ein Gefälle hat, das bei der heutigen Straßenbantechnik Wohl keine Unmöglichkeit bedeutet, die Gefährlichkeit genommen würde. Daß nicht noch mehr Unfälle gestern morgen an dieser Stelle vorgekomen sind, ist der Bevölkerung zuzu­schreiben, die von sich aus die Fahrer auf die große Gefahr rechtzeitig aufmerksam machte.

Aus dem Kreis Hann. Münden

Aus dem Kreis Hofgeismar

Langenthal. Die Gemeindevertretung trat zunächst in eine Aussprache über den Antrag zwecks Nachlaß über zu hohe Pachtsätze für Gemeindearund stücke ein. Der Antrag wurde abgelehnt. Ein Antrag, bei der Gemeinde Beschäftigung für kurze Zeit zu erhalten, wurde ebenfalls abgelehnt. Der Schiedsmann, Zigar- renfabrikant C. Furhauer wurde einstimmig wteder- gewählt.

Veckerhagen. Um die Kraftpostlinie. Im Saale des GasthausesZum Anker" versammelten sich Ein­wohner und Mitglieder des Verkehrsver^inz Vecker­hagen und haben erstaunt von dem neuen Fahrplan der Kraftpoftlinte Veckerhagen Hann.-Mün- den Kassel Kenntnis genommen. Dieser neue Plan bringt nicht etwa eine Verbesserung, sondern eine Verschlechterung der bisherigen Verhältnisse. Die Durchführung der Linie nach Kassel wird allge­mein anerkannt, wenn sie auch hier als nicht normen» dig betrachtet werden muß. Bedauert und nicht ver­standen wird aber das Vorgehen der Reichspost inso­fern, als die Einrichtung nur auf Kosten der Reisen­den von Veckerhagen geschieht, wobei das örtliche Be- dürsnis völlig außer acht gelassen wirb.

Eine Brille

rft auch ein Weihnachtsgeschenk. Kaufen Sie beim ..Btillcnspezialiften" ein Gestell und einen Gutschein für zwei Gläser. Beides wird nach dem Fest mit bekannter Gründlichkeit angepaßt.

Optiker Heß, derBrillenspezialist", Kassel, Hchlotzplatz

Aus dem Kreis Witzenhausen

Heff.-Lichtenwu. Knochen verschluckt. Dem Sjäh- rigen Schüler Karl H. geriet beim Mittagessen ein Knochensplitter in die Speiseröhre und setzte sich am Magenmund fest. Der -bedauernswerte Kleine mußte sofort nach Kassel transportiert werden. Man hofft, den Splitter auf operativem Weg« entfernen zu können.

Hess.-Lichtenau. Der älteste Einwohner gestorben. Im Alter von 85 Jahren starb am Mittwoch Messer­schmiedemeister Friedrich Engelhardt. Er war der älteste Einwohner unserer Stadt. Noch vor we­nigen Jahren ging der nun Vevstorhene seiner Be­schäftigung nach.

Hess. Lichtenau. Die Vereinsbank zu Heff.-Lichtenau hielt ihre ordentliche Generalversammlung ab. Das Vorstandsmitglied Schwarting erstattete Bericht über den Verlauf der ersten -11 Monate des Geschäftsjah­res 1931 und stellte fest, daß die Vereinsbank die all­gemeine Krise bisher verhältnismäßig gut überstan­den habe. Der Bestand an Spareinlagen ist gegen­über dem Vorjahre nur um 4 Prozent zurückgegan­gen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Vogt, verlas den Bericht über die vorgenommene gesetzliche Revi­sion und betonte, daß das Kreditgeschäft bei der Ver­einsbank nach altbewährten Grundsätzen geführt wird. Die ausscheidenden Auffichtsratsmitglieder Buchdruk- kereibesitzer Adolf Vogt, Lehrer Otto Heyner, Bäcker­meister Karl Nolde wurden einstimmig wiedergewählt.

Aus dem Kreis Melsungen

Dpangenberg. Ausgabe von Bettlermarken. Zur Bekämpfung des Bettlerunwesens hat der Magistrat Bettlermarken herausgegeben, lautend über 2 uns 5 I Pfg. und sind bei der stadtkaffe erhältlich. Die Mar- kn berechtigen nur zum Einkauf von Lebensmitteln in den einheimischen Geschäften.

Altmorschen. Kellerbrand. Im Keller der Fabrik von K. Schrödet brach ein Brand aus. Glücklicher­weise konnte der Brand rechtzeitig entdeckt und auf seinen Herd beschränkt werden. Als Ursache des Brandes nimmt man einen überhitzten Räucherappa­rat an.

«ltmorschen. Erfckoston einer Stallaterne. Das vierjährige Kind des Landwirts S. machte sich an einer alten Pettoleum-Stallampe zu schaffen. Die Lampe explodierte und das Kind trug schwere Brand­wunden davon.

Adelshausen. Jagdhüttenräuber. Die einem Kaffe- ler Jagdpächter gehörende Jagdhütte unweit unseres Ortes wurde von Einbrechern heimgesucht. Ein Hanoleiterwagen, in welchem der Name Paulus und Zohu eingebrannt ist, sowie ein Federbett und zwei Wolldecken fielen den Dieben in die Hände. Unge­wollt hinterließen sie einen Hammer mit dem Zeichen S. und einen Engländer-Schlüssel. Hoffentlich ge­lingt es, durch diese Gegenstände die Diebe zu er­fassen.

Aus dem Kreise Wolfhagen

Merxhausen. Flucht einer Geisteskranken. Aus | der Anstalt für Geisteskranke ist eine Frau aus der I Maingezentz entflohen. Die Frau wurde nachts aus der Landstraße nach Naumburg umherirrend beobach­tet. Nach Anruf der Anstalt wurde di« Verfolgung ausgenommen, doch konnte man der Kranken noch nickst habhaft wenden.

Aus dem Kreise Eschtvege

Reichensachsen. Entgleist. Von einem von Bebra kommenden Güterzug entgleisten bei der sogenannten Schiefen Brücke zwischen Niddawitzhausen und Rei- I chensachsen die Lokomotive. Personen wurden rncht verletzt Der Materialschaden war ebenfalls nicht be­deutend Der Verkehr wurde auf dem zweiten Gleise I aufrecht erhalten, bis die Strecke wieder jreigemacht worden war.

Aus dem Kreise Frankenverg

Franlenberg. Bortragsabend. Kürzlich veranstal­tete der Hessisch-Waldeckische Gebirgsveretn in der Aula feer Staatlichen Edertalschule einen Vortrags­abend. Herr Wilhelm Ide aus Kassel sprach über Hessische Dichter und ihr Reich'. Sohr interessant« Ausführungen machte Ide über Goethe und seine Be­ziehungen zur Wilhelmshöhe. Dann sprach er über feie eigentliche hessische Dichtung des vergangenen Jahrhunderts, an deren Anfang er die Märchen- sammlung der Brüder Grimm stellte, die Heffens Na­men in alle Welt trug. Durch zahlreiche, sehr schöne Lichtbilder ließ er die vorüberziehenden Namen der Dichter in feer Landschaft lebendig werden.

Aus öetr Kreise Marburg

Marburg. Der Hessische Bauernverein wühlte in seiner Generalversammlung den Bürgermeister und Landwirt Rauch-Äolsshausen zum 1. Vorsitzenden. Beisitzer würfe« Landwirt Warn Grebe-Niederwei- mar.

Ein gerissener Gaunertrick

in Kölbe.

In Cölbe wurde ein Friseur, feer sich auf der Wanderschaft befand, eingestellt. Der Geschäftsinha­ber bekümmerte sich zuerst jedoch um die Papiere des Mannes nicht. Als sich nun der Inhaber eines La- ges nach Marburg begab, benutzt« feer saubere Geselle die Gelegenheit, um die ganze Einrichtung einer Re­vision zu unterziehen. Der Mann nahm alles mit, was eben zu einem Friseurladen gehört unfe ver­schwand. Man nahm die Verfolgung des Diebes auf uno konnte ihn auch in Wetter skstnehmen. Bon den gestohlenen Sachen hatte er bereits einige veräußert. Er wurde dem Gericht eingeliefert unfe vernommen. Er ist geborener Oesterreicher.

Aus dem Kreise Lersfew

Aus dem Kreise Fritzlar

Gudensberg. Silberhochzeit. Unser langjähriger Agent Johannes Theis nebst Frau feiert heute das Fest der silbernen Hochzeit. Auch wir gratulieren | herzlichst.

Großfeuer in Natingen

Durch Leichtsinn ein Bauerngehöft eingeäsche-k.

In Natingen, Kreis Warburg, stand plötzlich das Anwesen des Landwirts H. hell in Flammen. Das Feuer war in einer gefüllten Scheuer entstanden unfe verbreitete ,tch mit unheimlicher Schnelligkeit über die übrigen Gebäude. Machtlos standen feie Feuerwehren feem Element gegenüber und nach wenigen StunDen I waren sämtliche Gebäude bis ans die Grundmauern niedergebrannt, mit ihnen di« gesamte Ernte deS Be- Ntzers unfe ein wertvoller Dreschsatz. Da H am Brandtage in feer Scheune die Ernte maschint hatte, wurde angenommen, daß der Brand durch Funken von der Lokomottve verursacht wurde. Di« polizei­lichen Feststellungen haben jedoch inzwischen ergeben, daß fahrlässige Brandstiftung, begangen durch einen Knecht, der mit ungeschütztem Licht feie Scheune be­treten hatte, vorliegt.

Fahrrad gegen Kraftwagen

in Warburg.

Auf der Bahnhofstraße in Warburg ereignete sich in feen Abendstunden ein Verkehrsunfall, feer auf verbotswidriges Fahren eines Radlers zurückzufüh­ren ist. Der Lehrling K. aus Warburg befuhr mit einem unbeleuchteten Fahrrad die verkehrsreiche Straße unfe wurde von einem Kraftwagen erfaßt und überfahren. Schwerverletzt mußte er dem städtischen Krankenhaus Warburg zugeführt werden. Der Auto- führer, der die Lichter fees Wagens abgeblendet hatte, konnte den Radler nicht sehen, da dessen Fahrrad nicht beleuchtet war.

Dom Eichsfeld

Bornhagen. Ein Zeichen der Rot. Infolge wirt­schaftlicher Rot sah sich die Familie von Hansiein g«. zwungen, das Rittergut, feas sich seit 600 Jahren int Besitz der Familie befand, zu verkaufen. 30 Morgen Land, feie feie alte Burg Hansiein umgeben, wurden nicht in den Kauf eingeschlossen.

Der Zweckverband arbeitet

im Ohmtal.

Im Gebiet des Zweckverbandes 06m Mitte finden gegenwärtig unter Kreiskulturbaumeister Giesler die Uferschauen statt. Diese Schauen erstrecken sich über feas gesamte Verbandsgebiet. In jeder Gemarkung ist eine besondere Kommission tätig. Anschließend an diese Besichtigungen arbeitet das KreiSkulluramt ein Projekt über feie erforderlichen JnstandsetzungS- unfe Unterhaltungsarbeiten aus, bei welchem vornehmlich Wohlfahrts-Erwerbslose Beschäftigung finden sollen. In Schweinsberg sind die vor einiger Zeit unterbro­chenen Arbeiten an feer Drainage eines Teiles feer Feldmark wieder in Angriff genommen worden.

Aus dem Kreise Kirchhain